Meinung: Ulrike Simon sieht Bertelsmann in der Welt-Liga abgehängt.

Bertelsmann spielt national in einer Liga für sich, hat aber international den Anschluss verloren, analysiert Ulrike Simon. Mit Zeitschriften- und Buchgeschäft, TV-Sendern und Musikverlag ist Bertelsmann so breit aufgestellt, wie kein anderes Medienunternehmen hierzulande, doch in der Welt-Liga geben mit Disney, News Corp, Time Warner und Viacom andere Konzerne den Ton an.
"Horizont" 13/2017, S. 1 (Paid) Kommentieren ...

Bericht: Chinesischer Konzern HNA will "Forbes" kaufen.

Forbes könnte bald vom chinesischen Mischkonzern HNA gekauft werden, berichtet Reuters unter Berufung auf Insider. HNA wolle eine Kontroll-Beteiligung an Forbes Media, das Forbes herausgibt, erlangen. Der bisherige Besitzer Whale Media Investment aus Hongkong soll einen Kaufpreis von mindestens 400 Mio Dollar anstreben. Whale Media Investment spreche auch mit weiteren potenziellen Käufern.
reuters.com, derstandard.atKommentieren ...

"The Atlantic" eröffnet in London erstes Büro in Europa.


Jenseits des Atlantiks: Das US-Magazin The Atlantic expandiert transatlantisch und eröffnet in London eine europäische Außenstelle. James Fallows, prominenter und langjähriger Reporter des Monatsmagazins, leitet das Büro, das, vollständig besetzt, aus insgesamt zehn Mitarbeitern aus dem redaktionellen und dem betriebswirtschaftlichen Bereich bestehen soll.

Das Magazin verspricht sich jenseits des Atlantiks neue Leser und neue Anzeigenerlöse. Fast ein Drittel der Unique Visitors auf TheAtlantic.com komme bereits von außerhalb der USA. Dieses Publikum möchte der "Atlantic"-Chef Bob Cohn zu Geld machen, u.a. mit Native Advertising und Live-Events.
sueddeutsche.de, niemanlab.org, adweek.com, theatlantic.comKommentieren ...

AfD Sachsen verwehrt "Spiegel"-Redakteurin Zutritt zum Landesparteitag.

Angst vor Reportern: Der AfD-Landesverband Sachsen hat die "Spiegel"-Redakteurin Melanie Amann vom Landesparteitag am Sonntag ausgeschlossen. Die Landesvorsitzende Frauke Petry und der restliche Landesvorstand hätten ihren Ausschluss beschlossen, sagt Amann. Die "Spiegel"-Rechtsabteilung prüft mögliche juristische Schritte. Schon im Januar hatte die sächsische AfD die Reporterin Amann von einem Landesparteitag ausgeladen und auch einen Reporter der "Sächsischen Zeitung" ausgeschlossen.

Amann ist Autorin des Buches "Angst für Deutschland" über die AfD und hat kürzlich in einem Interview von einem Einschüchterungsversuch auf einer Parteiveranstaltung erzählt. Am Samstag erschien auf Spiegel Online ein Porträt der Politikjournalistin über Petrys Ex-Mann - ein Auszug aus Amanns Buch. Auch die niedersächsische AfD hielt am Wochenende einen Parteitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Als Grund nennt die Partei einen entsprechenden Mitgliederbeschluss. Die AfD-Mitglieder fühlten sich von der Presse unfair behandelt.
twitter.com (Amann), deutschlandfunk.de (Niedersachsen), turi2.de, turi2.de, spiegel.de (Porträt über Petrys Ex-Mann), turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Art" berichtet in fünf Ausgaben über drei große Kunst-Ausstellungen.

art 150Art, Kunstmagazin von Gruner + Jahr, erhöht die Taktzahl und veröffentlicht in diesem Sommer fünf Ausgaben über Kunst-Großereignisse. In den Heften geht es die Documenta 14 in Athen und Kassel, die Biennale in Venedig und die Ausstellung Skulptur-Projekte in Münster.
Unter dem Motto "Art Kunst-Sommer" legt die Art-Redaktion zwei Sonderhefte über die Ausstellungen an den Kiosk.
new-business.deKommentieren ...

