Alibaba will "South China Morning Post" zur globalen Medienmarke machen.

South China Morning Post wird vom neuen Mutterkonzern Alibaba seit der Übernahme vor zwei Jahren mit Geld überschüttet, um die Lokalzeitung aus Hongkong zu einer globalen Medienmarke aufzubauen, schreibt Ann-Kathrin Nezik im "Spiegel". Obwohl der chinesische Konzern sich offiziell heraus halte, kritisierten Beobachter, dass die Zeitung chinafreundlichen Themen nun mehr Platz gebe.
"Spiegel" 34/2018, S. 66-67 (Paid), scmp.com

Neue Pressegesellschaft und "Schwäbische Zeitung" ziehen in Berlin zusammen.

Südwest-Presse und Schwäbische Zeitung legen ihre Hauptstadtredaktionen zusammen. Die "Schwäbische"-Korrespondentin Sabine Lennartz zieht bei der Neuen Berliner
Redaktionsgesellschaft der Zeitungen der Neuen Pressegesellschaft, also der "Südwest-Presse", der "Märkischen Oderzeitung" und der "Lausitzer Rundschau", ein. Beide Redaktionen haben Zugriff auf die Inhalte.
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Knapp 350 US-Zeitungen protestieren gegen Trumps Journalisten-Schelte.

US-Zeitungen protestieren gegen die anhaltenden Attacken von Donald Trump auf die Presse. In Meinungsstücken argumentieren knapp 350 Zeitungen, darunter die "New York Times", warum eine freie Presse für die US-Demokratie nötig sei. Die Zeitungen sind einem Aufruf des "Boston Globe" gefolgt. Einige Medien, darunter das "Wall Street Journal" schlossen sich dem Aufruf bewusst nicht an. Trump genieße ebenso das Recht auf freie Meinungsäußerung, so das "WSJ". Die "Baltimore Sun" befürchtet, eine koordinierte Aktion unterstütze den Eindruck, die Presse arbeite gemeinsam gegen Trump.
spiegel.de, bostonglobe.com (Übersicht der teilnehmenden Zeitungen)

Schweizer Weko genehmigt Deals von "NZZ" und AZ Medien sowie Tamedia und Goldbach.

Schweiz: Die Kartellis von der Weko genehmigen das geplante Joint Venture von "NZZ" und AZ Medien ohne Auflagen. Auch für die Übernahme des Vermarkters Goldbach durch Tamedia gibt es grünes Licht. Es gebe zwar wohl "kritische Wirkungen auf den Wettbewerb", der Gesetzgeber habe die Eingriffshürde aber hoch angesetzt.
tagblatt.ch, turi2.de (Background)

"Zapp" fragt, ob Zentralredaktionen Meinungsvielfalt schmälern.

Zentralredaktionen: Zeitungsforscher Horst Röper sieht die Vielfalt durch Gemeinschaftsredaktionen schwinden. Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", sagt, Reporter großer Redaktion bekämen oft leichter Zugang und seien so weniger abhängig von dpa-Material. Alexander Jungkunz, Chefredakteur der "Nürnberger Nachrichten", ist froh, den Mantel regional produzieren zu können, sieht aber den wirtschaftlichen Zwang anderer Zeitungen.
ndr.de

Meinung: Online-"taz" verändert das Leseerlebnis nicht.

Mediennutzung: Für "taz"-Leser würde es keinen großen Unterschied machen, wenn die Zeitung nur noch digital erscheint, glaubt Sozialpsychologe Kai Sassenberg. Wer sich für ein Thema interessiere, lese Beiträge auch im Netz komplett. Sehr interaktive Gestaltung lenke hingegen schnell ab. Zeitungen würden ohnehin kaum noch als Ganzes konsumiert, neue Bezahlmodelle für einzelne Artikel seien deshalb unabdingbar.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

"Motorwelt" ist Deutschlands reichweitenstärkste Zeitschrift.

