Bild.de lässt in der Juli-IVW Federn.

IVW Online: Bild.de verliert im Juli fast einen Prozentpunkt beim Marktanteil der deutschen Newsangebote und sinkt auf nur noch 18,9 %, bleibt aber auf Platz 1, bilanziert Klickzahlen-Kameralist Jens Schröder. Auch Focus Online, n-tv.de, FAZ.net, stern.de und HuffPost lassen Federn. Fast alle anderen Medienmarken in den Top 50 legen zu, besonders Express Online, Hamburger Morgenpost und die Springer-Objekte welt.de und Upday.
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Zitat: Maschmeyer-Whistleblower Schabirosky hat seinen Ruf liquidiert, findet Hans-Jürgen Jakobs.

"Moral der Rufmord-Klamotte: Wer auf Rache sinnt, sollte am besten gleich zwei Gräber graben."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs findet, dass der angebliche Maschmeyer-Whistleblower Stefan Schabirosky "seinen eigenen Ruf liquidiert" hat.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

DVAG will nicht für Rufmord-Kampagne gegen Carsten Maschmeyer bezahlt haben.


Rufmord-Clinch: Die Deutsche Vermögensberatung, Hauptkonkurrent von Finanzdienstleister AWD, widerspricht dem Vorwurf, für eine Schmutzkampagne gegen den AWD-Gründer Carsten Maschmeyer bezahlt zu haben. Der Autor und frühere AWD-Mitarbeiter Stefan Schabirosky behauptet in seinem Buch "Mein Auftrag: Rufmord", dass er jahrelang im Dienst der DVAG negative Artikel über Maschmeyer in der Presse lanciert und dafür 6.000 Euro pro Monat erhalten habe.

In einer Pressemitteilung erklärt der Finanzkonzern, Schabirosky sei nach seinem Bruch mit dem Konkurrenten AWD eingestellt worden, weil er "über umfassende Branchenkenntnisse im Allgemeinen verfügte". Er habe eigenverantwortlich und "ohne konkrete Aufträge seitens der DVAG" gearbeitet. Als die Erkenntnis reifte, Schabirosky nutze seine Position für einen persönlichen Rachefeldzug gegen den AWD, habe sich die DVAG von ihm getrennt. Er habe eidesstattlich versichert, dass etwaige Gesetzesbrüche nicht auf Weisung des Unternehmens stattgefunden hätten.

Schabirosky schreibt im Buch "Mein Auftrag: Rufmord", er habe mit Unterstützung der DVAG und vom Konzern bezahlten Anwälten eine Schmutzkampagne gegen Maschmeyers AWD gefahren und als vermeintlicher Whistleblower Medien wie der "Süddeutschen Zeitung", dem "Spiegel" und dem NDR Insider-Informationen zukommen lassen.
dvag.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Mathias Döpfner besucht in Ostpolen Vernichtungslager der Nazis.

Lese-Tipp: Mathias Döpfner reist für die "Welt am Sonntag" an den "Tiefpunkt menschlicher Zivilisation", die Nazi-Vernichtungslager von Sobibor, Belzec und Majdanek. Der Springer-Chef setzt mit seiner Reportage ein starkes Zeichen gegen das Vergessen der Nazi-Gräuel und Alltags-Antisemitismus. Den findet er heute etwa in "Hass-Kommentarspalten" auf Facebook und in "israelfeindlichen Kommentaren mancher Medien".

Döpfner beschreibt mit beklemmender Härte die Orte, an denen Millionen Juden noch bis kurz vor Ende des Krieges systematisch vergast oder erschossen wurden. Beim Blick in die Gastkammer von Majdanek überkommt ihn Übelkeit. Sein Foto des schuhkartonartigen Raumes, in dem Hunderttausende starben, füllt ein gutes Drittel der Doppelseite in der Zeitung. Döpfner schließt bitter: Viele der Mörder und ihre Helfer kamen wenig oder ungestraft davon. Einige starben in der Bundesrepublik als hochgeachtete Bürger.
"Welt am Sonntag", S. 8-9, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

"WamS": "Spiegel", NDR und andere sind auf Rufmord-Kampagne gegen Maschmeyer reingefallen.


