"Spiegel" berichtet von drei weiteren Belästigungs-Fällen im WDR.

WDR Logo 150WDR: Der "Spiegel" berichtet über drei weitere Fälle, in denen Vorwürfe der sexuellen Belästigung erhoben werden. Die Vorwürfe betreffen einen prominenten TV-Mitarbeiter, der mittlerweile im Ruhestand sei, sowie einen weiter aktiven, aktenkundigen Hörfunk-Mitarbeiter und einen Mitarbeiter der Revision. Insbesondere der sorge intern für Ärger, da die Abteilung von Intendant Tom Buhrow beauftragt wurde, einen Überblick über die Vorwürfe zu erstellen.
"Spiegel" 17/2018, S. 90 (Paid)Kommentieren ...

WDR-Mann Schönenborn soll Hinweise von Korrespondent Arnim Stauth abgebügelt haben.

WDR: Fernsehdirektor Jörg Schönenborn gerät in der Affäre um sexuelle Belästigungen unter Druck. Er soll bereits 2003 von Vorwürfen gewusst haben, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ein interner Aufklärer in der Debatte bekommt nun ein Gesicht: Seit Jahren mahnt WDR-Korrespondent Arnim Stauth Missstände an, fühlte sich aber zunehmend vom WDR gemobbt.
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WDR beschließt Maßnahmen gegen sexuelle Belästigungen.

WDR Logo 150WDR reagiert auf die Vorwürfe zu sexuellen Belästigungen im Haus und startet mehrere Maßnahmen zur Prävention sexueller Belästigungen. Dazu zählen eine externe Ombudsstelle sowie Schulungen für Führungskräfte. Ferner will der WDR mehrere Dialogveranstaltungen sowohl unter Führungskräften als auch mit freien Mitarbeitern durchführen und alle aktiven und künftigen Mitarbeiter schriftlich über konkrete Beschwerdemöglichkeiten informieren.
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Zahl des Tages: 45 Journalisten wollen die Arbeit von Daphne Caruana Galizia vollenden.

Zahl des Tages: Genau 45 Journalisten von 18 internationalen Medien arbeiten zusammen, um die Recherchen der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia abzuschließen. An der Recherche beteiligen sich u.a. WDR, NDR, "Süddeutsche Zeitung" und "Zeit". Die Recherche-Ergebnisse sollen ab Dienstag veröffentlicht werden.
twitter.com (1-Min-Video), forbiddenstories.org, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Spiegel": WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn kannte Missbrauchs-Vorwürfe.

WDR Logo 150WDR: Im Missbrauchsverdacht zweier Korrespondenten wusste Fernsehdirektor Jörg Schönenborn wohl Bescheid und beförderte einen der Beschuldigten dennoch, schreibt der "Spiegel". Der damalige Chefredakteur räumt ein, er hätte den Bericht zu den Vorfällen eigentlich zur Einsicht bekommen müssen, könne sich aber nicht erinnern. Der zweite Beschuldigte wurde von Schönenborn in zwei begehrte Auslandsstudios geschickt. Schönenborn sagt, er hätte "mit dem Wissen von heute" andere Entscheidungen getroffen. Der WDR schreibt in einem Statement, die Berichte in "stern" und "Spiegel" ergäben "kein vollständiges Bild der Abläufe und Hintergründe". Es habe hausinterne Untersuchungen gegeben und eine Ombudsstelle für Beschwerden sei geschaffen worden. Tina Hassel, damals die Vorgesetzte einer der Beschuldigten, sagt, die Sache sei "immer im Ungefähren" geblieben. Sie dulde aber ausdrücklich keinen Machtmissbrauch und keine sexuellen Übergriffe.
"Spiegel" 16/2018, S. 74 (Paid) presseportal.de (Statement WDR), turi2.de (Background)Kommentieren ...

WDR lässt Missbrauchs-Verdacht durch externe Kanzlei ausleuchten.

