Emotionaler als "Geo": Peter Wohlleben und Michael Schaper stellen "Wohllebens Welt" vor.


Print über Bäume: Gruner + Jahr erweitert die Reihe seiner Persönlichkeits-Magazine um ein Heft mit dem Bestseller-Autor Peter Wohlleben – heute Mittag hat der Verlag "Wohllebens Welt" der Öffentlichkeit vorstellt. Wohlleben firmiert als "Chefreporter" unter Chefredakteur Michael Schaper. Ein klassisches Persönlichkeits-Magazin soll das Heft nicht sein, sagt Wohlleben im Video-Interview von turi2.tv, eher ein "Natur-Magazin mit speziellem Blick, nämlich meinem."

Chefredakteur Schaper, selbst eher kein Naturbursche, gesteht, dass er anfangs nicht sicher war, ob "Geo" und Wohlleben kompatibel sind. Er war dem falschen Vorurteil erlegen, dass Wohlleben einen esoterischen Ansatz verfolgt. Das aber stimme nicht – in "Wohllebens Welt" sei alles wissenschaftlich fundiert. Wohlleben finde andere Worte und beschreibe emotionaler und eingängiger als die klassischen "Geo"-Texte. Das habe sich seine Redaktion für dieses Heft zu eigen gemacht.

"Wohllebens Welt" liegt ab heute mit 110.000 Auflage am Kiosk und soll alle drei Monate erscheinen. Das Heft kostet 6 Euro.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

IVW: "Welt" geht (r)unter, "Handelsblatt" legt zu, "Spiegel" hält sich.

Au weh, IVW: Die "Welt" sackt im 1. Quartal um schmerzhafte 17 % in der harten Auflage aus Abos und Einzelverkäufen ab. "Bild" verliert um 9,3 % im Vergleich zum Q1 2018. Vergleichsweise harmlos sehen die Verluste bei der "Süddeutschen" mit 4,5 % und der "Frankfurter Allgemeinen" mit 3,3 % aus. Das Handelsblatt gewinnt 0,1 %. Der "stern" verliert 12,6 %, der "Spiegel" 1 %.
dwdl.de (Tageszeitungen), dwdl.de (Magazine)

Meinung: Philipp Welte lehnt eine Fusion von VDZ und BDZV ab.

Schöne neue Welte: Burda-Vorstand und VDZ-Vize Philipp Welte spricht sich im Interview mit Ulrike Simon gegen eine Fusion von VDZ und BDZV aus. Kooperationen seien an mancher Stelle sinnvoll, aber die beiden "in sich schon komplexen Gebilde" würden durch eine Fusion keine moderne, schnelle Interessenvertretung. Stattdessen müsse der VDZ durch Reformen einheitlicher hinsichtlich Mitgliedschaft, Leistung und Beitrag werden.
"Horizont" 16/2019, S. 13 (Paid)

"Spiegel" holt Clemens Höges in die Chefredaktion.


Blattmacher wird Boss: "Spiegel" beruft Clemens Höges in die Chefredaktion – neben Steffen Klusmann und Barbara Hans. Sein Amt als Blattmacher wird Höges behalten. Er scheidet jedoch aus der Kommission aus, die die internen Verfehlungen rund um den Relotius-Skandal untersucht. Der Verlag betont, dass sich die Fertigstellung des Abschlussberichts dadurch nicht verzögere. Der Bericht werde "in Kürze" an Klusmann und Geschäftsführer Thomas Hass übergeben.

Mit Höges' Berufung endet ein Vakuum an der Spitze des Magazins, ausgelöst durch den Fall Relotius. Ullrich Fichtner und Matthias Geyer ließen ihre Ämter als Co-Chefredakteur bzw. Blattmacher zunächst ruhen – und wurden dann auf Posten mit "besonderen Aufgaben" weggelobt. Fichtner und Geyer waren als Förderer und Ressortchef von Relotius für die Chefredaktion verbrannt. Die Lücke füllte Höges zunächst übergangsweise als Blattmacher, ab sofort offiziell als Teil der Chefredaktion. Höges ist seit 1990 beim "Spiegel", leitete früher Deutschland- und Auslandsressort. Unter Wolfgang Büchner wurde er 2014 schon einmal stellvertretender Chefredakteur. (Foto: Fotoraum Reinhold / Der Spiegel, Montage_ turi2)
spiegelgruppe.de

Aktuell bei turi2.tv: Clemens Höges spricht am vergangenen Freitag über die Relotius-Aufklärung.

Zitat: EU legt Daumenschrauben zu langsam an, sagt Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen.

