turi2 podcast: Rainer Esser und Peter Turi sprechen über die Strategie der "Zeit".


Spannende Rede-Zeit: Rainer Esser führt seit knapp 20 Jahren die Geschäfte der "Zeit" – und spricht mit Peter Turi über ein Verlagsgeschäft im radikalen Wandel. Von 220 Mio Euro Umsatz stammt weniger als die Hälfte aus dem klassischen Geschäft. Neu-Abonnenten wollen die großformatige "Zeit" vor allem auf dem Smartphone lesen, Werbekunden wollen Kommunikationslösungen statt 4c-Anzeigen. Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.

Esser ist ein bekennender Viel-Arbeiter. 70 bis 80 Wochenstunden gehören bei ihm zum normalen Pensum, "im Urlaub leicht reduziert". Er hat auch nach fast zwei Jahrzehnten noch Freude daran, die Marke "Zeit" aufzubauen. Mit ihr verfolgt er Kunden von der Wiege bis zur Bahre, von der Kinder-Zeitschrift "Zeit Leo" bis hin zu "Zeit Reisen" um die Welt für wohlhabende Pensionäre. Esser sagt: "Die 'Zeit' ist eine Wertegemeinschaft."
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

Paulette Lamber wird Geschäftsführerin beim Athesia-Kalenderverlag.

Athesia-Verlag, Kalender-Verlagsgruppe aus Unterhaching, bereitet den Generationswechsel an der Spitze vor. Paulette Lamber, 39, steigt in die Geschäftsführung auf. Der bisherige Alleingeschäftsführer Jürgen Horbach, 65, bleibt planmässig noch drei weitere Jahre dabei. Paulette Lamber arbeitet seit 2010 im bei Athesia und ist u.a. für Programme, Lizenzen und Puzzles zuständig.
boersenblatt.net, buchreport.de

Markus Wolff wird "Geo"-Reiseleiter, Lars Nielsen geht.


Expedition Neustart: Markus Wolff übernimmt die Leitung von "Geo Saison" und "Geo Special". Chefredakteur Lars Nielsen geht nach zehn Jahren an der Spitze – und verlässt Gruner + Jahr ganz, laut Verlag "in bestem gegenseitigen Einvernehmen". Wolff nennt sich künftig Redaktionsleiter, "Geo"-Chefredakteur Christoph Kucklick wird an seiner Seite Herausgeber der Reisemagazine.

Mit Wolff übernimmt ein langjähriger Reporter und Miterfinder der Zeitschrift "Walden". Er ist seit 2002 bei Gruner + Jahr. Die Chefetage erhofft sich von ihm wohl weitere Magazin-Innovationen, die das große "Geo"-Reich noch ein bisschen bunter machen. Produktchef Stephan Schäfer freut sich, dass Wolff die "starken Reisemarken in die Zukunft führen wird" – aber wohin sollte er sie auch sonst führen?
guj.de

Funke-Betriebsrat fürchtet in Kürze neue Sparpläne.

Funke: Der Betriebsrat erwartet "gruppenweit Sparpläne", die auch die Berliner Zentralredaktion betreffen könnten, erfährt Boris Rosenkranz. Eine für gestern angesetzte Betriebsversammlung wurde mangels Informationen verschoben. In der Belegschaft brodelt es, nachdem Funke-Chef Andreas Schoo in einem "W&V"-Interview suggeriert hat, seine Zeitungsredakteure würden ihren Arbeitstag ab 12 Uhr gemütlich angehen.
uebermedien.de (Paid), turi2.de (Schoo-Interview)

Video-Tipp: Aufsteiger Frank Thomsen beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.

