Zitat: Christoph Keese sieht die großen Verleger als Technikfreaks.

"Axel Springer, Henri Nannen – die großen Verleger waren auch immer Technikfreaks."

Springer-Mann Christoph Keese verweist im Gespräch mit Peter Turi bei der Launch Party zur neuen turi2 edition darauf, dass es schon immer eine große Nähe zwischen Verlegern und technischen Neuerungen gab.
turi2 vor Ort, twitter.com

Weitere Zitate von Christoph Keese:

"Die Stärke des Silicon Valley: Die stellen wirklich uns in den Mittelpunkt. Sie und mich. User Centricity."

"Die Digitalisierung ist wie Star Wars: Es gibt immer eine helle und eine dunkle Seite der Macht."

"Ich kann mich mit niemandem mehr unterhalten, ohne darüber nachzudenken, wie ich sein Geschäftsmodell zerstöre."
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Verleger und Ex-Condé-Nast-Vorstand Si Newhouse, 89, ist tot.

Si Newhouse ist tot. Der Verleger starb am Sonntag mit 89 Jahren in New York, teilt Condé Nast mit. Newhouse baute den von seinem Vater 1959 gekauften Verlag Condé Nast auf und war 40 Jahre lang Vorstand des Unternehmens. Seit seinem Rücktritt 2015 wirkte er als Ehrenvorsitzender. Zu Condé Nast gehören u.a. die Zeitschriften "Vogue", "Vanity Fair" und der "New Yorker".
nytimes.com, wired.deKommentieren ...

Peter "Bulo" Böhling: VDZ muss sich mehr um Inhalte kümmern.

Zeitschriften müssen mit spannenden Geschichten ihre Marken stärken, meint VDZ-Präsidentschaftskandidat Peter "Bulo" Böhling im Interview mit Silke Burmester. Statt sich um Statuten, Kontakte und den Mehrwertsteuersatz zu kümmern, müsse sich der Verlegerverband VDZ Gedanken über bessere Inhalte machen, die Leser begeistern. Im Falle seiner Wahl möchte der wohl chancenlose Kandidat stärker mit anderen Verbänden wie der Privatrundfunk-Lobby VPRT und dem Digitalverband BVDW zusammenarbeiten. Außerdem will er jungen Menschen in Schulen und Unis ein Gefühl für Zeitschriften und ihre digitalen Möglichkeiten vermitteln. Die Verlage machten einen Fehler, wenn sie ihre Inhalte im abgeschlossenen System Facebook "verschleudern", sagt Böhling.
taz.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Bulo erzählt Geschichten mit Leidenschaft.
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SWR dreht einen Zweiteiler über die Verlegerin Aenne Burda.

SWR verfilmt das Leben der Verlegerin Aenne Burda in einem Zweiteiler für Das Erste. Schauspielerin Katharina Wackernagel spielt Burda. Der Film soll Ende 2018 ausgestrahlt werden. Die "Wirtschaftswunderfrau" Burda brachte den Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg Modebewusstsein zurück, indem sie ihrer Frauenzeitschrift "Burda Moden" Schnittmuster-Bögen beilegte, mit denen die Leserinnen Modelle aus dem Magazin nachschneidern konnten.
presseportal.de, focus.deKommentieren ...

Analyse: Schweizer Verleger ziehen sich aus dem Mediengeschäft zurück.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz: Die Verleger ziehen sich aus dem Mediengeschäft zurück und erzielen ihre Gewinne zunehmend in anderen Geschäftsbereichen, analysiert Jürg Altwegg. Damit überließen sie dem SVP-Politiker und Unternehmer Christoph Blocher das Feld. Der Medien-Bannwald der Demokratie brenne ab. Eine Quersubventionierung der Zeitungen mit Einnahmen aus anderen Geschäftsfeldern lehnten die Schweizer Verleger ab, obwohl es zum Beispiel Tamedia glänzend gehe.
faz.net (Paid)Kommentieren ...