Print-MA: Die Gesamtreichweite von Zeitungen und Zeitschriften sinkt gegenüber dem vorvergangenen Halbjahr leicht. Die höchste Reichweite haben regionale Abozeitungen mit 31,7 Mio Lesern täglich. Reichweitenstärkster Titel bleibt "Motorwelt" – auch die ADAC-Zeitschrift verliert aber mehr als 1 Mio Leser. Die "Welt" ist die überregionale Tageszeitung mit größtem Minus von 7 %, das "Handelsblatt" gewinnt 6,7 %, die "taz" 4,8 %.
dwdl.de, new-business.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: turi2 edition3: "Motorwelt"-Mann Martin Kunz liest auf der Überholspur gern Gedrucktes.

Wir graturilieren: Marcel Auermann wird 41.


Wir graturilieren: Marcel Auermann, Vize-Chefredakteur sowie Digital- und Lokalchef beim "Weser-Kurier", wird heute 41 Jahre alt. Zu seinem Ehrentag hat er sich drei Tage frei genommen und genießt den Besuch von der Familie aus Stuttgart. Entspannt gefeiert wird mit gutem Essen in der neuen Heimat Bremen, in der er sich "pudelwohl fühlt". Am abgelaufenen Jahr hat ihn besonders gefreut, dass seine neue Stelle "noch viel schöner ist, als ich es mir gedacht habe".

Nach der freien Zeit mit der Familie gehts im kommenden Lebensjahr beim "Weser-Kurier" mit der Umsetzung eines neuen Lokalkonzeptes weiter. Gratulationen erreichen ihn "über fast alle Wege": Twitter, Facebook und Instagram – und "fast schon old school" per Mail.

Studie: Jugendliche nutzen alle Medienkanäle und unterscheiden bewusst.


Multimedial: Jugendliche in Deutschland nutzen nicht nur das Internet, sondern haben für fast alle Medienkanäle eine Verwendung. Das ist eine Erkenntnis der "Bravo"-Mediennutzungsstudie 2018. Internet, soziale Medien und TV werden von über 80 % der Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren genutzt. Rund zwei Drittel hören Radio. 72% der Mädchen lesen Zeitschriften und 67 % Bücher, bei den Jungs sind es 60 % bzw. 48 %. Tageszeitungen werden nur von jedem dritten Jungen und jeden vierten Mädchen gelesen.

Während sie für aktuelle Nachrichten vor allem das Fernsehen wählen, informieren sich Jugendliche im Internet und in Zeitschriften vor allem über spezielle Interessengebiete wie Mode, Sport oder Computerspiele. WhatsApp, Instagram, Snapchat und YouTube sind die meistgenutzten Apps bei 10-19-Jährigen. Beide Geschlechter nutzen Facebook, Twitter, Pinterest und Musical.ly deutlich seltener als noch im Vorjahr. (Foto: imageBROKER / Picture Alliance)
bauermedia.com, turi2.de (Background)

Geschäftsführer der "Rheinischen Post", Tom Bender, 52, ist tot.


Früher Tod: Tom Bender ist tot. Der Geschäftsführer der "Rheinischen Post", starb überraschend im Alter von 52 Jahren, wie sein Verlag mitteilt. Bei einer Wanderung erlitt er einen Herzinfarkt. "Tom Bender war ein außergewöhnlicher Kollege. Weil er ein außergewöhnlicher Mensch war", schreibt Chefredakteur Michael Bröcker in seinem Nachruf.

Tom Bender verantwortete seit November 2015 die Anzeigen- und digitale Vermarktung sowie das Marketing der "Rheinischen Post". Davor war er lange Zeit Co-Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga. Als Journalist arbeitete er unter anderem für Springer und Premiere.
rp-online.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2: Tom Bender.

"taz" bereitet Ende der täglichen Printausgabe vor.

Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch vor dem Neubau des Verlags, der im Herbst bezugsfertig ist. Hier wird die werktägliche Print-"taz" sterben.

Rettet die Bäume: Die "taz" denkt laut über die Abschaffung ihrer werktäglichen, gedruckten Ausgabe nach. Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch schreibt – auf Papier – an die Mitglieder der "taz"-Genossenschaft: "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende, der Journalismus lebt im Netz weiter." Ruch ruft die Genossen unter dem Titel "Szenario 2022" zu Ideen für den Übergang auf. Er wolle keine Zeit verlieren, "um in Ruhe die notwendigen Veränderungen in allen Dimensionen erkunden zu können".

