Zitat: Investor Peter Thiel fühlt sich im Silicon Valley nicht mehr wohl.

"Die meisten Leute in diesen Firmen sind linksliberal und wollten nicht, dass Trump gewinnt. Und doch gaben ihre Plattformen besonders den neuen politischen Kräften auf der rechten Seite eine Stimme."

Tech-Investor Peter Thiel sagt im "Zeit"-Portät von Uwe Jean Heuser, dass er enttäuscht ist, als Trump-Unterstützer im Silicon Valley wie ein Aussätziger behandelt zu werden. Es sei fast unmöglich, etwas Konservatives zu sagen.
"Zeit" 53/2018, S. 21/22 (Paid)

Weitere Zitate:

über seine Unterstützung von Donald Trump:

"Ich dachte naiverweise, dass dies gar nicht konträr sei. Schließlich ist das halbe Land für Trump. Doch im Valley wirkte es wie das Verrückteste, das ich je getan habe."

"Natürlich hat die Mehrheit in einer Demokratie eher recht. Doch bei hundert zu null ist man in Nordkorea, und irgendwas ist schiefgelaufen. Wären sich alle einig, wäre das schon schlimm. Die Wahrheit ist schlimmer: 85 Prozent stimmen überein, und die anderen 15 Prozent haben zu viel Angst, um etwas zu sagen."

Ex-CBS-Chef Les Moonves muss ohne Abfindung gehen.

CBS: Das US-Network zahlt seinem Ex-Boss Les Moonves die eigentlich vereinbarten 120 Mio Dollar Abfindung nicht aus. Der Vorstand beschließt nach einer Prüfung, dass es Gründe für eine reguläre Kündigung ohne Abfindungsansprüche gibt. Moonves habe gegen Firmenregeln verstoßen und sich nicht ausreichend an der Aufklärung seines Falles beteiligt - mehrere Frauen werfen ihm sexuelle Belästigung vor.
nytimes.com, adage.com, theguardian.com

Netflix verpflichtet Ex-Unterhaltungschefin des US-Networks ABC.

Netflix verpflichtet Channing Dungey als Vize-Chefin für Eigenproduktionen. Sie war zuvor Entertainment-Chefin beim US-Sender ABC - und damit die erste Afroamerikanerin, die ein Unterhaltungsprogramm bei einem US-Network verantwortet. Sie wird die Produzenten Shonda Rhimes ("Grey’s Anatomy", "Scandal") und Kenya Barris ("Black-ish") betreuen, wie zuvor bei ABC, und zusätzlich die Obamas und deren geplante Dokus und Features bei Netflix.
hollywoodreporter.com

Basta: Facebook macht aus seinem Datenschutz eine Eintagsfliege.

Schnell erklärt: Facebook eröffnet im New Yorker Bryant Park Holiday Village einen Pop-Up-Store. An dem Stand sollen Nutzer erfahren, wie Privatsphäre und Datenschutz bei Facebook funktionieren, oder warum kurz nach dem Weihnachts-Shopping Anzeigen desselben Produkts in der Timeline auftauchen. Da Facebook Datenschutz ja eher nicht als ein besonders erklärungsbedürftiges Gut ansieht, hat der Store nur für einen Tag geöffnet.
adweek.com

Google-CEO Sundar Pichai bestreitet in seiner Senatsanhörung China-Pläne.


Nur eine Versuchmaschine: Google-Chef Sundar Pichai hat sich am späten Dienstag fast vier Stunden lang den Fragen der US-Abgeordneten gestellt und einer abgespeckten Suchmaschine in China eine Absage erteilt. "Es gibt aktuell keine Pläne dafür", sagt Pichai. Er gab jedoch zu, dass über 100 Software-Ingenieure an einem Prototyp gearbeitet haben. Mit dem sogenannten Projekt Dragonfly habe Google jedoch nur ausprobieren wollen, wie eine zensierte Google-Version funktionieren würde, sagte Pichai auf Nachfrage.

Dragonfly wurde im August bekannt, woraufhin sich Google deutlicher Kritik von außen wie auch von Mitarbeitern gegenüber sah. In der Senatsanhörung äußerte sich Pichai auch zum Umfang der mit Android gesammelten Daten und bestritt, dass Google konservative Ansichten in der Ansicht von Suchergebnissen benachteilige.
handelsblatt.com, faz.net, cnbc.com, turi2.de (Background Anhörung), turi2.de (Background Dragonfly)

Basta: Ein neunjähriger Aktivist engagiert sich für Schneeballschlachten.

Runde Sache: Ein Neunjähriger hat in der US-Gemeinde Severance eiskalt für Gerechtigkeit gesorgt, damit auch im Winter alle eine weiße Weste haben. Dank seiner Initiative sind die seit 1921 verbotenen Schneeballschlachten nun nicht mehr strafbar. Als nächstes will er das Gesetz zu Fall bringen, das sein Meerschwein zu einem illegalen Haustier macht.
faz.net

US-Remake von "Honig im Kopf" floppt an der Kasse und bei der Kritik.