Bijan Khezri führt Marquard Media.

Marquard Media: Der Schweizer Verleger Jürg Marquard, der heute 72 Jahre alt wird, gibt die operative Führung seiner Mediengruppe an Bijan Khezri, Ex-Bänker, Berater und u.a. Investor beim Sportdaten-Dienstleister Sportradar. Marquard Media gibt in Deutschland diverse PC- und Games-Magazin heraus, in Polen u.a. "Cosmopolitan" und "Playboy" und in Ungarn u.a. "InStyle" und "Men's Health". Ungarn-CEO Zsuzsanna Ohidi führt nun auch die Geschäfte in Polen.
per MailKommentieren ...

Wir graturilieren: Rolf-Dieter Lafrenz wird 50.


Wir graturilieren: Rolf-Dieter Lafrenz, Verlagsberater und geschäftsführender Gesellschafter bei Schickler, feiert heute seinen 50. Geburtstag, und zwar mit vielen Freunden auf seiner Terrasse, in einer hoffentlich lauen Sommernacht. Fürs kommende Lebensjahr wünscht er sich viele Innovationen, tolle neue Kollegen und ein hole-in-one. Ein bisschen Schreib-Zeit wäre auch nicht verkehrt, schließlich will Lafrenz irgendwann seinen Roman fertig schreiben – ein wildes Abenteuer, nicht nur inhaltlich.

Im vergangenen Jahr hat er im Schickler-Inkubator das Startup Cargonexx mit aufgebaut, eine digitale Plattform für LKW-Transporte auf Basis künstlicher Intelligenz. "Das Geschäftsmodell hebt gerade richtig ab." Generell setze Schickler künstliche Intelligenz ein, um Medienprozesse und -angebote zu verbessern. Aktuell experimentiert er mit selbst lernenden Algorithmen im Anzeigenverkauf, nebenbei entwickelt er weitere digitale Geschäftsmodelle. Über Glückwünsche freut Lafrenz sich auf allen Wegen. Weil er das ganze Jahr digital unterwegs ist, sind ihm zum Geburtstag die persönlichen Kontakte besonders lieb – E-Mails erreichen aber auch ihr Ziel.

Aus dem turi2.de-Archiv: In der turi2 edition gibt Rolf-Dieter Lafrenz, Deutschlands bestbezahlter Verlagsberater, Tipps.Kommentieren ...

Zitat: Frank Überall findet Tarifverträge friedensstiftend.

"Tarifverträge sind Friedensverträge. Wer keinen Tarifvertrag will, muss irgendwann damit rechnen, dass er sehr viel Spaß im Haus hat".

DJV-Vorsitzender Frank Überall glaubt, dass sich Verleger mit Tarifverträgen Ruhe in den Redaktionen sichern - und gute Journalisten vom Kündigen abhalten.
youtube.com (6-Min-Video vom ENC im Kanal des "Medium Magazin")

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Europäische Verleger machen gegen Cookie-Novelle mobil.

Keksschützer: Europäische Verlage wollen verhindern, dass die geplante EU-ePrivacy-Novelle ihnen erschwert, Nutzer mit Cookies zu tracken. Das Vorhaben gefährde ihre Möglichkeit, "personalisierte Werbung und individualisierten Journalismus" auszuspielen. Statt eine Zustimmung für jeden Cookie zu geben, sollen Nutzer nach der Neuregelung allen Cookies pauschal mit Browseröffnung erlauben oder verbieten. Drittanbietercookies würden standardmässig geblockt. Von der geplanten Neuregelung würden im Ergebnis nur Google, Facebook und andere Tech-Konzerne profitieren.
zeit.de1 Kommentar

Lese-Tipp: Volker ter Haseborg porträtiert Nikolaus Gelpke.

