Google will Verlagen beim Abo-Verkauf helfen, Provision soll unter 30 % liegen.

Google plant, mithilfe seiner gesammelten Nutzerdaten und Maschinenlern-Algorithmen den Verlagen neue Digitalabonnenten zu verschaffen, berichtet die "Financial Times". Die Suchmaschinenfirma plant, eine Provision pro Abschluss einzubehalten. Google wolle sich dabei aber "großzügiger" zeigen als bei der Werbeplatz-Vermarktung AdSense, wo Google rund 30 % der Umsätze einbehält. Die Kundenbeziehung entstehe zwischen Verlagen und Abonnenten, beteuert Richard Gingras, Head of News bei Google, in einem Seitenhieb auf eine neue Bezahl-Option in Facebooks Instant Articles.
ft.com (Paid), turi2.de (Background)
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Heise-Tochter stellt ihre deutschsprachige "Top Gear"-Zeitschrift ein.

Top Gear: Auto News Medien, eine Tochter des Heise-Verlagshauses, stellt seine deutschsprachige Autozeitschrift unter Markenlizenz der BBC nach der Ausgabe für November/Dezember ein. Mit dem Abgang der originalen und originellen Moderatoren-Belegschaft aus Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May von der BBC zu Amazon hat die Marke an Zugkraft verloren. Heise hatte die Zeitschrift erstmals im April 2013 mit 100.000 Auflage auf den Markt gebracht.
clap-club.de, heise.de (Background)Kommentieren ...

"Rheinische Post" stellt Center TV ein.

Rheinische Post zieht zum Jahreswechsel bei seinem regionalen TV-Sender Center TV den Stecker. Der Verlag begründet den Schritt mit einer Neuausrichtung seiner Bewegtbild-Aktivitäten infolge eines sich stark veränderten Nutzerverhaltens. Künftig will die "Rheinische Post" stärker auf Videos im eigenen Onlineangebot und in sozialen Medien setzen.
rheinischepostmediengruppe.deKommentieren ...

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Meinung: Börsenverein sollte rechte Verlage nicht von Buchmesse ausschließen.

Börsenverein des deutschen buchhandels 150Börsenverein kann Verlagen, die strafrechtlich nicht zu belangen sind, keinen Stand auf der Frankfurter Buchmesse verweigern, meint Lothar Müller. Die Forderung, rechte Verlage von der Messe auszuschließen, sei durch den Eklat am Samstag nicht bestätigt worden. Wäre der Börsenverein der Forderung nachgekommen, hätte er die Verlage nur mit neuem Brennstoff für ihren "Opfermythos der Ausgeschlossenen" versorgt. Auf der Frankfurter Buchmesse war es zu Tumulten und einem Angriff auf den Frankfurter Stadtrat Nico Wehnemann gekommen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Richard Gingras sieht wachsende Zahlungsbereitschaft bei Nutzern.

"Es gibt so viele Bereiche, wo Menschen für Informationen bereit sind zu zahlen. Aber es ist an den Verlegern, solche Möglichkeiten zu finden."

Richard Gingras, Chef von Google News, beobachtet im Interview mit Vera Linß bei Internet-Nutzern eine zunehmende Bereitschaft, für Inhalte zu zahlen.
wwwagner.tv (9-Min-Audio, Zitat ab 4:20)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Das offene Internet ist lebensnotwendig für Google und für die Verleger. Die Stärke der Google-Suche ist abhängig von der Reichhaltigkeit ihrer Umgebung. Wir brauchen ein reichhaltiges und offenes World Wide Web."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Google-News-Chef Gingras über die Zukunft ohne Print.
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Frankfurter Lokalpolitiker wird auf Buchmesse angegriffen.

