YouTube will nicht länger auf Eigenproduktionen setzen.


Eigenproduktionsstopp: Apple stellt heute seinen eigenen Streaming-Dienst vor, zu dem auch Eigenproduktionen gehören, YouTube dagegen sagt den Originals Good bye. YouTube-Mutter Google glaube nicht, gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon und künftig Apple und Disney bestehen zu können, berichtet Bloomberg. Daher setzt YouTube seine beiden größten Eigenproduktionen "Origin" und "Overthinking with Kat & June" ab und nimmt keine Pitches für neue Shows an. Die Bezahl-Version YouTube Premium solle zwar erhalten bleiben, sich künftig aber in erster Linie auf Musik fokussieren

Google hatte YouTube Premium 2015 unter dem Namen YouTube Red gestartet. Seit 2016 zeigt YouTube eigens für das Bezahl-Angebot produzierten Inhalte. Allerdings war der Konzern nie bereit, vergleichbar hohe Summen in das Programm zu stecken, wie Amazon oder Netflix, sondern setzt für knapp 12 Euro im Monat vor allem auf weitere Features wie Werbefreiheit beim frei zugänglichen YouTube.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Meinung: YouTube-Schlägerei ist nicht so ungewöhnlich, wie sie auf den ersten Blick wirkt.

YouTube: Die Massenschlägerei auf dem Alexanderplatz wegen zwei verfeindeter Influencer wirkt auf den ersten Blick "bekloppt, weil wir sie nicht verstehen", beobachtet Sebastian Leber. Je näher man die Schlägerei betrachte, desto verständlicher werde sie aber. Vielen sei eine Prügelei wegen Influencern schon suspekt, weil sie mit dem Berufsbild nichts anfangen könnten. Es sei jedoch normal, "dass sich junge, von anderen angehimmelte Menschen gegenseitig beleidigen und handgreiflich werden" – das habe es vor 15 Jahren bei Gangsta-Rappern auch gegeben.
tagesspiegel.de

EU-Urheberrechtsreform: Zehntausende protestieren; Kreative fordern ein Ja zur Richtlinie.

Urheberrecht: Zehntausende treibt die Urheberrechtsreform, über die das EU-Parlament am Dienstag abstimmt, am Samstag zu Protesten, u.a. in München, Berlin und Hamburg. Mit den Demonstrationen versucht die Initiative "Save the Internet" die Richtline, insbesondere aber den umstrittenen Artikel 13 zu stoppen. Kreativ- und Medienschaffende appellieren hingegen gemeinsam an das Europäische Parlament, für die Neuerungen zu stimmen und so "den Weg frei für einen fairen Umgang zwischen Plattformen, Kreativen, Rechtsinhabern und Nutzer*innen" zu machen. Hinter dem Appell stehen u.a. DJV, VDZ und dpa.
sueddeutsche.de, spiegel.de, zeit.de

Meinung: YouTube nutzt Urheberrechts-Rummel geschickt für Imagewerbung.

YouTube mobilisiert im Streit um das neue Urheberrecht Tausende Jugendliche, beobachten Peter Steinkirchner und Silke Wettach, bessere und günstigere Werbung gebe es kaum. Viele YouTuber inszenierten die Gesetzesnorm als "Generationendrama zwischen digital planlosen Politikern und idealistischer Netzgemeinde". YouTube selbst gehe es eher um das Werbekunden-Geschäft.
wiwo.de (Paid)

Tool-Tipp: Chrome-Erweiterung filtert Hasskommentare mittels KI.

Tool-Tipp: Die Chrome-Erweiterung der Google-Schwester Jigsaw filtert englische Hasskommentare mittels KI, schreibt Alfred Ng. Tune setzt auf maschinelles Lernen, um beleidigende Kommentare auf Youtube, Facebook, Twitter oder Reddit auszublenden. Ein virtueller Drehregler steuert das Eingreifen des Tools - von "alle anzeigen" bis "alle verstecken".
cnet.com, t3n.de, chrome.google.com (Tune-Download)

AGF und YouTube veröffentlichen ihre erste Kombi-Reichweite.