"taz"-Mitgründer Ruch will nach 40 Jahren am Ruder eine Transformation in Gang setzen – kommendes Jahr geht er in Rente. Bereits vor Jahren prognostizierte er das Ende der Tageszeitung. Ohne Trauer analysiert er, dass die gedruckte Nachricht nun ausstirbt: "Die Zeitungen werden am frühen Morgen an die Kioske ausgeliefert, um am Abend zu 90% wieder als Altpapier dort eingesammelt zu werden." Ruch will Verlag und Leser jetzt darauf vorbereiten, dass Druck und Vertrieb einer Papier-"taz" bald nicht mehr möglich sein könnte. Im März veröffentlichte ein internes Team einen Innovationsreport, der analysierte, dass die Leser bald nur noch online sein würden. (Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa / Picture Alliance)
taz Mitgliederinfo Nr. 28, S. 6-7

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch über die Transformation der "taz", Stand September 2017.

Kai-Hinrich Renner: Madsacks Druckerei in Leipzig verliert "Bild" als Kunden.


Ausgedruckt: Die Madsack-Tochter Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft verliert den Druckauftrag der "Bild", schreibt Kai-Hinrich Renner. Sie druckt aktuell täglich 270.000 Exemplare, das ist mehr als die Hälfte des täglichen Druckvolumens der Druckerei. Spätestens zum Jahreswechsel 2019/20 wolle Springer die Teilauflage in die eigene Druckerei in Berlin-Spandau holen.

Madsacks "LVZ"-Schwesterblatt "Dresdner Neueste Nachrichten" könnte laut Renner zur Dresdener DDV-Mediengruppe wechseln, einer Tochter von Gruner + Jahr. Madsack und DDV würden auch "über weitere Verlagsdienstleistungen" sprechen. Sollte die Leipziger Druckerei zur Disposition stehen, stünden die Chancen für DuMonts Druckerei in Halle gut, den Auftrag zu erhalten, schreibt Renner - dort entsteht, eine halbe Autostunde von der Leipziger Druckerei entfernt, die "Mitteldeutsche Zeitung".
abendblatt.de

Ippen schiebt Anzeigenblätter der Frankfurter Societät zu anderen Töchtern.

Mediengruppe Frankfurt, Tochter von Ippens Zeitungsholding Hessen und früher unter dem Namen Frankfurter Societät bekannt, stellt das Anzeigenblatt "Mix am Mittwoch" ein. Es erscheint am 26. September zum letzten Mal. Ippens "Offenbach-Post" bringt dafür ab 1. Oktober das "Frankfurter Wochenblatt" und den "Taunus Wochenblick" heraus. Die Anzeigenblätter "Bad Vilbeler Anzeiger" und "Karbener Zeitung" aus der Mediengruppe Frankfurt erscheinen künftig in Ippens Gießener Mittelhessischem Druck- und Verlagshaus.
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Wir graturilieren: Pit Gottschalk wird 50.


Wir graturilieren: Pit Gottschalk, Chefredakteur Sport bei Funke, wird 50. Seinen runden Geburtstag feiert er tagsüber beim Fußball in Norderstedt: Dort schaut er die U11-Saisonvorbereitung beim Hamburger SV. Am Abend geht es dann nach Bad Segeberg zur Aufführung von "Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg". Groß feiern will Pit Gottschalk seinen "zweiundzwanzigsten 29. Geburtstag" erst im Herbst, wenn alle aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind.

Auf das zurückliegende Jahr blickt Pit Gottschalk mit Stolz. Er freut sich, dass sein Team die Großereignisse Olympia und Fußball-WM gut gemeistert hat. Online habe man Rekordzahlen erleben dürfen und in Print "Lob von den Lesern und den Chefredakteuren eingeheimst". Glückwünsche erreichen Pit Gottschalk am besten auf Facebook, wo "alle lieb zu ihm" seien – oder per E-Mail.

Lese-Tipp: "Kontext" sammelt Stimmen zum Urteil im Streit mit der AfD.

