Basta: HBO möchte nicht, dass Trump "Game of Thrones"-Memes postet.

Meme is coming: Nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports reagiert Donald Trump wie gewohnt – via Twitter. Auf das "Game of Thrones"-Meme des US-Präsidenten reagiert auch Sender HBO. Der zeigt sich not amused und ermahnt den Präsidenten trotz aller GoT-Begeisterung, das geistige Eigentum des Senders künftig nicht mehr für politische Zwecke zu verwenden.
cnet.com, twitter.com (Meme)

Pressefreiheit in Europa zunehmend eingeschränkt, mahnt Reporter ohne Grenzen.

Pressefreiheit in Europa verschlechtert sich zusehends wegen eines "Klimas der Angst", mahnt Reporter ohne Grenzen. Auf der jährlichen Rangliste fällt Österreich um fünf Plätze auf Rang 16, die USA um drei Plätze auf Rang 48. Deutschland klettert von 15 auf 13, weil sich die Lage für Journalisten in anderen Staaten noch mehr verschlechterte. Reporter ohne Grenzen beobachtet zunehmende verbale Gewalt gegen Journalisten und in diesem Klima eine steigende Anzahl tätlicher Angriffe. In Deutschland waren es mindestens 22, nach 16 Angriffen im Jahr 2017. Die größte Pressefreiheit herrscht in Norwegen, Finnland und Schweden.
spiegel.de, reporter-ohne-grenzen.de (Rangliste), reporter-ohne-grenzen.de (Deutschland)

Apple und Qualcomm beenden Patentstreit.


An Apple a day keeps Qualcomm away: Apple und Qualcomm einigen sich im jahrelangen Patentstreit kurz nach Prozessbeginn. Die beiden Unternehmen wollen sämtliche Rechtsstreitigkeiten weltweit beenden. Apple zahlt einen nicht öffentlich kommunizierten Betrag an Qualcomm. Beide Parteien unterzeichnen zudem eine auf sechs Jahre angelegte Lizenzvereinbarung sowie ein auf mehrere Jahre angelegtes Lieferabkommen.

Bisher liefert Intel die Halbleiter an Apple. Der Aktienkurs von Qualcomm stieg nach der Einigung um mehr als 20 %. Der Kurs von Apple notierte weitgehend unverändert. Zuvor warf Qualcomm Apple vor, Patente verletzt zu haben. Apple beschuldigte Qualcomm, überhöhte Lizenzgebühren für Patente zu verlangen.
faz.net, turi.de (Background)

"WSJ": Publicis will für 4,5 Mrd Dollar US-CRM-Schwergewicht Epsilon kaufen.

Publicis: Die französische Werbeholding will Alliance Data die CRM-Sparte Epsilon abkaufen und bietet 4,5 Mrd Dollar, schreibt das "Wall Street Journal". Der Marketing-Dienstleister handelt mit den persönlichen Daten vor allem von US-Konsumenten. Alliance Data ist mit dem Wachstum der Sparte unzufrieden und will sich auf sein Kreditkarten-Geschäft konzentrieren.
wsj.com (Paid), bizjournals.com (Background)

Meinung: Julian Assange nutzt Wikileaks-Enthüllungen zur politischen Machtausübung.

Wikileaks: Mit der Verhaftung von Julian Assange bröckelt sein Image als unabhängiger Wahrheitskämpfer, schreibt Michael Hanfeld. Das Dauerfeuer gegen Hillary Clinton im US-Wahlkampf 2016 brachte ihm Freunde im Lager von Donald Trump, was ihm bei seiner Auslieferung in die USA nützen könnte. Die Wikileaks-Enthüllungen betrachte Assange nicht als Vehikel der Wahrheitsfindung, sondern als Instrument der politischen Machtausübung.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Kampf-Klatschblatt "National Enquirer" soll verkauft werden.

