WhatsApp führt Anzeigen und Bezahl-Tools für Unternehmen ein.

WhatsApp führt kostenpflichtige Tools für Unternehmen und ab 2019 Werbung ein. Die Facebook-Tochter kündigt eine Software und Schnittstellen an, über die Unternehmen künftig mit ihren Kunden via WhatsApp kommunizieren können. So können Fluggesellschaften Tickets versenden und Online-Händler ankündigen, wann das Paket eintrifft. Pro Nachricht sollen Unternehmen dafür zwischen 0,5 und 9 US-Cent an WhatsApp bezahlen. Bislang haben rund 100 Unternehmen vorab WhatsApp Business getestet, etwa Singapore Airlines und Uber.

Ab kommendem Jahr soll es zudem Anzeigen geben: Nutzer werden die Werbung im Status-Bereich der App sehen. Als Status können sie Fotos und Texte posten, die ihre Kontakte für 24 Stunden abrufen können – ähnlich zur Stories-Funktion in Instagram und Facebook. Dort gibt es bereits Anzeigen zwischen den Status-Meldungen. Werbekunden sollen ihre WhatsApp-Anzeigen über den gewohnten Adsmanager von Facebook buchen können. In Zukunft verschmelzen die Plattformen: Werbekunden können etwa Anzeigen im Facebook-Newsfeed buchen, die Nutzer in eine direkte Interaktion auf WhatsApp weiterleiten.
wsj.com (Paid), mashable.com, t3n.de

OMR: WhatsApp schaltet heute Funktionen für Unternehmen frei.

WhatsApp startet heute ein Angebot für Firmenkunden, schreibt OMR.de. WhatsApp for Enterprises biete großen Unternehmen und Konzernen die Möglichkeit, Benachrichtigungen an Kunden zu senden und via Livechat mit einzelnen Kunden zu kommunizieren. Bezahlte Werbebotschaften sollen auch kommen, wenn auch nicht direkt zu Start. Bisher gibt es mit WhatsApp Business nur ein Angebot für kleine Unternehmen.
omr.com

Facebook schaltet Anzeigen gegen Fake News auf WhatsApp in indischen Zeitungen.

Facebook schaltet im Kampf gegen Fake News auf seinem Messenger WhatsApp ganzseitige Anzeigen in indischen Tageszeitungen. Darin ruft Facebook die Nutzer auf, Meldungen zu prüfen und verspricht neue Funktionen, mit denen Nutzer gegen Falschmeldungen vorgehen können. So soll WhatsApp künftig anzeigen, ob eine Meldung weitergeleitet wurde. In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Gewaltausbrüche in Folge von via WhatsApp verbreiteten falschnachrichten.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

WhatsApp: Fake News führen in Indien immer öfter zu tödlichen Mob-Angriffen.

Indien: Videos mit Fake News, die über WhatsApp verbreitet werden, führen In Indien immer öfter zu tödlichen Mob-Angriffen. In den vergangenen drei Monaten seien mindestens neun Menschen getötet worden, schreibt Handelsblatt.de. Ein gestelltes Video bei dem offenbar zwei Kinder entführt werden, führte u.a. zu einem tödlichen Mob-Angriff gegen zwei junge Männer. WhatsApp ist in Indien einer der wichtigsten Kanäle für journalistische Nachrichten.
handelsblatt.com

Facebook nutzt DSGVO, um WhatsApp-Nutzerdaten abzugleichen.

Facebook nutzt die DSGVO, um Nutzerdaten aus WhatsApp abzuziehen, schreibt Benedikt Duest. Auch von deutschen Nutzern leitet WhatsApp nun unter anderem die Telefonnummer, Geräteinformationen und weitere Daten an Facebook weiter. Deutsche Datenschützer hatten dies eigentlich untersagt. Laut der DSGVO sind die nun aber nicht mehr zuständig – sondern die des Landes, in dem Facebook seinen europäischen Hauptsitz hat: Irland.
"Welt", S, 11 (Paid)

Facebook ermöglicht bald Sprachnachrichten und einen Cloud-Speicher.

