Hör-Tipp: "Financial Times" positioniert Social-Media-Team nah an Chefredaktion.

Hör-Tipp: Financial Times vernetzt Facebook, Twitter und Instagram immer stärker mit der Redaktion, sagt Social-Media-Manager Jake Grovum im englischsprachigen Podcast mit Simon Owens. Grovum sitze in New York direkt neben dem Chefredakteur, um Nachrichten über die sozialen Netzwerke zu streuen. Allein auf Instagram folgen der Financial Times fast eine Mio Abonennten.
medium.com (31-Min-Audio)

Donald Trump droht im Fall Khashoggi mit "harter Bestrafung".

Khashoggi-Fall: Donald Trump hält es für möglich, dass die saudische Führung für das Verschwinden des Journalisten Jamal Khashoggi (Foto) verantwortlich ist und droht mit einer "harten Bestrafung". Trump möchte den saudischen König Salman zu den Vorwürfen befragen. Der 110 Mrd Dollar US-Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien solle bestehen bleiben.
stern.de, turi2.de (Background)

US-Post will Preise für Paketlieferungen erhöhen.

US-Post will ihre Preise für die Auslieferung von Paketen erhöhen. Die Preise für den Service "Parcel Select" sollen bis zu 12 % steigen. Dabei liefert die Post Pakete – oftmals von Amazon und anderen Online-Händlern - von anderen Versanddiensten in ländlichen Gebieten zum Ziel. US-Präsident Trump hatte kritisiert, Amazon zahle der Post nicht genug. Die Post bestreitet einen Zusammenhang.
faz.net

Facebook löscht hunderte Spam-Accounts und -Seiten aus den USA.


Nach russischem Vorbild: Facebook löscht 559 Seiten und 251 Accounts, die mit politischen Fehlinformationen gegen die Spam-Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen haben. Die Spam-Inhalte seien von den USA aus gesteuert und über mehrere gefälschte Konten gepostet worden, um den generierten Traffic zu erhöhen.

Kurz vor den US-Zwischenwahlen nehme laut Facebook die Anzahl der politischen Inhalte, die "oft nicht von legitimer politischer Debatte zu unterscheiden" seien, auf den Spam-Seiten zu. Die Löschtrupps von Facebook konzentrieren sich inzwischen mehr auf das kollektive Verhalten statt die Inhalte, um die Spam-Truppen schneller aufzuspüren.
theverge.com

FT: James Murdoch könnte Chairman von Tesla werden.

james murdoch 150Vom TV- ins Auto-Business? James Murdoch, 45, jüngster Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch, könnte Nachfolger von Elon Musk als Vorsitzender des Verwaltungsrats von Tesla werden. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Insider. Der überarbeitete und schlafgestörte Musk muss den Posten auf Geheiß der US-Börsenaufsicht wegen irrlichternden Tweets aufgeben - und dementiert die Personalie Murdoch per Twitter.
ft.com, handelsblatt.com, twitter.com

AT&T: WarnerMedia plant einen eigenen Streaming-Dienst ab Ende 2019.

WarnerMedia, Zusammenschluss von HBO, Turner und Warner Bros. nach der Time-Warner-Übernahme durch AT&T, bringt im 4. Quartal 2019 einen eigenen Streaming-Dienst an den Start. Der Medienkonzern würde damit u.a. die "Harry Potter"- und DC-Superhelden-Filme sowie HBO-Serien wie "Game of Thrones" oder "Westworld" in einem Streaming-Angebot vereinen.
cnn.com, theverge.com

US-Bundesstaat Nevada verklagt Tesla wegen unbezahlter Steuern.


Tesla ohne Taxes: Der US-Bundesstaat Nevada verklagt den Elektroauto-Bauer wegen nicht gezahlter Steuern in Höhe von 655.000 Dollar, berichtet Bloomberg. Das Arbeitsministerium verlange die Summe für das 1. und 2. Quartal 2018. Tesla habe in dem Zeitraum zu versteuernde Löhne in Höhe von 68 Mio bzw. 55 Mio Dollar ausgezahlt, jedoch nicht genug in den Arbeitslosen-Versicherungsfonds eingezahlt.

