Natalie Müller-Elmau wird 3sat-Koordinatorin beim ZDF.

ZDF befördert Natalie Müller-Elmau, 48, zur ZDF-Koordinatorin für 3sat. In dieser Funktion verantwortet sie die Programmplanung sowie die Abstimmung mit ARD, ORF und SRF. Müller-Elmau arbeitet seit 1998 fürs ZDF, derzeit als Leiterin der Zentralredaktion Geschichte und Wissenschaft sowie stellvertretende Hauptredaktionsleiterin. Sie folgt auf Dinesh Chenchanna, die beim ZDF ab 2018 Kulturpartnerschaften mit externen Partnern verantwortet.
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Staatskanzleichef von Sachsen-Anhalt will ARD auf Regionales beschränken.


Bundesweites Regionalfernsehen: Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und Mitglied des ZDF-Fernsehrats, will die ARD in ihre Schranken weisen. Im Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung" schlägt Robra vor, das Erste auf ein "Schaufenster der Regionen" zurückzustutzen. Alleiniger "nationaler Player" mit Hollywoodfilmen und Kanzlerduell solle das ZDF sein. Das Erste dagegen sollte präsentieren, "was in den Ländern läuft". Die "Tagesschau" wäre dann "in dieser Form überflüssig", sagt Robra, ebenso das ARD-Hauptstadtstudio - um Berichte aus Berlin könne sich der RBB kümmern.

Ziel von Robras Vorschlägen ist es, den Rundfunkbeitrag bei 17,50 Euro stabil zu halten, weil "Beitragserhöhungen im Landtag von Sachsen-Anhalt wohl keine Mehrheit finden werden", sagt Robra. Die Öffentlich-Rechtlichen seien mit rund 8 Mrd "auskömmlich finanziert". Auch online sollte vor allem die ARD nicht mehr machen als nötig: "Ich bin für ein konsequentes Verbot presseähnlicher Textproduktion im öffentlich-rechtlichen System", betont der Staatskanzleichef. Gegenwind bekommt Robra von seinem Kollegen aus Berlin, dem Staatssekretär Björn Böhning, der dem "Tagesspiegel" sagt, Robras Pläne wären "im Kreis der Länder sicherlich nicht mehrheitsfähig".
mz-web.de, tagesspiegel.de (Böhning)2 Kommentare

"SZ": Prozess des Instituts für Rundfunktechnik offenbart Pannen.

ARD und ZDF: Das Institut für Rundfunktechnik geht im Streit um entgangene Patentrechte auch gegen das italienische Unternehmen Sisvel vor, berichtet Klaus Ott. Strafanzeige haben die Sender im Fall des Patent-Vermarkters jedoch nicht gestellt. Auf dem Wege einer Zivilrechts-Klage wollen die Betreiber des IRT, u.a. ARD und ZDF, Schadenersatz erstreiten. Peinlich könnte für das Institut werden, dass es Millionengeschäfte an einen externen Berater ausgelagert habe, schreibt Ott.
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ZDF schreibt die Belieferung mit 494 Print-Abos europaweit aus.

ZDF logo_150ZDF schreibt die Belieferung mit 494 Zeitungs- und Zeitschriftentiteln europaweit aus. Dahinter stecken insgesamt 2.073 Abonnements. Der neue Dienstleister soll die Titel ab 2018
an die Mainzer Zentrale, die Landes- und Auslandsstudios liefern. Auch Fachzeitschriften, Amtsblätter und Informationsdienste sollen zugestellt werden.
new-business.de, ted.europa.eu (Ausschreibung)Kommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF brauchen eine radikale Reform, um zu bestehen.

ARD-ZDF-Fusion wäre der Befreiuungsschlag, um das öffentlich-rechtliche System bestandsfest zu bauen, meint Christian Meier. Die vorgelegten Sparvorschläge findet er nicht mutig genug. Die Sender seien zu Gefangenen ihres eigenen Systems geworden. Aus ihnen heraus komme keine kühne Idee für die Zukunft.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

ARD nennt "Spiegel"-Titel eine "Schmähkritik".