BastaSturmreif: Der "National Enquirer", das Klatschblatt der US-Supermärkte, steht zum Verkauf. Jüngst legte sich das Heft mit Jeff Bezos (Foto) an, immerhin dem reichsten Mann der Welt. Zuvor hatte der Verlag Donald Trump geholfen, süffisante Frauengeschichten unter den Teppich zu kehren. Die Mutterfirma schrieb im Halbjahr bis Ende September ganze 31 Mio Dollar Verlust.
adage.com

US-Repräsentantenhaus stimmt für die Wiedereinführung der Netzneutralität.

Netzneutralität: Das US-Repräsentantenhaus hat mit der Mehrheit der Demokraten für ein Gesetz gestimmt, das die Netzneutralität wieder garantieren soll, indem es allen Nutzern gleiche Zugriffsrechte auf Breitband-Internet garantiert. Das Gesetz wird voraussichtlich jedoch im Senat an der republikanischen Mehrheit scheitern. Auch Donald Trump könnte ein Veto einlegen. Ende 2017 hatten die Republikaner die Netzneutralität zum Teil abgeschafft.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Yahoo bietet 117,5 Mio Dollar, um das Verfahren wegen Sicherheitspannen zu beenden.

Yahoo Logo 150Yahoo, mittlerweile als Verizon Media firmierend, ist bereit 117,5 Mio Dollar zu zahlen, damit das Verfahren wegen massiven Datenlecks gegen den Konzern eingestellt wird. Der Vergleich muss vom zuständigen Richter Lucy Koh noch akzeptiert werden. Anfang 2019 hatte er ein Angebot ohne konkretes Gesamtvolumen abgelehnt. Zwischen 2013 und 2016 gab es mehrere Datenlecks bei Yahoo, mehrere Milliarden Accounts waren betroffen.
cnn.com

Podcast der "New York Times" erfindet sich kontinuierlich neu, schreibt Sandro Schroeder.

Podcasts: The Daily zielt auf Nachrichtennerds mit Schwäche für US-Themen, denen die gedruckte "New York Times" zu trocken ist, rezensiert Sandro Schroeder in seiner Podcast-Kritik. Die Produktion sei bis heute der "Vorreiter der Nachrichtenpodcasts" und erfinde sich kontinuierlich neu.
uebermedien.de, nytimes.com (Podcast)

Waltraut von Mengden kämpft für Verlage gegen die "Feinde" aus Fernost und Übersee-West.


Chinesen und Amerikaner aufgehorcht: Waltraut von Mengden macht als erste Vorsitzende des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern Lobbyarbeit bei der Politik. Die Verlage haben "einen gemeinsamen 'Feind' ausfindig gemacht", der "uns leider allen das Leben schwer macht", sagt sie im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München und meint Tech-Giganten aus den USA und China. Die hätten durch ihre Monopolstellung "einen ungeheuren Wettbewerbsvorteil". Umso wichtiger sei es für die deutschen Verlage, sich zu vernetzen und der Politik die Macht der Verlage, auch als Wirtschaftsmacht, zu demonstrieren.

Früher war Waltraut von Mengden Geschäftsführerin des MVG Verlags, damals noch Herausgeber der deutschen "Cosmopolitan". Heute ist sie aus dem operativen Verlagsgeschäft weitgehend raus und darüber nicht ganz unglücklich. Sie ist noch an zwei Verlagen beteiligt, u.a. an Inspiring Network von Katarzyna Mol-Wolf, schaut sich das Geschäft aber sonst aus der "Vogelperspektive" an. "Ich freue mich, dass ich nicht mehr so 200 % in diesem operativen Geschäft sein muss", sagt sie. Gerade für kleinere und mittelständischen Verlage sei das Leben "schon sehr hart" geworden.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Amazon macht Alexa-Skills fit für den Gesundheitsmarkt.