Finanz-Krimi: Deutsche Medien sind womöglich jahrelang auf einen Betrüger hereingefallen, der eine gezielte Kampagne gegen den Finanzdienstleister AWD und dessen Gründer Carsten Maschmeyer inszeniert hat. Die "Welt am Sonntag" veröffentlicht Auszüge aus dem Buch "Mein Auftrag: Rufmord" von Stefan Schabirosky, einem ehemaligen AWD-Vertreter. Er habe AWD Anfang der 2000er im Streit verlassen und sich an den größten Konkurrenten von AWD, die Deutsche Vermögensberatung, gewandt. Mit Unterstützung der DVAG und vom Konzern bezahlter Anwälte haben er als Whistleblower im Mai 2005 der "Süddeutschen Zeitung" und später auch anderen Medien negative Geschichten über den AWD angeboten. Dabei hat er über seinen Hintergrund und seine Motivation gelogen. Berichtet haben etwa "Spiegel", "Tagesspiegel", "stern" und NDR.

Für ein Monatsgehalt von 6.000 Euro sei es Schabiroskys Ziel und Auftrag gewesen, AWD und Maschmeyer fertig zu machen. Als der Konzern Swiss Life 2007 Aktien von Maschmeyer kauft und zum Hauptaktionär wird, sieht der vermeintliche Whistleblower sich am Ziel und fordert von der DVAG einen Mio-Bonus. Weil er das Geld nicht bekommt, begeht er doppelten Verrat und wendet sich wieder an den AWD. Schabirosky will die DVAG mit Hilfe von AWD verklagen. Doch der Machmeyer-Konzern lässt sich auf den Kuh-Handel nicht ein.

Im Jahr 2016 meldet Schabirosky sich bei Maschmeyer persönlich und berichtet dem Milliardär von seiner Kampagne gegen ihn. Dabei, so schreibt die "WamS", sei der Entschluss entstanden, die Geschichte in einem Buch offenzulegen.

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust, damals Chefredakteur des "Spiegel", meldet sich neben dem Buchauszug zu Wort: Maschmeyers heutiges Image sei weitgehend durch Schabirosky gelenkt, ein Beispiel dafür, dass die Rolle von Whistleblowern für Medien und deren Glaubwürdigkeit zwiespältig betrachtet werden müsse. Die damals im "Spiegel" über AWD veröffentlichten Fakten seien richtig gewesen.
"Welt am Sonntag", S. 36-38, blendle.com (Paid), welt.de (Kurzfassung)

Mitarbeit: Markus Trantow2 Kommentare

Christian Meier und Stefan Winterbauer podcasten über "Die Medienwoche".


Plauschangriff: WeltN24 und Meedia testen den gemeinsamen Podcast "Die Medienwoche". Immer freitags reden sich "Welt"-Medienmann Christian Meier und Meedia-Chefredaktionsmitglied Stefan Winterbauer durch die vergangenen Tage. Die Springer-Holtzbrinck-Koproduktion läuft auf den Seiten beider Partner und ist auf Spotify und Soundcloud verfügbar. Meier war früher Teil der Meedia-Chefredaktion.

Zum Auftakt sprechen die Medienjournalisten u.a. über den Streit zwischen ARD und Mehmet Scholl und den Start der Wahlinterviews im TV. Hellster Moment in dem gut halbstündigen Talk: Winterbauer spricht anhand der Aufregung um Dunja Hayali und einen Hasskommentar, dem sie gekontert hat, über die Erregungsspirale in den Medien, der auch Meedia folgt.

Auch andere deutsche Medien sind im Podcast-Fieber – im Juni startete "Bild" den Podcast Sicherheit für die Ohren, Spiegel Online bietet den Politik-Podcast Stimmenfang, den Tech-Podcast "Netzteil" und Sascha Lobos Debatten-Podcast, Funk den Podcast Clarify und der BR veranstaltete im Frühjahr den Call for Podcast.
soundcloud.com (34-Min-Audio), spotify.com, "Welt", S. 24 (Paid)



Mitarbeit: Jens TwiehausKommentieren ...

Meinung: Dorin Popa entdeckt Schleichwerbung im Transparenzhinweis.

Transparenzhinweise können auch zu Schleichwerbung "mutieren", schreibt Dorin Popa. Anlass gibt ihm ein Reise-Bericht in der "Welt am Sonntag" über das mexikanische Tulum. Unter dem Artikel steht, dass die Reise von Airbnb unterstützt wurde. Passend dazu zitiert Autor Airen eine Frau, die sagt, erschwingliche Zimmer gebe es nur noch über Online-Plattformen. Ein Check von Popa bei HRS zeigt das Gegenteil. Springer sieht darin kein Problem.
nice-bastard.blogspot.de2 Kommentare

IVW im Juli: Bild.de verliert, Spiegel Online, WeltN24 und Upday legen zu.

