Kritisierte WDR-Autorin spricht von Quoten- und Kostendruck.

WDR Logo 150WDR bezahle wenig für Dokus, erwarte aber gute Quoten, kritisiert die Autorin mehrerer Filme, die der WDR nachträglich bemängelt. Die nicht namentlich genannte Journalistin räumt Fehler durch Unachtsamkeit ein. Sie behauptet aber, viele Reportagen würden Protagonisten bei schwierigen Themen über komparse.de rekrutieren.
"Süddeutsche", S. 44 (Paid), turi2.de (Background)

WDR entdeckt weitere Mängel in "Menschen hautnah"-Dokumentation.

WDR Logo 150WDR stellt in seiner Überprüfung einer Dokumentation der Reihe "Menschen hautnah" weitere Mängel fest. So sei die Beziehungsgeschichte des vorgestellten Paares in unzulässiger Weise zugespitzt worden. Der WDR will die verantwortliche Autorin nicht weiter beschäftigen. Bereits gestern hatte der WDR gemeldet, dass zwei Protagonisten über eine Komparsen-Website gewonnen worden seien.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Doku "The Cleaners" zeigt die Müllabfuhr des Internets.

Video-Tipp: Der WDR zeigt am Abend die preisgekrönte Doku "The Cleaners" über fünf Content-Moderatoren in Manila. Nirgendwo auf der Welt arbeiten mehr menschliche Content-Filter für soziale Netzwerke, meist schlecht bezahlt bei Subunternehmen. Die Filmemacher Hans Block und Moritz Riesewieck dokumentieren, unter welchem Druck die Online-Putztruppe Entscheidungen trifft und wie sich das Stundenlange Ansehen von Missbrauchs- und Gewalt-Videos auf die Psyche der Moderatoren auswirkt.

Der Film thematisiert auch Filter-Blasen, die durch diese Internet-Zensur entstehen. Der vielleicht schlauste Satz des Films kommt vom früheren Facebook-Produktmanager Antonio Garcia Martinez: "Früher hatte jeder das Recht auf eine eigene Meinung, heute beansprucht jeder das Recht auf eine eigene Realität."
wdr.de (85-Min-Video, WDR Fernsehen, 22.55 Uhr)

"Sportschau" findet neue Hinweise auf Spiel-Manipulation in der Champions League.


Wetten, dass...? Der ARD "Sportschau" liegen neue Indizien für eine Manipulation der Champions-League-Begegnung Paris St. Germain gegen Roter Stern Belgrad aus dem Oktober vor. Ein Informant habe die Uefa kurz vor dem Spiel darauf hingewiesen, dass ein Belgrad-Funktionär 5 Mio Euro auf eine hohe Niederlage seiner Mannschaft gesetzt habe. Die Serben verloren das Spiel 6:1. Die Uefa halte den Hinweis für glaubwürdig.

Ein weiteres Indiz, das der Redaktion vorliegt, sei der Wettverlauf: Demnach blieben die Wetteinsätze 14 Tage lang stabil, erst zwei Stunden vor dem Anpfiff falle die Kurve steil ab, was für großes Wettaufkommen zugunsten einer hohen Niederlage von Roter Stern Belgrad spreche. Der serbische Verein weist die Manipulationsvorwürfe bisher zurück. Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt.
presseportal.de

Meinung: WDR kämpft beim Kulturwandel gegen den Kostendruck, schreibt Hans Hoff.

WDR will einen Kulturwandel mit weniger Machtstrukturen schaffen, schreibt Hans Hoff. Der Zustand des WDR erinnere an eine zerrüttete Familie, die "ein Fall für den Therapeuten" wäre. Der Sender habe sich zu sehr mit modern klingenden Konzepten beschäftigt, die vermeintlich die crossmediale Zukunft sicherten. Doch der Kostendruck erschwere einen Umbruch. Wenn Intendant Tom Buhrow 2020 den ARD-Vorsitz übernehmen wolle, müsse er alle Baustellen beheben.
"Journalist" 12/2018 (Paid), turi2.de (Background)

"Süddeutsche", NDR und WDR veröffentlichen Recherche zu Implantaten.


