Basta: Für 25 Euro geht’s mit "Bild" ins Bett.

Mit "Bild" ins Bett gehen eigentlich nur verzweifelte D-Promis auf der Suche nach Aufmerksamkeit oder Politiker, die Dreck am Stecken haben. Zum 65. "Bild"-Geburtstag verkauft die Warenhauskette Real nun eine Nacht mit "Bild" zum Sonderpreis von 25 Euro. Kein unmoralisches Angebot, sondern Bettwäsche, die einer Titelseite von "Bild" nachempfunden ist. In den Schlafzimmern von Kai, Julian und Tanit wahrscheinlich längst Pflicht-Ausstattung.
"Bild", S. 4 (Anzeige), real.deKommentieren ...

Umfrage: Medien-Konzernchefs bewerten Zukunftsaussichten positiver als 2016.

Medien-Konzernchefs blicken optimistischer in die Zukunft als 2016, sagt eine nicht-repräsentative Umfrage der Berater von PwC. Rund 33 % der 95 befragten Chefs von Medien- und Entertainmentkonzernen in 35 Ländern sehen die Umsatzaussichten ihrer Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten sehr zuversichtlich. 59 % wollen neue strategische Allianzen oder Joint Ventures eingehen. Mit ihren Optimismus-Werten liege die Medienbranche über dem Durchschnitt aller Branchen.
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Christoph Keese denkt radikal digital – weil der Wandel extrem ausfällt.


Frisch voraus: Christoph Keese hat keine Zeit zum Verschnaufen. Die Digitalisierung verläuft immer schneller. Mehr und mehr Bereiche sind betroffen. Springer-Manager Keese fasst beim Kongress Zeitung Digital für turi2.tv die Entwicklungen zusammen. Sein persönliches Motto stammt vom französischen Lyriker Arthur Rimbaud: "Il faut être absolument moderne" – frei übersetzt: Mach dich selbst zur Speerspitze des Fortschritts.

"Mich hat früh eine Experimentierfreude befallen", sagt Keese, der durch private Neugierde getrieben auch immer nach dem neuesten Handy Ausschau hält. Das Nachdenken über digitale Geschäftsmodelle machte ihn zum "Mister Leistungsschutzrecht". Heute steht Keese mit der Springer-Tochter Hy anderen Unternehmen bei der Digitalisierung zur Seite.

Keese ist überzeugt, dass jeder mit möglichst vielen gesammelten Infos und Menschenverstand drei bis fünf Jahre vorhersehen kann. Doch kein Individuum könne alleine alles verstehen – es brauche Berater, Kooperationen und Netzwerke. Autoherstellern und Banken rät Keese einen Blick auf die Verlagsbranche: "Die anderen Branchen haben den Vorteil, dass sie von den Medien lernen können. Aber sie haben den Nachteil, dass sie viel weniger Zeit zur Verfügung haben."
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Ulrike Simon: Journalisten sind Schuld am Bedeutungsverlust der Bundespressekonferenz.

Bundespressekonferenz verliert an Bedeutung, beobachtet Ulrike Simon. Oft finden die Fragestunden mit Ministeriumssprechern vor leeren Rängen statt. Grund sind die Sparmaßnahmen vieler Redaktionen: Wer einen langen Anfahrtsweg hat, schaut sich die Konferenzen lieber im Livestream an. Nun denkt der Verein der Bundespressekonferenz über Reformen nach. So könnte der Livestream künftig nicht mehr live, sondern zeitversetzt gesendet werden. Damit würden diejenigen bestraft, die nicht erscheinen. Die Bundespressekonferenz ist eine weltweit einzigartige Einrichtung, die von Journalisten getragen wird. Die Politiker sind nur zu Gast.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Universal-Music-Chef Frank Briegmann gibt sich mit Reichweite allein nicht zufrieden.

"Reichweite zahlt uns keine Rechnung."

Frank Briegmann, Chef von Universal Music, motiviert alle Inhalte-Anbieter, die Hand aufzuhalten.
turi2 vor Ort bei Zeitung Digital in Berlin.

 

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Briegmann rät: "Unterschätzen Sie nicht das haptische Erlebnis". (Dezember 2015)

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Springer verteilt zum 65. "Bild"-Geburtstag 41 Mio Gratis-Zeitungen an alle Haushalte.

