Zitat: Bei seinen Romanen wäre auch Stoff für das ZDF dabei, findet Sebastian Fitzek.

"Andererseits reichen meine 16 Bücher vom globalen Überbevölkerungsthriller bis zum Kammerspiel, das auch ins ZDF passen würde."

Für die Inhalte von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek hätte sich bislang nur RTL interessiert, weil sie als einzige in Deutschland Thriller statt Krimis produzieren. Dabei sei bei seinen Romanen durchaus auch potenzieller Verfilmungsstoff für das ZDF dabei, sagt er im DWDL-Interview.
dwdl.de

EuGH: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtmäßig.

Rundfunkbeitrag nach deutscher Ausprägung ist rechtmäßig, entscheidet der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Der Umbau der Abgabe von der früheren, personengebundenen GEZ-Gebühr zum heutigen Rundfunkbeitrag, der sich pro Haushalt bemisst, stelle keine erhebliche Änderung der Finanzierungsregelung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland dar, urteilen die Richter. Auch die Zwangsvollstreckung rückständiger Beiträge durch die Sender statt durch Gerichte widerspricht nicht dem EU-Recht. Das Landgericht Tübingen hatte beim EuGH Fragen eingereicht. Nun müssen deutsche Richter im Sinne der EuGH-Entscheidung urteilen.

"Klarer hätte die Entscheidung des EuGH nicht ausfallen können," kommentiert der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm das Urteil in einer Pressemitteilung. ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich im Sender-Statement über "Rechtssicherheit auf allen Ebenen".
bild.de, sueddeutsche.de, presseportal.de (ARD), presseportal.de (ZDF)

"Scheichlösung": Rundfunkgebühr darf nicht von Benzinpreisen abhängen, findet Joachim Huber.

Rundfunkbeiträge an die Inflationsrate zu koppeln ist eine "Scheichlösung", kommentiert Joachim Huber. Die Höhe des Beitrages müsse auch von der Leistung der Sender abhängig sein. Kostentreiber wie Benzin hätten keine direkte Auswirkung auf rundfunkspezifische Teuerungsraten.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Peter Frey beklagt, dass Industrievertreter dem ZDF zu selten Interviews geben.

Medienscheu: ZDF-Chefredakteur Peter Frey beklagt im Interview mit "Clap", dass Industrievertreter dem ZDF zu selten Interviews gäben. Von Konzernchefs erhalte der Sender oft nur schriftliche Äußerungen. Auch die meisten Dax-Vorstände seien nicht zu einem Auftritt im "heute-journal" bereit. Dadurch fehle eine wichtige Stimme im politischen Diskurs.
clap-club.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet Journalisten wichtiger denn je.

Markus Söder und Dietmar Woidke kommen in den ZDF-Verwaltungsrat.

Polit-Aufseher: Der ZDF-Verwaltungsrat bekommt mit den Ministerpräsidenten von Bayern und Brandenburg, Markus Söder (Foto) und Dietmar Woidke, zwei neue Mitglieder. Das haben die Ministerpräsidenten auf ihrer Konferenz am Mittwoch beschlossen. Der CSU-Mann und der SPD-Politiker nehmen zwei zuletzt vakanten Posten ein, die durch die Länder besetzt werden. Die ursprünglich vorgesehenen Vertreter, Horst Seehofer und Olaf Scholz, durften die Position nicht wahrnehmen, da sie in die Bundesregierung gewechselt sind.
medienkorrespondenz.de

Länderchefs vertagen die Entscheidung über den Rundfunkbeitrag.

Rundfunkbeitrag: Die Ministerpräsidenten konnten sich nicht auf eine neue Berechnung einigen. Im Gespräch ist z.B., die Beitragshöhe an die Inflationsrate zu koppeln, eine Mehrheit gibt es dafür aber nicht. Im Januar wollen die Länderchefs mit den Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio sprechen und sich wissenschaftliche Experten ins Boot holen.
t-online.de

"Welt" verliert Harriet von Waldenfels und Niddal Salah-Eldin.