Lese-Tipp: Nikolaus Gelpke gibt seit 20 Jahren die Zeitschrift Mare heraus. Volker ter Haseborg porträtiert in der aktuellen "Bilanz" den 55-Jährigen, der sich als Fünfjähriger in das Meer verliebte. "Mare" drohte mehrfach finanziell zu scheitern, die Eigenständigkeit erhielt sich Nikolaus Gelpke dennoch. Mittlerweile expandiert er in die Bereiche Reiseangebote und Unternehmenswerbung.
"Bilanz", S. 39 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: VDZ-Präsident Holthoff-Pförtner lobt die Stärke der Fachverlage.

"Der Beck-Verlag ist älter als die Unabhängigkeitserklärung der USA - geht mit dem Erbe aber besser um."

VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner lobt auf dem Kongress der deutschen Fachpresse die Tradition und Stärke deutscher Fachverlage, die teils mehr als 150 Jahre alt sind, und sich als wandlungsfähig erwiesen hätten.
twitter.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner will für die Medienfreiheit kämpfen.
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Verlegerverbände: Neues Urheberrecht würde Verlage und Journalisten enteignen.

Urheberrecht: Der vom Bundesrat begrüßte Entwurf zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz würde zu einer teilweisen Enteignung der Verlage und Journalisten führen, meinen die Verleger-Verbände BDZV und VDZ. Sollte das Gesetz in Kraft treten, bedeute dies massive Einschnitten in die Finanzierung von Journalismus. Immerhin habe der Bundesrat auf die Gefahren des Gesetzes für die Presse hingewiesen, sagen die Verlegerverbände. Der Gesetzentwurf sähe vor, dass Presseprodukte in den digitalen Angeboten von Bibliotheken teilweise gratis genutzt werden dürfen. Das Gesetz soll im Juni im Bundestag endgültig verabschiedet werden.
presseportal.de, bmjv.de (Gesetzesentwurf)Kommentieren ...

Zitat: Christoph Schwennicke hält das Verlagsgeschäft für nicht sehr komplex.

"Man sieht, wo das Geld reinkommt und wo es rausfließt, das lässt sich mit den Prinzipien der schwäbischen Hausfrau gut erfassen."

Christoph Schwennicke, seit dem Management-Buyout Anfang 2016 nicht nur Journalist, sondern auch Verleger des "Cicero", beschreibt das Verlagsgeschäft als nicht sonderlich komplex.
"Handelsblatt", S. 68 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Stephan Holthoff-Pförtner will gegenüber der Politik geeint auftreten.

Talkshow - Guenther Jauch"Ich habe mit einem Verleger gesprochen, der mir erzählte, wie schön es doch wäre, wenn alle Verlage einzeln zur Politik gingen. Das ist echt irre – der muss schlechtes Gras rauchen."

VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner will medienpolitisch mit dem BDZV auftreten, von einer Fusion will er aber nichts wissen.
"Werben & Verkaufen" 09/2017, S. 64 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv:
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Franz Burda junior, 84, ist tot.

Franz Burda Junior 150Franz Burda junior ist im Alter von 84 Jahren in Offenburg gestorben, berichtet die "Badische Zeitung". Der älteste Sohn des Verleger-Ehepaares Aenne und Franz Burda war Chef des Burda-Druckerei-Imperiums. Nach dem Tod des Vaters 1986 übernahm Bruder Hubert Burda das Verlags- und Druckereigeschäft. Franz Burda junior und sein Bruder Frieder Burda erhielten Beteiligungen an Springer, Papierfabriken und Speditionen.
badische-zeitung.deKommentieren ...

Lese-Tipp: "Spiegel" portraitiert Götz Kubitschek.

Verleger Götz KubitschekLese-Tipp: Tobias Rapp portraitiert für den "Spiegel" den streng rechten Autor und Verleger Götz Kubitschek. Rapp bezeichnet Kubitschek als "den wichtigstes Intellektuellen der Neuen Rechten in Deutschland". Er siezt seine Frau und lebt als Selbstversorger. Sich selbst sieht er als Rechten, die Nazis waren in Kubitscheks Augen jedoch eher links.
"Spiegel" 51/2016, S. 126 (Paid)Kommentieren ...

