Video-Tipp: Jan Böhmermann ist für Harald Schmidt eine Krawallschachtel.

Harald Schmidt stichelt im Video-Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" gegen Jan Böhmermann: Als Moderator habe er es nicht weit gebracht, aber als "Krawallschachtel". Er vermutet, dass das ZDF Böhmermann gern los wäre. Der strample sich in der Nische ab, während Markus Lanz im Hauptprogramm das große Geld verdiene.
stuttgarter-nachrichten.de (11-Min-Video)

"Hutbürger" fordert 20.000 Euro Entschädigung vom ZDF.

Hutbürger: Maik G. fordert laut "Spiegel" mindestens 20.000 Euro Entschädigung vom ZDF und einem Kameramann wegen Medienrechts- und Persönlichkeitsverletzung. Er ist als "Hutbürger" bekannt geworden, als das ZDF ihn 2018 bei einer Pegida-Demonstration mit schwarz-rot-goldenem Anglerhut gefilmt hat. Sein Anwalt ist der sächsische AfD-Vize Maximilian Krah.
"Spiegel" 25/2019, S. 51 (Paid), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Rezo wundert sich im "Neo Magazin Royale" über die Reaktionen von AKK.

Video-Tipp: Der YouTuber und CDU-Zerstörer Rezo besucht mit Jan Böhmermanns "Neo Magazin Royale" seine erste Talkshow – Einladungen bei Will, Plasberg und Lanz hätte er abgelehnt. Im Gespräch mit Böhmermann zeigt er sich verständnislos gegenüber der Reaktion von Annegret Kramp-Karrenbauer. Er habe sie grundsätzlich nicht verstanden und sagt: "Hätte ich meinen Text ausgedruckt und wäre auf dem Marktplatz gegangen, da hätte es auch keine Regeln gegeben."
zdf.de (ab Min 32:42), abendblatt.de, merkur.de

FDP blockiert Entscheidung zur Umstellung des Rundfunkbeitrags auf Index-Modell.

Rundfunkbeitrag für Zweitwohnungen fällt weg, beschließen die Ministerpräsidenten. Ihre Entscheidung, den Rundfunkbeitrag auf ein Indexmodell umzustellen, das sich an der Teuerungsrate orientiert, vertagen sie aber. Es gebe noch "offene Fragen", zudem pocht die FDP darauf, zuerst den Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen neu zu definieren und weitere Spar-Potenziale zu suchen.
welt.de, daniel-bouhs.de

Berufe mit Zukunft von A-Z: W wie Welterklärerin – Mai Thi Nguyen-Kim.


Chemie und YouTube: Mai Thi Nguyen-Kim ist Chemikerin, Wissenschaftsjournalistin, TV-Moderatorin, Youtuberin – und vor allem: Erklärerin. Je mehr Fake News kursieren, umso wichtiger ist ein kleiner gemeinsamer Wahrheits-Nenner für die Gesellschaft, sagt sie im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann. Ihr Erfolgsgeheimnis: das tun, was sie selbst interessiert – und so individuelle Inhalte schaffen. Das ganze Porträt aus der turi2 edition #8 lesen Sie hier als Online-Text und hier im kostenlosen E-Paper.

Jan Böhmermann wusste schon im April vom #Strachevideo.

#Strachevideo: Satiriker Jan Böhmermann wusste schon im April von dem Video, das Österreichs Vize-Kanzler Strache an diesem Wochenende zu Fall gebracht hat. Das bestätigt Böhmermann-Manager Peter Burtz der dpa. Die Macher hätten das Video dem ZDF-Moderator nicht angeboten. Woher Böhmermann von der Enthüllung wisse, sagt Burtz nicht. Böhmermann hatte im April im österreichischen Fernsehen Anspielungen in der Sache gemacht. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Böhmermann von dem Strache-Video wusste.
bild.de

Institut für Rundfunktechnik und Ex-Patentanwalt beenden Rechtsstreit.

Rechtsstreit: Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen den Ex-Patentanwalt des Instituts für Rundfunktechnik eingestellt. Er muss rund 1 Mio Euro an gemeinnützige Einrichtungen und 60 Mio Euro an das IRT zahlen. Das Institut wirft ihm vor, rund 200 Mio Euro aus Patenterlösen in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Die Streitparteien haben sich im Zivilrechtsverfahren auf einen Vergleich geeinigt.
"FAZ", S. 14 (Paid), turi2.de (Background)

ZDF lehnt als Wahlwerbung deklarierten Spot der Partei ab.