Amazon macht seinen Smartspeaker Alexa fit und veröffentlicht sechs Skills für den Gesundheitsmarkt. Damit können Nutzer über ihre Alexa Geräte nun Arzttermine vereinbaren oder ihren Gesundheitszustand abfragen. Die Anwendungen sind HIPAA-kompatibel – die US-Richtline schreibt vor, dass sensible Daten nur zwischen Patienten und dem Gesundheitssektor ausgetauscht werden dürfen.
cnbc.com, theverge.com

Microsoft: Mitarbeiterinnen beschweren sich in E-Mails über diskriminierendes Verhalten.

Microsoft: Mitarbeiterinnen tauschen sich in über 90 Seiten von E-Mails über Diskriminierung und sexuelle Belästigung im Unternehmen aus, berichtet Quartz. Die Mail-Welle wurde von einer Mitarbeiterin losgetreten, die sich bei einer anderen Rat holen wollte, weil ihr seit sechs Jahren keine Aufstiegschancen im Unternehmen geboten wurden. Dutzende von Frauen teilten daraufhin ihre Erfahrungen u.a. zu sexistischen Kommentaren oder Anweisungen, sich vor einem Personalchef auf den Schoß eines Kollegen zu setzen.
gz.com, businessinsider.de

Zahl des Tages: Jeff Bezos erhält bei seiner Scheidung 75 % der Amazon-Anteile von Mackenzie Bezos.

Zahl des Tages: Geschiedene 75 % der Amazon-Anteile erhält Amazon-Chef Jeff Bezos nach seiner Scheidung, schreibt Mackenzie Bezos in einem Tweet. Über die verbleibenden 25 % behält Jeff Bezos die Stimmrechte. Durch die Scheidung steigt Mackenzie Bezos mit einem geschätzten Vermögen von rund 36 Mrd Dollar zur viertreichsten Frau der Welt auf.
techcrunch.com, twitter.com, n-tv.de

Tech-Experte Roger Lynch wird globaler Chef von Condé Nast.


Chef fürs Condénsierte Nast: Roger Lynch heuert als globaler CEO bei Condé Nast an – Lynch kommt vom Musik-Streamingdienst Pandora und gilt als Experte für Unternehmen in stürmisch-digitalen Zeiten. Condé Nast ist der Verlag von "Vogue", "Vanity Fair" und "The New Yorker" – und kämpft wie fast die ganze Branche mit der Transformation.

Gerade erst hat Condé Nast das US- und das International-Geschäft zusammengelegt. Der Verlag ist neben den USA auch in Europa, Asien und Latein-Amerika aktiv und will künftig global verzahnter arbeiten. Lynch ist für diese Aufgabe der neue gemeinsame Kopf und bringt Techie-Erfahrung aus San Francisco in die Condé-Nast-Zentrale New York. (Foto: AP / Picture Alliance, Montage: turi2)
nytimes.com, turi2.de (Background)

Accenture kauft die Kreativ-Agentur Droga5 aus New York.

Accenture kauft weiter ein und übernimmt die renommierte New Yorker Kreativ-Agentur Droga5. Der Kaufpreis bleibt kreativ geheim, es soll sich aber um die größte Übernahme in der zehnjährigen Geschichte der Digital-Sparte Accenture Interactive handeln. Droga5 hat 500 Mitarbeiter, 2017 mehr als 200 Mio Dollar Umsatz gemacht und u.a. Amazon, die "New York Times", Kraft und Hennessy auf der Kundenliste stehen.
horizont.net

Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer schreibt jetzt für die "Zeit".

Zeit angelt sich Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als Autor. Er soll vor allem für die Ressorts Politik, Feuilleton, Dossier und für das "Zeit Magazin" schreiben. Zunächst berichtet er aus den USA, wo er derzeit lebt. Im August 2018 musste Brinkbäumer beim "Spiegel" gehen, sein Vertrag lief zum zum 31. März 2019.
zeit-verlagsgruppe.de

Saudis sollen Jeff Bezos' Smartphone gehackt haben.


