"Zeit" verzahnt Print und Online – neuer Berliner Standort gesucht.


Wird auch Zeit: Die "Zeit" will ab 2019 Print und online enger verzahnen. Giovanni di Lorenzo wird Vorsitzender aller Chefredaktionen der Verlagsgruppe und soll laut Pressemeldung "koordinierend tätig sein". Jochen Wegner, bisher Chefredakteur von Zeit Online, wird außerdem Mitglied der "Zeit"-Chefredaktion. Für die Berliner Redaktionen sucht der Verlag einen gemeinsamen Standort in der Hauptstadt. Hauptsitz der Verlagsgruppe bleibt Hamburg.

Die Printausgabe bekommt ein neues Ressort namens "Streit". Es soll Themen aus allen anderen Ressorts aufgreifen, die Community-Redaktion von Zeit Online arbeitet daran mit und die Redaktion flankiert das Ressort mit Veranstaltungen. Die Ressorts Chancen und Wissen verschmelzen in einem Bildungsressort, das Andreas Sentker und Manuel Hartung leiten. Das Format der "Zeit" rührt die Redaktion bis auf Weiteres nicht an, sagt di Lorenzo.
zeit-verlagesgruppe.de

Snapchat bringt Show-Format nach Deutschland – u.a. mit "Bild", "Spiegel" und Funk.


Besser spät als nie: Snapchat stemmt sich nun auch in Deutschland gegen den Nutzerschwund und rollt das Format "Shows" hierzulande aus. Die im Schnitt fünf Minuten langen Videos kommen zunächst von zehn Medienpartnern, darunter die deutschen Snapchat-Pioniere "Bild" und Spiegel Online. Neu dabei sind u.a. Promiflash, Zett, der Jugendableger der "Zeit" und Funk von ARD und ZDF. Die Shows erscheinen in Staffeln und erinnern dadurch an Netflix, schreibt Giuseppe Rondinella bei Horizont.net.

Der deutsche Markt ist Nachzügler: Snapchats Shows sind vor zwei Jahren in den USA gestartet und laufen bereits in Großbritannien, Frankreich und im arabischen Raum. Die Sendungen sind – wie alle anderen Kooperationen auch – im Discover-Bereich der App zu finden.
horizont.net, handelsblatt.com

Auch "Focus" bleibt bei wöchentlicher IVW-Meldung.

Focus bleibt nach dem Rückzieher von "Spiegel", "stern" und "Zeit" ebenfalls bei einer wöchentlichen Auflagenmeldung an die IVW. "Wir werden die Suppe, die uns die Hamburger Kollegen eingebrockt haben, nicht alleine auslöffeln", lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann zitieren. Die drei Hamburger Verlage, von denen die Idee ausging, Auflagen nur noch quartalsweise zu melden, machten nach Kritik die Kehrtwende.
kress.de, turi2.de (Background)

"Spiegel", "stern" und "Zeit" reagieren auf Kritik und melden weiter heftbezogene IVW-Zahlen.


Ja, nein, ich mein jein: "Spiegel", "stern", und "Zeit" reagieren auf das "laute und kritische Echo aus dem Markt" und melden doch auch 2019 weiterhin heftbezogene Auflagen bei der IVW, schreiben die Verlage in einer gemeinsamen Stellungnahme. Erst am Dienstag hatten die drei Hamburger Häuser gemeinsam mit dem "Focus" bekanntgegeben, ab 2019 nur noch Quartalszahlen zu melden.

In der Mitteilung schreiben die Hamburger, es habe "immer außer Frage" gestanden, "dass transparente und neutral gemessene Leistungswerte sehr wichtig sind". Man entschuldige sich für die Verwirrung. Verwirrung gab es derweil auch beim "Focus", die Münchner zeigten sich überrascht vom Rückzieher der gemeinsamen Ankündigung aus Hamburg.
horizont.net, turi2.de (Background)

"Zeit" schreibt über Firmen-Geflecht des Journalistenwatch-Geldgebers.