ZDF weigert sich, Wahlwerbung von Die Partei auszustrahlen, die sich mit der Seenotrettung beschäftigt. Der Sender argumentiert, es handele sich inhaltlich nicht um Wahlwerbung, sondern um Unterstützung für Sea-Watch. Die Partei hat es der Rettungsorganisation überlassen, wie sie den Spot gestaltet. Öffentlich-rechtliche und private Sender müssen den Parteien eine "angemessene Sendezeit" für Wahlwerbung einräumen.
tagesspiegel.de

Hör-Tipp: Neue Online-Regeln der öffentlich-rechtlichen Sender stärken US-Plattformen.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs und Deutschlandfunk-Moderator Tim Wiese sprechen über die Änderungen im Rundfunkstaatsvertrag, der ARD, ZDF und Deutschlandradio bei Facebook oder YouTube mehr Online-Inhalte einräumt - wovon die US-Plattformen profitierten. Da Personal für die Bespielung der Drittplattformen fehle, sparten die öffentlich-rechtlichen Sender bei Texten.
deutschlandfunkkultur.de (8-Min-Audio)

Wir graturilieren: Jonas Schlatterbeck wird 33.


Wir graturilieren: Jonas Schlatterbeck, Social-Media-Chef bei ZDF Digital, wird heute 33 Jahre alt. Seinen Geburtstag feiert er zunächst "mit den Kollegen bei einem Feierabendbier auf der Dachterrasse von ZDF Digital", später gibt es daheim der Jahreszeit entsprechen Spargel und Erdbeeren. Im zurückliegenden Lebensjahr freute Schlatterbeck vor allem das neugeborene ZDF Kultur als neuer Auftraggeber sowie der Erfolg der Instagram Graphic Novel "Ludwig & Luise" für ZDFinfo. Für das neue Jahr wünscht sich Schlatterbeck insbesondere "einen nie endenden Funkenregen an neuen Ideen und Projekten".

Glückwünsche sind standesgemäß über die sozialen Medien willkommen, zum Beispiel via Twitter oder LinkedIn, aber auch fast schon klassisch via E-Mail.

"Journalist": ARD und ZDF denken über vernetzte Mediatheken nach.

ARD und ZDF sprechen darüber, ob und wie sie ihre Mediatheken vernetzen, sagt ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm dem "Journalist". Er könne sich "verschränkte Angebote auf den Feldern Wissen, Kultur, Kinder oder auch Sport" sowie gemeinsame Such-Funktionen und Logins vorstellen.
journalist-magazin.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden (11/2018).

Wissenschaftler präsentieren Konzept für öffentlich-rechtliche Internetintendanz.

Rundfunkgebühren: Eine an das digitale Zeitalter angepasste öffentlich-rechtliche Medienplattform fordern die Wissenschaftler Christoph Bieber, Leonhard Dobusch und Jörg Müller-Lietzkow, schreibt Medienkorrespondenz. Das veröffentlichte Konzeptpapier sieht den Aufbau einer sogenannten Internetintendanz vor, die öffentlich-rechtliche Mittel für die Erstellung bestimmter Online-Inhalte vergeben solle.
medienkorrespondenz.de

Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel hat kein Rückkehrrecht zum ZDF.

ZDF: Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel hat kein Rückkehrrecht zum ZDF. Der Sender revidiert seine ursprüngliche Aussage nach einer externen juristischen Prüfung. Das Recht aufgrund des Abgeordnetengesetzes stehe ihm nicht zu. Grindel war von 1992 bis 2002 als Journalist beim ZDF tätig, bevor er als CDU-Abgeordneter in den Bundestag einzog.
dwdl.de, tagesspiegel.de

Besetzung der Schlichtungsstelle von ARD, ZDF und Verlagen steht fest.

