USA: Symbolbild zur Familientrennung wurde aus dem Zusammenhang gerissen.

USA: Das Foto eines schreienden Mädchens, das zum Symbol für die Familientrennung von illegalen US-Einwanderern wurde, ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Die Mutter musste ihre Tochter nur kurz für die Durchsuchung durch US-Beamte absetzen und wurde anschließend gemeinsam mit dem Kind inhaftiert. Das Foto von John Moore hatte es u.a. aufs Cover des "Time Magazine" geschafft.
sueddeutsche.de, time.com (Richtigstellung)

Uber: Testfahrerin streamt auf ihrem Smartphone während des tödlichen Unfalls.

Uber: Die Testfahrerin, die bei dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto in Arizona am Steuer saß, hat während der Fahrt mehr als 30 % der Zeit auf ihr Handy geschaut. In einem Polizeibericht heißt es, sie habe über ihr Smartphone TV gestreamt. Der Unfall hätte laut dem Bericht verhindert werden können, wenn die Fahrerin auf die Straße geschaut hätte.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

"Zeit" und Zeit Online starten internationalen Aufruf an Whistleblower.


Whistleblower-Werbung: Die "Zeit" und Zeit Online richten einen internationalen Aufruf an Whistleblower aus IT-Unternehmen. Neben dem Hamburger Medienhaus beteiligen sich außerdem die französische Internet-Zeitung Mediapart, der britische Daily Telegraph, das US-Portal The Intercept sowie die britische Internet-Zeitung WikiTribune. Der Aufruf der Medienhäuser richtet sich an Mitarbeiter, die hinter den Kulissen von IT-Unternehmen arbeiten und u.a. im Umgang mit Daten oder der Zusammenarbeit mit Geheimdiensten Missstände entdecken.

Der Kontakt zu den Redaktionen erfolgt über verschlüsselte Telefonnummern, E-Mail-Postfächer oder den anonymen digitalen Briefkasten von Zeit Online. Gemeinsam erreichen die beteiligten Medien ein globales Publikum mit mehr als 46 Mio Lesern in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch).

Für die Absicherung der Whistleblower arbeiten die Medien mit The Signals Network zusammen. In der gemeinnützige US-Stiftung kümmern sich die Whistleblower Antoine Deltour und John Kiriakou zusammen mit Menschenrechtsnawalt Ben Wizner um den Schutz der Whistleblower, um Anwälte, psychologische Betreuung bis hin zu einer sicheren Unterbringung im Ernstfall.
"Zeit" 26/2018, S. 27 (Paid), zeit.de, thesignalsnetwork.org

Amazon bringt Alexa in Hotelzimmer.


Alexa, das Frühstück bitte: Amazon bringt seine smarte Sprachassistentin in Hotelzimmer und Ferien-Appartments. Die Herbergen können Alexa individuell einstellen und Gästen z.B. Zimmerservice-Bestellungen ermöglichen oder die Öffnungszeiten des Schwimmbads abrufen lassen. Die Marriott-Kette führt Alexa for Hospitality in ausgewählten US-Häusern ein, zu der Kette gehören auch Westin, St. Regis und Aloft.

Amazon schließt Alexa auch an bestehende Hotelmanagement-Software an, sodass sich Gäste den Gang oder den Anruf an der Rezeption sparen. Die Echo-Geräte im Hotelzimmer sollen außerdem Funktionen im Raum steuern und Musik abspielen. Nutzer können das System mit ihrem persönlichen Account nutzen – Amazon verspricht, dem Hotel keinerlei Datenzugriff zu geben. Neben der Hotel-Offensive kündigt Amazon an, Alexa auch in Italien und Spanien einzuführen – Spanisch gehört zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. (Foto: Picture Alliance / Chromorange)
techcrunch.com, theverge.com, mashable.com, theverge.com (Spanisch & Italienisch)

US-Studie: Wenn Zeitungen sterben, mogeln Lokalpolitiker mehr.

Zeitungssterben: Eine Studie analysiert, wie der Verlust von Ta­ges­zei­tun­gen sich auf die öf­fent­li­chen Fi­nan­zen in ame­ri­ka­ni­schen Land­krei­sen aus­wirkt. Wenn ei­ne lo­ka­le Zei­tung verschwindet, steigt je nach An­lei­he­typ der Zins im Durch­schnitt um 5,5 oder so­gar 10,6 Ba­sis­punk­te. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass wenn we­ni­ger Jour­na­lis­ten Kor­rup­ti­on und Ver­schwen­dung er­for­schen, we­ni­ger Skan­da­le ans Licht kommen und sich lo­ka­le Po­li­ti­ker auf Kos­ten der Bür­ger mehr Ver­schwen­dung er­lau­ben, schreibt Patrick Welter. Auf Deutschland lassen sich die Studien-Ergbenisse nicht direkt übertragen.
"FAS", S. 24 (Paid), ssrn.com (Studie)

Comcast erhöht Gebot für 21st Century Fox auf 65 Mrd Dollar.