Damenwahl: Die "Welt" muss gleich zwei Abgänge verkraften und sich von Niddal Salah-Eldin, 33, (Foto rechts) und Harriet von Waldenfels verabschieden. Salah-Eldin, bislang Director of Digital Innovation in der "Welt"-Chefredaktion verlässt Springer in Richtung dpa. Dort übernimmt sie als stellvertretende Chefredakteurin und Chefin für Innovation und Produkt ab Mai 2019 von Roland Freund, 50. Freund verlässt Berlin "aus familiären Gründen" und übernimmt in München die Leitung des dpa-Landesbüros.

Harriet von Waldenfels, die bislang als Moderatorin beim Nachrichtensender "Welt" gearbeitet hat, wechselt zum ZDF. Als weitere Hauptmoderatorin verstärkt sie ab 2019 das Team beim "Morgenmagazin" und moderiert im Wechsel mit Dunja Hayali wochenweise die Spätschiene von 7 bis 9 Uhr.
presseportal.de (Salah-Eldin), presseportal.de (von Waldenfels), dwdl.de (von Waldenfels)

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)

Snapchat bringt Show-Format nach Deutschland – u.a. mit "Bild", "Spiegel" und Funk.


Besser spät als nie: Snapchat stemmt sich nun auch in Deutschland gegen den Nutzerschwund und rollt das Format "Shows" hierzulande aus. Die im Schnitt fünf Minuten langen Videos kommen zunächst von zehn Medienpartnern, darunter die deutschen Snapchat-Pioniere "Bild" und Spiegel Online. Neu dabei sind u.a. Promiflash, Zett, der Jugendableger der "Zeit" und Funk von ARD und ZDF. Die Shows erscheinen in Staffeln und erinnern dadurch an Netflix, schreibt Giuseppe Rondinella bei Horizont.net.

Der deutsche Markt ist Nachzügler: Snapchats Shows sind vor zwei Jahren in den USA gestartet und laufen bereits in Großbritannien, Frankreich und im arabischen Raum. Die Sendungen sind – wie alle anderen Kooperationen auch – im Discover-Bereich der App zu finden.
horizont.net, handelsblatt.com

Zitat: Funk-Chef Florian Hager muss ARD und ZDF erklären.

"Wir machen an keiner Stelle einen Hehl daraus, dass wir öffentlich-rechtlich sind und damit zu ARD und ZDF gehören. Offen gesagt, gibt es aber in unserer Zielgruppe nicht wenige, die beide Labels gar nicht mehr kennen."

Florian Hager, Chef des Jugendangebots Funk von ARD und ZDF, zeigt sich im Interview mit "New Business" mit der Bekanntheit von Funk zwar zufrieden, muss aber eingestehen, dass die Zielgruppe wenig mit den Öffentlich-Rechtlichen anfangen kann.
"New Business" 48/2018, S. 30 (Paid), turi2.de (Video-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Hager über den Aufbau des ARD-ZDF-Jugendangebots.

Zitat: Hans-Peter Siebenhaar empfindet den Deal von ARD, ZDF und der Telekom als fragwürdig.

"Auch wenn das Geschäft zwischen ARD/ZDF und der Telekom juristisch in Ordnung ist, medienpolitisch ist es äußerst fragwürdig."

Medienjournalist Hans-Peter Siebenhaar kritisiert den Magenta-Deal zwischen ARD, ZDF und der Telekom, weil Telekom-Kunden so zweimal für öffentlich-rechtliche Inhalte zahlen müssten.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Peter Frey vom ZDF will Kritikern zuhören, ohne angepöbelt zu werden.

Lese-Tipp: Peter Frey (Foto) und Hilke Petersen vom ZDF sprechen im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" über die aktuelle Beziehung zwischen dem Bürger und den Medien, die Altersstruktur des ZDF bei Instagram – 60 % sind unter 34 Jahren – und darüber, dass AfD-Politiker sich bei laufender Kamera oft anders äußern als ohne.
stuttgarter-zeitung.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet Journalisten wichtiger denn je.

Podium der Öffentlich-Rechtlichen mit Kritikern misslingt, meint Ulrike Nimz.

Medien und Meinung: Bei der Podiumsdiskussion in Dresden, bei der Kai Gniffke und Peter Frey mit Kritikern der öffentlich-rechtlichen Medien ins Gespräch kommen wollten, profitiert vor allem die AfD, beobachtet Ulrike Nimz. Beide seien in der Defensive gewesen, u.a. wegen der nicht neutralen Moderatoren. Annäherung habe es kaum gegeben, Frey zieht das Fazit: "Wir haben uns nicht gekloppt, insofern bin ich zufrieden."
sueddeutsche.de

Meinung: Alle sollten Material von ARD und ZDF verbreiten dürfen.