Lese-Tipp: "Kontext" trägt auf ihrer Website rund ein Dutzend Stellungnahmen zum verlorenen Rechtsstreit mit einem AfD-Mitarbeiter zusammen. Georg Löwisch, Chefredakteur der "taz", lobt die Beharrlichkeit von "Kontext", DJV-Chef Frank Überall ärgert, dass "die Mühlen des Rechtsstaats langsam mahlen". SWR-Chefredakteur Fritz Frey rät der Wochenzeitung von einem Hauptsacheverfahren ab.
kontextwochenzeitung.de, turi2.de (Background)

"New York Times" nimmt mit Digital-Abos 99 Mio Dollar ein.

New York TimesNew York Times zählt im 2. Quartal 109.000 Abonnenten mehr bei reinen Digital-Abos und nimmt damit 99 Mio Dollar ein, ein Anstieg um fast 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Durch den Anstieg im Digitalen konnte die "New York Times" Verluste beim Anzeigenverkauf in Print abfangen. Der Umsatz stieg um 2 % auf 415 Mio Dollar, bei einem Gewinn von fast 24 Mio Dollar.
nytimes.com

Lipinski: Funke ordnet bei seiner Tochter BZV Medienhaus einen Sparkurs an.

Funke verschlankt bei seiner Tochter BZV Medienhaus, u.a. Herausgeber der "Braunschweiger Zeitung", die Organisation, schreibt Gregory Lipinski. Dabei soll eine Art kaufmännischer und redaktioneller Pool entstehen, für den alle Sekretariate aus den Lokalredaktionen sowie aus Vertrieb und Service zusammengelegt werden. Betroffen seien rund 20 Mitarbeiter, darunter keine Redakteure.
meedia.de

Straßenzeitungen in Deutschland sind regional sehr unterschiedlich aufgestellt.

Straßenzeitungen wie "Kippe" aus Leipzig oder "Hinz&Kunzt" in Hamburg haben sich in den vergangenen Jahren professionalisiert, berichtet Miriam Heinbuch. Anders als in Großbritannien seien die Titel regional aber sehr unterschiedlich aufgestellt, weshalb von einer Krise nicht die Rede sein könne. In jeder Stadt müssten sich die Titel individuell den Gegebenheiten anpassen.
taz.de

Wettbewerbsbehörde tiefenprüft Tamedias Kauf der "Basler Zeitung".

Tamedia muss sich bei der Übernahme der "Basler Zeitung" noch etwas gedulden, die Schweizer Kartellis von der Weko prüfen den Deal "vertieft". Tamedia rechnet mit einer Entscheidung bis spätestens Jahresende. Auch der Gegentransfer der von 65 % am "Tagblatt der Stadt Zürich" und weiteren Gratiszeitungen an die Zeitungshaus AG liegt damit vorerst auf Eis.
persoenlich.com, marco.ch (PDF), turi2.de (Background)

Andreas Ambrosius und Jörg-Peter Rau steigen beim "Südkurier" in die Chefredaktion auf.

Südkurier befördert Andreas Ambrosius (Foto) und Jörg-Peter Rau in die Chefredaktion. Beide verantworten dort künftig das Lokal-Geschäft. Ambrosius, seit 1995 im Verlag, ist als Regionalleiter bisher für die Redaktionen im nördlichen Bodenseegebiet verantwortlich. Rau, seit 2003 beim "Südkurier", hat die gleiche Aufgabe westlich des Bodensees.
kress.de

"Kontext-Wochenzeitung" unterliegt im Rechtsstreit mit AfD-Mitarbeiter.


Ohne Namen: Die Kontext-Wochenzeitung darf einen AfD-Mitarbeiter im Stuttgarter Landtag nicht mehr namentlich nennen, urteilt das Landgericht Mannheim und erlässt eine einstweilige Verfügung. "Kontext" hatte 17.000 Seiten Facebook-Chatprotokolle bekommen, die dem Mann eine rechtsradikale und antisemitische Haltung nahelegen. Der AfD-Mitarbeiter sagt, die Texte seien manipuliert und nicht von ihm. "Kontext" muss den Namen nun aus seinen Beiträgen löschen.