Honig im Kopf: Til Schweigers US-Fassung seiner Tragikomödie unterwältigt beim Kinostart, schreibt "Bild". Seit Freitag läut der Film in nur vier Häusern und hat gut 10.000 Dollar eingespielt. Die Rezensionen sind vernichtend: Laut "LA Times" hätte der Stoff "ein Skalpell gebraucht", sei aber "unbeholfen" und "mit dem Vorschlaghammer" bearbeitet worden.
bild.de, latimes.com (via Google-Cache)

Basta: Trumps Cybersecurity-Berater hat das Internet nicht verstanden.

Dot-In-Blase: Rudy Giuliani, Trumps Cybersecurity-Berater, hat in einem Tweet ein Leerzeichen vergessen. Das Ergebnis: die Domain G-20.In, hinter der ein findiger Follower direkt eine heimliche Botschaft hinterlegt hat. Giuliani, der das Prinzip von Domains offenbar nicht verstanden hat, vermutet nun einen heimtückischen Eingriff vom Anti-Trump-versifften Twitter.
mashable.com, heise.de

"NYT": Les Moonves hat die Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen behindert.

CBS: Ex-Senderchef Leslie Moonves, 69, hat versucht Beweise zu vernichten und damit die internen Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn behindert, berichtet die "New York Times". Moonves habe so versucht, seine Abfindung in Höhe von 120 Mio Dollar zu sichern. Laut einem internen Bericht sei er vor und nach 1995 an schwerwiegenden, nicht einvernehmlichen sexuellen Verfehlungen beteiligt gewesen.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Microsoft will 3 Mio US-Bürger im ländlichen Raum bis 2022 über Breitband vernetzen.

Microsoft erweitert seine Initiative für den ländlichen Raum und verspricht, 3 statt den ursprünglich geplanten 2 Mio Menschen in den USA bis 2022 über Breitband an das Internet anzuschließen. Microsoft verwendet dafür ungenutzte TV-Kanäle, die bei der Umstellung von analog zu digital übriggeblieben sind. Seit der Ankündigung vor anderthalb Jahren wurden bereits 1 Mio Menschen in 16 Staten vernetzt, Ende 2019 soll die Initiative in 25 Staten laufen.
cnet.com

Politico: Email-Accounts von Wahlkampfmitarbeitern der Republikaner wurden gehackt.


Ausgespäht: Ein Wahlkampfkomitee der Republikaner ist während der US-Kongresswahlen mehrere Monate lang ausgespäht worden, schreibt Politico. Konkret handelt es sich um Tausende Emails von vier Wahlkampfmitarbeitern. Sie wurden nicht veröffentlicht und auch nicht als Druckmittel eingesetzt.

Woher die Hacker kommen, ist nicht bekannt, das FBI ermittelt. Die Betroffenen wussten offenbar seit April von dem Angriff, hätten aber geschwiegen, um die internen Ermittlungen nicht zu behindern. Komiteemitglieder wie Sprecher Paul Ryan wussten selbst nichts von dem Angriff, bis das Nachrichtenportal mit Fragen dazu anklopfte.
politico.com

Meinung: Walmart nutzt seine Offline-Shops im Konkurrenzkampf mit Amazon.

Walmart weiß die Vorteile seiner Offline-Shops im Konkurrenzkampf mit Amazon zu nutzen, beobachtet Dennis Green. Verkäufer des US-Einzelhandelsriesen können mit einer speziellen App Online-Bestellungen für Kunden direkt im Shop auslösen und u.a. Produkte ordern, die nicht im Laden erhältlich sind. Die Bezahlung ist einfach an der Kasse auch in bar möglich. So öffne Walmart das Online-Shopping für neue Zielgruppen – Menschen ohne Kreditkarte, Bankkonto oder ohne Zugang zum Internet.
businessinsider.de

Studie: US-Bürger informieren sich hauptsächlich im Fernsehen.

Fernsehen ist für 44 % der US-Amerikaner die Hauptinformationsquelle, ergibt eine Studie des Pew Research Centers. Gedruckte Zeitungen belegen mit nur 7 % den letzten Platz hinter sozialen Netzwerken mit 10 %, dem Radio mit 14 % sowie Informationsportalen mit 24 %. Zeitungen sind bei Älteren beliebter, insgesamt gaben nur 16 % der Befragten an, häufig eine Zeitung zu lesen, 2013 waren es noch 27 %.
derstandard.at

Nexstar will Konkurrent Tribune für 4,1 Mrd Dollar übernehmen.

Elefantenhochzeit, zweiter Versuch: Die US-TV-Senderkette Nexstar Media will den Konkurrenten Tribune Media für 4,1 Mrd Dollar übernehmen, berichten Reuters und Bloomberg. Nexstar habe die Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management mit ihrem Angebot überboten. Die Beteiligten könnten den Deal schon Montag offiziell bekannt geben. Durch die Fusion würde die größte regionale TV-Senderkette in den USA entstehen.