Diskrete Hilfe von außen: Der WDR hat eine externe Anwaltskanzlei damit beauftragt, den Vorwürfen der sexuellen Belästigung im eigenen Haus auf den Grund zu gehen, schreibt Hans Hoff. "stern" und das Recherchebüro Correctiv hatten am Mittwoch über eine Reihe an Vorwürfen gegen einen zweiten prominenten WDR-Mitarbeiter berichtet. Kai-Hinrich Renner berichtet, mehrere hochrangige Mitarbeiter hätten "frühzeitig" Bescheid gewusst.

Sowohl Tina Hassel, damals die Vorgesetzte des Beschuldigten, als auch der damalige Chefredakteur Jörg Schönenborn und die Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff seien informiert gewesen, schreibt Renner. Mehrere Rundfunkräte hätten gefordert, die Vorwürfe bei der Ratssitzung am 8. Mai "ausführlich" zu besprechen, schreibt Hoff. Der Rat könnte auch eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer einrichten.
sueddeutsche.de (Hoff), morgenpost.de (Renner), stern.de (Background)4 Kommentare

"Bild" berichtet von weiteren sexuellen Belästigungen durch beurlaubten WDR-Korrespondenten.

WDR Logo 150WDR: "Bild" berichtet von weiteren Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegenüber dem inzwischen beurlaubten Auslandskorrespondenten. Demnach habe er sich in den Neunzigern unter anderem unaufgefordert vor einer Kollegin entblößt. Eine Beschwerde beim Vorgesetzten des Korrespondenten habe dieser mit dem Hinweis, den Vorfall nicht "an die große Glocke" zu hängen, abgewiegelt. Ferner schreibt "Bild", dass die WDR-Fernsehdirektion inklusive der damalige Direktorin Verena Kulenkampff spätestens seit 2010 über sexuelle Belästigungen in der Programmgruppe Ausland informiert gewesen sei, ohne etwas unternommen zu haben.
bild.de (Paid), "Bild", S. 5 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ranga Yogeshwar findet das Fernsehen zu laut.

Ranga Yogeshwar sagt im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt", er habe ein gespaltenes Verhältnis zum Fernsehen, weil es "sehr laut geworden" sei. Der "Quarks"-Moderator und Diplom-Physiker will lieber ruhig und besonnen Dinge erklären. Er sieht sich als Wissenschaftsjournalist, nicht als Moderator – weil viele von ihnen "über Themen reden, ohne sie richtig zu verstehen".
abendblatt.deKommentieren ...

"Bild": WDR-Korrespondent musste sein Fehlverhalten 1991 schon einmal einräumen.


Wiederholung beim WDR: Der vom WDR wegen Belästigungsvorwürfen freigestellte TV-Kor­re­spon­den­t ist 1991 schon einmal auffällig gewesen, berichtet "Bild". Damals habe er während einer Dienstreise eine Kollegin dazu gebracht, gemeinsam in einem Hotelzimmer zu übernachten – unter dem Vorwand, der Sender müsse sparen und es sei kein weiteres Zimmer im Hotel verfügbar. Der Vorfall sei als "Doppelzimmer-Affäre" beim WDR bekannt geworden, woraufhin zwei weitere Kolleginnen Anschuldigungen vorgebracht hätten.

Der Korrespondent habe sein Fehlverhalten damals eingeräumt und eine Eintragung in seine Personalakte erhalten. Der WDR prüfe gerade, ob diese Eintragung auf Drängen des Mitarbeiters einige Jahre später wieder entfernt wurde.
"Bild", S. 9 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Tom Buhrow spricht sich gegen Machtmissbrauch aus.

"Wir gehen im WDR respektvoll miteinander um, Übergriffe und Machtmissbrauch – in welcher Form auch immer – dulde ich nicht."

WDR-Intendant Tom Buhrow wendet sich nach den Vorwürfen von Personalratschefin Christiane Seitz, bei sexueller Belästigung wegzuschauen, in einer Email an alle festen und freien Mitarbeiter des WDR.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"BamS": WDR stellt Korrespondenten wegen neuer Belästigungsvorwürfe frei.