Video-Tipp: Frank Thomsen ist unterwegs – auf der Karriereleiter nach oben. Der Kommunikations- und Marketing-Chef von Gruner + Jahr ist heute frisch befördert worden und nun zusätzlich Publisher aller News- und Wissens-Marken. Für die turi2 edition #7 beantwortet der gebürtige Flensburger den Unterwegs-Fragebogen: Thomsen erzählt von seiner Weltreise zu Studienzeiten und über sein Lebensziel, gerecht zu bleiben.
turi2.tv (2-Min-Video), turi2.de (Background)

Die turi2 edition #7 gibt es hier im kostenlosen Blätter-PDF.

Das große Gespräch mit Julia Jäkel von der Launchparty zur turi2 edition #7:

Die Projektmacher und der Verein TFF bringen ein Tesla-Magazin heraus.

TFF, Verein für Tesla Fahrer und Freunde, und der Verlag Die Projektmacher fahren mit dem T-Magazin am Kiosk vor. Es soll nicht nur ein Fan-Mag sein, sondern auch allgemein zu den Themen E-Mobilität, erneuerbare Energien und Energiewende informieren. Das Heft mit 10.000 Auflage ist für Vereinsmitglieder gratis, im Einzelverkauft kostet es 5 Euro. Es soll u.a. an Tesla-Ladestationen und in Hotels ausliegen.
wuv.de

Chefredakteur Arnd Festerling verlässt die "Frankfurter Rundschau".


Ippen & out: Die "Frankfurter Rundschau" verliert Chefredakteur Arnd Festerling Mitte 2019. Er verlasse die Redaktion auf eigenen Wunsch, "um noch mal etwas anderes auszuprobieren", teilt die Mediengruppe Frankfurt mit. Festerling arbeitet seit 1990 für die Zeitung, die seit wenigen Monaten zur Zeitungsholding Hessen gehört – die wiederum mehrheitlich in der Hand von Regionalverlags-Fürst Dirk Ippen ist.

Festerling bildet seit 2014 gemeinsam mit Bascha Mika eine Doppelspitze. Zur Chefredaktion gehört auch Michael Bayer fürs Digitale. "FR"-Geschäftsführer Max Rempel sagt, er habe Festerling "trotz intensiver Gespräche" nicht umstimmen können. Rempel ist zugleich Co-Chefredakteur der "Frankfurter Neuen Presse", die wie die "FR" zur Zeitungsholding Hessen gehört. An ihr hält die Familie Rempel einen Anteil über das Mittelhessische Druck- und Verlagshaus. (Foto: Frank Rumpenhorst / dpa / Picture Alliance)
mediengruppe-frankfurt.de

Zitat: Zeitschriften und Influencer werden unterschiedlich hart kontrolliert.

"Wenn ein Frauenmagazin drei Handtaschen empfiehlt, gilt das als redaktioneller Service. Macht eine Influencerin auf Instagram dasselbe, wird Werbung unterstellt."

Influencer-Vermittler Christoph Kastenholz beklagt sich im "Horizont"-Interview darüber, dass Schleichwerbung durch Zeitschriften und Influencer mit zweierlei Maß gemessen würden. Der Presserat sei als "Organ der Verlage" nicht an echter Kontrolle interessiert.
horizont.net (Paid)

Zitat: Google-News-Lab-Chefin Isabelle Sonnenfeld will Verlagen auf Augenhöhe begegnen.

"Bei einem Technologiekonzern der Größe von Google steht immer der Vorwurf des Greenwashings im Raum."

Isabelle Sonnenfeld, Leiterin des Google News Labs, will mit Verlagen einen partnerschaftlichen Umgang pflegen. Um den Content-Lieferanten keine Konkurrenz zu machen, werde YouTube Premium keine Nachrichten produzieren.
"Journalist" 12/2018 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Isabelle Sonnenfeld reist als Gesicht von Google durch deutsche Redaktionsstuben und verbreitet Digital-Optimismus.

"Standard" kündigt Mitarbeitern trotz höherem Budget.

