"Seid Unternehmer, nicht Verleger": Fachpresse-Sprecher Klaus Krammer im Antritts-Interview.


Frisches vom Fach: Die Deutsche Fachpresse wählt Klaus Krammer zu ihrem neuen Sprecher. Im Interview für "Horizont" und turi2.tv sagt Krammer, er wolle den Unternehmer aus den Verlegern heraus kitzeln. Sein Düsseldorfer Haus macht Medien für Sanitärtechniker, Schweißer und Zimmerleute – und erreicht schon heute die meisten Kontakte über Videos.

Krammer, der das Familien-Unternehmen in dritter Generation führt, ist neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen: Beim Krammer Verlag schreibt Software einfache Texte und entlastet Redakteure. Der Fachpresse will er künftig mit einem "Technologie-Hub" unter die Arme greifen: Darin soll der Verband Fachleute für diverse Innovationen vernetzen.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Klambt sieht weitere Zukäufe als Option.

Klambt kann sich die Übernahme weiterer Print-Titel vorstellen, sagt Klambt-Verleger
Lars Rose. Denkbar sei auch der Kauf von Titeln, bei denen den Großverlagen die wirtschaftliche Vision fehle. Neugründungen in den "Massenmärkten", in denen Klambt unterwegs ist, seien jedoch schwierig oder sogar zum Scheitern verurteilt. Verlagskooperationen seien bei einem gemeinsamen Papiereinkauf oder Alternativen zur Zustellung per Deutsche Post sehr sinnvoll.
"Horizont" 18/2018, S. 16 (Paid)

Verleger Wilhelm Sandmann ist tot.

Wilhelm Sandmann ist tot. Der Verleger und frühere BDZV-Präsident ist am Dienstag mit 86 Jahren gestorben. Sandmanns Karriere begann als Schriftsetzer, später arbeitete er u.a. für Springer, 1975 wurde er Geschäftsführer bei Madsack. Von 1984 bis 1995 war er Verleger der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Presse", danach Aufsichtsratschef. Ab 1992 war Sandmann acht Jahre BDZV-Präsident.
presseportal.de

BDZV protestiert gegen mehr Online-Texte für ARD und ZDF.

Zeitungsverleger haben Angst, dass ARD und ZDF im Netz mit dem Segen der Politik noch mehr statt weniger Text bringen könnten. Anlass dafür ist laut BDZV ein neuer Textvorschlag für den Telemedienauftrag, der momentan in den Staatskanzleien kursiere und nach Angaben des Verlegerverbands "sehr viel mehr und deutlich hervorgehobene Textbeiträge" erlaube. Der BDZV hält die Regelung für "medienpolitisch nicht tragbar" und appelliert an die Bundesländer, dem Text nicht zuzustimmen.
bdzv.de

Wir graturilieren: Katarzyna Mol-Wolf wird 44.


Wir graturilieren: Katarzyna Mol-Wolf, Verlegerin und Emotion-Chefin, feiert heute ihren 44. Geburtstag. Im vergangenen Lebensjahr hat sie ihren Verlag "fit für die Zukunft gemacht" und freut sich über den "erfolgreichen Neustart" mit der Angelique-Kerber-Ausgabe. Privat hat sie nach einem Umzug einen Ruhepol im neuen Zuhause gefunden.

Mit "Emotion" will Katarzyna Mol-Wolf sich weiterhin für Gleichberechtigung von Frauen einsetzen und dabei mit Enthusiasmus viele neue Leserinnen mitreißen. Den Geburtstag verbringt sie mittags im Büro mit Kolleginnen und Kollegen bei Pasta und Cremant, abends zu Hause mit Familie und Freunden. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, u.a. per Mail - Hauptsache, sie sind "ohne Altersnennung".

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Testosteron ist nicht der beste Ratgeber": Julia Becker und Katarzyna Mol-Wolf im Doppel-Interview.

Porträt: Verleger Michael Klett hat eine spielerische Seite und Geduld mit Autoren.

Dr. Michael KlettMichael Klett ist kein an Quartalsergebnissen hängender Zahlenmensch, sondern hat sich als Verleger eine spielerische Seite bewahrt, porträtiert die "FAZ" den Verleger zu seinem 80. Geburtstag. Die Entscheidung, in den 1960ern die deutschen Rechte an "Der Herr der Ringe" zu erwerben, sollte Kletts Wirken an der Spitze des Stuttgarter Ernst Klett Verlags prägen. Der "phantasiebegabte Verleger" leiste sich auch die langfristige Pflege von Autoren, wenn Klett eine Schwäche für einen Schriftsteller hat.
"FAZ", S. 16, blendle.com (Paid)

Ippen will "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" kaufen.


