Zitat: Stephanie Caspar kann nicht hell sehen, aber sich vorbereiten.

"Wir maßen uns nicht an, alles perfekt vorzuplanen für die nächsten drei Jahre. Wir stellen uns so auf, dass wir auf alles reagieren können, egal was da kommt."

WeltN24-Chefin Stephanie Caspar guckt im Interview für die turi2 edition5 nicht auf die Baukräne vor ihrem Bürofenster. Im Video-Interview spricht sie lieber über die Liebe zur laufenden Veränderung.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)Kommentieren ...

"Welt"-Chefin Stephanie Caspar denkt und lenkt digital.


Es lebe der Umbruch: Stephanie Caspar ist nicht die lauteste, aber eine der erfolgreichsten digitalen Medienfrauen. Als neue Chefin von Springers digitalen Verlagsaktivitäten lebt sie nach dem Motto: Veränderungen sind positiv, denn sie bedeuten Weiterentwicklung. Jens Twiehaus hat die Architektin von WeltN24 für die neue turi2 edition5 und mit der turi2.tv-Kamera besucht. Weiterlesen …

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt adelt die neue "taz".

taz erhält unverhofft Lob von der anderen Straßenseite: Ulf Poschardt, Chefredakteur der benachbarten "Welt", lobt den "taz"-Relaunch als beispielhaft gelungen und inspirierend. Die Zeitung entwickele ein frech klassisches Verhältnis zu sich selbst. Mit dem neuen Layout "knallen die Ideen doller", schreibt Fan-Boy Poschardt. Sogar Neoliberale und Konservative könnten mit der "taz" glücklich werden.
"Welt", S. 24 (Paid), turi2.tv (Video zum Relaunch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".
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"Welt" holt junge Journalisten von "Focus", "Spiegel" und "Berliner Morgenpost".

Welt verstärkt seine Ressorts Innenpolitik und Investigation mit vier jungen Zugängen. Frédéric Schwilden (Foto), 29, kehrt nach einem Jahr beim "Focus" zurück. Martin Niewendick, 30, kommt von der "Berliner Morgenpost". Der freie Journalist Christian Schweppe, 24, wird Investigativ-Redakteur. Tim Röhn, 30, kommt nach kurzer Zeit als "Spiegel"-Reporter zurück als freier Autor.
axelspringer.de, turi2.de (Schwilden)Kommentieren ...

"Spiegel" legt im Streit um Madsack-Historie nach.

madsack_150Spiegel legt im Streit mit Madsack über die Firmengeschichte des Zeitungskonzerns nach. Die Argumente der Verlagserbin Syl­via Madsack seien fa­den­schei­nig, zitiert das Magazin Paul Foul­kes, Erbe der jü­di­schen An­teils­eig­ner, die in der Nazi-Zeit Anteile an Madsack notverkaufen mussten. Madsack hatte in der "Hannoverschen Allgemeinen" zuvor von der Suche nach den früheren Mitbesitzern in Australien berichtet. Foul­kes sagt nun, die Nachforschungsversuche seien bei ihm nicht angekommen. Zudem legt der Historiker Jens Flem­ming Belege vor, wonach ein Vergleich zwischen den Madsack-Erben 1952 erst nach einem Streit zustande gekommen war.

Die "Spiegel"-Autoren Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt greifen auch Springers "Welt" an und werfen der Tageszeitung vor, sich für die Version von Madsack einspannen zu lassen. Autor Chris­ti­an Mei­er schreibe, "als wäre er der Pres­se­spre­cher von Syl­via Madsack".
"Spiegel" 40/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Niddal Salah-Eldin freut sich über wachsende Digital-Abos.

"Markenbildung und Loyalität sind die Zukunft. Nicht der schnelle Klick."

Niddal Salah-Eldin, bald Director of Digital Innovation der „Welt“, sieht trotz Krisengerede, wie immer mehr Digitalabos über den Tisch gehen.
turi2 vor Ort beim Scoopcamp, Hamburg

Aus dem Archiv von turi2.tv: Niddal Salah-Eldin hat als Social-Chefin der "Welt" den Umgang mit Trollen verändert.