Bild zwangsbeglückt ganz Deutschland mit einer Gratis-Ausgabe zum 65. Geburtstag. Die Deutsche Post liefert 41 Mio Exemplare an alle deutschen Haushalte. In der Sonderausgabe, die parallel zur regulären, tagesaktuellen "Bild" erscheint, schreiben u.a. Angela Merkel und Martin Schulz über ihr Deutschland und Europa. Im Gegensatz zu früheren Gratis-Ausgaben hat Springer auf eine große, öffentliche Ankündigung im Vorfeld verzichtet - und sich damit logistisch aufwendige Zustellverweigerer vom Hals gehalten.
axelspringer.de, meedia.deKommentieren ...

DuMont steigert Erlöse bei Regionalmedien.

DuMont setzt im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 592 Mio Euro um, rund 1 % mehr als 2015. Als Gewinn verbucht die Mediengruppe 3,2 Mio Euro - im Vorjahr standen 4,9 Mio Euro. Das operative Ergebnis ist kräftig gewachsen, ohne "einmalige Sondereffekte" liegt der Ebitda bei 67,2 Mio Euro. Die Zahlen sind nur begrenzt mit Vorjahreswerten vergleichbar, denn DuMont hat von der IFRS-Bilanz auf Bilanzierung nach deutschem Handelsrecht umgestellt. Alle Regionalmedien hätten ihre Erlöse in Vermarktung und Vertrieb gesteigert. Im Berichtsjahr sei DuMonts Belegschaft um 261 auf 3.637 Beschäftigte angewachsen.
dumont.de, meedia.deKommentieren ...

"Zapp" berichtet über die Schwierigkeiten freier Autoren, genug Geld zu verdienen.

Freie Autoren können von den ihnen gezahlten Zeilenhonoraren kaum leben, berichtet "Zapp". Das Thema werde in den Zeitungen selbst jedoch nicht aufgegriffen. Daher berichtet das NDR-Magazin symbolisch in Form einer Zeitung über das Thema. Viele Verleger sehen kein Problem. Der Verband Freischreiber hingegen fordert, Autoren nach Aufwand zu bezahlen.
ndr.de (5:30-Min-Video), ndr.de Zeitung als PDFKommentieren ...

"Zeit"-Interview: Ex-"Bild"-Chef Günter Prinz findet "Bild" heute langweilig.

Günter Prinz, 87, von 1971 bis 1981 Chef der "Bild", geht im Interview mit der "Zeit" hart mit den heutigen Machern des Boulevard-Blatts ins Gericht: Er lese die Zeitung nicht mehr, weil sie ihm zu langweilig sei. Prinz, der in der Zeit der Studentenbewegung zeitweise Bodyguards hatte, verteidigt überspitzte Schlagzeilen aus der Zeit. Wenn von 10.000 Schlagzeilen 100 misslungen seien, finde er das zwar schlimm, "aber die Quote ist halbwegs okay".

Günter Prinz gibt den Verlegern von "stern", "Spiegel" und "Zeit" eine Mitschuld daran, dass 1968 Steine und Brandsätze gegen das Springer-Hochhaus flogen. Zwar habe niemand gewollt, dass Steine fliegen, die Kampagne gegen Springer sei "ohne die publizistische Unterstützung der anderen großen Blätter" nicht möglich gewesen.
"Zeit", 26/2017, zeit.de (Vorab) Kommentieren ...

Meedia: "Mitteldeutsche Zeitung" streicht 19 Sekretariats- und Service-Stellen.

Mitteldeutsche Zeitung baut 19 Service- und Sekretariats-Stellen ab, schreibt Marvin Schade. Unter anderem soll ein Service-Center in Halle mit fünf Stellen geschlossen werden. Besitzer DuMont sagt, in Zeiten der Digitalisierung reiche eine andere Service-Stelle in Halle aus. Der Verlag wolle sozialverträgliche Lösungen für den Stellenabbau finden.
meedia.deKommentieren ...

Meedia: "FAZ" baut Anzeigenvermarktung um.

FAZ baut die Anzeigenvermarktung für den Stellenmarkt um, schreibt Meedia. Demnach stehen die Außenbüros - u.a. in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München - auf dem Prüfstand. "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner wolle den Bereich auf eine "lösungsorientierte Beratung und den Verkauf von individuellen Kommunikationskonzepten" neu ausrichten. In "FAZ"-Kreisen werde befürchtet, dass sich Lindner von einem Großteil der Außenbüros trennen will, um die Arbeit am Verlagssitz Frankfurt zu konzentrieren.
meedia.de1 Kommentar

Bundespressekonferenz: Bundestag beschränkt Arbeit von Journalisten.

