Aldi Süd gibt Printwerbung eine "Existenzberechtigung".


DigitAldisierung: Aldi verschiebt den Schwerpunkt seiner Marketing-Maßnahmen deutlich in Richtung Digital- und Live-Kommunikation, um jüngere Kunden zu erreichen, die nicht mit Aldi sozialisiert sind. Im Interview mit "Horizont" sagt Sandra-Sibylle Schoofs, Marketingchefin bei Aldi Süd, Print-Werbung habe zwar auch in Zukunft "noch absolut seine Existenzberechtigung", der Werbegeld-Regen von Aldi bewässert aber nicht mehr automatisch alle Blätter: Reichweitenstarke Titel wie "Bild" zählten weiterhin zu Aldis "Basis-Medien", bei "ausgewählten Themen können regionale Titel als Ergänzungsmedium sinnvoll sein" - eine Liebeserklärung klingt anders.

Inzwischen gibt Aldi Süd rund doppelt so viel Geld für Online- wie für Printwerbung aus. Die Digital-Ausgaben fließen einerseits in Display-Anzeigen und Adwords, andererseits will Aldi seine digitalen Content-Portale ausbauen, etwa zum Thema Wein. Auch mit Mobile Marketing beschäftige sich Aldi Süd "aktuell sehr intensiv", sagt Schoofs und kündigt an: "Da wird in den nächsten Monaten noch einiges passieren."

Seit dem Start der Markenkampagne Einfach ist mehr im Herbst 2016 wirbt Aldi erstmals auch im Radio, im TV und Kino. Schoofs ist mit den ersten Zahlen "schon sehr zufrieden", Aldi wolle "alle Kanäle weiterverfolgen". Ein weiterer wichtiger Baustein ist Live-Kommunikation, wie etwa das Bistro, das Aldi kürzlich in Köln eröffnet hat, das "die Marke emotional erlebbar" machen soll. Die Menüs aus Aldi-Zutaten sollen auch dazu dienen, "ganz gezielt Produkte zu lancieren".
"Horizont" 21/2017, S. 12/13 (Paid), horizont.net (Auszug)
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lexikon2: Gabor Steingart.


Gabor Steingart wollte erst die Welt retten und dann den "Spiegel" – jetzt erfindet er als Junior-Verleger die Verlagsgruppe Handelsblatt neu. Als begnadeter Welterklärer und passionierter Weltverbesserer modernisiert Steingart den Düsseldorfer Wirtschaftsverlag. Steingart ist ein Vordenker der Branche und Vorbild für viele – Markus Trantow stellt ihn vor. Weiterlesen …

"Sächsische Zeitung" macht gute Erfahrungen mit konstruktivem Journalismus.

Sächsische Zeitung hat sich seit einem halben Jahr dem konstruktiven Journalismus verschrieben und erzielt "wesentlich höhere Aufmerksamkeits- und Leserquoten" als mit herkömmlichen Texten, sagt Feuilleton-Vizechef Oliver Reinhard. Vor allem bei Frauen und Lesern mit höherem Bildungsabschluss seien die lösungsorientierten Artikel beliebt. Intern musste die Zeitung zunächst gegen die Befürchtung von Kollegen kämpfen, es ginge nur um "Schönfärberei".
derstandard.at, sz-online.de (Background)Kommentieren ...

Österreichs Kanzler Kern wirft Medien vor, das reale Leben der Bürger zu ignorieren.

Bundeskanzler Christian KernChristian Kern wirft den Medien vor, die "realen Lebensverhältnisse" der Menschen nicht zu behandeln. Die Newsroom-Macher seien zu sehr auf Klicks fixiert, sagt der österreichische Kanzler auf dem European Newspaper Congress. Das Ziel der Aufklärung verschwinde aus den Redaktionen. Auch die Politik sei gefordert, den Journalismus zu stärken. Kern habe Respekt vor den Zeitungen, die heute unter völlig anderen Bedingungen als vor 20 Jahren arbeiteten. Der SPÖ-Politiker fordert von Facebook, Google und YouTube, ihre Algorithmen offenzulegen.
news.at, derstandard.atKommentieren ...

Analyse: Regierungsnahe Medien hetzen in Polen gegen deutsche Zeitungsbesitzer.

