VW-Chef Herbert Diess wird Gast-Chefredakteur bei "Welt".

Welt holt VW-Chef Herbert Diess (Foto) für einen Tag als Gast in die Chefredaktion. Die Zeitung widmet sich am Dienstag dem Thema Mobilität der Zukunft. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt, bekennender Porsche-Fan, verspricht "eine besondere Ausgabe" zum 100. Geburtstag des Autos.
axelspringer.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch (Archiv: 01/2019).

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User schließt bei der "Welt" ein Digital-Abo ab.

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User entscheidet sich bei der "Welt" für ein Digital-Abo, plaudert Chefredakteur Ulf Poschardt im "Horizont"-Interview aus dem Nähkästchen der Tracking-Daten. Zwischen 30 und 60 % der Nutzer landeten "bewusst und direkt" auf den Online-Angeboten der "Welt".
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Meinung: Die Regierung hat zu viele verschiedene Digitalbeauftragte.

Robin AlexanderDigitalisierung: Die Bundesregierung lässt sich digital zu Tode beraten, kommentiert "Welt"-Vize Robin Alexander lakonisch. In beinah jedem Ministerium gebe es Beauftragte für die Digitalisierung, allein im Kanzleramt einen Digitalkanzleramtsminister, eine Digitalstaatsministerin und eine Digitalabteilungsleiterin. Außerdem gebe es den Digitalrat und Digitalkabinett – nicht aber eine einheitliche Strategie.
welt.de

"Welt" bereinigt ihre Auflage und streicht u.a. Bordexemplare.

Abgeschminkt: Springer verabschiedet sich bei der "Welt" von der Auflagenkosmetik und streicht unwirtschaftliche Bordexemplare und andere Kooperationen. Eine "kurzfristig stärker sinkende Auflage" nehme man dabei "bewusst in Kauf", sagt Springers Digital-Vorständin Stephanie Caspar. Alle reinen Marketing-Aktivitäten will der Verlag auf die "Welt am Sonntag" konzentrieren, außerdem soll das digitale Bezahlangebot WeltPlus auf 100.000 Abonnenten wachsen.
dwdl.de, dnv-online.net, axelspringer.com

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 52.

Ulf Poschardt
Wir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt" im Hause Springer, feiert heute zurückhaltend seinen 52. Geburtstag. Den Tag verbringt er "wie immer im Newsroom, beim besten Team der 'Welt'". Das Beste im abgelaufenen Jahr war für Poschardt zu sehen, dass guter Journalismus digital viele Abonnenten finden kann.

Für das kommende Jahr wünscht er sich für den Journalismus mehr Mut und Originalität – und dazu "weniger Opportunismus und Sentimentalität". Glückwünsche erreichen ihn heute oldschool per Fax und Telex oder klassich per Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Lese-Flatrate Readly holt "Bild" und "Welt" an Bord.


Bild Dir Deine Flatrate: Springer vertreibt seine Tageszeitungen "Bild", "Welt" und "B.Z." sowie die Sonntagsableger "BamS" und "WamS" ab sofort auch über die Magazin-Flatrate Readly – zunächst testweise für sechs Monate. Zahlende Nutzer können die E-Paper der Zeitungen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft lesen, herunterladen und speichern. Springer will mit der Präsenz bei Readly neue digitale Vertriebswege ausprobieren und damit die "Überallerhältlichkeit" von "Bild" und "Welt" ausbauen, sagt Michael Fischer, Geschäftsführer von Springers Vertriebstochter Sales Impact. Konkurrenz zu eigenen Bezahl-Angeboten sei die Teilnahme an Readlys Flatrate-Angebot nicht, es handele sich um "ganz unterschiedliche Produkte", so ein Sprecher.