Bundestag behindert die Arbeit von Journalisten, kritisieren die Bundespressekonferenz und der DJV. Es sei nicht zu verstehen, dass künftig alle Mitglieder der Bundespressekonferenz "Sicherheitsüberprüfungen wie an Flughäfen" unterzogen würden. Die Bewegungsfreiheit für Journalisten in den Gebäuden des Bundestags werde eingeschränkt, etwa beim Zugang zur Reichstagskuppel. Kritisch sei auch, dass die Politik-Journalisten künftig für jedes Jahr eine neue Akkreditierung für den Bundestag benötigen. Bisher gelten die Akkreditierungen bis zu eine Legislaturperiode lang.
tagesspiegel.deKommentieren ...

dpa GmbH steigert Umsatz 2016 durch Umgliederungs-Effekte auf 94 Mio Euro.

dpa GmbH meldet für 2016 einen Umsatz von 94 Mio Euro, ein Plus von 3,3 Mio, das durch Umgliederungs-Effekte zustande kommt. Als Jahresüberschuss bleiben knapp 1,4 Mio Euro, in denen allerdings Ausschüttungen der dpa-Töchter schon enthalten sind. 2015 waren es noch 1,8 Mio, vor allem Sportereignisse waren 2016 teurer. Die gesamte dpa-Gruppe erreicht 2016 einen Umsatz von 136,2 Mio Euro.
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BuzzFeed: Angebliche Freundin von Andreas Lubitz hat ihre Geschichte wohl erfunden.


"Bild" als Betrugs-Opfer? BuzzFeed gibt neue Hinweise darauf, dass die angebliche Freundin von Germanwings-Pilot Andreas Lubitz ihre Geschichte erfunden und "Bild" getäuscht hat. Petra Sorge schreibt, dass Maria W. auch RTL ein Interview angeboten habe. Der Reporter des Senders hatte aber demnach erhebliche Zweifel an der Geschichte der Frau und der Beziehung zu Lubitz. Auch die Identität der Frau habe sich als gefälscht herausgestellt.

"Bild" will sich "zu Quellen und redaktionellen Abläufen" gegenüber BuzzFeed nicht äußern, besteht aber darauf, Lubitz' angebliche Freundin korrekt zitiert zu haben. Die Frau war in "Bild" als Flugbegleiterin und Lubitz' Ex-Freundin aufgetreten. Laut BuzzFeed arbeitet sie stattdessen wohl als PR-Managerin. Sie hatte den Todespiloten als aggressiv beschrieben und Lubitz mit den Worten zitiert: "Eines Tages wird jeder meinen Namen kennen."
buzzfeed.com, meedia.de turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"St. Galler Tagblatt" und Partner starten Gratis-Wochenzeitung.

St. Galler Tagblatt und seine Partner-Zeitungen launchen in der Ostschweiz die Gratis-Wochenzeitung "A". Das Blatt erscheint ab 17. August donnerstags mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren. Die Zeitung integriert die Inhalte bisheriger Gratis-Zeitungen und soll u.a. Interviews, Portäts und Tipps für Freizeitaktivitäten liefern.
persoenlich.com, nzzmediengruppe.chKommentieren ...

Wann kommen Ihnen die besten Ideen, Herr Steingart?


Mehr Muße wagen: Gabor Steingart gibt im Gespräch mit Peter Turi tiefe Einblicke in den Modus Operandi des modernen Verlegers. Steingart rät ab von Termin-Taktungen im Wall-Street-Style. Ideen entstehen, wenn Kopf und Kalender frei sind. Mit klarem Blick analysiert Steingart für die turi2 edition4: Manche Medienmarke kümmert sich "in nostalgischer, fast weinerlicher Absicht" um das Vergangene, statt mutig die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Weiterlesen und Videos schauen …

Georg Löwisch entschuldigt sich für missglückten "taz"-Titel zum Tod von Helmut Kohl.

taz gibt zu, dass der Titel zum Tod von Altkanzler Helmut Kohl "missglückt" ist. Chefredakteur Georg Löwisch schreibt "in eigener Sache", dass die "taz" ihre Titel "lieber frech und frei als brav" gestalte – das sei danebengegangen. Ein Witz, "der von so vielen falsch verstanden" werde, sei schlecht. Die Redaktion habe versucht, mit der Titelseite einen Kontrapunkt zur unkritischen Verklärung zu setzen, die häufig einsetze, wenn ehemals Mächtige sterben.

