Supplements und Reichweite: Christian Nienhaus über das Werbegeschäft der "Welt am Sonntag".


"Welt" auf allen Kanälen: Christian Nienhaus, Print-Chef des Springer-Konzerns, freut sich zum 70. Jubiläum der "Welt am Sonntag", dass die Medienmarke "Welt" als Zeitung, digital und als Nachrichtensender so viele Menschen erreicht, wie nie zuvor – auch wenn die gedruckte Zeitung Auflage verliert. Damit das gedruckte Werbegeschäft läuft, setzt auf die Reichweite der ganzen "Welt": Jeder Kunde, der in der "Welt am Sonntag" eine Anzeige schaltet, bekommt dieselbe Anzeige wochentags on top.

Unter dem Label "Welt am Sonntag" auch Dienstleistungen oder Produkte zu verkaufen, wie etwa der Konkurrent "Zeit" es macht, kann Nienhaus sich allerdings nicht vorstellen. "Wir haben bei 'Bild' schon Dessous und Bücher verkauft, da hat die 'Zeit' da noch gar nicht dran gedacht. Und damit haben wir auch Millionen verdient", sagt Nienhaus und will sich auf publizistische Maßnahmen konzentrieren.

Springers Mann fürs Gedruckte setzt bei der "WamS" auf hochwertige Supplements wie etwa das Heft "Icon". Das Modemagazin sammle von Kunden aus der Mode-Welt Anzeigen ein, die sonst bei "Vogue" oder "Madame" laufen und sei ein großartiges Beispiel für Diversifizierung, findet Nienhaus.
turi2.tv (6-Min-Interview auf YouTube)

"70 ist das neue 20." Chefredakteur Peter Huth über den Gesundheitszustand der "Welt am Sonntag".


Puls der Sonntagszeitung: Chefredakteur Peter Huth vermisst im Video-Interview zu 70 Jahren "Welt am Sonntag" den Gesundheitszustand der betagten Dame. Der Blattmacher bemüht sich, einen jugendlichen Eindruck von seiner Zeitung zu vermitteln: "70 ist das neue 20", sagt er im Gespräch mit Peter Turi, wohl wissend, dass auch in der gefühlten Jugend die Knochen knacken. Das Nordische Format verliere zwar, ähnlich wie die Konkurrenz, dafür entwickele sich die Kompakt-Ausgabe der Zeitung zum "Hidden Champion", erklärt Huth.

"Ich bin kein Revolutionär", sagt er über die Veränderungen, die bei der "WamS" in nächster Zeit anstehen. Noch nicht perfekt findet der Chefredakteur die Fotosprache seiner Zeitung. Außerdem will Huth für mehr exklusive Storys sorgen und das Blatt kleinteiliger machen. Der Leser solle schon beim ersten Blättern nach sechs bis acht Texten merken, dass er etwas für sein Geld bekommt.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Meinung: "Welt am Sonntag"-Autorin Jennifer Wilton auf den Spuren des Journalismus.

Medienmarken haben auch künftig eine Relevanz, schreibt Jennifer Wilton. Die "Welt am Sonntag"-Autorin fragt sich, was Journalismus ausmache und begibt sich auf Spurensuche bei ihrem Opa, einst selbst "Welt"-Reporter. "Schreiben, was ist" gelte heute genauso wie zur "Spiegel"-Gründungszeit.
"Die Welt am Sonntag", S. 18/19 (Paid)

Stefan Niggemeier kritisiert "Brandsatz" von Stefan Aust.

Welt: Herausgeber Stefan Aust schreibt einen verantwortungslosen, destruktiven und gefährlichen Brandsatz-Artikel, der Merkel und Flüchtlingen die Schuld an allem gibt, kritisiert Stefan Niggemeier. Der Text "Mutti aller Probleme" sei aufgemacht wie ein Social-Media-Post für Pegida, enthalte falsche Fakten und den Willen zur Verdrehung. Aust rede Rechtsextremismus klein und bediene selbst die Sage, im Merkel-Deutschland dürfe "man nichts mehr sagen".
uebermedien.de

Umfrage: So sieht die Medien-Welt am Sonntag bei Aust, Heumann, Suding und Döpfner aus.


