Zitat: Funke-Verlegerin Julia Becker öffnet sich für verlegerische Allianzen.

"Kooperationen und Allianzen schaffen uns nachhaltig Handlungsfreiheit, damit wir uns auch künftig den informierenden, wahren Journalismus leisten können."

Funke-Verlegerin Julia Becker wirbt im Doppel-Interview mit Katarzyna Mol-Wolf für mehr Zusammenarbeit in der Branche. Einsparen sei manchmal nötig, um sich langfristig noch etwas leisten zu können.
turi2.tv (7-Min-Video)

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"Testosteron ist nicht der beste Ratgeber": Julia Becker und Katarzyna Mol-Wolf im Doppel-Interview.


Erbin trifft Gründerin: Funke-Verlegerin Julia Becker und "Emotion"-Macherin Katarzyna Mol-Wolf bilden eine bislang unbekannte Allianz. Newcomerin Becker lässt sich von Mol-Wolf beraten und Mol-Wolf fühlt sich inspiriert von Beckers Ansichten. Zusammen schauen sie sich in Berlin den Steven-Spielberg-Film "Die Verlegerin" an. turi2.tv bittet die verlegerischen Freundinnen vorher vor die Kamera. Und lernt: "Frauen fallen Kooperationen leichter, weil es ihnen mehr um die Sache geht."

Für Julia Becker hat das Frau-Sein viele Vorteile. Statt Imponiergehabe stehen Lösungen im Vordergrund, wenn Frauen am Ruder stehen. Sie fühlt sich gut aufgenommen: "Mit mir verbindet man Begriffe wie weiblich, jung, modern, wobei jung auch nicht mehr so stimmt." An dieser Stelle hakt Mol-Wolf ein und schmeichelt: "Ich finde schon: jung!" Die beiden Top-Medienfrauen verstehen sich prächtig, was mögliche künftige Kooperationen ihrer Verlage denkbar macht. Becker jedenfalls sagt: Nur durch neue Allianzen und Kooperationen können sich Medien auch künftig noch ihre Unabhängigkeit leisten.
turi2.tv (7-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Das komplette 20-Min-Gespräch der beiden Verlegerinnen ungeschnitten:
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Roland Pimpl macht sich Gedanken um Gabor Steingarts Zukunft.

Gabor Steingart kann nun ein eigenes Geschäft aufziehen, schreibt Roland Pimpl - dank einer Vereinbarung dürfe er für den Newsletter trotz Abgangs die Infrastruktur beim "Handelsblatt" nutzen. Ein Führungsjob anderswo hänge davon ab, wo für "ein Kaliber wie Steingart" Platz sei. Pimpl sieht Steingart-Fans bei Gruner + Jahr sowie Springer. Als Berater sei Steingart zwar vorstellbar, dabei könne ihm allerdings die Bühne fehlen.
"Horizont" 8/2018, S. 1 u. 4 (Paid)Kommentieren ...

Gabor Steingart: Sparpläne sollen Grund für Trennung sein, schreibt Jochen Kalka.

Gabor Steingart: Sparpläne von Verleger Dieter von Holtzbrinck sollen der Grund für den plötzlichen Abgang von Junior-Verleger Gabor Steingart gewesen sein, schreibt Jochen Kalka. Im Vorfeld eines Strategie-Meetings zum Kurs der Handelsblatt Media Group habe sich DvH "völlig überraschend" für eine Konsolidierung ausgesprochen, während Steingart gern weiter expandieren würde. Die Entscheidung, sich zu trennen, sei ebenfalls "völlig überraschend" gekommen.
wuv.deKommentieren ...

#FreeDeniz: "Welt" berichtet über politische Gefangene.

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis. Die "Welt" sucht Mut machende Worte für ihren Korrespondenten: Auf einer Doppelseite erzählen politische Gefangene "verschiedener Zeiten und Länder", wie sie ihre Haft "erlebt und überlebt" haben.
"Welt", S. 6-7Kommentieren ...