WDR Logo 150WDR stellt einen TV-Kor­re­spon­den­ten nach neuen Beläs­ti­gungs­vor­wür­fen frei, schreibt die "Bild am Sonntag". Der Sender wolle die neu­en Vor­wür­fe sorg­fäl­tig prü­fen. Durch einen Bericht von "stern" und Correctiv sind in dieser Woche Belästigungsvorwürfe gegen einen Korrespondenten bekannt geworden, die innerhalb des WDR lediglich mit einem Vermerk in der Personalakte geahndet wurden.
"Bild am Sonntag", S. 10 (Paid), vorab.bams.de (Vorabmeldung), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Personal-Vertreterin wirft WDR-Chefs vor, bei sexueller Belästigung wegzuschauen.


Krisenmodus in Köln: Berichte über einen zudringlichen WDR-Korrespondenten haben erste Konsequenzen – aber nicht für die Betroffenen. Die Chefin des Personalrats, Christiane Seitz, zieht sich aus einem Gremium zurück. Sie wirft Intendant Tom Buhrow und Fernsehdirektor Jörg Schönenborn Untätigkeit vor, berichten "stern" und Correctiv. Buhrow und Schönenborn würden "Schwarzer-Peter-artig" die Verantwortung weitergeben.

Für Unmut sorgt der Verweis des Senders, ein Opfer könne sich an ein "Interventionsteam" wenden, in dem Personalrat und Gleichstellungsbeauftragte vertreten sind. Dieses Team könne Konsequenzen vorschlagen, die von der Personalabteilung umgesetzt werden. Personalrätin Seitz zieht sich aus eben jenem Interventionsteam zurück, weil sie in solchen Fällen die Senderspitze am Drücker sieht. Sie müsse sich persönlich um Fälle sexueller Belästigung kümmern.

Durch einen Bericht von "stern" und Correctiv war bekannt geworden, dass ein WDR-Korrespondent einer Praktikantin Champagner gereicht und Pornos vorgeführt haben soll. Einer Mitarbeiterin soll er per Mail "sexuelle Avancen gemacht" haben. Er wurde ermahnt. Chefredakteurin Sonia Mikich sagt Spiegel Online, selbst in diesem Fall tätig gewesen zu sein. Sie verteidigt das Vorgehen des Senders gegenüber dem Korrespondenten: "Das Verhalten des betreffenden Kollegen hatte Konsequenzen und hat nach wie vor welche."
stern.de, meedia.de, spiegel.de (Mikich), turi2.de (Background)3 Kommentare

"stern": WDR-Korrespondent wegen sexueller Belästigung ermahnt.

WDR Logo 150WDR hat einen weiter für den Sender tätigen Korrespondenten wegen sexueller Belästigung ermahnt, berichten "stern" und Correctiv. Der Mann soll 2012 auf einer Dienstreise einer Praktikantin einen Porno gezeigt haben und einer anderen Kollegin per E-Mail sexuelle Avancen gemacht haben. Laut "stern" habe der Korrespondent nach der Aufarbeitung durch den WDR keine Abmahnung erhalten, jedoch einen Vermerk in seiner Personalakte bekommen. Insgesamt seien in den letzten zehn Jahren sieben Fälle sexueller Belästigung durch WDR-Mitarbeiter aktenkundig geworden. Darunter befindet sich laut "stern" und Correctiv ein weiterer bekannter Journalist, der regelmäßig in "Tagesschau" und "Tagesthemen" zu sehen ist.
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Zitat: Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen wünscht sich, dass Reporter wieder mehr rausgehen.

"Es wird zu viel PC-Journalismus betrieben."

Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen wünscht sich im Gespräch mit Hans Hoff, dass Reporter wieder mehr rausgehen, statt sich Informationen zusammen zu googeln. Zu Pleitgens 80. Geburtstag am 21. März schenkt ihm der WDR heute eine Lange Pleitgen-Nacht.
sueddeutsche.de

Weitere Zitate:

- zur Kritik am Öffentlich-rechtlichen Rundfunk:

"Als kundiger Betrachter würde ich mir wünschen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit einem rigiden öffentlich-rechtlichen Programm darauf reagiert."

"Ich halte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für nötiger denn je."