Facebook-LogoFacebook will an den anhaltenden Erfolg der Schwester-Plattformen WhatsApp und Instagram anschließen und erweitert seine Features um Sprachnachrichten, die als Posts geteilt werden können. Über eine Facebook-Cloud können Nutzer außerdem Fotos und Videos direkt in ihrem Account speichern. Auch das Sichern von Facebook Stories soll ermöglicht werden. Die neuen Funktionen gehen vorerst nur in Indien an den Start.
theverge.com

Zitat: Justus Haucap erklärt die besondere Monopolstellung von Internetriesen.

"Sie verfügen nicht nur über Marktmacht im traditionellen Sinn, sondern auch über Vertrauensgüter: nämlich Daten."

Justus Haucap, Volkswirt und Ex-Vorsitzender der Monopolkommission, erklärt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", warum Facebook, Google und Co mächtiger sind als klassische Monopolisten. Die Wettbewerbshüter steckten in einem Lernprozess, der gut voranschreitet.
sueddeutsche.de

WhatsApp erhöht das Mindestalter der Nutzer auf 16.

WhatsApp hebt das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre an. Damit umgeht WhatsApp das Problem, seit dem 25. Mai bei Nutzern jünger als 16 Jahren eine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten für die Nutzung des Dienstes einholen zu müssen. Kinder unter 16 müssen künftig WhatsApp löschen. Der Dienst plant aber keine Kontrolle der Altersangaben seiner Nutzer. Seit 25. Mai gilt die EU-Datenschutzgrundverordnung.
spiegel.de

"Akte 20.18" wirft Facebook vor, private WhatsApp-Nachrichten auszulesen.

Facebook: Die Sat.1-Sendung "Akte 20.18" wirft dem Konzern vor, basierend auf Inhalten aus privaten WhatsApp-Nachrichten Werbung auszuspielen. Im Versuch ließ "Akte 20.18" Nutzer, die vorher nicht über Hundefutter geschrieben haben, Nachrichten zum Thema verfassen. Wenig später bekamen die Personen passende Anzeigen auf Facebook angezeigt. Facebook bestreitet einen Zusammenhang. Johannes Caspar, Hamburger Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, will den Fall überprüfen.
presseportal.de, sat1.de (12-Min-Video)

Facebook will EU-WhatsApp-Daten nur DSGVO-konform nutzen.

Facebook nutzt die personenbezogenen Daten von WhatsApp-Nutzern in der EU erst dann, wenn die Nutzung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung entspricht. Facebook und seine Messenger-Tocher WhatsApp verpflichtet sich gegenüber dem britischen Information Commissioner’s Office zu dieser Regelung, das ICO stellt im Gegenzug sein Ermittlungsverfahren ein. Auch das Oberverwaltungsgericht Hamburg hatte Facebook eine Nutzung der Daten ohne Zustimmung der Nutzer untersagt.
techcrunch.com, turi2.de (Background OVG Hamburg)

Blackberry verklagt Facebook wegen Patentverletzung.

Blackberry verklagt Facebook, Instagram und WhatsApp wegen mutmaßlicher Patentverletzung. Das soziale Netzwerk soll Blackberrys Technik für mobile Nachrichten nutzen. Der einstige Smartphone-Pionier verlangt von Facebook Schadenersatz und praktisch ein Verbot des Nachrichtenversands auf Facebook, Instagram und WhatsApp in der jetzigen Form, berichten US-Medien.
variety.com, reuters.com

Facebook darf WhatsApp-Daten nicht nutzen, bestätigt das OVG Hamburg.

WhatsApp-Daten: Facebook darf sich nicht an den personenbezogenen Daten deutscher WhatsApp-Nutzer bedienen, bestätigt das Oberverwaltungsgericht Hamburg eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte Facebook angeordnet, Daten nur mit Zustimmung zu speichern und bereits gespeicherte Daten zu löschen. Die Richter des OVG ließen offen, ob diese Untersagungsverfügung rechtmäßig sei – die Interessen der Nutzer würden jedoch überwiegen.
wuv.de, turi2.de (Background)

WhatsApp startet eigene App für Firmenkunden.

WhatsApp startet eine App für Firmenkunden. Die Anwendung gibt es zunächst nur für Android und ermöglicht Unternehmen, die WhatsApp für den Kundenkontakt nutzen, unter anderem, Antworten auf häufig gestellte Fragen abzuspeichern. Ferner können Firmen Öffnungszeiten angeben, eine Abwesenheitsnotiz für den Kundendienst einrichten und auf Statistiken zugreifen.
persoenlich.com, "Handelsblatt", S. 18 (Paid)

Frankreich stellt Whatsapp ein Datenschutz-Ultimatum.