Denni Klein wird Verlagsgeschäftsführer der "Sächsischen Zeitung".

Sächsische Zeitung: Verlagsgeschäftsführer Torsten Klose verlässt das Unternehmen und verantwortet künftig Weiterentwicklung und Vermarktung der Berater-App Vendo. Als Verlagsgeschäftsführer übernimmt Denni Klein (Foto), bisher Geschäftsführer des Vendo-Entwicklers Die Mehrwertmacher, der wie die "Sächsische Zeitung" zur DDV Mediengruppe gehört.
new-business.deKommentieren ...

Dieter von Holtzbrinck: Steingart wollte 2020 sowieso aussteigen.

Dieter von Holtzbrinck 2013-150Rechtfertigung: Dieter von Holtzbrinck war bei der Mitarbeiterversammlung am Freitag laut kress-Mann Bülend Ürük "teilweise hörbar überfordert" und hat seinen Mitarbeitern eine seltsame Interpretation zum Abgang von Gabor Steingart geliefert. Steingart habe sich, so Dieter von Holtzbrinck, Ende 2020 sowieso aus seiner aktiven Rolle beim Handelsblatt zurückziehen wollen, "um weniger stressig zu arbeiten". Über die wahren Gründe für die Ablösung des Verlagschefs ließ Dieter von Holtzbrinck seine Mitarbeiter im Dunkeln: "Das sind Interna, das werden Sie verstehen."
kress.deKommentieren ...

Sven Afhüppe beschwört Kontinuität nach Steingart-Demission.


Rückwärts nimmer: Sven Afhüppe setzt nach dem Abgang von Gabor Steingart das erste offizielle Lebenszeichen aus der "Handelsblatt"-Redaktion ab. Auf Seite 3 der gedruckten Ausgabe macht er klar, dass die Journalisten von "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" mit der Demission ihres Anführers nicht einverstanden sind, die Entscheidung des Verlegers Dieter von Holtzbrinck aber "respektieren".

Steingart habe an der "fulminanten Entwicklung" des "Handelsblatts" großen Anteil. Umso mehr bewege es die Mitarbeiter, "dass Gabor Steingart unser Verlagshaus verlassen soll". Afhüppe setzt hinzu: "Ich und die Handelsblatt-Redaktion wären diesen erfolgreichen Weg der Erneuerung gern mit ihm weitergegangen."

Nun muss es ohne Steingart weitergehen. Und – geht es nach Afhüppe – bleibt alles, wie es ist: Die englischsprachige Global Edition werde "kraftvoll" weiterentwickelt, der Live-Journalismus bleibe Markenzeichen. Den Unkenrufen über eine wirtschaftliche Schieflage hält er die steigende Auflage und die Zahl der Digital-Abos entgegen.

Auch um die publizistische Unabhängigkeit müssten sich die Leser nicht sorgen: "Sie können sich darauf verlassen, dass das 'Handelsblatt' bei allen personellen Veränderungen weiter für unabhängigen und kritischen Journalismus steht", schließt Afhüppe. Klingt so, als sei Steingart nicht der einzige, der in der Toulouser Allee demnächst sein Büro ausräumt.
"Handelsblatt", S. 3, turi2.de (Steingart-Abgang), turi2.de (Kommentar von Peter Turi)

Aus dem Archiv von turi2.de: Das "Handelsblatt" 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

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Wir graturilieren: Markus Ruppe wird 55.

Wir graturilieren: Markus Ruppe, Chef der ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft, feiert heute seinen 55. Geburtstag, und zwar bühnenreif mit der Familie beim Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg, das in der Alten Oper Frankfurt gastiert. Eigentlich wollte Ruppe mit seiner Frau nach St. Petersburg fahren, aber das muss verschoben werden, und wenn Ruppes nicht nach Russland kommen, dann reist Russland eben zu ihnen.