AGF und YouTube veröffentlichen ihre erste gemeinsame Reichweitenerhebung: Die Daten bilden den Zeitraum vom 4. bis 31. Oktober 2018 ab, weiter ist die Auswertung noch nicht. Die Unterscheidung in vermarktbares und nicht-vermarktbares Inventar und in Genres fehlt auch noch. Im erhobenen Zeitraum entfallen von den 267 Minuten täglicher Sehdauer der Personen ab 18 allein 33 Minuten auf Youtube, Mobilenutzung ist höher als die am Desktop.
horizont.net, presseportal.de

YouTube stellt vorsichtshalber Kommentare unter Kinder-Videos ab.

YouTube schließt die Kommentar-Funktion unter den meisten Videos mit jüngeren Minderjährigen. Nur ausgewählte Kanäle dürfen Kommentare behalten, müssen sie aber moderieren. Mit der Maßnahme will YouTube Nutzer und Werbekunden besänftigen, nachdem ein Videoblogger die Aktivitäten von Pädophilen auf YouTube dokumentiert hatte. YouTube verspricht, die automatische Erkennung von gefährlichen Inhalten zu verbessern.
youtube-creators.googleblog.com, adweek.com, theverge.com, turi2.de (Background)

YouTube empfiehlt offenbar weniger ultrarechte Videos.

YouTube empfiehlt seinen US-Nutzern seit Mitte Februar seltener Videos aus dem ultrarechten Spektrum, sagt Nicolas Suzor, Professor an der Queensland University of Technology. Suzor sagt, er habe 3,6 Mio zufällige Videos ausgewertet und 81 verschiedene Kanäle als Startpunkt gewählt. Anfang Februar seien noch 7,8 % der empfohlenen Videos dem Alt-Right-Spektrum zuzuordnen gewesen, seit dem 15 Februar nur noch 0,4 %.
cnet.com

Zahl des Tages: Streaming-Steuer bringt Frankreichs Fiskus rund 10 Mio Euro.

Zahl des Tages: Rund 10 Mio Euro bringt die Streaming-Steuer dem französischen Fiskus ein, meldet die französische Zeitung "Le Figaro". Die Abgabe von 2 % des Umsatzes gilt seit Januar 2018 für Internetplattformen wie YouTube oder Netflix. Aktuell zahlten französische Kinos mehr Steuern als die internationalen Digitalkonzerne.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Meinung: EU-Urheberrechtreform bringt Usern Rechtssicherheit, sagt Musikproduzent Micki Meuser.

Upload-Filter sind bereits vor der EU-Urheberrechtreform aktiv, schreibt Micki Meuser, Musikproduzent und Vorsitzender der Deutschen Filmkomponistenunion, in einem Gastbeitrag beim Bundesverband Schauspiel. Gegenteilige Behauptungen seien "Heuchlerei". Upload-Filter erkennen zwar keinen Unterschied zwischen Original und Parodie, doch für Kreative werde es künftig einfacher, die Uploader darauf hinzuweisen. YouTube übernehme zudem die Haftung, falls User auf entgangene Lizenzgelder verklagt werden.
bffs.de, turi2.de (Background)

YouTube dreht pädophilen Video-Uploadern den Geldhahn zu.

YouTube reagiert auf ein Problem mit pädophilen Nutzern und schaltet Werbung im Umfeld von Millionen Videos ab. Große Marken wie Disney und Nestlé stoppten zuvor Werbung, weil sie fürchteten, damit sexualisierte Kinder-Videos zu fördern. Ein Video-Blogger hatte aufgezeigt, wie Pädophile YouTube nutzen, um sich Kinder in aufreizenden Posen anzusehen.
theverge.com, turi2.de (Background)

Kunden stoppen YouTube-Werbung wegen Pädophilie-Problem.