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Ronja von Rönne wechselt zur "Zeit".

Zeit gewinnt die bei der "Welt" ausgeschiedene Autorin Ronja von Rönne, 25. Ihre Texte erscheinen ab Oktober in der Zeitung und bei Zeit Online, schreibt von Rönne auf Facebook. Sie kam 2015 in die Feuilleton-Redaktion der "Welt", nachdem ihr Blog Sudelheft populär geworden war. Bei der "Welt" fiel sie durch streitlustige Texte auf, wie etwa einer Abrechnung mit dem Feminismus.
facebook.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ronja von Rönne verlässt die "Welt".

Welt verliert die Autorin und Redakteurin Ronja von Rönne, 25. Sie geht mit unbekanntem Ziel. In einem Artikel blickt von Rönne auch auf den Shitstorm um ihren Feminismus-Artikel zurück. Sie stellt klar, im Guten zu gehen. Ronja von Rönne kam durch ihr Blog Sudelheft zur "Welt" und veröffentlichte seitdem zwei Bücher.
"Welt am Sonntag", S. 58 (Paid), welt.deKommentieren ...

Springer bringt keine AfD- und Linke-Anzeigen, hilft der AfD aber dennoch.

bildlogoSpringer nimmt nicht von jedem Geld: AfD und Linke dürfen keine Wahl-Anzeigen in "Bild" oder "Welt" platzieren. Mats Schönauer meint, "Bild" habe aber auch redaktionell genug Stimmung im Sinne der AfD gemacht. Die Redaktion setze für Klicks bei Flüchtlings-Themen auf "irreführende Darstellungen, überskandalisierte Kleinigkeiten, Übertreibungen oder schlichtweg Lügen", die am Ende der AfD in den Bundestag helfen.
uebermedien.de (Anzeigen), uebermedien.de (Schönauer)Kommentieren ...

Zitat: N24-Chef Torsten Rossmann ist beim Markenbranding kompromisslos.

"Bei der Marke und dem Branding gibt es keine Kompromisse."

Torsten Rossmann, Geschäftsführer von N24, agiert bei der Umbenennung des Senders in "Welt" wie ein Markenartikler. Vom Mikrofon-Windschutz bis hin zum Aufkleber an der Bürotür soll am 18. Januar auf einen Schlag überall der neue Name stehen.
dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt schreibt Mittags-Newsletter "5 nach 12".

Ulf Poschardt geht unter die Newsletter-Schreiber: Der Chefredakteur der "Welt" meldet sich im Gegensatz zu anderen Chefredakteuren nicht am Morgen, sondern am Mittag zu Wort. In seinem Newsletter "5 nach 12" will Ulf Poschardt einen Überblick über die relevantesten Themen des Vormittags geben sowie einen Ausblick auf das, was nach der Mittagspause wichtig wird.
per Mail, meine.welt.de (Newsletter-Anmeldung)
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Springer-Digitalchefin Stephanie Caspar besetzt Führungspositionen.

Springer: Stephanie Caspar (Foto), 43, vor einer Woche neu gekrönte, markenübergreifende Digitalchefin, hat ihr Führungsteam zusammengestellt. Samir Fadlallah, 39, wird Chief Technology Officer des neuen Verlagsbereichs, zusätzlich zu seiner Funktion als Springers Chief Information Officer. Neue Visitenkarten bekommen Stefan Betzold, 42, bisher Managing Director für Bild Digital, und Dominik Stiefermann, 36, bisher Vice President Consumer Business bei WeltN24, die künftig u.a. Produktmanagement und Premium-Content der "Bild"- bzw. "Welt"-Gruppe verantworten. WeltN24-Finanzchef Christian Fuhrhop, 36, übernimmt ab Oktober die Finanzen des gesamten Digitalbereichs. Die Digital-Vermarktung bleibt bei Carsten Schwecke.
axelspringer.de, turi2.de (Führungsteam Print), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Henryk M. Broder wirbt auf "Welt"-Titel für Paywall.

