China erwägt, FedEx auf die schwarze Liste zu setzen.

FedEx gerät zwischen die Fronten im Handelsstreit zwischen China und den USA. China erwägt, dem Logistikunternehmen alle Geschäfte in China zu untersagen. Der Schritt sei eine Reaktion auf nicht ausgelieferte Huawei-Pakete. FedEx gab am Montag bekannt, seinerseits die Trump-Regierung verklagen zu wollen. Die Einhaltung der Sanktionen gegen chinesische Firmen sei logistisch weitestgehend unmöglich.
businessinsider.de

Zahl des Tages: US-Umsatz mit Podcast-Werbung soll bis 2021 auf 1 Mrd Dollar steigen.

Zahl des Tages: Auf rund 1 Mrd Dollar soll der Werbeumsatz mit Podcasts bis 2021 in den USA steigen, errechnet Guggenheim. Aktuell lägen die Umsätze noch nicht einmal halb so hoch, seien jedoch im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte gewachsen. Profiteur könnte Spotify werden. Die Schweden investieren kräftig in Podcasts und könnten bis zu einem Viertel der Umsätze abgreifen.
businessinsider.de

Journalistin beschuldigt Trump, sie in den Neunzigern sexuell missbraucht zu haben.

USA: Die Journalistin E. Jean Carroll wirft Donald Trump vor, sie in einem Kaufhaus sexuell missbraucht zu haben. Das "New York Magazine" hat Auszüge aus ihrem neuen Buch veröffentlicht, in dem sie schreibt, der Vorfall habe sich 1995 oder 1996 ereignet. Trump habe sie um Hilfe bei der Auswahl von Damenunterwäsche gebeten und in der Umkleidekabine versucht, sie zu vergewaltigen. Sie habe fliehen können. Trump bestreitet die Anschuldigungen. Außer Carroll werfen 15 weitere Frauen Trump sexuelle Belästigung vor.
zeit.de, welt.de

Huawei klagt gegen US-Handelsministerium.

Huawei reicht Klage gegen das US-Handelsministerium ein, das Telekomausrüstung von Huawei beschlagnahmt hat. Huawei hatte es aus China in ein kalifornisches Testlabor geschickt und wollte es später wieder nach China befördern. Dafür sei keine Lizenz erforderlich. Die US-Regierung hat ihre schwarze Liste derweil um fünf chinessische Unternehmen erweitert: Supercomputer-Hersteller Sugon, drei Tochterfirmen und ein Computertechnologie-Institut.
faz.net

Google stellt 1 Mrd Dollar für neue Wohnungen im Silicon Valley bereit.

Google zieht sich den Wohltäter-Mantel an, um die Wohnungsnot im Silicon Valley zu lindern, die der Konzern mit verursacht hat. Wo bisher Büros geplant waren, stellt Google Bauland für 750 Mio Dollar zur Verfügung, weitere 250 Mio Dollar fließen in einen Bau-Investment-Fonds. Insgesamt sollen 20.000 Wohnungen entstehen. 50 Mio Dollar gehen an Obdachlosen-Initiativen.
cnet.com, blog.google

Digitalfirma The Maven kauft die Lizenzen der "Sports Illustrated".

The Maven kauft von Meredith die Lizenzen, um die "Sports Illustrated" mindestens zehn Jahre gedruckt und digital zu veröffentlichen. Die Digitalfirma gründet außerdem Sports Illustrated Media und macht Ross Levinsohn, Ex-Verleger der "Los Angeles Times", zum Chef. Meredith hat die Marke "Sports Illustrated" kürzlich für 110 Mio Dollar an Authentic Brands verkauft, wollte das Magazin zunächst weiter selbst verlegen.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Basta: Donald Trump leidet an einer Hustenintoleranz.

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt: Donald Trump unterbricht ein Interview und verweist seinen Stabschef des Raumes. Er hatte sich erdreistet zu husten. Trump muss seine Antwort wiederholen – vermutlich war er abgelenkt, weil er sein Personalkarussell nach einem gesunden Nachfolger abgesucht hat.
tmz.com

Huawei rechnet mit 40 % bis 60 % weniger verkauften Smartphones.

Huawei rechnet international mit einem Absatzrückgang seiner Smartphones um 40 % bis 60 %, berichtet Bloomberg. Grund ist der Handelsstreit mit den USA. Der chinesische Tech-Gigant will den Verlust auf dem Heimatmarkt ausgleichen und 2019 die Hälfte aller chinesischen Smartphones verkaufen, 2018 lag der Anteil bei 34 %.
bloomberg.com via techcrunch.com, turi2.de (Background)

Springer legt 2020 seine US-Unternehmen Insider und eMarketer zusammen.

Springer plant, seine US-Unternehmen Insider und eMarketer 2020 zusammenzuführen. Insider erreicht mit Business Insider, Markets Insider und der Nachrichtenmarke Insider weltweit mehr als 170 Mio Nutzer. eMarketer ist Marktforscher für Digital-Medien, -Marketing und -Handel. Beide Unternehmen sollen durch den Schritt im B2B-Geschäft wachsen.
axelspringer.com

US-Generalstaatsanwälte wollen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint klagen.

Telekom muss um die Fusion ihrer Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint fürchten. Die Generalstaatsanwälte aus zehn US-Bundesstaaten haben eine Klage gegen den Zusammenschluss eingereicht. Sie fürchten u.a. steigende Mobilfunkpreise durch weniger Konkurrenz. Die Telekom-Aufsicht FCC befürwortet den 26 Mrd Dollar schweren Deal.
handelsblatt.com (Paid), mediapost.com

Foxconn könnte iPhones bei Bedarf außerhalb Chinas herstellen.