2014 hatte der Bundesstaat Tesla eine Steuererleichterung in Höhe von 1,25 Mrd Dollar zugebilligt, damit der Elektroauto-Bauer seine Gigafactory in Nevada errichtet. Rund 3.000 Arbeiter hat Tesla seither für den Bau und den Betrieb der Fabrik eingestellt. Die Subventionen seien durch das Strafverfahren nicht gefährdert.
bloomberg.com, theverge.com, reviewjournal.com

Apple versichert dem US-Kongress, keine Spionagechips gefunden zu haben.


Kein fauler Apfel: George Stathakopoulos, Apples Chef für Informationssicherheit, widerspricht einem Bloomberg-Bericht, chinesische Hacker hätten Spionagechips von der Firma Supermicro in Apples Server verbaut, berichtet Reuters. In einem Brief an den US-Kongress versichert Stathakopoulos, Apple habe die Server wiederholt überprüft und keinen Beleg für die Anschuldigungen gefunden.

Bloomberg hatte am Donnerstag unter Berufung auf 17 Informanten berichtet, chinesische Spionagechips seien in tausende Server bei Apple, Amazon und weiteren US-Unternehmen verbaut worden. Regierungsbehörden aus den USA sowie Großbritannien hatten die Dementi der Internetriesen zuvor bereits als glaubwürdig eingestuft. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Apple und Amazon um Stellungnahmen gebeten.
reuters.com, theverge.com, faz.net, turi2.de (Background)

Basta: Melania Trump hat Probleme mit dem Partei-Maskottchen.

Irrelefant: Melania Trump macht gerade Urlaub vom Weißen Haus. Auf ihrer Tour durch Afrika lernt sie in Kenia einen Baby-Elefanten kennen. Das Republikaner-Maskottchen scheint jedoch nicht sonderlich begeistert vom Staatsbesuch und rempelt die First Lady kurzerhand um.
mashable.com

Chinesen sollen Spionagechips bei Apple und Amazon eingeschmuggelt haben.

China hat Spionagechips in tausende Server von Apple, Amazon und andere US-Unternehmen verbaut, berichtet Bloomberg. Der Bericht stützt sich auf 17 Informanten. Die Unternehmen und China widersprechen. China soll die Chip-Wanzen auf Platinen geschmuggelt haben, die vom Unternehmen Supermicro in Server eingebaut wurden. Dies soll schon 2015 aufgefallen sein.
bloomberg.com, spiegel.de

Lese-Tipp: Constanze Kurz und Frank Krieger gehen Desinformation auf den Grund.

Lese-Tipp: Desinformation in sozialen Medien ist keine neue Idee – "Des­infor­ma­zi­ja" hieß bereits eine Abteilung des KGB, schreiben Con­stan­ze Kurz (Foto) und Frank Rie­ger. Die "FAS" druckt einen Ausschnitt ihres Buchs "Cyberwar". Je­des neue Me­di­um werde um­ge­hend für Zwe­cke der Be­ein­flus­sung ge­nutzt. Moderne Desinformation will Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und Kon­fu­si­on erzeugen, um daraus politisch Kapital zu schlagen – die Methoden von Putin und Trump sind sich dabei ähnlich.
"FAS", S. 40 (Paid)

Elon Musk muss Tesla-Verwaltungsrat verlassen, bleibt aber Vorstandschef.

Tesla: Elon Musk muss sich aus dem Verwaltungsrat zurückziehen, bleibt aber Vorstandschef. Darauf einigt sich Musk mit der US-Börsenaufsicht SEC, die ihn wegen Wertpapier-Betrugs verklagt hat. Musk zahlt 20 Mio Dollar Strafe und garantiert, drei Jahre dem Verwaltungsrat fernzubleiben.

Auch Tesla muss 20 Mio Dollar Strafe zahlen und zwei neue, unabhängige Mitglieder in den Aufsichtsrat holen. Musk geriet ins Visier der Behörde, weil er ankündigte, Tesla von der Börse zu nehmen, die Aktion aber per Tweet wieder abblies. Der nun erreichte Deal soll einen zähen Rechtsstreit abwenden.
techcrunch.com, washingtonpost.com, turi2.de (Background)

Zitat: Für VW-Chef Herbert Diess ist Deutschland nicht digital genug.

"In Eu­ro­pa und in Deutsch­land ver­fü­gen wir nicht im not­wen­di­gen Ma­ße über ei­ne IT-In­dus­trie, die in der La­ge wä­re, uns um­fas­send ge­nug bei un­se­rem Vor­ha­ben zu un­ter­stüt­zen."