Die Zeitung hatte mit der Schlagzeile "Blühende Landschaften" ein Arrangement aus Trauerkränzen bebildert und dafür bei Facebook und Twitter massive Empörung geerntet.
taz.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

"Kieler Nachrichten" wollen wissen, ob Journalisten illegal abgehört wurden.

Kieler Nachrichten haben den Verdacht, dass Journalisten der Zeitung illegal abgehört wurden. Einen Fragenkatalog der Zeitung hat das Innenministerium an den Generalstaatsanwalt weitergeleitet, der nun prüfen soll, ob es tatsächlich Abhöraktionen gab. Parallel berichtet die Madsack-Zeitungen über eine umfangreiche Kontroll-Aktion bei der Landespolizei. Die gesamte Internet-Kommunikation der vergangenen drei Monate werde überprüft. Im Visier seien auch Beamte, die in Verdacht stehen, Kontakt zu kritischen Journalisten zu haben.
kn-online.de, taz.de
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EU-Finanzminister vertagen einheitliche Steuer für Presse und Bücher.

Reduzierte Mehrwertsteuer für E-Paper und E-Books lässt weiter auf sich warten. Der EU-Finanzministerrat kann sich wegen des Vetos eines Mitgliedsstaates nicht einigen, beklagen BDZV und VDZ. In Deutschland gilt für die gedruckte Presse ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Für digitale Produkte und auch E-Books sind die vollen 19 % fällig.
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Amazon eröffnet seinen Online-Kiosk Amazon Newsstand in Deutschland.


Büdchen im Netz: Amazon bringt seinen digitalen Kiosk Amazon Newsstand noch diesen Monat nach Deutschland, erfährt DNV Online von mehreren Verlagen und Dienstleistern. Im Sortiment soll es Einzelhefte und Abos geben – von wie vielen Titeln ist noch nicht bekannt. In den Filialen in den USA und Großbritannien liegen bereits die "Süddeutsche", das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" im virtuellen Regal. Einige Verlage sehen das Angebot mit Bauchschmerzen, weil dort verkaufte Exemplare (noch) nicht in die IVW-Statistik zählen.

Amazon verteilt außerdem viele Freiexemplare. In den USA beginnt ein Magazin-Abo mit 30 Gratis-Tagen, ein Zeitungs-Abo mit 14 Tagen für lau. Ein solches Angebot könnte verlagseigene Konditionen schlecht erscheinen lassen – sofern der Verlag nichts kostenlos anbietet. Mittelfristig soll sich die Auslage im Amazon-Kiosk lohnen, schreibt DNV Online. Die "Financial Times" berichte von signifikanten und stabilen Abo-Zahlen. (Foto: Ian Ehm für die turi2 edition1)
dnv-online.net, amazon.com (internationaler Kiosk)Kommentieren ...

Zitat: Inhaftierte Journalisten in der Türkei sind politische Gefangene, sagt Oğuz Güven.

"Sie alle kennen den wahren Grund ihrer Inhaftierung. Keiner von ihnen hat sich zur Stimme des Regimes instrumentalisieren lassen. Sie sitzen als politische Gefangene in Haft, dessen sind sie sich bewusst."

Oğuz Güven, Online-Chef von "Cumhuriyet", ist am Mittwoch nach 30 Tagen aus der Haft entlassen worden und fühlt sich, als habe er seine inhaftierten Kollegen "zurückgelassen".
taz.deKommentieren ...

"kresspro": VDZ-Präsident Holthoff-Pförtner sieht Fake News als Chance für Verlage und verteidigt Yellow-Titel.


Fake News nein, Yellow Press ja: Stephan Holthoff-Pförtner, VDZ-Präsident und Funke-Gesellschafter, outet sich im Titel-Interview mit kresspro als Klatschblatt-Leser: Er selbst lese die Funke-Yellows "mit großem Genuss" und spielt die Übertreibungen der bunten Blätter herunter. "Wer Yellows kauft, weiß, dass er Unterhaltung bekommt. Nicht mehr und nicht weniger", sagt Holthoff-Pförtner und gibt sich überzeugt, dass die Mehrheit der Leser Nachrichten und Yellow Press auseinanderhalten könne.

Zuvor plädiert Holthoff-Pförtner für Investitionen ins journalistische Produkt. Er sieht in Fake News eine Chance für Verlage und Verleger, die Pressefreiheit zu sichern und warnt: "Wir haben zu viele Leute nicht mitgenommen. Die Medien spielen da eine tragende Rolle." Facebook habe zwar klassischen Medien die "alleinige Hoheit" über die Verbreitung von Nachrichten abgenommen, doch nicht jeder, der dort veröffentliche, tue das mit der Sorgfalt eines Verlages. Daher gewinne die Quelle einer Nachricht an Bedeutung.