Das Beste am abgelaufenen Jahr war, dass das Präsidium des BDZV wieder geschlossen hinter der neuen ZMG steht. Die Zeitungen haben ihre gesamte Werbevermarktung überdacht und die ZMG hat ihren Platz darin gefunden. Rupp wünscht sich für das kommende Jahr, nach dem Change-Prozess den neuen Schwung an die Kunden weiterzugeben. Über Gratulationen freut er sich z.B. per E-Mail oder Xing – ganz, wie es den Gratulanten Spaß macht.Kommentieren ...

Eine Redaktion, zwei Marken: Wie "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" im gemeinsamen Newsroom entstehen.


BoulevaRegionalzeitung: DuMont hat in Berlin eine ungewöhnliche Redaktion etabliert. Ein gemeinsames Team erstellt das Abo-Blatt "Berliner Zeitung" und den Boulevard-Titel "Berliner Kurier". Chefredakteur Jochen Arntz zeigt in der turi2.tv-Videoreportage, wie das funktioniert. Nach Personal-Abbau und vollzogener Vereinigung kündigt er neue Bezahl-Apps und Newsletter an.

150 Mitarbeiter zählt die Redaktionsgemeinschaft, ansässig direkt an der alten Zonengrenze zwischen Kreuzberg (West) und Mitte (Ost), geleitet die vom Dreigestirn Arntz, Elmar Jehn und Thilo Knott. Arntz verschweigt nicht, dass die Zusammenlegung keine Liebeshochzeit war. Eine Redaktion müsse "wirtschaftlich sein", sagt er, was so viel heißt wie: Auf dem turbulenten Berliner Zeitungsmarkt war Sparen angesagt. Viele Mitarbeiter mussten im Zuge der Zusammenlegung gehen. Arntz versucht es positiv zu nehmen: "Wir haben eine Redaktion neu aufbauen können - von der Technik und den Arbeitsabläufen her."

Im Alltag gibt es nun gemeinsame Ressorts, aus denen sowohl lange "Berliner Zeitung"-Stücke wie auch knallige "Kurier"-Schlagzeilen kommen – für die Zeitungen und die digitalen Kanäle. Arntz sagt, dass alle voneinander profitieren, fügt jedoch hinzu: "Wir haben unsere Dinge zusammen geworfen, wissen aber auch, wann wir sie wieder trennen müssen." Anders gesagt: Der "Kurier" beschäftigt sich häufiger mit den Schönheiten des weiblichen Körpers, die "Berliner Zeitung" widmet sich den schönen Künsten eher im Feuilleton.

Trotz aller Unterschiede startet der Berliner Newsroom nun auch gemeinsame Produkte. Ohne großen Rummel kam Ende 2017 die App Best of Berlin in die Stores. Sie bereitet täglich zehn Themen in anspruchsvoller Mobil-Ansicht auf; nach 30 Testtagen kostet sie 4,99 Euro. Arntz linst wie die Kollegen vom "Tagesspiegel" auf die Zielgruppe der Entscheider. Er sieht noch Potenzial für neue Spezial-Bezahlangebote, wie etwa Newsletter.
turi2.tv (5-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Auch bei turi2.tv: Jochen Arntz zeigt die Sonderausgabe der "Berliner Zeitung" zum Mauer-Jubiläum.
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"Spiegel": Gabor Steingart kam der Sonne zu nah.

Gabor Steingart: Die Manager im Hause Holtzbrinck hätten sich vom geschassten "Handelsblatt"-Chef mehr wirtschaftlichen Erfolg und "we­ni­ger öf­fent­li­che Selbst­dar­stel­lung" gewünscht, analysiert der "Spiegel". Eigentlich habe Die­ter von Holtz­brinck Steingarts Morning Briefing gemocht, doch die Zahl der Steingart-Freunde in der Stuttgarter Holding sei klein.
"Spiegel" 7/2018, S. 67, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Causa Steingart: Afhüppe, Balzli und Meckel schreiben Protest-Brief an Dieter von Holtzbrinck.