Lese-Sonntag: Springer hat am Dienstagabend zu 70 Jahren "Welt am Sonntag" nach Hamburg eingeladen. turi2.tv wollte von prominenten Gästen wissen, wie ihre Medien-Welt am Sonntag aussieht. "Welt"-Herausgeber Stefan Aust etwa greift auch früh am Sonntagmorgen schon im Bett zum Handy und informiert sich über die Weltlage, anschließend blättert er durch die eigene Zeitung, aber auch durch den "Spiegel". Springer-Boss Mathias Döpfner dagegen schläft am siebten Tag der Woche erstmal aus. Wenn er später die eigenen Zeitungen und die "FAS" gelesen hat, liest Döpfner Bücher und schaut Filme: "Sonntag ist nicht der Pflicht-Tag, sondern der Kür-Tag", sagt Döpfner.

Außerdem geben in der turi2.tv-Umfrage Karen Heumann von thjnk, Philipp Westermeyer von den Online Marketing Rockstars, FDP-Politikerin Katja Suding, "Bild"-Kolumnist Alfred Draxler, PR-Frau Yvonne von Stempel, Grosso-Chef Frank Nolte und Beraterin Alexandra von Rehlingen Auskunft über ihre Medien-Gewohnheiten am Sonntag. Überraschend viele setzen am Sonntag auf Print, aber auch "Tatort" und Rosamunde-Pilcher-Filme gehören zu den Favoriten der Partygäste.
turi2.tv (4-Min-Video)

Lese-Tipp: Deniz Yücel erwartet Bedingungen für deutsche Gespräche mit Erdogan.

Lese-Tipp: Deniz Yücel hat für seine Verdienste um kritischen Journalismus den M100 Media Award erhalten. Die "Welt" dokumentiert seine Dankesrede, die er für Erdogan-Kritik nutzt. Yücel warnt davor, diejenigen Menschen in der Türkei zu verraten, die sich nach einer demokratischen Gesellschaft sehnten. Auch unter Erdogan brauche es Gespräche mit Deutschland, jedoch nicht ohne Bedingungen. Erdogans wunder Punkt sei die Wirtschaftslage. "Mit Gangstern muss man die Sprache sprechen, die sie verstehen", sagt Yücel.
"Welt", S, 78 (Paid), n-tv.de (Zusammenfassung)

Meinung: Peter Huth produziert mit der WamS "Quality Time" für seine Leser.

Welt am Sonntag dient für ihre Leser als "Quality Time" mit sich selbst, erklärt "WamS"-Chefredakteur Peter Huth im Springer-Podcast "inside.pod" zum 70. Jubiläum der Sonntagszeitung. Die Leser empfänden das Blatt als "intellektuellen und unterhaltsamen Gewinn". Sein journalistisches Credo orientiere sich an der Philosophie des Blatts: "Die Mischung macht's!" Ernste und politische Themen müssten mit leichter Unterhaltung zusammengeführt werden.
axelspringer.com, soundcloud.com (32-Min-Audio)

Zitat: "Welt am Sonntag"-Chef Peter Huth hat den Boulevard mehrfach durchgespielt.

"Ich habe meine Vorstellung von Boulevard bei der 'B.Z.' sehr klar umsetzen können. Wäre das Genre ein Videospiel, würde ich sagen: Ich habe es durchgespielt. Mehrfach."

Peter Huth, Chefredakteur der "Welt am Sonntag", sagt im großen "Horizont"-Interview mit Ulrike Simon, dass er keine Ambitionen hat, Ersatzkandidat für "Bild"-Chef Julian Reichelt zu werden.
"Horizont" 37/2018, S. 14 (Paid), horizont.net (Auszüge), turi2.de (Blattkritik Peter Huth, 2015)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Wären wir in einer Familienaufstellung, wäre die 'Welt am Sonntag' der große Bruder des Lesers, sicher nicht der sehr schlaue Onkel. Aber ich mag die 'FAS' auch sehr gerne und lese sie mit Gewinn.