Dirk Ippen will die "Frankfurter Rundschau" und die "Frankfurter Neue Presse" kaufen, berichtet Bülend Ürük. Bisher gehören die Blätter zur Fazit-Stiftung, der Trägerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Offen sei noch, was mit der Frankfurter Societäts-Druckerei passieren soll. Auch Funke und Madsack seien interessiert gewesen, hätten aber nach Ansicht der Geschäftsdaten abgewunken.

Gegenstand eines möglichen Deals sei die Mediengruppe Frankfurt, früher Frankfurter Societäts-Medien GmbH, mit Anzeigenblättern, Webportalen, einem Buchverlag, Eventgeschäft und der Frankfurter Societäts-Druckerei in Mörfelden-Walldorf.
kress.de

Verleger Bruno Schnell, 88, ist tot.

Bruno Schnell ist tot. Der Verleger von "Nürnberger Nachrichten", "Nürnberger Zeitung" und "Kicker" starb am 27. Januar im Alter von 88 Jahren. Die "Nürnberger Nachrichten" würdigen ihn als eine der markantesten Persönlichkeiten der Medienlandschaft. Schnell habe mit Kooperationen kleineren Lokalzeitungen geholfen, fortzubestehen. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, Schnell habe leidenschaftlich für Demokratie, Menschenrechte und sozialdemokratische Werte gestritten.
nordbayern.de, sueddeutsche.de

lexikon2: Alexandra Jahr.


Alexandra Jahr ist eine Art Vielseitigkeits-Meisterin im Verlegen von Special-Interest-Zeitschriften. Geduld, Fingerspitzengefühl und Kreativität benötigt die leidenschaftliche Jägerin nicht nur auf dem Hochsitz, sondern auch als Verlegerin, sagt sie im Interview mit turi2.tv. Das Verleger-Gen ist der Enkelin von John Jahr senior in die Wiege gelegt. Weiterlesen …

Video-Rundgang: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.


Steingarts ganzer Stolz: Die Handelsblatt Media Group richtet sich diese Woche im neuen Düsseldorfer Hauptsitz ein. Ein sichtlich euphorischer Geschäftsführer Gabor Steingart nimmt turi2.tv auf einen Rundgang mit. Die Reporter Markus Trantow und Jens Twiehaus folgen ihm im Laufschritt mit der Kamera in die Konferenz, durch neue Newsrooms und in die Chefbüros. Steingart verkündet visionäre Pläne: Ein TV-Studio mit Publikum soll Live-Journalismus ermöglichen. Und womöglich noch dieses Jahr startet ein Magazin rund um Digitalisierung.

Steingart will an der Toulouser Allee 27 ein Haus rund um Kommunikation betreiben. 700 Mitarbeiter machen Journalismus, sind Agentur, Event-Veranstalter und Analysten. "'Journalismus zuerst' lautet das Motto", versichert Junior-Verleger Steingart, "deshalb ist die Redaktion im obersten Stockwerk. Darüber ist nur der offene Himmel." Der Zuerst-Journalismus bedeutet beim "Handelsblatt" künftig digitale Live-Berichterstattung. Gleich neben dem Newsdesk entsteht ein TV-Studio mit Platz für Publikum. Von hier sollen "Handelsblatt"-Journalisten live ihre Einschätzungen abgeben – Video-Programm für die eigenen digitalen Angebote und soziale Medien.

Im Büro von "Wirtschaftswoche"-Herausgeberin Miriam Meckel verrät Steingart, dass ein Team an einem neuen Magazin-Konzept arbeitet. Noch dieses Jahr könnte die Premiere erscheinen, wohl im vierteljährlichen Rhythmus. Steingart will die "WiWo" damit nicht ersetzen, nur ergänzen. Er wünscht sich "Inspiration für eine neue Zeit". Viel Raum ist im neuen Medienhaus für Begegnungen eingeplant: Auf dem Dach werden 150 Lounge-Möbel für Veranstaltungen stehen, die Abonnenten näher an die Marken des Hauses binden. "Kein Google, kein Facebook, kein Yahoo kann wirkliche Community bieten", sagt Steingart. "Die Amerikaner sprechen von Communities, können aber Menschen doch nur digital zusammenbringen."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Zitat: Funke-Verlegerin Julia Becker wirbt für Verlags-Kooperationen.