Bild.de verliert im Juli laut IVW trotz ausführlicher G20-Berichterstattung 3 % Reichweite, bleibt aber stärkstes Newsangebot. Spiegel Online gewinnt 2 % dazu, WeltN24 sogar 8 %. Die Springer-Samsung-Newsapp Upday verbucht bei den Zugriffen aus Deutschland 9 % mehr Visits. Der durchwachsene Sommer beschert WetterOnline 10 % und wetter.com 5 % Zuwachs, wetter.de von RTL dagegen verliert 2 % Visits. Besonders hart trifft es Heise Online: Das IT-News-Portal verliert im Juli 34 % Reichweite.
meedia.de, horizont.netKommentieren ...

WeltN24 klagt in Straßburg gegen Inhaftierung von Deniz Yücel in der Türkei.

WeltN24 beschwert sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen die Inhaftierung von Deniz Yücel in der Türkei. Der Verlag beklagt die Verletzung der Presse- und Berichtsfreiheit, eine Vor-Ort-Berichterstattung aus der Türkei sei nicht mehr möglich. Seit April klagt auch Yücel vor dem Straßburger Gericht gegen seine Haft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Imran Ayata organisiert den Protest für die Freilassung von Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Das öffentliche Interesse am Schicksal des in der Türkei inhaftierten "Welt"-Journalisten nimmt ab und wird noch weiter abnehmen, sagt Imran Ayata (Foto). Der "PR Report" porträtiert den PR-Profi und Freund Yücels, der seit der Festnahme für dessen Freilassung kämpft und als Organisator hinter Lesungen und dem Benefizkonzert in Berlin steht.
"PR Report", 4/2017, S. 9 (Paid)Kommentieren ...

Wir graturilieren: Torsten Rossmann wird 54.


Wir graturilieren: Torsten Rossmann, Geschäftsführer bei WeltN24, wird heute 54 Jahre alt. Die letzten 18 davon beschäftigte ihn inzwischen N24, auf die eine oder andere Art und in verschiedenen Rollen. Gerade geht's einmal mehr um die laufende Zusammenführung mit der "Welt" und den für 2020 geplanten Umzug des Senders in den Neubau von Axel Springer.

Zu seinem Geburtstag zieht es ihn ans Meer im äußersten Südwesten der Peloponnes, an eine der schönsten Buchten Griechenlands, Rossmann ist ihr seit 15 Jahren treu. Ganz buddha-esk hat er bereits geschafft, wozu Achtsamkeitstrainer raten: Das Glück nicht nur im Morgen zu suchen, sondern es in jedem Augenblick erkennen und genießen zu können. Auf der To-Do-Liste steht noch ein Ziel mit literarischem Bezug, er will in 80 Tagen um die Welt reisen. Noch fehlt dazu aber die Zeit. Gratulationen sind ihm auf jedem Weg willkommen, zum Beispiel per Email oder bei LinkedIn.1 Kommentar

N24 und n-tv stoppen nach heftiger Kritik Türkei-Werbespots.

Türkei: N24 und n-tv nehmen nach heftiger Kritik von Zuschauern Türkei-Werbespots aus ihrem Programm. Damit endet im deutschen TV die wochenlange Werbekampagne der Vereinigung türkischer Exporteure unter der Schirmherrschaft der Erdogan-Regierung vorzeitig. Die Imagefilme mit dem Fußballer Lukas Podolski und Wirtschaftsbossen werben für den Wirtschaftsstandort Türkei. N24 sagt, trotz Trennung von Programm und Werbung sei es wichtig, das Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren. Außenminister Sigmar Gabriel hatte am Donnerstag erklärt, die Absicherung von Krediten für deutsche Exporte in die Türkei stehe auf dem Prüfstand.
abendblatt.de, meedia.de, twitter.com (N24)



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IVW im Q2/2017: Auflagen sinken besonders stark bei "Bild"-Gruppe.