"Ich vermisse häufig den Tagesrhythmus. Ein Thema über mehrere Tage zu spielen, das geht bei einer Sonntagszeitung nun einmal nicht. Experimentierst du oder liegst du mit einer Zeile falsch, kannst du das an den anderen Tagen der Woche nicht mehr gutmachen."

"Ich habe 30 Jahre Boulevard gemacht und kein abgeschlossenes Studium. Damit bin ich in der Redaktion klar die Ausnahme. Aber damit komme ich gut zurecht – und die Kollegen auch."

"Interessant fand ich, dass ich mir einbildete, hier im natürlichen Habitat der von mir geschätzten langen Überschriften angekommen zu sein. Aber von wegen. Jedes Mal bekomme ich zu hören: Das geht nicht, die Zeile muss kürzer sein. Andererseits muss ich angebliche Boulevard-Großtaten wie inflationäre Alliterationen abschaffen. Zeilen wie 'Armselige Anleihen' in der Wirtschaft oder 'Türkische Taktik' in der Politik."

"Immer nur ganzseitige mit doppelseitigen Geschichten abzuwechseln, von denen der Leser am Ende nur drei schafft zu lesen, das reicht für eine Zeitung nicht aus. Wir müssen Leseanreize schaffen, damit man das Gefühl bekommt: Das Geld, das ich für diese Zeitung ausgegeben habe, hat sich gelohnt."

"Ich will möglichst weit weg von den Stockfotos, diesem ganzen fremdproduzierten Zeug. Wenn ich dann sage, geht raus, fotografiert echte Leute, und die Kollegen sagen, das sei schwierig, antworte ich: Ja, und? Für 4,40 Euro darf der Leser erwarten, dass man sich plagt."

"Welt News Check" bringt Nachrichten zum Hören.

Welt produziert jetzt auch einen Nachrichten-Podcast. Der Welt News Check liefert von Montag bis Freitag morgens und abends Meldungen und Kommentare aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die dreieinhalbminütige Erstausgabe erinnert an vorgelesene Radionachrichten. Die Nutzer können den Podcast auf der Website sowie über Apples Homepod und Amazons Alexa anhören.
welt.de

Zitat: "Welt"-Chef Ulf Poschardt will nicht für Bezahlung von Inhalten betteln müssen.

"Ungern würden wir als Bettler auftreten, wenn wir einfach nur das bürgerliche Eigentumsrecht ernst genommen sehen wollen."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt macht in einem Leitartikel Stimmung für einen besseren Schutz geistigen Eigentums. Heute debattiert und morgen entscheidet das EU-Parlament über eine Reform des Urheberrechts.
welt.de

Weitere Zitate aus dem Kommentar:

"Auf kaum einem anderen Feld grassiert ein derart weltfremder Idealismus wie in der Netzpolitik."

"Die Büros des Duopols Google/Facebook sehen wie bunte Kinderspielplätze aus. Die Hoodie- und Turnschuh-Phänomenologie der Helden hat viel für die Immunisierung gegen jede Kritik geleistet."

"Es geht um Fair Trade von Ideen und Inhalten. Es geht nicht darum, das Internet zu zerstören oder gar dessen Freiheit zu beschränken."

"Motorwelt" ist Deutschlands reichweitenstärkste Zeitschrift.

Print-MA: Die Gesamtreichweite von Zeitungen und Zeitschriften sinkt gegenüber dem vorvergangenen Halbjahr leicht. Die höchste Reichweite haben regionale Abozeitungen mit 31,7 Mio Lesern täglich. Reichweitenstärkster Titel bleibt "Motorwelt" – auch die ADAC-Zeitschrift verliert aber mehr als 1 Mio Leser. Die "Welt" ist die überregionale Tageszeitung mit größtem Minus von 7 %, das "Handelsblatt" gewinnt 6,7 %, die "taz" 4,8 %.
dwdl.de, new-business.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: turi2 edition3: "Motorwelt"-Mann Martin Kunz liest auf der Überholspur gern Gedrucktes.

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"Mr ICON": Das Stilmagazin ICON bekommt einen Bruder zur Seite gestellt.
Im Oktober 2018 dürfen endlich auch einmal Männer von der Stilkompetenz unserer Chefredakteurin Inga Griese profitieren. Mr ICON brilliert mit Fotostrecken, Geschichten und Reportagen und ist ein Must-Read für den stilbewussten Mann von heute. Mehr Informationen finden Sie hier.

