Facebook-Werbung mit der eigenen Kundenliste bedarf Zustimmung der Betroffenen.

Facebook fb-logo-neuFacebooks Custom Audiences , also von Firmen bei Facebook aus ihren eigenen Kundendaten angelegte Zielgruppen, verstoßen ohne Zustimmung der betroffenen Nutzer gegen das Datenschutzrecht, urteilt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Das Landesamt für Datenschutz hatte einem Onlineshop die Datenweitergabe untersagt, der Betreiber klagte dagegen.
internetworld.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Bernhard Fischer-Appelt wird 53.


Wir graturilieren: Bernhard Fischer-Appelt, Gründer und Vorstand der Agenturgruppe FischerAppelt, feiert heute seinen 53. Geburtstag. Den Ehrentag verbringt er in Boston, wo er zur Zeit an einem Forschungsprojekt am Weatherhead Center der Harvard Universität arbeitet. Das Beste am abgelaufenen Jahr war der "Blick hinter die Digitalisierungskulisse des Silicon Valley". Besonders spannend dabei war der Ostküstenblick, "der der europäischen Idee erheblich näher ist". Für das kommende Jahr wünscht sich Bernhard Fischer-Appelt ein Heureka. Damit das neue Lebensjahr entsprechend startet, erreichen ihn Gratulationen "ganz old school" per E-Mail oder via WhatsApp. Eines ist sicher: "Ich freue mich auf jeden Fall!"

VW verhüllt "NZZ am Sonntag" in Hochglanz-Anzeige.

Luxus-Werbeeinnahmen: Die Züricher "NZZ am Sonntag" erscheint mit einer mehrseitigen Ummantelung von VW, beobachtet Marius Wenger. Chefredakteur Luzi Bernet wolle mit der Sonderausgabe zum Thema Luxus "Aufsehen erregen" und den "veränderten Ansprüchen der Werbewirtschaft Rechnung tragen." Wie viel die Sonderausgabe einspielt, verrät Bernet nicht.
persoenlich.com, persoenlich.com (Interview)

OWM-Vorsitzende Tina Beuchler bemängelt fehlende Voice-Werbeplätze.

Voice und Werbung kommen noch nicht unter einen Hut, sagt die OWM-Vorsitzende Tina Beuchler im Interview von Horizont.net. Zum einen fehlen bei den meisten Angeboten noch Werbeplätze, zum anderen sei unklar, wie wirksame Voice-Werbung gestaltet und eingesetzt werden müsse. Im Doppel-Interview mit OWM-Geschäftsführer Joachim Schütz fordert die Spitze der Werbekunden-Lobby zudem von den Mediaagenturen mehr Offenheit gegenüber der Blockchain-Technologie.
horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Nestlé-Mediachefin Tina Beuchler wünscht sich Print-Titel mit klarem Profil

Mediacom: Tino Krause geht, Claus Bröckers wird sein Nachfolger.

Mediacom und Geschäftsführer Tino Krause gehen getrennter Wege, hört "Horizont". Dem Flurgeflüster nach könnte er zu Facebook wechseln. Krause kam im Juli 2017 zu Mediacom, er arbeitete zuvor für die Schwester-Agentur MEC. Sein Nachfolger bei der WPP-Tochter wird Claus Bröckers, der schon einmal für Mediacom arbeitete und aktuell bei der PIA tätig ist.
horizont.net, turi2.de (Background)

Dentsu-Aegis-Chef Jerry Buhlmann hört auf, Tim Andree übernimmt.


Der Nächste, bitte: Dentsu Aegis und Geschäftsführer Jerry Buhlmann, 59, (Foto links) gehen getrennte Wege. Buhlmann führt die Agentur-Holding seit 2010 als Chef von Aegis, mit dem Verkauf 2012 an die Japaner stieg er zum Chef von Dentsu Aegis Network auf. Executive Chairman Tim Andree übernimmt Buhlmanns Aufgaben zusätzlich. Einen Grund für sein Ausscheiden nennt die Holding nicht, es ist aber denkbar, dass es zwischen Buhlmann und Andree zu unterschiedlichen Auffassungen über die Strategie des Konzerns gekommen ist.