"Spiegel"-Cover mit Trump in Henkerpose verstößt nicht gegen den Pressekodex.

Spiegel verstößt mit seinem Cover, das Donald Trump schemenhaft in Henkerpose zeigt, nicht gegen den Pressekodex, sagt der Deutsche Presserat. Alle 21 Beschwerden seien unbegründet. Die Karikatur sei "zwar provokant, aber ein zulässiger Beitrag im Rahmen der politischen Berichterstattung, der von der Meinungsfreiheit gedeckt ist", begründet der Presserat seine Entscheidung.
horizont.net, turi2.de (Background)

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"Bike Bild" radelt viermal im Jahr zum Kiosk.

Springer schwingt sich regelmäßig auf den Sattel und bringt Bike Bild künftig viermal im Jahr heraus. Die erste Test-Ausgabe im August 2016 hat sich 60.000 mal verkauft und wurde vom Anzeigenmarkt "sehr gut angenommen". Mathias Müller, 50, bisher beim Special-Interest-Verlag Delius Klasing im Fachbereich Fahrrad tätig, wird Redaktionsleiter. Der bisherige Chefredakteur, Christian Steiger, 49, sattelt wieder von zwei auf vier Räder um und konzentriert sich auf seine Aufgaben in der Chefredaktion der "Auto Bild"-Familie, insbesondere auf "Auto Bild Reisemobil".
presseportal.deKommentieren ...

Bauer bringt mit "Einfach sein" ein softes Psycho-Magazin.

Bauer startet kommenden Mittwoch das Wohlfühl-Psychologiemagazin "Einfach sein", berichtet Roland Pimpl. Das Heft ist viermal jährlich geplant. Zum Start verkauft Bauer 148 Seiten für 4,90 Euro und druckt 130.000. Ab der zweiten Ausgabe soll "Einfach sein" auch im Doppelpack mit "Cosmopolitan" und "Maxi" angepriesen werden. Multi-Chefredakteur Uwe Bokelmann übernimmt die Verantwortung – neben u.a. "TV14", "Welt der Wunder" und "Happinez".
"Horizont" 12/2017, S. 17 (Paid)Kommentieren ...

Motor Presse wird Veranstalter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft.

Motor Presse 150Motor Presse veranstaltet über ihre Event-Tochter Motorrad Action Team die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft. Überzeugt habe der Verlag die Arbeitsgemeinschaft Motorsport nicht zuletzt durch ein großes Paket an Medialeistung in Titeln wie "auto motor und sport", "Motorrad" oder "PS". Zusätzlich vermarktet Motor Presse Stuttgart die Renn-Serie auch komplett, von der Sponsoren-Gewinnung bis hin zu Werbeflächen vor Ort.
motorpresse.deKommentieren ...

"Laura" verzichtet auf Profi-Models.


Ein bisschen "Brigitte": Bauer unterzieht seine Laura einer Typberatung und verpasst der Frauenzeitschrift einen Hauch mehr Natürlichkeit. Auf die Titel ihrer 122.000 Auflage lässt Chefredakteurin Sabine Ingwersen (Foto) nur noch "echte 'Laura'-Leserinnen", keine Models mehr. Im Heft erzählt "Laura" die Geschichte der Titel-Heldin – im Erstling berichtet Katharina, 35, wie sie in Barcelona ihr Liebesglück gefunden hat. Die Aktion erinnert stark an Brigitte. Das Frauen-Flaggschiff von Gruner + Jahr hatte Ende 2009 einen Model-Verzicht verkündet und immerhin drei Jahre lang durchgezogen.

Ob es für die neue Natürlichkeit bei "Laura" ein Verfallsdatum gibt, ist von Bauer nicht zu erfahren. Chefredakteurin Ingwersen argumentiert lieber mit einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Magazins. Danach wünsche sich die Hälfte der Frauen beim Frauenbild in den Medien mehr Realitätsnähe. "Diesen Wunsch erfüllen wir mit unserer Titel-Frauen-Aktion jetzt Woche für Woche", so Ingwersen.

