Ex-"Coca-Cola"-Managerin Rebecca Messina leitet weltweites Marketing von Uber.

Uber verpflichtet Rebecca Messina, 46, für den neu geschaffenen Posten als Chief Marketing Officer. Sie kommt vom Spirituosen-Hersteller Beam Suntory (u.a. Jim Beam). Davor war sie über 22 Jahre im Marketing von Coca-Cola tätig. Messina soll die Arbeit der internationalen Marketing-Teams steuern und helfen, Ubers Image aufzupolieren.
thedrum.com, techcrunch.com

"Wirtschaftswoche": Uber fährt bald durch die dritte deutsche Stadt.

Uber setzt in Deutschland wieder auf Wachstum, schreibt die "Wirtschaftswoche". Bis Ende 2018 sollen Uber-Autos, nach Berlin und München, auch durch eine dritte deutsche Stadt rollen. Dies könnte Frankfurt sein: Seit Jahresanfang öffneten Nutzer dort 400.000 mal erfolglos die Uber-App. Der Taxi-Dienst ist durchs Gesetz stark eingeschränkt, doch alle politischen Signale stehen auf Liberalisierung.
"WirtschaftsWoche" 35/2018, S. 46-50 (Paid)

Politiker wollen Techfirmen Gratis-Kantinen verbieten.

Mundraub: Zwei Politiker aus San Francisco wollen Tech-Firmen bei Neubauten verbieten, ihre Mitarbeiter mit Gratis-Essen zu versorgen, wie z.B. Google, Twitter und Uber. Die Mitarbeiter würden sich vom Stadtviertel "abschotten" - und den lokalen Gastro-Umsatz schmälern. Bei Amazon gibt es keine Gratis-Kantine: Der Online-Händler will seine Mitarbeiter dazu motivieren, die Essenspause außerhalb des Büros zu verbringen.
faz.net

Analyse: Uber und Lyft verursachen mehr Verkehr in Großstädten.

Taxi-Dienste wie Uber und Lyft verschlimmern die Lage auf den Straßen, untersucht Verkehrsanalyst Bruce Schaller. Der Verkehr auf städtischen Straßen sei um 160 % angestiegen. 2,61 Mrd Passagiere haben die Dienste 2017 genutzt, 37 % mehr als noch 2016. New York City hat angekündigt, die Zahl der Uber- und Lyft-Autos beschränken zu wollen.
businessinsider.de, businessinsider.de (NYC)

Zahl des Tages: E-Roller-Startup Lime knackt Marke von 6 Mio Fahrten.

Zahl des Tages: Abgefahrene 6 Mio Fahrten verzeichnet das E-Roller-Startup Lime in den USA und Europa nach einem Jahr. Die Nutzer hätten damit fast 2.400 Tonnen CO2 eingespart, errechnet das Unternehmen. Erst Anfang Juli hatte Uber in das Mobilitäts-Startup investiert, die E-Roller sollen bald auch in der Uber App verfügbar sein.
mashable.com

Uber entlässt rund 100 Sicherheitsfahrer für selbstfahrende Autos.

Uber entlässt rund 100 Sicherheitsfahrer von selbstfahrenden Autos in Pittsburgh. Sie haben die Fahrzeuge während der Fahrt überwacht, waren aber bereits seit März ohne Aufgabe, weil Uber die Wagen nach einem tödlichen Unfall lieber in der Garage ließ. Uber will nun 55 neue Positionen für sogenannte Mission Specialists schaffen, die selbstfahrende Autos testen sollen. Für ihre Jobs sei mehr technisches Wissen erforderlich, als das der bisherigen Sicherheitsfahrer.
theverge.com

Uber darf in London wieder durchstarten – für 15 Monate.


London Uberground: Uber setzt sich in seinem Berufungsverfahren durch, fährt in den nächsten 15 Monaten jedoch nur mit angezogener Handbremse und einer vorläufigen Lizenz für den weiteren Betrieb in London. Das Gericht gewährte diesen zeitlichen Spielraum, damit Uber weiter daran arbeiten kann, die Vorgaben der Londoner Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) zu erfüllen. Nach sechs Monaten sollen die Fortschritte überprüft werden. Hält sich Uber an die Bewährungsauflagen, kann es darauf hoffen, sich um eine reguläre Lizenz für fünf Jahre bemühen zu dürfen.

TfL hatte Ubers Lizenz im September nicht verlängert, die Behörde warf dem Taxi-Schreck verantwortungsloses Verhalten u.a. im Hinblick auf das Melden von Straftaten vor. Uber erhob Einspruch, durfte in der Zwischenzeit jedoch weiter in London operieren. Uber greift in London auf ein Netz von 48.000 registrierten Fahrern zurück. Die Verfahrenskosten für den Fahrdienstvermittler belaufen sich auf 425.000 Pfund.
techcrunch.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background) (Foto: Yui Mok / empics / Picture Alliance)

Uber: Testfahrerin streamt auf ihrem Smartphone während des tödlichen Unfalls.