EU-Kommission schiebt Umsatzsteuer-Ermäßigung für Digital-Ausgaben an.

Europafahnen  wehen vor der Europaeische Kommission
Erster Schritt zu 7 %: Die EU-Kommission legt ein Gesetz vor, dass unter anderen den Mitgliedsstaaten erlaubt, die reduzierten Umsatzsteuersätze auch auf "elektronische Veröffentlichungen" anzuwenden, also auch auf E-Books und die E-Paper von Zeitungen. Über die Annahme und damit den Erfolg entscheidet der Europäische Rat, genauer die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten.

Die Zeitungs- und Buchverleger fordern schon seit langem die Einführung des reduzierten Satzes. Die ungleichen Steuersätze führen zu teils höheren Verbraucherpreisen bei gleichem Inhalt - und zu skurriler Buchungsakrobatik, etwa bei Bundles von Büchern und E-Books bzw. bei Print-Abos inklusive E-Paper-Zugang.
buchreport.de, boersenblatt.net, europa.eu (Pressemitteilung)Kommentieren ...

Uwe Vorkötter portraitiert den designierten VDZ-Präsidenten Stephan Holthoff-Pförtner.

Der Phoenix fliegt!Stephan Holthoff-Pförtner, designierter VDZ-Präsident, ist bisher kaum aufgefallen, schreibt Uwe Vorkötter. Das Anforderungsprofil erfülle er, da er wie Hubert Burda ein Verlagseigentümer ist und kein angestellter Manager. Er wurde allerdings nicht in eine Verleger-Familie geboren oder kaufte einen Verlag, sondern erhielt seine Anteile per Adoption durch Funke-Tochter Gisela Holthoff. Bei Funke hält sich Holthoff-Pförtner im Hintergrund, in der CDU engagiert er sich aktiv.
"Horizont" 44/2016 S. 13 (Paid)Kommentieren ...

"Bild" findet europaweit Leistungsschutzrecht-Unterstützer.

Leistungsschutzrecht LSR 150Bild sucht und findet Unterstützer für ein europäisches Leistungsschutzrecht. Dem Europäischen Zeitungsverlegerverband geht es um nicht weniger als den Schutz der "zentralen demokratischen Werte Europas". Spanien beansprucht "das fortschrittlichste Gesetz zum Schutz des geistigen Eigentums" für sich. Und die Verleger aus Österreich fordern von Brüssel, die "Störfeuer der Onlinegiganten zu ignorieren". "Bild" selbst beklagt, wie schwer es kostenpflichtiger Online-Journalismus habe, von Suchmaschinen "gut platziert oder überhaupt gefunden zu werden".
bild.deKommentieren ...

Google, Wikimedia, Verbraucherzentralen und IT-Verbände kritisieren Oettingers Urheberrechts-Pläne.

Leistungsschutzrecht LSR 150EU-Urheberrecht: Günther Oettinger erntet für seine Pläne zum EU-Urheberrecht u.a. Kritik von Wikimedia, den Verbraucherzentralen und IT-Verbänden Bitkom und Eco. Google-Pressesprecher Ralf Bremer sagt, es gäbe einen besseren Weg als "lähmende Vorschriften und verordnete Förderung". Die Grundprinzipien für Links müssten erhalten bleiben, darauf basiere "der Erfolg des Internet". Die Verlegerverbände BDZV und VDZ loben den Entwurf hingegen.
europe.googleblog.com, heise.de, golem.de, bdzv.deKommentieren ...