Readly hat rund 3.800 Zeitschriften im Portfolio - von Publikumstiteln bis hin zu Special-Interest-Magazinen, davon über 1.000 deutschsprachige. Nur im Heimatland Schweden sind bereits drei Tageszeitungen an Bord. Springer ist als erster deutschsprachiger Zeitungsverlag dabei. Die Nutzer zahlen 9,99 Euro im Monat. Readly schüttet 70 % der Nettoerlöse an die Verlage aus, abhängig u.a. von der Lesedauer, der Anzahl der gelesenen Seiten oder der Aktualität der gelesenen Ausgabe. Geo-Blocking gibt es nicht: Deutsche Nutzer können also auch finnische, italienische oder niederländische Magazine lesen.
turi2 - eigene Infos, spiegel.de, meedia.de

Springer wächst insgesamt, nationale Medienumsätze schrumpfen.

Springer setzt 2018 insgesamt 3,18 Mrd Euro um, ein Zuwachs um 4,1 %, davon 3,8 % organisch. Der Konzernüberschuss sinkt wegen Sondereffekten um 44,9 % auf 208,4 Mio Euro – u.a., weil der Verkauf von Geschäften und Immobilien 2017 rund 100 Mio Euro mehr einbrachte als 2018. Der bereinigte Überschuss wächst um 2,5 % auf 335,7 Mio Euro. Die Mitarbeiterzahl steigt um 514 auf 16.350.

In der Sparte News Media steigt der Werbeumsatz um 1,9 % auf 678,5 Mio Euro, der Vertrieb schrumpft um 6,5 % auf 592 Mio Euro. Das nationale Geschäft mit "Bild" und "Welt" schrumpft – beim Werbeumsatz um 3,5 % auf 432,4 Mio Euro, beim Vertrieb um 6 % auf 474,6 Mio Euro.
axelspringer.com (Pressemitteilung), axelspringer.com (Geschäftsbericht, PDF)

Apps von "Welt" und "Bild" unter den umsatzstärksten Deutschlands.

Medien-Apps 150Apps der "Bild" und der "Welt" zählen laut eines von App Annie für Mobilbranche.de erstellten Rankings zu den Top 12 der umsatzstärksten Apps aus Deutschland. Dort tummeln sich sonst v.a. Fitness-Apps. Das Berliner Sprachlern-Unternehmen Babbbel ist mit fünf verschiedenen Apps im Ranking vertreten und damit einer der umsatzstärksten App-Publisher Deutschlands.
mobilbranche.de

Springers Vertrieb Sales Impact vergrößert seine Geschäftsführung.

Sales Impact: Springers Pressevertrieb wird in der Spitze geselliger und vergrößert die Geschäftsführung von vier auf sieben Mitglieder. Die bisherige Nordost-Chefin Sandra Balcke, 43, kommt als Vertriebsleiterin für "Bild" und "Welt" dazu. Auch Logistik-Chef Friedrich Tentrop, 38, und David Löffler, 41, Chef des Springer-Grossos Buch und Presse in Hamburg, steigen in die Geschäftsführung auf.
dnv-online.de

"Welt" stellt vier Relotius-Artikel wieder online.


Ein echter Relotius: Die "Welt" stellt vier Artikel von Claas Relotius wieder online, weil sie korrekt sind oder zumindest keine Fälschungen nachzuweisen sind. Zwei weitere Artikel bleiben gesperrt. In einer mutmaßlich ausgedachten Reportage beschreibt Relotius einen mexikanischen Bestatter als Profiteur des Drogenkriegs – der Mann und seine Firma sind in der Stadt Ciudad Juárez aber nicht bekannt.

Relotius veröffentlichte die "Welt"-Texte von 2010 bis 2014. Die Redaktion erläutert, Relotius sei nicht im Auftrag losgezogen, sondern habe fertige Texte angeboten – deshalb sind keine Spesenquittungen erhalten. Auch viele Mails von damals sind nicht mehr auf den Springer-Servern. Die "Welt" veröffentlicht nun wieder eine plausible Reportage, eine unstrittige Filmkritik, und ein vom Protagonisten bestätigtes Interview. Ein Interview mit dem Anwalt Jacques Vergès ist wieder online, weil es keine konkreten Zweifel gibt. Vergès ist inzwischen tot. (Foto: Ursula Düren / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Welt", S. 2

Dazu auch bei turi2.tv: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt spricht mit Peter Turi über die Relotius-Affäre, Social Media und die Zukunft der "Welt".