- über seinen Korrespondenten-Einsatz in Moskau:

"Es wollte keiner nach Moskau, weil die Arbeitsverhältnisse und die Lebensverhältnisse unterirdisch waren."Kommentieren ...

Hajo Seppelt und WDR arbeiten weiter zusammen.

Hajo Seppelt und WDR einigen sich bezüglich seines Vertrags, hört Ulrike Simon. Der RBB nimmt dem WDR demnach einen Teil der Verantwortung ab – NDR, MDR und RBB sind bisher die einzigen ARD-Anstalten, die Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen unterstützen. Simon hört, der WDR sei Seppelt entgegen gekommen, müsse sich den Dopingexperten künftig aber mit dem RBB teilen.
daily.spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

WDR Cosmo: Programmchef Thomas Reinke wechselt in die Hörfunkredaktion.

WDR befördert Thomas Reinke, seit fast neun Jahren Programmchef der interkulturellen Radiowelle Cosmo, ehemals Funkhaus Europa, in die Hörfunkdirektion. Reinke leitet künftig das Büro von Hörfunkdirektorin Valerie Weber. Schiwa Schlei, seit 2015 Content-Chefin und bisher Reinkes Stellvertreterin, steigt zur Programmchefin von Cosmo auf.
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WDR-Studie: Glaubwürdigkeit der Medien steigt weiter an.

Glaubwürdigkeit der deutschen Medien ist mit einem Plus von 8 % im Vergleich zu 2016 weiter im Aufwind, ergibt eine WDR-Studie. Spitzenreiter ist das öffentlich-rechtliche Radio mit 82 %, gefolgt vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit 77 %. Trotz der steigenden Werte gehen 40 % der Befragten davon aus, dass die Politik den Medien Vorgaben macht und diese damit beeinflusst.
presseportal.de, horizont.netKommentieren ...

Wir graturilieren: Markus Grill wird 50.

Wir graturilieren: Investigativ-Journalist Markus Grill wird heute 50 Jahre alt. Der Berlin-Büroleiter des Rechercheverbunds aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" hat Freunde in die Hauptstadt geladen – die meisten, darauf legt er wert, sind keine Journalisten. Zum Schwäbisch schwätza kommen u.a. Gefährten aus dem heimatlichen Aalen.

Grill blickt zufrieden auf seinen Wechsel von Correctiv zum Rechercheverbund. Im neuen Lebensjahr will er dort stärker seine Themen einbringen, also nicht nur an Steuerleaks, Geheimdienst- und Terrorismus-Enthüllungen arbeiten, sondern auch Missstände im Gesundheitswesen und der Arbeitswelt aufdecken. Neben brisanten Informationen nimmt Grill heute auch Gratulationen entgegen: per E-Mail und via Twitter.Kommentieren ...

"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

WDR und Hajo Seppelt können sich bislang nicht auf weitere Zusammenarbeit einigen.

WDR und der Dopingexperte Hajo Seppelt können sich bislang nicht auf eine Fortsetzung ihres im März auslaufenden Vertrags einigen, berichtet Ulrike Simon. Offenbar seien die Parteien vor allem bei Haftungsfragen uneins. Denkbar sei, dass Hajo Seppelt daher zum RBB wechselt, für den er in den Achtzigern als Sportreporter tätig war. NDR, MDR und RBB haben als einzige ARD-Anstalten vor kurzem zugestimmt, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen.
daily.spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Basta: Katarina Barley recherchiert in der Maske von "Hart aber Fair".

Die Maske entrissen: SPD-Politikerin Katarina Barley versucht sich bei Talker Frank Plasberg erfolgreich als Rechercheurin. In der Diskussion über den Fall Dieter Wedel deckt sie auf, dass die Maskenbildnerinnen bei "Hart aber Fair" sexuelle Belästigung erleben müssen. Plasberg begrüßt die Recherche-Leistung und das Publikum klatscht.
mediathek.daserste.de (75-Min-Video, Barley ab Min 37)Kommentieren ...

"Spiegel": ARD und ZDF haben vor "Frie­de­ri­ke" zu wenig gewarnt.

