Zahl des Tages: ARD und ZDF übertragen 230 Stunden Olympia aus Südkorea.

Zahl des Tages: Rund 230 Stunden übertragen ARD und ZDF im Februar von den Olympischen Winterspielen in Südkorea live. Die Wettkämpfe finden wegen der Zeitverschiebung zwischen 1 Uhr nachts und 17 Uhr statt - also dann, wenn die meisten Zuschauer schlafen oder arbeiten. Daher soll es so viele Multimedia-Angebote zur zeitversetzten Nutzung geben wie noch nie bei Olympia.
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Meinung: Verlage und Sender sollten kooperieren und ihre wahren Probleme angehen.

Verlage und öffentlich-rechtliche Sender vergessen über ihrem Kleinkrieg um Wortanteile ihre tatsächlichen Probleme, glaubt  Christian Jakubetz. Statt mit "Nebenkriegsschauplätzen" wie dem Leistungsschutzrecht vom Auflagenschwund abzulenken, sollten Verlage ihre kündigenden Abonnenten nach den Gründen fragen. Gemeinsam mit den Sendern gelte es, sich gegen "ganz andere Bedrohungen" zu wappnen – in der Schweiz klappe das schon ganz gut.
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TV-Tipp: ZDF zeigt Doku über Leo Kirch.

TV-Tipp: ZDF zeigt um 22.45 Uhr eine Dokumentation über Leo Kirch. Die Autoren Michael Jürgs und Bert­hold Bau­le sprechen u.a. mit Springer-Chef Mathias Döpfner, Ex-ZDF-Chef Dieter Stolte und Harald Schmidt über Kirch und erwähnen am Ende des Films Kirchs unehelichen Sohn Michael, der den Nachnamen Kirch erst spät annahm. Filmen lassen wollte er sich aber - ganz der Vater - nicht. Die Dokumentation passiert die Stationen im Geschäftsleben des Medien-Zampanos Leo Kirch in sechs Kapiteln.
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Zahl des Tages: KEF kürzt Finanzbedarf der Öffentlich-Rechtlichen um 753,4 Mio Euro.

Zahl des Tages: Um beachtliche 753,4 Mio Euro kürzt die KEF den angemeldeten Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio, schreibt Volker Nünning. Die Sender kämen in der laufenden Rundfunk-Beitragsperiode mit weniger Geld aus als sie angemeldet haben. Für die Sender errechnet die Finanzkommission demnach für die Beitragsperiode 2017 bis 2020 einen Überschuss von 549,7 Mio Euro. Der Überschuss soll vom Finanzbedarf der Anstalten in der nächsten Vierjahresperiode abgezogen werden.
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Meinung: Mediatheken von ARD und ZDF sind ein "Horrortrip".

ARD und ZDF: Die Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Mediatheken scheinen ihre Inhalte und ihren Job nicht zu mögen, meint Stefan Stuckmann. Zumindest seien die Mediatheken ein "Horrortrip". Schlecht gewählte Vorschaubilder reihten sich an lieblose bis nichtssagende Teaser-Texte. Dabei seien die Mediatheken der "letzte verbleibende Strohhalm" von ARD und ZDF, Menschen unter 30 noch an die Öffentlich-Rechtlichen zu gewöhnen.
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VDZ-Präsident Thiemann verlangt klare Schranken für ARD und ZDF im Netz.

Rudolf Thiemann fordert klare Schranken für Online-Berichte von ARD und ZDF. Der VDZ-Präsident sagt, es dürfe nicht sein, dass die "Begrenzung öffentlich-rechtlicher presseähnlicher Angebote aufgeweicht wird". Falls die Politik keine Schranken setze, werde vielen Verlagen im Netz das Wasser abgegraben, sagt Thiemann.
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Stefan Raue will sich den Text im Netz nicht gänzlich verbieten lassen.