Henryk M. Broder wirbt unter dem Titel "Wat nix kost, dat is nix" in der heutigen Ausgabe der "Welt" auf der Titelseite für Verständnis für die Paywall der Zeitung. Broder schreibt, er bedauere es, dass die Zahl der Leser dadurch reduziert werde. Gleichsam stelle die "Geiz ist geil"-Haltung ein Problem dar. Informationen und Unterhaltung seien Waren, deren Herstellung und Verbreitung Geld kosten würden - auch im Internet.
"Welt", S. 1 (Paid)Kommentieren ...

Hunderte Menschen demonstrieren mit Korso und Kundgebung für Deniz Yücel.


Hupen für #FreeDeniz: Hunderte Menschen haben mit einem Auto- und Fahrradkorso für die Freilassung von Deniz Yücel demonstriert. Auf der anschließenden Kundgebung vor dem Kanzleramt verlangten sie an Yücels 44. Geburtstag von der Bundesregierung, entschlossener gegen die Türkei vorzugehen. Rüstungsgeschäfte mit der Türkei müssten verboten, neue Exportbürgschaften für Investitionen im Land beendet werden.

Die Demonstranten setzen sich auch für die Freilassung von Mesale Tolu und anderen inhaftierten Journalisten und Menschenrechtlern ein. Laut den Organisatoren vom Freundeskreis #FreeDeniz nahmen etwa 800 Personen an der Kundgebung teil, laut Polizei waren es mehr als 200. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft.
spiegel.de, welt.deKommentieren ...

Bild des Tages: Korso für Deniz Yücel fährt zum Bundeskanzleramt.


Bester Korso wo gibt: Ein Auto- und Fahrradkorso für den in der Türkei inhaftierten Deniz Yücel fährt an dessen 44. Geburtstag durch das Berliner Regierungsviertel Richtung Bundeskanzleramt. Teilnehmer sprechen von dem "besten Korso wo gibt". Nach dem Korso fordern mehrere hundert Teilnehmer auf einer Kundgebung vor dem Kanzleramt die Freilassung von Yücel und den anderen inhaftierten Journalisten. Yücel sitzt seit 209 Tagen in der Türkei in Haft. (Foto: Paul Zinken / dpa / picture alliance)2 Kommentare

"Welt am Sonntag" sammelt Geburtstags-Gratulationen an Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Medienmacher, Politiker und Yücels Familie gratulieren in der "Welt am Sonntag" dem inhaftierten "Welt"-Korrespondenten heute zum 44. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehören u.a. Ehefrau Dilek Mayatürk Yücel, Springer-Boss Mathias Döpfner, Außenminister Sigmar Gabriel und Comedian Jan Böhmermann.
"Welt am Sonntag", S. 8 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt am Sonntag": Alice Weidel will Bericht über rassistische E-Mail verhindern.

Alice Weidel
Weidel-Leaks: Alice Weidel wehrt sich gegen die Veröffentlichung einer E-Mail mit rassistischem und demokratiefeindlichem Inhalt, die nach Recherchen der "Welt am Sonntag" von ihr stammt. In dem Schreiben von 2013 heißt es u.a., die Bundesregierung seien "Schweinen" und "nichts anderes als Marionetten" der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs. Über ihre Anwälte widerspricht Weidel der Urheberschaft der E-Mail, es sei falsch und rechtswidrig zu behaupten, Weidel habe den Text geschrieben.

Die "Welt am Sonntag" zitiert dennoch daraus. Der Zeitung liegen eine eidesstattliche Versicherung und weitere Aussagen vor, die bestätigen, dass Weidel die Verfasserin sei. Die Enthüllung stammt laut "WamS" aus dem ehemaligen Bekanntenkreis der Politikerin in Frankfurt am Main, der sich zum Teil von Weidel losgesagt hat. Grund seien ihre radikalen, politischen Ansichten.
welt.de (Zusammenfassung), welt.de (Bericht, Paid), spiegel.de3 Kommentare

Zitat: Lea Deuber hofft auf weitere Aktionen für in der Türkei inhaftierte Journalisten.

"Wenn wir solche Aktionen nicht mehr machen, wenn wir keinen Anteil mehr nehmen, dann passiert halt nichts mehr."