ARD reagiert spät, aber gereizt auf den jüngsten "Spiegel"-Titel: Der Text sei in Teilen simple Schmähkritik. Die Radioangebote lasse der "Spiegel" ganz außer Betracht, die Autoren bemühten sich um ein bestimmtes Bild. Viele Daten legt die ARD anders aus als die Autoren des "Spiegels". Die ARD ätzt, Printjournalisten seien wohl der Ansicht, ihnen gehöre publizistisch das Internet.
ard.de, dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Fernsehballett erhält 40.000 Euro von Carmen Nebel – sie wollten mehr als 160.000.

Carmen Nebel zahlt dem Deutschen Fernsehballett in einem Vergleich 40.000 Euro. Tänzerinnen und Ballett-Chef Peter Wolf, zugleich Ex-Manager von Carmen Nebel, hatten von Nebels Produktionsfirma Tee-Vee ausstehende Gagen in Höhe von mehr als 160.000 Euro gefordert. Nebel hatte den Vertrag mit dem Ballett vor rund einem Jahr vorzeitig gekündigt.
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"Spiegel" rät ARD und ZDF zum radikalen Neuanfang.


Anleitung zum Neuanfang: Der "Spiegel" analysiert in seiner elf-seitigen Titelgeschichte Die unheimliche Macht differenziert die Situation der öffentlich-rechtlichen Sender zwischen journalistischem Anspruch und seichter Massenunterhaltung, Legitimationskrise und Rechtfertigungsdruck. Das Autoren-Team, bestehend aus Markus Brauck, Hauke Goos, Isabell Hülsen und Alexander Kühn, fordert die Sender auf, das System komplett zu überdenken: In einem neuen Gesellschaftsvertrag müsste neu definiert werden, was der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Zukunft sein solle und "wo sie tatsächlich unersetzlich sind". Ernsthaft diese Frage zu stellen, hieße jedoch, "Abschied zu nehmen vom gebührenfinanzierten Allerlei". ARD und ZDF sollten all das, was andere besser können, diesen anderen überlassen: "Den Verlagen den Textjournalismus. Dem Privat-TV manche Unterhaltung. Den Streamingdiensten manche Serie."

Die "Spiegel"-Autoren sehen schwindenden Rückhalt für ARD und ZDF bei Publikum und Politik: "Komischerweise hat man derzeit den Eindruck, dass sich nicht die Anstalten von der Politik emanzipieren wollen, sondern, dass es die Parteien sind, die gerade Distanz zu ARD und ZDF suchen". Die Strahlkraft des Fernsehens sei weiter ungemein groß, doch ARD und ZDF machten Programm, so "wie Angela Merkel regiert. Irgendwo zwischen 'Sie kennen uns', 'In der Ruhe liegt die Kraft' und kulturellem Wachkoma". Informationssendungen hätten dann den größten Zuspruch, wenn sie in der Halbzeitpause vom Fußball laufen. Ein Grundproblem sehen die Autoren im derzeitigen System darin, dass "in der DNA der Sender das Bild vom unfertigen, eigentlich unpolitischem Bürger fortwirkt, der mit Trallala-Shows zum Schauen von Nachrichten überredet werden muss".

Selbst kleine Sparanstrengungen würden nur auf politischen Druck hin geschehen: "Es fehlt die Kraft für einen Neuanfang", doch das pure Vertrauen darauf, "dass es immer so weitergeht, dass die Politik immer weiter den schützenden Mantel über ARD und ZDF" hält, dürfte nicht ausreichen.
"Spiegel" 41/2017, S. 10-20 (Paid)5 Kommentare

Bernhard Pörksen will ARD und ZDF den AfD-Erfolg nicht ankreiden.

AfD-Erfolg ist nicht auf die starke Präsenz in ARD und ZDF zurückzuführen, meint Medien-Professor Bernhard Pörksen. Populisten seien in der vernetzten Welt nicht mehr aufs Fernsehen angewiesen, seine Bedeutung schwinde. Kritik am TV lenke von den Versäumnissen der politischen Mitte ab, argumentiert Pörksen.
diepresse.com, turi2.de (Gegenmeinung)Kommentieren ...