Polnische Medien, die der Regierung nahe stehen, hetzen gegen deutsche Zeitungseigentümer im Land, analysiert Gabriele Lesser. Der Verlagschef von Ringier Axel Springer werde im Privatsender Republika als "Gauleiter" bezeichnet, der glaube, den Polen Vorschriften machen zu dürfen. Politiker und Juristen der Regierungspartei PiS arbeiteten intensiv an Gesetzen, mit denen die angebliche "deutsche Mediendominanz" gebrochen werden soll. Als Erstes wolle die Regierung dem Verlag Polskapress mit dem Mutterhaus Passauer Neue Presse an den Kragen gehen. 60 % der Polen befürworten laut einer Umfrage die geplante "Repolonisierung" der Medien.
taz.deKommentieren ...

Zitat: Hans-Jürgen Jakobs stellt Facebooks Ethik in Frage.

"Das interne Regelbuch macht ganz den Eindruck, als sei die Ethik bei Facebook (fast zwei Milliarden Nutzer) vom eigenen Erfolg überrollt und plattgewalzt worden."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs übt im Morning Briefing der Wirtschaftszeitung scharfe Kritik an Facebooks Lösch-Regeln.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkische Zeitung erscheint mit leeren Seiten.

Türkei: Die drittgrößte Tageszeitung des Landes, Sözcü, ist heute mit leeren Seiten erschienen. Mit der "Spezialausgabe zur Pressefreiheit" reagiert die Redaktion auf die Festnahme dreier Mitarbeiter und die Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei. Der Absatz der Ausgabe mit 20 leeren Seiten liegt nach ersten Schätzungen 40 % über dem regulären Verkauf.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Mathias Döpfner sieht Verlage in völliger Abhängigkeit von Google und Facebook.

"Wir Verlage profitieren nicht von dem Traffic, den Google uns verschafft - wir sind komplett davon abhängig."

Springer-Boss und BDZV-Präsident Mathias Döpfner pflegt ein gespaltenes Verhältnis zu Google und Facebook, die mit Verlagscontent Geld verdienen, ohne selbst Inhalte zu schaffen.
de.reuters.com, bdzv.deKommentieren ...

Münchner "Abendzeitung" wirft Spiegel Daily Namensklau vor.

Abendzeitung aus München wirft Spiegel Daily einen Namensklau vor. AZ-Chefredakteur Michael Schilling sagt im Interview mit kress.de, seine Zeitung sei die wahre smarte Abendzeitung. Er wolle gegen die Nutzung des Begriffs Abendzeitung aber nicht rechtlich vorgehen. Spiegel Daily hatte sich den Claim "die smarte Abendzeitung" gegeben. Das Münchner Boulevardblatt kontert dies heute mit dem Untertitel "Der wahre Spiegel dieser Stadt".
kress.deKommentieren ...

Mitarbeiter der Stuttgarter AfD-Landtagsfraktion mahnt "Kontext" wegen Namensnennung ab.

Kontext: Ein Mitarbeiter der baden-württembergischen AfD-Landtagsfraktion mahnt Kontext wegen der Nennung seines Namens in einem Bericht ab, schreibt die Wochenzeitung aus Stuttgart. Der AfD-Mitarbeiter habe sich nicht an die Öffentlichkeit begeben, meine sein Anwalt. "Kontext" widerspricht und hält eine Namensnennung für angemessen, weil der Mann Landesorganisationsleiter der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten sei. Die AfD sei dafür bekannt, unliebsame Berichte mit juristischen Drohungen verhindern zu wollen.
kontextwochenzeitung.deKommentieren ...

Madsack schickt Fußball-Talkshow "Sportbuzzer Fantalk 3.0" in die Verlängerung.

Madsack setzt seinen "Sportbuzzer Fantalk 3.0" fort. In der kommenden Bundesliga-Saison soll die Fußball-Talkshow bis zu drei Mal laufen, sagt Sportbuzzer-Geschäftsführer Marco Fenske, will sich auf eine genaue Zahl aber noch nicht festlegen. Am 12. Mai hatte das Web-TV-Format Premiere, es war auf den Madsack-Seiten und bei Entwicklungspartner Red Bull zu sehen, außerdem haben T-Online.de und die "Abendzeitung" aus München den Talk übernommen. Laut Madsack hat die Live-Sendung eine Mio-Reichweite erzielt.
madsack.de, sportbuzzer.de (2-Std-Sendung), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Madsacks Sportbuzzer startet Fußball-Talkshow.