VW-Chef Herbert Diess macht die Microsoft-Heimat Seattle zum Zentrum gemeinsamer Cloud-Dienste. Die USA seien schneller, China konsequenter in der Digitalisierung.
"FAS", S. 25 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: "Bilanz" interviewt Trumps Ex-Kommunikationschef Anthony Scaramucci.

Bilanz interviewt den nach nur 11 Tagen geschassten Trump-Kommunikationschef Anthony Scaramucci. Im Gespräch beschreibt Scaramucci Trump als "stur", behauptet aber, im Jahr nach seiner Entlassung trotzdem rund 15 mal mit ihm telefoniert zu haben. Schuld an Scaramuccis Rausschmiss sei vor allem General John Kelly: "Er hat mich erschossen."
"Bilanz", S. 64 (Paid), turi2.de (Background)

US-Börsenaufsicht verklagt Elon Musk wegen Betrug.

Juristisches Twitter-Nachspiel: Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC verklagt Elon Musk wegen Wertpapier-Betrugs, meldet cnbc.com. Zusätzlich strebt die Behörde an, dem Tesla-Chef die Führung von börsennotierten Unternehmen zu verbieten. Musk hatte im August per Tweet angekündigt, Tesla zu einem Preis von je 420 Dollar pro Aktie von der Börse zu nehmen und sprach von einer "gesicherten Finanzierung". Etwa zwei Wochen später blies er die Aktion wieder ab - ebenfalls per Tweet.

Bereits kurz darauf hatte Bloomberg berichtet, die US-Justiz prüfe, ob Musk die Öffentlichkeit dadurch bewusst getäuscht und so Kursmanipulation betrieben hätte. Das Unternehmen hat noch keine Stellungnahme abgegeben.
cnbc.com, handelsblatt.com, focus.de, turi2.de (Background), bloomberg.com (Background)

Basta: Wie war das noch mit dem Eigenlob?

Eigenlob stinkt, wissen schon Grundschüler. Dass diese Lektion an Donald Trump vorbeigegangen ist, überrascht wiederum wenige – außer den US-Präsidenten selbst. Als er seine Politik des nationalen Egoismus vor der UN über den grünen Klee lobt, bricht das Auditorium in schallendes Gelächter aus. Trump versteht die Welt nicht mehr: "Diese Reaktion habe ich nicht erwartet."
fr.de, n-tv.de (43-Sek-Video)

Bill Cosby muss bis zu zehn Jahre ins Gefängnis.

US-Entertainer Bill Cosby, 81, muss wegen schwerer sexueller Nötigung wohl bis zu zehn Jahre ins Gefängnis. Damit hält sich Richter Steven O'Neill bei der Verkündung des Strafmaßes an die Forderung der Staatsanwaltschaft. Er begründet die Strafe mit fehlender Reue bei dem Comedy-Star. Cosby will das Urteil anfechten. Sein Anwalt will erreichen, dass Cosby die Strafe im Hausarrest absitzen darf.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Zitat: US-Sängerin Carrie Underwood erkennt eigene Interviews oft nicht wieder.

"Es fällt mir schon manchmal schwer, eine Story über mich zu lesen, die auf einem Interview mit mir basiert und in der alle meine Aussagen komplett aus dem Kontext dargestellt werden."

US-Countrystar Carrie Underwood beklagt im Interview mit der "Welt am Sonntag" den zunehmend "schlampigen Umgang mit Zitaten". Besonders nah gehe es ihr, wenn sich Menschen über angeblich Aussagen aufregen, die sie gar nicht gesagt hat.
"Welt am Sonntag", S. 81 (Paid)

"Washington Post" gerät in Amazon-Interessenkonflikt, glaubt Alan Cassidy.

Washington Post wird öfter und stärker in Interessenkonflikte geraten, wenn Jeff Bezos sich für Washington als Standort für das neue Amazon-Hauptquartier entscheidet, glaubt Alan Cassidy. Bisher bemühe sich die Redaktion redlich, auch die negativen Aspekte aufzuzählen, die Bezos' Wahl für die Stadt hätte. Obwohl Amazon und die Zeitung wirtschaftlich nichts verbindet, sei bereits das schwierig.
sueddeutsche.de