Geschäfte mit der Gesundheit: Der Recherche-Verbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" veröffentlicht mit den "Implant Files" die nächste, große Recherche. Die internationale Zusammenarbeit von rund 60 Medien beleuchtet Schäden, die unzureichend geprüfte Implantate und Medizinprodukte verursachen. Gemeinsam mit dem International Consortium for Investigative Journalists haben mehr als 250 Journalisten aus 36 Ländern über zwei Jahre an der Veröffentlichung gearbeitet.

Die Recherche angestoßen hat die niederländische Journalistin Jet Schouten. Bei einer Recherche vor vier Jahren hatte sie sich als Herstellerin von Medizinprodukten ausgegeben. Ein herkömmliches Mandarinennetz verkaufte sie in einer Broschüre als Vaginalnetz, das bei Beckenbodenbeschwerden helfen sollte. Von drei Prüfstellen erhielt sie die Aussicht auf eine Zulassung als Medizinprodukt

Im Unterschied zu den Panama sowie Paradise Papers basiert die Recherche nicht auf Leaks. Die Ergebnisse basieren auf der Untersuchung des Markts von Medizinprodukten sowie Interviews mit Patienten und Ärzten "von Mumbai bis München, von Mostar bis Mexiko-Stadt".
icij.de, sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (über die Recherche), ndr.de

"Süddeutsche" und WDR: Fifa-Chef Infantino plant den Ausverkauf des Fußballs.


Alles muss raus: Fifa-Präsident Gianni Infantino plant offenbar den Verkauf fast aller Fußball-Medienrechte an ein Investoren-Konsortium mit Verbindungen nach Saudi-Arabien, berichten "Süddeutsche Zeitung" und WDR. Eine geheime Absichtserklärung aus dem März 2018 nennt u.a. Digital- und Archiv-Rechte, Filme und Videos, Merchandising und Computerspiele. Der Deal würde dem Verband 25 Mrd Dollar für zwölf Jahre in die Kassen spülen. Betroffen wären auch neue Formate wie eine Weltliga für Nationalteams und eine erweiterte Klub-WM, deren Einrichtung Infantino fordert, sowie die kommenden Weltmeisterschaften. Die Fifa nennt das Dokument "veraltet".

Könnte Infantino seinen Plan durchsetzen, hätten die Investoren die Vermarktung in der Hand, der Weltfußballverband bliebe nur als leere Hülle übrig, urteilen "Süddeutsche" und WDR. Kritiker wie der langjährige Fifa-Hausjurist Marco Villiger und sein Vize Jörg Vollmüller stellen dem Plan ein vernichtendes Urteil aus und warnen vor dessen Umsetzung. Beide Juristen haben die Fifa inzwischen verlassen. (Archivbild: AP Photo/Frank Augstein)
"SZ am Wochenende", S. 2 (Paid), sueddeutsche.de, sportschau.de

Ranga Yogeshwar verlässt die WDR-Sendung "Quarks" nach 25 Jahren.

Quarks, Wissenschaftssendung im WDR, verliert Ranga Yogeshwar, 59, nach 25 Jahren als Moderator, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Yogeshwar dementiert Gerüchte, sein Abgang hätte etwas mit Unstimmigkeiten über die Social-Media-Strategie von "Quarks" zu tun. Er werde weiterhin mit dem WDR zusammenarbeiten. Mai Thi Nguyen-Kim Leiendecker und Ralph Caspers bleiben als Moderatoren an Bord.
ksta.de

Zitat: Tom Buhrow hofft, dass der WDR seine Familienkonflikte für einen Neustart nutzen kann.