Lea Deuber, Vorstandsmitglied von Journalists Network, appelliert im Interview mit dem Deutschlandfunk, mit Aktionen für die Freilassung von Journalisten in der Türkei nicht aufzuhören.
deutschlandfunkkultur.de (6-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

14 Journalismus-Organisationen fordern Freilassung von Journalisten in Türkei.

Türkei: 14 Journalismus-Organisationen fordern in einem offenen Brief an Erdogan die Freilassung von Deniz Yücel und den anderen aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten in der Türkei. Zu den Unterzeichnern gehören der DJV, Netzwerk Recherche und Correctiv, Initiator ist der Recherche-Verband Journalists Network. Die Organisationen verlangen von der Türkei, rechtsstaatliche Prinzipien und faire Prozesse zu garantieren. Der Brief soll auch in türkischen Medien erscheinen. Yücel sitzt am 10. September, seinem 44. Geburtstag, seit 209 Tagen in Haft.
kress.de, journalists-network.orgKommentieren ...

Springer trennt die Verlagsbereiche Print und Digital.


Die guten ins Töpfchen? Springer trennt seine gedruckten und digitalen Geschäfte voneinander. Die Digitalgeschäfte für alle Marken laufen bei Stephanie Caspar, 43, bisher Chefin von WeltN24, zusammen. Sie ist für Welt.de, Bild.de, N24 und die Online-Angebote der Springer-Zeitschriften zuständig. Die Print-Aktivitäten soll Christian Nienhaus, 57, Geschäftsführer von Media Impact und Sales Impact, markenübergreifend verantworten. Betroffen von dem Umbau ist lediglich der Verlagsbereich, die redaktionelle Zusammenarbeit aller Kanäle habe sich als Erfolgsmodell bewährt und werde weitergeführt, schreibt der Verlag.

In der Pressemitteilung schreibt Springer über "Chancen für das Printgeschäft", weil sich nun "ein fokussiertes Team ausschließlich mit den Zeitungen und Zeitschriften beschäftigt". Als eine Bad Bank fürs schrumpfende Print-Geschäft will der Konzern den Schritt ausdrücklich nicht verstanden wissen. Vielmehr gehe es darum, hausinterne Kräfte zu bündeln und sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. In einer Mitarbeiter-Mail, die Meedia dokumentiert, begründet Vorstand Jan Bayer den Umbau: "Wir müssen feststellen, dass wir die Rückgänge bei den Auflagen und Anzeigen nicht verhindern können. Aber wir können jede Menge tun, damit die Kurve des Rückgangs flacher wird!"

Für Kunden, die bisher crossmediale Kampagnen gebucht haben, soll sich durch den Umbau nichts ändern. Donata Hopfen, bisher crossmedial für die Geschicke von "Bild" als Verlagschefin verantwortlich, wird im Zuge des Umbaus CEO von Verimi, dem Daten-Bündnis von Springer, Allianz, Daimler und Telekom.
axelspringer.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt" startet zur Bundestagswahl ein Angebot für Jungwähler.

Welt startet mit #CheckdieWahl ein interaktives Angebot für Erst- und Jungwähler. Auf welt.de und in sozialen Netzwerken informiert die Redaktion "analytisch und unterhaltsam" über die Bundestagswahl. Zusätzlich gibt es Kurz-Interviews mit den Vorsitzenden der Jugendorganisationen der Parteien. Nicht nur an Jungwähler richtet sich das Angebot #weltwahlchat, bei dem sich Spitzenpolitiker eine Stunde lang im Live-Video-Chat den Fragen der Nutzer stellen.
axelspringer.deKommentieren ...

Wir graturilieren: Peter Würtenberger wird 51.

Peter Würtenberger
Wir graturilieren: Peter Würtenberger, Chef bei Springers News-Aggregator Upday, feiert heute seinen 51. Geburtstag. Der gebürtige Dortmunder ärgerte sich im vergangenen Jahr darüber, dass Borussia Dortmund nicht erneut den Titel in der Fußball-Bundesliga holen konnte. Gefreut hat ihn, Upday zu "Europas größter News-App" aufgebaut zu haben - "mit dem für Start-ups typischen Team-Spirit". Nachdenklich macht ihn die politische Lage in der Welt. Der inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel zeige, dass der Einsatz für unabhängigen Journalismus und freie Meinungsäußerung heute wichtiger denn je sei.

