BLM verbietet "Pastewka"-Folge wegen Schleichwerbung.


Die Zuschauer sind doch nicht blöd: Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien verbietet Amazon Prime Video wegen Schleichwerbung eine Folge der Comedy-Serie Pastewka. Die Episode Das Lied von Hals und Nase spielt in und vor einem Elektronikmarkt, der deutlich als Media Markt zu erkennen ist. Einen Hinweis auf Werbung oder Produktplatzierung gibt es nicht. Die BLM beanstandet die "häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen" der Marke, die "nicht programmlich-dramaturgisch begründbar" seien.

Media Markt sagt, keine Produktplatzierung gebucht zu haben. Die Produktionsfirma Brainpool habe für den Dreh im Markt eine "produktionsübliche Miete" bezahlt. Weitere Absprachen oder Leistungen habe es nicht gegeben. Amazon hat die ehemalige Sat.1-Serie, in der Comedian Bastian Pastewka eine Parodie von sich selbst spielt, 2018 übernommen und weitergeführt.
spiegel.de, welt.de

BP will sich mit großer Werbekampagne neues Image geben.

BP startet eine große internationale Werbekampagne, um sich vom dreckigen Image des Deepwater-Horizon-Mineralölkonzerns zum Weltverbesserer mit erneuerbaren Energien zu repositionieren. Die Kampagne startet zeitgleich in den USA, Großbritannien und Deutschland und besteht zunächst aus drei TV-Spots sowie Außenwerbung und Anzeigen im Internet und Print. Verantwortlich sind Ogilvy New York und Purple Strategies. Mindshare verantwortet die Media-Planung.
wuv.de

Display-Werbung wird im 4. Quartal 2018 weniger oft wahrgenommen.

TV-Werbung im Fernseher 150Display-Werbung: Nur 52 % der ausgespielten Anzeigen wurden im 4. Quartal 2018 von Nutzern tatsächlich wahrgenommen, sagt eine Auswertung von Meetrics. Damit liegt der Wert deutlich unter dem des 3. Quartals von 62 %. Ein Grund hierfür sei die hohe Zahl an Anzeigen zur Weihnachtszeit, so dass auch schlechtere Anzeigenplätze gebucht würden, so Meetrics. Video-Ads erzielen hingegen mit 81 % Sichtbarkeit den besten Wert des Jahres.
horizont.net

"Öko-Test" will mit Verkauf von Siegeln Geld verdienen.

Ökotest-Logo 150Öko-Test: Das Test-Magazin der SPD-Medienholding ddvg will Unternehmen künftig für bis zu 500 € Siegel verkaufen, mit denen sie werben können, berichtet Meedia. Jens Berendsen. ddvg-Geschäftsführer, wolle das Magazin so wieder aus der Verlustzone führen. Ferner soll ein Relaunch die Verkaufszahlen des Hefts erhöhen. 2018 hat sich Öko-Test zudem von seinem China-geschäft getrennt.
meedia.de, turi2.de (Background)

Facebook verschärft Anzeigenregeln in Ländern mit Wahlen.

Facebook-LogoFacebook kündigt an, in mehreren Ländern, in denen 2019 wichtige Wahlen anstehen, seine Werberichtlinien zu verschärfen. Dies betreffe unter anderem Indien, Nigeria und die Ukraine. In Nigeria und der Ukraine sollen künftig nur inländische Gruppen werben dürfen. In Indien führt Facebook ein Archiv aller Anzeigen zur Wahl ein. Auch für die EU kündigt Facebook unkonkret weitere Verschärfungen an.
wiwo.de

Werberat rügt sexistische Werbung.

Werberat rügt vier Unternehmen, die mit sexistischen Motiven für sich werben. Drei davon zeigen leicht bekleidete Frauen auf Fahrzeugen oder Werbebannern. Der thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen wirbt beim Volleyball­bundes­ligisten VfB 91 Suhl. Auf den eng anliegenden Hosen verläuft übers Gesäß der Sponsoring-Schriftzug prachtregion.de - laut Werberat "sexistisch und respektlos gegenüber Frauen".
werberat.de

Werbemarkt stagniert 2018.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbemarkt stagniert im Jahr 2018, meldet "Horizont" mit Verweis auf Zahlen von Nielsen. Demnach betrugen die Werbeinvestitionen 2018 in Deutschland rund 31,66 Mrd Euro – was fast genau dem Wert von 2017 entspricht. Da die Zahlen auf den offiziellen Preislisten basieren, dürften die Netto-Ausgaben sogar rückläufig sein. Vor allem größere Unternehmen haben ihre Ausgaben reduziert. Mobile Werbung wächst weiter stark.
horizont.net

Zitat: Michael Hanfeld sieht Facebook als großen Gewinner des Brexits.