IVW: "Bild" und "BamS" verlieren im 2. Quartal 2017 je rund 9 % an Auflage im Vergleich zum Vorjahr und gehören damit zu den größten Verlierern der Statistik mit vielen roten Zahlen. Auch "FAZ" und "Welt am Sonntag" verlieren stark. Der "Freitag" verzeichnet hingegen ein starkes Plus von 20 %, analysiert Jens Schröder. Bei den Zeitschriften rauscht "Neon" mit 31 % Verlust in den Keller, insgesamt geht es für 83 der 100 stärksten Zeitschriften bergab.
meedia.de (Zeitungen), meedia.de (Zeitschriften)Kommentieren ...

Studie: Medien haben in der Flüchtlingskrise versagt.

Medienkritik: Sogenannte "Mainstream-Medien" haben während der Flüchtlingskrise versagt und Losungen der Politik unkritisch übernommen, sagt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung unter der Leitung von Michael Haller. Wer Angela Merkels Regierungslinie kritisierte, sei von vielen Journalisten der Fremdenfeindlichkeit verdächtigt worden. Die Studie, über die die "Zeit" vorab berichtet, attestiere den klassischen Medien laut "Zeit" "gravierende Dysfunktionen". Die Autoren haben nach eigenen Angaben Tausende Artikel von "Süddeutscher Zeitung", "FAZ", "Welt", "Bild" und Regionalzeitungen aus dem Zeitraum von Anfang 2015 bis Frühjahr 2016 analysiert.
welt.de, zeit.de (Bericht), zeit.de (Vorabmeldung)

Update 4.8.
In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 getitel, die Medien hätten "völlig versagt". Diese Aussage ist durch die OBS-Studie nicht gedeckt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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"Welt am Sonntag" macht Beilage "PS Welt" mit Franz Josef Wagner auf.

Welt am Sonntag macht "Bild"-Briefeschreiber Franz Josef Wagner zum Coverboy seiner Auto-Beilage "PS Welt". Dagmar von Taube interviewt Wagner, der seinen dunkelblauen 911er Porsche Carrera, Baujahr 1984, vorführt. Das Gespräch liest sich wie eine XXL-Ausgabe der "Post von Wagner". Darin spricht der Journalist u.a. über seinen ersten Porsche, den er sich mit Anfang 30 von seinem ersten Buchhonorar gekauft hat, und seiner Freundschaft zu Andreas Baader, lange vor dessen Zeit als RAF-Terrorist.
"PS Welt", S. 6-7 (Paid)Kommentieren ...

Türkei: Deniz Yücel wird nicht in der Hacker-Affäre angeklagt – Vorwürfe bleiben unklar.

Türkei trennt das Verfahren gegen den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel von den Verfahren gegen andere Journalisten. Sie hatten wie Yücel über gehackte E-Mails von Erdogan-Schwiegersohn und Energie-Minister Albayrak berichtet. Yücel sitzt wegen angeblicher Terror-Propaganda seit Mitte Februar in türkischer Haft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Recherchen von Investigativ-Journalist Seymour Hersh lassen Trumps Syrien-Bombardierung in neuem Licht erscheinen.

Welt am Sonntag veröffentlicht exklusiv die Recherchen des US-Investigativ-Reporters Seymour Hersh, 80, zu Donald Trumps Raketenangriff auf Syrien. Die Erkenntnisse von Hersh lassen Zweifel an der bisherigen Annahme, das Assad-Regime habe das Giftgas Sarin eingesetzt, was Trump als Legitimation galt. Der US-Präsident habe sich gegen alle Berater und besseres Wissen zu dem Angriff entschieden, schreibt Hersh.
"Welt am Sonntag", 13- 18 (Paid), blendle.comKommentieren ...

Lese-Tipp: "Welt" erscheint mit 32-seitiger Sonderausgabe zur Noah-Konferenz.

Lese-Tipp: Springer begleitet seine Konferenz Noah mit einer 32-seitigen Sonderbeilage in der "Welt". Darin schreibt unter anderem Mathias Döpfner über die Bedeutung der Digitalisierung, Christoph Keese ist mit einem Beitrag über Plattform-Unternehmen zu lesen. SPD-Chef Martin Schulz schreibt, warum Deutschland wegen der Digitalisierung in Bildung investieren müsse.
"Welt", S. 25-55 (Paid)Kommentieren ...

"Welt" steigt bei Instant Articles aus.

