Yücel-Anwälte beantragen Freilassung beim türkischen Verfassungsgericht.

Deniz Yücel: Die Anwälte des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten haben beim türkischen Verfassungsgericht einen Antrag auf Freilassung von Yücel aus der Untersuchungshaft eingereicht. Die Inhaftierung verletze u.a. "sein Recht auf körperliche Unversehrtheit und seine persönliche Freiheit" sowie das Recht "auf ein faires Verfahren", argumentieren die Anwälte. Yücel ist seit vier Wochen in Einzelhaft, deutschen Botschaftsvertretern bleibt der Zugang zu Yücel verwehrt.
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Julian Reichelt: "Zeit" zitiert Staatsanwalt falsch und ignoriert "Bild"-Statement.

Julian Reichelt wirft der "Zeit" vor, den Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa falsch zitiert zu haben. Kumpa habe "Bild" keine schlechte Recherche vorgeworfen und nicht behauptet, dass "Bild" die Geschichte über Andreas Lubitz angebliche Ex-Freundin Maria W. erfunden habe. Dies zeige ein Statement des Boulevardblatts gegenüber der "Zeit". "Bild" hält an der Geschichte fest. "Zeit"-Autorin Petra Sorge habe unsauber gearbeitet, meint Bild.de-Chef Reichelt bei Twitter. Auch "Welt"- Wirtschaftsjournalistin Anette Dowideit‏ wirft der "Zeit" "Borderline-Berichterstattung" vor. Kollegen seien zu Unrecht beschuldigt worden, falsch berichtet zu haben. turi2 hatte berichtet, Kumpa habe "Bild" schlechte Recherche vorgehalten. "Zeit"-Chefredaktionsmitglied Holger Stark weist Reichelts Kritik zurück. Seine Zeitung habe einen Springer-Sprecher zitiert und Kumpa korrekt wiedergegeben.
twitter.com, twitter.com (Reichelt), twitter.com (Dowideit), twitter.com (Stark), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 50.

Ulf PoschardtWir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur von WeltN24, feiert heute seinen 50. Geburtstag. Der Autoliebhaber gibt nicht nur im Porsche Gas, sondern auch mit seiner crossmedialen Redaktion. Das turbulente Jahr 2016 sei der "ideale Nährboden für substanziellen Journalismus" auf allen Kanälen von WeltN24 gewesen. Besonders freut sich der promovierte Philosoph darüber, wie gut der Sender N24 mit der neuen WeltN24-Homepage ineinandergreift. Er könne sich kein besseres oder athletischeres Team vorstellen als seine Mannschaft.

Nicht zu Ruhe kommen lässt Poschardt das Schicksal seines Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel. "Seine Untersuchungshaft in Einzelhaft ist jeden Tag neu ein Schock für uns alle", sagt Poschardt. Der Umgang der Türkei mit dem exzellenten Kollegen mache ihn fassungslos. Für das 51. Lebensjahr wünscht er sich deshalb vor allem eins: Freiheit für Yücel. Heute feiert Poschardt, der 1967 in Nürnberg geboren wurde, seinen runden Geburtstag im kleinsten Kreis in einem chinesischen Imbiss. Gratulationen erreichen ihn auf allen Wegen - etwa per E-Mail.Kommentieren ...

Zitat: Stefan Aust wünscht sich weniger Hysterie in Mediendebatten.

"Wer sich verschrecken lässt durch Begriffe wie 'Lügenpresse', der hat nicht genügend Selbstbewusstsein."

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust rät Kollegen, auf unsachliche Vorwürfe nicht hysterisch zu reagieren.

Aust über seinen Umgang mit Fake News:
"Ich hab bei meinem Computer eine kleine Taste, die sieht aus wie ein Papierkorb, da stecke ich das rein und dann ist das weg."

... über den "fast religiösen Begriff" Wahrheit:
"Der Begriff Wahrheit ist häufig eine Anmaßung. Es gibt viele Informationen, die man unterschiedlich interpretieren kann – es liegt immer im Auge des Betrachters."