"Wenn die Landschaft erst ausgedörrt ist, können Sie zwar irgendwo in der Sahara Bäumchen pflanzen. Geld wird aber nur in den Oasen verdient."

Burda-Boss Paul-Bernhard Kallen antwortet im "Süddeutsche"-Interview mit Flora-Metapher auf die Frage, warum ihm die Maßnahmen von EU und Kartellamt gegen Facebook und Co zu lange dauern.
"Süddeutsche Zeitung", S. 12

Wir graturilieren: Matthias Roth wird 56.


Wir graturilieren: Matthias Roth, Chefredakteur bei "rtv", feiert heute seinen 56. Geburtstag mit seiner Frau auf dem Wasser. Im zurückliegenden Jahr freute ihn besonders, dass er mit der rtv media group mittlerweile auch "stern" und "Bild" mit TV-Supplements bestückt.

Für sein neues Lebensjahr wünscht sich Roth weitere Kooperationen mit "tollen Medienmarken" und scheint sich damit selbst das erste Geburtstagsgeschenk des Tages zu machen: "Der Wunsch könnte zeitnah in Erfüllung gehen," deutet Roth optimistisch an. Geburtstagsgrüße erreichen ihn u.a. bei LinkedIn. Mit Blick auf die ankommenden Glückwünsche scherzt Roth: "Welche Gratulation sollte nicht willkommen sein?"

Aus dem Archiv von turi2.tv: Matthias Roth über die bewusste Entscheidung der "rtv", ein bisschen bieder zu sein (7/2017).

Anschauen, was gesund macht: Gudrun Kreutner über Kommunikation und digitale Apotheken.


Gesunde halbe Stunde: Gudrun Kreutner ist die "Anwältin der Apotheker" – und nach dem Podcast veröffentlicht turi2.tv jetzt das Video zum Gespräch. Die PR-Chefin des "Apotheken Umschau"-Verlages Wort & Bild spricht mit Jens Twiehaus über Kommunikation, digitale Herausforderungen für die 20.000 deutschen Apotheken und den Wandel des Verlages. Und auch Kreutners gesundes Hobby ist ein Thema: Die Österreicherin findet ihren persönlichen Ausgleich in der Kunst und hat ein eigenes Atelier in Wien.
turi2.tv (33-Min-Video auf YouTube)

Einzelne Abschnitte anklicken:
Gudrun Kreutner über ...
0:00 ... sich, Job und ihre Bahn-Leidenschaft
4:02 ... ihre Rolle und den Wort & Bild Verlag
6:36 ... Herausforderungen der Verlagsbranche
8:21 ... die PR-Arbeit und Gesundheitskommunikation
11:47 ... Apotheker und die Verbindungen des Verlags zu ihnen
15:01 ... die Digitalisierung im Apotheken-Markt
18:43 ... das E-Commerce-Angebot von Wort & Bild
19:53 ... ihre Arbeit als Künstlerin und Parallelen zur Kommunikationswelt
25:51 ... den Wandel im Wort & Bild Verlag
30:54 ... die Kunst als berufliche Ausflucht

Dieses Gespräch gibt es auch nur zum Hören als Podcast.

Wir graturilieren: Wolfgang Kerler wird 33.


Wir graturilieren: Wolfgang Kerler, Mitgründer von 1E9, "dem inoffiziellen Nachfolger von Wired Germany", feiert heute seinen 33. Geburtstag. Und zwar auf Arbeit in München – macht aber nichts, der Journalist hat großen Spaß am neuen Projekt. Es soll im Juli offiziell starten, mit eigenem Online-Magazin und eigenen Events.

Fürs neue Lebensjahr wünscht er sich dementsprechend, dass es erfolgreich wird und eine optimistische Community rund um Zukunftstechnologien anzieht. Über Gratulationen freut sich Kerler, der die Feier demnächst nachholen will, per E-Mail oder Twitter.

turi2 podcast: Gudrun Kreutner kommuniziert für die Rettung der Apotheken.


Anwältin der Apotheker: Gudrun Kreutner ist Künstlerin und Kommunikatorin – und steigt leidenschaftlich für den Apothekerberuf in die Bütt. Im turi2 podcast erklärt die Kommunikationschefin des Wort & Bild Verlages, warum viele Apotheken bedroht sind und was das Haus der Apotheken Umschau dagegen unternimmt – nicht nur weil Apotheker die Kunden des Verlages sind, sondern einen lebenswichtigen Beruf haben. Sie stünden vor einer ähnlichen Transformation wie die Medienbrache, sagt Kreutner. In all dem Trubel der Veränderung findet die Österreicherin ihren Ausgleich in der Malerei: Kreutner hat ein eigenes Atelier in Wien.