Österreichische Rechenspiele: Standard trennt sich von mindestens vier fest angestellten Journalisten, schreibt DWDL. Die Betroffenen sollen bereits informiert worden sein. Vorstand Alexander Mitteräcker (Foto) kündigt für 2019 ein um 2 % höheres Personalbudget an, um Mehraufwendungen durch veränderte Verträge auszugleichen. "Aufgrund der aktuellen Entwicklungen" habe der Betriebsrat für Montag eine Betriebsversammlung angekündigt.
dwdl.de, diepresse.com

EU-Rat stimmt für Upload-Filter im Kampf gegen terroristische Inhalte.


Terror-Feuerwehr: Der EU-Rat macht den Weg für Upload-Filter frei und spricht sich für den Gesetzentwurf der EU-Kommission aus. Damit sollen Online-Plattformen dazu verpflichten werden, "terroristische Inhalte" innerhalb einer Stunde zu sperren oder zu entfernen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder YouTube müssten laut der Verordnung ihre Nutzungsbedingungen anpassen und deutlich machen, dass terroristische Inhalte nicht gespeichert werden dürfen und dies auch überwacht wird.

Die Regelung gilt für Plattformen, sobald sie ihre Dienste auf die EU ausrichten – auch wenn sie ihren Sitz nicht in der EU haben. Sollte ein Netzwerk systematisch gegen die Verordnung verstoßen, könnten Strafen in Höhe von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes des Konzerns verhängt werden.

Der Digitalverband Bitkom kritisiert die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, da der Entwurf auch Plattformen einbeziehe, "die zur Verbreitung terroristischer Inhalte überhaupt nicht genutzt werden", sagt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Auch das zeitliche Fenster von einer Stunde sei problematisch, da jeder Mitgliedsstaat grenzübergreifend Löschungen fordern kann. Daher müssten auch kleine Unternehmen dauerhaft einen Bereitschaftsdienst engagieren. Automatismen zur Löschung von terroristischen Inhalten verstoßen aus Sicht des Verbands gegen das Verbot einer allgemeinen Überwachungspflicht.
heise.de, per Mail

Ad Alliance verkauft ab 2019 Werbeinventar im eigenen Namen.

RTL-Gruppe, Gruner + Jahr und Spiegelverlag rücken ab 2019 bei der Ad Alliance enger zusammen. Der Vermarktungsverbund verkauft das Werbeinventar dann über Kommissionsgeschäfte im eigenen Namen, statt wie bisher nur Rahmenverträge auszuhandeln. Zum Düsseldorfer Büro kommt ein zweites in Hamburg. Mitarbeiter von G+J und "Spiegel" befürchten, die Vermarktung könne komplett an die Ad Alliance ausgelagert werden, schreibt Roland Pimpl.
"Horizont" 49/2018, S. 6 (Paid)

Verlagsgruppe Ebner: Eberhard Ebner nur noch Gesellschafter, Holger Paesler geht.

Ebner: Die Verlagsgruppe mit dem gleichnamigen Fachverlag sowie Beteiligungen an SWMH und Neue Pressegesellschaft Ulm baut an der Spitze um. Florian Ebner ist künftig alleiniger Geschäftsführer. Holger Paesler (Foto) verlässt die Geschäftsführung ebenso wie Eberhard Ebner, bisher geschäftsführender Gesellschafter.
schwaebische-post.de, swp.de

turi2 edition #7: Stephanie Mair-Huydts im Porträt.


Out of Ostfildern: Die abenteuerlustige Verlegerfamilie Mair hat den Markt für Reiseführer erobert – MairDumont verlegt jeden zweiten Reiseführer, der in Deutschland gekauft wird. Verlegerin Stephanie Mair-Huydts erzählt Tatjana Kerschbaumer für die turi2 edition 7, warum sie alles anders macht als ihr Opa, ihr Geschäft nicht 14 Tage Urlaub ist, sondern die Vorfreude darauf und wie sie mit Marken wie Marco Polo, Baedeker und Dumont verschiedene reiselustige Zielgruppen bedient. Weiterlesen …

Condé Nast legt US- und Globalgeschäft zusammen, Chef geht.