ARD und ZDF: Leonhard Dobusch, Mitglied des ZDF-Fernsehrats, fordert im Interview mit T-Online.de die freie Lizenzierung öffentlich-rechtlicher Eigenproduktionen. ARD und ZDF wollen mutmaßliche Urheberrechtsverstöße bei Parteiwerbungen in sozialen Medien prüfen. Dobusch hält gegen, die Netzkultur wäre viel ärmer, "wenn jede Urheberrechtsverletzung geahndet würde". Nicht nur Parteien, alle sollten Material der Sender verbreiten dürfen. In der Führungsebene der Sender fehle es dafür aber an Willen.
t-online.de

Telekom baut ihr Fernsehangebot aus und nennt es Magenta TV.

Telekom benennt ihr Fernsehangebot um, es heißt künftig Magenta TV. Auch Nutzer, die nicht über die Telekom surfen, können es buchen. Die Telekom kooperiert für ihre Mediathek mit ARD und ZDF. Sie enthält Filme, die bisher nur zeitlich begrenzt in den Sender-Mediatheken stehen, und ein "Tatort"-Archiv. Die Schauspieler Christian Ulmen und Fahri Yardim werben in einer Kampagne für Magenta TV.
wuv.de, digitalfernsehen.de

Medienrechtler sieht kein Grundrecht auf "Quotenorientierung".

Medienpolitik: Die Bundesländer könnten ARD und ZDF konkreter vorschreiben, hauptsächlich Information, Bildung und Beratung zu senden, schreibt der Verfassungs- und Medienrechtler Hubertus Gersdorf in einem Gutachten für den Dokumentarfilmer-Lobbyverband AG Dok. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe "kein 'Grundrecht auf Quotenorientierung'". Unterhaltung sei aber nicht generell ausgeschlossen.
dwdl.de, "FAZ", S. 13 (Paid)

Medienpolitiker fordern Einschränkungen von ARD und ZDF.

ARD und ZDF sollten ihre Info-Kanäle Tagesschau24, ZDF Info und Phoenix zusammenlegen, fordern die Medien-Staatssekretäre Thomas Kralinski aus Brandenburg und Dirk Schrödter aus Schleswig-Holstein in der "Zeit". Auch Auslandsstudios müsse nicht jeder Sender selbst betreiben. Beim Preiskampf um Sportrechte sollten sich ARD und ZDF zurückhalten und lieber eine gemeinsame Informationsplattform ins Leben rufen.
zeit.de, meedia.de

ARD/ZDF-Onlinestudie: Internetnutzung steigt rasant – und Video ist der Gewinner.


Streaming-Republik: Die deutschen Internetnutzer sind täglich im Schnitt 196 Minuten online, ein massives Plus von 47 Minuten im Vergleich zum Vorjahr, ermittelt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018. In der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre liegt die tägliche Nutzung bei 353 Minuten (plus 79 Minuten). Von der sprunghaft steigenden Aktivität profitiert insbesondere das bewegte Bild. Video ist auch die bevorzugte Form bei der Nutzung von Medien im Netz: 32 von 82 Medien-Minuten entfallen auf das Sehen.

Größte Profiteure sind Videoportale, vor allem YouTube: 39% klicken mindestens einmal pro Woche rein. ARD und ZDF folgern aus den Ergebnissen, mit voller Kraft ihre Mediatheken auszubauen. Das ist insbesondere mit dem Blick auf die junge Zielgruppe geboten, die für Videos vor allem US-Plattformen ansteuert. 83% nutzen wöchentlich Videoportale, 47% Facebook- und 42% Instagram-Videos. Ähnlich sieht es im Bereich Audio aus: Fürs Hören nutzen sowohl die Jungen als auch die Gesamtbevölkerung vor allem Musik-Streming-Dienste wie Spotify und YouTube, Online-Liveradio hören nur um die 15%. (Foto: Picture Alliance / imageBROKER)
presseportal.de, ard-zdf-onlinestudie.de, blog.wdr.de (Zusammenfassung und Grafik)

ARD und ZDF gehen gegen Urheberrechtsverstöße der AfD vor.