Springer baut "Welt"-Chefredaktion um: Johannes Boie übernimmt "WamS", Peter Huth bekommt neue Aufgaben.


Neue "Welt"-Herrscher: Springer schraubt an der Chefredaktion seiner Blauen Gruppe und löst Peter Huth (Foto: links), 49, als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" ab. Er soll sich künftig als Corporate Creative Director um Konzeption, kreative Inszenierung und Umsetzung von Springer-Events kümmern, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter fällt u.a. der Axel Springer Award und ein geplanter Musik-Preis. Huth hatte die Aufgabe vor genau zwei Jahren übernommen, zuvor war er Chef der "B.Z.". Als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" übernimmt Johannes Boie (Foto: Mitte), 35, er war vor zwei Jahren von der "Süddeutschen Zeitung" zu Springer gewechselt und wirkt seitdem als digitale rechte Hand von Konzernchef Mathias Döpfner.

Auch die tägliche "Welt" bekommt eine neue Spitze: Mit Dagmar Rosenfeld (Foto: rechts), 44, erstmals eine Frau. Seit 2017 ist Rosenfeld bereits Vize-Chefin. Ulf Poschardt, 51, bisher auch zuständig für die tägliche "Welt", bleibt als Chefredakteur der "Welt-Gruppe übergreifend für Print, Online und TV verantwortlich. (Foto: Springer, Montage: turi2)
axelspringer.com

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi.tv-Archiv: "Welt"-Chef Ulf Poschardt über Journalismus, Relotius und Social Media.

"Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

turi2 podcast: Wie "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt Leser loyalisiert.


Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren.

Poschardt nutzt dafür auch seinen Twitter-Account – weshalb er seinem Vorstandschef Mathias Döpfner sanft widersprechen muss. Döpfner empfahl gerade öffentlich "allergrößte Zurückhaltung", denn es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist".
Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

#Medienmenschen: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.


Mit Kraft und Karma: Niddal Salah-Eldin fällt auf. Durch mitreißenden Optimismus, Herzlichkeit – und auch ihre schwarze Hautfarbe. turi2 begleitet die "Welt"-Journalistin, die im Mai in die dpa-Chefredaktion wechselt, mit der Kamera. Salah-Eldin erzählt, wie ihre sudanesischen Eltern aus ihr früh einen mutigen Menschen machten – und wie sie diese Einstellung heute als Expertin für digitale Innovationen in die Redaktion trägt: "Ich will die großen Nüsse knacken."

Salah-Eldin kam als Kind mit ihren Eltern aus dem Sudan nach Göttingen, Mutter und Vater sind Naturwissenschaftler. Sie lasen ihrer kleinen Tochter in gebrochenem Deutsch Grimm-Märchen vor, im Kinderhort kümmerte sich Erzieherin Annette. Sie weckten in der kleinen Niddal eine Leidenschaft für Sprache, die sie in den Journalismus brachte – und bald in die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur. Salah-Eldins zweite Leidenschaft ist das Singen, was sie im Video eindrucksvoll beweist.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

"Welt" verliert Harriet von Waldenfels und Niddal Salah-Eldin.


Damenwahl: Die "Welt" muss gleich zwei Abgänge verkraften und sich von Niddal Salah-Eldin, 33, (Foto rechts) und Harriet von Waldenfels verabschieden. Salah-Eldin, bislang Director of Digital Innovation in der "Welt"-Chefredaktion verlässt Springer in Richtung dpa. Dort übernimmt sie als stellvertretende Chefredakteurin und Chefin für Innovation und Produkt ab Mai 2019 von Roland Freund, 50. Freund verlässt Berlin "aus familiären Gründen" und übernimmt in München die Leitung des dpa-Landesbüros.

