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DIE ZEIT mit Auflagenplus in allen Sparten in der IVW I/2019
DIE ZEIT steigert ihre verkaufte Auflage laut IVW 1/2019 im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 498.929 Exemplare (+0,9 %). Im „harten Verkauf“ (EV plus Abo) gewann DIE ZEIT um 2.990 Exemplare (+0,7 %) hinzu.
iqm.de/zeit

"Zeit" testet eine transalpine Ausgabe.

Zeit erscheint diese Woche in der Schweiz mit einem achtseitigen Alpen-Zeitungsbuch. Unter Leitung von Schweiz-Bürochef Matthias Daum testet das Team eine transalpine Perspektive auf die Dinge. In Österreich, Bayern und Baden-Württemberg erscheint "Zeit Alpen" in der Digitalausgabe, nicht gedruckt. Die Idee entstand aus dem transalpinen Podcast Servus. Grüezi. Hallo. heraus.
zeit-verlagsgruppe.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer schreibt jetzt für die "Zeit".

Zeit angelt sich Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als Autor. Er soll vor allem für die Ressorts Politik, Feuilleton, Dossier und für das "Zeit Magazin" schreiben. Zunächst berichtet er aus den USA, wo er derzeit lebt. Im August 2018 musste Brinkbäumer beim "Spiegel" gehen, sein Vertrag lief zum zum 31. März 2019.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online startet zehnten Podcast – diesmal zu Digitalthemen.

Zeit Online startet den zehnten Podcast: In Wird das was? diskutieren Digitalredakteure alle zwei Wochen mit führenden Wissenschaftlern und Unternehmerinnen die großen Themen des digitalen Wandels. Zum Auftakt spricht der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin über die Zukunft der Mobilität. Erst gestern hatte der Verlag den Live-Interview-Podcast Zeit Bühne vorgestellt.
zeit-verlagsgruppe.de

Der Zeit-Verlag gibt Christian Röpke und Mark Schiffhauer zusätzliche Aufgaben.

Zeit: Christian Röpke (Foto) und Mark Schiffhauer bekommen zusätzliche Aufgaben. Röpke, aktuell vor allem Geschäftsführer von Zeit Online, bekommt den Titel Chief Digital Officer und soll in der neu geschaffenen Position übergreifende digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Der bisherige Verlagsleiter Business Solutions, Mark Schiffhauer, wird zusätzlich Chief Creative Officer und soll als solcher die Branded-Content-Angebote der "Zeit" ausbauen. Zudem hat Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser eine fünfköpfige Geschäftsleitung berufen, der neben Röpke und Schiffhauer, noch Nils von der Kall, Sandra Kreft und Monica Sawhney angehören. Im Mai stößt noch Aki Hardarson hinzu.
zeit-verlagsgruppe.de

ARD-Werber attackieren die Print-Medien.


Reklame-Rowdys: Die Chefs der ARD-Werbung haben Oberwasser – und zielen per "Horizont"-Interview auf die schon angeschossene Print-Branche. AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger sieht Werbung in TV und Radio als Krisen-Gewinner: Wer früher großflächig Papier-Präsenz zeigte, wechsele jetzt ins Umfeld von "Tagesschau" und "Sportschau". ARD-Werbung sei "die personifizierte Brand Safety". Schneiderbanger vermutet große Not bei Zeitungen und Zeitschriften mit Blick auf den Relotius-Skandal: "Wie muss es denn in den Redaktionen zugehen, wenn Journalisten glauben, auf diese Art gewünschte Geschichten kreieren zu müssen?"

Ihr TV-Chef Uwe Esser sekundiert, ohne konkrete Beispiele zu nennen, die heutige Qualität im Printbereich sei "selbst bei den sogenannten Entscheidermedien zu diskutieren". Uwe Esser widerspricht "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser, der beobachtet haben will, dass sich Marken aus dem TV zurückziehen, um ihre Werbebudgets in Print zu stecken. "Rainer Esser spricht vielleicht für 'Die Zeit', aber nicht für die Gattung", meint Esser über Esser. (Fotos: AS&S, Montage: turi2)
"Horizont" 13/2019, S. 14 (Paid)

Aus dem Archiv der turi2 edition: Elke Schneiderbanger im Porträt.

Aus dem Archiv von turi2.tv (Dezember 2018): Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt – hier mit Themenliste des Gesprächs zum Anklicken.

Die "Zeit" veröffentlicht das englischsprachige Magazin "Zeit Germany – Work & Start Up".