Alle für Gabor: Die Handelsblatt-Führungskräfte stellen sich in einem Brief an Verleger Dieter von Holtzbrinck hinter Gabor Steingart. Sven Afhüppe, "Handelsblatt", Beat Balzli und Miriam Meckel, beide "Wirtschaftswoche", sehen in der Demission ihres bisherigen Chefs offenbar einen Eingriff in die interne Pressefreiheit. Sie bezeichnen es in dem Schreiben, aus dem Spiegel Online zitiert, als "verheerendes Signal an die Redaktionen", wenn auf eine unbequeme Meinung die "sofortige Entlassung" folge.

Zudem machen sie sich Sorgen um die Zukunft des Medienhauses: "Nach unserem bisherigen Kenntnisstand gibt es bislang keine Nachfolge- und Übergangsregelungen, was die Geschäfts- und Redaktionsführung vor erhebliche Probleme stellt." Afhüppe, Balzli und Meckel befürchten, dass die Mediengruppe "in unsicheres Fahrwasser" gerate und die Reputation aller Beteiligten Schaden nehme.
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.



Auch interessant aus der turi2 edition3: "Wiwo"-Chefin Miriam Meckel über die Ambivalenz der Globalisierung.
turi2.de

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Holtzbrinck bestätigt Trennung von Gabor Steingart.


Goodbye, Gabor: "Handelsblatt"-Verleger Dieter von Holtzbrinck und "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart gehen nun auch offiziell getrennte Wege. Am Freitag kurz vor 16 Uhr mit Ende der Mitarbeiter-Versammlung in Düsseldorf hat der Verlag die finale Trennungsnachricht herausgegeben. Darin nennt DvH Medien "Differenzen in wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Fragen" als Haupttrennungsgrund. Eine "unterschiedliche Beurteilung journalistischer Standards", wie zuletzt nach dem Morning Briefing von Mittwoch, habe demnach nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

In der Schlussnote unter der Zusammenarbeit finden Holtzbrinck und Steingart warme Worte füreinander: Steingart nennt Holtzbrinck einen "wunderbaren Menschen, dessen Geduld ich über so viele Jahre nicht nur strapaziert, sondern oft genug auch überstrapaziert habe". Holtzbrinck lobt Steingart als "Multitalent", "dynamischen Unternehmensstrategen" und "charismatischen Führer". Beide wollen nun an einem "reibungslosen Übergang" arbeiten.

Das Morning Briefing des "Handelsblatts" soll auch künftig weiter erscheinen – allerdings ohne seinen Erfinder als Autor. Frühaufsteher Steingart verschickt künftig seinen eigenen Morgennewsletter "als unabhängige journalistische Stimme" an seine "rund 700.000 Abonnenten".
turi2.de (Pressemitteilung im Wortlaut)2 Kommentare

Pressemitteilung im Wortlaut: Gabor Steingart verlässt die Handelsblatt Media Group.


turi2.de dokumentiert die Pressemittelung zur Trennung von Gabor Steingart, verbreitet am 9.2.2016 gegen 16 Uhr von DVH Medien, im Wortlaut

Handelsblatt und Gabor Steingart gehen getrennte Wege.

Nach sieben Jahren äußerst erfolgreicher und freundschaftlicher Zusammenarbeit haben sich Handelsblatt-Verleger Dieter von Holtzbrinck und der Vorsitzende der Handelsblatt-Geschäftsführung, Gabor Steingart, der zugleich auch Herausgeber des Handelsblatts war, auf eine Beendigung ihrer beruflichen Partnerschaft verständigt. Zwei Gründe sind hierfür entscheidend. 1. Differenzen in wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Fragen. Hinzu kam 2. eine - nicht generell, aber im Einzelfall - unterschiedliche Beurteilung journalistischer Standards. Beide Seiten bedauern die Trennung, wollen aber den freundschaftlichen Kontakt aufrechterhalten und schließen eine andere Form der Zusammenarbeit in der Zukunft nicht aus. Das Handelsblatt Morning Briefing wird wie gewohnt weiter erscheinen. Darüber hinaus wird Gabor Steingart in eigener Eigentümerschaft sein eigenes Morning Briefing an die mittlerweile rund 700.000 Abonnenten als unabhängige journalistische Stimme herausgeben.