With a little help from my friends: Die Eskalationsstufe "iphone-los" wird es im Handelsstreit zwischen den USA und China nicht geben, sagt Foxconn – das Unternehmen habe genügend Produktionskapazitäten außerhalb Chinas, um den gesamten US-Bedarf zu decken. Aktuell produziert Apples Auftragsfertiger die meisten Smartphones auf dem chinesischen Festland, China ist außerdem der größte internationale Markt für iPhones und iPads.

Der Handelsstreit spitzt sich zu, Donald Trump hat China zuletzt mit neuen Zöllen in Höhe von rund 300 Mrd Dollar gedroht. Apple kann sich laut Foxconn auf einen Plan B verlassen, der diese Strafzölle umgeht. Foxconn investiere für die iPhone-Produktion u.a. gerade in Indien. Bisher habe Apple Foxconn nicht beauftragt, die Produktion aus China abzuziehen.
bloomberg.com, heise.de

Hör-Tipp: Wie Business Insider Reichweite und Qualitäts-Journalismus zusammenbringen will.

Hör-Tipp: Business Insider setzt auf Reichweite und Paid Content. Im Podcast-Interview von Pia Frey berichtet Chefredakteur Nicholas Carlson, wie er beides zusammenbringt: Über Reichweite finanziert das Springer-Portal Berichte über populäre Themen wie Tesla oder Apple, hinter der Paywall finden sich Nischen-Themen. Viele Abonnenten kommen aus der Finanzindustrie. Carlson will zeigen, dass Wirtschaftsjournalismus nicht langweilig sein muss.
podigee.io (41-Min-Audio, englisch)

Zahl des Tages: Amazon-Chef Jeff Bezos kauft sich für 80 Mio Dollar Appartements in Manhattan.

Zahl des Tages: Bescheidene 80 Mio Dollar gibt Amazon-Chef Jeff Bezos für seine neue Bleibe in New York aus. Laut "Wall Street Journal" kauft Bezos direkt an der Fifth Avenue in Manhattan ein dreistöckiges Penthouse-Appartement mit Privat-Fahrstuhl sowie zwei weitere Appartements, alles in allem 1.500 Quadratmeter. Am Central Park besitzt er bereits Immobilien.
wsj.com (Paid) via businessinsider.de

"WSJ": Google steht vor Kartellverfahren in den USA.

USA: Das Justizministerium bereitet ein neues Kartellverfahren gegen Google vor, berichtet das "Wall Street Journal" und beruft sich auf mehrere Informanten. Bei den Ermittlungen gehe es sowohl um Googles Gebaren bei der Internet-Suche als auch um andere Geschäftsfelder. In einer Untersuchung, die 2013 zu Ende ging, entschieden die Wettbewerbshüter noch, dass Google keine Gesetze verletzt habe.
wsj.com (Paid), cnet.com, zeit.de

China droht unsicheren Kantonisten mit eigener Sperrliste.


China mauert zurück: China kündigt an, eine Liste von "unzuverlässigen Akteuren" anzulegen. Der Schritt ist eine Antwort auf die USA, die Chinas Technik-Aushängeschild Huawei auf eine Sperrliste gesetzt haben. Der chinesische Sperrmechanismus schließt Firmen, Organisationen und Personen ein, die chinesische Firmen aus "nichtkommerziellen Gründen" vom Nachschub abschneiden, Verträge brechen oder "legitime Geschäftsinteressen ernsthaft schädigen".

Welche Folterwerkzeuge jene erwarten, die auf der Liste landen, solle bald verkündet werden, sagt Gao Feng, Sprecher des Handelsministeriums. Aktien von Apple, das einen Großteil seiner Geräte in China produzieren lässt, sind nach der Meldung ebenso unter Druck wie die von Zulieferern wie Intel und Qualcomm.
bloomberg.com, theverge.com

Reuters: Amazon interessiert sich für US-Mobilfunker.

Amazon interessiert sich für den US-Prepaid-Mobilfunker Boost Mobile, berichtet Reuters. Der Anbieter gehört bisher Sprint und soll im Zuge der geplanten Fusion mit T-Mobile USA verkauft werden. Das US-Justizministerium will den Deal zwischen Sprint und T-Mobile laut früherer Berichte nur genehmigen, wenn dabei die Zahl der Mobilfunker in den USA nicht sinkt – Amazon könnte also der vierte Anbieter werden.
reuters.com, theverge.com

Deutsche Telekom distanziert sich von Huawei.

Deutsche Telekom ruft die Mitarbeiter in einem internen Schreiben auf, keine Huawei-Smartphones mehr als Diensthandys zu kaufen, "im Sinne des Investitionsschutzes". Ein generelles Kaufverbot gebe es nicht, sagt ein Sprecher dem "Handelsblatt", die Telekom verkauft auch weiter Huawei-Geräte an Kunden. Alphabet hat kürzlich entschieden, Huawei von Android-Updates und Google-Apps auszuschließen, das US-Handelsministerium hat den Anbieter auf eine Sperrliste gesetzt.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Rückzug von der Börse: Springer bestätigt Gespräche mit Investor KKR.


Springer spricht: Der Konzern plant den Rückzug von der Börse und verhandelt dafür über eine strategische Beteiligung mit dem US-Investor KKR. Gemeinsam mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner wolle KKR die restlichen Springer-Aktien aufkaufen. Die Anteile, um die es geht, sind an der Börse 2,66 Mrd Euro wert.

KKR ist ohnehin auf Deutschland-Einkaufstour: Zuletzt hat der Investor u.a. die Produktionsfirma von Günther Jauch übernommen und baut mit Fred Kogel eine Fernseh- und Film-Produktion aus der Tele München Gruppe auf.
bloomberg.com, spiegel.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)