... über mediale Hysterie:
"Es wird eine immer größere Tsunami-Welle, wenn irgendetwas passiert. Manche Informationen, die nicht wirklich überprüft sind, kriegen eine gewaltige Bedeutung – aber häufig ist es so, dass nach ein paar Stunden schon eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)Kommentieren ...

"Welt" strukturiert sich mit neuen Rubriken.

Welt ergänzt seine Samstagausgabe um feste Rubriken: Die "Alternative Grafik" auf Seite 2 erinnert sehr an die "Gefühlte Wahrheit" aus dem "SZ-Magazin". Daniel Friedrich Sturm schreibt in der Politik "Unter Zwei", in der "Weiten Welt" reportieren Korrespondenten kurz wie es auch die "Zeit"-Kollegen in ihren "Mails aus ..." tun. Neu ist auch der "Bossy Talk" in der Wirtschaft, "Literarische Welt" und der Stil-Teil wurden erneuert.
"Welt", S. 1 u.a. (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Gabriel zweifelt im Fall Yücel an Rechtsstaatlichkeit der Türkei.

"Wenn die Türkei wirklich ein Rechtsstaat ist, wie Herr Erdogan behauptet, dann frage ich mich, wie er schon vor Beginn eines Gerichtsverfahrens wissen kann und sagen darf, dass Deniz Yücel ein Terrorist und Spion sei."

Außenminister Sigmar Gabriel berichtet im "Spiegel" von vergeblichen Versuchen deutscher Diplomaten, zum inhaftierten "Welt"-Journalisten Deniz Yücel Kontakt aufzunehmen.
"Spiegel", 12/2017, S. 12Kommentieren ...

Türkisches Gericht lehnt Haft-Entlassung von Deniz Yücel ab.

Deniz Yücel muss in türkischer Haft bleiben. Das Amtsgericht Istanbul hat die Entlassung des "Welt"-Korrespondenten aus der Untersuchungshaft abgelehnt. Seine Anwälte hatten argumentiert, die ihm zur Last gelegten Artikel seien von der Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt, die Mehrzahl der Deniz Yücel vorgeworfenen Taten sei nach türkischem Recht verjährt. Gegen die Entscheidung können Yücels Verteidiger Widerspruch beim türkischen Verfassungsgericht einlegen.
welt.deKommentieren ...

Bilanz.de verschmilzt mit Welt.de und bekommt neuen Geschäftsführer.

Bilanz.de verschmilzt mit Welt.de und verbessert künftig dessen Klick-Bilanz. Springer erhofft sich durch die Einbindung der Bilanz-Artikel auf der Homepage des Mutter-Blatts höhere Werbeerlöse. Der Verlag baut auch die Führungsebene des Wirtschaftsmagazins um: Der bisherige Geschäftsführer Johannes Boege wird vom früheren "Welt"-Geschäftsführer Marius Schneider abgelöst. Boege übernehme neue Aufgaben bei Springer. "Bilanz"-Chefredakteur Klaus Boldt kündigt im Interview mit Meedia an, mehr crossmediale Inhalte anzubieten.
meedia.deKommentieren ...

Meinung: "Bild" sollte auch über Yücels Äußerungen über Sarrazin berichten.

Bild: Das Boulevardblatt müsste in einem ausführlichen Portrait über den inhaftierten "Welt"-Journalisten Deniz Yücel auch seine verächtlichen Äußerungen über Thilo Sarrazin "zwingend erwähnen", sagt "Bild"-Ombudsmann Ernst Elitz in einer Antwort auf Fragen von Lesern. In der aktuellen Berichterstattung bestehe aber "keine Notwendigkeit, Yücels Haft mit seinem früheren Verhalten zu verknüpfen". Leser hatten der Zeitung vorgeworfen, "einseitig" zu berichten und Yücels schlechte Wünsche für Sarrazins Gesundheit zu verschweigen. Elitz sagt außerdem, "Bild" habe für Meinungsumfragen ein verlässliches Sicherheitskonzept gegen Fakes entwickelt.
bild.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ulf Poschardt schreibt offenen Brief an Erdogan.