Dass das "Nicht-Model" auf dem Cover am Kiosk aus dem Rahmen fällt, ist eher nicht zu erwarten. Katharina und ihre bisher zwölf designierten Nachfolgerinnen seien "nach Aussehen, aber auch nach ihrer Geschichte ausgewählt", sagt die Chefredakteurin und ergänzt, dass durchaus auch kurvigere Frauen mit dabei sind. Zudem spricht Kosmetik-Konzern Beiersdorf bei Auswahl und Styling der Damen ein Wörtchen mit – die Beiersdorf-Marke Nivea tritt im redaktionellen Teil als "Partner" auf.
turi2 – eigene Infos, bauermedia.comKommentieren ...

Meinung: "Spiegel Classic" fehlt das Besondere, könnte aber funktionieren.

Spiegel Classic liefert Erwartbares und ist "männerblickwinklig", urteilt Harald Eggebrecht nach Lektüre des neuen Magazins aus dem Hause "Spiegel". Georg Altrogge liest ein "biederes, überraschungsfreies Printprodukt" mit mageren zehn Anzeigenseiten. Zwei Mediaagenturen, befragt von Gregory Lipinski, sehen Chancen am Lesermarkt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid), meedia.de (Altrogge), meedia.de (Lipinski)Kommentieren ...

"Harvard Business Manager" wird aktueller, optischer und nutzwertiger.

Harvard Business Manager erscheint morgen mit frischer Optik und neuen Rubriken. Zum Einstieg gibt es mehr aktuelle und kürzere Stücke. Aus dem "Meinungen"-Teil wird die "Akademie", in der u.a. Management-Methoden erläutert werden. Optisch gibt es mehr Weißraum, Bilder und Grafiken. "Harvard Business Manager" erscheint monatlich im Spiegel-Verlag für 14,50 Euro.
dnv-online.net, harvardbusinessmanager.deKommentieren ...

"Spiegel Classic" erscheint leicht dicker als geplant.

Spiegel Classic, Ableger für Geburtsjahrgänge rund um die "Spiegel"-Erstausgabe, kommt am Dienstag mit 140 Seiten geringfügig dicker als geplant an den Kiosk. Titelthema des Erstlings ist die Zukunftsangst älterer Menschen ("Strategien für ein angstfreies Leben"). Daneben geht es um Mehrgenerationenhäuser, einen Pensionär in einem Kinderhilfsprojekt in Namibia und die erste Liebschaft von Schauspieler Mario Adorf (86).
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

lexikon2: Christoph Schwennicke.


Hobbyangler Christoph Schwennicke liest am linken Spree-Ufer das Angler-Magazin "Blinker". Unser Foto entstand im September 2016 für die turi2 edition3 zum Thema Zeitschriften. (Foto: Holger Talinski)

Christoph Schwennicke fischt gerne im Trüben – aber nur, wenn es auf Zander geht. Dagegen, dass er hin und wieder ans rechte Ufer gerät, wehrt sich der Hobbyangler und "Cicero"-Verleger wortreich. In der Talkshow-Republik Deutschland wird er dennoch oft mit der Rolle des gemäßigten rechten Intellektuellen besetzt. Dabei hat Schwennicke eine typisch linke Biografie. Weiterlesen …

Analyse: Werbemarkt startet 2017 vielversprechend.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbemarkt startet gut ins Jahr, analysiert "Horizont". Im Januar und Februar 2017 erhöhten die Unternehmen den Werbedruck um 4,3 % auf brutto 4,4 Mrd Euro. Vor allem Kaufland, Telefonica und Lidl weckten bei Werbern starke Frühlingsgefühle. Kaufland hat laut den Nielsen-Daten seine Ausgaben auf 26 Mio Euro mehr als verdreifacht. Der Konsumgüterriese Procter & Gamble sei weiterhin die Firma mit den höchsten Werbeausgaben.
horizont.netKommentieren ...

Peter Viktor Kulig tritt bei Klambt kürzer – Rosita Wolf übernimmt "7 Tage" und "Frau mit Herz".


Kleiner Generationswechsel unterm Regenbogen: Peter Viktor Kulig, 76 und seit 47 Jahren als Klatsch-Chefredakteur im Geschäft mit den Reichen und Schönen, gibt einen Teil seiner Verantwortung bei Klambt ab. Rosita Wolf, 48, übernimmt die Leitung der Unterhaltungs-Blättchen "7 Tage" und "Frau mit Herz" zum 1. Juli. Kulig – dienstältester Chefredakteur der Republik – hat die wöchentlichen Frauen-Hefte dann 17 Jahre lang geführt, er behält die Chefredaktion der monatlichen Titel "Adel aktuell" und "Adel heute".