Schlichtungsstelle von Öffentlich-Rechtlichen und Verlagen kann ab 1. Mai angerufen werden. Das Gremium soll laut Epd nur anlassbezogen zusammentreten. Die ARD entsendet ihren Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, Stellvertreterin Karola Wille und den Intendanten der jeweiligen Anstalt. Beim ZDF werden Intendant Thomas Bellut, Justitiar Peter Weber und Eckart Gaddum, Leiter der Hauptredaktion Neue Medien, im Gremium sitzen. Der BDZV schickt Präsident Mathias Döpfner und einen seiner vier Stellvertreter sowie ein Vertreter des Verlags, von dem die Beschwerde ausging.
"FAZ", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)

Gericht weist Böhmermanns Klage gegen Merkel ab.

Schmähgedicht-Streit: Moderator Jan Böhmermann scheitert mit seiner Klage gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel – das Gericht sieht sie als unzulässig an. Böhmermann möchte der Bundesregierung verbieten, sein Erdogan-Schmähgedicht "bewusst verletzend" zu nennen. Das Kanzleramt will die Formulierung ohnehin nicht wiederholen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

ARD und ZDF bekommen Kritik und Lob für Notre-Dame-Berichterstattung.

ARD und ZDF bekommen Kritik und Zustimmung für ihre spärliche Live-Berichterstattung zum Brand von Notre Dame. TV-Journalistin Sonia Mikich forderte Infos auf Tagesschau24, Ulrich Deppendorf einen Brennpunkt im Ersten. DWDL-Gründer Thomas Lückerath findet in diesem Fall Zurückhaltung besser als "Desaster Porn".
twitter.com (Mikich), twitter.com (Deppendorf), dwdl.de (Lückerath)

Kanzleramt muss Presse zum Gerichtsverfahren mit Jan Böhmermann Auskünfte erteilen.


Auskunft Royale: Das Kanzleramt muss der Presse zum Prozess zwischen Jan Böhmermann und Bundeskanzlerin Angela Merkel bestimmte Auskünfte geben, urteilt das Berliner Verwaltungsgericht. Welche Informationen von öffentlichem Interesse sind, ließ ein Gerichtssprecher auf dpa-Nachfrage zunächst offen. Böhmermann hat Merkel wegen ihrer kritischen Einschätzung seines "Schmähgedichts" über den türkischen Präsidenten Erdogan verklagt.

Merkel hatte Böhmermanns Satire 2016 zunächst als "bewusst verletzend" bezeichnet. Das Verwaltungsgericht hat das Kanzleramt zu "verschiedenen Auskünften über das Verfahren sowie den vorgerichtlichen Streit zwischen den beiden Parteien" verpflichtet, schreibt der "Tagesspiegel". Es bestehe zu bestimmten Fragen ein "presserechtlicher Auskunftsanspruch". Die Böhmermann-Klage wird am Dienstag verhandelt.
t-online.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

"Spiegel": Reinhard Grindels Uhr soll doppelt so teuer sein.

An der Uhr gedreht: Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel soll in der Luxusuhren-Sache nicht die Wahrheit gesagt haben. Er hatte ihren Wert auf 6.000 Euro beziffert und sich geweigert, das Modell zu nennen. Der "Spiegel" hat es anhand des Fotos vom Hersteller bewerten lassen: Der Listenpreis liegt bei 11.800 Euro. Auf Anfragen dazu reagierte Grindel nicht. Die Uhr schenkte ihm ein ukrainischer Oligarch 2017 zum Geburtstag.
"Spiegel" 16/2019, S. 13 (Vorabmeldung), spiegel.de, turi2.de (Background)

Der Bundesrechnungshof kritisiert Steuervorteile für die Öffentlich-Rechtlichen.


Vom Rechnungshof gejagt: Der Bundesrechnungshof moniert in seinem Jahresbericht, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Steuervorteile in Anspruch nehmen, die ihnen aus seiner Sicht eigentlich nicht zustünden, berichtet die "Welt". In den letzten zehn Jahren seien ARD, ZDF und Co so mit 55 Mio Euro subventioniert worden. Konkret geht es um die Versteuerung von Einnahmen aus Werbung und dem Verkauf von Serien und Filmen.