Öffentlich-rechtliche Schreibregeln: Stefan Raue, Intendant des Deutschlandradios, fällt in seinen ersten 100 Amtstagen durch besonnene Töne im Streit mit den Verlegern um die Lufthoheit im Netz auf. Er plädiert für Kompromisse statt Krach, komplett verbieten lassen will er sich das Schreiben im Netz aber nicht. "Gerade wenn es um aktuelle Ereignisse geht, ist Text unabdingbar", sagt Raue im Interview mit turi2.tv am Rande des Journalisten-Empfangs des Radiosenders in Berlin. "Wir wissen, dass Nutzer auch eine Erstinformation als Text brauchen."

Den Vorstoß von WDR-Intendant Tom Buhrow, im Netz nur noch das Nötigste mit Texten zu machen, begrüßt Raue und zeigt sich verständnisvoll für die Nöte der Verleger: "Die Verleger müssen schauen, dass sie sich refinanzieren können in der digitalen Welt." Zeilen zählen bei seinen Online-Angeboten will Raue aber nicht und fordert von den Verlegern, dass "wir uns auch mit unseren Produkten in der digitalen Welt zeigen können".
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube), turi2.de (Buhrow)1 Kommentar

Michael Jürgs lüftet Geheimnis um Leo Kirchs unehelichen Sohn.


Der schweigsame Zar: Medienmogul Leo Kirch prägte über Jahre das deutsche TV-Geschäft und ist auch posthum für eine Überraschung gut. Der Pay-TV-Pionier und einstige Springer-Miteigentümer hat einen bis heute unbekannten Sohn mit seiner damaligen Sekretärin gezeugt: Michael Kirch nahm den Nachnamen erst spät an und ist heute Wissenschaftler. Autor Michael Jürgs spürt ihn für eine ZDF-Doku auf. Hans-Jürgen Jakobs lobt: "Das letzte Geheimnis des Leo Kirch."

Für seine Doku kann Jürgs nicht nur den Sohn Michael Kirch gewinnen. Auch Springer-Chef Mathias Döpfner und der frühere ZDF-Chef Dieter Stolte äußern sich zu dem öffentlichkeitsscheuen Unternehmer und bestens vernetzten Freund von Helmut Kohl. Jürgs versammele zahlreiche Protagonisten aus den wilden Jahren des Fernsehens, schreibt Jakobs, und liefere einen preisverdächtigen, bildersatten heimlichen Abgesang auf die Medienbranche, wie sie einmal war. Der Film läuft am kommenden Dienstag, 12. Dezember, um 22.45 Uhr im ZDF. (Foto: Frank Leonhardt / EPA / Picture Alliance)
"Handelsblatt", S. 66-67 (Paid), presseportal.zdf.de (Doku)Kommentieren ...

Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Weitergabe von ungesendetem Bildmaterial von den G20-Protesten an die Polizei.

Video-Tipp: "Zapp" fragt bei den Medien nach, ob sie ungesendetes Bildmaterial von den G20-Krawallen an die Polizei weitergegeben haben. Die Sonderkommission "Schwarzer Block" habe Anfragen an die Medienhäuser verschickt, das Material freiwillig herauszugeben. Inzwischen sei eine "mittlere dreistellige Zahl von Gigabyte" bei der Polizei eingegangen, ergibt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.
ndr.deKommentieren ...

Lese-Tipp: ARD und ZDF geraten immer stärker unter Druck – teilweise zurecht.

Lese-Tipp: Öffentlich-rechtliche Medien geraten in ganz Europa unter Druck, dokumentiert Götz Hamann. Geld wird gekürzt und gesellschaftlicher Rückhalt schwindet, wie etwa die "schrotflintenmäßige Titelgeschichte" im "Spiegel" zeige. Doch vieles läuft falsch: Jüngste Sparrunden gehen nicht an den Umfang des Programms und Ostdeutsche werden in den Programmen schlecht repräsentiert.
"Zeit" 51/2017, S. 28 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: ZDF-Intendant Bellut wundert sich über BDZV-Präsident Döpfner.

"Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören."

ZDF-Intendant Thomas Bellut versteht die giftige Debatte nicht. Über kämpferische Aussagen von BDZV-Präsident Mathias Döpfner hat er sich "schwer gewundert".
"Zeit" 51/2017, S. 29 (Paid), zeit.de

Weitere Zitate:

"Google und Amazon sind wohl schwieriger zu kritisieren, denen ist Kritik aus Deutschland am Ende auch egal."


