Klick-Tipp: Frank Behrendt und Daniel Mack empfehlen 19 Optimisten für 2019.

Klick-Tipp: Frank Behrendt und Daniel Mack haben eine Liste mit 19 Optimisten zusammengestellt, denen es 2019 im Netz zu folgen lohnt. Dabei sind u.a. Autorin Sophie Passmann, Wirtschaftsvordenker Michael Hüther und "Edition F"-Chefredakteurin Teresa Bücker. Die Liste solle als inspirierender Querschnitt der "hellen Seite von Twitter" dienen.
horizont.net

Twitter macht Umschaltung der Timeline leichter.

Twitter erleichtert die Umschaltung zwischen einer chronologischen und einer von Algorithmen vorsortierten Timeline. Künftig sind zum Umschalten nur zwei Klicks nötig. iOS-User können die neue Funktion sofort nutzen, Android- und Desktop-Nutzer voraussichtlich ab Januar. Ursprünglich zeigte Twitter die neuesten Tweets immer oben an, seit 2016 spült Twitter auch ältere Top-Tweets in die Timeline.
cnet.com, buzzfeednews.com, techcrunch.com

Twitter bearbeitet monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen.


Transparentes Twitter: Twitter-Mitarbeiter bearbeiten monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen, veröffentlicht der Zwitscher-Dienst in seinem halbjährlichen Transparenzbericht. Die Zahl sei im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 von knapp 870.000 Meldungen im Januar auf rund 500.000 im Juni gesunken. Der Rückgang sei besonders dem Einsatz von automatisierten Spam-Filtern geschuldet, die mit einer Genauigkeit von 75 % Spam-Konten filtern, die dann gesperrt werden.

Bei terroristischen Inhalten musste Twitter im zweiten Halbjahr 2017 noch 1,2 Mio Accounts löschen, im aktuellen Berichtszeitraum beläuft sich die Zahl auf knapp 200.000. 91 % davon konnten automatisiert erkannt und eliminiert werden.

Staatliche Anfragen zu Nutzerdaten seien hingegen mit einem Plus von 80 % stark angestiegen und betreffen damit mehr als zweimal so viele Nutzer-Konten wie im zweiten Halbjahr 2017. 87 % dieser Anfragen stammen aus Russland und der Türkei.
mashable.com, zdnet.com

NetzDG sorgt für weniger Nutzer-Beschwerden als erwartet.

NetzDG: Das Gesetz, das Löschfristen für Hasskommentare vorgibt und seit Jahresbeginn in Kraft ist, zieht weniger Beschwerden nach sich als erwartet. Nur 704 gingen bis Ende November beim Bundesamt für Justiz ein. Der Bundestag hatte mit rund 25.000 gerechnet. Unklar ist, ob die Nutzer so wenig Anstößiges finden, sie ihre Möglichkeiten nicht kennen - oder das Beschwerdeformular zu gut versteckt ist.
spiegel.de

Twitter: Experten kritisieren Botswatch-Studie wegen Zweifel an der Methodik.

Twitter-Bots: Experten kritisieren die Methodik der Social-Bot-Studie des Berliner Startups Botswatch, da die genauen Kriterien der Methodik unklar seien, schreibt Robert Tusch. Die Zahlen seien nicht interpretierbar, da weder Studie noch Methode veröffentlicht wurden, erklärt Analyst Luca Hammer. Es sei kaum möglich, Bots maschinell zu erkennen, da so das Antwortverhalten einzelner Accounts nicht ausgewertet werde. In der Größenordnung sei das für Programme "nicht machbar".
meedia.de, turi2.de (Background)

Berliner Startup misst Rekordzahl an Roboter-Tweets seit Bundestagswahl.

Zwitschernde Roboter: Fake-Profile machen immer stärker politisch Stimmung, schreibt "Welt". Die Twitter-Debatte über den UN-Migrationspakt sei maßgeblich von Robotern beeinflusst worden. Diese hätten automatisiert Beiträge gepostet. Das Berliner Startup Botswatch visualisierte Twitter-Profile in einer Netzwerkwolke, um auffällige Verbindungen sichtbar zu machen: 28 % aller Tweets zum Migrationspakt seien Fake. Bei anderen politischen Debatten liege die KI-Quote bei bis zu 15 %.

Social Bots sind seit der Bundestagswahl nicht mehr so aktiv gewesen wie aktuell. Auch bei der Diesel-Affäre gebe es Versuche, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. KI-Postings zielen gegen die "westliche Wertegemeinschaft", sagt die Botswatch-Geschäftsführerin Tabea Wilke. Die genauen Urheber der Fake-Tweets seien schwer zu ermitteln, zum Teil kämen diese aus dem AfD-nahen Umfeld, so die Autoren der Studie.
"Welt" S. 8 (Paid)

"Edison"-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: "Edison"-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als "weiße, alte, hässliche Frau" bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der "Edison"-Chef kein "Handelsblatt"-Mitarbeiter sei. "Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel." Das "Handelsblatt" stehe für eine liberale Weltordnung, "wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus." Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: "Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief."
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

Basta: Trumps Cybersecurity-Berater hat das Internet nicht verstanden.