Comcast legt im Bieter-Wettstreit mit Disney um 21st Century Fox nach und ist nun bereit, satte 65 Mrd Dollar für das Medienimperium von Rubert Murdoch zu zahlen. Eigentlich hatten sich Disney und Murdoch schon auf 52 Mrd geeinigt. Murdoch will den Großteil seines Film- und TV-Geschäfts abstoßen. Nur Fox News und der größte Sportsender sollen bleiben.
spiegel.de, 21cf.com

Lidl ändert seine Expansionsstrategie in den USA.

Lidl nimmt in den USA neuen Anlauf: Ein Jahr nach der Eröffnung der ersten Filiale gibt es nur 53 statt der geplanten 100 Läden. Schwarze Zahlen sind in den nächsten fünf Jahren nicht zu erwarten. Unter neuer Führung ändert Lidl die Expansionsstrategie: Kleinere Läden, ein auf amerikanische Wünsche angepasstes Sortiment und weniger häufig wechselnde Angebote.
handelsblatt.com (Paid)

Studie: In China und den USA haben deutsche Marken ein besseres Image als im Heimatmarkt.

Made in Germany: Deutsche Marken profitieren von dem Gütesiegel, sagt eine Globeone-Studie. 60 % der führenden deutschen Marken genössen in China und den USA sogar ein positiveres Image als bei deutschen Verbrauchern. Donald Trumps "America First" hat jedoch dazu geführt, dass 75 % seiner Anhänger mehr amerikanische Erzeugnisse und 46 % weniger deutsche Marken kaufen wollen.
wuv.de

Facebook beantwortet die Fragen des US-Kongresses auf 454 Seiten.

Facebook-LogoFacebook macht seine Hausaufgaben und überreicht dem US-Kongress 454 Seiten mit Antworten auf die Fragen, die Mark Zuckerberg bei seiner Anhörung Anfang April nicht beantworten konnte. Facebook nennt dabei u.a. Google, Twitter, YouTube und Amazon als seine Konkurrenten. Das soziale Netzwerk gibt an, nur 6 % der 650 Mrd Dollar des globalen Werbemarktes auszumachen – Plakatwerbung und Printanzeigen seien eine Alternative zu Facebook.
fossbytes.com, techcrunch.com (komplette Antworten), turi2.de (Background)

Basta: Moderatorin von Fox News macht Donald Trump zum Diktator.

Fox'scher Versprecher: Donald Trumps Lieblingssender Fox News interviewt zum Treffen des US-Präsidenten mit Kim Jong-un den Ex-Kommunikator Anthony Scaramucci. Moderatorin Abby Huntsman bezeichnet das Treffen als erlebte Geschichte – egal, was zwischen "den beiden Diktatoren" passieren werde. Scaramucci widerspricht nicht – es habe sich aber nur um einen Versprecher gehandelt.
derwesten.de

TV-Koch Anthony Bourdain, 61, ist tot.

Anthony Bourdain ist tot. Der Starkoch, Autor und Moderator der CNN-Sendung "Parts Unknown" hat sich am Rande von Dreharbeiten in Frankreich das Leben genommen. Bekannt wurde Anthony Bourdain durch sein Buch "Kitchen Confidential" und daraus folgende Fernseh-Engagements.
abendblatt.de

Wer darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen, sollte umgehend Hilfe annehmen. Einen Anlaufpunkt bietet die Telefonseelsorge kostenfrei unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Basta: Reality-Star Kardashian überzeugt Trump von Haftverkürzung.

Reality ist Trumpf: Reality-Star Kim Kardashian hat sich bei Donald Trump für die wegen Drogendelikten inhaftierte Alice Marie Johnson, 63, eingesetzt - obwohl Trumps Regierung den Umgang mit Drogendealern verschärft hat. Nun teilt Kardashian die "beste Nachricht aller Zeiten" mit: Der Präsident verkürzt Johnsons Haftstrafe. Kritiker meinen: Trumps Politik hat mehr mit Reality TV zu tun als mit Realität.
spiegel.de, spiegel.de (Background Anti-Drogen-Politik)

Facebook zahlt künftig u.a. CNN und Fox News Geld für Shows.

Facebook-LogoFacebook bezahlt künftig u.a. CNN, Fox News, ABC News, Advance Local und Univision dafür, dass die Medien Shows für die Nachrichten-Rubrik der US-Videospalte Watch produzieren. Die ersten Shows sollen noch diesen Sommer online gehen. ABC News liefert zum Beispiel eine tägliche Nachrichten-Show, CNN die werktägliche Nachrichten-Show Anderson Cooper Full Circle.
techcrunch.com, cnbc.com, turi2.de (Background)

Porträt: Arbeitsweise von Politico Europe ist umstritten.

Politico Europe löst Kritik anderer Journalisten aus, indem das Portal seine Exklusiv-Infos teils nur an seine Abonnenten weitergibt und nicht die Öffentlichkeit informiert, berichtet Sandro Schroeder. Ein anderer Kritikpunkt sei, Politico Europe lasse sich von der EU-Kommission als Sprachrohr instrumentalisieren. Erst 2019 soll das Gemeinschaftsunternehmen von Springer und Politico kostendeckend arbeiten.
deutschlandfunk.de (6-Min-Audio)