Condé Nast, Zeitschriftenverlag mit ikonischen Titeln wie "Vogue" und "Vanity Fair", verschmilzt sein US-Geschäft und das von Condé Nast International im Angesicht sinkender Auflagen und Anzeigenumsätze. US-Chef Bob Sauerberg geht - er soll noch bis zur Berufung eines neuen CEO die Stellung halten. Jonathan Newhouse, bisher Chef von Condé Nast International, wird Chef des Verwaltungsrats. Wolfgang Blau behält seinen Job als President des internationalen Geschäfts.
wsj.com (Paid)

turi2 edition #7: Sigrun Kaiser beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.


Kapitänin im blauen Ozean: Sigrun Kaiser, Vorstandsvorsitzende der Blue Ocean AG, ist Herrin über 60 regelmäßig erscheinende Titel, dazu Sticker-Serien, Spiele-Apps und vielem mehr, was das Kinderherz begehrt. Anne-Nikolin Hagemann porträtiert die schwäbische Unternehmerin für die turi2 edition 7 als Print-Hoffnungsträgerin, die am Kiosk mit Schokolade um kleine Käufer konkurriert. Weiterlesen…

Burda trommelt mit neuem Podcast gegen Internetgiganten.

Burda startet den Podcast Fast Forward über Digitalisierung und Innovationen. Die erste Folge über Datenschutz ist contra Google und bewirbt den Burda-Browser Cliqz. Google kommt nicht zu Wort. Von der Content-Marketing-Maßnahme, offizieller Start ist am 28.11., soll es zunächst sechs Folgen geben, die über iTunes, SoundCloud und Focus Online vertrieben werden. Der Podcaster Christian Alt moderiert, die Agentur Ikone Media produziert.
fastforward.podigee.io, Newsletter Focus Inner Circle

Google warnt vor "Zwei-Klassen-Internet" und wirbt erneut um Verleger.

Leistungsschutzrecht: Google-News-Chef Richard Gingras schließt weiterhin ein Aus der News-Suche nicht aus, falls das umstrittene LSR kommt. Gingras will, dass Verlage individuell entscheiden, ob sie ihre Inhalte über Suchmaschinen anbieten. Sie sollten laut Gingras Google als Chance sehen, Kunden zu erreichen: Jeder durch Google erfolgte Zugriff sei 4 bis 8 Eurocent wert. In der jetzigen Fassung schaffe Artikel 11 der Urheberrechts-Richtlinie ein Zwei-Klassen-Internet und benachteilige kleine Nachrichten-Anbieter.
"FAZ", S. 22 (Paid)

Meinung: Bauer wandelt sich vom klassischen Verlag zur Portfolio-Holding.

Bauer investiert nur noch ins Publishing, um die Cashcow so lange wie möglich zu erhalten, bilanziert Roland Pimpl. Für den Konzernumsatz werden indessen andere Einnahmequellen wichtig: etwa das Geschäft mit Vergleichsportalen, das Radio-Business und in Zukunft wohl auch länderübergreifende Content-Pools. Pimpl kritisiert, dass Bauer so sein Content Marketing mit dem klassischen Publishing vermische.
horizont.net (Paid)

"Unsere Influencer sitzen in der Redaktion": BurdaStyle-Chefin Manuela Kampp-Wirtz baut auf ihre Marken.


Noch nicht aus der Mode: Manuela Kampp-Wirtz wacht als Chefin von Burdas Style-Segment über zahlreiche Medien zu den schönen Seiten des Lebens. Doch die frisch geföhnte Welt von "Elle", "InStyle" und "Harper’s Bazaar" steht besonders unter Druck, seit Internet-Stars sich exzessiv beim Wimpern tuschen filmen. Kampp-Wirtz nimmt die Konkurrenz im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv gelassen: Ihre Mode-Experten säßen weiter in der ersten Reihe vor dem Laufsteg. "Wir haben Expertise, unsere Influencer sitzen in der Redaktion."