Lese-Tipp: Die "Zeit" recherchiert zu den Hintermännern der rechten Nachrichtenseite Journalistenwatch und deren Geldgeber: Anwalt Philipp Wolfgang Beyer, der erkannt hat, "wie glänzend sich im rechten Milieu verdienen lässt". Er habe mehr als 20 Vereine, Firmen und Initiativen gegründet - und soll damit geschätzte 6.500 Mandanten um 9 Mio Euro erleichtert haben.
zeit.de

"Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen keine Heft-Auflagen mehr melden.


Qualen nach Zahlen: "Spiegel", "stern", "Focus" und "Zeit" wollen ab 2019 keine heftbezogenen-Auflagen mehr bei der IVW melden, schreibt "Horizont". Kurz hintereinander hätten die vier Verlage der Wochentitel der IVW entsprechende Kündigungen eingereicht. Künftig wollen sich die Titel auf Quartalszahlen beschränken. Sie begründen, die Veröffentlichungen brächten keinen Mehrwert, sorgten aber regelmäßig für Negativschlagzeilen. Agenturen und Werbekunden kritisieren die Entscheidung.

Seit 1996 sammelt die IVW heftbezogene Auflagen. Werbetreibenden versprechen die Titel seitdem sogenannte Garantieauflagen. Bei Nichterreichen werden Rückzahlungen fällig. Joachim Schütz vom Werbetreibenden-Verband OWM kritisiert daher: "Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar." Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbandes OMG warnt: "Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen."
horizont.net

"Zeit" bringt den Hamburg-Teil ab 2019 nur noch monatlich, aber dicker.

Zeit: Der Hamburg-Teil der Wochenzeitung erscheint ab 2019 nur noch monatlich, hat aber mit 18 bis 24 Seiten mehr Umfang als bisher. Der Grund ist laut Patrik Schwarz, geschäftsführender Redakteur, "eine Reaktion auf die Ergebnisse einer Leserbefragung". Das Print-Team verschmilzt mit dem des Hamburg-Newsletters Elbvertiefung zu einem Ressort. Kilian Trotier und Marc Widmann leiten es. Oliver Hollenstein übernimmt die Hauptverantwortung für den Newsletter von Mark Spörrle. Personelle Auswirkungen soll die Umstellung nicht haben.
abendblatt.de

Angela Broer wechselt von der Zeit Akademie zu Xing.

Networking: Angela Broer, 45, bisher Geschäftsführerin der Zeit Akademie, wechselt zu Xing, wo sie als Senior Vice President die Angebote für Coaching und Training führen soll. Bei der "Zeit" folgt ihr Birthe Kretschmer, 37. Sie kommt Territory, wo sie als Leiterin Publishing Management unter anderem das Etat der Deutschen Bahn betreut hat.
zeit-verlagsgruppe.de, de.marketscreener.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Zeit Akademie: Die Zukunft der Bildung ist digital.

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

"Zeit" und Zeit Online geben sich gemeinsame Leitlinien.

Zeit und Zeit Online legen gemeinsame journalistische Leitlinien fest. Diese sind künftig Teil jedes Arbeitsvertrages und gelten für alle Medien mit "Zeit" im Namen. Die Leitlinien betonen die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit: Die Redaktionen wollen alle sozialen Gruppen abbilden und "unerschrocken" Kritik äußern. Zeit Online veröffentlicht die zehn Punkte aus Transparenzgründen.
blog.zeit.de

Zitat: Zeit-Chef Rainer Esser findet tägliches Waschen sinnvoll.

"Dass man sich täglich wäscht und anderen nicht in die Fresse haut, finde ich echt okay. Auch wenn der letzte wissenschaftliche Beweis hierfür noch fehlt, finde ich es nützlich und gut, dass sich die Leute daran halten."

"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser teilt auf bei der GWA-Podiumsdiskussion subtil gegen Klaus-Peter Schulz, Chef des Mediaagentur-Verbandes OMG, aus. Der schrieb kürzlich bei "Horizont", es gebe keinen Beweis dafür, dass Qualitätsmedien die Meinungsvielfalt garantieren.
wuv.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.

turi2 edition5: Die Zeit Akademie im Porträt.