"Ich habe jedenfalls in den letzten Monaten eine nicht so schöne Seite meiner WDR-Familie kennengelernt."

WDR-Intendant Tom Buhrow zeigt sich im "stern"-Interview geschockt über die Unzufriedenheit seiner Beschäftigten, die ihm erst im Zuge der #MeToo-Debatte gänzlich bewusst wurde. Der WDR müsse die Chance für eine Bereinigung nutzen, jetzt wo alles auf dem Tisch liege.
"stern" 42/2018, S. 108-110 (Paid)

Journalisten beschweren sich über "Hart aber fair"-Beitrag.

Hart aber fair bringt freie Journalisten gegen sich auf. Ein Beitrag stellt die Berufsgruppe pauschal unter Verdacht, mit Restaurantrechnungen bei der Steuer zu tricksen. Verdi spricht von einer "nicht zulässigen Tatsachenbehauptung", der DJV von einer "böswilligen Verallgemeinerung". "Hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg ist als sein eigener Produzent selber unternehmerisch tätig.
ndr.de

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

Ex-Mitarbeiter, der Frauen belästigt haben soll, verzichtet auf Klage gegen den WDR.

WDR Logo 150WDR: Der Ex-Auslandskorrespondent, der Kolleginnen sexuell belästigt haben soll, zieht seine Klage gegen den Sender zurück. Der 60-Jährige akzeptiert seine fristlose Kündigung, ein Gütetermin fand nicht stannd. Der langjährige Mitarbeiter soll u.a. einer Praktikantin im Hotel Pornos gezeigt haben. Der WDR hatte ihn nach Bekanntwerden der Vorwürfe erst freigestellt und dann fristlos entlassen.
deutschlandfunk.de

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung stand, der WDR und der Mitarbeiter hätten sich außergerichtlich getrennt. Das ist falsch. Es gab keine Einigung. Der Mitarbeiter hat die Klage von sich aus zurückgezogen und seine Kündigung akzeptiert

Bericht attestiert WDR geringen "Ermittlungseifer" bei sexueller Belästigung.


Aufklärung ungenügend: Der WDR erntet herbe Kritik für den Umgang mit sexueller Belästigung im Sender. Die ehemalige Gewerkschaftschefin Monika Wulf-Mathies hat im Auftrag von Intendant Tom Buhrow den Bericht "#MeToo - Die Verantwortung des WDR als Arbeitgeber" erstellt. Ihr Fazit: Es brauche einen "Kulturwandel" im Sender. Viele ihrer Gesprächspartner vermissten ein "respektvolles und wertschätzendes Betriebsklima".

Die Verantwortlichen im WDR seien Gerüchten und Beschwerden über Belästigung zwar nachgegangen, hätten "aber wenig unternommen". Es wäre "ein größerer Ermittlungseifer" nötig gewesen, sagt Wulf-Mathies. Buhrow gelobt Besserung und beteuert, er habe gar nicht gewusst, was gemeint gewesen sei, als er in der Presse von "Angst" beim WDR las. Die WDR-Führung habe wohl "zu wenig auf den Personalrat als allgemeiner Fiebermesser gehört". (Foto: Oliver Berg/dpa)
stern.de, sueddeutsche.de

Zitat: Georg Restle warnt vor der Mobilisierung Rechtsextremer.

"Insbesondere von rechts wird der Versuch unternommen, kritische Stimmen mundtot zu machen."

"Monitor"-Redaktionsleiter Georg Restle sagt im Interview mit dem Deutschlandfunk, die Diskussion um den Begriff Hetzjagd sei eine "groteske Debatte", die von der Mobilisierung Rechtsextremer ablenke.
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio)

Weiteres Zitat:
"Medien sollten ihren Blick wieder schärfen auf das, worum es im Eigentlichen geht. Wir haben eine Radikalisierung der größten Oppositionspartei beobachtet in Chemnitz, wir haben diesen Schulterschluss mit Rechtsextremisten beobachtet. Das sind die eigentlichen Themen, über die wir sprechen müssen."