Zur Trennung sagt Dieter von Holtzbrinck: „Das Multitalent Gabor Steingart hat in wenigen Jahren zunächst das Handelsblatt, danach die gesamte Handelsblatt Gruppe auf großartige Weise weiterentwickelt und erneuert, was höchsten Respekt und größten Dank verdient. Dabei hat sich der preisgekrönte und breit gebildete Publizist als äußerst kreativer und dynamischer Unternehmensstratege gezeigt, als mutiger und charismatischer Führer. So wurde aus der altehrwürdigen Verlagsgruppe Handelsblatt eine auf vielen Medienkanälen marktführende Handelsblatt Media Group. Diesen erfolgreichen Weg werden wir mit Kraft und Begeisterung weitergehen.“ Gabor Steingart: „Dieter von Holtzbrinck ist ein wunderbarer Mensch und erfahrener Verleger, dessen Geduld ich über so viele Jahre nicht nur strapaziert, sondern oft genug auch überstrapaziert habe. Dass unsere dennoch - oder deshalb? - so erfolgreiche Zusammenarbeit jetzt abrupt endet, lässt uns beide nicht unberührt. Unsere Freundschaft und meine Wertschätzung ihm gegenüber bestehen unvermindert fort. Im Interesse der Handelsblatt Media Group und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihrer Kunden und nicht zuletzt ihrer Leserinnen und Leser arbeiten wir gemeinsam an einem reibungslosen Übergang.“

Kontakt:
Helga Maass
Referentin Unternehmenskommunikation
Tel.: 0711 – 227 202 0
E-Mail: hm@dvhmedien.comKommentieren ...

Sven Afhüppe serviert das Morning Briefing zum Mittag.

Morning Briefing vom "Handelsblatt" erscheint doch noch – mit gut siebenstündiger Verspätung. Vertretungs-Autor und Chefredakteur Sven Afhüppe beginnt den Text mit einer Verspätungs-Entschuldigung: "Manchmal passieren auch in einem Verlagshaus Dinge, die unvorhersehbar sind und die gewohnten Abläufe stören." Konkreter wird er nicht. Das übrige Briefing geht zahm um mit dem vor zwei Tagen gescholtenen Martin Schulz und der Kanzlerin.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Morning Briefing), turi2.de (Steingart-Ablösung)

Aus dem Archiv von turi2.de: Das "Handelsblatt" 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

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Bestätigt: Ippen kauft "FR" und "FNP".


Ippen greift zu: "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" wechseln den Besitzer. Dirk Ippen erweitert sein Zeitungs-Reich um die beiden Regionalzeitungen aus der Finanzmetropole. Der Regionalzeitungsfürst steigt mit der Übernahme zu einem der einflussreichsten Verleger in Hessen auf.

Die Fazit-Stiftung, die auch hinter der "FAZ" steht, verkauft die Mediengruppe Frankfurt mit Stumpf und Stiel, inklusive der Societäts-Druckerei in Möhrfelden. Fazit-Chef Andreas Barner nennt Ippens Zeitungsholding Hessen "einen starken Partner, der über eine sehr gute Basis zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung unserer regional ausgerichteten Titel 'Frankfurter Neue Presse' und 'Frankfurter Rundschau' verfügt".

Zum Ippen-Imperium gehören in Hessen bereits "HNA", "Gießener Allgemeine", "Offenbach Post", "Wetterauer Zeitung", "Alsfelder Allgemeine" und "Hersfelder Zeitung". Das Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen. Die "FAZ" hat die damals insolvente "Frankfurter Rundschau" erst 2013 unter ihrem Dach weitergeführt. Seit Ende 2014 ist sie durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Teil des Societäts-Konzerns. (Foto: dpa, Montage: turi2)
horizont.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ippen will "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" kaufen.