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Nordkurier Mediengruppe übernimmt die PR-Agentur Geomedia Consulting.

Nordkurier Mediengruppe in Neubrandenburg kauft im Tourismus-Bereich zu und übernimmt die PR-Agentur Geomedia Consulting aus Berlin. Agenturchef Stefan Kraft wird Geschäftsführer des gesamten Bereichs, zu dem auch das Portal Meckpomm.de gehört. Geomedia produziert gedruckte und digitale PR-Magazine im Auftrag von Tourismus-Behörden u.a. in Singapur und Oman, aber auch für die Insel Usedom.
per Mail, geomedia-consulting.com
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Alexandra Föderl-Schmid geht vom "Standard" zur "Süddeutschen Zeitung".

Alexandra Föderl-Schmid, noch bis Ende August Chefredakteurin und Co-Herausgeberin des "Standard", findet ihre neue journalistische Heimat in Deutschland. Künftig schreibt sie für die "Süddeutsche Zeitung" in München, das bestätigt Föderl-Schmid via Twitter. Offenbar geht sie für die Münchner nach Israel. Gestern war bekannt geworden, dass Föderl-Schmid die österreichische Tageszeitung nach 27 Jahren verlässt.
horizont.at, twitter.comKommentieren ...

FC Bayern leitet "rechtliche Schritte" gegen "Stuttgarter Zeitung" ein – wegen Kimmich-Meldung.

FC Bayern reagiert juristisch auf eine Meldung der "Stuttgarter Zeitung", wonach Joshua Kimmich, 22, den Rekordmeister zum Ende der Saison verlassen werde. "Das ist eine ungeheuerliche Falschmeldung", zitiert die Vereinswebsite Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Der Verein habe "umgehend rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung" eingeleitet.
fcbayern.com, spiegel.de, stuttgarter-zeitung.deKommentieren ...

Zitat: Score-Media-Chef Heiko Genzlinger erteilt Kooperation mit Konkurrenz im Südwesten eine Absage.

"Bisher hat noch kein Kunde gesagt: Ich buche nicht bei Score, weil der Südwesten wenig vertreten ist."

Heiko Genzlinger, Chef des Tageszeitungs-Vermarkters Score Media, gibt sich im großen Interview mit "kresspro" gelassen angesichts der Gründung von Regio Smart. Eine Kooperation mit der Konkurrenz im Südwesten kann er sich, "so wie ich unsere Gesellschafter einschätze", nicht vorstellen.
"kresspro", 04/2017, S. 17-22 (Paid)

weitere Zitate:
- über die "Heilbronner Stimme", die sich sowohl von Score Media als auch von der Konkurrenz vermarkten lässt:

"Ich sehe das ähnlich wie bei Funke, die bei Score Media und bei Media Impact dabei sind. Das ist gesunder Wettbewerb, das bessere Angebot setzt sich durch."

- über Rabatte:

"Bisher waren wir bei keinem Kunden mit den Rabatten am Limit."

- über Fehler in der Aufbauphase des Vermarktungsriesen:

"Gerade am Anfang sind wir ein Stück weit auch vom eigenen Erfolg überrollt worden. Im vierten Quartal mussten wir 5.000 Rechnungen bearbeiten, mit zwei Mitarbeitern in der Buchhaltung."

- auf die Frage, warum Genzlinger in der Anfangszeit so wenig sichtbar war:

"Als ich gestartet bin, gab es nichts. Ich habe die ersten sechs Wochen mit meinem privaten Laptop von zu Hause aus gearbeitet."

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2 mit Heiko Genzlinger.

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Österreich: Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid verlässt den "Standard".

Standard aus Österreich und Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin und Co-Herausgeberin, gehen getrennte Wege. Föderl-Schmid verlasse die Tageszeitung nach 27 Jahren Ende August, teilt der Verlag mit. Wer ihr nachfolgt, sei noch nicht klar. Föderl-Schmid arbeitet seit 1990 für den "Standard", seit 2007 als Chefredakteurin, seit 2012 auch als Co-Herausgeberin.
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Meedia: DVV Media Group und Finanzchefin Kerstin Hainke trennen sich.