Dot-In-Blase: Rudy Giuliani, Trumps Cybersecurity-Berater, hat in einem Tweet ein Leerzeichen vergessen. Das Ergebnis: die Domain G-20.In, hinter der ein findiger Follower direkt eine heimliche Botschaft hinterlegt hat. Giuliani, der das Prinzip von Domains offenbar nicht verstanden hat, vermutet nun einen heimtückischen Eingriff vom Anti-Trump-versifften Twitter.
mashable.com, heise.de

EU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich wollen Onlinewerbeerlöse mit 3 % besteuern.

Europa EU-Flagge SterneEU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich einigen sich auf einen Kompromiss und wollen die Onlinewerbeerlöse der Internetgiganten mit einer Umsatzsteuer in Höhe von 3 % besteuern, berichten dpa und AFP übereinstimmend. Die Digitalsteuer soll bis März 2019 beschlossen werden und im Januar 2021 in Kraft treten, sollte es keine Einigung innerhalb der OECD geben.
zeit.de

Twitter testet schnellere Umschaltmöglichkeit der Tweet-Reihenfolge.

Twitter macht die Ansicht der Tweets wieder einfacher zwischen der früher angewendeten chronologischen Reihenfolge und den mittels Algorithmus sortierten "Top Tweets" umschaltbar. Ein prominent platzierter Button ermöglicht den Wechsel. Die Funktion versteckt sich bisher in den Profileinstellungen. Twitter testet den neuen Button zunächst bei wenigen iOS-Nutzern.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Häufigste Länge eines Tweets hat sich nach Erhöhung des Zeichenlimits nicht vergrößert.

Twitter: Tweets sind am häufigsten 33 Zeichen lang – und damit sogar ein Zeichen kürzer als vor der Verdopplung des Zeichenlimits von 140 auf 280 Zeichen vor etwa einem Jahr, teilt der Dienst mit. Insgesamt seien lediglich 6 % aller Tweets länger als das alte Zeichenlimit von 140 Zeichen. Verändert habe sich jedoch die Ausdrucksweise. Nutzer würden häufiger die Wörter sorry oder before ausschreiben, die sie vorher oft als b4 oder sry abgekürzt hätten.
cnet.com

Twitter steigert Umsatz bei sinkenden Nutzerzahlen.

Twitter erzielt im 3. Quartal einen Umsatz von 758 Mio Dollar, ein Plus von 29 %. Grund sind vor allem gestiegene Werbeeinnahmen. Dank einer Steuergutschrift von 683 Mio Dollar macht der Konzern einen Gewinn von 789 Mio Dollar. Im Vorjahr stand ein Verlust von 21 Mio zu Buche. Gleichzeitig sinkt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um 9 Mio auf 326 Mio. Laut Twitter-Chef Jack Dorsey sind die Bemühungen im Kampf gegen Fake-Profile der Grund.
boerse.ard.de

Twitter sperrt Accounts, die mit Alex Jones in Verbindung stehen.

Twitter zieht bei mehreren Konten in Verbindung mit US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones den Stecker. Die Accounts stehen in Verdacht, die Twitter-Sperre von Jones umgangen zu haben. Jones und seine Sendung "Infowars" sind seit knapp zwei Monaten beim Zwitscherdienst gesperrt, weil sie wiederholt gegen die Regeln des Netzwerks verstoßen haben. Zuvor hatten bereits Facebook, YouTube und andere Jones gesperrt.
time.com, turi2.de (Background)

Zitat: Caren Miosga plädiert für Zurückhaltung von Journalisten in sozialen Netzwerken.

"Ich muss nicht zu allem bei Twitter meinen Senf dazugeben. Für meinen Geschmack überschreiten dort manche Journalisten-Kollegen die Grenzen der professionellen Meinungsäußerung."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga reagiert in sozialen Netzwerken gern auf Menschen, die ein echtes Interesse haben. Von einigen Journalisten wünscht sie sich im Handelsblatt Wirtschaftsclub jedoch mehr Zurückhaltung.
handelsblatt.com

Online-Plattformen verpflichten sich zum Kampf gegen Fake News.

Online-Plattformen und Werbeindustrie unterzeichnen einen Verhaltenskodex gegen Fake-News auf EU-Ebene. Zu den Partnern zählen Google, Facebook, Twitter und Mozilla. Sie wollen transparenter sein, Fake-Accounts schließen und kein Geld an Desinformations-Kampagnen verdienen. Mit dem freiwilligen Kodex versuchen die Plattformen eine harte Regulierung zu vermeiden.
dw.com

Google schickt Verfassungsbeschwerde gegen das Lösch-Gesetz nicht ab.

