Ranga Yogeshwar verlässt die WDR-Sendung "Quarks" nach 25 Jahren.

Quarks, Wissenschaftssendung im WDR, verliert Ranga Yogeshwar, 59, nach 25 Jahren als Moderator, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Yogeshwar dementiert Gerüchte, sein Abgang hätte etwas mit Unstimmigkeiten über die Social-Media-Strategie von "Quarks" zu tun. Er werde weiterhin mit dem WDR zusammenarbeiten. Mai Thi Nguyen-Kim Leiendecker und Ralph Caspers bleiben als Moderatoren an Bord.
ksta.de

Zitat: Tom Buhrow hofft, dass der WDR seine Familienkonflikte für einen Neustart nutzen kann.

"Ich habe jedenfalls in den letzten Monaten eine nicht so schöne Seite meiner WDR-Familie kennengelernt."

WDR-Intendant Tom Buhrow zeigt sich im "stern"-Interview geschockt über die Unzufriedenheit seiner Beschäftigten, die ihm erst im Zuge der #MeToo-Debatte gänzlich bewusst wurde. Der WDR müsse die Chance für eine Bereinigung nutzen, jetzt wo alles auf dem Tisch liege.
"stern" 42/2018, S. 108-110 (Paid)

Journalisten beschweren sich über "Hart aber fair"-Beitrag.

Hart aber fair bringt freie Journalisten gegen sich auf. Ein Beitrag stellt die Berufsgruppe pauschal unter Verdacht, mit Restaurantrechnungen bei der Steuer zu tricksen. Verdi spricht von einer "nicht zulässigen Tatsachenbehauptung", der DJV von einer "böswilligen Verallgemeinerung". "Hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg ist als sein eigener Produzent selber unternehmerisch tätig.
ndr.de

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

Ex-Mitarbeiter, der Frauen belästigt haben soll, verzichtet auf Klage gegen den WDR.

WDR Logo 150WDR: Der Ex-Auslandskorrespondent, der Kolleginnen sexuell belästigt haben soll, zieht seine Klage gegen den Sender zurück. Der 60-Jährige akzeptiert seine fristlose Kündigung, ein Gütetermin fand nicht stannd. Der langjährige Mitarbeiter soll u.a. einer Praktikantin im Hotel Pornos gezeigt haben. Der WDR hatte ihn nach Bekanntwerden der Vorwürfe erst freigestellt und dann fristlos entlassen.
deutschlandfunk.de

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung stand, der WDR und der Mitarbeiter hätten sich außergerichtlich getrennt. Das ist falsch. Es gab keine Einigung. Der Mitarbeiter hat die Klage von sich aus zurückgezogen und seine Kündigung akzeptiert

Bericht attestiert WDR geringen "Ermittlungseifer" bei sexueller Belästigung.


Aufklärung ungenügend: Der WDR erntet herbe Kritik für den Umgang mit sexueller Belästigung im Sender. Die ehemalige Gewerkschaftschefin Monika Wulf-Mathies hat im Auftrag von Intendant Tom Buhrow den Bericht "#MeToo - Die Verantwortung des WDR als Arbeitgeber" erstellt. Ihr Fazit: Es brauche einen "Kulturwandel" im Sender. Viele ihrer Gesprächspartner vermissten ein "respektvolles und wertschätzendes Betriebsklima".

Die Verantwortlichen im WDR seien Gerüchten und Beschwerden über Belästigung zwar nachgegangen, hätten "aber wenig unternommen". Es wäre "ein größerer Ermittlungseifer" nötig gewesen, sagt Wulf-Mathies. Buhrow gelobt Besserung und beteuert, er habe gar nicht gewusst, was gemeint gewesen sei, als er in der Presse von "Angst" beim WDR las. Die WDR-Führung habe wohl "zu wenig auf den Personalrat als allgemeiner Fiebermesser gehört". (Foto: Oliver Berg/dpa)
stern.de, sueddeutsche.de

Zitat: Georg Restle warnt vor der Mobilisierung Rechtsextremer.

"Insbesondere von rechts wird der Versuch unternommen, kritische Stimmen mundtot zu machen."