Dirk Ippen will die "Frankfurter Rundschau" und die "Frankfurter Neue Presse" kaufen, berichtet Bülend Ürük. Bisher gehören die Blätter zur Fazit-Stiftung, der Trägerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Offen sei noch, was mit der Frankfurter Societäts-Druckerei passieren soll. Auch Funke und Madsack seien interessiert gewesen, hätten aber nach Ansicht der Geschäftsdaten abgewunken.

Gegenstand eines möglichen Deals sei die Mediengruppe Frankfurt, früher Frankfurter Societäts-Medien GmbH, mit Anzeigenblättern, Webportalen, einem Buchverlag, Eventgeschäft und der Frankfurter Societäts-Druckerei in Mörfelden-Walldorf.
kress.de Kommentieren ...

Verlage halten Google für kooperativer als Facebook.

Google verhält sich in der Zusammenarbeit mit traditionellen Medien kooperativer als Facebook, will Springer unter den Teilnehmern seines "International Paid Content Summit" herausgehört haben. Eine Umfrage unter den Teilnehmern zeige, dass viele Potential in der Zusammenarbeit mit den Internetriesen beim Vertrieb von Digitalabos sähen. An dem Treffen haben u.a. Vertreter von "Spiegel", "Zeit", "FAZ" "Le Monde", "New York Times" und dem "Guardian" teilgenommen.
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SOS Handelsblatt: Steingart ohne Statement – Morning Briefing verspätet.

SOS Handelsblatt: Steingart ohne Statement - das mit Spannung erwartete Morning Briefing des "Handelsblatt", das normalerweise gegen 6 Uhr beim Leser ist, fehlt bis heute morgen um 7.00 Uhr. Unklar bleibt vorerst, ob "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart, tatsächlich - wie von Spiegel Online am Donnerstagabend berichtet - abgelöst wird. Stattdessen fällt auf der Website auf, dass das Morning Briefing seit gestern auch vorgelesen wird - allerdings von Sven Afhüppe, dem Chefredakteur, nicht von Steingart, dem Herausgeber. Die Nachricht von Spiegel Online, Steingart werde wegen eines scharfen Kommentars gegen SPD-Chef Schulz abgesetzt, hatte gestern für ungläubiges Staunen in der Branche gesorgt, gilt Verleger Dieter von Holtzbrinck doch als langmütiger und liberaler Verleger.
handelsblatt.com (Morning Briefing Audio vom 8.2.2018), turi2.de (Background)
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Größte Tageszeitung Brasiliens kehrt Facebook den Rücken.

Facebook-LogoFacebook: Die größte Zeitung Brasiliens, "Folha de São Paulo", will künftig keine Inhalte mehr auf Facebook posten. Die Zeitung begründet den Schritt mit Facebooks Entscheidung, Inhalte von Freunden stärker zu gewichten als Inhalte von Medien. Dadurch werde die Tendenz verstärkt, dass Nutzer nur die eigene Meinung gezeigt bekommen, schreibt "Folha de São Paulo".
haz.deKommentieren ...

Medien in Österreich kooperieren im Kampf gegen Google und Facebook.

Österreichs Medien arbeiten im Kampf gegen Google und Facebook zusammen, statt sich wie in Deutschland untereinander zu bekriegen, schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Die Videoplattform Austria unter dem Dach der Nachrichtenagentur APA bestehe erfolgreich gegen YouTube, weil hier der ORF und privatwirtschaftliche Medien kooperieren. ProSiebenSat.1-Tochter Puls 4 stehe kurz vor dem Einstieg in die Videoplattform.
handelsblatt.comKommentieren ...

"Spiegel": Gabor Steingart steht beim "Handelsblatt" vor der Ablösung.