Frankfurter Buchmesse: An den Ständen von rechten Verlagen kommt es zu Tumulten. Nico Wehnemann, Frankfurter Stadtverordneter der "Partei", wird auf der Buchmesse angegriffen. Ein Mann rammt ihm das Knie in den Rücken. Die Tat ereignet sich bei Protesten gegen eine Veranstaltung des rechten Antaios-Verlags mit AfD-Politiker Björn Höcke. Wehnemannn sagt, die Polizei habe ihm eine Anzeige verwehrt und gesagt, er könne sie am nächsten Tag stellen. Eine freie Mitarbeiterin von Spiegel Online, die den Protest gefilmt hat, darf daraufhin nicht mehr auf das Messegelände zurück.
spiegel.de, neuepresse.de, fr.de1 Kommentar

Bertelsmann Printing Group produziert das Porsche-Kundenmagazin "Christophorus".

Bertelsmann Printing Group schnappt sich den Auftrag für die Produktion und den weltweiten Versand des Porsche-Kundenmagazins "Christophorus". Bisheriger Druck- und Vertriebspartner war Neef + Stumme Premium Printing. Die Redaktion verantwortet weiterhin Delius Klasing. Das Porsche-Magazin wird in 15 Sprachen mit einer Auflage von 320.000 Exemplaren in Gütersloh, China und den USA hergestellt.
new-business.deKommentieren ...

"Welt"-Chefin Stephanie Caspar denkt und lenkt digital.


Es lebe der Umbruch: Stephanie Caspar ist nicht die lauteste, aber eine der erfolgreichsten digitalen Medienfrauen. Als neue Chefin von Springers digitalen Verlagsaktivitäten lebt sie nach dem Motto: Veränderungen sind positiv, denn sie bedeuten Weiterentwicklung. Jens Twiehaus hat die Architektin von WeltN24 für die neue turi2 edition5 und mit der turi2.tv-Kamera besucht. Weiterlesen …

Analyse: Deutsche Sachbücher sind im englischsprachigen Ausland gefragt.

Verlage aus Großbritannien und den USA erwerben verstärkt Lizenzen für deutsche Sachbücher, analysiert Nicolas Freund. Sachbücher written in Germany seien international präsent, offenbar handle es sich um mehr als einen kurzfristigen Trend. Besonders gefragt sind demnach politische Werke. Ein möglicher Grund für die Nachfrage sei, dass US-Amerikaner und Briten angesichts des Erfolgs von Populisten in ihren Ländern Rat in Kontinentaleuropa suchen.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Manfred Braun bemüht sich um Grosso-Einigung.

Geliebter Grosso: Funke-Geschäftsführer Manfred Braun schlägt im Disput um den Presse-Grosso deeskalierende Töne an und mahnt die Verlage beim VDZ Distribution Summit zur Diplomatie, schreibt Roland Pimpl. Braun richtet den Blick u.a. auf die Lage in den USA, England und Spanien, wo der Vertrieb viel schlechter funktioniert, und rät, eine solche Fehlentwicklung in Deutschland zu vermeiden. Von den Verlagen fordert er zudem, bei Einführungen von neuen Heften eine sorgfältigere Mengenplanung zu betreiben, anstatt den Handel zu überschwemmen. Außerdem findet Braun, Verlage sollten für Extra-Wünsche mehr ans Grosso bezahlen.

Hintergrund sind die Verhandlungen um eine Reform des Vertriebssystems für Zeitungen und Zeitschriften, auf die sich bisher beide Seiten nicht verständigen können. Gruner + Jahr hatte deshalb die Verhandlungen mit den Grossisten auf Eis gelegt. Am 20. Oktober wollen sich Verlage und Grosso dennoch wieder an einen Tisch setzen. (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition Zeitschriften)
horizont.net, turi2.de (Background G+J), turi2.de (Interview mit Grosso-Chef Frank Nolte)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Streit: Frank Nolte hofft auf Einigung und sieht keine Möglichkeit mehr zum Sparen.

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"W&V": Harald Wahls hat sein Büro bei Media Impact schon geräumt.

Harald Wahls, Co-Chef beim Springer-Funke-Vermarkter Media Impact, hat sein Büro bereits geräumt, schreibt Judith Pfannenmüller. Er habe sich mit Springer nach dem Umbau des Verlagsbereichs in eine Print- und eine Digitalsäule auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Wahls' Abgang bei Springer werde noch in dieser Woche verkündet, schreibt Pfannenmüller.
wuv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Philipp Welte fordert Media-Kooperationen gegen den "kollektiven Suizid" am Werbemarkt.