Harriet von Waldenfels, die bislang als Moderatorin beim Nachrichtensender "Welt" gearbeitet hat, wechselt zum ZDF. Als weitere Hauptmoderatorin verstärkt sie ab 2019 das Team beim "Morgenmagazin" und moderiert im Wechsel mit Dunja Hayali wochenweise die Spätschiene von 7 bis 9 Uhr.
presseportal.de (Salah-Eldin), presseportal.de (von Waldenfels), dwdl.de (von Waldenfels)

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)

Stephanie Caspar übernimmt Springers deutsche Print-Zuständigkeiten von Jan Bayer.


Papier geerbt: Springer gibt Stephanie Caspar, Vorständin für das Ressort Technologie und Daten, zusätzlich Springers Print-Medienmarken in Deutschland. Sie verantwortet künftig damit auch Vermarktung, Vertrieb und Druckereien für "Bild", "Welt", die Musiktitel und die Verlagsgruppe Auto, Computer und Sport.

Sie hat sich bisher bereits um die digitalen Aktivitäten sowie die Digitalvermarktung gekümmert. Jan Bayer "konzentriert sich auf das internationale Mediengeschäft". Stephanie Caspar bekommt auch die Verantwortung für das Preisvergleichsportal Idealo und soll dessen Kooperationen mit den digitalen Medienangeboten ausbauen.
axelspringer.com

Lese-Tipp: Döpfners Auto-Quartett diskutiert über Mobilität.

Lese-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner diskutiert mit VW-Chef Herbert Diess, Daimler-Boss Dieter Zetsche und Wirtschaftsminister Peter Altmaier über die Mobilität der Zukunft. Beiden Auto-Managern ist eigene IT und Software in den Fahrzeugen wichtig, um nicht von Google und Co abhängig zu sein. Döpfner erzählt, dass Springer-Mitarbeitern ein Kita-Platz im Haus inzwischen wichtiger sei als ein Dienstwagen. Diess glaubt, dass "die emotionale Seite von Autos" dennoch wichtig bleiben werde. Altmaier träumt schon von der Fahrt in einem autonomen Taxi nach Paris.
"Welt am Sonntag", S. 11-16 (Paid)

Zitat: Leute mit mehr Meinung als Ahnung haben es sich mit Niddal Salah-Eldin verscherzt.

"Ich kann mich wahnsinnig aufregen über inkompetente oder besserwisserische Menschen, die wenig Ahnung, vor allem aber eine Meinung haben."

Niddal Salah-Eldin, Digital-Innovations-Chefin der "Welt", spricht mit dem "Handelsblatt" über ihre Stärken und Schwächen. Auf ihrer "Verscherzt-Liste" lande niemand grundlos, dann aber "eher langfristig angelegt".
handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)

Video vielleicht verpasst? Die meistgeklickten turi2.tv-Videos im September 2018.



Video vielleicht verpasst? Mathias Döpfner spricht im Interview von Peter Turi über seine Musikleidenschaft und Strategien für die Zukunft des Springer-Konzerns. Dessen neuer Campus in Berlin nimmt Form an und auch Gruner + Jahr baut in Hamburg ein neues Verlagshaus. Das sind die meistgesehenen turi2.tv-Videos bei YouTube, Facebook und Twitter im September.

Top 1:
Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft – das komplette Interview
2.341 Aufrufe bei YouTube

Top 2:
Der Axel Springer Neubau: Andreas Ludwigs zeigt die Baustelle
1.644 Aufrufe bei YouTube (+ 562 bei Facebook + 186 bei Twitter)

Top 3:
Vertrauen in die Verlagszukunft: Julia Jäkel und Peter St John über den Neubau
566 Aufrufe bei YouTube (+ 894 bei Facebook + 230 bei Twitter)

Top 4:
Umfrage: So sieht die Medien-Welt am Sonntag aus
504 Aufrufe bei YouTube

Top 5:
"70 ist das neue 20." Chefredakteur Peter Huth über den Gesundheitszustand der "Welt am Sonntag"
476 Aufrufe bei YouTube (+ 267 bei Facebook)