Das 34-minütige Podcast-Gespräch zwischen turi2-Videochef Jens Twiehaus und Gudrun Kreutner ist jetzt unter turi2.de/podcast, bei iTunes, Spotify und Deezer abrufbar.

Kampf-Klatschblatt "National Enquirer" soll verkauft werden.

BastaSturmreif: Der "National Enquirer", das Klatschblatt der US-Supermärkte, steht zum Verkauf. Jüngst legte sich das Heft mit Jeff Bezos (Foto) an, immerhin dem reichsten Mann der Welt. Zuvor hatte der Verlag Donald Trump geholfen, süffisante Frauengeschichten unter den Teppich zu kehren. Die Mutterfirma schrieb im Halbjahr bis Ende September ganze 31 Mio Dollar Verlust.
adage.com

Lese-Tipp: Verbands-Chef Torsten Löffler spricht über Bahnhofsbuchhändler.

Lese-Tipp: Torsten Löffler, gerade zum Vorsitzenden des Verbands Deutscher Bahnhofsbuchhändler gewählt, spricht in der "FAZ" mit Michael Hanfeld. Er erklärt, wie die Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften in den Läden ohne Anbindung an Presse-Grossisten zustande kommt. In der Branche habe gerade eine "gravierende Marktkonsolidierung" stattgefunden. Von günstigen Online-Flatrates hält Löffler nichts: Sie würden den Markt kaputt machen.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Verleger Jan Wickmann übernimmt Magazin "Leben & Erziehen" von Bayard.

Bayard Mediengruppe verkauft die Eltern-Zeitschrift Leben & Erziehen an den Hamburger Verleger Jan Wickmann, Sohn des ehemaligen Gruner + Jahr-Zeitschriftenvorstands Rolf Wickmann, berichtet Meedia. Die Magazin soll Dachmarke von Wickmanns Junior Medien Verlag werden, er kauft allerdings nur die Markenrechte. 2016 hatte Wickmann den Nachfolger von "Focus Schule" übernommen. Bayard will sich derweil auf Kinder- und Bestager-Magazine konzentrieren.
meedia.de, turi2.de (Background)

Doris Wiedemann leitet neue Digital-Einheit von GeraNova Bruckmann.

GeraNova Bruckmann gründet eine Digital-Einheit und macht Doris Wiedemann, 46, zur Leiterin. Die Gründung erfolgt im Zuge der Übernahme der Vision Net AG, deren Aufsichtsratschefin Wiedemann war. Sie wird auch Teil der Geschäftsführung von GeraNova Bruckmann und soll digitale Geschäftsmodelle für das Münchner Verlagshauses entwickeln.
dnv-online.net, turi2.de (Background)

Zeitschriften-Branche stagniert – und setzt ihre Hoffnungen auf den Vertrieb.


Digitalvertrieb hui, Werbung pfui: Die deutschen Zeitschriftenverleger erwarten für dieses Jahr einen stabilen Umsatz – aber eine völlig gegensätzliche Entwicklung in den Segmenten. Der Bereich digitale Werbung, E-Commerce und Rubriken soll um 9,6 % wachsen, digitaler Vertrieb um 14,5 %, Events und Corporate Publishing um 3,8 %, geben die Mitglieder des VDZ laut Trend-Umfrage an. Umsätze mit Print-Vertrieb werden um 3,8 % zurückgehen, das Anzeigengeschäft um 4,2 %. Fach- und Publikumsverlage erzielten 2018 zusammen 20,6 Mrd Euro Umsätze – eine Steigerung um mehrere Milliarden, weil Methoden geändert wurden.

Die Hoffnung der Branche liegt auf dem Vertrieb: 4 Mrd Euro setzten Publikumszeitschriften 2018 mit Abos und Einzelverkäufen um – die Zahl hat der VDZ neu und erstmals über IVW-Zahlen hinaus erhoben. Einnahmen aus dem Lesermarkt werden wichtiger, sagt VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer (Foto, links). Einerseits weil das Geschäft mit Print-Anzeigen weg bricht. Andererseits weil digitale Werbedollars hauptsächlich bei Google und Facebook landen. Scherzer hofft auf ein Umdenken der Werbungtreibenden weg von den Plattformen: "Wenn sich das Mindset der Buchenden nicht ändert, sind wir bei 85 bis 90 % in drei Jahren."