"Wir verharren dumpf in den kompetitiven Reflexen des letzten Jahrhunderts und unterbieten uns gegenseitig."

Burda-Vorstand Philipp Welte will, dass Verlage enger kooperieren und als Alliierte bei Media-Pitches antreten. Anhaltendes Gegeneinander sei "kollektiver Suizid". Unter dem Welte-Interview in "Horizont" wirbt ausgerechnet: Facebook.
"Horizont" 41/2017, S. 12-13 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Philipp Welte schon 2016.
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US-Verleger-Chef bläst in "Bild" und "Welt" zur Attacke auf Google und Facebook.


Halali im Hause Springer: US-Verleger-Chef David Chavern schießt scharf gegen Google und Facebook. Über Interviews in "Bild" und "Welt" sucht der Chef der News Media Alliance den Schulterschluss mit deutschen Kollegen. Über beiden Blättern thront zufällig Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, zugleich Präsident des deutschen Zeitungsverleger-Verbandes BDZV. Chavern will, dass sich Verleger aus den USA und Europa gemeinsam gegen Internetgiganten wehren.

Der US-Branchenlobbyist beschwert sich via "Bild", wie schwierig es sei, mit den Vertriebspartnern Google und Facebook zu leben. Beide ziehen Werbegeld ab und behinderten Online-Abos. In der "Welt" erkennt Chavern die jüngsten Bemühungen von Google und Facebook für Online-Abos an. Die Verleger würden trotz netter Worte aber "Aktivisten bleiben", bis wirtschaftliche Ergebnisse sichtbar werden. Chavern lobt namentlich EU-Kommissar Günther Oettinger für seine verlegerfreundliche Politik. Vor den Interviews in den beiden Springer-Zeitungen hatte Chavern seine Interview-Rundreise in der "FAZ" begonnen.
"Bild", S. 2; "Welt", S. 10 (Paid); faz.netKommentieren ...

ARD nennt "Spiegel"-Titel eine "Schmähkritik".

ARD reagiert spät, aber gereizt auf den jüngsten "Spiegel"-Titel: Der Text sei in Teilen simple Schmähkritik. Die Radioangebote lasse der "Spiegel" ganz außer Betracht, die Autoren bemühten sich um ein bestimmtes Bild. Viele Daten legt die ARD anders aus als die Autoren des "Spiegels". Die ARD ätzt, Printjournalisten seien wohl der Ansicht, ihnen gehöre publizistisch das Internet.
ard.de, dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Felicitas von Lovenberg will Bücherpreise für publikumsfähige Titel.

"Beim Deutschen Buchpreis werden oft vor allem schwergängige Werke nominiert, die der kleine Buchhändler kaum mehr bestellt, weil sie kaum Käufer finden."

Felicitas von Lovenberg, Piper-Verlegerin und vorher Literaturchefin der "FAZ", wünscht sich Literaturpreise, die normale Leser nicht abschrecken. Der Deutsche Buchpreis wird heute Abend vergeben.
handelsblatt.com (Paid)Kommentieren ...

Verlage kämpfen um Digitalexperten.

Personalkarussell bei Medien dreht sich derzeit aufgrund des Bedarfs an Digitalexperten besonders stark, schreibt Ulrike App. Jüngste Beispiele seien Stefan Plöchingers (Foto) Rückkehr zum "Spiegel" und der Wechsel von Sebastian Matthes zum "Handelsblatt". Die Digitalköpfe suchten dabei nicht in erster Linie mehr Gehalt, sondern interessante Aufgaben und höhere Budgets. Konkurrenz für die Verlage bei der Personalsuche komme zunehmend von reinen Digitalhäusern wie T-Online.
wuv.de (Paid), turi2.de (Plöchinger), turi2.de (Matthes)Kommentieren ...

Beim Teutates! Chefredakteur Wolf Stegmaier über die Arbeit am neuen "Asterix".