YouTube verliert – zumindest vorläufig – Werbung von Disney, Nestlé, Dr. Oetker und dem Videospiel-Macher Epic Games. Die Kunden pausieren ihre Spots, weil ein Video-Blogger pädophile Aktivitäten auf YouTube dokumentieren konnte. Der YouTube-Algorithmus empfiehlt demnach Videos, die junge Mädchen in sexuellen Posen zeigen. Pädophile tauschten sich in Kommentaren auf YouTube aus.
bloomberg.com, nytimes.com

Google fasst seine Maßnahmen gegen Fake News in White-Paper zusammen.

Google fasst auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einem White Paper die Maßnahmen zusammen, dies es im Kampf gegen Fake News bei Google, YouTube und Anzeigen anwendet. Der Suchriese setzt auf drei Säulen, nämlich: Qualität hervorheben, den Kontext von Informationen, z.B. Seitenbetreiber, offenlegen und weiterführende Links anbieten.
9to5google.de, golem.de, blog.google.de (Whitepaper)

EU-Urheberrecht: Plattformbetreiber sollen Lizenzen für Inhalte erwerben.

Europa EU-Flagge SterneEU-Urheberrecht: Internet-Anwalt Thomas Stadler entdeckt in der jüngsten Fassung des umstrittenen Artikels 13 der neuen Richtlinie einen Passus, der die Situation weiter verschärft. Plattformbetreiber wie YouTube sollen demnach nicht mehr nur die Veröffentlichung von Inhalten ohne Zustimmung des Rechteinhabers verhindern, sondern gleich eine Lizenz erwerben, so als würden sie die Inhalte selbst anbieten.
internet-law.de

EU-Urheberrechtsreform: Uploadfilter verändert das Internet grundlegend, sagt Markus Beckedahl.

EU-Urheberrechtsreform: Wenn die Politik mit falschen Instrumenten gegen Google und Facebook schießt, trifft sie das gesamte Internet und gefährdet die freie Meinungsäußerung, sagt Netzaktivist und Republica-Gründer Markus Beckedahl. Upload-Filter, die beim Hochladen bei YouTube Urheberrechte prüfen, wären für kleine Blogger technisch schwer umsetzbar.
deutschlandfunkkultur.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Markus Beckedahl fürchtet, dass Facebook und Co. noch mächtiger werden (Archiv 05/2017).

Basta: YouTuber brauchen WLAN statt Wasser zum Überleben.

Hauptsache WLAN: YouTube-Star Bibi spielt "Quizduell" in der ARD. Bei der Frage, ob es auf dem Mars WLAN, Strom, Wasser oder doch eine Fußbodenheizung gibt, tippt die Influencerin ohne Dr. Google auf WLAN, da ihr im Internet ein angebliches Grundstück auf dem Mars angeboten wurde - inklusive WLAN. YouTuber leben eben von Luft und Liebe WLAN statt von Wasser.
stern.de, twitter.com

Studie: 65 % der 18- bis 29-Jährigen glauben, dass lineares TV in zehn Jahren tot ist.

Lineares TV: 65 % der 18- bis 29-jährigen Deutschen glauben an ein Ende des linearen Fernsehens in den kommenden zehn Jahren, analysiert eine Statista-Studie im Auftrag von Next Media Hamburg. 80 % der Deutschen schalteten zwar noch regelmäßig lineares TV ein, bei den 18- bis 29-Jährigen seien es jedoch nur noch 67 %. Die junge Zielgruppe setze eher auf Inhalte von YouTube (81 %) oder VoD-Anbieter (73 %).
wuv.de

YouTube will Verschwörungsvideos seltener empfehlen.

YouTube kündigt an, die Verbreitung von Verschwörungsvideos einzudämmen. Der Empfehlungs-Algorithmus werde weniger Videos vorschlagen, die zwar nicht gegen YouTubes Richtlinien verstoßen, aber nahe dran sind. Dazu gehören Filme, die etwa erfundene Krankheiten vorgaukeln, historische Ereignisse verfälschen oder behaupten, die Erde sei flach. Löschen will YouTube diese Videos aber nicht.
mashable.com, businessinsider.de

Meinung: Politik muss juristische Influencer-Grauzonen beseitigen, schreibt Julia Anton.