Zeit: Der Verlag veröffentlicht heute erstmals "Zeit Germany – Work & Start Up", ein englischsprachiges Heft, das sich an internationale Hochschulabsolventen und Fachkräfte richtet. Auf 68 Seiten stellt die "Zeit" darin Deutschland vor und präsentiert berufliche Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das jährliche Magazin mit rund 100.000 Auflage Magazin erscheint nicht im Handel. Stattdessen vertreiben es weltweit Partner wie das Auswärtige Amt, die Auslandshandelskammern und Universitäten kostenlos. Zuvor hat die "Zeit" zwei Ausgaben von "Zeit Germany Study und Research" veröffentlicht.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online macht Vize-Chefin Maria Exner zusätzlich zum Managing Editor.

Zeit Online verleiht Maria Exner zusätzlich zu ihrer Position als Vize-Chefredakteurin den neu geschaffenen Titel eines Managing Editor. In der Funktion soll sie digitale Projekte bei Zeit Online und "Zeit" organisieren. Auch das Festival Z2X und das Format "Deutschland spricht" gehören zu ihren Aufgaben.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Deutschland spricht), turi2.de (Z2X)

Basta: Er hat "Giovanni" gesagt.

In der Kürze liegt die Würze: Beim "Zeit"-Podcast Alles gesagt? dauert jedes Gespräch so lange, wie es eben dauert. Der Gast sucht sich ein Codewort aus, wenn er es sagt, endet der Podcast sofort. Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert wählt "Giovanni", wegen des "Zeit"-Chefredakteurs. Aus Versehen erwähnt er nach nur 12 Minuten einen gleichnamigen Filmautor – und schon ist Schluss.
horizont.net, zeit.de (12-Min-Audio)

"Zeit"-Anzeigenerlöse bleiben stabil bei 48 Mio Euro.

Zeit erlöst 2018 rund 48 Mio Euro aus Print-Anzeigen und ist damit gegen den Markttrend konstant, berichtet Roland Pimpl. Mit 18 Mio Euro ist allerdings auch Zeit Online konstant – ein Misserfolg im wachsenden digitalen Geschäft. Den Print-Erfolg führt Verlagschef Rainer Esser auf ein Ende des Hypes um TV und um digitales Targeting zurück – Umfeld zähle mehr.
"Horizont" 10/2019, S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

"Zeit" trennt sich von freiem Mitarbeiter, der auch beim "SZ-Magazin" fälschte.


Kein Einzelfall: Die "Zeit" trennt sich von einem freien Mitarbeiter, in dessen Texten mehrere Fehler aufgefallen sind. Es ist derselbe Mitarbeiter, den auch das "SZ-Magazin" gefeuert hat, weil er eine Protagonistin erfunden hatte. Meedia schreibt, auch der "Spiegel" habe sich von ihm getrennt. Von rund 40 Texten, die der Autor zwischen 2015 und 2018 für die "Zeit" und Zeit Online geschrieben hat, gebe es in elf Texten "Schludrigkeiten und Unsauberkeiten", aber auch Fehler, die offenbar "die Dramaturgie der Beiträge unterstützen sollten".

Der Autor habe den Zeit-Verlag selbst kontaktiert und bei der Überprüfung aktiv unterstützt. Er beteuere, dass alle Fehler in seinen Beiträgen ohne Täuschungsabsicht entstanden seien. Meedia entdeckt eine weitere Unregelmäßigkeit: Der Autor habe die gleiche Geschichte im "Spiegel" und im "Tagesspiegel" in unterschiedlichen Versionen erzählt.
blog.zeit.de, meedia.de, turi2.de (Backround)

"Zeit" findet Fehler in Texten des umstrittenen Autoren.

Zeit findet Fehler in etwa einem Drittel von rund 50 Texten, die jener Journalist geliefert hat, der mit einer Fälschung beim "SZ Magazin" aufflog. Die Fehler seien keine erfundenen Personen oder Orte, sagt Chefreporter Stefan Willeke. Derzeit bewerte die "Zeit", ob die gefundenen Fehler System haben oder entschuldbar sind. Dem "SZ Magazin" war in einem Text des Reporters eine erfundene Protagonistin aufgefallen, noch bevor er erschienen ist.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23, turi2.de (Background)

"SZ Magazin" trennt sich wegen erfundener Protagonistin von Autor.