ARD und ZDF haben nicht genug vor dem Orkan "Frie­de­ri­ke" mit sieben Toten gewarnt, kritisiert Olaf Stampf. Während der pri­va­te Wet­ter­dienst von Jörg Ka­chel­mann ta­ge­lang in­ten­siv gewarnt habe, sei "Frie­de­ri­ke" ARD und ZDF nicht ein­mal eine Son­der­sen­dung wert gewesen. Erst nach dem Sturm habe sich die ARD zu ei­nem "Brennpunkt" bequemt. Spiegel-Daily-Kolumnist Ka­chel­mann kritisiert die Untätigkeit der dritten Programme. Erst nach Todesfällen "Brennpunkte" zu senden, sei abseitig, zynisch und widerwärtig, sagt der Wetter-Experte.
"Spiegel" 4/2018, S. 101 (Paid), daily.spiegel.de (Kachelmann, 5-Min-Video)Kommentieren ...

WDR ist als Gesellschafter aus Radio NRW ausgestiegen.

WDR Logo 150WDR ist wie geplant als Gesellschafter aus Radio NRW, dem größten deutschen Lokalradio-Verbund, ausgestiegen. Der Verbund prüft, die WDR-Anteile selbst zu übernehmen, schreibt Gregory Lipinski. Damit würden die Höhen der Beteiligungen von RTL und der Pressefunk NRW GmbH, hinter der u.a. Funke, Springer und DuMont stehen, gleich bleiben.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: WDR produziert grenzüberschreitenden Film über Rollstuhlfahrer.

WDR Logo 150WDR hat einen unsensiblen, klischeebelasteten Beitrag über Rollstuhlfahrer produziert, kritisiert die Journalistin und Rollstuhlfahrerin Christiane Link. Dabei sei der WDR unfähig gewesen, sich bei einem Selbstversuch eines Redakteurs auf die tatsächliche Situation von Rollstuhlfahrern einzulassen. Mit der Frage an einen Rollstuhlfahrer, ob er Sex haben könne, überschreite der Sender eine Grenze. Auf Kritik von Zuschauern reagiere der WDR selbstgefällig.
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Zahl des Tages: Kameramann von "Das Boot" bekommt knapp 600.000 Euro.

Zahl des Tages: Knapp 600.000 Euro erhält Jost Vacano, Chef-Kameramann des Erfolg-Films "Das Boot", nachträglich von Bavaria-Film, WDR und dem Verwerter der Video-Lizenzen, urteilt das Oberlandesgericht München. Außerdem steht Vacano eine prozentuale Beteiligung an künftigen Erlösen zu. Vacano hat sich auf den sogenannten Fairness-Paragraphen im Urheberrecht berufen. Er hatte bei der Produktion des Spielfilms ein Honorar von umgerechnet rund 100.000 Euro bekommen.
faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

WDR darf im Hörfunk nun wieder mehr Werbung senden.

WDR Logo 150WDR darf im Radio wieder mehr Werbung senden. Die NRW-Landesregierung von CDU und FDP verschiebt die von der Vorgänger-Regierung beschlossene Werbezeitenreduzierung beim WDR um zwei Jahre auf 2021 und will die Wirkung untersuchen. Guido Schneider sieht in der Entscheidung einen möglichen politischen Deal - für die Textreduktion im Online-Angebot des WDR werde der Sender demnach offenbar mit einem Entgegenkommen von Verlagen und Medienpolitik belohnt.
ksta.de, horizont.net, turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: WDR plant 2018 mit rund 95,5 Mio Euro Minus.

WDR Logo 150Zahl des Tages: Mit einem Fehlbetrag von rund 95,5 Mio Euro rechnet der WDR für 2018. Gründe für das Minus seien u.a. die Verringerung der Werbezeiten im Hörfunk und weniger Einnahmen beim Rundfunkbeitrag wegen Beitragsbefreiungen. Bei den Erträgen kalkuliert der Sender im Betriebshaushalt mit rund 1,41 Mrd Euro, bei den Aufwendungen mit rund 1,62 Mrd Euro. Der Betriebshaushalt erfasst auch sogenannte kalkulatorische Aufwendungen wie Altersversorgungs-Rückstellungen und Abschreibungen.
presseportal.de, dwdl.deKommentieren ...