Top 6:
Degeto-Chefin Christine Strobl über die Strategie hinter "Babylon Berlin".
463 Aufrufe bei YouTube (+ 256 bei Facebook + 287 bei Twitter)

Top 7:
"stern" und die Hitler-Tagebücher: Christian Krug über den historischen Weckruf
287 Aufrufe bei YouTube (+ 631 bei Facebook + 883 bei Twitter)

Die Top 7 in einer Playlist














Das waren die meistgeklickten turi2.tv-Videos im Juli

Stand 4.10.2018, 15:00 Uhr

Supplements und Reichweite: Christian Nienhaus über das Werbegeschäft der "Welt am Sonntag".


"Welt" auf allen Kanälen: Christian Nienhaus, Print-Chef des Springer-Konzerns, freut sich zum 70. Jubiläum der "Welt am Sonntag", dass die Medienmarke "Welt" als Zeitung, digital und als Nachrichtensender so viele Menschen erreicht, wie nie zuvor – auch wenn die gedruckte Zeitung Auflage verliert. Damit das gedruckte Werbegeschäft läuft, setzt auf die Reichweite der ganzen "Welt": Jeder Kunde, der in der "Welt am Sonntag" eine Anzeige schaltet, bekommt dieselbe Anzeige wochentags on top.

Unter dem Label "Welt am Sonntag" auch Dienstleistungen oder Produkte zu verkaufen, wie etwa der Konkurrent "Zeit" es macht, kann Nienhaus sich allerdings nicht vorstellen. "Wir haben bei 'Bild' schon Dessous und Bücher verkauft, da hat die 'Zeit' da noch gar nicht dran gedacht. Und damit haben wir auch Millionen verdient", sagt Nienhaus und will sich auf publizistische Maßnahmen konzentrieren.

Springers Mann fürs Gedruckte setzt bei der "WamS" auf hochwertige Supplements wie etwa das Heft "Icon". Das Modemagazin sammle von Kunden aus der Mode-Welt Anzeigen ein, die sonst bei "Vogue" oder "Madame" laufen und sei ein großartiges Beispiel für Diversifizierung, findet Nienhaus.
turi2.tv (6-Min-Interview auf YouTube)

"70 ist das neue 20." Chefredakteur Peter Huth über den Gesundheitszustand der "Welt am Sonntag".


Puls der Sonntagszeitung: Chefredakteur Peter Huth vermisst im Video-Interview zu 70 Jahren "Welt am Sonntag" den Gesundheitszustand der betagten Dame. Der Blattmacher bemüht sich, einen jugendlichen Eindruck von seiner Zeitung zu vermitteln: "70 ist das neue 20", sagt er im Gespräch mit Peter Turi, wohl wissend, dass auch in der gefühlten Jugend die Knochen knacken. Das Nordische Format verliere zwar, ähnlich wie die Konkurrenz, dafür entwickele sich die Kompakt-Ausgabe der Zeitung zum "Hidden Champion", erklärt Huth.

"Ich bin kein Revolutionär", sagt er über die Veränderungen, die bei der "WamS" in nächster Zeit anstehen. Noch nicht perfekt findet der Chefredakteur die Fotosprache seiner Zeitung. Außerdem will Huth für mehr exklusive Storys sorgen und das Blatt kleinteiliger machen. Der Leser solle schon beim ersten Blättern nach sechs bis acht Texten merken, dass er etwas für sein Geld bekommt.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Meinung: "Welt am Sonntag"-Autorin Jennifer Wilton auf den Spuren des Journalismus.

Medienmarken haben auch künftig eine Relevanz, schreibt Jennifer Wilton. Die "Welt am Sonntag"-Autorin fragt sich, was Journalismus ausmache und begibt sich auf Spurensuche bei ihrem Opa, einst selbst "Welt"-Reporter. "Schreiben, was ist" gelte heute genauso wie zur "Spiegel"-Gründungszeit.
"Die Welt am Sonntag", S. 18/19 (Paid)

Stefan Niggemeier kritisiert "Brandsatz" von Stefan Aust.