Die Zahl der Publikumszeitschriften wächst trotz sinkender Reichweiten der großen Titel immer weiter. 2018 zählte der VDZ 1.625 Magazin-Titel, ein Plus von 38 % verglichen mit 2001. 45 % der Verlage planen auch in diesem Jahr neue, regelmäßig erscheinende Printtitel, 60 % Print-Sonderausgaben. Scherzer glaubt fest an eine analoge Zukunft – selbst Airbnb baue jetzt Hotels und Amazon eröffne Geschäfte. Zudem habe 20 Jahre Medienwandel gezeigt, dass alle Verlage noch da seien: "Ich habe den Eindruck, dass in dieser Branche noch immer Geld verdient wird."
turi2 bei VDZ-Pressekonferenz in Berlin, vdz.de (Mitteilung) vdz.de (PDF-Dokument)

VDZ-Präsident Rudolf Thiemann hält Google-Geldregen für keinen Automatismus.


Dann eben ohne: VDZ-Präsident Rudolf Thiemann lässt den Regenschirm für den großen Geldregen, den sich manche Verlage nun durch das europäische Leistungsschutzrecht erhoffen, noch in der Tasche. Ob Google künftig für jeden Text-Snippit zahle, "das müssen Sie Google fragen, ich weiß das nicht", sagt er im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München. Für die Verlage sei entscheidend, ob sie mit den Digital-Konzernen freiwillige Vereinbarungen erzielen, "um einen fairen Anteil an den Werbeeinnahmen zu bekommen, die im Umfeld unserer Inhalte generiert werden". Falls nicht, würden sicher "einige Verlage auch überlegen, dass Reichweite nicht alles ist", sagt Thiemann.

Der Politik wirft Thiemann "Hasenfüßigkeit" vor, wenn Politiker jungen YouTube-Usern im Vorfeld der Europawahl überängstlich versprechen, für die Urheberrechtsreform eine Regelung ohne Upload-Filter zu finden. "Ich halte das für falsch, so zu denken". Angst vor eigenen Inhalten von Google, Apple und Co hat der VDZ-Präsident nicht: "Wettbewerb sind wir gewohnt. Wenn Google und Co eigene Inhalte schaffen, dann müssen wir das zur Kenntnis nehmen, das dürfen sie ja schließlich."
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Jessica Peppel-Schulz startet bei Condé Nast mit 120 % Power.


Aus der Auszeit an die Spitze: Jessica Peppel-Schulz ist seit dem 1. April neue Deutschlandchefin von Condé Nast. Geplant war das nicht, denn eigentlich wollte sie sich nach ihrem Ausstieg bei der Digital-Agenturgruppe UDG 2017 zwei Jahre Auszeit gönnen. Doch der Job bei Condé Nast war zu verlockend, sagt sie im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München, ihr erstes Video-Interview seit ihrem Amtsantritt. "Mein Herz ist gesprungen für diese Herausforderung. Deshalb war das dann doch eine leichte Entscheidung." Gereizt habe sie vor allem das global orientierte Markenportfolio von Condé Nast.

Frisch im Amt will Peppel-Schulz zu ihren Plänen und Strategien für Condé Nast noch nichts sagen und spricht lieber über ihr Sabbatical. Seit ihrem 15. Lebensjahr habe sie "noch nie nicht gearbeitet". Ihre Auszeit war für sie "die Chance, einmal einfach in den Tag hineinleben zu dürfen." Statt "fancy Weltreisen" bedeutete das für die Mutter dreier Kinder aber vor allem: "den Alltag einer Familie genießen". Die Familie hat sie während ihrer Auszeit ordentlich auf Trab gehalten, "und deshalb bin ich jetzt energetisch 120 % da." Außer einem Energieschub bringt sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Verlag mit, den Plan, Innovationsprozesse "mit Ruhe, Gelassenheit und Reife" zu begleiten - und den guten Vorsatz, "regelmäßig zu Mittag zu essen".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Waltraut von Mengden kämpft für Verlage gegen die "Feinde" aus Fernost und Übersee-West.


Chinesen und Amerikaner aufgehorcht: Waltraut von Mengden macht als erste Vorsitzende des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern Lobbyarbeit bei der Politik. Die Verlage haben "einen gemeinsamen 'Feind' ausfindig gemacht", der "uns leider allen das Leben schwer macht", sagt sie im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München und meint Tech-Giganten aus den USA und China. Die hätten durch ihre Monopolstellung "einen ungeheuren Wettbewerbsvorteil". Umso wichtiger sei es für die deutschen Verlage, sich zu vernetzen und der Politik die Macht der Verlage, auch als Wirtschaftsmacht, zu demonstrieren.