"Monitor"-Redaktionsleiter Georg Restle sagt im Interview mit dem Deutschlandfunk, die Diskussion um den Begriff Hetzjagd sei eine "groteske Debatte", die von der Mobilisierung Rechtsextremer ablenke.
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio)

Weiteres Zitat:
"Medien sollten ihren Blick wieder schärfen auf das, worum es im Eigentlichen geht. Wir haben eine Radikalisierung der größten Oppositionspartei beobachtet in Chemnitz, wir haben diesen Schulterschluss mit Rechtsextremisten beobachtet. Das sind die eigentlichen Themen, über die wir sprechen müssen."

WDR-Fernsehspiel wird zeitweise führungslos.

WDR Logo 150WDR sucht mithilfe einer Personalagentur Nachfolger für die Leitung des Fernsehspiels, schreibt Hans Hoff und sieht darin ein Zeichen, dass "naheliegende Lösungen" fehlen. Programmbereichsleiter Gebhard Henke musste den Sender nach Vorwürfen sexueller Belästigung verlassen. Nun geht seine Stellvertreterin Barbara Buhl in den Ruhestand. Den Bitten von Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, die kommissarische Leitung noch länger zu übernehmen, standen private Pläne entgegen. Einen Stillstand fürchtet Buhl aber nicht: der Etat für 2019 stehe, die Produzenten könnten auf Kontinuität setzen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid)

Klick-Tipp: WDR eröffnet ein virtuelles Bergwerk.

Klick-Tipp: Ende 2018 geht in NRW die Bergbau-Ära zu Ende. Der WDR lässt das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop multimedial weiterleben. Nutzer können eine Seilfahrt in Echtzeit erleben oder bei einer Tour mit der berühmten "Dieselkatze" durch das weit verzweigte Stollennetz fahren. Das Bergwerk-Erlebnis gibt es im Browser oder für VR-Brillen.
glueckauf.wdr.de, presseportal.de (Beschreibung)

Offener Brief fordert Rücktritt von WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn.

WDR Logo 150WDR: Ein anonymer, offener Brief fordert von Fernsehdirektor Jörg Schönenborn "persönliche Konsequenzen" nach den Missbrauchsfällen im Sender, schreibt DWDL. Er war damals Chefredakteur. Autorin des Briefs ist eine - nach eigenen Angaben - langjährige WDR-Mitarbeiterin, die über detailliertes Wissen der Fälle verfügt, jedoch anonym bleiben möchte. Mit der "Vertuschung" der Fälle schade Schönenborn der "journalistischen und moralischen Reputation des Senders". In den kommenden Monaten steht Schönenborns Vertragsverlängerung an.
dwdl.de

Wir graturilieren: Michael Loeb wird 55.


Wir graturilieren: Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup, wird heute 55 Jahre alt. Seinen Geburtstag feiert er bei "freiem Eintritt für das Geburtstagskind" im Phantasialand in Brühl zusammen mit seiner Frau und den Kindern. Das beste am abgelaufenen Jahr war das "sensationelle Ergebnis" von WDR2 bei der Radio-MA.

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Michael Loeb, dass "wir wieder mehr Europa wagen". Nur so sei unser Leben in Frieden und Freiheit möglich. Eine kleine Bitte an den Fußballgott steht auch auf dem Wunschzettel, nämlich der direkte Wiederaufstieg des 1. FC Köln. Glückwünsche erreichen Loeb per WhatsApp-Sprachnachricht oder über "die klassische Grußkarte mit Witzen über Best Ager"

Verlagsgruppe Random House kauft Hörbuch-Verlag DAV.

Verlagsgruppe Random House, die Mutter von Bertelsmanns deutschen Publikumsverlagen, kauft den Hörbuch-Spezialisten DAV. Die bisherigen Gesellschafter sind der Spiegelverlag sowie die privatwirtschaftlichen Töchter der Rundfunkanstalten WDR, SWR und RBB. Die Firma soll mit allen Mitarbeitern in Berlin bleiben, Amadeus Gerlach bleibt Geschäftsführer.
buchmarkt.de

"Spiegel": ZDF und WDR wurden von russischen Hackern angegriffen.