Ungewollte Lügenpresse-PR: Die AfD setzt urheberrechtlich geschützte Inhalte von ARD und ZDF für die Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Netzwerken ein, schreibt T-Online. Mehrere ARD-Rundfunkanstalten - darunter NDR, WDR, SWR, RBB und MDR - prüfen gemeinsam mit dem ZDF rechtliche Schritte gegen die Partei. In mindestens 29 Fällen habe die AfD auf Facebook, Twitter oder YouTube Material der ARD-Rundfunkanstalten mit AfD-Logo für Werbezwecke genutzt, in mindestens 19 Fällen auch ZDF-Material.

Die Sender geben "grundsätzlich kein Material an Interessensgruppen, Verbände und Parteien ab, sofern damit ein Veröffentlichungsinteresse verbunden ist“, zitiert das Nachrichtenportal aus einer öffentlich-rechtlichen Stellungnahme. Rechtswissenschaftler räumen der Klage gute Chancen ein. Die Nutzung sei nicht vom Zitatrecht gedeckt. Laut Autor Jonas Mueller-Töwe will die AfD von einer Klage bisher nichts wissen. (Foto: Screenshot Twitter)
t-online.de, twitter.com

Zitat: Funk-Chef Florian Hager hält US-Plattformen für unumgänglich.

Florian Hager 2015-150"Der einzige Auftrag, den ich hier umsetzen muss, ist es, 14- bis 29-Jährige mit öffentlich-rechtlichen Inhalten zu erreichen."

Florian Hager, Chef des Jugendangebots Funk von ARD und ZDF, betont im Interview mit dem "Standard", dass sich junge Zuschauer nur durch US-Netzwerke und nicht durch eine App "der grünen Wiese" erreichen ließen.
derstandard.at, turi2.de (Video-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Hager über den Aufbau des ARD-ZDF-Jugendangebots.

EuGH-Generalanwalt ist zu großzügig mit dem Rundfunkbeitrag, meint Michael Hanfeld.

Rundfunkbeitrag: Der EuGH-Generalanwalt stuft den Beitrag nicht als rechtswidrige staatliche Beihilfe ein und agiert damit zu großzügig, meint Anstalten-Kritiker Michael Hanfeld. Völlig unter den Tisch falle etwa, wie stark Einnahmen im Vergleich zur früheren Gebühr gestiegen sind. Auch die völlig veränderte Rechtssystematik verkenne der Generalanwalt.
faz.net

ZDF-"Fernsehgarten" steht für Gewinnspiel-Schummelei in der Kritik.

ZDF logo_150ZDF-Fernsehgarten steht wegen eines Gewinnspiels um ein Auto in der Sendung am Sonntag in der Kritik. Moderatorin Andrea Kiewel hatte das Spiel für unentschieden befunden und stellte eine Stichfrage. Die Kandidatin aus dem Publikum entschied diese für sich. Ihr Kontrahent hätte das Spiel zuvor aber schon gewonnen, so der Vorwurf. Das ZDF prüft den Vorfall und will das Ergebnis "gegebenenfalls korrigieren".
bild.de

Zitat: Rainer Robra sieht eine Indexierung des Rundfunkbeitrags kritisch.

"Bei so einem Gerangel möchte ich nicht dabei sein."

Rainer Robra, Medienminister von Sachsen-Anhalt, fürchtet eine Entpolitisierung der Rundfunkgesetzgebung, sollte der Rundfunkbeitrag indexiert werden. Das könne für die Akzeptanz der öffentlich-rechtlichen Anstalten gefährlich werden, sagt er im "promedia"-Interview.
medienpolitik.net

Unitymedia und ZDF einigen sich.

Unitymedia und ZDF legen ihren jahrelangen Rechtsstreit um Einspeiseentgelte bei und wollen langfristig kooperieren. Das gesamte Angebot des ZDFs ist im Kabelnetz des Betreibers verfügbar. Zu finanziellen Details schweigen die Unternehmen. ARD, ZDF und Vodafone hatten sich bereits im Frühjahr 2018 geeinigt, ARD und Unitymedia ebenfalls.
dwdl.de