Welt zieht bei Instant Articles den Stecker und steigt als erstes deutsches Medium aus, schreibt Meedia. Die Springer-Zeitung will Facebook-Nutzer künftig wieder auf das eigene Mobil-Angebot locken. Springer ist mit der Monetarisierung der Instant Articles unzufrieden. Bei stern.de sei noch keine Entscheidung über den Verbleib im Facebook-Projekt gefallen. "New York Times" und "Guardian" sind bei dem Projekt bereits ausgestiegen.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Bild" reagiert auf Kohls Tod wie ein Nachrichtensender.

Bild.de reagiert blitzschnell auf den Tod von Helmut Kohl mit einer Video-Sondersendung. Knapp eine halbe Stunde nach der ersten Eilmeldung geht "Bild Daily Spezial" live – mit historischen Kohl-Aufnahmen, Schalten und Studiogästen. Die Sendung läuft im Web, mobil und bei Facebook mit Live-Untertiteln, sodass Zuschauer sie auch ohne Ton verfolgen können. Welt.de greift auf N24 zurück, das wie n-tv live sendet. Andere Onlinemedien stellen vorbereitete Nachrufe und Bildergalerien online. Die "Tagesschau" sendet zügig eine umfangreiche Spezialausgabe. Das Verkehrsministerium stoppt seine "FAZ"-Kampagne mit leeren Todesanzeigen.
bild.de, turi2 – eigene Beobachtung, meedia.de ("FAZ"-Kampagne)

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Agof im März: Welt.de setzt sich vor Spiegel Online.

Agof-Reichweiten: Welt.de überholt im März erstmals Spiegel Online und rangiert bei den News-Seiten mit 17,8 Mio Unique Usern auf Platz 3 hinter Focus Online und Bild.de. Im Gesamt-Ranking schafft Ebay Kleinanzeigen aus dem Stand Platz 4 und liegt mit 20,78 Mio Unique Usern knapp vor Ebay selbst. An der Spitze thronen wie seit Langem unverändert Ströers Reichweiten-Raketen T-Online und gutefrage.net.
meedia.de, horizont.netKommentieren ...

Xing verkauft Paid Content von Verlagen.


Die Kassen sollen xingeln: Xing will Bezahl-Inhalte von Verlagen über seine Plattform verkaufen, schreibt "Horizont". Teilnehmende Verlage können selbst auswählen, welche Paywall-, E-Paper- oder Print-Texte sie über Xing veröffentlichen und wie viel vom Text nicht zahlende Nutzer zu lesen bekommen. Die Texte erscheinen klar markiert als "News Plus" im Stream und in den Branchennewslettern. Der Kauf soll mit einem Klick möglich sein, da Xing von Premium-Nutzern bereits die Bezahldaten hat. Bei Verkäufen behält Xing 30 % Provision ein.

Zum Start sind u.a. die "Welt", die Fachblätter "Produktion" und "Deutsche Verkehrszeitung" sowie Videos der Zeit Akademie dabei. Xing strebt an, für jede der 25 bedienten Branchen zwei bis drei relevante Player an Bord zu haben.
"Horizont" 24/2017, S. 7 (Paid)Kommentieren ...

"Welt" testet Nachrichten per Facebook-Messenger.

Welt verschickt seit kurzem kostenlos Nachrichten über den Facebook-Messenger, berichtet David Hein. Zwei Mal am Tag erhalten angemeldete Nutzer einen kurzen Nachrichtenüberblick aus drei Meldungen. Hinzu kommen im Bedarfsfall Eilmeldungen. Mit dem Dienst erhofft sich die "Welt" neue Leser und auch Abonnenten zu gewinnen – ein Welt-Plus-Abo können Nutzer direkt über den Messenger abschließen.
horizont.netKommentieren ...

Beschwerde von Deniz Yücel erhält Vorrang beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Deniz Yücel: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte will den Fall des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten mit Vorrang behandeln. Yücel hatte eine Beschwerde gegen seine Untersuchungshaft in der Türkei eingelegt, die nun in "in kürzest möglicher Zeit untersucht" werden solle, teilt das Gericht in einem Schreiben an Yücels Anälte mit. Der EGMR überwacht die Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention in den Staaten des Europarates, in dem die Türkei seit 1949 Mitglied ist.
welt.de, zeit.de
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Deniz Yücel ruft zum Abo unabhängiger Zeitungen auf.