Liebesgrüße aus Moskau: Russische Hacker haben die IT-Netzwerke von ZDF und WDR angegriffen, berichtet der "Spiegel". Der Angriff habe Anfang Juni stattgefunden. Verantwortlich sei wohl die Gruppe Sandworm, die mutmaßlich zum russischen Militärgeheimdienst GRU gehört. Der Generalbundesanwalt will das Landeskriminalamt NRW mit Ermittlungen beauftragen.

Der WDR äußert sich aus "sicherheitstechnischen Gründen" nicht zum Fall. Das ZDF bestätigt den Angriff und sagt, es seien weniger als zehn Rechner betroffen gewesen. Obwohl der Angriff früh erkannt wurde, seien womöglich Daten abgezapft worden, schreibt der "Spiegel". Laut dem ZDF sind keine Daten abgeflossen.
spiegel.de, "Spiegel" 31/2018, S. 12 (Paid)

WDR bestellt zwei Dokus zum gleichen Thema.


Fake-Wissenschaft hoch 2: Der WDR hat versehentlich zwei Reportagen zum Thema Wissenschaftsbetrug in Auftrag gegeben, schreibt Kai-Hinrich Renner. Vom Recherche-Verbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" kommt die TV-Reportage Fake Science – Die Lügenmacher. Bei dem Investigativ-Journalisten Peter Onneken hat der WDR den Film Betrug statt Spitzenforschung bestellt. Auf Initiative von Onneken berichtet der aktuelle "Spiegel" über das Thema. Beim Recherche-Verbund soll der Unmut über die Themen-Dopplung groß sein, schreibt Renner.

Eine WDR-Sprecherin sagt, es habe Versuche gegeben, beide Recherchen zusammenzuführen. Die Redaktionen und Autoren hätten sich aber dagegen entschieden. Die Doku des Recherche-Verbunds läuft am Montagabend im Ersten, die Onneken-Reportage am Dienstagabend im WDR-Fernsehen. Schon heute zeigt das "SZ-Magazin" in einem Selbstversuch, wie völlig absurde wissenschaftliche Arbeiten den Weg in vermeintlich renommierte Fachjournale finden. (Symbolbild: Jan Woitas/dpa)
abendblatt.de, "SZ-Magazin" 29/2018, S. 10 - 24, magazin.spiegel.de (Paid)

Ex-Fernsehspielchef Gebhard Henke fühlt sich vom WDR ungerecht behandelt.

Gebhard Henke, Ex-Fernsehspielchef des WDR, fühlt sich vom Sender ungerecht behandelt und streitet im "Zeit"-Interview jegliche Vorwürfe sexueller Belästigung ab. Er vermute, der WDR habe an ihm ein Exempel statuieren wollen, sein Anwalt Peter Raue sieht ihn als Bauernopfer. Der WDR habe anonyme Anschuldigungen gegen Henke unüberprüft übernommen.
zeit.de (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

Zitat: 1Live-Chef Jochen Rausch will im Radio Menschen statt Algorithmen hören.

"Beim Streaming regieren Algorithmen, bei uns reden echte Menschen. Radio lebt und ist keine Datenbank von einer Milliarde Songs."

Jochen Rausch, Vize-Hörfunkdirektor beim WDR, sagt im Interview mit Hans Hoff, dass reine Hitradios ein Auslaufmodell sind.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid)

Weitere Zitate:

"Alle klassischen Medien haben im Smartphone einen mächtigen Konkurrenten. Es kann einfach alles: Videos, Musik, Nachrichten, Bücher, Spiele. Zur Not auch Telefon. Wer auf dem Smartphone ein Video anschaut oder einen Messenger abhört, hört eben nicht gleichzeitig Radio."

"Wenn Radio nicht von einem Streamingdienst zu unterscheiden ist, können wir die Sendemasten abschrauben. Der Mensch im Radio und am Radio ist unsere Überlebensstrategie. Als Öffentlich-Rechtliche müssen wir den Unterschied suchen, nicht die Gleichförmigkeit.

"Es sollte einem öffentlich-rechtlichen Sender gelingen, glaubwürdiger und authentischer rüberzukommen als Internetfirmen und Handyhersteller."

Dunja Hayali wünscht sich mehr Ausgaben ihres ZDF-Talks.