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Basta: BuzzFeed-Redakteur bittet um Praktikum bei Robin Alexander.

Robin Alexander Nah dran: BuzzFeed-Rechercheur Karsten Schmehl geht der Frage nach, wie "Welt"-Redakteur Robin Alexander (Foto) an Infos aus dem Innersten der deutschen Politik kommt. Aber auch der Beitritt in die geschlossene Facebook-Gruppe "Gespräche über die Union - CDU/CSU!" bringt keine Erkenntnisse. Da hilft wohl nur eins: Schmehl bittet um ein Praktikum bei Alexander.
buzzfeed.com

Wir graturilieren: Kristina Faßler wird 56.


Wir graturilieren: Kristina Faßler, Sales- und Marketing-Leiterin sowie Sprecherin von Springers Newssender Welt, feiert heute ihren 56. Geburtstag. Am Samstagabend hat sie in Bonn reingefeiert, heute geht die Party in Berlin weiter - sonst wären die vielen Familengeburtstage in diesen Tagen nicht zu schaffen. Faßler ist stolz, dass sie mit ihrem "unschlagbaren Team" die Namensänderung des Senders von N24 in Welt "anständig hinbekommen" hat. Erfreut beobachtet sie die "sehr herrliche Tatsache", dass Männer inzwischen "immer häufiger irgendwie ein Störgefühl haben, wenn sie wieder so ganz unter sich sind, beim 'Entscheiden'". Fürs kommende Lebensjahr wünscht sich Faßler, dass "wir nicht vergessen, was für ein unschätzbarer Wert Europa ist". Im Umgang mit Populisten hofft sie, "einen klugen Ton und die richtigen Worte" zu finden. Glückwünsche erreichen Kristina Faßler per Twitter oder E-Mail.

"Welt kompakt" kennzeichnet Anzeige auf Titelseite nicht.

Welt kompakt erscheint heute mit einer nicht als Werbung gekennzeichneten Anzeige der Deutschen Bank auf dem Titel, schreibt Alexander Becker. In der großen "Welt" ist die Reklame gekennzeichnet, ebenso beim "Handelsblatt", das die Anzeige ebenfalls auf dem Titel hat. Springer erklärt zunächst, die Veröffentlichung sei auch so als Anzeige zu erkennen, Chefredakteur Ulf Poschardt erklärt später auf Twitter: "Wir haben einen Fehler gemacht und wir entschuldigen uns dafür."
meedia.de, meedia.de (Poschardt)

Basta: Lindner liebt wieder eine Journalistin.

Liebesrätsel: "Bild am Sonntag" kündet von neuer Liebe bei Christian Lindner, verschweigt aber den Namen der Herzensdame. Nur so viel: Der FDP-Chef pflegt auch nach seinem Ehe-Aus mit "Welt"-Vize Dagmar Rosenfeld seine Medien-Beziehungen. Seine Neue ist Journalistin und macht eine Ausbildung bei einem TV-Sender.
"BamS", S. 72 (Paid), turi2.de (Background)

Vodafone wirbt für geplante Unitymedia-Übernahme.

Vodafone Deutschland kontert die Kritik am Plan, Unitymedia zu übernehmen, mit einer Werbe- und Interview-Offensive in der deutschen Tagespresse. In ganzseitigen Anzeigen etwa in "FAZ", "Süddeutscher" und "Welt" trommelt Deutschlandchef Hannes Ametsreiter für die Übernahme und verspricht ein "vereintes Gigabit-Netz für Deutschland" und Investitionen von 12 Mrd Euro in den Ausbau. In Interviews mit "Welt" und "Handelsblatt" versucht er, die Angst vor einem neuen Monopol kleinzureden und nennt Vodafone einen "starken Wettbewerber", der neben der Telekom entstehe. Er stellt neue Jobs durch den geplanten Netzausbau in Aussicht.
"Welt" S. 11 u. 12, "Süddeutsche Zeitung" S. 19, "Handelsblatt" S. 24, "FAZ" S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Welt startet einen Wirtschafts-, "Bild" einen Fußball-Podcast.