Buhlmann steht seit Jahren für Wachstum durch Zukäufe und Übernahmen und hat damit durchaus Erfolge erzielt. So hat sich der Umsatz der Gruppe in fünf Jahren auf 3,6 Mrd Pfund verdoppelt, die Gewinn-Marge ist aber deutlich gesunken. Ob die Übernahme-Strategie weiter die richtige ist, ist fraglich. Kritiker werfen Buhlmann vor, Investitionen ins organische Wachstum der Gruppe zu vernachlässigen und sehen Christine Removille, seit September weltweite Carat-Chefin, als neuen Stern am Aegis-Himmel.
turi2 - eigene Infos, horizont.net, thetimes.co.uk

Mitarbeit: Markus Trantow

turi2 edition #7: Andreas Prasse im Porträt.


Lichter der Großstadt: Andreas Prasse und WallDecaux bepflastern weltweit Flughäfen, Bahnhöfe und Innenstädte mit Werbung. Mit Peter Turi läuft Prasse, beim Außenwerber verantwortlich für Marketing und Vertrieb, für die turi2 edition 7 durch Berlin. Dabei ärgert er sich über "Wild-Werbung", erzählt von der Zukunft – City Lights digital – und verrät sein Karriereziel, das mit Anteilen am Werbekuchen zu tun hat. (Fotos: Holger Talinski) Weiterlesen…

Studie: Britische Marketer nutzen die meisten Bilder nicht professioneller Models.

Shutterstock hat eine Studie beauftragt, die untersucht, wie Marketingfachleute bei Kampagnen auf Diversität achten. Ab der Generation Y, also geboren in den 80ern, tun sie das demnach öfter als ihre älteren Kollegen. Brasilianische Marketer verwenden die meisten Bilder mit Models unterschiedlicher Ethnien, gleichgeschlechtlichen Paaren und Menschen mit Behinderungen. Britische die meisten mit nicht professionellen und androgynen Models.
per Mail

Aufsicht verbietet TV-Werbung von Iceland Foods als zu politisch.

Iceland Foods, britische Supermarkt-Kette, darf einen ursprünglich von Greenpeace erstellten TV-Clip nicht senden. Die Medienaufsicht stuft den Spot als zu politisch ein. Er zeigt einen Comic-Affen, behandelt die Auswirkungen menschlicher Abholzung des Regenwaldes und schließt mit der Botschaft, Iceland würde auf Produkte mit Palmöl verzichten. Iceland wollte den Clip im Weihnachtsgeschäft ausstrahlen.
telegraph.co.uk

Meinung: Digitale Außenwerbung ist erfolgreich, aber schlecht messbar.

Digitale Außenwerbung ist technisch auf dem neusten Stand, das zugehörige Messsystem aber noch nicht, schreibt "Werben & Verkaufen". Kameras rund um die Plakat-Bildschirme messen häufig zu wenige Kontakte, Wifi-Tracker zu viele. Das Digital Media Institute testet derzeit eine Plattform, die Echtzeitdaten zusammenführe. Manko sei, dass Ströer als größter Anbieter noch nicht mitmache.
"Werben & Verkaufen" 44/2018, S. 26-28 (Paid)

Hans-Peter Siebenhaar sieht in Content Marketing eine Gefahr für die Demokratie.

Content Marketing gefährde unbeabsichtigt die Demokratie, schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Zwar sei es eine legitime Werbeform, der Versuch, Content Marketing durch mangelnde Kennzeichnung zu tarnen oder gar als wertvollen Beitrag im Wettbewerb mit unabhängigen Medien zu betiteln, gebe jedoch denen Munition, die die Glaubwürdigkeit der Medien allgemein untergraben wollen. Es müsse daher deutlich von Journalismus zu unterscheiden sein.
handelsblatt.com

Thomas Strerath sieht keine Zukunft für Agenturen.