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt fordert in einem offenen Brief an den türkischen Präsidenten Erdogan, Deniz Yücel freizulassen. Er mache sich große Sorgen um ihn, schreibt Ulf Poschardt. Deniz Yücel liebe die Türkei und habe mit seinen Artikeln das Interesse an der Türkei-Berichterstattung der "Welt" verdoppelt. Ulf Poschardt schreibt in dem in der Zeitung auf Deutsch und Türkisch abgedruckten Brief zudem von positiven Türkei-Erfahrungen seines Vaters und zitiert den Koran.
"Welt", S. 2, welt.deKommentieren ...

Anwälte von Deniz Yücel legen Widerspruch gegen Untersuchungshaft ein.

Deniz Yücel: Die Anwälte des in der Türkei in Untersuchungshaft sitzenden "Welt"-Journalisten legen wie erwartet Widerspruch gegen die Haftentscheidung ein. Die Anwälte begründen unter anderem, dass die als Beweis verwendeten Artikel des Journalisten älter als vier Monate und damit nicht anwendbar seien. Zudem lägen nur unzureichende Übersetzungen der Beiträge vor.
welt.deKommentieren ...

Erdogan wirft "Welt"-Journalist Deniz Yücel Spionage vor.

testDie Türkei und der ausländische Agent: Der türkische Präsident Erdogan beschuldigt den "Welt"-Journalisten Deniz Yücel der Spionage. Yücel sei ein kurdischer Aktivist und "deutscher Agent", sagte er bei einer Rede in Istanbul. "Als ein Vertreter der PKK, als ein deutscher Agent hat sich diese Person einen Monat lang im deutschen Konsulat versteckt", sagte Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Das Staatsoberhaupt wirft den deutschen Behörden vor, "Terrorismus" in der Türkei zu unterstützen. "Sie müssen wegen Unterstützung und Beherbergung von Terrorismus vor Gericht gestellt werden." Das Auswärtige Amt weist die Vorwürfe als "abwegig" zurück.

Erdogan ärgert sich über die Absage mehrerer Redeauftritte seiner Minister in Deutschland. Sie dürften dort nicht sprechen, während Vertreter der verbotenen Kurdenorganisation öffentlich das Wort ergreifen dürften, sagt Erdogan, der sich zum ersten Mal seit der Verhaftung Yücels zu dem Fall äußert. Der deutsch-türkische Korrespondent der "Welt" sitzt im Gefängnis in Silivri, westlich von Istanbul. Die Türkei hält ihm Terrorpropaganda und Volksverhetzung vor. Nach Auskunft seines Anwalts drohen ihm bis zu zehneinhalb Jahre Haft.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt" veröffentlicht Artikel, wegen der Deniz Yücel angeklagt ist.

Welt widmet ihrem inhaftierten Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel die ersten fünf Seiten der Mittwochsausgabe. Dort druckt die "Welt" u.a. Artikel und Interviews, wegen der Yücel Volksverhetzung und Propaganda für die PKK vorgeworfen wird. Der türkische Journalist Can Dündar äußert im Interview die Hoffnung auf eine Besserung der Lage in der Türkei, sollte Präsident Erdogan sein Verfassungsreferendum im April verlieren. "Bild" veröffentlicht eine Liste aller rund 150 in der Türkei inhaftierten Journalisten.
"Welt", S. 1-5 (Paid), "Bild", S. 2/3 (Paid)Kommentieren ...

"Spiegel" und Springer solidarisieren sich für Deniz Yücel.

Deniz Yücel 150#FreeDeniz: "Spiegel" und Spiegel Online machen sich mit einer Protestnote für die Freilassung von Deniz Yücel stark. Sie fordern auch, die 150 anderen unfreien Journalisten in der Türkei gehen zu lassen. Die Redaktionen schließen sich einer Zeitungsanzeige von mehr als 300 Medienleuten an. Auch Chefredakteure der ARD protestieren per Stellungnahme. Springer-Chef Mathias Döpfner kritisiert die U-Haft für seinen Mitarbeiter Yücel als gezielte Methode gegen die Gedankenfreiheit. Am Berliner Springer-Hochhaus prangt der Schriftzug #FreeDeniz.
spiegel.de, presseportal.de (ARD), welt.de (Döpfner), turi2.de (Anzeige)


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Türkei: Deniz Yücel kommt in Untersuchungshaft.