Gewitterwolken über Düsseldorf: Gabor Steingart steht beim "Handelsblatt" vor der Ablösung, schreibt der "Spiegel". Grund sei ein Zerwürfnis mit Dieter von Holtzbrinck. Der Verleger der Handelsblatt Media Group störe sich an Steingarts Kampagne gegen SPD-Chef Martin Schulz. Auslöser ist laut "Spiegel" das Morning Briefing von Mittwoch. Darin schreibt Steingart, dass der inzwischen ungeliebte Schulz "Außenminister Sigmar Gabriel zur Strecke bringen" wolle.

Der "Spiegel" zitiert aus einem Schreiben Holtzbrincks an Schulz, in dem sich der Verleger bei dem Politiker entschuldigt: "Das heutige 'Morning Briefing' von Gabor Steingart hat mich schockiert. Inhalt und Stil des Sie betreffenden Textes entsprechen weder meinen publizistischen Qualitäts- und Wertevorstellungen noch denen der Handelsblatt-Redaktion." Am Nachmittag soll es ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat gegeben haben, schreibt der "Spiegel". Für Freitag sei ein Gespräch zwischen Steingart und Holtzbrinck geplant.

Steingart ist nicht nur Herausgeber, sondern besitzt als Miteigentümer 3 % des Verlags. Er wirkt seit 2009 in Düsseldorf, seit 2013 agiert er als Junior-Verleger. Das neue "Handelsblatt"-Hauptquartier ist maßgeblich von seinen Ideen und Vorstellungen geprägt, genauso wie die Ausrichtung der Wirtschaftszeitung auf Live-Journalismus. (Foto: Jens Twiehaus/turi2)
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.

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Unternehmer verklagt Süddeutschen Verlag auf 78 Mio Euro Schadenersatz.

Süddeutsche Zeitung: Ein Mitgründer der insolventen Solar Millennium AG verklagt den Süddeutschen Verlag wegen einem Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" aus dem Juni 2013 auf 78 Mio Euro Schadenersatz. Er klagt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth und argumentiert, durch den Bericht sei ein Folgegeschäft nicht zustande gekommen.
br.de, meedia.deKommentieren ...

fragebogen2: David Pfeifer.


fragebogen2: David Pfeifer wäre beinahe Koch geworden – bis er sich mit ein paar Köchen über deren anstrengenden Alltag unterhalten hat. Als Journalist verantwortet er heute die Zutaten der wichtigen Wochenend-Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung". Als Vorbild nennt er im Video-Fragebogen von turi2.tv Clark Kent – ob Pfeifer auch ein geheimes Superhelden-Doppelleben führt?
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: David Pfeifer will mit der "SZ am Wochenende" die Leser-Blatt-Bindung stärken.

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"Heidenheimer Zeitung" und Redaktionsleiter Hendrik Rupp trennen sich.

Heidenheimer Zeitung und Redaktionsleiter Hendrik Rupp trennen sich. Rupp verlässt die Zeitung "auf eigenen Wunsch mit unbestimmtem Ziel", schreibt der Verlag. Rupp wirkt noch bis Juli im Pressehaus. Neuer Redaktionschef der Heidenheimer Zeitung wird im April Thomas Zeller, der bisher beim "Trierischen Volksfreund" als Nachrichtenchef arbeitet.
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"Tagesspiegel" will eine Paywall einführen.

Tagesspiegel will 2018 Paid Content einführen. Der Verlag plant noch sein neues Konzept, Details sind unbekannt. Geschäftsführer Florian Kranefuß sieht die Steigerung der E-Paper-Auflage als Beleg für die Zahlungsbereitschaft der Leser. Bislang setzte das Berliner Blatt darauf, online mit seinen überregionalen Inhalten vor allem Leser außerhalb Berlins zu erreichen.
tagesspiegel.de, turi2 - eigene InfosKommentieren ...