Basta: Kommissar Oettingers bisher schwerster Fall.

oettingerMinority Support: Im Brüssel des Jahres 2016 hat der tapfere Kommissar Oettinger einen Plan, um den bevorstehenden Mord an der Verlagsbranche zu verhindern. Er will alle bösen Buben aus der Internetwirtschaft durch drakonische Drohungen in Angst und Schrecken versetzen. Leistungsschutzgeld fällt für den Plot nicht an, er ist schon bekannt.
zeit.deKommentieren ...

Krautreporter-Köpfe gründen Bezahl-Plattform Steady.

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Ready, steady, pay: Die Krautreporter-Chefs Sebastian Esser (links) und Philipp Schwörbel entwickeln die Plattform Steady, über die Journalisten und Blogger Abos für ihre Angebote verkaufen können. Unterstützt von 350.000 Euro aus der Digital News Initiative von Google programmiert ein Team Software, die laut Esser ein "fortlaufendes Crowdfunding" ermöglicht. Steady übernimmt die Abwicklung der Zahlung und Papierkram, dafür berechnen Esser und Schwörbel 5 % des Abopreises als Gebühr. Ab Oktober sollen erste Seiten das Bezahlen über Steady testen. Weiterlesen …

Schweizer Verleger Peter Wanner fordert Gebührengelder für Privatsender.

SRG SSR-150Verlegerfernsehen mit Gebührengeldern: Peter Wanner, Verleger des Schweizer Verlags AZ Medien, fordert in der "NZZ am Sonntag" 100 Mio Franken aus dem Gebührentopf der öffentlich-rechtlichen SRG. Mit dem Geld will Wanner einen privaten TV-Sender starten und damit für "mehr Wettbewerb und Vielfalt" in der Schweizer Medienlandschaft sorgen.
nzz.ch via persoenlich.comKommentieren ...

Mathias Döpfner hat mit beim BDZV Größeres vor, glaubt Ulrike Simon.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner wird als neuer BDZV-Chef beim Verbandskongress Ende September einen programmatischen Grundsatzvortrag liefern, statt es bei einer salbungsvollen Sonntagsrede zu belassen, prognostiziert Ulrike Simon. Döpfner habe schließlich nach seiner Wahl angekündigt, den BDZV auch für überwiegend digital verlegende Firmen öffnen zu wollen, die bisher nicht Mitglied sind.
rnd-news.deKommentieren ...

US-Zeitungsverleger streichen das Wort "Zeitung" aus ihrem Verbandsnamen.

Newspaper Association of America NAA-150Newspaper Association of America gibt sich am Mittwoch einen neuen Namen: News Media Alliance. Der Verband realisiert damit einen Wandel im Geschäft: Das Wort "Newspaper" entfällt. Die NAA, 1992 aus sieben Branchenverbänden fusioniert, kann nun also auch digital gegründete Firmen wie u.a. BuzzFeed aufnehmen. Verbandschef David Chavern sagt, das Wort "Zeitung" beschreibe viele Mitgliedsfirmen nur ungenügend, weil viele Leser kein Papier mehr in die Hand nehmen.
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Entwurf für EU-Leistungsschutzrecht enthält 20-jährige Schutzfrist.

Europafahnen  wehen vor der Europaeische Kommission
Leistung soll sich länger lohnen: Das geplante EU-Leistungsschutzrecht im Rahmen der europäischen Urheberrechtsreform soll satte 20 Jahre gelten, schreibt Ruth Berschens im "Handelsblatt". Rechteinhaber sollen dadurch auch noch Vergütung fordern können, wenn sie eine Nutzung erst verspätet bemerken.

Das bisher wenig erfolgreiche deutsche Leistungsschutzrecht sieht lediglich eine Schutzdauer von einem Jahr vor. Der zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger plant noch weitere Bonbons für Verleger: Sie sollen künftig wieder an den Kompensationen für Wiederbenutzungen beteiligt werden, die nach derzeitiger Rechtslage nur an die Autoren ausgeschüttet werden.