Nexstar, derzeit Nummer zwei auf dem Markt, betreibt bereits über 170 Sender und erreicht rund 40 % der US-Haushalte. Tribune würde weitere 42 Sender sowie den Kabelkanal WGN America beisteuern. Ursprünglich wollte vergangenes Jahr der aktuelle Branchenprimus Sinclair Tribune für 3,9 Mrd Dollar schlucken. Der Deal scheiterte aber an Auflagen der Kartellbehörden.
handelsblatt.com, bloomberg.com, turi2.de (Background)

Cambridge Analytica hat die Modemarken-Vorlieben für Mikrotargeting genutzt.

Facebook: Cambridge Analytica hat die Vorlieben für Modemarken von Facebook-Nutzern ausgewertet, um Mikrotargeting im US-Wahlkampf zu betreiben, erklärt Whistleblower Christopher Wylie. Menschen mit Interesse an Abercrombie & Fitch tendierten eher dazu liberaler zu sein, Wrangler-Fans seien in der Regel eher konservativ und auf "Ordnung" bedacht.
nytimes.com (Paid), adage.com

Zahl des Tages: Lyft investiert 100 Mio Dollar in die Mietfahrräder von Citi Bike.

LyftZahl des Tages: Zweirädrige 100 Mio Dollar investiert Lyft in den kommenden fünf Jahren in die Mietfahrräder von Citi Bike. Aktuell bereift die Marke des Mietfahrrad-Verleihers Motivate rund 12.000 Räder in New York City, mit dem Investment soll die Zahl auf 40.000 ansteigen. Lyft besiegelt damit die seit dem Sommer geplante Übernahme von Motivate.
theverge.com, turi2.de (Background)

Google-Chef Sundar Pichai muss vor dem US-Kongress aussagen.

Google: CEO Sundar Pichai muss am 5. Dezember vor dem US-Kongress in Washington aussagen, meldet die "Washington Post". In der Anhörung soll es um den Vorwurf der politischen Voreingenommenheit gegen konservative Meinungen gehen. Eine gemeinsame Anhörung mit Facebooks Sheryl Sandberg und Twitters Jack Dorsey hatte Pichai im September ausfallen lassen.
washingtonpost.com, cnet.com

Basta: Die Nasa will russische Kosmonauten auf dem Weg zum Mond überholen.

Auf der Überholspur: Die Nasa plant "Moon Partnerships" mit US-Firmen, mit denen sie den Mond zurückerobern will. Die neue Mission starte "eher, als man denkt". Vermutlich hat das nichts mit der neusten russischen Mondmission zu tun. Es sei denn, die Amerikaner haben noch eine irdische Requisite, die dringend vor den Kosmonauten im All sein muss.
businessinsider.de

Facebook bekam schon 2014 Hinweise auf russischer Einmischung in den US-Wahlkampf.


Daten-Grüße aus Moskau: Facebook hat wohl bereits 2014 Hinweise auf eine mögliche russische Einflussnahme auf den US-Wahlkampf bekommen. Ein britischer Untersuchungsausschuss zu Fake News hat Facebooks Europa-Lobbyisten Richard Allan mit internen E-Mails konfrontiert. Darin weist ein Facebook-Techniker schon im Oktober 2014 darauf hin, dass eine russische IP-Adresse täglich "3 Mrd Datenpunkte" bei Facebook anzapfen würde.

Facebook nennt die E-Mails "unverifiziert" und "parteiisch", bestätigte aber, dass die Vorkommnisse 2014 untersucht wurden. Es seien damals keine Hinweise auf einen Datenverstoß gefunden worden. Statt um 3 Mrd Anfragen habe es sich nur um 6 Mio legitime Daten-Abfragen pro Tag gehandelt.
theguardian.com, zeit.de, stern.de

YouTube halbiert die Preise für seine Dienste Music und Premium für Studenten.

YouTube will sich auf dem Campus beliebter machen und halbiert die Abo-Preise für seine Dienste YouTube Music und YouTube Premium. Auch die Konkurrenten Spotify und Apple Music bieten für Studenten vergünstigte Tarife an. Der Rabatt gilt vorerst für Studenten in den USA, soll aber auf weitere Länder ausgeweitet werden.
cnet.com

Condé Nast legt US- und Globalgeschäft zusammen, Chef geht.

Condé Nast, Zeitschriftenverlag mit ikonischen Titeln wie "Vogue" und "Vanity Fair", verschmilzt sein US-Geschäft und das von Condé Nast International im Angesicht sinkender Auflagen und Anzeigenumsätze. US-Chef Bob Sauerberg geht - er soll noch bis zur Berufung eines neuen CEO die Stellung halten. Jonathan Newhouse, bisher Chef von Condé Nast International, wird Chef des Verwaltungsrats. Wolfgang Blau behält seinen Job als President des internationalen Geschäfts.
wsj.com (Paid)