Früher war Waltraut von Mengden Geschäftsführerin des MVG Verlags, damals noch Herausgeber der deutschen "Cosmopolitan". Heute ist sie aus dem operativen Verlagsgeschäft weitgehend raus und darüber nicht ganz unglücklich. Sie ist noch an zwei Verlagen beteiligt, u.a. an Inspiring Network von Katarzyna Mol-Wolf, schaut sich das Geschäft aber sonst aus der "Vogelperspektive" an. "Ich freue mich, dass ich nicht mehr so 200 % in diesem operativen Geschäft sein muss", sagt sie. Gerade für kleinere und mittelständischen Verlage sei das Leben "schon sehr hart" geworden.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Funke verkauft "Thüringer Backzeit"-Magazin mit Leserrezepten.

Funke knetet sich das Magazin "Thüringer Backzeit" aus 50 Rezepten von Lesern. Auf 84 Seiten geht es um klassische Kuchen-Ideen und Ofen-Experimente. Das Magazin wird über die Geschäftsstellen der Thüringer Funke-Zeitungen verkauft sowie in einer regionalen Konditorei, telefonisch und online. Es kostet 3,90 Euro, Zeitungsabonnenten zahlen 1 Euro weniger.
funkemedien.de

Tech-Experte Roger Lynch wird globaler Chef von Condé Nast.


Chef fürs Condénsierte Nast: Roger Lynch heuert als globaler CEO bei Condé Nast an – Lynch kommt vom Musik-Streamingdienst Pandora und gilt als Experte für Unternehmen in stürmisch-digitalen Zeiten. Condé Nast ist der Verlag von "Vogue", "Vanity Fair" und "The New Yorker" – und kämpft wie fast die ganze Branche mit der Transformation.

Gerade erst hat Condé Nast das US- und das International-Geschäft zusammengelegt. Der Verlag ist neben den USA auch in Europa, Asien und Latein-Amerika aktiv und will künftig global verzahnter arbeiten. Lynch ist für diese Aufgabe der neue gemeinsame Kopf und bringt Techie-Erfahrung aus San Francisco in die Condé-Nast-Zentrale New York. (Foto: AP / Picture Alliance, Montage: turi2)
nytimes.com, turi2.de (Background)

"Gourmet Traveller" hat zu starken Australien-Beigeschmack, findet Marten Rolff.

Gourmet Traveller, von Bauer für den deutschen Markt adaptiertes Food-Heft aus Australien, bringt für Marten Rolffs Geschmack zu wenig redaktionelle Eigenleistung mit. Er schmeckt "australische Schlagseite bei der Themenauswahl" heraus, findet die Restaurant-Tipps lieblos und die Zutaten in den Rezeptstrecken eine Prise zu glamourös.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10, turi2.de (Background)

Arbeitsministerium prüft Subventionen für die Zeitungszustellung.


Zukunft der Zustellung? Die deutschen Verlegerverbände verhandeln mit dem Arbeitsministerium über eine "direkte Infrastrukturförderung für Logistik", sagt Jörg Eggers, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter, im "Horizont"-Interview. Er hofft auf eine dreistellige Mio-Summe für die Branche. Das Arbeitsministerium will bis Juni Optionen prüfen. Ein Ansatz: Verlage bekommen für jedes zugestellte Exemplar einen festen Betrag.

Die im Koalitionsvertrag versprochene Senkung des Rentenversicherungs-Beitrags für Zusteller ist bisher nicht eingelöst worden, deshalb erwäge man laut Eggers nun staatliche Zustellungs-Zuschüsse. Die Neutralitätspflicht des Staates müsse dabei gewahrt sein und die Zuschüsse dürften nicht zu publizistischer Wettbewerbsverzerrung führen, schreibt Ulrike Simon.
"Horizont" 14/2019, S. 1 (Paid)

Atlas Verlag besetzt die Vermarktung von "Golf Journal" und "Unterwasser" neu.

Atlas Verlag holt Claudia Welzel (Foto), 33, und Carina Rey, 50, für die Vermarktung von "Unterwasser" bzw. "Golf Journal" an Bord. Rey kommt vom deutschen Gault & Millau, zuvor hat sie als Vize-Verlagsleiterin Kommunikation und Kooperationen beim deutschen "Playboy" verantwortet. Welzel kommt aus der Tourismus- und Tauchbranche als Anzeigenleiterin zu "Unterwasser".
wuv.de