Deniz Yücel ruft dazu auf, eine der noch wenigen unabhängigen Zeitungen in der Türkei zu abonnieren, um die Pressefreiheit im Land zu unterstützen. Dafür müsse man auch kein Türkisch können. Deutsche und europäische Unternehmen in der Türkei sollten Anzeigen schalten. In seinem sarkastisch geprägten Text, den er seinen Anwälten im Gefängnis diktiert hat, beerdigt er seine Hoffnung, dass der Papst ihn befreien und mit dem Papamobil abholen werde. Auch aus seinem lange geplanten Sommerurlaub auf Santorini werde in diesem Jahr wohl nichts mehr.
"Welt", S. 4 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt ist besorgt über schwindende Pressefreiheit.

"Die vergangenen 100 Tage haben deutlich gemacht, wie kostbar und zentral die Meinungs- und Pressefreiheit für eine liberale Gesellschaft ist und wie wenig selbstverständlich sie geworden ist - auch an den Rändern Europas."

Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt, ist besorgt über schwindende Pressefreiheit. Am morgigen Mittwoch ist Korrespondent Deniz Yücel genau 100 Tage in Haft.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Bomben-Explosion in Manchester tötet 19 Menschen.

Explosion in Manchester: Nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande hat es in der nordenglischen Stadt eine Explosion gegeben, bei der mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt wurden. Die Polizei geht von Terror aus. Die deutschen Newssender schlafen zunächst und liefern Infos nur im Ticker am Bildrand, während Dokus laufen. Bei n-tv meldet sich erstmals um 4 Uhr ein Moderator mit CNN-Bildern aus der Redaktion. Bild, Welt und Focus Online berichten auch in der Nacht mit Livetickern, Spiegel Online und Süddeutsche mit Agentur- und Social-Media-Material.
turi2 - eigene Beobachtung
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Deutscher Generalkonsul darf Deniz Yücel erneut im Gefängnis besuchen.

Deniz Yücel: Der deutsche Generalkonsul in Istanbul darf den "Welt"-Korrespondenten am morgigen Donnerstag zum zweiten Mal in türkischer Untersuchungshaft besuchen. Er will sich dabei u.a. ein Bild von den Haftbedingungen machen. Das Auswärtige Amt begrüßt die Erlaubnis, bleibt aber bei der Forderung, Deniz Yücel freizulassen.
welt.deKommentieren ...

WeltN24 startet Koch- und Lifestyle-Portal Foodbarn.

WeltN24 launcht das Koch- und Lifestyleportal Foodbarn, schreibt David Hein. Das neue Beiboot der blauen Gruppe von Springer solle mit Rezepten, Anleitungen und Berichten über Essen die digitale Heimat von Gourmets werden. Die Seite werde in den kommenden Wochen schrittweise weiterentwickelt. Katharina Link ist als General Manager für das Portal verantwortlich. Zielgruppe des Welt-Ablegers seien Männer zwischen 30 und 60 Jahren.
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Deniz Yücel meldet sich via "Welt"-Artikel aus dem Gefängnis und fordert einen fairen Prozess.


Nachricht aus dem Gefängnis: Der inhaftierte Journalist Deniz Yücel, der im türkischen Gefängnis auf seine Anklage wartet, meldet sich via "Welt"-Artikel zu Wort. Er kritisiert seine "Vorverurteilung" durch Erdogan und fordert einen fairen Prozess. Dieser könne "gar nicht anders enden als mit einem Freispruch". Der Journalist wolle das Gefängnis nicht durch die Hintertür verlassen und "den Kampf um Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit (…), mit Gottes Hilfe auch in Zukunft aus nächster Nähe journalistisch begleiten". Er fordert Erdogan außerdem auf, die Kameraaufzeichnungen, die ihn laut Staatspräsident belasten sollen, zu veröffentlichen. Eine Anklageschrift gegen Yücel liegt bislang nicht vor, er ist seit 67 Tagen inhaftiert.
welt.deKommentieren ...

Springer verrät weitere Details zum geplanten WeltN24-Club.

WeltN24-Club soll maximal 500 Mitglieder haben, sagt Geschäftsführerin Kristina Faßler zu Greogry Lipinski. Über die Aufnahme in das Programm wird ein fünfköpfiges Gremium entscheiden, dem neben Faßler WeltN24-Chefredakteur Ulf Poschardt und weitere Manager angehören, darunter auch ein Manager aus der Golfer-Szene. Springer will den Club durch Mitgliedsbeiträge, über deren Höhe der Verlag noch nicht entschieden hat, und Sponsoren wie etwa Hotels finanzieren. Unternehmen sollen die Mitgliedschaft auch als Bonus für Spitzen-Manager erwerben können. Vom Club erhofft sich der Verlag auch positive Effekte für die Gesamtvermarktung der Marke.
meedia.de, turi2.deKommentieren ...