Chef Alexander Coridaß verlässt ZDF Enterprises.

ZDF Enterprises: Alexander Coridaß, 63, Geschäftsführer Strategie und Entwicklung sowie Sprecher der Geschäftsführung, verlässt die kommerzielle Tochter des ZDF zu Jahresende. Die Geschäftsführung leitet künftig Fred Burcksen, der Investitionen und Vermarktung verantwortet. Coridaß arbeitet seit 1985 beim ZDF und gehörte 1992 zu den Gründern von ZDF Enterprises.
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Hans-Peter Siebenhaar schlägt Verschmelzung von ARD und ZDF vor.

ARD und ZDF sollten fusionieren, schlägt Hans-Peter Siebenhaar vor. Die jüngst vorgestellten Sparpläne seien nur Korrekturen kosmetischer Art. Die hohen Rundfunkgebühren seien wegen fehlender junger Nutzer kaum zu rechtfertigen, schreibt Siebenhaar. Im digitalen Zeitalter brauche es die mediale Grundversorgung eines "staatsnahen Rundfunks" nicht mehr.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: ARD und ZDF müssen sich um besseres Programm kümmern.

ARD und ZDF denken bei ihren Reformplänen zu kurz und vergessen das Programm, meint Joachim Huber. Der Reformwille beschränke sich auf Organisation, Verwaltung und Technik. ARD, ZDF und Deutschlandradio müssten aber für "Exzellenz im Programm" sorgen. Es gelte, den Programmauftrag zu konzentrieren. Der "Wahn zu Omnipräsenz und Omnipotenz in allen Formaten und Farben" müsse ein Ende finden.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Öffentlich-Rechtliche legen Vorschläge zu Strukturreformen vor.


Frösche veröffentlichen Teichtrocknungs-Pläne: ARD, ZDF und Deutschlandradio haben der Rundfunkkommission der Länder ihre Berichte zu "Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Zeitalter" vorgelegt. Die ARD will bis 2028 insgesamt 951 Mio Euro einsparen, gut 360 Mio Euro entfallen auf geringere Verbreitungskosten durch die Digitalisierung. Das ZDF plant zwischen 2021 und 2028 Einsparungen in Höhe von rund 270 Mio Euro, vor allem bei Verwaltung und Technik. Zudem planen beide Sender eine engere Zusammenarbeit. Bei 11 von 20 Strukturprojekten arbeitet die ARD mit dem ZDF zusammen, bei 15 mit dem Deutschlandradio.

Der Politik gehen die Anstrengungen nicht weit genug: Die vorgelegten Pläne könnten "nur ein erster Schritt sein", sagt Heike Raab, Koordinatorin für die Rundfunkpolitik der Länder, dem Medienmagazin "Zapp". Fritz Jaeckel, Koordinator für die Rundfunkpolitik der unionsgeführten Länder, will "keine Beruhigungspillen" an die Sender-Verantwortlichen verteilen. Die Rundfunkkommission müsse "sehr intensiv" darüber beraten, welche Angebote in der Zukunft "vielleicht zusammengetan" werden könnten.
handelsblatt.com, abendblatt.de, ndr.de (Zapp), horizont.net (ARD-Projekte im Detail)Kommentieren ...

Meinung: Ulrike Simon findet Streit zwischen Verlagen und ARD und ZDF unerträglich.

Verlage vs. ARD und ZDF: Im Streit zwischen Verleger-Lobby und den Öffentlich-Rechtlichen bleiben Wahrheit und Anstand auf der Strecke, schreibt Ulrike Simon. Der Umgangston sei für jemanden, dem etwas an gutem Journalismus liege, "nur schwer erträglich". Mit ihrem Debattenstil schaden beide Seiten sich nur selbst.
daily.spiegel.deKommentieren ...

Constantin und das ZDF verfilmen die Wannseekonferenz.