Besonders stolz ist Würtenberger auf seinen Sohn Philipp. Für das neue Lebensjahr wünscht er sich Gesundheit und viel Schwung und Freude im beruflichen und privaten Alltag. Der studierte BWLer will weiterhin täglich dazulernen, den digitalen Wandel der Medienbranche mitgestalten sowie Google und Facebook die Stirn bieten. Heute feiert Würtenberger seinen Geburtstag mittags mit vielen Upday-Kollegen beim Italiener, abends feiert er mit Familie und Freunden. Gratulationen erreichen ihn am besten mobil, zum Beispiel per E-Mail.Kommentieren ...

ARD-Politik-Talk "Überzeugt uns!" fällt bei den Kritikern durch.

ARD überzeugt die Kritiker mit ihrem Politik-Talk Überzeugt uns! nicht. Viele Zuschauer kritisieren die Moderatoren Ingo Zamperoni und Ronja von Rönne. "Medium-Magazin"-Chefin Annette Milz ist vom "wilden Themen-Potpourri" und sehr wenig Zeit für Antworten der eingeladenen Politiker genervt. Spiegel-Daily-Co-Chef Timo Lokoschat wirft von Rönne vor, den konservativen Politikern vor allem polemische Fragen zu stellen. Wer jeden Gedanken nach zwei Sätzen abwürge, brauche sich nicht über Schlagwort-Politik zu wundern. Stefan Niggemeier‏ hofft vergeblich, dass einer der Gäste aus Protest die Show verlässt.
twitter.com (Milz), twitter.com, twitter.com (Lokoschat), twitter.com (Niggemeier), twitter.com (Christian Beisenherz‏), twitter.com (Axel Wallrabenstein), twitter.com (Talk-Gast Jens Spahn), facebook.com (Facebook-Kommentare)3 Kommentare

Bild.de lässt in der Juli-IVW Federn.

IVW Online: Bild.de verliert im Juli fast einen Prozentpunkt beim Marktanteil der deutschen Newsangebote und sinkt auf nur noch 18,9 %, bleibt aber auf Platz 1, bilanziert Klickzahlen-Kameralist Jens Schröder. Auch Focus Online, n-tv.de, FAZ.net, stern.de und HuffPost lassen Federn. Fast alle anderen Medienmarken in den Top 50 legen zu, besonders Express Online, Hamburger Morgenpost und die Springer-Objekte welt.de und Upday.
meedia.deKommentieren ...

Zitat: Maschmeyer-Whistleblower Schabirosky hat seinen Ruf liquidiert, findet Hans-Jürgen Jakobs.

"Moral der Rufmord-Klamotte: Wer auf Rache sinnt, sollte am besten gleich zwei Gräber graben."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs findet, dass der angebliche Maschmeyer-Whistleblower Stefan Schabirosky "seinen eigenen Ruf liquidiert" hat.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

DVAG will nicht für Rufmord-Kampagne gegen Carsten Maschmeyer bezahlt haben.


Rufmord-Clinch: Die Deutsche Vermögensberatung, Hauptkonkurrent von Finanzdienstleister AWD, widerspricht dem Vorwurf, für eine Schmutzkampagne gegen den AWD-Gründer Carsten Maschmeyer bezahlt zu haben. Der Autor und frühere AWD-Mitarbeiter Stefan Schabirosky behauptet in seinem Buch "Mein Auftrag: Rufmord", dass er jahrelang im Dienst der DVAG negative Artikel über Maschmeyer in der Presse lanciert und dafür 6.000 Euro pro Monat erhalten habe.

In einer Pressemitteilung erklärt der Finanzkonzern, Schabirosky sei nach seinem Bruch mit dem Konkurrenten AWD eingestellt worden, weil er "über umfassende Branchenkenntnisse im Allgemeinen verfügte". Er habe eigenverantwortlich und "ohne konkrete Aufträge seitens der DVAG" gearbeitet. Als die Erkenntnis reifte, Schabirosky nutze seine Position für einen persönlichen Rachefeldzug gegen den AWD, habe sich die DVAG von ihm getrennt. Er habe eidesstattlich versichert, dass etwaige Gesetzesbrüche nicht auf Weisung des Unternehmens stattgefunden hätten.