Klirr, Mampf, Boing: turi2.tv nimmt einen großen Schluck vom Zaubertrank und dringt mit der Kamera ins gallische Dorf vor. Ganz ohne obelixsche Tracht Prügel gibt Comic-Macher Wolf Stegmaier Einblick in den neuen Asterix. Stegmaier hat sich mit seinem Team vom Egmont Ehapa Verlag in ein Hotel eingeschlossen, um mit den geheimen Zeichnungen zu arbeiten. Noch mehr als kriegslustige Römer fürchtet er nämlich neugierige Fans und Journalisten.

Über Wochen arbeiten Übersetzer und Comic-Redakteure an jedem Dialog und an jedem Witz, lesen sich die Sprechblasen immer wieder vor. Ab 19. Oktober liegt Asterix in Italien dann weltweit im Handel. Zugreifen werden dann vor allem die Erwachsenen. "Asterix" ist seit Jahrzehnten ein Phänomen und die inzwischen großen Kinder geben die Comics an ihre Kinder weiter. Das habe etwas Nostalgisches und sei in vielen Haushalten Familientradition, sagt Stegmaier. Im Reich der Römer ist Print-Krise ein Fremdwort.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Medienforscher sieht Googles Kurswechsel als PR-Stunt.

Hör-Tipp: Google hat mit der Einstellung seines First-Click-Free-Modells zur Umgehung von Bezahlschranken einen PR-Stunt hingelegt, meint Medienwissenschaftler Bjørn von Rimscha. Eigentlich habe der Internet-Riese nur eine Erpressung beendet, die er nicht mehr nötig habe. Indem Google es Lesern leichter macht, für Inhalte zu zahlen, könne es die Kreditkartendaten der Nutzer mit seiner eigenen Datenbank abgleichen. Zudem verdiene der US-Konzern als Zahlungsvermittler mit. Von Rimscha empfiehlt Verlagen, mehr auf Bezahlinhalte zu setzen und den Menschen stärker das zu liefern, was sie lesen möchten.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Horst Röper bedauert weniger Vielfalt bei Zeitungsberichten.

"Redaktionen sind längst zum Zielgebiet der Betriebswirte geworden."

Medienforscher Horst Röper bedauert im Interview mit dem Deutschlandfunk die abnehmende Meinungsvielfalt bei Zeitungen, die durch Kooperationen bei der Berichterstattung entsteht.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)

Weitere Zitate aus dem Interview:
Zur Zusammenlegung der überregionalen Berichterstattung von Zeitungen:
"Wir müssen davon ausgehen, dass alle großen Verlagsgruppen miteinander reden, um eben solche Kosten auch im redaktionellen Bereich zu schmälern."Kommentieren ...

Manfred Braun: Verlage sollten Unterbietungswettbewerb bei Anzeigen beenden.

Verlage liefern sich bei den Anzeigenpreisen lieber einen Unterbietungswettbewerb, statt einem anderen Verlag den Zuschlag zu lassen, kritisiert Funke-Geschäftsführer Manfred Braun. Dadurch verlören die Medien schneller Marktanteile im Anzeigengeschäft als Leser-Reichweite. Nötig sei ein gemeinsamer Vermarkter der Verlage für Zeitungen, Zeitschriften und andere Medien-Gattungen. Anfangen könnten die Verlage mit gemeinsamen Vermarktungs-Paketen, sagt Braun im Interview mit "Horizont". Schon 2016 hat Braun eine neutrale Vermarktungsfirma gefordert.
"Horizont", 40/2017, S. 14-15 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hülsbömer verlässt "FAZ", Heyer und Ludwig übernehmen.

FAZ verliert André Hülsbömer, Geschäftsführer des Fachverlags Frankfurt Business Media und des FAZ-Instituts. Hülsbömer macht sich abseits der Medienbranche selbständig. Seine Aufgabe beim Fachverlag übernimmt Dominik Heyer. Hannes Ludwig folgt beim Institut und wird zugleich Chef für Corporate Publishing. Als Leiterin des Bereiches Neue Geschäftsfelder folgt auf Ludwig Miriam Goetz vom Deutschen Anwaltverlag.
verlag.faz.net (Hülsbömer), verlag.faz.net (Ludwig)Kommentieren ...