"Wir sollten uns als Qualitätsmedien gemeinsam darauf konzentrieren, in möglichst großer Zahl zu überleben."

"Immer, wenn in Deutschland versucht wird, etwas Größeres zu machen, gibt es den Kartellhammer."2 Kommentare

Meinung: Schweizer Rundfunkbeitrag-Votum wird zum Präzedenzfall.

Schweiz: Die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks SRG ist möglich, beobachtet Korrespondentin Charlotte Theile. Mehr als 50 % der Bürger sagen inzwischen "No Billag", sie wollen die Rundfunkabgabe kippen. Die Schweiz könnte mit der Abstimmung im März zum Präzedenzfall werden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid)Kommentieren ...

ZDF beendet "Schulz & Böhmermann".

ZDFneo stellt "Schulz & Böhmermann" ein. Die Talk-Sendung mit Olli Schulz und Jan Böhmermann erreicht auch in der zweiten Staffel nicht genügend Zuschauer. Gruner + Jahr erlaubt sich einen Spaß und bastelt ihnen ein Maskottchen-Magazin im "Barbara"-Stil: Jan & Olli - das lebensverneinende Magazin.
spiegel.de, twitter.com (Magazin)



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Zitat: Jan Böhmermann braucht keine tägliche Late-Night-Show.

"In der Welt meiner Großmutter, wo das Fernsehen Leitmedium ist, wäre das die richtige Idee. Aber ich gucke ja selber kein Fernsehen mehr. Meinen Tag ordnet mir Twitter ein. Permanent."

Jan Böhmermann möchte keine tägliche Late-Night-Show machen und hält den Wunsch danach für Sentimentalität.
"Zeit" 49/2017, zeit.de (Vorabmeldung)

weitere Zitate:

über Angela Merkel:
"Ich bin menschlich enttäuscht von meiner direkten Vorgesetzten. Dass jemand, der so pragmatisch ist wie die Bundeskanzlerin, das nicht schnallt: Es ist zu spät. Ihr selbst passiert, was sie dem Dicken vorgeworfen hat: Du schaffst den Absprung nicht!"

zur "Spiegel"-Titelstory über ARD und ZDF:
"Haben ARD und ZDF Barschel ermordet, Maddie entführt und Aids verursacht? Dem Journalisten in mir hat es schon das Herz gebrochen. Beim 'Spiegel' sitzen doch so viele schlaue Festangestellte in ihren Einzelbüros, die es eigentlich besser wissen müssen."Kommentieren ...

DWDL: Kika-Chef Michael Stumpf geht zum ZDF.


Große Wechsel bei Formaten für die Kleinen: Michael Stumpf, bisher Chef des Kinderkanals, wechselt als Leiter der Hauptredaktion Kinder und Jugend zum ZDF, schreibt DWDL. Die Personalie sei Teil einer größeren Personalrochade bei ARD und ZDF. Stumpf wirkt seit 2013 als Kika-Programmgeschäftsführer. Beim ZDF soll er den Posten von Barbara Biermann übernehmen, die ab Dezember neue Film- und Doku-Chefin des SWR ist. Die Sender wollen die Personalie voraussichtlich am Freitag offiziell entscheiden, so DWDL.

Biermann ist beim SWR Nachfolgerin von Martina Zöllner. Der RBB hat Zöllner im Juni als Leiterin des neuen Programmbereichs Doku und Fiktion an Bord geholt. Michael Stumpf trifft in Mainz auf bekannte Kollegen: Er arbeitete bereits vor seinem Wechsel zum Kika als Leiter des Online-Teams der ZDF-Hauptredaktion Kinder und Jugend.
dwdl.de, swr.de (Biermann)Kommentieren ...

ZDF verlängert den Vertrag mit Jan Böhmermann und produziert neue Sendungen mit ihm.