Deniz Yücel
Unfree Deniz: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt", muss in türkische Untersuchungshaft. Nach einem Haftantrag der Staatsanwaltschaft hat Haftrichter Mustafa Cakar am Montagabend in beiden Anklagepunkten Untersuchungshaft verhängt. Yücel wird Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen. Er befindet sich seit knapp zwei Wochen in der Türkei in Polizeigewahrsam. Yücels Anwälte wollen Einspruch gegen die Entscheidung des Haftrichters einlegen. Untersuchungshaft kann in der Türkei bis zu fünf Jahre dauern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Entscheidung als "bitter und enttäuschend" und hält die Untersuchungshaft für "unverhältnismäßig". Deutlicher wird Außenminister Sigmar Gabriel: "Das ist eine viel zu harte und deshalb auch unangemessene Entscheidung."

Unterdessen setzen sich einige hundert Journalisten und Medienmacher mit einer ganzseitigen, zweisprachigen Anzeige in der "Süddeutschen Zeitung" für die Freilassung von Deniz Yücel ein. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes zeichnen für die Anzeige Spiegel-Online-Autorin Margarete Stokowski, Schriftstellerin Sibylle Berg und Moderator Jan Böhmermann.
welt.de, welt de (Merkel/Gabriel), turi2.de (Anzeige) 3 Kommentare

Margarete Stokowski, Sibylle Berg und Jan Böhmermann schalten Unterstützer-Anzeige für Deniz Yücel.

Freiheit für Deniz 150Freiheit für Deniz fordert eine ganzseitige Anzeige auf Türkisch und Deutsch, die u.a. in der "Süddeutschen Zeitung" und der "Welt" erscheint. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes zeichnen Spiegel-Online-Autorin Margarete Stokowski, Schriftstellerin Sibylle Berg und Moderator Jan Böhmermann. Einige hundert Journalisten und Medienmacher unterstützen die Aktion und setzen sich für die Freilassung von "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ein, darunter "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, "Zeit"-Chef Giovanni di Lorenzo, "Bild"-Chefreporter Paul Ronzheimer, ZDF-Moderatorin Dunja Hayali und Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios.
"Süddeutsche Zeitung", S. 11 / "Welt", S. 7 (Großansicht), freedeniz.de5 Kommentare

Deniz Yücel berichtet über seine Anwälte über seine Erfahrungen im Gefängnis.

Talkshow maybrit illnerDiktat aus Istanbul: Die "Welt am Sonntag" veröffentlicht einen Bericht des in Polizeigewahrsam befindlichen Deniz Yücel, den dieser seinen Verteidigern diktiert hat. Darin beschreibt der Türkei-Korrespondent der "Welt" seine Situation, die er als "Polizeihaft" bezeichnet. Diese werde oft als Bestrafungsinstrument eingesetzt und die in Gewahrsam genommenen Personen würden nach bis zu 14 Tagen laufen gelassen. Sein Zustand sei "ganz gut". Allerdings habe er Magen-Darm-Probleme. Kontakt zur Außenwelt habe Yücel lediglich über seine Anwälte, die jedoch so häufig kommen könnten, wie sie wollen.

Seine Zelle, er sich meist mit ein bis zwei weiteren Personen teile, sei 2,10 Meter mal 3,5 Meter groß. Auf den vier Toiletten für bis zu 70 Gefangene gebe es kein Klopapier. Duschen können habe Yücel in neun Tagen zweimal. Beim Arzt habe er sich ein Vitaminpräparat erkämpft. Die Mitgefangenen benehmen sich ihm gegenüber respektvoll, lässt Yücel wissen. Die Beamten seien "manchmal etwas grob im Ton, aber nicht ausfallend oder beleidigend" und zudem im Rahmen der Vorschriften hilfsbereit.