Kampp-Wirtz vertraut auf starke Traditionsmarken – zu denen neben den Fashion-Titeln auch "Bunte" und "Freundin" gehören. Sie macht die Marken lieber selbst zu Plattformen, auf denen Influencer stattfinden. Zu Veranstaltungen wie der InStyle Lounge lade Burda selbst Influencer ein, ebenso zahlende Werbekunden und Publikum. Die Burda-Zeitschriften versuchen Instagram und Co zu nutzen, statt sich ausnutzen zu lassen. Mit ihrem Team denkt Kampp-Wirtz auch schon einen Schritt weiter: Burdas Mode-Marken sollen auch auf Sprachassistenten präsenter werden, weil Alexa in immer mehr Haushalten zur Mitbewohnerin wird.
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

"Ehrenmann" bzw. "Ehrenfrau" sind Jugendwort des Jahres.

Jugendwort des Jahres: Der Langenscheidt-Verlag zeigt mal wieder seine jungdynamische Nachwuchskompetenz und kürt "Ehrenmann" bzw. "Ehrenfrau" zum Jugendwort 2018, ein Lob für einen verdienten Freund. Aus einer Onlineabstimmung mit mehr als 1,5 Mio Menschen ging eine Shortlist hervor, aus der wiederum eine Jury von 21 Journalisten, Bloggern, Schülern und Linguisten auswählte.
zeit.de

Burda startet "My Life" mit Kampfansage in Vermarktung und Vertrieb.

Burda bringt seine Apotheken-Zeitschrift "My Life" zu Kampfkonditionen auf die Pillen-Verkauftheke: Apotheker erhalten im ersten Jahr 150 Hefte gratis. Später liegt der Preis etwa ein Fünftel unter der "Apotheken Umschau", schreibt Roland Pimpl – Mitglieder der Apotheker-Genossenschaft Noweda zahlen 99 Euro pro Monat, alle anderen 149 Euro. "My Life" erscheint ab April alle zwei Wochen mit 1 Mio Auflage, Apotheken-Kunden können sie gratis mitnehmen. Bezahlen müssen, wie bei der "Apotheken Umschau" vom Wort & Bild Verlag, die Apotheker.

Noweda und der Burda-Vermarkter BCN arbeiten eng verzahnt: So sollen "My Life"-Anzeigenkunden vorab im Noweda-Magazin für die Apotheken-Mitarbeiter Advertorials schalten, damit sie Kunden-Fragen beantworten können und frühzeitig genug Pillenpäckchen ordern. Die Pharmafirmen sollen die Apotheker auch per Fax-Bestellformular erreichen können und via App mit Schulungsvideos.
"Horizont" 46/2018, S. 10 (Paid)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier macht sich für "Super-Mediathek" stark.

Eine für alles: Wirtschaftsminister Peter Altmaier wirbt beim Publishers' Summit des VDZ für eine europäische Plattform der Publisher – unabhängig von Google und Facebook. Altmaier wird beim Video-Interview von turi2.tv und "Horizont" konkreter: Es solle eine "deutsche oder europäische Plattform mit weltweitem Anspruch" entstehen. Der CDU-Mann ermutigt die Branche, nicht nur nach Regulierung der Internet-Giganten zu rufen: "Entscheidend ist, dass man auf diesem Markt selbst in Erscheinung tritt, dass man selbst um Kunden und Marktanteile kämpft."