Frankreich: Whatsapp bekommt einen Monat Gnadenfrist, um seine Methoden in Sachen Datenweitergabe an französisches Recht anzupassen. Die Pariser Datenschutzaufsicht CNIL droht andernfalls mit Sanktionen. Whatsapp leitet bisher gesetzeswidrig Telefonnummern und andere Daten an Facebook weiter, um das Verhalten der Nutzer zu analysieren. Der Messenger-Dienst muss dafür künftig die explizite Einwilligung der Nutzer abfragen.
horizont.net, derstandard.de

Jugendliche chatten lieber, statt zu telefonieren.

Textnachrichten sind dem Nachwuchs wichtiger als Telefonieren, berichtet Bitkom in seiner Kinder- und Jugendstudie. 77 % der Jugendlichen nutzen lieber Messenger oder SMS, an zweiter Stelle steht das persönliche Gespräch. Telefonate per Handy nutzen 37 %, Festnetz nur noch 24 %. E-Mails oder Briefe zu schreiben, kommt für nur noch 6 % bzw. 2 % in Frage. Für die Studie wurden 663 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren befragt.
n-tv.de

Studie: Messenger fördern Kommunikation mit Freunden und Familie.

WhatsApp und Co fördern den Dialog mit Familie und Freunden, sagt eine TNS-Studie im Auftrag von Springers Techbook und der Telekom. Demnach wissen Dank Messengern rund zwei Drittel der Befragten eher Bescheid, wie es Freunden und Bekannten geht, mehr als die Hälfte, was ihre Verwandten machen. Knapp die Hälfte kommuniziert mit Freunden und Bekannten am ehesten per WhatsApp, jeder Dritte persönlich und jeder Vierte am Telefon. Innerhalb der Familie bevorzugen 84 % das persönliche Gespräch.
techbook.de, faz.net

WhatsApp bittet Unternehmen für Kundenkommunikation zur Kasse.

WhatsApp verlangt künftig Gebühren von Firmen, die den Messengerdienst für die Kommunikation mit Kunden nutzen, sagt Matt Idema dem "Wall Street Journal". Er ist für das operative Geschäft zuständig. Mutter-Unternehmen Facebook bricht mit dem Schritt mit dem bisherigen Modell, nur über Werbung Geld zu verdienen. Der Facebook Messenger selbst bleibt für Firmen kostenlos, dort wird das Geld mit Werbung verdient.
wsj.com, spiegel.de

"Washington Post" verstärkt sich in Deutschland: WhatsApp- und Messenger-Dienst soll Leser locken.


Angriff aus Amerika: Die "Washington Post" rüstet mit einem weiteren Mitarbeiter und einem mobilen Kurznachrichten-Dienst in Deutschland auf. Reporter Rick Noack (Foto) kommt aus London nach Berlin. Kurz vor der Wahl versorgt er Nutzer per WhatsApp, Facebook Messenger und Telegram – in deutscher und englischer Sprache.

Noack verspricht Nutzern einen Blick hinter die Kulissen der "Post". Mit den Abonnenten der Dienste will er ins Gespräch kommen, um Meinungen in die Berichterstattung einfließen zu lassen. Besonders interessant ist dabei, dass die "Post" auch mit deutschen Inhalten experimentiert: Journalist Noack stammt aus Dresden.

Die "Washington Post" gehört seit 2013 dem Amazon-Gründer Jeff Bezos. Er schuf zusätzliche Reporter-Stellen. In Europa setzt seine "Post" auf Expansion: Der internationale WorldViews-Bereich fokussiert online und als Newsletter stark auf europäische Themen. In Berlin arbeitet bereits Bürochef Griff Witte für die "Post". (Foto: privat, Montage: turi2)
turi2 – eigene Infos, washingtonpost.com (Anleitung), washingtonpost.com (Pressemitteilung)

China blockiert offenbar WhatsApp.

China blockiert WhatsApp, schreibt die "New York Times". Damit verschärfe China die Zensur durch die Große Firewall. Viele Nutzer können keine Videos und Fotos senden, manche nicht einmal Texte. Experten bestätigen der US-Zeitung, dass chinesische Internet-Filter die WhatsApp-Störung ausgelöst haben. Facebook und Twitter sind schon seit Jahren in China gesperrt.
nytimes.com, theverge.com, augsburger-allgemeine.de

Provinzgericht: WhatsApp-Nutzer machen sich strafbar.