Seminar in Serie: Mit der Zeit Akademie hat die Hamburger Wochenzeitung seit 2011 einen Fuß im Weiterbildungsgeschät – und das ändert sich ständig. Die DVDs, auf denen der Verlag seine Seminare bisher vertreibt, bleiben immer häufiger im Lager. Die Akademie entwickelt sich stattdessen immer mehr zum Bildungs-Netflix, schreibt Jens Twiehaus in seinem Porträt in der turi2 edition5, die im Oktober 2017 erschienen ist.. Weiterlesen …

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Nummer 1 unter Deutschlands Qualitätszeitungen: DIE ZEIT
DIE ZEIT baut mit 1,66 Mio. Lesern in der aktuellen ma 2018/II ihre Position als Nummer 1 unter den Qualitätszeitungen Deutschlands aus und liegt deutlich vor den Kombis Welt Print Gesamt (1,38 Mio.) und FAS+FAZ Kluge Köpfe (1,29 Mio.) sowie der SZ (1,25 Mio. Leser). Wann entscheiden Sie sich für die Nummer 1? Mehr Infos unter www.iqm.de/zeit

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AWA 2018: DIE ZEIT ist die Nr. 1 unter den Qualitätszeitungen
Als einziger Titel unter den Qualitätsmedien im Zeitungsmarkt kann DIE ZEIT in der aktuellen AWA 2018 ihre Reichweite im Vergleich zum Vorjahr steigern: um 1,2 % auf jetzt 2,31 Mio Leser.
Das ZEITmagazin konnte sein hohes Reichweitenniveau von 1,58 Mio Lesern halten. Mehr unter www.iqm.de.

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier und Harald Martenstein führen ein Streitgespräch.

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier und Harald Martenstein treffen sich zum Streitgespräch. Die beiden Lieblings-Streithähne diskutieren über Privilegien alter weißer Männer und Martenstein wirft Niggemeier vor, schlecht zur Herkunft des Begriffs "Nacht der langen Messer" recherchiert zu haben.
uebermedien.de (Paid)

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Rekord-Reichweite bei Entscheidern
DIE ZEIT hat ihre Reichweite laut LAE 2018 eindrucksvoll gesteigert. Sie erreicht jede Woche 428.000 Entscheider - ein Plus von 22.000 zum Vorjahr. Bei den überregionalen Qualitätszeitungen (Einzeltitel ohne Kombination) verzeichnet DIE ZEIT die größte Reichweitensteigerung. Wann entscheiden Sie sich für DIE ZEIT? Mehr unter www.iqm.de/zeit

"Zeit" und Zeit Online starten internationalen Aufruf an Whistleblower.


Whistleblower-Werbung: Die "Zeit" und Zeit Online richten einen internationalen Aufruf an Whistleblower aus IT-Unternehmen. Neben dem Hamburger Medienhaus beteiligen sich außerdem die französische Internet-Zeitung Mediapart, der britische Daily Telegraph, das US-Portal The Intercept sowie die britische Internet-Zeitung WikiTribune. Der Aufruf der Medienhäuser richtet sich an Mitarbeiter, die hinter den Kulissen von IT-Unternehmen arbeiten und u.a. im Umgang mit Daten oder der Zusammenarbeit mit Geheimdiensten Missstände entdecken.

Der Kontakt zu den Redaktionen erfolgt über verschlüsselte Telefonnummern, E-Mail-Postfächer oder den anonymen digitalen Briefkasten von Zeit Online. Gemeinsam erreichen die beteiligten Medien ein globales Publikum mit mehr als 46 Mio Lesern in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch).

Für die Absicherung der Whistleblower arbeiten die Medien mit The Signals Network zusammen. In der gemeinnützige US-Stiftung kümmern sich die Whistleblower Antoine Deltour und John Kiriakou zusammen mit Menschenrechtsnawalt Ben Wizner um den Schutz der Whistleblower, um Anwälte, psychologische Betreuung bis hin zu einer sicheren Unterbringung im Ernstfall.
"Zeit" 26/2018, S. 27 (Paid), zeit.de, thesignalsnetwork.org

Kritik: "Zeit" wirbt mit Medienkunde-Broschüren, die Facebook und Co zahlen.