Dunja Hayali liebäugelt im Gespräch mit DWDL mit einer zweiten Ausgabe ihres ZDF-Talks "Dunja Hayali" pro Monat. Die Sendedauer ihrer Sendung schwankt künftig - wie bereits bekannt - zwischen 45 und 60 Minuten. Deshalb behandelt Hayali nun in der Regel nur ein Thema in der Sendung, das sie in zwei bis drei Aspekte unterteilt.
dwdl.de, turi2.de (Background), goldenekamera.de (Background)

Wir graturilieren: Frank Nielebock wird 47.


Wir graturilieren: Frank Nielebock, Geschäftsführer der WDR Mediagroup feiert heute seinen 47. Geburtstag mit Kuchen und Kollegen im Büro – und am Wochenende noch einmal in München mit seiner Frau beim Italiener. Das Beste am abgelaufenen Jahr war die erfolgreiche Neuausrichtung des WDR-Vermarkters, deren Vorteile trotz "Verschlankung und Straffung" inzwischen bei "den Kolleginnen und Kollegen gesehen und gelebt" werden.

Im neuen Jahr soll dieser Prozess genau so erfolgreich und spannend fortgesetzt werden, persönlich wünscht sich Frank Nielebock Gesundheit. Über Glückwünsche freut er sich auf allen Kanälen, u.a. per Mail oder die LinkedIn – oder gern auch persönlich, denn "Postkarten werden immer weniger".

WDR macht Ellen Ehni zur Chefredakteurin Fernsehen.

WDR macht Ellen Ehni ab September zur Chefredakteurin Fernsehen. Sie folgt auf Sonia Seymour Mikich, die in den Ruhestand geht. Ellen Ehni leitet aktuell die Programmgruppe Zeitgeschehen, Europa und Ausland. TV-Zuschauern ist sie unter anderem als Moderatorin von "Brennpunkt"-Sendungen des WDR und durch die Präsentation des Deutschlandtrends bekannt.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: "Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer glaubt an Zahlbereitschaft, wenn es einfach ist.

"Ich glaube, dass wir längst soweit sind, dass das Publikum willig ist, zu bezahlen, wenn es denn richtig überzeugende Inhalte sind, die man nicht kostenlos bekommt. Und wenn der Bezahlvorgang einfach ist."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sagt im "Zapp"-Interview, dass zahlungswillige Leser sich durch ein Abo nicht "geknebelt" fühlen dürfen.
ndr.de/zapp (8-Min-Video)

Weitere Zitate aus dem Interview:

zur Konkurrenz mit ARD und ZDF:

"Ich mag Wettbewerb! Und ich finde auch den Wettbewerb mit den Öffentlich-Rechtlichen zunächst einmal sportlich. Ja, Gebühren, die garantiert hereinkommen, sind etwas anderes als ob ich Leser für ein Bezahlmodell gewinnen muss. Das ist nicht wirklich Chancengleichheit in allem, aber dann ist es auch so reguliert, dass es gut funktioniert.

"Ich würde niemals das öffentlich-rechtliche System angreifen wollen. Das hat sich bewährt!"

zur Kooperation von NDR, WDR und der "Süddeutschen Zeitung":

"Wenn Gebührengelder auf irgendwelchen Umwegen in Projekte fließen, die bei der "Süddeutschen" landen, dann sprechen wir von Quersubventionierung eines Zeitungsverlages. Das heißt aber nicht, dass wir nicht den sportlichen, journalistischen Wettbewerb mit der "Süddeutschen" aufnehmen."

WDR kündigt Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung.

WDR kündigt Fernsehfilmchef Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung, da aus Sicht des Senders kein Vertrauensverhältnis mehr bestehe. Mehr als zehn Frauen hatten sich gegenüber dem Sender über sexuelle Belästigungen, teils in Zusammenhang mit Machtmissbrauch, durch Henke beschwert. Der WDR sieht die Schilderungen der Frauen als "schwerwiegend und glaubhaft" an, Henke weist die Vorwürfe zurück.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: Tom Buhrow fordert von Medienmachern, ihre Filterblasen zu verlassen.

"Alle Journalisten leben in Filterblasen."