WDR-Fernsehspiel wird zeitweise führungslos.

WDR Logo 150WDR sucht mithilfe einer Personalagentur Nachfolger für die Leitung des Fernsehspiels, schreibt Hans Hoff und sieht darin ein Zeichen, dass "naheliegende Lösungen" fehlen. Programmbereichsleiter Gebhard Henke musste den Sender nach Vorwürfen sexueller Belästigung verlassen. Nun geht seine Stellvertreterin Barbara Buhl in den Ruhestand. Den Bitten von Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, die kommissarische Leitung noch länger zu übernehmen, standen private Pläne entgegen. Einen Stillstand fürchtet Buhl aber nicht: der Etat für 2019 stehe, die Produzenten könnten auf Kontinuität setzen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid)

Klick-Tipp: WDR eröffnet ein virtuelles Bergwerk.

Klick-Tipp: Ende 2018 geht in NRW die Bergbau-Ära zu Ende. Der WDR lässt das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop multimedial weiterleben. Nutzer können eine Seilfahrt in Echtzeit erleben oder bei einer Tour mit der berühmten "Dieselkatze" durch das weit verzweigte Stollennetz fahren. Das Bergwerk-Erlebnis gibt es im Browser oder für VR-Brillen.
glueckauf.wdr.de, presseportal.de (Beschreibung)

Offener Brief fordert Rücktritt von WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn.

WDR Logo 150WDR: Ein anonymer, offener Brief fordert von Fernsehdirektor Jörg Schönenborn "persönliche Konsequenzen" nach den Missbrauchsfällen im Sender, schreibt DWDL. Er war damals Chefredakteur. Autorin des Briefs ist eine - nach eigenen Angaben - langjährige WDR-Mitarbeiterin, die über detailliertes Wissen der Fälle verfügt, jedoch anonym bleiben möchte. Mit der "Vertuschung" der Fälle schade Schönenborn der "journalistischen und moralischen Reputation des Senders". In den kommenden Monaten steht Schönenborns Vertragsverlängerung an.
dwdl.de

Wir graturilieren: Michael Loeb wird 55.


Wir graturilieren: Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup, wird heute 55 Jahre alt. Seinen Geburtstag feiert er bei "freiem Eintritt für das Geburtstagskind" im Phantasialand in Brühl zusammen mit seiner Frau und den Kindern. Das beste am abgelaufenen Jahr war das "sensationelle Ergebnis" von WDR2 bei der Radio-MA.

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Michael Loeb, dass "wir wieder mehr Europa wagen". Nur so sei unser Leben in Frieden und Freiheit möglich. Eine kleine Bitte an den Fußballgott steht auch auf dem Wunschzettel, nämlich der direkte Wiederaufstieg des 1. FC Köln. Glückwünsche erreichen Loeb per WhatsApp-Sprachnachricht oder über "die klassische Grußkarte mit Witzen über Best Ager"

Verlagsgruppe Random House kauft Hörbuch-Verlag DAV.

Verlagsgruppe Random House, die Mutter von Bertelsmanns deutschen Publikumsverlagen, kauft den Hörbuch-Spezialisten DAV. Die bisherigen Gesellschafter sind der Spiegelverlag sowie die privatwirtschaftlichen Töchter der Rundfunkanstalten WDR, SWR und RBB. Die Firma soll mit allen Mitarbeitern in Berlin bleiben, Amadeus Gerlach bleibt Geschäftsführer.
buchmarkt.de

"Spiegel": ZDF und WDR wurden von russischen Hackern angegriffen.


Liebesgrüße aus Moskau: Russische Hacker haben die IT-Netzwerke von ZDF und WDR angegriffen, berichtet der "Spiegel". Der Angriff habe Anfang Juni stattgefunden. Verantwortlich sei wohl die Gruppe Sandworm, die mutmaßlich zum russischen Militärgeheimdienst GRU gehört. Der Generalbundesanwalt will das Landeskriminalamt NRW mit Ermittlungen beauftragen.