Werbung: Richard Gutjahr kritisiert, dass die "Zeit" Broschüren und Arbeitsblätter zum "verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet" an Schulen verschickt und sich das Material u.a. von Google und Facebook finanzieren lässt. Die Content-Tochter Tempus Corporate hat bei Gutjahr angefragt, ob einer seiner "Zeit"-Artikel für ein Arbeitsblatt zum Thema Hatespeech verwendet werden darf. Er wundert sich, dass die "Zeit" sich für getarnte Werbung – an deutschen Schulen verboten – als Kooperationspartner hergibt. In der Broschüre Medienkunde zählt Gutjahr ein halbes Dutzend Werbeanzeigen zu Verlags-Produkten und kommerziellen Bildungsprogrammen.
gutjahr.biz

Zitat: Rainer Esser will die Reihen der Verlage schließen.

"Zeitungsverlage untereinander sollten sich nicht bekämpfen, so ein Bullshit. Wir müssen möglichst viel kooperieren, unsere Inhalte austauschen – dann können wir ein Gegengewicht zu ausländischen Monopolen bilden."

"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser will die Panik vor Facebook und Google nutzen, um Kollegen konstruktiv zur Zusammenarbeit zu bewegen.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

"Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.


Freundschaftsanfrage vom Verlagsboss: "Zeit"-Chef Rainer Esser stellt sich ungewöhnlich klar auf die Seite von Facebook und Google – und geht mit seiner Branche hart ins Gericht. Hinter der Kritik an den Konzernen stecke der Neid, dass sich "tradierte Geschäftsmodelle bei weitem nicht so skalieren lassen wie soziale Netzwerke oder die Google-Suche", sagt Esser im turi2.tv-Interview beim European Newspaper Congress in Wien.

Essers Ratschlag: Mehr machen, weniger meckern. "Wir sollten uns abgucken, weshalb Facebook so gut funktioniert, weshalb die so viele User haben", sagt Esser und liefert die Antwort gleich mit. Die Digitalbranche habe viel früher erkannt, in welche Richtung sich die Nutzer bewegen. Die Strategie des "Zeit"-Geschäftsführers lautet schlicht: besser sein als die Internetkonzerne – und nicht in Panik verfallen: "Das Privatfernsehen hat viel mehr Geld abgezogen, als es aufkam."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Wir graturilieren: Silvie Rundel wird 44.


Wir graturilieren: Silvie Rundel, beim Zeitverlag für Kommunikation und Events verantwortlich, wird 44. Ihren Geburtstag feiert sie in Hamburg bei Weißwein mit den Kollegen. Später wechselt dann das Getränk zu Gin Tonic im Kreis ihrer Freunde. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren die vielen schönen Tage am Meer und die Zusammenarbeit mit dem "allerbesten Team der Welt".

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Silvie Rundel Michelle Obama und Justin Trudeau auf den Konferenzen der "Zeit" – und das daheim "das Kind immer durchschläft". Glückwünsche sind insbesondere "in handgeschriebenen Briefen auf Büttenpapier" willkommen. Auch extra komponierte Lieder seien schön. Weniger Kreative dürfen aber auch auf eine E-Mail zurückgreifen.

"Zeit" arbeitet mit dem österreichischen Magazin "Datum" zusammen.

Zeit vereinbart eine Verlagskooperation mit dem österreichischen Monatsmagazin Datum. Beide Verlage wollen gemeinsame Projekte im Leser- und Werbemarkt durchführen, eine redaktionelle Zusammenarbeit sei jedoch nicht geplant. Zugleich übernimmt Sebastian Loudon, Repräsentant der "Zeit" in Österreich, 25 % am "Datum"-Verlag Satzbau und wird Herausgeber.
derstandard.at, horizont.at

Blattkritik: Tatjana Kerschbaumer über "Zeit Verbrechen".