Anders als Privatsender müssten die Öffentlich-Rechtlichen nicht die tatsächlichen Erträge versteuern, sondern könnten Pauschalen nutzen – und die seien seit 20 Jahren nicht angepasst worden, was aus Sicht des Rechnungshofes jedoch nötig sei. Die derzeitige Situation verzerre den Wettbewerb von Öffentlich-Rechtlichen und privaten Sendern beim Handel mit Werbezeiten und Lizenzen.
"Welt", S. 13 (Paid)

ZDF-Intendant ist gegen eine Rückkehr Reinhard Grindels.

Reinhard Grindel wird wohl nicht als Journalist zum ZDF zurückkehren, schreibt Spiegel Online. Intendant Thomas Bellut habe offiziell noch nicht entschieden, intern aber klar gemacht, dass er eine Rückkehr Grindels auf dessen alten Posten ablehne. Grindel dagegen könne sich eine Rückkehr nach Mainz wohl vorstellen, er habe bei Bellut vorgesprochen. Der Sender lasse das Rückkehrrecht des Sport-Funktionärs zum Sender in einem juristischen Gutachten klären.
spiegel.de

Funk startet ein Format mit Tipps zum Umweltschutz.

Funk will die Jugend nicht nur mit den Fridays for Future für den Umweltschutz begeistern und startet das Format "Ozon". Auf der Website des Jugendangebots von ARD und ZDF, aber vor allem auf Instagram, geben dabei drei junge Gastgeber Tipps für mehr Umweltschutz und führen Selbstversuche durch. Jede Woche behandeln sie ein Thema. Zum Start stellen sie die Frage, wie man schlechte Angewohnheiten überwindet. UFA X produziert das Format.
dwdl.de, instagram.com

Update: DFB-Präsident Reinhard Grindel tritt zurück.

DFB: Präsident Reinhard Grindel tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Er stolpert über eine 6.000 Euro Uhr, die er 2017 von einem ukrainischen Oligarchen geschenkt bekam. Er habe den Wert der Uhr nicht gekannt, sagt Grindel. Zuvor hate der "Spiegel" über Zahlungen in Höhe von 78.000 Euro an ihn als Aufsichtsratschef der DFB-Medien GmbH berichtet, die Grindel verschwiegen haben soll. Vor seinem Amt beim DFB war Grindel von 2002 bis 2016 Bundestagsabgeordneter der CDU, davor 10 Jahre lang beim ZDF, zuletzt als Studioleiter in Brüssel.
bild.de, spiegel.de, dfb.de (Erklärung Grindel)

"Schmähgedicht": Jan Böhmermann verklagt Angela Merkel, schreibt "Tagesspiegel".


Kanzleramt Royale: Jan Böhmermann zieht gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Gericht, schreibt der "Tagesspiegel". Merkel hatte Böhmermanns umstrittenes "Schmähgedicht" über den türkischen Präsidenten Erdogan 2016 als "bewusst verletzend" bezeichnet. Das Berliner Verwaltungsgericht verhandelt Mitte April über eine Unterlassungsklage gegen das Bundeskanzleramt.

Böhmermanns Rechtsanwalt Christian Schertz hatte Merkel bereits 2017 vorgeworfen, sie habe mit ihrer Kritik eine "juristische Bewertung des Werkes" vorgenommen, was eine Vorverurteilung sei. Gegen den Entertainer wurde nach einer Strafverfolgungsermächtigung der Bundesregierung zunächst ein Verfahren wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts eröffnet, was später eingestellt wurde. Der Paragraf 103 im Strafgesetzbuch, der die Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter unter Strafe stellt, wurde daraufhin gestrichen.
tagesspiegel.de, welt.de, turi2.de (Background)

ARD weist Kritik an Israel-Berichterstattung zurück.

ARD: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke weist die Kritik von Andrea Kiewel zur Israel-Berichterstattung zurück. Die "Tagesschau" habe "selbstverständlich darauf hingewiesen", dass der israelische Angriff eine Reaktion auf einen Hamas-Angriff war. Der Hinweis kam am Ende des Beitrages. Die Reihenfolge der geschilderten Ereignisse erwecke einen falschen Eindruck, kritisiert die ZDF-Moderatorin zuvor in einem Gastbeitrag für die "Jüdische Allgemeine".
stern.de, facebook.com (Gniffke-Reaktion), juedische-allgemeine.de (Kiewel-Gastbeitrag)