Auch Dank lässt Yücel übermitteln: "Ich danke von ganzem Herzen allen, die sich wo und wie auch immer für mich und meine inhaftierten Kollegen einsetzen." Ausdrücklich dankt der Journalist seiner Zeitung, der "Welt", seiner früheren Zeitung, der "taz" sowie der Bundesregierung.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)2 Kommentare

Yücel-Anwalt beklagt Geheimhaltung.

Deniz Yücel 150Deniz Yücel hätte längst freigelassen werden müssen, sagt sein Anwalt Veysel Ok der "taz". Ihm zufolge sei der "Welt"-Journalist noch immer nicht von einem Staatsanwalt vorgeladen worden. Seine Akte und damit verbunden die nötigen Beweise für den Polizeigewahrsam seien geheim. Auch aus den Fragen der Polizei gehe wenig über die Ermittlungen hervor.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkei verlängert Polizeigewahrsam für Deniz Yücel.

Deniz Yücel 150Deniz Yücel muss länger in türkischem Polizeigewahrsam bleiben. Die türkische Polizei hat den Anwälten des "Welt"-Korrespondenten mitgeteilt, dass der Staatsanwalt eine Verlängerung des Gewahrsams um weitere sieben Tage verfügt hat. Ursprünglich hätte Yücel morgen Nachmittag freigelassen werden müssen. Die türkischen Behörden werfen ihm die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Datenmissbrauch und Propaganda für Terrororganisationen vor.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkische Polizei nimmt "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel fest.

Talkshow maybrit illner
Deutscher Pass schreckt nicht ab: Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt", befindet sich in Gewahrsam im Polizeipräsidium von Istanbul, berichtet die Zeitung. Ihm werde die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Datenmissbrauch und Propaganda für Terrororganisationen vorgeworfen. Deniz Yücel ist in Flörsheim am Main geboren und besitzt die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft.

Yücel hat als einer von vielen Journalisten über den Inhalt des gehackten E-Mail-Accounts von Berat Albayrak berichtet, Energieminister und Schwiegersohn des autoritären türkischen Präsidenten Erdogan. In den Enthüllungen geht es u.a. um Einflussnahmen der Regierung auf Medien, das Vorgehen gegen die kurdische Minderheit, Ölgeschäfte und den türkischen Einfluss auf den syrischen Bürgerkrieg.
welt.de, welt.de (Background)Kommentieren ...

"Welt am Sonntag" erscheint mit Jean Paul Gaultier als Gast-Chefredakteur.

Wams_GaultierWelt am Sonntag erscheint diesen Sonntag als Sonderedition mit dem französischen Modeschöpfer Jean Paul Gaultier als Gast-Chefredakteur. Wie bereits frühere Sonderausgaben, die unter anderem Karl Lagerfeld oder Jil Sander begleitet haben, legt die Zeitung ein besonderes Augenmerk auf das Überthema Luxus. Die Ausgabe ist zudem mit Glanzpapier ummantelt.
welt.de, welt.de (Background)Kommentieren ...

Basta: So könnte Trumps Amtseinführungsrede klingen.

donald-trump-150Weltexklusiv kennt die "Welt" bereits die Amtseinführungsrede von Donald Trump. Der neue US-Präsident kündigt an, innerhalb von 90 Tagen u.a. die USA, Saudi-Arabien, Japan und Deutschland zu zerstören, außerdem will er sich für Hacker-Angriffe und mehr Fake News einsetzen. Vorhaben, die für Trump-Kenner nicht abwegig klingen, vorerst aber nur ein Zusammenschnitt alter Reden sind.
twitter.com/welt



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"WamS" druckt vier Sonderseiten zum Deutschen Medienkongress von "Horizont".

welt-am-sonntag-zeitungsrolle-150Welt am Sonntag erscheint heute mit einer vierseitigen Beilage zum Deutschen Medienkongress von "Horizont", der am Dienstag in Frankfurt startet. Themen sind u.a. Trends wie Fake News, Bildungsmedien und neue Populisten-Portale, aber auch bewährte Berichtsfelder wie der Presserat und Zeitschriften-Entwicklung.
"Welt am Sonntag", S. 75-79, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Mara Delius wird Leiterin der "Literarischen Welt".