Für Altmaier geht es um die Frage, "ob wir selbst etwas gestalten oder ob wir uns von Plattformen, die aus anderen Rechtskreisen kommen, die aus anderen Kulturkreisen kommen, die Regeln vorgeben lassen." Er sieht höchste Zeit im europäischen Verbund zu handeln, da sich Google und Facebook bereits 60 % der Online-Werbeeinnahmen teilen würden. Der verlegerfreundliche Altmaier sicherte dem VDZ auch in seiner Rede Unterstützung zu und beschwichtigt im anschließenden Interview, dass Regulierungen für die Internet-Branche erfolgreich auf dem Weg seien.
turi2.tv (3-Min-Interview bei YouTube)

"What’s Next?!" Ein Besuch im Kreativlabor der Zeitschriften-Verlage.


Verlage frisch durchdacht: Junge Medienleute basteln in Berlin an Konzepten für die Zukunft. turi2.tv und "Horizont" besuchen das Kreativlabor "What's Next?!", organisiert vom Verleger-Verband VDZ. Beim morgen beginnenden Publishers' Summit stellen die Neudenker ihre Ideen vor. Teilnehmerin Anja Kopf vom Wort & Bild Verlag ist besonders wichtig, dass die klassischen Medien viel stärker vom Kunden her denken, statt Lesern irgendwas "aufzudrücken".

Carsten Meier von der Agentur Intraprenör entwickelt mit den Teilnehmern konkrete Prototypen aus den Gedankenspielen. In Gruppen haben sie sich mit Bloggern, Influencern und Facebook-Mitarbeitern ausgetauscht. Teilnehmer Fabian Forer vom Baumedien-Fachverlag Rudolf Müller hat die Themen Kultur und Miteinander im Unternehmen in den Blick genommen: "Es muss der älteren Generation die Angst des Verlusts der Wissensbasis genommen werden."
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Geschäftsführer Schahab Hosseiny verlässt NOZ-Tochter Grow Digital Group.

NOZ Medien und der Chef des Agentur-Ablegers Grow Digital Group, Schahab Hosseiny, 34, gehen getrennte Wege. Hosseiny will eine "neue Herausforderung" annehmen und wird bald Vater. Co-Chef Sebastian Kmoch übernimmt vorerst allein die Führung von 165 Mitarbeitern. Unter der Dachmarke Grow arbeiten vier Unternehmen in verschiedenen Disziplinen des digitalen Marketings.
per Mail

Zitat: Anita Zielina sieht ungeeignete Führungskräfte als Innovations-Blockierer.

"Innovation ermöglichen bedeutet auch Kontrollverlust zulassen. Dabei war einst Kontrolle ausüben das Identifikationsmerkmal Nummer eins vom 'Chefsein'."

Anita Zielina, Ex-Chefin von stern.de, die heute in Oxford zu Transformationsprozessen forscht, schreibt in einem Gast-Beitrag fürs "medium magazin", dass häufig ungeeignete Führungskräfte dem Kulturwandel in Verlagen, Redaktionen und Sendern im Weg stehen.
mediummagazin.de (Zusammenfassung)

"Berliner Morgenpost" holt Deppendorf und Bannas für wöchentlichen "Hauptstadtbrief".

Funke holt Ulrich Deppendorf (Foto) und Günter Bannas aus dem Ruhestand für eine Kolumne in der "Berliner Morgenpost" zurück, schreibt Ulrike Simon. Deppendorf, ehemaliger Leiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios, werde Herausgeber des "Hauptstadtbrief am Sonntag". Der Hauptstadtbrief, bislang als monatliche Beilage in der "Berliner Morgenpost" erschienen, soll mit dem Zusatz "am Sonntag" eine ganze Seite im redaktionellen Teil erhalten.
spiegel.de (Paid)

Axel Schindler übernimmt als Westfunk-Geschäftsführer von Sven Thölen.

Westfunk: Axel Schindler übernimmt den Chefsessel von Funkes Vermarkter und Serviceanbieter für NRW-Radios zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführer des Anzeigenblattverlags WVW/ORA. Er folgt auf Sven Thölen, der sich in Zukunft ausschließlich auf seine Rolle als Geschäftsführer von Radio NRW konzentrieren werde.
radioszene.de, westfunk.de