Welt: Herausgeber Stefan Aust schreibt einen verantwortungslosen, destruktiven und gefährlichen Brandsatz-Artikel, der Merkel und Flüchtlingen die Schuld an allem gibt, kritisiert Stefan Niggemeier. Der Text "Mutti aller Probleme" sei aufgemacht wie ein Social-Media-Post für Pegida, enthalte falsche Fakten und den Willen zur Verdrehung. Aust rede Rechtsextremismus klein und bediene selbst die Sage, im Merkel-Deutschland dürfe "man nichts mehr sagen".
uebermedien.de

Umfrage: So sieht die Medien-Welt am Sonntag bei Aust, Heumann, Suding und Döpfner aus.


Lese-Sonntag: Springer hat am Dienstagabend zu 70 Jahren "Welt am Sonntag" nach Hamburg eingeladen. turi2.tv wollte von prominenten Gästen wissen, wie ihre Medien-Welt am Sonntag aussieht. "Welt"-Herausgeber Stefan Aust etwa greift auch früh am Sonntagmorgen schon im Bett zum Handy und informiert sich über die Weltlage, anschließend blättert er durch die eigene Zeitung, aber auch durch den "Spiegel". Springer-Boss Mathias Döpfner dagegen schläft am siebten Tag der Woche erstmal aus. Wenn er später die eigenen Zeitungen und die "FAS" gelesen hat, liest Döpfner Bücher und schaut Filme: "Sonntag ist nicht der Pflicht-Tag, sondern der Kür-Tag", sagt Döpfner.

Außerdem geben in der turi2.tv-Umfrage Karen Heumann von thjnk, Philipp Westermeyer von den Online Marketing Rockstars, FDP-Politikerin Katja Suding, "Bild"-Kolumnist Alfred Draxler, PR-Frau Yvonne von Stempel, Grosso-Chef Frank Nolte und Beraterin Alexandra von Rehlingen Auskunft über ihre Medien-Gewohnheiten am Sonntag. Überraschend viele setzen am Sonntag auf Print, aber auch "Tatort" und Rosamunde-Pilcher-Filme gehören zu den Favoriten der Partygäste.
turi2.tv (4-Min-Video)

Lese-Tipp: Deniz Yücel erwartet Bedingungen für deutsche Gespräche mit Erdogan.

Lese-Tipp: Deniz Yücel hat für seine Verdienste um kritischen Journalismus den M100 Media Award erhalten. Die "Welt" dokumentiert seine Dankesrede, die er für Erdogan-Kritik nutzt. Yücel warnt davor, diejenigen Menschen in der Türkei zu verraten, die sich nach einer demokratischen Gesellschaft sehnten. Auch unter Erdogan brauche es Gespräche mit Deutschland, jedoch nicht ohne Bedingungen. Erdogans wunder Punkt sei die Wirtschaftslage. "Mit Gangstern muss man die Sprache sprechen, die sie verstehen", sagt Yücel.
"Welt", S, 78 (Paid), n-tv.de (Zusammenfassung)

Meinung: Peter Huth produziert mit der WamS "Quality Time" für seine Leser.

Welt am Sonntag dient für ihre Leser als "Quality Time" mit sich selbst, erklärt "WamS"-Chefredakteur Peter Huth im Springer-Podcast "inside.pod" zum 70. Jubiläum der Sonntagszeitung. Die Leser empfänden das Blatt als "intellektuellen und unterhaltsamen Gewinn". Sein journalistisches Credo orientiere sich an der Philosophie des Blatts: "Die Mischung macht's!" Ernste und politische Themen müssten mit leichter Unterhaltung zusammengeführt werden.
axelspringer.com, soundcloud.com (32-Min-Audio)

Zitat: "Welt am Sonntag"-Chef Peter Huth hat den Boulevard mehrfach durchgespielt.

