Bijan Khezri führt Marquard Media.

Marquard Media: Der Schweizer Verleger Jürg Marquard, der heute 72 Jahre alt wird, gibt die operative Führung seiner Mediengruppe an Bijan Khezri, Ex-Bänker, Berater und u.a. Investor beim Sportdaten-Dienstleister Sportradar. Marquard Media gibt in Deutschland diverse PC- und Games-Magazin heraus, in Polen u.a. "Cosmopolitan" und "Playboy" und in Ungarn u.a. "InStyle" und "Men's Health". Ungarn-CEO Zsuzsanna Ohidi führt nun auch die Geschäfte in Polen.
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Mediaworks entlässt Mitarbeiter nach gefälschten Orban-Zitaten.

ungarn_flaggeUngarisches Medien-Unternehmen Mediaworks entlässt nach der Veröffentlichung eines Orban-Interviews mit hinzugefügten, gefälschten Zitaten fünf Mitarbeiter. Gehen müssen unter anderem die leitende Redakteurin der Zeitung "Fejer Megyei Hirlap" sowie die Chefredakteurin und der IT-Chef der Regionalzeitung "Naplo", aus deren Redaktion die Manipulation durchgeführt worden sein soll. Der Urheber der Bearbeitung wurde bislang nicht identifiziert.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Basta: Orban in den Mund gelegt.

BastaZeilen schinden: Bei der ungarischen Zeitung "Fejér Megyei Hírlap" hat ein Unbekannter dem Weihnachts-Interview mit Alleinherrscher Premier Orban ein paar Worte hinzugefügt. Er ergänzte die steile These "Ungarn ist so stabil, weil wir die Menschen nach ihrer Meinung befragt haben" mit "obwohl sie uns gar nicht interessiert hat". Nun fahndet das staatstreue Medium nach dem Übeltäter.
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Regierungsnaher Medienkonzern übernimmt Verlag der ungarischen Oppositionszeitung "Népszabadság".

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Feindliche Übernahme: Der österreichische Unternehmer Heinrich Pecina hat den ungarischen Verlag Mediaworks, bisher Herausgeber der regierungskritischen Oppositionszeitung Népszabadság, an die ungarische Firma Optimus Press verkauft. Der neue Eigentümer soll zum Geschäftsimperium des ungarischen Oligarchen Lörinc Meszaros gehören, einem engen Vertrauten des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Vor zwei Wochen hatte Mediaworks das Ende von "Népszabadság" angekündigt und mit einem drastischen Auflagenrückgang sowie hohen Verlusten begründet.

Optimus Press habe unter mehreren Interessenten den Zuschlag erhalten, weil die Firma einen Relaunch der Zeitung "ernsthaft prüfen" wolle, teilt Pecinas Beteiligungsfirma Vienna Capital Partners mit. Zu Mediaworks gehören neben "Népszabadság" auch ein Dutzend Regionalzeitungen sowie die Sport-Tageszeitung "Nemzeti Sport". Mediaworks ist Anfang 2014 aus dem Verkauf mehrerer Titel von Ringier an Vienna Capital Partners hervorgegangen. Erst Ende September hatte Mediaworks von der Funke Mediengruppe den Regionalzeitungsherausgeber PLT übernommen.
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"Népszabadság"-Redakteure publizieren in Obdachlosen-Zeitung.

ungarn_flaggeNépszabadság, jüngst eingestellte ungarische Oppositions-Zeitung, schlüpft bei einem Obdachlosen-Blatt unter. Die kaltgestellte Redaktion steuert zwölf Seiten zu "Fedel Nelkül" bei. Alle Journalisten sind noch Angestellte des Verlags Mediaworks, dürfen aber für das Straßenblatt arbeiten, weil es nicht-kommerziell ist.
standard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Heinrich Pecina rechtfertigt die Schließung von "Népszabadság".

Lese-Tipp turi2Lese-Tipp: Heinrich Pecina, Besitzer der ungarischen "Népszabadság", weist die Schuld am Ende der Oppositionszeitung von sich. Er habe gar versucht, das defizitäre Blatt zu retten und der Redaktion ein Management-Buy-out angeboten. Die sei aber nur an ihren Gehältern interessiert gewesen, nicht an der Zukunft der Zeitung.
"Profil", 41/2016, S. 34, blendle.com (Paid), profil.at

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Zeitung "Népszabadság" ist nicht aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen worden, glaubt Stephan Löwenstein.

ungarn_flaggeUngarn: Die Schließung der Zeitung "Népszabadság" scheint lange geplant gewesen zu sein und auf politischer Einflussnahme des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu beruhen, schreibt Stephan Löwenstein. Die rechtliche Struktur sei ausgehöhlt, die Redaktion per Kurier über das Ende informiert worden. Am nächsten Arbeitstag bekamen die Abonnenten Briefe, in denen sie gefragt wurden, ob sie nicht lieber eine andere Zeitung beziehen wollten.
"FAZ", S. 5 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Kritische ungarische Zeitung "Népszabadság" wird eingestellt.

ungarn_flaggeUngarn: Die Zeitung Népszabadság erscheint heute zum letzten Mal, auch die Internetseite nol.hu geht offline. Der Verlag Mediaworks begründet das Ende mit Verlusten und 74 % Auflagen-Minus in den vergangenen zehn Jahren. Hinter dem Aus könnte auch der regierungskritische Kurs stecken – die Redakteure sollen von ihrer Kündigung aus anderen Medien erfahren haben.
derstandard.at, zeit.deKommentieren ...

Andreas Rudas übernimmt RTL Ungarn.

andreas-rudasRTL-Gruppe macht Andreas Rudas, 61, zum Interims-Chef von RTL Ungarn, parallel zu seinen bisherigen Aufgaben als Vice President Regional Operations & Business Development. Rudas folgt auf Dirk Gerkens, 46, dem RTL einen anderen Job im Management angeboten hat. Gerkens, dem mit RTL Klub der größte Privatsender Ungarns unterstand, hatte im Januar seine Familie ins Ausland gebracht und sich Personenschutz besorgt.
rtlgroup.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...