Böhmermann bleibt: Das ZDF verlängert den Vertrag mit Jan Böhmermann und will nächstes Jahr neue Sendungen mit ihm entwickeln, sagt Programmdirektor Norbert Himmler zu DWDL. Wie lange der neue Vertrag läuft, verrät Himmler nicht. Die Schlagzahl von "Neo Magazin Royale" erhöht der Sender von 34 auf 38 Sendungen im Jahr, inhaltlich soll Böhmermann mehr Spielraum bekommen. Außerdem soll die Sendung "non-linear häufiger aufschlagen". Böhmermann selbst sagt: "Deutschland braucht jetzt eine handlungsfähige Unterhaltungssendung. Ich habe den Auftrag des Gebührenzahlers verstanden."
dwdl.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

Zitat: Stefan Raue wünscht sich mehr Kompromissbereitschaft im Streit mit Verlagen.

"Nicht der Streit stört mich, sondern dass der Streit so ohne Dialog stattfindet, dass beide Seiten lustig vor sich hin ballern."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue hat im Deutschlandfunk-Interview Verständnis für die Sorgen der Zeitungsverleger und kann sich durchaus Kooperationen zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Medien vorstellen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Stefan Raue: BDZV-Präsident Döpf­ner hat journalistisches Terrain verlassen.

Ma­thi­as Döpf­ner und die anderen Vertreter der Kritik am "Staatsrundfunk" verlassen den journalistischen Boden und sind selbst Partei, meint Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue in einem Gastbeitrag im "Spiegel". Wo­chen­lang sei kaum ein Tag ohne An­grif­fe un­ter der Gür­tel­li­nie vergangen. Der "klein­geis­ti­ge Krieg" helfe aber niemandem, nötig seien Kom­pro­misse. Die wirkliche Gefahr für die Verlage seien Google, Facebook und Co. Raue schreibt, auch die Öffent­lich-Recht­li­chen hätten im Umgang mit Print-Kollegen "Sün­den" begangen.
"Spiegel", 46/2017, S. 84-85 (Paid)1 Kommentar

Zitat: Die Medien tragen am Erstarken der AfD keine Schuld, sagt Maybrit Illner.

Ignorieren war keine Alternative. Aber zwischen 'ignorieren' und 'hofieren' liegen ein paar journalistische Möglichkeiten."

ZDF-Moderatorin Maybrit Illner widerspricht im Interview mit dem "Journalist" dem Vorwurf, Talkshows hätten der AfD eine übermäßige Plattform geboten. Weniger als 3% der Gäste von Januar 2016 bis zur Bundestagswahl seien AfD-Mitglieder gewesen.
presseportal.deKommentieren ...

"Staatspresse-Debatte": Stefan Niggemeier bezichtigt Mathias Döpfner der Lüge.

Mathias Döpfner hat ARD und ZDF sehr wohl als "gebührenfinanzierte Staats-Presse" bezeichnet, schreibt Stefan Niggemeier. Der BDZV verbreitete laut Niggemeier in seiner Entgegnung auf die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse daher einer Lüge, wenn er schreibe, Döpfner habe den Ausdruck nur in einem Konjunktiv-Szenario verwendet. Die Wiedergabe Döpfners sei daher auch nicht böswillig.
uebermedien.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

Öffentlich-rechtliche Redakteure wehren sich in offenem Brief gegen Staatsfunk-Vorwürfe.

Journalisten: Die öffentlich-rechtlichen Redakteure von ARD, ZDF und Deutschlandfunk wenden sich in einem offenen Brief an ihre "lieben Kollegen in den Zeitungsredaktionen" und antworten auf deren Staatsfunk-Vorwürfe. Sie wünschen sich mehr Zusammenhalt "als Vermittler von profund recherchierten Informationen" und werfen den Kollegen vor, den Journalismus zu beschädigen. BDZV-Präsident Mathias Döpfner schreibt zurück: Er hält den Streit für ein "Missverständnis" und will gern persönlich und öffentlich mit den Redakteuren sprechen.
blog.agra-rundfunk.de, bdzv.de (Döpfner)Kommentieren ...

Discovery und Eurosport senden mehr als 4.000 Stunden Olympia-Programm.