Agenturen und Werbenetzwerke erleben einen langsamen aber sicheren Niedergang, schreibt Thomas Strerath, Ex-Vorstand von Jung von Matt. Agenturen versuchten möglichst viel der Wertschöpfungskette anzubieten, da sie mit ihrem Kern, Kreativität, kaum Geld verdienen könnten. Die Tendenzen zu Automatisierung und maßgeschneiderten Agenturen ließen den alten Playern aber kaum Raum. Künftig würden Consulting und Technologie immer wichtiger.
wuv.de

Zahl des Tages: Google verdient in einem Quartal mehr als die deutschen Medien in einem Jahr.

Zahl des Tages: Gigantische 25,4 Mrd Euro verdient Google in einem Quartal mit Werbung und damit mehr als die gesamte deutsche Medienwirtschaft in einem Jahr, schreibt "Werben & Verkaufen". Auch Facebook kommt in nur drei Monaten schon fast auf den prognostizierten Werbeumsatz der deutschen Medienwirtschaft heran, der 2018 bei 20,5 Mrd Euro liegen soll.
"Werben & Verkaufen" 45/2018, S. 6-7 (Paid)

Media-Impact-Chef Hans Hamer: Warum Anzeigenverkäufer heute Kreative und Berater sein müssen.

Kreativer Kohle machen: Hans Hamer zieht für Springer und Funke die Werbe-Euros an Land. Im Video-Interview von Peter Turi beschreibt der Chef des Vermarkters Media Impact, wie rasant sich sein Geschäft wandelt. Zu den digitalen Konkurrenten kommt eine weitere Herausforderung durch Werbekunden: "Wir als Vermarkter müssen immer mehr Kreativleistung bringen."

Umdenken muss Hamer auch bei den Werbeformaten. Die Ganzseite 4c in "Bild" ist nicht mehr das Maß aller Dinge – kultige Kampagnen, die jeder kennt, gebe es in der fragmentierten Medienwelt ohnehin kaum. Hamers Leute verkaufen Werbung auch digital-only, ohne nebenbei noch Print aufzuschwatzen. Gefragt sei Beratung, um gemeinsam mit dem Kunden zu verstehen, was er braucht: "Zuhören wird wichtiger als nur zu senden."
turi2.tv (15-Min-Gespräch auf YouTube)

Die Themen des Gesprächs gezielt zum Anklicken: Hans Hamer über ...
0:29 ... den Wandel seines Jobs
1:57 ... Herkunft und Werdegang
5:30 ... Influencer und digitale Werbung
7:28 ... Storytelling und Content Marketing
9:20 ... den Anzeigenverkäufer als Berater
10:26 ... seine Frage an Dieter Zetsche
11:00 ... seine Frage an Mark Zuckerberg
12:17 ... Events als Werbeträger
13:00 ... Luxus-Trend und Special Interest

Für Serviceplan-Chef Ronald Focken ist Kultur so wichtig wie Kreativität.

Werbung: Marken wählen ihre Agentur immer seltener nur aufgrund ihrer kreativen Idee. Die Art der Zusammenarbeit von Kunde und Agentur rückt in den Fokus, sagt Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken. Kunden wollen das richtige Team und interessierten sich zunehmend für Kultur und moderne Arbeitsmethoden.
"New Business" 45/2018, S. 10-13 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ronald Focken im Sommer 2017 über den Berlin-Boom für Agenturen.

Bauer lässt Digitalsparte Xcel von Dreigestirn leiten.

Bauer regelt bei der Digitalsparte Xcel Media die Nachfolge von Markus Hüßmann. Ein Dreigestirn aus Inga Leister (Foto), 38, Steffen Schmid, 49, und Marcel Semmler, 30, übernimmt. Leister verantwortet die Redaktions- und Marken-Teams, Schmid die Umsätze und Semmler die technische Weiterentwicklung. Markus Hüßmann wird Chief Technology and Information Officer des internationalen Bauer-Geschäfts.
horizont.net, kress.de, turi2.de (Background)

Berater Accenture übernimmt Kreativ-Agentur Kolle Rebbe.


Kreativ-Berater: Die Beratungsfirma Accenture übernimmt die Hamburger Kreativ-Agentur Kolle Rebbe. Die bisher inhabergeführte Agentur soll Teil der Digital-Tochter Accenture Interactive werden. Der Vertrag wurde in der Nacht unterzeichnet, die Mitarbeiter am Morgen informiert. Seit dem Tod von Co-Gründer Stefan Kolle im September 2017 gab es regelmäßig Verkaufsgerüchte. Noch zu Lebzeiten hatte Kolle immer wieder Gespräche mit möglichen Interessenten geführt, u.a. mit Matthias Schrader, Chef der Accenture-Tochter Sinner Schrader, den er gut kannte.