DVV Media Group, Tochter der Rheinischen Post Mediengruppe, und die kaufmännische Leiterin Kerstin Hainke gehen getrennte Wege, schreibt Gregory Lipinski. Unternehmens- und Gewerkschaftskreisen zufolge geschehe die Trennung einvernehmlich. Grund für Hainkes Abschied vom norddeutschen Verlag seien unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Unternehmens. Der Verlag wolle 30 Stellen streichen - dies entspricht 20 % des Personals.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Silke Nixdorf wird Co-Geschäftsführerin von SWMH-Tochter Medien System Haus.

SWMH macht Silke Nixdorf zur Co-Geschäftsführerin von Medien System Haus. Sie kommt von Medien Systempartner - einer Tochter der Bremer Tageszeitungen AG und der NWZ-Mediengruppe. Nixdorf leitet die SWMH-Tochter künftig zusammen mit Geschäftsführer Ulrich Schmutz. Der frühere Geschäftsführer Andreas Neumann hatte das Unternehmen im Sommer 2016 verlassen.
per Mail, turi2 - eigene InfosKommentieren ...

Zitat: Früher war nicht alles besser, findet Uwe Dulias, Entwicklungs-Chef bei Madsack.

"Alte Männer neigen dazu, zu sagen: 'Früher war alles besser und wir waren auch besser.' Dazu gehöre ich nicht."

Uwe Dulias, Entwicklungs-Chefredakteur bei Madsack, freut sich im Interview mit turi2.tv über selbstbewusste junge Journalisten, die nicht nur an den Job, sondern auch an ihr Privatleben denken.
turi2.tv (4-Min-Intervie im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Uwe Dulias macht Madsacks Volontäre fit für die Zukunft.


Früher war nicht alles besser: Madsack erkennt die Zeichen der Zeit und stellt mit seinem Mediencampus die Ausbildung der Volontäre neu auf. Kopf hinter dem Konzept sind Journalismus-Urgestein Uwe Dulias und sein Team. Der Entwicklungs-Chefredakteur setzt mit der Journalistenschule auf multimediale Inhalte in verschiedenen Redaktionen. Zudem will er Fehler beheben, die ihn schon in seiner eigenen Ausbildung vor 40 Jahren genervt haben: "Am ersten Tag saß ich doof rum", sagt er im Interview mit turi2.tv. Die Madsack-Volos sollen künftig erst theoretisch das Handwerk lernen und dann "auf die Menschheit losgelassen" werden.

Der Regionalzeitungs-Konzern reagiert mit der Entwicklung des Mediencampus auch auf die rückläufige Zahl der Volo-Bewerber. Mit einer dosierten Zentralisierung will Madsack die Ausbildung im Lokaljournalismus für junge Talente attraktiver machen. Dulias erkennt, dass der gesellschaftliche Wandel an den jungen Journalisten nicht vorbeigeht. Privatleben und Familie seien vielen heute wichtiger als früheren Generationen. Dulias bekennt selbstkritisch: "Vielleicht tut es dem Journalismus gut, dass junge Leute kommen, die auch ein bisschen privaten Egoismus mitbringen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Meinung: "NZZ"-Strategie, nur auf Publizistik zu setzen, ist alternativlos.

Neue Zürcher Zeitung macht nur 7 % ihres Gewinns mit Aktivitäten, die nichts mit Publizistik zu tun haben, beobachtet Kurt Zimmermann. Das Geschäftsmodell der "NZZ", die fast nur Inhalte verkauft, sei weltweit einzigartig – und alternativlos, denn das Unternehmen könne nichts anderes und habe den Einstieg in digitale Geschäfte komplett verschlafen.
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Verlag der "Fuldaer Zeitung" holt Haldun Tuncay als Geschäftsführer.

Fuldaer Zeitung: Die hessische Verlagsgruppe Parzeller, zu der die Fuldaer Zeitung gehört, stellt Ex-Funke-Mann Haldun Tuncay als Geschäftsführer ein, schreibt kress.de. Tuncay starte seinen neuen Job in Fulda im Oktober. Er solle Nachfolger des aktuellen Geschäftsführers Rudolf Lechner werden, der 2018 in den Ruhestand geht. Tuncay war bis Ende 2016 Geschäftsführer für die Anzeigenblätter der Funke-Mediengruppe in Nordrhein-Westfalen.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Farhad Khalil wird Chief Digital Officer beim "Tagesspiegel", Falko Ossmann verlässt Urban Media.