Welt und Bild reiten weiter auf der Podcast-Welle: Im wöchentlichen Wirtschaftspodcast Deffner & Zschäpitz diskutieren Börsenmoderator Dietmar Deffner und Wirtschaftsjournalist Holger Zschäpitz je zwei große Themen, in der ersten Folge Elon Musk und saisonale Börsen-Muster. Im Fußball-Podcast Phrasenmäher von "Bild" kommen monatlich Akteure der Bundesliga zu Wort, Kai Traemann moderiert.
welt.de, bild.de

Springers Bilanz.de bezahlt nur die fünf meistgeklickten Kolumnen des Tages.

Bilanz, Wirtschaftsmagazin von Springer, bezahlt seine Online-Kolumnisten nach einem "kuriosen Bezahlmodell", schreibt Lars Radau im Journalist. Jeden Tag werden die fünf Kolumnen mit den meisten Visits ermittelt – für jede Platzierung gibt es 30 Euro. Die leistungsabhängige Bezahlung belebe das "Meinung- und Debattenportal", rechtfertigt Chefredakteur Klaus Boldt das beim "Forbes" abgeschaute Modell.
"Journalist" 05/2018, S. 12 (Paid)

Zitat: Ulf Poschardt bietet sich als Träger der letzten Laterne an.

"Ich liebe Zeitungen und bin überzeugt: Unser Haus hat die Kraft, hier am Ende so etwas wie 'the last man standing' zu sein."

Chefredakteur Ulf Poschardt ist zwar Print-Fan, aber auch Realist: Er begeistert sich für Papier, aber vor allem fürs Zusammenspiel der vielen "Welt"-Ausspielwege von App bis TV.
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulf Poschardt glaubt an Zeitungen, aber längst nicht an alle.

Wir graturilieren: Niddal Salah-Eldin wird 33.


Wir graturilieren: Niddal Salah-Eldin, Digital-Innovations-Chefin bei der "Welt", wird heute 33. Ihren Geburtstag hat sie bereits um Mitternacht mit einer "Riesenladung Konfetti auf dem Dancefloor" zusammen mit ihrem Mann, ihrem Bruder, guten Freunden und Bekannten eingeleitet. Am Morgen folgt dann ein gemütliches Frühstück mit Freunden. Besonders wichtig war im zurückliegenden Jahr ihre Wechsel auf eine neue Position bei der "Welt". Und auch privat gab es ein Highlight: Mit ihrem Mann unternahm Niddal Salah-Eldin eine große Reise nach Australien, Neuseeland und in die USA: "Das war großartig."

Für das kommende Lebensjahr wünscht sie sich "ganz unironisch" den Weltfrieden, im Kleinen dürfen es zudem noch Gesundheit und "ein langes glückliches Leben" für alle ihre Bekannten sein. Gratulationen sind per E-Mail oder auf Facebook, Twitter oder Instagram willkommen. Wer analoge Grüße vorzieht, dürfe jedoch auch "gerne ein paar singende Mariachis losschicken".

Aus dem Archiv von turi2.tv: Niddal Salah-Eldin hat als Social-Chefin der "Welt" den Umgang mit Trollen verändert.

Lese-Tipp: Journalisten diskutieren Umgang mit sozialen Medien.

Lese-Tipp: "Welt"-Digitalberaterin Niddal Salah-Eldin, Ex-ZDF-Chef Nikolaus Brender, "Westdeutsche-Zeitung"-Chef Ulli Tückmantel und Kommunikations-Professor Carsten Reinemann diskutieren, wie Journalisten angemessen in sozialen Medien auftreten können. Brender meint, ein Journalist werbe nicht - dies gelte auch für Eigenwerbung. Salah-Eldin sagt, ihre "Welt"-Redaktion wolle die Meinungsvielfalt der Mitarbeiter auch in den sozialen Medien abbilden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25, blendle.com (Paid)

Niggemeier kritisiert "Welt"-Bericht über angeblich verhinderten Anschlag.