Relotius reloaded? Das "SZ Magazin" trennt sich von einem freien Autor und Kolumnisten, der eine Protagonistin erfunden habe, schreibt Meedia.de. Den Namen des Journalisten nennt der Mediendienst nicht. Der entsprechende Artikel wurde nicht veröffentlicht, weil Redaktion und Dokumentation Zweifel hegten. Der Journalist hat viele weitere Artikel über diverse Themen aus Sport und Gesellschaft für das "SZ Magazin" und die "Süddeutsche Zeitung" geschrieben. Laut Verlag verstoßen sie aber nicht gegen journalistische Standards. "Spiegel" und "Zeit" prüfen die Artikel, die der Autor für sie verfasst hat. Der Journalist hat den Henri-Nannen-Preis und den Reporterpreis gewonnen.
meedia.de

"Zeit" überarbeitet Hamburg-Teil und startet Event-Reihe in der Hansestadt.

Zeit überarbeitet ihre Hamburg-Ausgabe: Einmal monatlich kommt sie mit 20 bis 24 Seiten und ist damit das umfangreichste Ressort. Auf Leserwunsch gibt es eigene Seiten zur Hamburger Geschichte und zur Stadtentwicklung, dazu kommt ein dreiseitiges Schwerpunktthema. Die Ressortleiter Kilian Trotier und Marc Widmann verantworten neben dem Hamburg-Printteil der Zeitung auch den Onlineteil und den Newsletter Elbvertiefung. Das "Zeitmagazin Hamburg" erscheint künftig drei- statt zweimal jährlich. Gemeinsam mit der Körber Stiftung startet das Regionalteam eine Veranstaltungsreihe namens Hamburg besser machen, bei der sie Bürger befragen.
zeit.de (Regionalausgabe), zeit.de (Veranstaltungsreihe)

"Zeit" verschickt kostenloses Wirtschaftsmagazin an Entscheider.


Mitteilungen für den Mittelstand: Die "Zeit" legt im März erstmals ein Wirtschaftsmagazin für Unternehmen auf, das künftig viermal im Jahr erscheinen soll. Der Verlag druckt "Zeit für Unternehmen" mit 80.000 Auflage und verschickt das Heft kostenlos an Entscheider aus dem Mittelstand. Die passenden Geschäftskontakte kommen aus dem Verteiler der "Zeit"-Tochter Convent, einem auf Mittelstands-Events spezialisierten Veranstalter.

Inhaltlich steht die Wirtschafts-Redaktion der Wochenzeitung hinter dem Mittelstands-Magazin, Wirtschaftschef Uwe Jean Heuser verantwortet das Heft als Herausgeber. Er soll in "Zeit für Unternehmer" "unternehmerische Leistungen" und "unerwartete Lösungen" beschreiben, schreibt der Verlag in seiner Pressemitteilung.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2 – eigene Infos

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.

Christiane Paßers leitet den Vertrieb der Zeit-Verlagsgruppe.

Zeit Verlagsgruppe holt Christiane Paßers, 38, als Leiterin des Vertriebs. Sie kommt von Falke. Frank Schröder, bislang Leiter Einzelverkauf, wechselt in die neu geschaffene Position Leiter Vertriebssteuerung und Vize-Leiter Vertrieb. Jürgen Jacobs, langjähriger Vertriebsleiter und zuletzt Berater Vertrieb und Marketing, ist in den Ruhestand gegangen.
zeit-verlagsgruppe.de

"Zeit": Elisabeth Raether wird Vize-Leiterin Politik, Lea Frehse Korrespondentin.

Zeit macht Elisabeth Raether (Foto) zur stellvertretenden Ressortleiterin der Politikredaktion. Sie ist seit 2010 bei der Zeitung, seit 2016 im Politik-Ressort. Lea Frehse ist neue Korrespondentin in Beirut. Sie berichtet über den Nahen und Mittleren Osten. Frehse folgt auf Andrea Böhm, die ins Hamburger Politikressort zurückkehrt. (Foto: Kathrin Spirk)
zeit-verlagsgruppe.de

Meinung: Medien sind bei Relotius "sich selbst korrigierende Systeme", schreibt Giovanni di Lorenzo.

Fall Relotius schreckt auf, aber manche Tonlage ist verlogen, schreibt Giovanni di Lorenzo. Die betrügerische Energie von Relotius sei so enorm, dass auch andere Medien hätten reinfallen können. Auch bei einem "Zeit"-Interview habe Relotius Passagen hinzugedichtet. Hoffnung mache, dass Medien "sich selbst korrigierende Systeme" seien.
"Zeit" 2/2019, S. 1 (Paid)

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Jakob Augstein kritisiert das Interview mit Giovanni di Lorenzo im "Spiegel".

"Aber Selbstkritik darf nicht zu Selbstbeschädigung werden."