Die Übernahme durch eine internationale Werbeholding kam für das Management von Kolle Rebbe nie infrage. Bisher hielt Kolles Witwe Sigrid die Hauptanteile an der Agentur. Der Verkauf an Accenture dürfte "angesichts der momentanen Lage das Beste für die Agentur sein", schreibt Daniela Strasser bei wuv.de. "Mit etwas Glück und kluger Führung" könne Kolle Rebbe - der Name soll bleiben - auch weiterhin eine wichtige Größe in der Kreativbranche sein. (Foto: Bodo Marks / dpa / Picture Alliance)
horizont.net, wuv.de

Basta: Das haut nicht nur kalorisch rein.

Königlich geparkt: Burger King wirbt für seinen Lieferdienst mit einschlagenden Argumenten - Fotos von Kunden, die mit dem Auto in Filialen gekracht sind. Dem Plan nach sollen hungrige Kunden, die einen in der Krone haben, sich die tote Kuh im Brötchen lieber liefern lassen.
thedrum.com



Axel Schindler übernimmt als Westfunk-Geschäftsführer von Sven Thölen.

Westfunk: Axel Schindler übernimmt den Chefsessel von Funkes Vermarkter und Serviceanbieter für NRW-Radios zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführer des Anzeigenblattverlags WVW/ORA. Er folgt auf Sven Thölen, der sich in Zukunft ausschließlich auf seine Rolle als Geschäftsführer von Radio NRW konzentrieren werde.
radioszene.de, westfunk.de

Condé Nast startet eigene Agentur in London, Zalando will im Kreativmarkt mitmischen.


Alle wollen Werbung (machen): Verlage und Marken wittern Potential in der Werbebranche – Condé Nast hat heimlich, still und leise in London eine Agentursparte aufgebaut, Zalando steigt ebenfalls in den Kreativ-Markt ein. Beide eint, dass sie ihr Zielgruppen-Wissen und die über sie gesammelten Daten jeweils für Werbekunden in ihrer Nische einsetzen wollen. Condé Nast baut ein Creative Studio für den britischen Markt mit 50 Beschäftigten auf, besteht aus den Ressorts Data & Insights, Creative Strategy und Consulting. Ziel ist vor allem der Luxusmarkt.

Zalando bietet Kunden künftig Zielgruppenanalyse und Kreation an. Die Abteilung soll "bei Mode und modenahen Lifestyle-Themen" auch an Pitches teilnehmen, sagt Marketing-Chef Andreas Antrup.
thedrum.com via new-business.de (Condé Nast), horizont.net (Zalando)

Studie: 95 % der Apps für Kinder unter fünf Jahren enthalten Werbung.

Google Play Store: Apps für Kinder im Alter von fünf Jahren oder jünger enthalten zu 95 % mindestens eine Art von Werbung, ergibt eine Studie der University of Michigan. Die Forscher verbrachten Hunderte Stunden mit 135 verschiendenen Spiele-Apps. Dabei fanden sie u.a. Pop-ups mit verstörenden Inhalten sowie tanzende Schatztruhen, die dem Spieler Punkte für das Anschauen von Werbespots versprechen. Teilweise forderten auch die Spiel-Figuren Kinder zu Käufen auf. Die große Mehrheit der Anzeigen war nicht gekennzeichnet.
nytimes.com

Analyse: Beacons sind als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet.

Beacons: Die kleinen Bluetooth-Sender, die Nutzern bei Annäherung kleine Benachrichtigungen aufs Smartphone schicken, haben die hohen Erwartungen nicht erfüllt, schreibt Kyle Wiggers. Apple iBeacon und Googles Eddystone bzw. Nearby sollten eigentlich den stationären Handel revolutionieren, scheiterten aber an technischer Komplexität, Spam und ungeklärten Privatsphäre-Ängsten der Nutzer.
venturebeat.com