Stefan Niggemeier kritisiert die Berichterstattung der "Welt" über den Verdacht auf einen geplanten Terroranschlag auf den Berliner Halbmarathon. Die Zeitung habe den möglichen Anschlag als tatsächlich geplant beschrieben und mit "ihrer übertriebenen Darstellung" auch die Berichterstattung anderer Journalisten geprägt, schreibt Niggemeier. Das Blatt habe auch nach Einschränkungen durch die Polizei an seinem Bericht festgehalten.
uebermedien.de

Don Alphonso führt seine Blogs bei Welt.de weiter.

Don Alphonso bloggt bei der "Welt" weiter. Der erste Text erscheint heute. Im Interview mit Stefan Winterbauer sagt Rainer Meyer, ihm sei wichtig, dass die Leitungsebene seines neuen Blog-Zuhauses auch mit rauen Tonarten im Netz umgehen könne. Den Shitstorm gegen die "FAZ" habe er als überzogen empfunden.
meedia.de (Interview), welt.de (Blogbeitrag), turi2.de (Background)

Deniz Yücel bedankt sich bei seinen Unterstützern.

Deniz Yücel ist am Samstagabend von mehr als 800 Gästen bei seinem ersten offiziellen Auftritt nach der Haftentlassung gefeiert worden. Bei der Lesung aus seinem Buch Wir sind ja nicht zum Spaß hier in Berlin, dankte er seinen Unterstützern und bat u.a. ZDF-Moderator Jan Böhmermann und "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt auf die Bühne. Er berichtete, wie er bei einem Arztbesuch einen Stift klaute und Notizen für "Welt"-Artikel in seiner Schmutzwäsche aus dem Knast schmuggelte. Yücel verabschiedete sich nach fast zwei Stunden mit den Worten: "Es ist schön nicht alleine zu sein."
tagesspiegel.de, facebook.com (2-Std-Mitschnitt)

Studie: Fake News gründen oft auf schlechter PR.

Fake News, die zum Bundeswahlkampf verbreitet wurden, basieren oft auf schlechten Pressemitteilungen und missverständlichen Formulierungen von Journalisten, sagt eine Studie der Berliner Stiftung Neue Verantwortung. Welt.de und Bild.de hätten Fake News auffällig oft weiter verbreitet. Eine große Falschnachrichten-Schwemme oder ein besonders gravierender Fall ist den Studien-Autoren nicht untergekommen.
"Spiegel 13/2018", S. 27 (Paid)

Deniz Yücel absolviert ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Freilassung.

Deniz Yücel tritt heute Abend zum ersten Mal seit seiner Freilassung aus türkischer Haft öffentlich auf. Im Festsaal Kreuzberg in Berlin wird der "Welt"-Journalist aus seinem zum Teil in der Haft entstandenen Buch Wir sind ja nicht zum Spaß hier lesen. Yücel hat ein Jahr ohne Anklage in türkischer Haft gesessen. Vor fünf Wochen ist er freigelassen worden.
stern.de

Ex-Herausgeber und -Chefredakteur der "Welt" Thomas Löffelholz, 85, ist tot.

Thomas Löffelholz, 85, ist tot. Der ehemalige Herausgeber und Chefredakteur der "Welt" ist bereits am 15. März in Königswinter bei Bonn gestorben. Löffelholz begann seine journalistische Laufbahn 1959 bei der "Stuttgarter Zeitung" als Wirtschaftsredakteur, 1983 übernahm er die Chefredaktion. 1995 wechselte er als Herausgeber und Chefredakteur zur "Welt".
bdzv.de

Bild des Tages: Deniz Yücel ist zurück in der "Welt"-Redaktion.


Schönster Montag, wo gibt: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist seit seiner Freilassung am 16. Februar zum ersten Mal wieder in der Redaktion der "Welt". Chefredakteur Ulf Poschardt (links) und die Redaktion begrüßen ihn in der 10-Uhr-Konferenz im Newsroom mit Schaumwein und einem langen Applaus. Anschließend hält Yücel eine emotionale Ansprache und sagt, er sei "stolz, für diese Zeitung zu arbeiten". (Foto: Martin Lengemann/"Welt")
twitter.com (1-Min-Video Applaus), twitter.com, turi2.de (Background)