Jakob Augstein befürwortet im "Bild"-Interview die Relotius-Aufarbeitung beim "Spiegel". Es sei jedoch unnötig gewesen, "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die Gelegenheit zu geben, im eigenen Heft den "Spiegel" anzugreifen.
bild.de, turi2.de (Background)

Zitat: Giovanni di Lorenzo erklärt, warum Relotius nie den Nannen-Preis gewonnen hat.

"Diese Geschichten waren von einer Glätte, Perfektion und Detailbesessenheit, dass es einige von uns nicht glauben konnten."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erklärt im Gespräch mit dem "Spiegel", dass es in der Jury des Nannen-Preises Zweifel an den Geschichten von Claas Relotius gegeben hat, weil sie zu perfekt gewesen seien.
"Spiegel" 52/2018, S. 49-51 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview …

... über die Auswirkungen des Skandals:

"Er ist ein bizarres Weihnachtsgeschenk für all jene, die den Medien ohnehin das Schlimmste unterstellen."

"Dass jetzt an der Wahrhaftigkeit von Berichten gezweifelt wird, für die Leute ihr Leben einsetzen, das ist der eigentliche Schaden."

... über den Text zur Veröffentlichung der Entdeckung von Ullrich Fichtner:

"Was bleibt, ist der Eindruck: In dem Text wird ein Mensch gehängt, noch dazu ein relativ junger. Die Systemfrage, wie das passieren konnte, wird angesprochen, aber nicht in einer besonders aufschlussreichen Form."

... über das System der Dokumentation beim "Spiegel":

"Die "Bild"-Zeitung, schreibt heute, dass Ihre Dokumentation vermerkt, wo etwas nicht belegt werden kann. Das muss doch bei Relotius-Geschichten nur so von Vermerken gewimmelt haben. Das frage ich jetzt als beruflich interessierter Laie: Warum gehen dann nicht irgendwann mal die Alarmglocken an?"

... über das Genre Reportage:

"Mittelmäßige und langweilige Geschichten sind und bleiben eine Zumutung! Andererseits gibt es die eine oder andere Reportage, bei der es mittlerweile so ist wie bei der Überzüchtung von Hunden oder Pferden – zu schön, um noch authentisch zu wirken."

"Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.


Esser kann's besser: Bei der "Zeit" steigen die Umsätze, der Abonnenten-Stamm ist stabil. Geschäftsführer Rainer Esser steht als Person für diesen Erfolg und erläutert seine Rezepte im ausführlichen Interview von Peter Turi. Esser spricht über Diversität, Diversifizierung – und warum seine Journalisten keinen Grund zur Klage haben. Das Gespräch ist nun als Video verfügbar. Unten lassen sich einzelne Themen gezielt anklicken. Wer nur hören möchte, findet das Gespräch im turi2 podcast – sowie direkt bei Spotify und iTunes.

Rainer Esser spricht mit Peter Turi über ...

0:57 ... sich, seinen Job und 80-Stunden-Wochen

4:17 ... das Geschäft mit den "Zeit" Reisen

6:20 ... Unternehmenskultur und Diversität

7:20 ... die Bezahlung der (freien) Journalisten

9:00 ... seine weitere Karriere und die Holtzbrinck-Brüder

10:47 ... Profitabilität und Erfolg der Marke "Zeit"

16:12 ... den "Zeit"-Leser-Club als Wertegemeinschaft

22:56 ... Wochen-Frequenz und andere Faktoren für Erfolg

26:18 ... den Weg der Kunden-Gewinnung

29:38 ... das Geschäft mit Events und Konferenz

33:08 ... die steigende Bedeutung neuer Geschäftsfelder

34:47 ... Anzeigenschwund und neue Modelle im Werbegeschäft

39:27 ... Print-Zukunft und die "Zeit" im kleinen Format

turi2.tv (44-Min-Gespräch bei YouTube), turi2.de/podcast

Video-Tipp: Marc Brost spricht mit Sigmar Gabriel über Heimat und Aufsitzrasenmäher.

Video-Tipp: Sigmar Gabriel tut was für sein Holtzbrinck-Honorar und lässt sich auf der "Zeit"-Konferenz "Der Auftrag" von Marc Brost, Hauptstadtkorrespondent der "Zeit", interviewen. Sie sprechen über Gabriels Heimat-Begriff, der Heimat-Liebe aus-, Patriotismus aber einschließt, und kabbeln sich über die Interview-Führung. Am Ende verabreden sie sich locker zur Rasenpflege mit Gabriels Aufsitzrasenmäher.
zeit.de (30-Minuten-Video)

Online-Chef Jochen Wegner: "Zeit" generiert häufig mit Randthemen Abos.