ZDF logo_150Constantin verfilmt für das ZDF die Wannseekonferenz. 15 hochrangige Vertreter des Dritten Reichs haben dort 1942 über die systematische Vernichtung von 11 Mio Menschen beraten. Als Produzent agiert Friederich Oetker, Executive Producer ist Oliver Berben. Über Schauspieler, Drehbeginn und einen geplanten Ausstrahlungstermin ist bisher nichts bekannt. Die Wannseekonferenz wurde bereits 1984 und 2001 verfilmt.
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Funk veröffentlicht zum 1. Geburtstag aktuelle Nutzerzahlen.

Funk, Jugendangebot von ARD und ZDF, legt zu seinem 1. Geburtstag frische Nutzerzahlen vor. Das Angebot habe mit seinen mehr als 60 Formaten bei YouTube 256 Mio Videoabrufe und vier Mio Abos erreicht. Bei Facebook komme es auf 90 Mio Klicks und 603.000 Page-Likes. Laut einer hauseigenen Studie sollen 20 % der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen Funk kennen.
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Rainald Becker: Es ist nicht unsere Aufgabe, eine Partei groß oder klein zu machen.

AfD-Berichterstattung: ARD und ZDF haben nicht die Aufgabe, eine Partei groß oder klein zu machen, meint ARD-Chefredakteur Rainald Becker. Da im vergangenen Wahlkampf die Themen der AfD im Fokus standen, habe die ARD darüber berichtet. Die AfD brauche die Öffentlich-Rechtlichen nicht, sagt Becker in den "Tagesthemen", denn bei der Meinungsbildung der AfD-Anhänger spielten ARD und ZDF nur eine "untergeordnete Rolle".
daserste.de (30-Min-Video, ab Min 9:40)

Korrektur: In einer früheren Fassung hieß es, Rainald Becker plädiere dafür, neutral über Wahlkämpfe zu berichten. Das geht aus dem O-Ton jedoch nicht explizit hervor.Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner sieht eine Allianz zwischen Politikern und ARD und ZDF.

"Es gibt eine Interessenallianz, die dazu führt, dass kaum ein Politiker es wagt – schon gar nicht in Wahlkampfzeiten –, sich mit den Öffentlich-Rechtlichen anzulegen, weil man auf deren Wohlwollen angewiesen ist."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner sieht einen Interessenkonflikt der Politiker bei der Kontrolle von ARD und ZDF. Besonders Landespolitiker seien von der Präsenz in den öffentlich-rechtlichen Programmen abhängig, sagt Döpfner im Interview mit der "FAZ".
faz.net

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Wenn sich die ARD von morgen an so verhielte wie das ZDF, würde kein Verleger mehr Kritik üben. Aber die ARD verhält sich eben anders – mit ihrer "Tagesschau"-App, mit ihren regionalen Angeboten und mit ihren Heerscharen von Print-Redakteuren, die Texte schreiben."Kommentieren ...

Das Erste gewinnt die Bundestags-Einschaltquotenwahl.

Das Erste ist der Wahlsieger unter den TV-Sendern: Durchschnittlich 5,77 Mio Zuschauer haben die Wahl-Sondersendung ab 17.15 Uhr eingeschaltet, ein Marktanteil von 21,7 %. Das ZDF erreichte zur gleichen Zeit einen Marktanteil von 14,3 % bei 3,51 Mio Zuschauern im Schnitt. Die "Berliner Runde" haben 7,05 Mio Zuschauer im Ersten und 3,29 Mio im ZDF gesehen. Die 20-Uhr-"Tagesschau" war mit 9,6 Mio Zuschauern und 28 % Marktanteil die mit Abstand meistgesehene Sendung des Tages. Bei den Newssendern lag N24 vor n-tv.
dwdl.de (ARD/ZDF), dwdl.de (Newssender)Kommentieren ...

Zitat: Georg Diez macht ARD und ZDF für den AfD-Erfolg mitverantwortlich.

"Die Plasbergs dieser Welt haben den Einzug der AfD ins Parlament mitzuverantworten, weil sie so früh den reaktionären Kräften eine Bühne geboten haben."

"Spiegel"-Kolumnist Georg Diez kritisiert öffentlich-rechtliche Talkshows, die immer wieder AfD-Vertreter eingeladen haben. Damit sei eine Stimmung erzeugt worden, in der Stumpfsinn und Hass als Stimme im Bundestag normal erscheinen.
spiegel.deKommentieren ...