Mörderischer Lesestoff: Tatjana Kerschbaumer, Chefredakteurin der turi2 edition, liest Zeit Verbrechen und lässt sich von den schaurigen Reportagen ins Heft ziehen. Bei Layout, Bildstrecken und Interviews könnten die Magazin-Macher aber noch eine Schippe drauflegen, sollte der One Shot in Serie gehen, findet Kerschbaumer. Ihre Blattkritik können Sie hier lesen und als kompaktes 2-Min-Video anschauen.

"Zeit" in der Schweiz muss umziehen.

Zeit braucht für ihr Schweiz-Büro ab Oktober eine neue Bleibe. Das Gebäude in Zürich, in dem sich die Redaktion derzeit befindet, muss wegen einer bedrohlichen Schräglage abgerissen werden. Büroleiter Matthias Daum stellt an das neue Büro keine großen Ansprüche: Gesucht werden zwei Räume, maximal 40 Quadratmeter, ein Sitzungszimmer und eine Teeküche zur Mitnutzung irgendwo in Zürich.
persoenlich.com

Meinung: Troll-Journalismus zieht in journalistische Institutionen ein.

Troll-Journalismus hat es von den "Klowänden des Internets" in seriöse Medien geschafft, beobachtet Alf Frommer in der Titelgeschichte der aktuellen "Zeit" von Jens Jessen. Jessen verzerre mit seinem "weinerlichen Abgesang auf den Mann" ein wichtiges gesellschaftliches Thema, "um nach Aufmerksamkeit zu heischen". Er stelle sich damit auf eine Stufe mit Ronja von Rönne und Julian Reichelt.
bildblog.de

Fischer: Silke Burmester hat Aussagen verdreht und nur mit einer Seite gesprochen.

Silke Burmester gibt seine eigene Kritik an der "Zeit" falsch wieder und hat nicht das Gespräch mit ihm gesucht, antwortet Thomas Fischer auf eine Kolumne Burmesters. Er halte der "Zeit" keinen Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht vor, sagt Fischer, und wirft Burmester vor, seine Aussagen zu verdrehen. Die Kolumne der Medienjournalistin zeige eine "Verachtung für Diskurs und eine Totalisierung der Ideologie", in der es an Willen fehle, die eigene Position infrage zu stellen, meint Fischer.
meedia.de, turi2.de, turi2.de (Background)

Meinung: Silke Burmester sieht "abgehalfterte männliche Journalisten" nach rechts abdriften.

Thomas Fischer könnte sich nach seiner Zwangstrennung von der "Zeit" aus Angst vor Bedeutungsverlust ein neues Zuhause bei den Publikationen der Angstmacher suchen, befürchtet Silke Burmester. Rechts-konservative Online-Medien würden eine "abgehalfterte männliche Journalisten-Elite zu neuer Strahlkraft" verhelfen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Fischer)

"Zeit" beendet die Zusammenarbeit mit Thomas Fischer.

Zeit beendet die Kolumne Fischer im Recht von Thomas Fischer und die Zusammenarbeit mit dem Richter. Es gab Streit um einen Text Fischers, der die Berichterstattung über die Vorwürfe mehrerer Frauen gegen Dieter Wedel kritisierte. Die "Zeit" verweigerte den Abdruck, Fischer bot den Text in aktualisierter Form Meedia an, dort wurde er veröffentlicht. Meedia gehört wie die "Zeit" zu Holtzbrinck.
"Spiegel 13/2018", S. 142 (Paid), meedia.de (Artikel)

"Kress Pro": Steingarts Beteiligung fällt an Holtzbrinck zurück.

Gabor Steingart: Der 5-%-Anteil an der Handelsblatt Media Group, die der Ex-Juniorverleger hält, fällt an Holtzbrinck nach dem Ende des Arbeitsvertrags zurück, schreibt "Kress Pro". Die Nummer 1 im Konzern nach Dieter von Holtzbrinck ist Michael Grabner, der sich auch privat bestens mit DvH versteht. Die Nummern 2 und 3 seien "Zeit"-Chef Rainer Esser und "Tagesspiegel"-Chef Sebastian Turner, schreibt "Kress Pro". Turner nehme, anders als Steingart, "den Mund nicht so voll".
"Kress Pro" 02/2018, S. 14-20 (Paid), kress.de (Zusammenfassung) turi2.de (Background)