Lese-Tipp: Tim Neshitov skizziert "Tragödie" um Deniz Yücel.

Lese-Tipp: Tim Neshitov erzählt auf "Seite Drei" der "Süddeutschen" die "Tragödie" von Journalist Deniz Yücel, der seit zweieinhalb Monaten in der Türkei inhaftiert ist. Yücel habe schon immer gerne und fleißig ausgeteilt, "nach links, nach rechts und auch in die Mitte rein, wo es besonders wehtut". Manche Kritiker werfen Yücel "Deutschenhass" vor, der türkische Präsident Erdogan hält ihn für einen Terroristen. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt hat ihn einst von der "taz" abgeworben und betreibt zusammen mit der "taz" jetzt "eine Art Redaktionsgemeinschaft" in Sachen Deniz Yücel.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid), sueddeutsche.de (Kurzfassung)Kommentieren ...

Springer plant WeltN24-Club.


Ein Club von Welt: Springer plant für seine Marke WeltN24 einen Wirtschaftsclub, schreibt Gregory Lipinski. Das Vorhaben erinnert an die Anfang 2016 gestartete Plattform des "Handelsblatts". Wie bei den Düsseldorfern soll sich der WeltN24-Club an Entscheider aus Politik und Wirtschaft richten und auf exklusiven Veranstaltungen den Austausch ermöglichen. Die Zahl der Mitglieder werde begrenzt sein, zitiert Gregory Lipinski eine Springer-Sprecherin.

Einen Zeitpunkt für den Start nennt der Verlag nicht, ebenso wenig Preise. Für den Club gründet Springer eine Tochterfirma namens WeltN24 Club GmbH. Die Geschäftsführung übernimmt Kristina Faßler, 54. Sie leitet seit November 2015 das Marketing der WeltN24-Gruppe und war zuvor Geschäftsführerin des N24-Vermarkters Thads Media. (Foto: dpa)
meedia.de, turi2.de (Background)
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Erdogan schließt Auslieferung von Deniz Yücel an Deutschland aus.

Türkei: Präsident Erdogan sagt dem türkischen Sender TGRT, er werde Deniz Yücel nicht an Deutschland ausliefern. Die Bundesrepublik verweigere die Auslieferung türkischer Staatsbürger, deshalb würden Yücel und andere inhaftierte Deutsche nicht überstellt: "Auf keinen Fall, solange ich in diesem Amt bin niemals."
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Generalkonsul besucht Deniz Yücel in Untersuchungshaft.

Deniz Yücel geht es "den Umständen entsprechend gut", sagt Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, nach einem Besuch von Generalkonsul Georg Birgelen in der Untersuchungshaft in Istanbul. Die Einzelhaft empfinde "Welt"-Korrespondent Yücel jedoch als sehr belastend. Das Auswärtige Amt hofft, dass der Zugang zu Yücel kein Einzelfall bleibe und will sich weiterhin für dessen Freilassung einsetzen.
faz.net
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"Welt" widmet Deniz Yücel eine Doppelseite.

Welt widmet ihrem inhaftierten Redakteur Deniz Yücel eine Doppelseite, auf der er selbst sich u.a. für die Unterstützung bedankt. Er ruft dazu auf, unabhängige, türkische Medien zu abonnieren. Seine Schwester schreibt: "Er ist nicht deprimiert, er lässt sich nicht einschüchtern. Und er bereut auch nicht, was er geschrieben hat." Das Auswärtige Amt hat bekannt gegeben, dass der deutsche Generalkonsul Yücel besuchen darf.
"Welt", S. 4/5 (Paid), turi2.de (Background) Kommentieren ...

Deutscher Botschafter darf Deniz Yücel in türkischer Haft besuchen.

Deniz Yücel darf in türkischer Untersuchungshaft Besuch der deutschen Botschaft in Istanbul empfangen. Das Auswärtige Amt bestätigt eine Verbalnote der Türkei, wonach Deutschland ab morgen konsularischen Zugang zum inhaftierten "Welt"-Korrespondenten erhält. Yücel wurde Mitte Februar festgenommen, die Türkei wirft ihm Terrorismusunterstützung vor.
t-online.de, spiegel.deKommentieren ...