Nachfolgerin Rosita Wolf wirkt derzeit als Vize-Chefin der Wochenzeitschrift "Freizeitwoche". Das Heft entsteht in einem Joint Venture zwischen Klambt und Bauer. "7 Tage" und "Frau mit Herz" sind die ältesten Women's Weeklys von Klambt. Die Hefte erscheinen seit mehr als 50 Jahren.
per Mail, turi2.de (Porträt über Peter Viktor Kulig in der "turi2 edition3")Kommentieren ...

"Auto Motor und Sport" legt Sonderheft zur Formel 1 an den Kiosk.

Auto Motor und Sport gibt Gas und fährt mit einem Sonderheft zur neuen Formel-1-Saison vor. Auf den 132 Seiten des Specials mit einer Auflage von 65.000 Exemplaren geht es u.a. um die Fahrer, Autos und neuen Regeln für den Autorenn-Zirkus. Ex-Fahrer Nico Rosberg berichtet in einem Interview, wie er heute ohne die Formel 1 lebt. Das Heft kostet 4,90 Euro.
motorpresse.de (PDF)Kommentieren ...

Wirtschaftsmagazin "Impulse" schreibt schwarze Zahlen.


Gut gewirtschaftet: Nikolaus Förster hat sein Wirtschaftsmagazin Impulse vier Jahre nach dem Management-Buyout von Gruner + Jahr profitabel gemacht, schreibt Roland Pimpl. Bei relativ stabilen 4,2 Mio Euro Jahresumsatz stehen 2016 erstmals schwarze Zahlen unterm Strich, der Überschuss beträgt ganze 5.000 Euro. 2015 waren es noch 158.000 Euro Minus. Der Grund für die gute Bilanz sind stark gestiegene Digitalwerbeumsätze, die Einnahmen aus Seminaren haben sich sogar verdoppelt. Die Print-Anzeigenerlöse seien netto relativ stabil geblieben, die Vertriebserlöse leicht rückläufig.

Am Kiosk verkauft "Impulse" nur noch 435 Hefte, mit Abos von Einzelkunden und Unternehmerverbänden, Lesezirkeln und Bordexemplaren kommt das Magazin auf eine verkaufte Auflage von 73.843, ein Zuwachs um 2 %. Schon jetzt sieht Förster seine Heft-Abonnenten als "Mitglieder im Impulse-Netzwerk", die für 159 Euro im Jahr mehr bekommen als nur zehn mal bedrucktes Papier. Zusätzlich zum Heft gibt es den Online-Archivzugang, bei den kostenpflichtigen Seminaren und Veranstaltungen der Impulse Akademie haben Mitglieder Vorrang und bekommen Rabatt.
horizont.net

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Burda rühmt sich als "First in Food".

Burda fasst seine Koch- und Back-Aktivitäten im Vermarktungs-Netzwerk "First in Food" zusammen. Unter dem neuen Dach arbeiten u.a. "Meine Familie & ich" und "Lust auf Genuss", daskochrezept.de und Foodboom. Hanne Marie Schröder (Foto), 36, wird digitale Inhalte-Chefin in Burdas Küche, Johannes Traschütz, 29, leitet das Produktmanagement und Christian Müller-Inhoffen, 36, das Marketing.
burda.com (Netzwerk), burda.com (Personalien)Kommentieren ...

Philipp Brunner wird Geschäftsführer bei "Chip".

BurdaForward wirbt Philipp Brunner bis bei Vodafone Kabel Deutschland ab und macht ihn zum Co-Geschäftsführer der Computer-Zeitschrift "Chip". Beim Telefon- und Kabelkonzern war er bisher als Vice President für die Endkunden-Produkte zuständig. Er folgt auf Markus Scheuermann, der bei der Burda-Tochter HolidayCheck den Posten des Finanzvorstands übernimmt.
kress.de
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Condé Nast sucht neue Struktur in der deutschen Vermarktung.