Mara Delius 150Welt befördert Feuilleton-Redakteurin und Autorin Mara Delius, 37, zur Leiterin der Literarischen Welt. Sie folgt auf Richard Kämmerlings, 47, der "literarischer Korrespondent" wird. Die Literaturbeilage soll vom reinen "Rezensionsorgan" zu einem wöchentlichen Magazin "für das literarische Leben" werden. "Welt"-Kulturchef Andreas Rosenfelder trägt die Gesamtverantwortung.
axelspringer.deKommentieren ...

"Bild"-Redakteur Metin Gülmen berichtet von Haftbefehl gegen "Welt"-Türkei-Korrespondent Deniz Yücel.

Deniz Yücel 150Türkei hat laut "Bild"-Redakteur Metin Gülmen einen Haftbefehl gegen Deniz Yücel (Foto), Türkei-Korrespondent der "Welt", erlassen. Laut der regierungsnahen Zeitung "Sabah" soll es eine Hausdurchsuchung gegeben haben. Yücel befindet sich derzeit im Ausland, schreibt Gülmen bei Twitter. Die Staatsanwaltschaft werfe Yücel vor, Mitglied der AKP-kritischen Hackergruppe RedHack zu sein. Springer will sich auf Nachfrage zu dem Fall nicht äußern.
twitter.com/GuelmenM (Haftbefehl), twitter.com (Hausdurchsuchung), twitter.com/GuelmenM (RedHack)1 Kommentar

Polizei kritisiert "Welt" und liegt offenbar selbst falsch.

weltpolizeitweet-600
Übers Ziel hinaus getwittert: Berliner Polizei und "Welt" zoffen sich öffentlich um einen Artikel zum Attentat am Breitscheidplatz. Auf Twitter wirft die Polizei der "Welt" vor, "Gerüchte und Falschmeldungen" über einen SEK-Einsatz zu verbreiten und Kollegen zu gefährden. Der Tweet wird tausendfach mit Likes versehen. Kurz darauf rudert die Polizei zurück – den Einsatz hat es doch gegeben.

Was genau die Polizei veranlasst hat, so scharf zu dementieren, ist unklar. Offenbar stimmen nur Details des "Welt"-Artikels nicht. Der scharfe Ton des Polizei-Tweets platzt herein in eine aufgeheizte Stimmung – und auch mitten in die "Lügenpresse"-Debatte. Erst gestern haben Martin Lutz und Christian Meier – ausgerechnet in der "Welt" – Kollegen zur Zurückhaltung aufgerufen: Sie sollten die Öffentlichkeit informieren, aber auch nicht jede brandheiße Info gleich raushauen. Im konkreten Fall berichteten Medien über Polizeiaktionen, noch bevor Beschlüsse zur Wohnungsdurchsuchung vorlagen.
twitter.com (Vorwurf), twitter.com (Dementi), welt.de (Artikel), welt.de (Lutz/Meier)Kommentieren ...

Basta: "Welt" macht "Tagesspiegel"-Journalisten zum Islamisten.

BastaIslamisten beim Tagesspiegel? "Welt" baut eine unglückliche Foto-Collage mit "Tagesspiegel"-Redakteur Frank Jansen, dessen Bild plötzlich unter der Überschrift "Islamist ist ein Familienvater mit deutschem Pass" auftaucht. Dabei bastelt Jansen gar nicht heimlich an Bomben: Er hatte als Extremismus-Experte nur ein Statement zum Maulwurf beim Verfassungsschutz abgegeben.
twitter.com (Screenshot Tweet "Welt" via Matthias Meisner), welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lehrer rieten Ulf Poschardt vom Journalistenberuf ab.

Ulf Poschardt-150Ulf Poschardt, Chefredakteur von WeltN24, wäre nie Journalist geworden, ginge es nach seinen Lehrern in der Schule. Die haben ihm davon abgeraten und meinten: "Gescheit ist er schon, aber schreiben kann er nicht", erzählt Poschardt dem Mediennetzwerk Bayern. Als junger Journalist habe er seine Texte "mit zitternden Knien" ins Feuilleton der "Süddeutschen" gebracht. Medial besonders geprägt hat ihn der Zündfunk vom BR.
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