WDR-Intendant Tom Buhrow fordert Medienmacher auf, auch den Menschen zuzuhören, die nicht zur urbanen, digitalen Avantgarde gehören.
turi2 vor Ort beim DW Global Media Forum


Tom Buhrow räumt Fehler bei der Aufklärung der Belästigungs-Vorwürfe ein.


Nachgefragt: Im Interview mit dem "Journalist" sagt WDR-Intendant Tom Buhrow, er werfe sich in Bezug auf die Vorwürfe von Machtmissbrauch und sexueller Belästigung in seiner Anstalt drei Dinge vor. Erstens die Ermahnung des Korrespondenten Arnim Stauth, der 2010 Hinweise auf sexuelle Belästigung weitergegeben hatte. Sie erwecke rückblickend "einen völlig falschen Eindruck". Zweitens räumt Buhrow Fehler im Umgang mit dem Personalrat ein – dieser kritisiert, dass seine Hinweise und Einschätzungen übergangen worden seien. Auch die Wahl der Kanzlei als Anlaufstelle für Betroffene war laut Intendant nicht optimal, weil sie den WDR schon in Prozessen gegen Mitarbeiter vertreten habe. Die Betroffenen würden sich aber trotzdem an die Anwälte wenden.

Ein "angstbesetzter Laden" sei der WDR nicht. Buhrow sagt, in seinen Augen sei die Anstalt in den vergangenen zehn Jahren "eigentlich vorneweg" gewesen, was Schutz vor Machtmissbrauch und Belästigung angehe. Nach außen sei schwer zu vermitteln, dass bei Vorwürfen keine Vorverurteilung stattfinden dürfe und Aufklärung immer vor einem Arbeitsgericht Bestand haben müsse.

Buhrow konkretisiert im Interview mit Hans Hoff außerdem die Idee einer gemeinsamen Internetplattform von öffentlich-rechtlichen Anstalten und Zeitungsverlagen: "Meine Vision ist, dass wir alles, was wir im aktuellen Bereich audiovisuell haben, ohne Bezahlung auf die gemeinsame Plattform einstellen."
journalist-magazin.de (Zusammenfassung Fehler), journalist-magazin.de (Zusammenfassung Plattform)

Zitat: Gebhard Henke hätte nicht an die Öffentlichkeit gehen sollen, findet Ralf Höcker.

"Man klärt solche Fälle nicht unter dem Druck einer gierigen Medienöffentlichkeit, sondern intern."

Medienanwalt Ralf Höcker erklärt im Interview mit Stefan Winterbauer, dass WDR-Mann Gebhard Henke seinen Anonymitätsanspruch "ohne Not versaut" hat. Seine berufliche Existenz und sein Ruf seien zerstört – egal, ob von den Vorwürfen am Ende etwas übrig bleibe.
meedia.de

Meinung: Weite Teile der Premiere von "Live nach neun" beim WDR wirken beliebig.

Live nach neun, vom WDR produziertes Vormittagsmagazin, wirkt über weite Teile der Sendung beliebig, kritisiert Alexander Krei. Nach der Premiere erschließe sich ihm nicht, weshalb es die Sendung "angesichts des erfolgreichen ZDF-Magazins" Volle Kanne im Gegenprogramm brauche. Die Gespräche zwischen den beiden Moderatoren Isabel Varell, 56, und Tim Schreder, 27, wirkten "bisweilen arg angestrengt" – trotz der gut herausgearbeiteten "unterschiedlichen Ansichten verschiedener Generationen".
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zeit Online: Charlotte Roche bereut, sexuelle Belästigung nicht eher öffentlich gemacht zu haben.

WDR: Charlotte Roche ärgert sich, dass sie als "selbstbewusste Frau" nicht eher auf den Übergriff von Filmchef Gebhard Henke reagiert hat, weil so eventuell "andere Frauen verschont geblieben" wären. Sie hätte nach dem Übergriff Angst vor Reaktionen gehabt, sie "als Autorin von Sexbüchern" hätte sexuelle Übergriffe provoziert und wolle gerade das. Nach Gesprächen mit WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und dem WDR-Personalchef habe sie "das Gefühl, die wollen das wirklich aufklären".
zeit.de, turi2.de (Background)