Funke und DuMont können sich nicht auf Kooperation in Berlin einigen.


Keine Einheit in Berlin: Funke und DuMont brechen Gespräche über Kooperationen auf dem Zeitungsmarkt der Hauptstadt ab. DuMont will keine Inhalte von Funkes Zentralredaktion kaufen. Funke wiederum soll das großspurige Auftreten des DuMont-Chefs Christoph Bauer abgeschreckt haben, berichtet die "FAZ". In Berlin gibt Funke die "Berliner Morgenpost" raus, DuMont die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier". Ein DuMont-Sprecher sagt auf turi2-Nachfrage: "Wir äußern uns nicht zu irgendwelchen Gerüchten, die absurd scheinen."

Statt Artikel von Funke zu übernehmen, setzt DuMont offenbar nachhaltig auf seine eigene Gemeinschaftsredaktion. Der Politik-Teil der "Hamburger Morgenpost" soll künftig auch in Berlin entstehen. Funke bietet laut "FAZ" eine Zeitungsseite für eine "niedrige dreistellige Summe" an, hat aber noch keine externen Kunden. Auf dem angespannten Berliner Zeitungsmarkt werden Kooperationen erwartet, nachdem das neue Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB-Novelle) dafür den Weg frei gemacht hat.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Update, 4. Oktober, 09.15 Uhr: Die Funke Mediengruppe teilt mit, sich dazu nicht zu äußern.2 Kommentare

Madsack meldet für 2016 Plus bei Umsatz und Ergebnis.

madsack_150Madsack steigert im Geschäftsjahr 2016 Umsatz und Ergebnis. Ein Konzernumsatz von 661,6 Mio Euro bedeutet ein Plus von 12,1 Mio Euro zum Vorjahr. Das operative Ergebnis wächst um 3 Mio Euro auf 67,7 Mio. Die operative Rendite liegt mit 10,2 % knapp über dem Vorjahr. Stark wachsend sind die sonstigen Geschäfte wie Corporate Publishing, digitale Außenwerbung und TV-Dienstleistungen (+35 %) sowie das Postgeschäft (+14,9 %). Das Zeitungsgeschäft wächst leicht im Vertrieb und im Geschäft mit Beilagen und Prospekten, der Anzeigenumsatz schrumpft um 0,7 %.
madsack.deKommentieren ...

dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch: Das Finden von Fake News wird zum zentralen Geschäftsmodell.


Richtig wichtig: Kaum ein aktuelles Medium kommt ohne die dpa aus. Seit diesem Jahr führt der Österreicher Peter Kropsch die Nachrichtenagentur. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv gibt er Einblick in seinen Kurs: Für Kropsch wird das Verifizieren von Nachrichten immer wichtiger. Wahr und Falsch in der Info-Flut auseinanderzuhalten, ist für ihn ein zentrales Geschäftsmodell. Nicht nur im Auftrag klassischer Medien: Kropsch sucht neue Kunden vor allem unter Institutionen und Unternehmen.

"Die Information als Vertrauensgut ist immer unser Geschäftsmodell gewesen", sagt Kropsch, der von der Agentur APA aus Wien kommt. "Für uns wird das Bewerten, Einordnen und Verifizieren von Nachrichten als Geschäft immer wesentlicher." Die Redaktion habe deshalb viele Abläufe umgestellt. Im Berliner Newsroom gibt es jetzt einen Radar Officer, der vor allem das Grundrauschen der sozialen Medien im Blick behält. Ein Verification Officer versucht, Fake News zu enttarnen.

Das helfe nicht nur anderen Redaktionen. Auch Institutionen und Unternehmen seien auf faktisch richtige Informationen angewiesen. Für die dpa werden diese Kunden immer wichtiger: Der frühere Wirtschaftsredakteur Kropsch scheut sich nicht, journalistische Dienste noch offensiver Unternehmen anzubieten, die darauf dann ihre PR-Arbeit aufbauen. Die sich ändernde Kundenstruktur ist zumindest ein Drahtseilakt – auch wenn Kropsch eine Firewall zwischen Redaktion und Vertrieb verspricht.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2.de (dpa-Dossier, Dezember 2015)Kommentieren ...