Der WDR äußert sich aus "sicherheitstechnischen Gründen" nicht zum Fall. Das ZDF bestätigt den Angriff und sagt, es seien weniger als zehn Rechner betroffen gewesen. Obwohl der Angriff früh erkannt wurde, seien womöglich Daten abgezapft worden, schreibt der "Spiegel". Laut dem ZDF sind keine Daten abgeflossen.
spiegel.de, "Spiegel" 31/2018, S. 12 (Paid)

WDR bestellt zwei Dokus zum gleichen Thema.


Fake-Wissenschaft hoch 2: Der WDR hat versehentlich zwei Reportagen zum Thema Wissenschaftsbetrug in Auftrag gegeben, schreibt Kai-Hinrich Renner. Vom Recherche-Verbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" kommt die TV-Reportage Fake Science – Die Lügenmacher. Bei dem Investigativ-Journalisten Peter Onneken hat der WDR den Film Betrug statt Spitzenforschung bestellt. Auf Initiative von Onneken berichtet der aktuelle "Spiegel" über das Thema. Beim Recherche-Verbund soll der Unmut über die Themen-Dopplung groß sein, schreibt Renner.

Eine WDR-Sprecherin sagt, es habe Versuche gegeben, beide Recherchen zusammenzuführen. Die Redaktionen und Autoren hätten sich aber dagegen entschieden. Die Doku des Recherche-Verbunds läuft am Montagabend im Ersten, die Onneken-Reportage am Dienstagabend im WDR-Fernsehen. Schon heute zeigt das "SZ-Magazin" in einem Selbstversuch, wie völlig absurde wissenschaftliche Arbeiten den Weg in vermeintlich renommierte Fachjournale finden. (Symbolbild: Jan Woitas/dpa)
abendblatt.de, "SZ-Magazin" 29/2018, S. 10 - 24, magazin.spiegel.de (Paid)

Ex-Fernsehspielchef Gebhard Henke fühlt sich vom WDR ungerecht behandelt.

Gebhard Henke, Ex-Fernsehspielchef des WDR, fühlt sich vom Sender ungerecht behandelt und streitet im "Zeit"-Interview jegliche Vorwürfe sexueller Belästigung ab. Er vermute, der WDR habe an ihm ein Exempel statuieren wollen, sein Anwalt Peter Raue sieht ihn als Bauernopfer. Der WDR habe anonyme Anschuldigungen gegen Henke unüberprüft übernommen.
zeit.de (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

Zitat: 1Live-Chef Jochen Rausch will im Radio Menschen statt Algorithmen hören.

"Beim Streaming regieren Algorithmen, bei uns reden echte Menschen. Radio lebt und ist keine Datenbank von einer Milliarde Songs."

Jochen Rausch, Vize-Hörfunkdirektor beim WDR, sagt im Interview mit Hans Hoff, dass reine Hitradios ein Auslaufmodell sind.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid)

Weitere Zitate:

"Alle klassischen Medien haben im Smartphone einen mächtigen Konkurrenten. Es kann einfach alles: Videos, Musik, Nachrichten, Bücher, Spiele. Zur Not auch Telefon. Wer auf dem Smartphone ein Video anschaut oder einen Messenger abhört, hört eben nicht gleichzeitig Radio."

"Wenn Radio nicht von einem Streamingdienst zu unterscheiden ist, können wir die Sendemasten abschrauben. Der Mensch im Radio und am Radio ist unsere Überlebensstrategie. Als Öffentlich-Rechtliche müssen wir den Unterschied suchen, nicht die Gleichförmigkeit.

"Es sollte einem öffentlich-rechtlichen Sender gelingen, glaubwürdiger und authentischer rüberzukommen als Internetfirmen und Handyhersteller."