Discovery und Eurosport geben die Sende-Details der Olympischen Winterspiele bekannt: Sie zeigen die Spiele in 48 Ländern, in Deutschland im Free-TV bei Eurosport 1 und TLC, im Pay-TV bei Eurosport 2. DMAX berichtet, anders als angekündigt, nicht. Dazu kommt die Berichterstattung von ARD und ZDF. Eurosport übernimmt das Livestreaming aller Wettbewerbe. Insgesamt gibt es mehr als 4.000 Stunden Programm, mehr als 900 davon live. Eurosport stellt in neuen Sendungen wie "Olympic Confessions" und "Ones to Watch" außerdem die Wintersportszene näher vor.
new-business.de, turi2.de (Background ARD und ZDF)Kommentieren ...

Meinung: Uefa hat ARD und ZDF bei TV-Rechten zur Nations League abgezogen.

ARD und ZDF haben sich mit dem Erwerb der TV-Rechte an der Uefa Nations League als willige Zitrone erwiesen, die von dem Sportverband gepresst werden kann, urteilt Jürn Kruse für die "taz". Der Wettbewerb sei nur geschaffen worden, um weitere Einnahmen zu generieren, weshalb es ein gutes Zeichen gewesen wäre, auf die Rechte zu verzichten. Angesichts des Preises von bis zu 122 Mio Euro sei nun fraglich, ob die Sender ihre selbstgesetzten Limits einhalten können oder alternativ kein Geld für andere Sportarten mehr haben.
taz.deKommentieren ...

Basta: Böhmermann basht Bento.

Böhmermann-Bento-Beef: Jan Böhmermann verreißt im Neo Magazin Royale das "Spiegel"-Jugendportal bento. Satte 20 Minuten Sendezeit verbringt er u.a. mit der Analyse von bento-Quizzen wie "Welcher Bürgerkrieg bist du?" Journalistisch gehaltvoller soll Böhmermann zufolge ein Totholz-Medium sein, das am 27. Oktober in deutschen Städten verteilt wird: Die "Printo" - mit dem Quiz: "Kennst du alle vier Jahreszeiten?"
zdf.de (Neo Magazin Royale vom 26.10., Thema Bento ab 9:35 Min), printoonline.de ("Printo")Kommentieren ...

Zitat: Ulrike Simon bemängelt juristische Unterstützung von Produzenten.

"Ein Journalist, der im Nachhinein keine Garantie auf Rechtssicherheit hat, wird von vornherein jedes Risiko meiden."

Ulrike Simon kritisiert die mangelnde juristische Unterstützung von TV-Produzenten durch die Öffentlich-Rechtlichen Sender: Besonders Investigativ-Reporter würden in ständiger Rechtsunsicherheit leben.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Die öffentlich-rechtlichen Sparpotenziale sind gehoben, argumentiert Karola Wille.

ARD, ZDF und Deutschlandradio bieten über ihre vorgelegten Reformpläne hinaus kein weiteres Sparpotenzial, gibt ARD-Vorsitzende Karola Wille zu verstehen, notiert Ulrike Simon. Wille wünscht sich, dass die Politik zunächst die Sparpläne liest und die KEF-Prüfung abwartet. Fritz Jäckel, Rundfunk-Koordinator der unionsgeführten Länder, glaubt, schon die Debatte treibe die Anstalten zur finanziellen Zurückhaltung.
"Horizont" 43/2017, S. 19 (Paid)1 Kommentar

Hör-Tipp: Anke Schäferkordt fordert neue Allianzen gegen die US-Techriesen.

Hör-Tipp: RTL-Chefin Anke Schäferkordt will mit neuen Allianzen gegen die Werbe-Übermacht von Google, Facebook und Amazon anstinken. Als Beispiel nennt sie in ihrer Keynote zu den Medientagen München ihre Login-Allianz mit ProSiebenSat.1 und United Internet. Sie stichelt aber auch gegen ARD und ZDF und wirft den Sendern und der Politik zu starke Verbindungen vor. RBB-Mann Jörg Wagner veröffentlicht die Rede in Ton und Text.
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ZDF strickt heute.de um.

ZDF runderneuert seine Nachrichtenseite heute.de. Das Angebot legt seinen Schwerpunkt noch deutlicher auf Videos. Die Seite wirkt in ersten Screenshots deutlich aufgeräumter und klarer. Neu ist die Integration der Inhalte in die ZDF-Mediathek. Auch der heute Xpress-Newsstream und die ZDFheute-App sind zum ersten Mal im Programm.