Lösch-Gesetz: Weder Google noch Facebook oder Twitter haben bisher eine Verfassungsbeschwerde gegen das NetzDG eingereicht, schreibt die "FAZ". Die Frist endet zum Oktober. Ein Bitkom-Gutachten sieht erhebliche Verstöße gegen das Grundgesetz. Ein Klage-Schriftsatz liege Google vor, nur abgeschickt habe der Konzern ihn noch nicht. Womöglich aus taktischen Gründen, um kein Öl ins Feuer anderer Streitigkeiten z.B. mit der EU zu gießen.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Zitat: Außenminister Heiko Maas erfährt von Trump-Entscheidungen bei Twitter.

"Wir erfahren von einigen Entscheidungen über Twitter. Manchmal habe ich den Eindruck, auch der eine oder andere in den Vereinigten Staaten erfährt von Entscheidungen im Weißen Haus zuerst über Twitter."

Bundesaußenminister Heiko Maas kritisiert im dpa-Interview die Informationspolitik der USA, die unter Donald Trump die diplomatischen Wege umgeht.
handelsblatt.com

Zitat: Daniel Mack fordert eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke.

"Politische Debatte funktioniert nur mit Gesicht. Ob im Bierzelt oder im Netz."

Daniel Mack, Digitalberater und Associate Director bei der Public-Affairs-Beratung 365 Sherpas, wünscht sich in einem "taz"-Gastkommentar eine Klarnamen-Pflicht für soziale Netzwerke als Teil einer Mehr-Faktor-Authentifizierung, damit die Digitalisierung zur Stärkung der Demokratie genutzt werden kann.
taz.de

Basta: Horst Seehofer setzt seinen ersten Tweet ab.

Erstweeter: Horst Seehofer beginnt - wie angedroht angekündigt - mit dem Twittern. In seinem ersten Video-Tweet freut er sich auf den Dialog mit den Bürgern. Seehofer twittert - gezeichnet mit "HS" - über das Konto des Bundesinnenministeriums. Accounts wie @HorstSeeehofer oder @thehoferhorst verbreiten Scherzmeldungen - eigentlich das Privileg des echten Seehofers.
twitter.com/BMI_Bund via stern.de


Zahl des Tages: Donald Trump twittert eine Null zu viel.

Zahl des Tages: Um eine 0 hat sich US-Präsident Donald Trump vertwittert, als er mitteilt, das BIP-Wachstum sei erstmals seit mehr als 100 Jahren höher als die Arbeitslosenquote. Sein Wirtschaftsberater Kevin Hassett korrigiert: "Die korrekte Zahl lautet Zehn." Wie Trump auf 100 komme, wisse er auch nicht, er sei Wirtschafts-, nicht Twitter-Berater.
faz.net, twitter.com

Twitter sperrt Alex Jones dauerhaft.

Twitter sperrt den Verschwörungstheoretiker Alex Jones und seine Seite "Infowars" dauerhaft. Der Rechtspopulist habe wiederholt gegen Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen. Facebook, YouTube, Spotify und Apple hatten Jones Inhalte Anfang August von ihren Plattformen genommen. Twitter stand wiederholt in der Kritik, ihm weiterhin eine Plattform zu bieten.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Donald Trump ist nicht immun gegen Account-Sperrung, sagt Twitter.

Twitter würde auch beim Twitter-Konto des US-Präsidenten den Stecker ziehen, wenn Donald Trump mit Beschimpfungen eine gewisse Grenze überschreiten würde, sagt Chef-Justiziarin Vijaya Gadde in einem Interview. Im Januar hatte Twitter eine Regelung veröffentlicht, nach der für Staatenlenker andere Kriterien gelten als für andere Nutzer, weil "wichtige Informationen" für die Bevölkerung sichtbar und debattierbar bleiben müssten.
politico.eu

"WSJ": Jack Dorsey hat sich persönlich für Verbleib von Alex Jones auf Twitter eingesetzt.


Ihr Vögelein bleibet: Twitter-Chef und Gründer Jack Dorsey hat sein Veto eingelegt, als seine Mitarbeiter den Verschwörungstheoretiker Alex Jones sperren wollten, berichtet das "Wall Street Journal". Twitter widerspricht der Darstellung. Jack Dorsey habe sein Team nicht überstimmt. Vielmehr seien die Inhalte von Alex Jones gar nicht erst gemeldet worden.

Einen ähnlichen Vorfall soll es laut "WSJ" bereits 2016 gegeben haben, als Jack Dorsey angeordnet haben soll, dass der rechte Provokateur Richard Spencer weiter einen Account betreiben dürfe. Am Mittwoch wird Jack Dorsey vor dem US-Kongress aussagen und beantworten, ob und wenn wie ausländische Akteure mit Social Media Falschmeldungen verbreiten können. (Foto: Picture Alliance / Geisler-Fotopress)
wsj.com (Paid), turi2.de (Background)