"Wie immer die Sache also ausgeht und wie teuer ein Platz auf der Fähre wird und wie lange die Überfahrt künftig dauert, einen Gewinner kennt der Brexit schon jetzt: den amerikanischen Digitalkonzern Facebook."

Michael Hanfeld kürt Facebook zum Gewinner der ewig währenden Brexit-Verhandlungen. Allein die britische Regierung habe in der vergangenen Woche knapp 100.000 Pfund für Werbung in dem Sozialen Netzwerk ausgegeben.
faz.net

Instagram macht Werbung für das Kaufen von Fake Followern.

Instagram schaltet Werbung für Unternehmen, die Nutzern Fake Follower verkaufen oder automatisiert Follower-Benachrichtigungen ausspielen, berichtet TechCrunch. Das Soziale Netzwerk hatte solche Dienste erst im November gesperrt. Dennoch sind bei der Recherche mindestens 17 Werbetreibende aufgetaucht, die gegen die Richtlinien des Portals verstoßen.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Kreativchef Amir Kassaei verlässt DDB.

DDB: Der weltweite Kreativchef Amir Kassaei verlässt das Unternehmen und zieht sich aus der Werbebranche zurück, schreibt "Werben & Verkaufen". Bereits zum Jahreswechsel habe Kassaei seinen Posten geräumt und betreue nun nur noch mit C14torce in Barcelona den Autobauer Seat. Neuer Kreativchef sei zunächst kommissarisch Richard Brim von Adam & Eve DDB in London. Bereits im März 2017 hatte Kassaei seinen Rücktritt angekündigt.
wuv.de (Paid), turi2.de (Background)

"Like Ice in the Sunshine"-Erfinder Jochen Leisewitz, 78, ist tot.

Jochen Leisewitz, 78, ist tot. Der Erfinder der Langnese-Kampagne Like Ice in the Sunshine aus den 1980er Jahren starb bereits am 27. Dezember 2018 nach schwerer Krankheit. Dietrich Zastrow würdigt ihn in seinem Nachruf als "großes Vorbild", das aus "Marken Marktführer" gemacht habe. Seine Werber-Karriere begann Leisewitz 1963 bei Brose + Partner. 1974 wechselte er nach Stationen u.a. bei Ogilvy & Mather zu Lintas, wo er 22 Jahre arbeitete. Er verantwortete u.a. auch die "Ich will so bleiben wie ich bin"-Kampagne von Du Darfst.
adc.de via horizont.net, youtube.com (Langnese-Spot)

Amazon und Facebook werben offline um Vertrauen, glaubt Christian Rechmann.

Werbung: Amazon, Facebook, Google und Co werben zur Zeit besonders in klassischen Medien, beobachtet Werber Christian Rechmann. Das liegt seiner Meinung nach daran, dass Zeitschriften, Plakate und Rundfunk Reichweite generieren und Interesse wecken. Das könnten Unternehmen dann online in Conversions umwandeln. Facebook und Amazon wollen offline außerdem Vertrauen zurückgewinnen, glaubt Rechmann.
horizont.net

Haribo setzt in Deutschland künftig auf seine Kampagne aus dem UK.

Haribo wirbt auch in Deutschland künftig mit der Kampagne "Kid's Voices", die bisher im UK im Einsatz war. Darin sprechen Erwachsene mit Kinderstimmen über Gummibärchen. Verantwortlich ist nicht die deutsche Leadagentur Thjnk, sondern Quite Storm aus London, wo das Konzept ursprünglich entwickelt wurde. Bereits Mitte 2018 hatte Haribo-Chef Hans Guido Riegel angekündigt, künftig auf Testimonials verzichten zu wollen.
horizont.net, youtube.com (30-Sekunden-Video), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Oliviero Toscani spricht über seine Rückkehr zu Benetton.

Lese-Tipp: Fotograf Oliviero Toscani spricht im "Welt"-Interview über Social Media, Kreativität, Politik und vor allem seine Rückkehr zu Benetton. Die Modekette sei mittlerweile anders als vor zehn Jahren, er selbst werde mehr geschätzt. Mit seinen viel beachteten Kampagnen habe er früher nicht zum Unternehmen und dessen Produkten gepasst: "Die Werbung war für junge Leute, aber in die Geschäfte kamen nur deren Tanten", sagt Toscani.
welt.de, turi2.de (Background)

Media-Agenturen prognostizieren leichtes Werbewachstum.