Schabirosky schreibt im Buch "Mein Auftrag: Rufmord", er habe mit Unterstützung der DVAG und vom Konzern bezahlten Anwälten eine Schmutzkampagne gegen Maschmeyers AWD gefahren und als vermeintlicher Whistleblower Medien wie der "Süddeutschen Zeitung", dem "Spiegel" und dem NDR Insider-Informationen zukommen lassen.
dvag.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Mathias Döpfner besucht in Ostpolen Vernichtungslager der Nazis.

Lese-Tipp: Mathias Döpfner reist für die "Welt am Sonntag" an den "Tiefpunkt menschlicher Zivilisation", die Nazi-Vernichtungslager von Sobibor, Belzec und Majdanek. Der Springer-Chef setzt mit seiner Reportage ein starkes Zeichen gegen das Vergessen der Nazi-Gräuel und Alltags-Antisemitismus. Den findet er heute etwa in "Hass-Kommentarspalten" auf Facebook und in "israelfeindlichen Kommentaren mancher Medien".

Döpfner beschreibt mit beklemmender Härte die Orte, an denen Millionen Juden noch bis kurz vor Ende des Krieges systematisch vergast oder erschossen wurden. Beim Blick in die Gastkammer von Majdanek überkommt ihn Übelkeit. Sein Foto des schuhkartonartigen Raumes, in dem Hunderttausende starben, füllt ein gutes Drittel der Doppelseite in der Zeitung. Döpfner schließt bitter: Viele der Mörder und ihre Helfer kamen wenig oder ungestraft davon. Einige starben in der Bundesrepublik als hochgeachtete Bürger.
"Welt am Sonntag", S. 8-9, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

"WamS": "Spiegel", NDR und andere sind auf Rufmord-Kampagne gegen Maschmeyer reingefallen.


Finanz-Krimi: Deutsche Medien sind womöglich jahrelang auf einen Betrüger hereingefallen, der eine gezielte Kampagne gegen den Finanzdienstleister AWD und dessen Gründer Carsten Maschmeyer inszeniert hat. Die "Welt am Sonntag" veröffentlicht Auszüge aus dem Buch "Mein Auftrag: Rufmord" von Stefan Schabirosky, einem ehemaligen AWD-Vertreter. Er habe AWD Anfang der 2000er im Streit verlassen und sich an den größten Konkurrenten von AWD, die Deutsche Vermögensberatung, gewandt. Mit Unterstützung der DVAG und vom Konzern bezahlter Anwälte haben er als Whistleblower im Mai 2005 der "Süddeutschen Zeitung" und später auch anderen Medien negative Geschichten über den AWD angeboten. Dabei hat er über seinen Hintergrund und seine Motivation gelogen. Berichtet haben etwa "Spiegel", "Tagesspiegel", "stern" und NDR.

Für ein Monatsgehalt von 6.000 Euro sei es Schabiroskys Ziel und Auftrag gewesen, AWD und Maschmeyer fertig zu machen. Als der Konzern Swiss Life 2007 Aktien von Maschmeyer kauft und zum Hauptaktionär wird, sieht der vermeintliche Whistleblower sich am Ziel und fordert von der DVAG einen Mio-Bonus. Weil er das Geld nicht bekommt, begeht er doppelten Verrat und wendet sich wieder an den AWD. Schabirosky will die DVAG mit Hilfe von AWD verklagen. Doch der Machmeyer-Konzern lässt sich auf den Kuh-Handel nicht ein.

Im Jahr 2016 meldet Schabirosky sich bei Maschmeyer persönlich und berichtet dem Milliardär von seiner Kampagne gegen ihn. Dabei, so schreibt die "WamS", sei der Entschluss entstanden, die Geschichte in einem Buch offenzulegen.