Das geplante Verbot von Geoblocking bleibt aus - zumindest beim Streaming von Sportveranstaltungen, Filmen und Serien bleiben virtuelle Ländergrenzen erlaubt. Begründung: Der Kauf von EU-weiten Rechten sei schlicht zu teuer.
"Handelsblatt", S. 6-7, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

DuMont verschmilzt Eigentümergesellschaften und holt sich frisches Gesellschaftergeld.

DuMont Logo_150x150DuMont vereinfacht seine Eigentümerstruktur und gönnt sich eine Kapitalerhöhung, berichtet Kai-Hinrich Renner. 94,8 Mio Euro kommen von den Gesellschaftern, davon gehen 21 Mio auf das Festkapital, 54,4 Mio in eine Rücklage und 19,4 stopfen Verlustvorträge. Die M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG sowie der Sagittarius Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG verschmelzen rückwirkend zum 1. Januar. Damit verbunden ist der Wechsel bei der Rechnungslegung von IFRS auf HGB - dadurch müssten Beteiligungen nicht mehr zu Marktpreisen bewertet werden. Am Anteil der Familienstämme ändere sich nichts, schreibt Renner.
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Basta: Mediengruppe Thüringen erwirbt Namensrechte am Steigerwaldstadion.

SteigerwaldstadionNamenhaft: Funke-Tochter Mediengruppe Thüringen erwirbt zu einem ungenannten Preis die Namensrechte am Steigerwaldstadion in Erfurt. Statt Funke-Arena oder "Thüringer Allgemeine"-Kampfbahn heißt das Stadion, in dem es künftig eine Geschäftsstelle und Logen-Plätze für die Mediengruppe geben wird, aber weiter Steigerwaldstadion. Immerhin steht im Logo der Zusatz "Präsentiert von der Mediengruppe Thüringen".
mdr.de, funkemedien.deKommentieren ...

VDZ und Gewerkschaften einigen sich in dritter Tarif-Runde.

Zeitschriften Regal Toptitel FRA 600 (Foto Ian Ehm)
Aller guten Dinge sind drei: DJV, ver.di und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger einigen sich auf eine Einkommenserhöhung von insgesamt 3,1 % für die rund 9.000 Zeitschriftenredakteure. Am 1. September werden die Gehälter um 1,5 % angehoben, am 1. September 2017 um weitere 1,6 %. Der neue Gehaltstarifvertrag läuft rückwirkend ab April über 25 Monate.

In den ersten beiden Verhandlungsrunden konnten der Verband und die Gewerkschaften sich nicht einigen. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sagt, die jetzige Abschluss sei "kein Traumergebnis, aber ein guter Kompromiss“, der den Redakteuren Planungssicherheit für die
nächsten zwei Jahre böte. Die tariflichen Verbesserungen der Zeitschriftenredakteure lägen nun auf ähnlicher Höhe wie der aktuelle Tarifabschluss für die Zeitungsjournalisten.
djv.deKommentieren ...

Verlegerverband und Gewerkschaften einigen sich auf Redakteurstarif.

geld150Rubel rollt für Redakteure: Der Zeitungsverleger-Verband BDZV und die Gewerkschaften DJV und dju schließen einen neuen Gehaltstarifvertrag ab. Die tarifgebunden beschäftigten Zeitungsredakteure erhalten 1,5 % mehr Gehalt rückwirkend zum 1. Juni 2016 sowie 1,6 % mehr zum 1. August 2017. Der Tarif läuft bis zum 31. Dezember 2017.

BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf spricht von einer "tragfähigen Kompromisslösung". DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sieht in den Erhöhungen ein "gerade noch akzeptables Angebot" der Verleger. Dafür freut sich die Journalistengewerkschaft darüber, dass auch arbeitnehmerähnliche Freie und Pauschalisten "ohne Abstriche" profitieren und dass der Verband der Zeitungsverleger Norddeutschland den Abschluss mitträgt. Die Gremien müssen noch zustimmen.
presseportal.de, djv.deKommentieren ...