Handball-WM könnte ins Free-TV zurückkommen.

Handball-Symbolbild-dpaARD und ZDF sind bei den Verhandlungen über die TV-Rechte für die Handball-WM wieder im Spiel. Rechteinhaber beIN Sports verzichtet auf sein Vorverhandlungsrecht für die WM 2019 und 2021, weshalb der Welthandballverband die Rechte auf dem freien Markt anbietet. ARD und ZDF sind bestrebt, zu einem "besseren Ergebnis" zu kommen als zuletzt. 2015 lief die Handball-WM nur im Pay-TV bei Sky, Anfang 2017 nur online beim Sponsor DKB.
sportbild.bild.de, digitalfernsehen.deKommentieren ...

BDZV: Mathias Döpfner hat ARD und ZDF nicht mit Nordkorea verglichen.

Viel Lärm um nichts? Der BDZV reagiert auf den Vorwurf der ARD-Vorsitzenden und MDR-Intendantin Karola Wille, Verbandschef Mathias Döpfner spiele mit seiner Nordkorea-Bemerkung beim BDZV-Kongress Verschwörungstheoretikern in die Hände und produziere Fake News. Döpfner habe die ARD nicht mit Nordkorea verglichen, beschwichtigt der BDZV, er habe vielmehr vor einem Szenario gewarnt, in dem es "nur Staatsfernsehen und Staatspresse im Netz" geben würde.

Döpfner hatte mit der Bemerkung, ein solches Szenario sei "eher etwas nach dem Geschmack von Nordkorea" für Empörung in der ARD gesorgt und es sogar in die "Tagesschau" geschafft. Die gezielte Stichelei gegen ARD und ZDF gehört beim BDZV praktisch zum guten Ton, schließlich treffen sich Verleger und Sender regelmäßig vor Gericht, wenn es um die Lufthoheit im Online-Journalismus geht. Dass Zeitungen und Öffentlich-Rechtliche auf der journalistischen Ebene dagegen gut miteinander können, beweisen Kooperationen wie die von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung". (Foto: Marijan Murat / dpa)
presseportal.de, bdzv.de (Redemanuskript), tagesschau.de (mit 90-Sek-Video)3 Kommentare

Zitat: Mathias Döpfner fordert Beschränkungen für ARD und ZDF.

"Ich hoffe sehr darauf, dass die Ministerpräsidenten den Sendern sehr bald klare Grenzen setzen."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner appelliert beim Zeitungskongress an die Politik, die "gebührenfinanzierte Staats-Presse" von ARD und ZDF einzuschränken. Zudem fordert er, die "staatlich verursachten Kosten" für Zeitungszusteller deutlich zu senken.
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Oettinger will öffentlich-rechtlichen Sendern ihre Grenzen aufzeigen.

Günther Oettinger zeigt sich vor dem Zeitungskongress als Verlage-Versteher: Der EU-Kommissar will die Freiheit von ARD und ZDF im Internet einschränken. Es sei "überfällig, dass Gerichte den Graubereich ausleuchten, Spielräume definieren und den öffentlich-rechtlichen Sendern auch Grenzen aufzeigen". Er ermutigt die Verleger, per Beschwerde bei der EU-Kommission den Rundfunkbeitrag zu prüfen. Oettinger glaubt zudem, dass 2018 ein europäisches Leistungsschutzrecht beschlossen wird.
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Claus Kleber veröffentlicht Streitschrift "Rettet die Wahrheit".

Claus Kleber, ZDF-Nachrichtenmoderator, veröffentlicht eine 96 Seiten umfassende Streitschrift mit dem Titel "Rettet die Wahrheit". Das Buch lese sich jedoch weniger wie eine Streitschrift, als wie ein Werkstattbericht, findet Claudia Tieschky. Lediglich im Hinblick auf die Veränderungsbereitschaft bei ARD und ZDF äußere Claus Kleber deutliche Kritik.
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Wissenschaftler fordern einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk.