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust, damals Chefredakteur des "Spiegel", meldet sich neben dem Buchauszug zu Wort: Maschmeyers heutiges Image sei weitgehend durch Schabirosky gelenkt, ein Beispiel dafür, dass die Rolle von Whistleblowern für Medien und deren Glaubwürdigkeit zwiespältig betrachtet werden müsse. Die damals im "Spiegel" über AWD veröffentlichten Fakten seien richtig gewesen.
"Welt am Sonntag", S. 36-38, blendle.com (Paid), welt.de (Kurzfassung)

Mitarbeit: Markus Trantow2 Kommentare

Christian Meier und Stefan Winterbauer podcasten über "Die Medienwoche".


Plauschangriff: WeltN24 und Meedia testen den gemeinsamen Podcast "Die Medienwoche". Immer freitags reden sich "Welt"-Medienmann Christian Meier und Meedia-Chefredaktionsmitglied Stefan Winterbauer durch die vergangenen Tage. Die Springer-Holtzbrinck-Koproduktion läuft auf den Seiten beider Partner und ist auf Spotify und Soundcloud verfügbar. Meier war früher Teil der Meedia-Chefredaktion.

Zum Auftakt sprechen die Medienjournalisten u.a. über den Streit zwischen ARD und Mehmet Scholl und den Start der Wahlinterviews im TV. Hellster Moment in dem gut halbstündigen Talk: Winterbauer spricht anhand der Aufregung um Dunja Hayali und einen Hasskommentar, dem sie gekontert hat, über die Erregungsspirale in den Medien, der auch Meedia folgt.

Auch andere deutsche Medien sind im Podcast-Fieber – im Juni startete "Bild" den Podcast Sicherheit für die Ohren, Spiegel Online bietet den Politik-Podcast Stimmenfang, den Tech-Podcast "Netzteil" und Sascha Lobos Debatten-Podcast, Funk den Podcast Clarify und der BR veranstaltete im Frühjahr den Call for Podcast.
soundcloud.com (34-Min-Audio), spotify.com, "Welt", S. 24 (Paid)



Mitarbeit: Jens TwiehausKommentieren ...

Meinung: Dorin Popa entdeckt Schleichwerbung im Transparenzhinweis.

Transparenzhinweise können auch zu Schleichwerbung "mutieren", schreibt Dorin Popa. Anlass gibt ihm ein Reise-Bericht in der "Welt am Sonntag" über das mexikanische Tulum. Unter dem Artikel steht, dass die Reise von Airbnb unterstützt wurde. Passend dazu zitiert Autor Airen eine Frau, die sagt, erschwingliche Zimmer gebe es nur noch über Online-Plattformen. Ein Check von Popa bei HRS zeigt das Gegenteil. Springer sieht darin kein Problem.
nice-bastard.blogspot.de2 Kommentare

IVW im Juli: Bild.de verliert, Spiegel Online, WeltN24 und Upday legen zu.

Bild.de verliert im Juli laut IVW trotz ausführlicher G20-Berichterstattung 3 % Reichweite, bleibt aber stärkstes Newsangebot. Spiegel Online gewinnt 2 % dazu, WeltN24 sogar 8 %. Die Springer-Samsung-Newsapp Upday verbucht bei den Zugriffen aus Deutschland 9 % mehr Visits. Der durchwachsene Sommer beschert WetterOnline 10 % und wetter.com 5 % Zuwachs, wetter.de von RTL dagegen verliert 2 % Visits. Besonders hart trifft es Heise Online: Das IT-News-Portal verliert im Juli 34 % Reichweite.
meedia.de, horizont.netKommentieren ...

WeltN24 klagt in Straßburg gegen Inhaftierung von Deniz Yücel in der Türkei.

WeltN24 beschwert sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen die Inhaftierung von Deniz Yücel in der Türkei. Der Verlag beklagt die Verletzung der Presse- und Berichtsfreiheit, eine Vor-Ort-Berichterstattung aus der Türkei sei nicht mehr möglich. Seit April klagt auch Yücel vor dem Straßburger Gericht gegen seine Haft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Imran Ayata organisiert den Protest für die Freilassung von Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Das öffentliche Interesse am Schicksal des in der Türkei inhaftierten "Welt"-Journalisten nimmt ab und wird noch weiter abnehmen, sagt Imran Ayata (Foto). Der "PR Report" porträtiert den PR-Profi und Freund Yücels, der seit der Festnahme für dessen Freilassung kämpft und als Organisator hinter Lesungen und dem Benefizkonzert in Berlin steht.
"PR Report", 4/2017, S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Torsten Rossmann wird 54.