Amazon Crime: Die saudische Regierung soll das Smartphone von Amazon-Chef soll gehackt haben - aus Rache für kritische Berichterstattung in der "Washington Post", die Bezos gehört. Das schreibt Gavin de Becker, Sicherheitschef von Bezos, in einer Gastkolumne beim US-Nachrichtenportal thedailybeast.com. Unklar sei, ob American Media, Mutterkonzern des "National Enquirer", darüber informiert wurde.

Zuletzt hieß es, der Bruder von Bezos' Geliebter habe dem US-Boulevardblatt private Fotos und Textnachrichten gegeben. Er hat "sicherlich einige Informationen weitergereicht," ist aber nicht hauptverantwortlich, will de Becker wissen. Der saudische Kronprinz gilt als Auftraggeber des Mordes am regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi, der auch für die "Washington Post" schreib, die Bezos 2013 kaufte.
thedailybeast.com, n-tv.de, turi2.de (Erpressungsvorwurf), turi2.de (Khashoggi)

Australien fordert Konsequenzen aus Terror-Livestreams.

Facebook: Australien will Live-Streams von Terror-Attacken wie jüngst in Neuseeland künftig verhindern. Das Parlament soll hohe Geld- und Haftstrafen beschließen, sollte das Netzwerk solche Streams künftig nicht unterbinden. Auch wegen der Diskriminierung bei Wohnungsanzeigen hat Facebook Ärger: Mark Zuckerberg habe deswegen sein Juristenteam aufgestockt. Facebook-Chef wolle den Konzern "intern total umkrempeln".
"Bild am Sonntag", S. 21 (Paid), turi2.de (Background)

US-Wahlkampf heizt Debatte um Aufsplittung von Tech-Konzernen an.

Tech-Konzerne wie Google oder Apple verlieren in den USA an politischen Zuspruch, beobachten Roland Lindner und Winan von Petersdorff. Forderungen wie von der Präsidentschaftskandidatin Elisabeth Warren, Konzerne zu zerschlagen, sorgen für einen Stimmungswandel gegenüber den bisher als unangreifbar geltenden Vorzeigekonzernen. Doch Vormachtstellungen könnten flüchtig sein - wie einst beim Aufstieg und Fall von MySpace.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Daimler Trucks kauft Software-Spezialisten für autonomes Fahren.

Daimler Trucks übernimmt für einen dreistelligen Millionenbetrag die Mehrheit an dem Software-Spezialisten Torc Robotics, schreibt das "Handelsblatt". Die US-Firma hat sich auf das autonome Fahren spezialisiert. Zunächst solle die KI-Technik in den USA eingeführt werden. Autonomes Fahren erhöht die LKW-Einsatzzeiten um das 2,7-fache, sagt eine PwC-Studie.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

US-Regierung verklagt Facebook wegen Diskriminierung bei Wohnungsanzeigen.

Facebook: Die US-Regierung verklagt den Konzern wegen des Vorwurfs der Diskriminierung bei Wohnungsanzeigen. Durch Targeting hätten Immobilien-Anbieter Menschen mit bestimmter Hautfarbe, Herkunft oder Religion ausschließen können. Facebook hatte auf entsprechende Kritik schon 2016 reagiert und weitere Targeting-Möglichkeiten vergangene Woche abgeschaltet.
washingtonpost.com, horizont.net

Lese-Tipp: Helene Laube und Guido Mingels porträtieren Apple-Chef Tim Cook.

Lese-Tipp: Tim Cook bewegt sich mit zunehmenden Einnahmen weg vom Apple-Mythos und betreibt so "die Mi­cro­sof­ti­sie­rung von App­le". Helene Laube und Guido Mingels porträtieren den Apple-Chef und Nachfolger von Steve Jobs als ein "Ge­nie der Langeweile". Cook sei kein Vi­sio­när, wie Jobs es war: "Tim ist der Typ, der Ste­ves Fir­ma führt." Apple habe er mit "höchst langweiligem Zeug" profitabel gemacht, u.a. der Op­ti­mie­rung der Lie­fer­ket­te oder der glo­ba­len Produktionsabläufe.
"Spiegel" 13/2019, S. 60-65 (Paid)