WhatsApp gleicht Handynummern automatisch mit den Telefonbüchern der Nutzer ab, ein Gericht in Bad Hersfeld entscheidet, dass sie sich deshalb mit der Nutzung strafbar machen. Auch dass die Kontaktdaten an das Unternehmen weitergegeben werden, verstößt gegen das deutsche Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Theoretisch müssten sich Nutzer deshalb eine schriftliche Einwilligung ihrer WhatsApp-Kontakte einholen. In der Praxis seien Abmahnungen unter Bekannten zwar unwahrscheinlich, schreibt Rechtsanwalt Christian Solmeke, möglich seien sie aber durch die Rechtssprechung.
focus.de, giga.de

WhatsApp will keine Daten mit deutschen Behörden teilen.

WhatsApp wehrt sich gegen den großen Lauschangriff deutscher Behörden. Das Facebook-Unternehmen gibt an, wegen Verschlüsselung keinen Zugriff auf Chats zu haben. Deshalb könne WhatsApp keine Daten an Behörden rausgeben. Auch Threema winkt ab – mit dem Verweis, als Schweizer Unternehmen der Schweizer Gesetzgebung zu unterstehen.
"Welt am Sonntag", S. 14 (Paid)

Axel Springer Akademie entwickelt Politik-Angebot "Shotty" für Erstwähler und verbreitet es über WhatsApp.

Axel Springer Akademie will Erstwähler mit Shotty erreichen, einem Whatsapp-Politikangebot. Unter dem Motto "Gönn Dir Info" berichten die Nachwuchsjournalisten ab heute eine Woche über Themen wie die Radikalisierung junger Menschen und wollen Lösungsvorschläge bieten, die den Bogen zur Politik schlagen. Morgens gibt's ein Briefing per Sprachnachricht, danach führt ein Reporter via Whatsapp-Status durch das Schwerpunktthema, abends wird es live bei Facebook vertieft.
axelspringer.de

EU-Kommission verhängt Strafe von 110 Mio Euro gegen Facebook.

Täuschen und Tauschen: Facebook muss eine Strafe in Höhe von 110 Mio Euro zahlen, entscheidet die EU-Kommission. Das US-Unternehmen habe die Kommission 2014 getäuscht, als sie über die Genehmigung der Fusion von Facebook und WhatsApp entscheiden musste, so die Begründung. Die erteilte Genehmigung für die Fusion nimmt die Behörde aber nicht zurück. Facebook kündigt an, die Entscheidung zu akzeptieren: "Die heutige Ankündigung bringt die Sache zum Abschluss", teilt das Unternehmen mit.

Laut der Kommission hatte Facebook 2014 bei der Übernahme von WhatsApp erklärt, dass es keinen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten von Facebook und WhatsApp geben könne – offenbar eine Lüge. 2016 kündigte Facebook einen Datenabgleich an. Ermittlungen der EU haben ergeben, dass der Austausch auch schon 2014 technisch möglich gewesen wäre.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Gericht: Facebook darf WhatsApp-Daten nur mit Zustimmung verwenden.

Facebook darf persönliche Daten deutscher WhatsApp-Nutzer nicht verwenden, entscheidet das Verwaltungsgericht Hamburg. Ausnahmen bedürfen einer Einwilligung, die dem deutschen Datenschutz entsprechen müsse. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte Facebook einen Bescheid ausgestellt, wonach Daten nur mit Zustimmung gespeichert und bereits gespeicherte Daten gelöscht werden müssen. Facebook legte dagegen Widerspruch ein.
haz.de, futurezone.at

Britische Innenministerin fordert Zugang zu verschlüsselten WhatsApp-Nachrichten.

Amber RuddAmber Rudd, britische Innenministerin, fordert nach dem Terroranschlag in London von sozialen Netzwerken, den Sicherheitsbehörden Zugang zu verschlüsselten Nachrichten zu verschaffen. Sie werde WhatsApp und Co Vorschläge für eine Zusammenarbeit machen. Der Attentäter Khalid Masood soll laut Medienberichten kurz vor dem Anschlag noch WhatsApp genutzt haben.
zeit.de