Condé neu: Deutschland-Chef Moritz von Laffert holt Berater zu Condé Nast, um ein "optimales Set-up" in der Vermarktung zu finden. Ob das Set-up zum throw-out von people Personal führt, ist laut Gregory Lipinski offen. Laffert will neue Kunden gewinnen und eine Verlagssprecherin teilt mit, Condé Nast werde sich "im Vermarktungsbereich personell verstärken".

Für die großen Print-Titel "GQ", "Vogue" und "Glamour" geht es bei der Auflage abwärts. Das Unheil noch größer macht die jüngst für 2015 veröffentlichte Unternehmensbilanz mit einem Minus von 1,2 Mio Euro. Der Verlag selbst sieht sich als hochprofitabel – das Minus in der Bilanz komme konzernintern durch Lizenzgebühren und Umlagen zustande. Sparen wird Condé Nast in Deutschland dennoch – durch die Auslagerung der Schlussredaktion.
meedia.de, turi2.de (Schlussredaktion)Kommentieren ...

Burda und Amazon testen TV-Magazin fürs Streaming.

Burda und Amazon bringen Video-Streaming auf Papier und testen ein "Cinema"-Spezial über die Inhalte von Amazon Prime Video. Die Redaktion empfiehlt die 100 besten Filme, Serien und Dokus des Netflix-Konkurrenten. "Best of Amazon Prime Video" erscheint mit 164 Seiten und 50.000 Auflage und liegt für 6,90 Euro am Kiosk und in der Auslage von Amazon. Prime-Mitglieder kriegen das Heft gratis für Kindle-Lesegeräte.
burda.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Deena Aljuhani Abdulaziz, Chefin der arabischen "Vogue", pendelt zwischen den Welten.

Lese-Tipp: Deena Aljuhani Abdulaziz, 41, ist als Chefin der arabischen "Vogue" die Anna Wintour des Mittleren Ostens und dürfte bald ähnlich einflussreich sein. Silke Wichert porträtiert die saudische Prinzessin als Kämpferin für die modischen Rechte der arabischen Frauen. Sie würden von westlichen Designern als Kunden zweiter Klasse behandelt, obwohl sie die Kassen der Luxuskaufhäuser füllen. Abdulaziz erstes Cover mit Model Gigi Hadid finden viele Kritiker allerdings zu westlich.
"stern", 12/2017, S. 57-62, blendle.com (Paid)
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Refinery29-Gründer Philippe von Borries zweifelt an Digital-Dominanz.


Digital ist nicht total: Der Deutsche Philippe von Borries ist einer der spannendsten Mediengründer in New York – Refinery29 entwickelt sich zu einer globalen Digitalmarke für junge Frauen. Im Videointerview von turi2.tv und "Horizont" gibt sich der Startup-Gründer zugleich als Digital-Skeptiker. Veranstaltungen im "echten Leben" seien ausschlaggebend für die Stärke einer Marke. Und über Deutschland trifft er eine überraschende Aussage: Die Dominanz von Print bleibt.

Deutschland hängt nach seiner Beobachtung Digital nicht zurück. Die Relevanz des Gedruckten sei einfach viel stärker. Deutsche würden sich in Magazine "embedden" – den meisten Amerikanern sei das fremd. Der deutsche Markt bleibt für von Borries deshalb kompliziert. Refinery29 versucht, sich – auch mit dem deutschen Ableger – durch unkonventionelle Themen abzuheben: eine Vagina-Woche oder eine Aktionswoche zur weiblichen Periode gehören zum normalen redaktionellen Programm.
youtube.com (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Zitat: VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer sieht Fake News als Chance für die freie Presse.

"Verlage sind nicht die Müllmänner der sozialen Netzwerke."

VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer sieht die Fake-News-Flut bei Facebook & Co als Problem der Netzwerke - nicht der Verlage. In Zeiten staatlich verbreiteter Lügen in der Türkei oder den USA "kann die unabhängige Presse zeigen, was sie kann".
"Horizont", 11/2017, S. 16 (Paid)Kommentieren ...

"Apotheken Umschau" launcht monothematischen Ratgeber.


Höhere Print-Dosis: Der Wort & Bild Verlag schraubt an der Dosierung seines Millionen-Sellers "Apotheken Umschau" und verabreicht künftig zusätzlich Apotheken Umschau forte. Der monothematische Ratgeber liegt ab heute in teilnehmenden Apotheken und ist wie das Mutterblatt für die Apotheken-Kunden kostenlos. Der Erstling kommt mit 520.000 Auflage.