Tagesspiegel ernennt Farhad Khalil, 40, zum Chief Digital Officer. Khalil soll sich um den Ausbau der digitalen Produkte der Tagesspiegel-Gruppe kümmern und neue Digital-Angebote vorantreiben. Khalil kommt von der Digitalagentur Tresmo Digital Consulting, dort war er als Managing Partner und Gesellschafter tätig. Zugleich verlässt Falko Ossmann, Geschäftsführer der "Tagesspiegel"-Tochter Urban Media, das Unternehmen "auf eigenen Wunsch", "um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen".
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"FAZ"-Herausgeber wenden sich mit ganzseitigem Brief an den Bundesrat.

FAZ Logo 150"FAZ"-Herausgeber wenden sich in der Freitags-Ausgabe mit einem ganzseitigen Offenen Brief an die Mitglieder des Bundesrats. In ihrem Schrieb rufen sie die Mitglieder auf, dem Entwurf zum neuen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz abzulehnen. Sie begründen, der Entwurf gefährde das Geschäftsmodell der Zeitungen, weil er erlaube, vollständige Texte für Forschung, Unterreicht und Lehre frei zu nutzen. Außerdem erlaube der Entwurf der Deutschen Nationalbibliothek, einmal im Internet frei verfügbare Texte dauerhaft frei anzubieten, was das Archivgeschäft der Zeitungen zerstöre.
"FAZ", S. 5 (Paid)Kommentieren ...

Deutsche Verleger wollen Erfolgskonzept der "Washington Post" übertragen.

Washington Post zieht seit dem Kauf durch Jeff Bezos das Interesse deutscher Verleger auf sich, schreibt Uwe Vorkötter. Regelmäßig wollen deutsche Kollegen sich über die Strategie der online zuletzt stark wachsenden Traditionsmarke informieren und fragen sich, inwiefern diese übertragbar ist. Als Vorbild tauge die Post aber nur bedingt, so Uwe Vorkötter, da sie als englischsprachige Weltmarke ein viel größeres, potentielles Publikum habe, als deutsche Titel.
"Horizont" 19/2017, S. 12 (Paid)Kommentieren ...

"Rhein-Zeitung": Digital-Chef Marcus Schwarze geht.

Einer geht noch: Marcus Schwarze verlässt die "Rhein-Zeitung". Das gibt der bisherige Digital-Chef des Blattes am Mittwochabend auf Facebook bekannt. Dort schreibt er: "Es wird Zeit, neue Wege zu gehen. Nach sechseinhalb Jahren verlasse ich die Rhein-Zeitung. Ich freue mich auf eine neue Herausforderung." Ein festes Ziel scheint es noch nicht zu geben, jedenfalls zeigt sich Marcus Schwarze für Angebote offen und bietet seinen Lebenslauf und Kontaktdaten an.

Erst vor kurzem musste Marcus Schwarze seinen Posten als Mitglied der Chefredaktion räumen. Beobachter vermuteten einen Zusammenhang der Entscheidung mit der ebenfalls vor kurzem stattgefundenen Trennung der Zeitung von Chefredakteur Christian Lindner. Ihm hatte Marcus Schwarze in einem Facebook-Post gedankt.
kress.de, facebook.com, turi2.de (Background Schwarze), turi2.de (Background Lindner)3 Kommentare

"Wall Street Journal" gewinnt 300.000 Abonnenten – dank Trump.

Wall Street Journal gewinnt im Wahljahr 300.000 Abonnenten - Grund dürfte die turbulente US-Politik und Trumps Wahlkampf sein. Der Zuwachs beim "WSJ" betrifft kombinierte digitale und Print-Abos; außer dem "WSJ" profitieren vor allem "Washington Post" und "New York Times" von Trumps Präsidentschaft. Die "NYT" hatte alleine für das erste Quartal 2017 einen Zuwachs von 308.000 Abos bestätigt.
money.cnn.com, handelsblatt.comKommentieren ...