"Ein Schulterschluss ist in der heutigen Zeit dringend angebracht. Ich hoffe, dass wir die Grabenkämpfe in der Branche, die ich seit meiner Kindheit kenne, endlich beilegen können."

Funke-Verlegerin Julia Becker wirbt auf dem Deutschen Medienkongress für mehr Kooperationen zwischen den Verlagen.
horizont.net

Weiteres Zitat vom Kongress:
"Wir stehen nicht unter dem Druck, eine Börsenstory erzählen zu müssen."

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2.

Hessischer Rundfunk will Redakteure aus ARD und Verlagen zusammenbringen.

Hessischer Rundfunk setzt im Streit mit den Verlegern zu den Online-Angeboten der ARD auf ein Treffen auf Redakteursebene, schreibt der "Journalist". Im Februar will der HR eigene Redakteure und Redakteure von Regionalzeitungen zusammen bringen. Die Anstalt erhofft sich daraus mehr Verständnis und Deeskalation. HR-Multimedia-Chef Tilo Barz: "Ein Teil der Auseinandersetzung lässt sich wahrscheinlich mit Nichtwissen darüber erklären, wie die jeweils andere Seite arbeitet."
presseportal.de

Hör-Tipp: Döpfner sieht ZDF und WDR als Vorbilder für öffentlich-rechtliche Berichterstattung.

Hör-Tipp: ARD und ZDF können gerne Texte veröffentlichen, sagt BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Doch zwei Drittel der Online-Inhalte sollten aus Bewegtbild- und Audio-Elementen bestehen. ZDF und WDR seien Vorbilder, wie es gehen könne. ARD und ZDF sollten vor allem Video-Plattformen wie Netflix und YouTube Konkurrenz machen, meint Döpfner.
deutschlandfunk.de (12-Min-Audio)

MDR-Intendantin Karola Wille will Verleger unterstützen.

MDR-Intendantin Karola Wille geht auf die Verleger zu, schreibt Joachim Huber. Bei einer medienpolitischen Rede in Berlin nennt sie die teils "dramatischen Umsatzrückgänge im Zeitungswesen" eine "Gefahr für den demokratischen Diskurs". Wille wirbt für eine "strategische Partnerschaft" und will die Verlage dort unterstützen, "wo es um die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus geht", z.B. beim Leistungsschutzrecht. Sie betont aber auch: "Der Grund für die teilweise erdrutschartigen Veränderungen sind nicht wir."
tagesspiegel.de

VDZ-Präsident Thiemann verlangt klare Schranken für ARD und ZDF im Netz.

Rudolf Thiemann fordert klare Schranken für Online-Berichte von ARD und ZDF. Der VDZ-Präsident sagt, es dürfe nicht sein, dass die "Begrenzung öffentlich-rechtlicher presseähnlicher Angebote aufgeweicht wird". Falls die Politik keine Schranken setze, werde vielen Verlagen im Netz das Wasser abgegraben, sagt Thiemann.
heise.de

WDR verknappt Online-Texte auf das Nötigste.


Textschere: WDR-Intendant Tom Buhrow lässt Verleger ruhiger schlafen. Alpträume von presseähnlichen ARD-Webseiten haben ein Ende, denn der WDR will sich online auf sein "audiovisuelles Angebot" konzentrieren. Die Senderseite wdr.de soll "noch multimedialer" werden, kündigt Buhrow an - paradoxerweise in einem Text. Nur noch die wesentlichen nachrichtlichen Fakten werden künftig in Textform knapp zusammengefasst - ganz so, wie die Verleger es sich wünschen. "Ich will keine Energie in überflüssige Rechtsstreitigkeiten stecken, sondern ein starkes Neben- und Miteinander von Sendern und Zeitungen fördern", sagt Buhrow.

Im Netz will der WDR künftig mehr interaktive Darstellungsformen ausprobieren, auch datenjournalistische Schwerpunkte und Virtual-Reality-Formate sind geplant. Ganz auf Text verzichten könne der Sender aber schon allein wegen seiner Verpflichtung zur Barrierefreiheit des Angebots nicht.
presse.wdr.de via meedia.de

Zitat: Verleger sollten radikal umdenken, um ihre Firmen zukunftssicher zu gestalten.

"Wer als Chef vorlebt, dass es außer dem Job nichts gibt auf der Welt, darf sich nicht wundern, wenn der Führungskräftenachwuchs ihm ähnelt. Der Reflektierte missversteht dies nicht als Kompliment."