Das Gericht hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass die vorgelegten 17.000 Seiten in dem Eilverfahren nicht zu verarbeiten sein. "Kontext"-Anwalt Markus Köhler ist sich sicher: Bei genauerer Beschäftigung mit den Chatprotokollen hätten die Richter keinen Zweifel mehr an der Echtheit der Dokumente gehabt. "Kontext"-Chefredakteurin Susanne Stiefel nennt das Urteil eine "herbe Niederlage für die Pressefreiheit". Jeder Journalist werde jetzt mit der "juristischen Keule" bedroht, wenn er über die AfD berichte. Anwalt Köhler will in Revision gehen.
swr.de, kontextwochenzeitung.de, turi2.de (Background)

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Mitmachen! Bürgerpreis der Zeitungen: Noch bis 31. Juli können die Chefredaktionen der Zeitungen in Deutschland ihren Vorschlag für die Bürgerin/den Bürger des Jahres beim BDZV einreichen. Ausgezeichnet werden Personen und Institutionen, die sich für andere Menschen oder eine große Idee einsetzen und damit Vorbild sind. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. www.bdzv.de/buergerpreis/

Annäherungsversuch: "NYT"-Verleger Arthur Gregg Sulzberger trifft Donald Trump.


Ziemlich beste Feinde: Arthur Gregg Sulzberger, Verleger der "New York Times", hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen seine Sorgen über dessen "höchst beunruhigende Anti-Presse-Rhetorik“ vorgetragen. Das Treffen fand bereits am 20. Juli statt und sollte auf Wunsch von Trumps Beratern eigentlich vertraulich bleiben. Allerdings gibt es eine undichte Stelle im Weißen Haus: Donald Trump. Der twittert am Sonntag, er habe mit Sulzberger über die "riesigen Mengen Fake News" gesprochen und "wie diese Fake News sich zur Redewendung 'Feind des Volks' gewandelt" hätten.

Sulzberger schreibt dazu in einem Statement: Trumps Sprache sei "nicht nur spalterisch, sondern zunehmend gefährlich". Der Verleger der "New York Times" wolle den Präsidenten nicht davon abbringen, gegen die "NYT" zu schießen, sondern vielmehr seine generellen Angriffe auf Journalisten zu überdenken. Per Twitter legt Trump nach: Er werde einen Ausverkauf des Landes "durch Anti-Trump-Hasser in der sterbenden Zeitungsbranche" nicht zulassen. Die "angeschlagene 'New York Times'" und die "Amazon Washington Post" schrieben "nichts als schlechte Geschichten, auch über Erfolge". Das klingt nicht so, als hätte das Treffen mit Sulzberger große Annäherung gebracht.
haz.de, sueddeutsche.de, theguardian.com

"taz"-Reporterin Barbara Bollwahn, 54, ist tot.

Barbara Bollwahn ist tot. Die langjährige "taz"-Reporterin ist am Samstag im Alter von 54 Jahren in Folge einer unheilbaren Krankheit in Berlin gestorben. Barbara Bollwahn war in der DDR Spanisch-Dolmetscherin, 1991 kam sie zur "taz", ab 2007 schrieb sie auch Jugendbücher. Bollwahn habe das Neue geliebt, "war durstig und hungrig danach", ihre Protagonisten sah sie "nie funktional als Figuren, sondern begegnete ihnen als Menschen", schreibt "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch in seinem Nachruf.
taz.de

Wir graturilieren: Frank Dopheide wird 55.


Wir graturilieren: Frank Dopheide, Chef der Handelsblatt Media Group, feiert heute seinen 55. Geburtstag am "schönsten Strand Südhollands" in Noord-Beveland. Mit ihm feiern seine Frau und die drei Kinder, von denen es zum Ehrentag selbstgebastelte Geschenke gibt. Ansonsten macht Frank Dopheide heute, "was man im Paradies eben so macht": Stand Up Paddling und Krebse am Bootssteg fangen.

Das beste am abgelaufenen Jahr waren die "1.700 fröhlichen Gesichter" bei der Einzugsfeier in das neue Verlagshaus in der Toulouser Allee in Düsseldorf mit "allen Mitarbeitern plus Kind & Kegel". Für das kommende Lebensjahr wünscht sich Frank Dopheide, dass Donald Trump nicht noch einmal als Präsident antritt und Schalke 04 die Meisterschale holt. Gratulationen sollen "am liebsten von Herzen" kommen und können per E-Mail auf den Weg gebracht werden.