"Ich habe meine Vorstellung von Boulevard bei der 'B.Z.' sehr klar umsetzen können. Wäre das Genre ein Videospiel, würde ich sagen: Ich habe es durchgespielt. Mehrfach."

Peter Huth, Chefredakteur der "Welt am Sonntag", sagt im großen "Horizont"-Interview mit Ulrike Simon, dass er keine Ambitionen hat, Ersatzkandidat für "Bild"-Chef Julian Reichelt zu werden.
"Horizont" 37/2018, S. 14 (Paid), horizont.net (Auszüge), turi2.de (Blattkritik Peter Huth, 2015)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Wären wir in einer Familienaufstellung, wäre die 'Welt am Sonntag' der große Bruder des Lesers, sicher nicht der sehr schlaue Onkel. Aber ich mag die 'FAS' auch sehr gerne und lese sie mit Gewinn.

"Ich vermisse häufig den Tagesrhythmus. Ein Thema über mehrere Tage zu spielen, das geht bei einer Sonntagszeitung nun einmal nicht. Experimentierst du oder liegst du mit einer Zeile falsch, kannst du das an den anderen Tagen der Woche nicht mehr gutmachen."

"Ich habe 30 Jahre Boulevard gemacht und kein abgeschlossenes Studium. Damit bin ich in der Redaktion klar die Ausnahme. Aber damit komme ich gut zurecht – und die Kollegen auch."

"Interessant fand ich, dass ich mir einbildete, hier im natürlichen Habitat der von mir geschätzten langen Überschriften angekommen zu sein. Aber von wegen. Jedes Mal bekomme ich zu hören: Das geht nicht, die Zeile muss kürzer sein. Andererseits muss ich angebliche Boulevard-Großtaten wie inflationäre Alliterationen abschaffen. Zeilen wie 'Armselige Anleihen' in der Wirtschaft oder 'Türkische Taktik' in der Politik."

"Immer nur ganzseitige mit doppelseitigen Geschichten abzuwechseln, von denen der Leser am Ende nur drei schafft zu lesen, das reicht für eine Zeitung nicht aus. Wir müssen Leseanreize schaffen, damit man das Gefühl bekommt: Das Geld, das ich für diese Zeitung ausgegeben habe, hat sich gelohnt."

"Ich will möglichst weit weg von den Stockfotos, diesem ganzen fremdproduzierten Zeug. Wenn ich dann sage, geht raus, fotografiert echte Leute, und die Kollegen sagen, das sei schwierig, antworte ich: Ja, und? Für 4,40 Euro darf der Leser erwarten, dass man sich plagt."

"Welt News Check" bringt Nachrichten zum Hören.

Welt produziert jetzt auch einen Nachrichten-Podcast. Der Welt News Check liefert von Montag bis Freitag morgens und abends Meldungen und Kommentare aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die dreieinhalbminütige Erstausgabe erinnert an vorgelesene Radionachrichten. Die Nutzer können den Podcast auf der Website sowie über Apples Homepod und Amazons Alexa anhören.
welt.de

Zitat: "Welt"-Chef Ulf Poschardt will nicht für Bezahlung von Inhalten betteln müssen.

"Ungern würden wir als Bettler auftreten, wenn wir einfach nur das bürgerliche Eigentumsrecht ernst genommen sehen wollen."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt macht in einem Leitartikel Stimmung für einen besseren Schutz geistigen Eigentums. Heute debattiert und morgen entscheidet das EU-Parlament über eine Reform des Urheberrechts.
welt.de

Weitere Zitate aus dem Kommentar:

"Auf kaum einem anderen Feld grassiert ein derart weltfremder Idealismus wie in der Netzpolitik."

"Die Büros des Duopols Google/Facebook sehen wie bunte Kinderspielplätze aus. Die Hoodie- und Turnschuh-Phänomenologie der Helden hat viel für die Immunisierung gegen jede Kritik geleistet."

"Es geht um Fair Trade von Ideen und Inhalten. Es geht nicht darum, das Internet zu zerstören oder gar dessen Freiheit zu beschränken."