Christina Knorz, ehemalige Chefredakteurin des "Nordbayerischen Kurier", rät Verlegern zu einer "Revolution in Unternehmenskultur und Arbeitsabläufen".
"Journalistin" 2017, S. 17 (Paid), mediummagazin.de (Leseprobe)

Zitat: Christoph Keese sieht die großen Verleger als Technikfreaks.

"Axel Springer, Henri Nannen – die großen Verleger waren auch immer Technikfreaks."

Springer-Mann Christoph Keese verweist im Gespräch mit Peter Turi bei der Launch Party zur neuen turi2 edition darauf, dass es schon immer eine große Nähe zwischen Verlegern und technischen Neuerungen gab.
turi2 vor Ort, twitter.com

Weitere Zitate von Christoph Keese:

"Die Stärke des Silicon Valley: Die stellen wirklich uns in den Mittelpunkt. Sie und mich. User Centricity."

"Die Digitalisierung ist wie Star Wars: Es gibt immer eine helle und eine dunkle Seite der Macht."

"Ich kann mich mit niemandem mehr unterhalten, ohne darüber nachzudenken, wie ich sein Geschäftsmodell zerstöre."

Verleger und Ex-Condé-Nast-Vorstand Si Newhouse, 89, ist tot.

Si Newhouse ist tot. Der Verleger starb am Sonntag mit 89 Jahren in New York, teilt Condé Nast mit. Newhouse baute den von seinem Vater 1959 gekauften Verlag Condé Nast auf und war 40 Jahre lang Vorstand des Unternehmens. Seit seinem Rücktritt 2015 wirkte er als Ehrenvorsitzender. Zu Condé Nast gehören u.a. die Zeitschriften "Vogue", "Vanity Fair" und der "New Yorker".
nytimes.com, wired.de

Peter "Bulo" Böhling: VDZ muss sich mehr um Inhalte kümmern.

Zeitschriften müssen mit spannenden Geschichten ihre Marken stärken, meint VDZ-Präsidentschaftskandidat Peter "Bulo" Böhling im Interview mit Silke Burmester. Statt sich um Statuten, Kontakte und den Mehrwertsteuersatz zu kümmern, müsse sich der Verlegerverband VDZ Gedanken über bessere Inhalte machen, die Leser begeistern. Im Falle seiner Wahl möchte der wohl chancenlose Kandidat stärker mit anderen Verbänden wie der Privatrundfunk-Lobby VPRT und dem Digitalverband BVDW zusammenarbeiten. Außerdem will er jungen Menschen in Schulen und Unis ein Gefühl für Zeitschriften und ihre digitalen Möglichkeiten vermitteln. Die Verlage machten einen Fehler, wenn sie ihre Inhalte im abgeschlossenen System Facebook "verschleudern", sagt Böhling.
taz.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Bulo erzählt Geschichten mit Leidenschaft.

SWR dreht einen Zweiteiler über die Verlegerin Aenne Burda.

SWR verfilmt das Leben der Verlegerin Aenne Burda in einem Zweiteiler für Das Erste. Schauspielerin Katharina Wackernagel spielt Burda. Der Film soll Ende 2018 ausgestrahlt werden. Die "Wirtschaftswunderfrau" Burda brachte den Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg Modebewusstsein zurück, indem sie ihrer Frauenzeitschrift "Burda Moden" Schnittmuster-Bögen beilegte, mit denen die Leserinnen Modelle aus dem Magazin nachschneidern konnten.
presseportal.de, focus.de

Analyse: Schweizer Verleger ziehen sich aus dem Mediengeschäft zurück.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz: Die Verleger ziehen sich aus dem Mediengeschäft zurück und erzielen ihre Gewinne zunehmend in anderen Geschäftsbereichen, analysiert Jürg Altwegg. Damit überließen sie dem SVP-Politiker und Unternehmer Christoph Blocher das Feld. Der Medien-Bannwald der Demokratie brenne ab. Eine Quersubventionierung der Zeitungen mit Einnahmen aus anderen Geschäftsfeldern lehnten die Schweizer Verleger ab, obwohl es zum Beispiel Tamedia glänzend gehe.
faz.net (Paid)

Bijan Khezri führt Marquard Media.