Uber: Die Testfahrerin, die bei dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto in Arizona am Steuer saß, hat während der Fahrt mehr als 30 % der Zeit auf ihr Handy geschaut. In einem Polizeibericht heißt es, sie habe über ihr Smartphone TV gestreamt. Der Unfall hätte laut dem Bericht verhindert werden können, wenn die Fahrerin auf die Straße geschaut hätte.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Autobauer und Technikfirmen erforschen gemeinsam Folgen autonomen Fahrens.

Autobauer, Technik- und Logistikfirmen erforschen gemeinsam die Folgen autonomen Fahrens für Menschen und die Arbeitswelt. Zu der Forscher-Allianz gehören unter anderem Daimler, Toyota, Ford, Waymo, Uber, Lyft und die Logistikfirmen FedEx und American Trucking Association. Ihren Zusammenschluss nennen sie Partnership for Transportation Innovation and Opportunity.
theverge.com

Toyota steigt bei Uber-Konkurrent Grab ein.

Toyota investiert erneut in den südostasiatischen Fahrdienst-Vermittler Grab. Mit der Geldspritze in Höhe von 1 Mrd Dollar will Grab sein Geschäft auf Essenslieferungen und Bezahldienste ausweiten. Grab hat im März das Südostasien-Geschäft von Uber übernommen. Neben Toyota sind auch der japanische Technologieinvestor Softbank sowie der chinesische Wettbewerber Didi beteiligt.
wiwo.de, handelsblatt.com

The Information: Lyft übernimmt Ford GoBike und Citi Bike.

LyftLyft holt zum Schlag gegen Konkurrent Uber aus und plant die Übernahme des Mietfahrrad-Verleihers Motivate u.a. mit Marken wie Ford GoBike und Citi Bike, berichtet The Information. Der Deal in Höhe von 250 Mio Dollar sei zwischen beiden Firmen abgestimmt, aber noch nicht abgeschlossen, verraten Insider. Uber hatte Ende Januar 200 Mio Dollar in die Übernahme von Mietrad-Anbieter Jump investiert.
theinformation.com (Paid), cnet.com, turi2.de (Background)

"Evening Standard" soll Google und Uber positive Berichte verkauft haben.

Google und Uber sollen der britischen Tageszeitung "Evening Standard" 0,5 Mio Pfund für positive Berichterstattung gezahlt haben. James Cusick, Ex-Korrespondent der Zeitung, berichtet auf dem Portal Opendemocracy.net davon. Die Firmen sollten demnach das Zeitungsprojekt "London 2020" unterstützen und dafür neben Advertorials positive Kommentare und eine Berichterstattung bekommen, "die man mit Geld nicht kaufen kann". Fragwürdig bei der Einbindung von Uber ist auch, dass George Osborne, Chefredakteur des "Evening Standard", hohe Anteile am Taxischreck hält. Ein Verlags-Manager von ESI Media dementiert die Vorwürfe. Google und Uber äußern sich ebenfalls nicht.
golem.de, opendemocracy.net (Bericht)

Zitat: Uber-Markenchefin Bozoma Saint John kämpft für mehr Vielfalt in Führungsetagen.

"Gucken Sie sich doch um an Ihrem Arbeitsplatz! Wenn Sie nur weiße Männer sehen, kaum Diversität, sollten Sie zu Ihrem Chef gehen und sagen: Ich fühle mich hier nicht wohl. Uns fehlt es an Vielfalt."

Uber-Markenchefin Bozoma Saint John ruft im "stern"-Interview weiße Männer auf, selbst etwas für mehr Vielfalt zu tun und ist sich sicher, dass auch im Silicon Valley künftig nicht mehr nur ähnlich denkende Menschen an die Spitze kommen.
"stern" 23/2018, S. 82 (Paid)

Uber: Notbrems-Assistent bei tödlichem Unfall mit selbstfahrendem Auto war ausgeschaltet.

Uber: Das selbstfahrende Auto, das im März einen tödlichen Unfall verursacht hat, erkannte die verunglückte Frau bereits sechs Sekunden vor dem Aufprall, ergibt ein vorläufiger Bericht der US-Verkehrsbehörde. Der Notbrems-Assistent des Fahrzeugs war ausgeschaltet. Als Backup sei ein Fahrer an Bord, der vom System jedoch nicht benachrichtigt wird.
wsj.com (Paid), reuters.com

Lyft zahlt seinen Fahrer Vorteile im Wert von 100 Mio Dollar.

LyftLyft investiert 100 Mio Dollar, um seine Fahrer zu unterstützen – sie können davon z.B. Ölwechsel, Wartungsleistungen, Autowäschen oder Steuerberater zahlen. Einige Lyft-Fahrer arbeiten parallel auch für Uber, deshalb wird der Taxi-Dienst Vergünstigungen und Rabatte für Vielfahrer anbieten. Uber zieht nach und kündigt an, seinen Fahrern in Deutschland und weiten Teilen Europas Versicherungen gegen Krankheit und Unfälle zahlen zu wollen.
techcrunch.com (Lyft), handelsblatt.com (Uber)