"New York Times" veröffentlicht eine AR-Story über vier US-Olympioniken.

New York TimesNew York Times veröffentlicht einen Beitrag über vier US-Olympia-Sportler, der auf Augmented Reality basiert. Die Zeitung hat dafür mit Ralph Lauren kooperiert, die Marke ist offizieller Ausstatter der US-Teams und hat einen Teil des Beitrags gesponsert. Bisher können nur iOS-Nutzer die AR-Inhalte erleben, die Zeitung arbeitet aber an einer Android-Version.
nytimes.comKommentieren ...

Verleger Bruno Schnell, 88, ist tot.

Bruno Schnell ist tot. Der Verleger von "Nürnberger Nachrichten", "Nürnberger Zeitung" und "Kicker" starb am 27. Januar im Alter von 88 Jahren. Die "Nürnberger Nachrichten" würdigen ihn als eine der markantesten Persönlichkeiten der Medienlandschaft. Schnell habe mit Kooperationen kleineren Lokalzeitungen geholfen, fortzubestehen. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, Schnell habe leidenschaftlich für Demokratie, Menschenrechte und sozialdemokratische Werte gestritten.
nordbayern.de, sueddeutsche.deKommentieren ...

Mirror Group zahlt sechsstellige Entschädigung an Hugh Grant.

Daily Mirror - Sunday Mirror 150Großbritannien: Die Mirror Group und Schauspieler Hugh Grant einigen sich im Prozess um gehackte Telefon-Mailboxen. Der Zeitungs-Konzern zahlt einen sechsstelligen Pfund-Betrag und gibt zu, dass leitende Mitarbeiter das systematische Ausspähen von Promis gebilligt oder gefördert haben. Grant spendet die Entschädigung an die Organisation Hacked Off.
news.sky.comKommentieren ...

Torsten Geiling wird Chefredakteur des "Nordbayerischen Kurier".

Nordbayerischer Kurier holt Torsten Geiling, 42, als Chefredakteur. Er folgt auf Christina Knorz, sie hat die Zeitung seit November 2015 als kommissarische Chefredakteurin geleitet und sich nun als Beraterin im Medienbereich selbständig gemacht. Geiling arbeitet aktuell als Vize-Chefredakteur und Heimatchef des "Südkurier" in Konstanz.
per Mail, turi2.de (Background Knorz)Kommentieren ...

"B.Z." verkauft ihre "Mauer-Ausgabe" an den früheren Standorten der Mauer.

Springer verkauft seine "B.Z." zum Zirkeljubiläum der Berliner Mauer an fünf Orten, an denen die Mauer einst stand. Händler stehen u.a. an der Bernauer Straße und der Eastside Gallery. Leser können auf der zugeklebten Titelseite die Mauer noch einmal symbolisch einreißen. Montag ist die Mauer 10.316 Tage weg, also genau so lang, wie sie Berlin einst teilte.
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Aktuell bei turi2.tv: Chefredakteur Jochen Arntz erzählt, wie die "Berliner Zeitung" das Mauer-Jubiläum feiert.
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Mauer-Ausgabe der "Berliner Zeitung" soll die Stärken von Print ausspielen.


Geschichte auf Papier: Die "Berliner Zeitung" feiert heute ein besonderes Mauer-Jubiläum mit einer Magazin-Ausgabe. Die ersten 28 Seiten der Zeitung drehen sich um Historie und die heutige Mauer in den Köpfen – Aktuelles und Nachrichten finden in einem achtseitigen Kompakt-Teil statt. Chefredakteur Jochen Arntz zeigt die Zeitung im turi2.tv-Video. Solch eine besondere Aktion sei die Stärke von Print, sagt er: "Das ist etwas zum Aufheben, wie eine Art Geschichtsbuch." Das Jubiläum ist ein Rechenspiel: Am Montag ist die Berliner Mauer so viele Tage verschwunden, wie sei einst stand.
turi2.tv (85-Sek-Video)Kommentieren ...