Tagesspiegel erscheint zum Christopher Street Day in Regenbogenfarben.

Tagesspiegel hüllt sich heute anlässlich des Christopher Street Days mit einer Sonderausgabe in Regenbogenfarben – dem internationalen Symbol der LGBTI-Bewegung. Mit der Aktion will der Tagesspiegel ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt setzen. Zur CSD-Parade in Berlin sollen die bunten Blätter verteilt werden. Die Aktion ist in Zusammenarbeit mit Scholz & Friends entstanden.
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Jüdische, britische Zeitungen warnen vor Antisemitismus der Labour-Partei.

Großbritannien: Die drei größten jüdischen Zeitungen "Jewish News", "Jewish Chronicle" und "Jewish Telegraph" erscheinen diese Woche mit gleichen Titelseiten, um auf die "existenzielle Bedrohung jüdischen Lebens in diesem Land" aufmerksam zu machen, die sie durch die Labour-Partei befürchten. Die drei Blätter sind eigentlich Konkurrenten. Großbritannien hat nach Frankreich die zweitgrößte jüdische Gemeinde Europas.
taz.de

Native-Werbung ist Treiber in der Handelsblatt-Vermarktung.

Native Advertising ist bei der Handelsblatt Media Group für 40 % der Werbeerlöse verantwortlich, legt Geschäftsführer Frank Dopheide offen. Die Erlöse aus digitaler Vermarktung haben Print inzwischen überholt. Dopheide verrät auch, dass der Verlag jedes Jahr sechsstellige Beträge verliert, weil Unternehmen nach einem unliebsamen Artikel Anzeigen stornieren.
"Horizont" 30/2018, S. 12-13 (Paid)

Zitat: 1.106 Mitarbeiter ersetzen einen Steingart, sagt Frank Dopheide.

"Weil wir Gabor nicht nachbauen konnten, sind wir vom System Leitwolf auf Schwarmintelligenz gewechselt. Alle 1.106 Mitarbeiter müssen etwas mehr strampeln. Hat aber funktioniert."

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide spricht mit Roland Pimpl über die Lücke, die Gabor Steingart hinterlässt – und glaubt, dass genug Platz auf dem Markt ist für zwei getrennte Marken Handelsblatt und Steingart.
"Horizont" 30/2018, S. 12-13 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Der Kulturwandel ist eine noch größere Herausforderung als der Technologiewandel. Die Technologie ändert sich auch ohne uns – ihre pure Handhabung lernt man schnell."

"Die technischen Möglichkeiten haben unsere Vorstellungskraft überholt. Wir müssen unsere Phantasie aufrüsten."

"Am Anfang der Erlöskette steht der einzelne Leser. Zu lange haben die Verlockungen des großen Geldes unser Augenmerk auf die Werbeindustrie gelenkt. Wir haben die Leser zwar mitgenommen, aber eher im Gepäckraum."

Gericht: Newsangebot rbb24.de von Januar 2017 war unzulässig.

RBB unterliegt im Rechtsstreit mit Zeitungsverlegern aus Berlin und Brandenburg. Das Nachrichtenangebot von rbb24.de vom 23. Januar 2017 sei juristisch nicht zulässig, urteilt das Landgericht Potsdam. Die Begründung steht noch aus. Der RBB sagt, das heutige Angebot sei "inhaltlich und formal" bereits "weit entfernt" von dem im Januar 2017. Der Sender will künftig noch stärker auf Audio und Video setzen.
presseportal.de, meedia.de, turi2.de (Background)

Pakistan: Militär schüchtert kritische Journalisten ein.

Pakistan: Journalisten, die sich kritisch über das Militär im Land äußern, berichten von Entführungen und Einschüchterungen, schreibt Silke Diettrich. Der Blogger Salman Haidar lebt mittlerweile im Exil und berichtet, gefoltert worden zu sein. Kritische Berichte kämen nur in von der Elite gelesenen, englischsprachigen Medien und dem Internet vor. Zeitungen in der von den meisten Einwohnern gesprochenen Sprache Urdu würden von Militär kontrolliert.
deutschlandfunk.de