Zeit gewinnt online seltener durch wenige populäre Geschichten, als durch die Breite des Angebots neue Abonnenten sagt Online-Chef Jochen Wegner im gemeinsamen Interview mit Giovanni di Lorenzo in "Horizont". Insbesondere vermeintliche Randthemen würden der Zeitung helfen, zum Beispiel die Themen Familie und Erziehung, Sexualität und Partnerschaft sowie Gesundheit und Ernährung.
"Horizont" S. 12 (Paid)

turi2 podcast: Rainer Esser und Peter Turi sprechen über die Strategie der "Zeit".


Spannende Rede-Zeit: Rainer Esser führt seit knapp 20 Jahren die Geschäfte der "Zeit" – und spricht mit Peter Turi über ein Verlagsgeschäft im radikalen Wandel. Von 220 Mio Euro Umsatz stammt weniger als die Hälfte aus dem klassischen Geschäft. Neu-Abonnenten wollen die großformatige "Zeit" vor allem auf dem Smartphone lesen, Werbekunden wollen Kommunikationslösungen statt 4c-Anzeigen. Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.

Esser ist ein bekennender Viel-Arbeiter. 70 bis 80 Wochenstunden gehören bei ihm zum normalen Pensum, "im Urlaub leicht reduziert". Er hat auch nach fast zwei Jahrzehnten noch Freude daran, die Marke "Zeit" aufzubauen. Mit ihr verfolgt er Kunden von der Wiege bis zur Bahre, von der Kinder-Zeitschrift "Zeit Leo" bis hin zu "Zeit Reisen" um die Welt für wohlhabende Pensionäre. Esser sagt: "Die 'Zeit' ist eine Wertegemeinschaft."
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

"Zeit" verzahnt Print und Online – neuer Berliner Standort gesucht.


Wird auch Zeit: Die "Zeit" will ab 2019 Print und online enger verzahnen. Giovanni di Lorenzo wird Vorsitzender aller Chefredaktionen der Verlagsgruppe und soll laut Pressemeldung "koordinierend tätig sein". Jochen Wegner, bisher Chefredakteur von Zeit Online, wird außerdem Mitglied der "Zeit"-Chefredaktion. Für die Berliner Redaktionen sucht der Verlag einen gemeinsamen Standort in der Hauptstadt. Hauptsitz der Verlagsgruppe bleibt Hamburg.

Die Printausgabe bekommt ein neues Ressort namens "Streit". Es soll Themen aus allen anderen Ressorts aufgreifen, die Community-Redaktion von Zeit Online arbeitet daran mit und die Redaktion flankiert das Ressort mit Veranstaltungen. Die Ressorts Chancen und Wissen verschmelzen in einem Bildungsressort, das Andreas Sentker und Manuel Hartung leiten. Das Format der "Zeit" rührt die Redaktion bis auf Weiteres nicht an, sagt di Lorenzo.
zeit-verlagesgruppe.de

Snapchat bringt Show-Format nach Deutschland – u.a. mit "Bild", "Spiegel" und Funk.


Besser spät als nie: Snapchat stemmt sich nun auch in Deutschland gegen den Nutzerschwund und rollt das Format "Shows" hierzulande aus. Die im Schnitt fünf Minuten langen Videos kommen zunächst von zehn Medienpartnern, darunter die deutschen Snapchat-Pioniere "Bild" und Spiegel Online. Neu dabei sind u.a. Promiflash, Zett, der Jugendableger der "Zeit" und Funk von ARD und ZDF. Die Shows erscheinen in Staffeln und erinnern dadurch an Netflix, schreibt Giuseppe Rondinella bei Horizont.net.

Der deutsche Markt ist Nachzügler: Snapchats Shows sind vor zwei Jahren in den USA gestartet und laufen bereits in Großbritannien, Frankreich und im arabischen Raum. Die Sendungen sind – wie alle anderen Kooperationen auch – im Discover-Bereich der App zu finden.
horizont.net, handelsblatt.com

Auch "Focus" bleibt bei wöchentlicher IVW-Meldung.

Focus bleibt nach dem Rückzieher von "Spiegel", "stern" und "Zeit" ebenfalls bei einer wöchentlichen Auflagenmeldung an die IVW. "Wir werden die Suppe, die uns die Hamburger Kollegen eingebrockt haben, nicht alleine auslöffeln", lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann zitieren. Die drei Hamburger Verlage, von denen die Idee ausging, Auflagen nur noch quartalsweise zu melden, machten nach Kritik die Kehrtwende.
kress.de, turi2.de (Background)