Wir graturilieren: Torsten Rossmann, Geschäftsführer bei WeltN24, wird heute 54 Jahre alt. Die letzten 18 davon beschäftigte ihn inzwischen N24, auf die eine oder andere Art und in verschiedenen Rollen. Gerade geht's einmal mehr um die laufende Zusammenführung mit der "Welt" und den für 2020 geplanten Umzug des Senders in den Neubau von Axel Springer.

Zu seinem Geburtstag zieht es ihn ans Meer im äußersten Südwesten der Peloponnes, an eine der schönsten Buchten Griechenlands, Rossmann ist ihr seit 15 Jahren treu. Ganz buddha-esk hat er bereits geschafft, wozu Achtsamkeitstrainer raten: Das Glück nicht nur im Morgen zu suchen, sondern es in jedem Augenblick erkennen und genießen zu können. Auf der To-Do-Liste steht noch ein Ziel mit literarischem Bezug, er will in 80 Tagen um die Welt reisen. Noch fehlt dazu aber die Zeit. Gratulationen sind ihm auf jedem Weg willkommen, zum Beispiel per Email oder bei LinkedIn.1 Kommentar

N24 und n-tv stoppen nach heftiger Kritik Türkei-Werbespots.

Türkei: N24 und n-tv nehmen nach heftiger Kritik von Zuschauern Türkei-Werbespots aus ihrem Programm. Damit endet im deutschen TV die wochenlange Werbekampagne der Vereinigung türkischer Exporteure unter der Schirmherrschaft der Erdogan-Regierung vorzeitig. Die Imagefilme mit dem Fußballer Lukas Podolski und Wirtschaftsbossen werben für den Wirtschaftsstandort Türkei. N24 sagt, trotz Trennung von Programm und Werbung sei es wichtig, das Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren. Außenminister Sigmar Gabriel hatte am Donnerstag erklärt, die Absicherung von Krediten für deutsche Exporte in die Türkei stehe auf dem Prüfstand.
abendblatt.de, meedia.de, twitter.com (N24)



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IVW im Q2/2017: Auflagen sinken besonders stark bei "Bild"-Gruppe.

IVW: "Bild" und "BamS" verlieren im 2. Quartal 2017 je rund 9 % an Auflage im Vergleich zum Vorjahr und gehören damit zu den größten Verlierern der Statistik mit vielen roten Zahlen. Auch "FAZ" und "Welt am Sonntag" verlieren stark. Der "Freitag" verzeichnet hingegen ein starkes Plus von 20 %, analysiert Jens Schröder. Bei den Zeitschriften rauscht "Neon" mit 31 % Verlust in den Keller, insgesamt geht es für 83 der 100 stärksten Zeitschriften bergab.
meedia.de (Zeitungen), meedia.de (Zeitschriften)Kommentieren ...

Studie: Medien haben in der Flüchtlingskrise versagt.

Medienkritik: Sogenannte "Mainstream-Medien" haben während der Flüchtlingskrise versagt und Losungen der Politik unkritisch übernommen, sagt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung unter der Leitung von Michael Haller. Wer Angela Merkels Regierungslinie kritisierte, sei von vielen Journalisten der Fremdenfeindlichkeit verdächtigt worden. Die Studie, über die die "Zeit" vorab berichtet, attestiere den klassischen Medien laut "Zeit" "gravierende Dysfunktionen". Die Autoren haben nach eigenen Angaben Tausende Artikel von "Süddeutscher Zeitung", "FAZ", "Welt", "Bild" und Regionalzeitungen aus dem Zeitraum von Anfang 2015 bis Frühjahr 2016 analysiert.
welt.de, zeit.de (Bericht), zeit.de (Vorabmeldung)

Update 4.8.
In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 getitel, die Medien hätten "völlig versagt". Diese Aussage ist durch die OBS-Studie nicht gedeckt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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