Das Heft bringt passend zum Frühling Tipps für Freizeitsportler und verspricht die richtige Medizin gegen Verletzungen und Blessuren. Das quadratische Format in Größe einer CD-Hülle soll im Notfall schnell zur Hand sein. Laut Verlag sind weitere Ausgaben in Vorbereitung, wann und in welcher Frequenz die Ratgeber-Reihe weiter geht, sagt der Verlag noch nicht.
per Post, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Dennis Ballwieser verabreicht den Lesern der "Apotheken Umschau" die richtige Medizin.

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Bilanz.de verschmilzt mit Welt.de und bekommt neuen Geschäftsführer.

Bilanz.de verschmilzt mit Welt.de und verbessert künftig dessen Klick-Bilanz. Springer erhofft sich durch die Einbindung der Bilanz-Artikel auf der Homepage des Mutter-Blatts höhere Werbeerlöse. Der Verlag baut auch die Führungsebene des Wirtschaftsmagazins um: Der bisherige Geschäftsführer Johannes Boege wird vom früheren "Welt"-Geschäftsführer Marius Schneider abgelöst. Boege übernehme neue Aufgaben bei Springer. "Bilanz"-Chefredakteur Klaus Boldt kündigt im Interview mit Meedia an, mehr crossmediale Inhalte anzubieten.
meedia.deKommentieren ...

Zitat: Miriam Meckel über den Wandel der "Wirtschaftswoche" und die Zukunft des Kiosks.

"Gerade im Wirtschaftsjournalismus schreibt man oft begeistert über diejenigen, die echte Disruption wagen. Nur bitte nicht in der eigenen Branche."

"Wirtschaftswoche"-Herausgeberin Miriam Meckel prognostiziert im Interview mit "kress pro", dass es Kioske in zehn Jahren nur noch am Flughafen und am Bahnhof gibt. Deswegen baut sie schon jetzt digital um.
"kress pro", 2/2017, S. 52-55 (Paid)

Weitere Zitate:

... über den Digital-Umbau des Magazins:

"Wir sind dabei, das klassische Abosystem in den Digitalpass zu transformieren. Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahres die Zahl unserer Digitalpässe zu verdoppeln."

... über Kritik an ihren Entscheidungen - etwa lilafarbene Überschriften:

"Es gibt auch noch genügend Leute, die es als eine Zumutung empfinden, dass eine Frau ein Wirtschaftsmagazin führt. That's life."

... über den Spagat zwischen Paid Content und Werbeerlösen im Netz:

"Irgendwann wird es eine Entscheidung geben müssen. Und unser Medienhaus hat eine klare Präferenz formuliert. Wir glauben, dass unser Journalismus Geld wert ist."

Meckel übt Kritik am Zitate-Ranking, in dem die "Wirtschaftswoche" abgerutscht ist:

"Das Zitate-Ranking stammt aus der alten Zeit, in der zählte, welche Printmedien in anderen Printmedien zitiert wurden."1 Kommentar

Meinung: Leser sind es satt, von Medien bevormundet zu werden.

Medienkritik: Viele Leser und Zuschauer sind es satt, von Medien bevormundet zu werden, sagt Jörg Quoos. Der Chef der Funke-Zentralredaktion beobachtet, dass viele Leser die Realität anders wahrnehmen als die Medien sie beschreiben - etwa in der Flüchtlingskrise. Quoos empfiehlt, Nachricht und Kommentar klar zu unterscheiden. Auch bei der Trennung von Werbung und Redaktion seien einige Medien nachlässig geworden.
pr-journal.deKommentieren ...

Bauer verkauft Kindermagazine an Burda.

Burda kauft die Kindermagazine Bussi Bär, Bummi und Lissy von Bauer. Ab Juni erscheinen die Titel bei der Burda-Tochter Blue Ocean Entertainment. Bisher veröffentlicht die Bauer-Tochter Pabel-Moewig Verlag die Zeitschriften. Pabel-Moewig will sich künftig darauf konzentrieren, seine Frauenzeitschriften und die Science-Fiction-Serie Perry Rhodan weiterzuentwickeln.
kress.deKommentieren ...