Netto-Werbeausgaben in Deutschland wachsen 2019 um 1 bis 2 %, allerdings nur unter Einbeziehung von Google und Facebook, sagt die Prognose der OMG-Mediaagenturen. Die Online-Ausgaben wachsen demnach um bis zu 6 %, alle anderen Werbegattungen schwächeln: Zeitungen und Zeitschriften verlieren jeweils 10 % Umsatz, TV dreht um bis zu 2 % ins Minus, so die Prognose der Agenturchefs.
omg-mediaagenturen.de, wuv.de

"Le Monde" behauptet sich mit Vermarktungsallianz und hohem Abo-Umsatzanteil.

Qualitätsmedien können durchaus gegen Google und Facebook bestehen, erklärt Louis Dreyfus, Verleger der französischen Tageszeitung "Le Monde", im Interview bei Digiday. Er versucht, der billigen Reichweite der Tech-Riesen ein sicheres Markenumfeld mit hochwertigen Lesergruppen entgegenzusetzen. Die Digital-Vermarktungsallianz mit dem konservativeren "Le Figaro" habe in den ersten 10 Monaten bereits 5 Mio Euro eingespielt. 55 % der Digitalumsätze bei "Le Monde" stammten aus Abos.
digiday.com, lemonde.fr (Background Allianz)

Accenture kauft Cross-Plattform-Buchungstool Adaptly.

Accenture Interactive: Die Digitalagentur der Berater, zu der in Deutschland u.a. Sinner Schrader und Kolle Rebbe gehören, kauft den Adtech-Anbieter Adaptly für einen nicht genannten Preis. Die Firma mit 150 Mitarbeitern in den USA lässt Werber ihre Targeting-Kampagnen mit einem Selbstbucher-Tool plattformübergreifend bei Google, Facebook und Amazon schalten.
wsj.com (Paid), techcrunch.com, wuv.de

Zahl des Tages: Coca Cola steckt in zuckerfreie Getränke 90 % mehr Werbung.

Zahl des Tages: Pro Liter Getränk investiert Coca Cola rund 90 % mehr in Werbung von zuckerfreien oder zuckerreduzierten Getränken als in welche mit Zucker, berichtet Annette Mattgey bei wuv.de. Für den Konzern sind die Ausgaben eine Wette auf die Zukunft: Bis 2025 will Coca Cola die Hälfte seiner Umsätze in Westeuropa mit kalorienarmen Getränken erwirtschaften.
wuv.de

Zitat: Omnicom-Deutschlandchef Paul Remitz kritisiert zu hohe Innovations-Skepsis.

"Deutschland ist aufgrund seiner kulturpessimistischen Haltung gegenüber Innovationen nur bedingt zukunftsfähig."

Omnicom-Deutschlandchef Paul Remitz kritisiert im "Horizont"-Interview, dass in Deutschland Innovationen stets mit Skepsis und Regulierungswillen begegnet werde.
"Horizont" 50/2018, S. 14 (Paid), turi2.de (Background)

Mark Read will bei WPP Stellen streichen und die Struktur ändern.

WPP: Neu-Chef Mark Read will rund 3.500 Stellen streichen und zeitgleich etwa 1.000 neue Jobs an anderer Stelle schaffen, schreibt Mehrdad Amirkhizi in "Horizont". Ferner solle WPP künftig in einer Matrixsstruktur organisiert sein, die einerseits die Säulen Communications, Experience, Commerce und Technology beachte, andererseits die Felder Kunden, Agenturmarken und Länder berücksichtige. Dabei seien keine separaten Einheiten geplant. Auch wolle Read keine weiteren Agenturen zusammenlegen.
"Horizont" 50/2018, S. 4 (Paid)

Kartellamt: Vergleichsportale sollen Reihenfolge ihrer Rankings erklären.

Vergleichsportale bieten Nutzern zu wenig Transparenz, kritisiert das Bundeskartellamt nach einer Untersuchung. Obwohl der Großteil der Vergleiche seriös sei, könnten Nutzer sich nicht auf die dargestellte Reihenfolge der Produkte und Dienstleistungen verlassen - weil Platzierungen teilweise von Provisionen oder Entgelten abhängen. Auch fehlten in einigen Branchen teils mehr als 50 % der relevanten Angebote.
spiegel.de

Verizon schreibt 4,5 Mrd Dollar auf erfolglose Medien-Zukäufe ab.

Verizon schreibt stattliche 4,5 Mrd Dollar auf seine Mediensparte Oath ab. Der US-Mobilfunker hat 2015 AOL und 2017 Yahoo gekauft, in Oath integriert und dafür insgesamt mehr als 9 Mrd Dollar ausgegeben. Oaths Marktanteil bei digitaler Werbung ist seither entgegen Verizons Hoffnungen geschrumpft. Zur Markenfamilie gehören auch HuffPost, Tumblr und Techcrunch.
wsj.com (Paid)