Der stellvertretende ZDF-Chefredakteur und Leiter der Hauptredaktion Aktuelles Elmar Theveßen sagt dazu: "Mit unseren Kurznachrichten 'heute Xpress' wird das Bewegtbild-Angebot auf unserer Nachrichtenseite, ergänzt um Social-Media-Posts, noch umfangreicher und informativer." Mit der Erneuerung feiern die Mainzer ihr 20-jähriges Jubiläum des Auftritts. Der Sender stellt die neue heute.de-Seite am 26. Oktober scharf. Das Auffrischen ist delikat, ragt es doch in die Gespräche über die Neufassung des Telemedienauftrags. Die Diskussion, ob das Angebot des ZDF damit als zu "presseähnlich" gilt, kann damit weitergehen.
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Ministerpräsidenten erlauben ARD und ZDF mehr im Netz.


Mehr sparen und länger verweilen: Die Ministerpräsidenten der Länder haben bei ihrer Konferenz in Saarbrücken diskutiert, was ARD und ZDF im Netz tun dürfen. Das Verbot der Presseähnlichkeit solle bestehen bleiben, sagt Malu Dreyer (rechts), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, als "Signal an die Verleger". Jedoch sei "nicht vorstellbar", dass ARD und ZDF nicht die Möglichkeit haben, "auch online bestimmte Dinge zu tun". Die Sender sollten die Chance haben, "dem heutigen Mediennutzungsverhalten adäquat zu antworten". Dazu gehört auch die sogenannte Verweildauer, also die Zeit, wie lange Inhalte in den Mediatheken bleiben dürfen. "Die strenge 7-Tage-Frist soll beendet" und "zeitgemäß ausgedehnt" werden, sagt Dreyer.

Die von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorgelegten Reformpläne ließen zwar einen "ernsthaften Reformwillen erkennen", könnten aber nur als "erster Schritt in die richtige Richtung" gesehen werden, sagt Dreyer. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille versteht die Botschaft der Politik als "deutliches Bekenntnis der Länder zu einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich, dass "die Spielräume für die öffentlich-rechtlichen Angebote im Netz erweitert werden". VPRT-Chef Hans Demmel erwartet von der Politik aber, "zunächst den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu definieren". (Foto: Oliver Dietze / dpa)
dwdl.de, newsroom.de, facebook.com (PK Malu Dreyer, ab 4:26), facebook.com (PK Malu Dreyer, ab 6:20)1 Kommentar

P7S1-Vorstand Conrad Albert bezweifelt Sparwillen von ARD und ZDF.

Conrad Albert, Vorstand von ProSiebenSat.1, stellt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" den Spar-Willen von ARD und ZDF infrage. Die bisherigen Pläne seien nur "Reförmchen". Albert wiederholt seine Forderung nach einem Anteil am Rundfunkbeitrag: "Wir wollen keine Finanzierung von Angeboten, die wir heute bereits produzieren", sondern für neue "Public-Value-Sendungen". Mit dem Verkauf des eigenen Nachrichten-Kanals N24 an Springer scheint er inzwischen zu hadern. Der Verkauf des Senders "war damals richtig", sagt Albert. Aus heutiger Sicht habe sich das Geschäft verändert, die Nachfrage nach Nachrichten sei gestiegen.
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Natalie Müller-Elmau wird 3sat-Koordinatorin beim ZDF.

ZDF befördert Natalie Müller-Elmau, 48, zur ZDF-Koordinatorin für 3sat. In dieser Funktion verantwortet sie die Programmplanung sowie die Abstimmung mit ARD, ORF und SRF. Müller-Elmau arbeitet seit 1998 fürs ZDF, derzeit als Leiterin der Zentralredaktion Geschichte und Wissenschaft sowie stellvertretende Hauptredaktionsleiterin. Sie folgt auf Dinesh Chenchanna, die beim ZDF ab 2018 Kulturpartnerschaften mit externen Partnern verantwortet.
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