Social Media: Bezahlte Influencer-Beiträge zu kennzeichnen, wird zum Politikum, schreibt Julia Anton. Die Politik müsse neben der Debatte um Schleichwerbung auch Baustellen wie unlauterer Wettbewerb, Jugendschutz oder sogar eine "freiwillige Selbstverpflichtung für Influencer" angehen. Abmahnanwälte missbrauchten derzeit die rechtliche Unsicherheit der Influencer.
"FAZ", S. 9 (Paid)

YouTube schraubt Altersbeschränkung für Funk-Serie "Klicknapped" hoch.

Funk funkt frivol: Eine Folge der Funk-Serie "Klicknapped" fällt bei YouTube durch die Alterskontrolle und ist nun nur noch für eingeloggte Nutzer über 18 Jahren zu sehen. Grund ist ein nackter Männer-Hintern, der für fünf Sekunden verschwommen zu sehen ist. Zwei Monate lang war der Verstoß gegen das Bekleidungs-Gebot von YouTube unentdeckt geblieben, die Folge hat 100.000 Klicks gesammelt. Die Jugendschützer von Radio Bremen geben sie ab 12 Jahre frei.
radiobremen.de, funk.net (11-Min-Video "Klicknapped")

Influencer-Branche steht vor Umbruch, schreibt Constanze Ehrhardt.

Influencer müssen den Balanceakt zwischen Glaubwürdigkeit und Kommerz schaffen, schreibt Constanze Ehrhardt. In der umkämpften Branche komme es zu einer "Ausdifferenzierung", da das Publikum unglaubwürdige Produktplatzierungen abstrafe. Erfolgreiche Influencer mit "Mädchen-von-nebenan-Charme" wie Dagi Bee (Foto) besetzten ein Thema mit echter Leidenschaft. Dies könne auch in der Nische liegen. Der Preis ist die verlorene Privatsphäre.
faz.net (Paid)

YouTube öffnet seine Stories-Funktion für Nutzer mit mehr als 10.000 Abonnenten.

YouTube macht seine von Snapchat und Instagram kopierte Stories-Funktion für Nutzer mit mehr als 10.000 Abonnenten verfügbar. Im Vergleich zur Konkurrenz bleiben Stories bei YouTube sieben Tage online und können auch von Nicht-Abonnenten gesehen werden. Zuschauer können kommentieren und Fragen stellen – die Antworten der YouTuber sind öffentlich für jeden ersichtlich.
techcrunch.com, theverge.com

YouTube halbiert die Preise für seine Dienste Music und Premium für Studenten.

YouTube will sich auf dem Campus beliebter machen und halbiert die Abo-Preise für seine Dienste YouTube Music und YouTube Premium. Auch die Konkurrenten Spotify und Apple Music bieten für Studenten vergünstigte Tarife an. Der Rabatt gilt vorerst für Studenten in den USA, soll aber auf weitere Länder ausgeweitet werden.
cnet.com

YouTube zeigt Werbung im Doppelpack.

Digitale Pipi-Pause: YouTube serviert Nutzern künftig Werbeblöcke mit zwei Spots – fast wie im good old TV. Bisher laufen Anzeigen einzeln, dafür können längere Videos mehrfach von einzelnen Spots unterbrochen werden. Den Doppelpack können Desktop-Nutzer zuerst sehen, bald wird er auch auf Smartphones und Fernsehern ausgespielt. YouTube verkauft die Neuerung als nutzerfreundlicher: Zuschauer bevorzugen demnach längere Unterbrechungen gegenüber häufigen.

Die sogenannten ad pods kommen laut "Ad Age" in unterschiedlichen Ausführungen: So können Nutzer in manchen Videos den ersten Spot überspringen und bekommen dann einen zweiten Sechs-Sekunden-Spot, den sie in voller Länge genießen müssen. Der Sechs-Sekunden-Spot kann aber auch erster Spot sein. YouTube gibt es auch werbefrei: Die Google-Plattform bietet in Deutschland YouTube Premium für 11,99 Euro pro Monat an.
adage.com, turi2.de (Background YouTube Premium)