Tarifstreit: Lokaljournalisten bekommen Schreibverbot für Politikthemen.

Obermain-Tagblatt erteilt zwei Journalisten Schreibverbot zu lokalpolitischen Themen, weil sie sich seit Monaten für einen neuen Haustarifvertrag einsetzen. Aus dem Verlagshaus der "Main-Post", der Mutter des "Obermain-Tagblatts", heißt es, das Schreibverbot beruhe auf einem "erheblichen, öffentlich wahrnehmbaren Interessenskonflikt". Die Journalisten werden bei ihrem Tarifstreit auch von Lokalpolitikern unterstützt; nun befürchtet der Verlag, sie könnten sich mit positiver Berichterstattung "revanchieren".
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Medienholding Süd stellt "Stadtanzeiger" ein.

Medienholding Süd stellt nach der Übernahme des Stadtanzeigers und weiterer Anzeigenblätter des Stuttgarter Jung-Verlags die entsprechenden Titel ein, wie der Jung-Verlag in einer E-Mail an die Anzeigenkunden bekannt gibt. Die Titel sollen nur noch am 10.05. und 17.05. erscheinen. Der "Stadtanzeiger" erscheint seit 53 Jahren.
turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)
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Jim Rich wechselt zur "Huffington Post" und wird Chefredakteur neben Lydia Polgreen.

Huffington Post holt Jim Rich als Chefredakteur neben Lydia Polgreen, er war zuvor Chefredakteur der "New York Daily News". Polgreen schreibt ihrem Team, sie wolle die News-Strategie der "HuffPo" gemeinsam mit Rich ausarbeiten und festigen. Unter Richs Leitung hat die "New York Daily News" einen Pulitzer-Preis gewonnen. (Foto: James Keivom/New York Daily News)
twitter.comKommentieren ...

"Berliner Morgenpost" lässt Wochenend-Beilage "Berliner Illustrierte Zeitung" von Streetart-Künstlern gestalten.

Berliner Morgenpost: Über 20 Streetart-Künstler gestalten die Wochenendbeilage "Berliner Illustrierte Zeitung". Sie stellen zurzeit in The Haus aus, einem Gebäude, das bald samt Kunst abgerissen wird. Chefredakteur Carsten Erdmann sagt kress.de, die Beilage sei für das Projekt von acht auf 16 Seiten erweitert worden und kommt mit wenig Text aus. Die Künstler bezahlt er mit Pizza und "viel Cola und Bier", der Spaß stehe im Vordergrund. Guter Regionaljournalismus solle Unterhaltung und Überraschendes bieten.
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Zitat: Schweizer Medienforscher sieht große Nachfrage nach unabhängigen Medien.

"Es findet immer mehr eine Vermischung zwischen Werbung und redaktionellem Teil statt und vor allem die gebildeteren Mediennutzer sind damit unzufrieden."

Der Schweizer Medienwissenschaftler Heinz Bonfadelli sieht bei den Schweizern eine große Sehnsucht nach gutem, unabhängigen Journalismus.
br.de (2-Min-Audio)Kommentieren ...

"New York Times" gewinnt im ersten Quartal 308.000 Neukunden.

New York TimesNew York Times schreibt wieder schwarze Zahlen und macht im ersten Quartal einen Gewinn von 13,2 Mio Dollar. Außerdem akquiriert sie 308.000 Neukunden für ihre digitalen Services. Das Online-Geschäft macht mittlerweile 38 % der Werbeerlöse aus. Die "New York Times" hat zuletzt stark in ihre Digitalangebote investiert.
nytimes.com, handelsblatt.comKommentieren ...

"Medienmacher"-Macher Kai-Hinrich Renner wechselt zu Funke.

Funke gewinnt den Medienjournalisten Kai-Hinrich Renner für seine Zentralredaktion, berichtet Bülend Ürük und Funke bestätigt. Bislang schrieb Renner für das "Handelsblatt", wo er in der wöchentlichen Kolumne Medienmacher viele exklusive Infos auftat. Kolumnen schrieb er zuvor schon für "Welt am Sonntag" und "Hamburger Abendblatt". Für die konkurrierende Zentralredaktion, das RND von Madsack, legt Kolumnistin Ulrike Simon das Ohr auf die Schiene.
kress.de, funkemedien.de

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