Grundversorgung XXL: Mehr als 40 Wissenschaftler fordern in einem offenen Brief, aus dem der "Tagesspiegel" zitiert, die Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Damit widersprechen sie u.a. der Forderung der Privatsender-Lobby VPRT und Teilen der Politik, ARD und ZDF zu verschlanken. In zehn Thesen plädieren die Forscher aus Medien, Kommunikation und Politik u.a. dafür, die Löschfristen für bestimmte Sendungen abzuschaffen und die Beschränkungen für presseähnliche Inhalte aufzuheben. Auch der Online-Auftrag müsse weiter gefasst werden. So könnten die Senderseiten Plattformen für nichtkommerzielle und öffentliche Institutionen werden. Als Beispiel nennen die Forscher Museen und die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Initiative geht auf den Berliner Wissenschaftler Volker Grassmuck und die Grüne Medienpolitikerin Tabea Rößner (beide im Foto) zurück. Die Unterzeichner wollen mit dem Schreiben zeigen, dass es nicht nur Kritiker, sondern auch Befürworter für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt und der ihrer Meinung nach populär gewordenen Kritik an den Sendern etwas entgegensetzen. Der Ursprung der Aktion liegt bereits zwei Jahre zurück. Damals standen ARD und ZDF wegen der Griechenland-Berichterstattung in der Kritik. (Foto: dpa, Screenshot YouTube)
tagesspiegel.de, tagesspiegel.de (Offener Brief, 7-Seiten-PDF)3 Kommentare

Jutta Ditfurth kritisiert Skripte und Einklatscher bei Talk-Shows.

Jutta Ditfurth kritisiert die deutschen TV-Talkshows heftig. Die Talkshows hätten so detaillierte Skripte, dass sie ihre Sendungen "wohl vermutlich ohne Gäste machen" könnten. Bei Maybrit Illner säßen Redakteure im Publikum, um das Klatschen anzufeuern. Markus Lanz unterhalte das Publikum vor der Sendung mit einem Animateur, der während des Talks als Einklatscher wirke, sagt die Publizistin, wegen der Wolfgang Bosbach eine "Maischberger"-Sendung verlassen hatte.
"FAS", S. 51 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: Politische Talkshows haben Reformbedarf.

Talkshows: Hans Hütt arbeitet sich an der Dramaturgie der politischen Talkshow ab. Faktenchecks seien naiv, da es selten wirklich um die Zahl gehe. Wolfgang Bosbach übertöne wortreich sinnvollere Diskurse. AfDler mit Zitaten ihrer Kollegen zu konfrontieren, sei vergebene Mühe - lieber sollten Moderatoren sie nach von ihnen übergangenen Politikfeldern fragen. Es fehle einigen Moderatoren an Distanz und Exaktheit in ihrem Rollenverständnis.
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"Bild": ARD und ZDF planen weitreichende Sparmaßnahmen für die Fußball-WM 2018.

ARD und ZDF schicken 2018 nur kleine Teams zur Fußball-WM nach Russland und wollen insgesamt mehrere Mio Euro sparen, erfährt die "Bild". Oliver Welke und Oliver Kahn berichten von Baden-Baden aus, das gemeinsame Studio und die Sendezentrale bleiben in Deutschland. Statt Ü-Wagen bekommen die Kameramänner Rucksack-Geräte, die Übertragungen laufen über günstigere Internetverbindungen. Für die Zuschauer machen die Änderungen laut der Sender dank moderner Technik kaum einen Unterschied.
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"Journalist" fragt Parteien nach medienpolitischen Plänen.

Medienpolitik: Der "Journalist" hat die medienpolitischen Positionen der Parteien zur Bundestagswahl abgefragt. Die FDP will sich etwa dafür einsetzen, den Rundfunkbeitrag "mittelfristig auf die Hälfte" zu senken, CDU und CSU streben "langfristig stabile Beiträge an" und wollen das Angebot von ARD und ZDF "regelmäßig überprüfen". SPD und Grüne fordern Zurückhaltung bei staatlicher Presseförderung, die Union will den EU-Vorschlag zur ermäßigten Mehrwertsteuer für digitale Presseprodukte unterstützen.
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