Marquard Media: Der Schweizer Verleger Jürg Marquard, der heute 72 Jahre alt wird, gibt die operative Führung seiner Mediengruppe an Bijan Khezri, Ex-Bänker, Berater und u.a. Investor beim Sportdaten-Dienstleister Sportradar. Marquard Media gibt in Deutschland diverse PC- und Games-Magazin heraus, in Polen u.a. "Cosmopolitan" und "Playboy" und in Ungarn u.a. "InStyle" und "Men's Health". Ungarn-CEO Zsuzsanna Ohidi führt nun auch die Geschäfte in Polen.
per Mail

Wir graturilieren: Rolf-Dieter Lafrenz wird 50.


Wir graturilieren: Rolf-Dieter Lafrenz, Verlagsberater und geschäftsführender Gesellschafter bei Schickler, feiert heute seinen 50. Geburtstag, und zwar mit vielen Freunden auf seiner Terrasse, in einer hoffentlich lauen Sommernacht. Fürs kommende Lebensjahr wünscht er sich viele Innovationen, tolle neue Kollegen und ein hole-in-one. Ein bisschen Schreib-Zeit wäre auch nicht verkehrt, schließlich will Lafrenz irgendwann seinen Roman fertig schreiben – ein wildes Abenteuer, nicht nur inhaltlich.

Im vergangenen Jahr hat er im Schickler-Inkubator das Startup Cargonexx mit aufgebaut, eine digitale Plattform für LKW-Transporte auf Basis künstlicher Intelligenz. "Das Geschäftsmodell hebt gerade richtig ab." Generell setze Schickler künstliche Intelligenz ein, um Medienprozesse und -angebote zu verbessern. Aktuell experimentiert er mit selbst lernenden Algorithmen im Anzeigenverkauf, nebenbei entwickelt er weitere digitale Geschäftsmodelle. Über Glückwünsche freut Lafrenz sich auf allen Wegen. Weil er das ganze Jahr digital unterwegs ist, sind ihm zum Geburtstag die persönlichen Kontakte besonders lieb – E-Mails erreichen aber auch ihr Ziel.

Aus dem turi2.de-Archiv: In der turi2 edition gibt Rolf-Dieter Lafrenz, Deutschlands bestbezahlter Verlagsberater, Tipps.

Zitat: Frank Überall findet Tarifverträge friedensstiftend.

"Tarifverträge sind Friedensverträge. Wer keinen Tarifvertrag will, muss irgendwann damit rechnen, dass er sehr viel Spaß im Haus hat".

DJV-Vorsitzender Frank Überall glaubt, dass sich Verleger mit Tarifverträgen Ruhe in den Redaktionen sichern - und gute Journalisten vom Kündigen abhalten.
youtube.com (6-Min-Video vom ENC im Kanal des "Medium Magazin")

Europäische Verleger machen gegen Cookie-Novelle mobil.

Keksschützer: Europäische Verlage wollen verhindern, dass die geplante EU-ePrivacy-Novelle ihnen erschwert, Nutzer mit Cookies zu tracken. Das Vorhaben gefährde ihre Möglichkeit, "personalisierte Werbung und individualisierten Journalismus" auszuspielen. Statt eine Zustimmung für jeden Cookie zu geben, sollen Nutzer nach der Neuregelung allen Cookies pauschal mit Browseröffnung erlauben oder verbieten. Drittanbietercookies würden standardmässig geblockt. Von der geplanten Neuregelung würden im Ergebnis nur Google, Facebook und andere Tech-Konzerne profitieren.
zeit.de

Lese-Tipp: Volker ter Haseborg porträtiert Nikolaus Gelpke.

Lese-Tipp: Nikolaus Gelpke gibt seit 20 Jahren die Zeitschrift Mare heraus. Volker ter Haseborg porträtiert in der aktuellen "Bilanz" den 55-Jährigen, der sich als Fünfjähriger in das Meer verliebte. "Mare" drohte mehrfach finanziell zu scheitern, die Eigenständigkeit erhielt sich Nikolaus Gelpke dennoch. Mittlerweile expandiert er in die Bereiche Reiseangebote und Unternehmenswerbung.
"Bilanz", S. 39 (Paid)

Zitat: VDZ-Präsident Holthoff-Pförtner lobt die Stärke der Fachverlage.

"Der Beck-Verlag ist älter als die Unabhängigkeitserklärung der USA - geht mit dem Erbe aber besser um."

VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner lobt auf dem Kongress der deutschen Fachpresse die Tradition und Stärke deutscher Fachverlage, die teils mehr als 150 Jahre alt sind, und sich als wandlungsfähig erwiesen hätten.
twitter.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner will für die Medienfreiheit kämpfen.