Hör-Tipp: Döpfner sieht ZDF und WDR als Vorbilder für öffentlich-rechtliche Berichterstattung.

Hör-Tipp: ARD und ZDF können gerne Texte veröffentlichen, sagt BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Doch zwei Drittel der Online-Inhalte sollten aus Bewegtbild- und Audio-Elementen bestehen. ZDF und WDR seien Vorbilder, wie es gehen könne. ARD und ZDF sollten vor allem Video-Plattformen wie Netflix und YouTube Konkurrenz machen, meint Döpfner.
deutschlandfunk.de (12-Min-Audio)Kommentieren ...

Renner: ARD-Intendanten sauer über Tom Buhrows Vorstoß bei Online-Textlängen.

Textreduktion, die Intendant Tom Buhrow beim WDR eingeführt hat, stößt auf wenig Gegenliebe bei den Intendanten der anderen ARD-Anstalten, schreibt Kai-Hinrich Renner. Aufgrund des nicht abgesprochenen Vorstoßes befürchten sie Nachteile bei den Verhandlungen zum neuen Rundfunkstaatsvertrag. Beim WDR soll es eine Dienstanweisung zu maximalen Textlängen gegeben haben. Der WDR selbst bestreitet das und spricht von einer sachlich nicht korrekten Mail eines freien Mitarbeiters.
morgenpost.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Tom Buhrow erklärt die Textreduktion beim WDR.

Hör-Tipp: WDR-Intendant Tom Buhrow begründet im Deutschlandfunk, weshalb der WDR Online-Texte auf das Nötige verknappt. Er habe "nicht warten" wollen, bis der WDR verklagt wird und wolle sich nicht die ganze Zeit "vor Gericht oder anderswo die Köpfe" mit Verlegern "einschlagen". Buhrow glaubt aber, dass die Textreduktion beim WDR "kein bisschen" an den Problemen der Verleger ändert.
deutschlandfunk.de (8-Min-Audio), turi2.de (Background)1 Kommentar

WDR verknappt Online-Texte auf das Nötigste.


Textschere: WDR-Intendant Tom Buhrow lässt Verleger ruhiger schlafen. Alpträume von presseähnlichen ARD-Webseiten haben ein Ende, denn der WDR will sich online auf sein "audiovisuelles Angebot" konzentrieren. Die Senderseite wdr.de soll "noch multimedialer" werden, kündigt Buhrow an - paradoxerweise in einem Text. Nur noch die wesentlichen nachrichtlichen Fakten werden künftig in Textform knapp zusammengefasst - ganz so, wie die Verleger es sich wünschen. "Ich will keine Energie in überflüssige Rechtsstreitigkeiten stecken, sondern ein starkes Neben- und Miteinander von Sendern und Zeitungen fördern", sagt Buhrow.

Im Netz will der WDR künftig mehr interaktive Darstellungsformen ausprobieren, auch datenjournalistische Schwerpunkte und Virtual-Reality-Formate sind geplant. Ganz auf Text verzichten könne der Sender aber schon allein wegen seiner Verpflichtung zur Barrierefreiheit des Angebots nicht.
presse.wdr.de via meedia.deKommentieren ...

Thomas Middelhoff bestreitet Recht auf Einflussnahme auf WDR-Dokumentation.

Thomas Middelhoff bestreitet, dass er eine für den WDR produzierte Dokumentation über sich vor der Ausstrahlung habe abnehmen dürfen. Eine solche Klausel habe es nur in einem Vetragsentwurf gegeben, nicht aber in der endgültigen Fassung. Danach habe er den Film vor der Ausstrahlung lediglich ohne jegliche Rechte anschauen dürfen. "Ich wollte lediglich entscheiden, ob ich meiner alten Mutter raten kann, den Film anzusehen oder nicht", begründet Middelhoff die Klausel. Der WDR hat die Sendung, die für den 23. November geplant war, kurzfristig aus dem Programm genommen und begründet, ein Recht auf Abnahme widerspreche den journalistischen Grundregeln des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
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