"FAZ": Google hilft den Verlagen ab Montag, mit Inhalten Geld zu verdienen.

Google verändert am Montag sein Modell zugunsten der Verlage, analysiert die "FAZ". Der Internet-Riese unterstütze die Verlage, für Inhalte Geld von den Lesern zu erhalten und ermögliche es Nutzern, sich mithilfe der von Google gesammelten Daten mit einem Klick auf Verlags-Seiten als Abonnent zu registrieren. Google stelle sein First-Click-Free-Modell zur Umgehung von Bezahlschranken am Montag ein und prüfe, wie es Medien helfen könne, potentielle Abonnenten zu erkennen. Im September war bekannt geworden, dass Google das Bezahlen kostenpflichtiger Inhalte erleichtern wolle. Details und der Zeitpunkt der Änderungen waren aber noch unbekannt.
"FAZ", S. 19 (Paid), turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Google-Werbechef Schindler will den Verlagen ein besserer Partner sein.

"Wir haben in den vergangenen Jahren versucht, ein besserer Partner für Verlage zu sein."

Google-Werbechef Philipp Schindler sagt, Google wolle mit Änderungen an seiner Suchmaschine die Position der Verlage stärken.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Weiteres Zitat:
"Wenn die Verlage nicht wachsen, können wir auch nicht unser Verlagsgeschäft steigern."Kommentieren ...

Verleger und Ex-Condé-Nast-Vorstand Si Newhouse, 89, ist tot.

Si Newhouse ist tot. Der Verleger starb am Sonntag mit 89 Jahren in New York, teilt Condé Nast mit. Newhouse baute den von seinem Vater 1959 gekauften Verlag Condé Nast auf und war 40 Jahre lang Vorstand des Unternehmens. Seit seinem Rücktritt 2015 wirkte er als Ehrenvorsitzender. Zu Condé Nast gehören u.a. die Zeitschriften "Vogue", "Vanity Fair" und der "New Yorker".
nytimes.com, wired.deKommentieren ...

Deutscher Landwirtschaftsverlag fasst Agrar-Titel in neuem Magazin zusammen.

Deutscher Landwirtschaftsverlag fusioniert seine Agrar-Fachtitel zur Marke "Agrar heute: Landwirtschaft auf den Punkt gebracht". Im neuen Magazin verschmelzen die Fachzeitschriften dlz Agrarmagazin, Agrarmanager und Joule mit dem Portal agrarheute.com, worauf uns ein aufmerksamer turi2-Leser hinwies. Die erste Ausgabe erscheint Ende Oktober. Der Verlag will seine Fachinformationen künftig kanalübergreifend ausspielen und setzt auf mehr Interaktion mit den Lesern. Im Juli hat er seine Agrar-Marken an einem crossmedialen Desk zusammengefasst.
agrarheute.com, turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Peter "Bulo" Böhling kritisiert die schlechte Stimmung in der Branche.

"Auf jeder Betonmischmaschinenhersteller-Verbandstagung geht es wahrscheinlich lustiger zu als auf Mediennächten oder Printpartys. Früher wurde gesoffen bis um vier."

VDZ-Präsidentschaftskandidat Peter "Bulo" Böhling beklagt die schlechte Stimmung in der Branche. Auf Branchenevents dürfe man heute kaum mehr sagen, dass die Geschäfte gut laufen, sagt der Kleinverleger im Interview mit Silke Burmester.
taz.de, turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Google ist nicht der eigentliche Feind. Google lebt doch davon, dass es nach außen Verbindungen hat. Das ist der Kern des Unternehmens. Facebook hingegen ist ein in sich abgeschlossenes, pro­prie­täres System. Wenn ich als Verlag meine Inhalte dort klickgeil einstelle, gebe ich meine Marke auf."

"Weniger Medienmanager, mehr Magazinmacher! Manager auf Zeit sind eine Plage, weil sie oft nicht für das stehen, was jemand aufgebaut hat."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Bulo erzählt Geschichten mit Leidenschaft.
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