Verlage müssten in der Bevölkerung das "journalistische Markenbewusstsein" stärken, zu dem auch gehöre, dass es Pressefreiheit und Qualitätsjournalismus nicht umsonst gebe. "Die Leute regen sich wahnsinnig auf, wenn irgendein Huhn nicht frei herumgelaufen ist. Ob ein Journalist frei herumläuft, ist viel zu vielen egal", gibt Holthoff-Pförtner zu bedenken. "Hier müssen wir Medienhäuser ansetzen. Alles andere ist gefährlich für unsere Gesellschaft."

Interviewer Bülend Ürük spricht mit Holthoff-Pförtner auch über den Streit beim VDZ, der Ende 2016 zum Rückzug der Hamburger Verlage um Gruner + Jahr führte, allerdings ohne neue Erkenntnis. Zudem befragt Ürük den Verleger-Präsidenten zu dessen Homosexualität und seinem Outing. "Ich habe lange geglaubt, damit leben zu können, ohne es zu thematisieren. Das geht aber nicht." Als Grund für sein Comingout nennt er Google. "Ich wollte nicht, dass jemand meinen Namen eingibt und dann überprüft, wie es um mein Privatleben steht."
"kresspro" 5/2017, S. 16-22 (E-Paper)

Aus dem Archiv von turi2.tv: VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner will für die Medienfreiheit kämpfen.
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Newspaper Impact betreut Einzelverkauf von "Lübecker Nachrichten" und "Ostsee-Zeitung".

Madsack gibt die Einzelverkaufsbetreuung von Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung an Newspaper Impact ab, den Nationalvertrieb von Springer. Newspaper Impact übernimmt für die beiden Madsack-Blätter u.a. Markt-Beobachtung und -Analyse sowie Marketing-Dienstleistungen und setzt auf Vertriebskooperationen mit "Bild" und "Welt".
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Michael Jürgs schreibt einen Online-Fortsetzungsroman für den "Tagesspiegel".


Literarischer Kanzler-Kampf: Der frühere "stern"-Chefredakteur Michael Jürgs veröffentlicht ab Freitag einen täglichen Fortsetzungsroman zur Bundestagswahl. Sein Politthriller erscheint in 100 Folgen auf tagesspiegel.de ausschließlich online. Die "Tagesspiegel"-Chefs Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt haben Jürgs persönlich gewonnen.

Der "Tagesspiegel" hofft auf Stammleser: Fortsetzungsromane seien ein klassisches Mittel zur Leserbindung, heißt es vom Verlag. Jürgs will in seine Geschichten viel Reales einbauen – voraussichtlich also auch tagesaktuelle Entwicklungen aufgreifen. Neben den Texten will der "Tagesspiegel" Bilderrätsel und Illustrationen über soziale Medien verbreiten. Jürgs ist ein viel gefragter politischer Kommentator und Sachbuch-Autor. (Foto: Paul Zinken / dpa / Picture Alliance)
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"Berliner Morgenpost" will mit eigenen Seiten aus Bezirken berichten.

Berliner Morgenpost geht in den Straßenkampf: Chefredakteur Carsten Erdmann testet noch diesen Sommer Lokalseiten für einzelne Bezirke im Westen der Stadt. Die "Morgenpost" startet mit einem Bezirk, drei könnten folgen – mit jeweils eigenem Büro und drei Redakteuren. Der "Tagesspiegel" probiert es – von Google finanziert – mit kostenlosen E-Mail-Newslettern für die Bezirke.
horizont.netKommentieren ...

Ex-Berliner: "Guardian" stellt sein Format auf Tabloid um.

GuardianGuardian verabschiedet sich vom Berliner Format und will seine Leser künftig mit Tabloid-Seiten ansprechen. Der "Guardian" war der erste und einzige wichtige britische Titel, der das Berliner Format nutzte. Die Umstellung bedeutet wohl auch, dass der Druck künftig an Trinity Mirror outgesourct wird, um Kosten zu sparen.
telegraph.co.ukKommentieren ...

Wir graturilieren: Carsten Erdmann wird 51.


Wir graturilieren: Carsten Erdmann, Chefredakteur der "Berliner Morgenpost", wird heute 51 Jahre alt. Im Job lief's rund: Die Einführung der Kompaktausgabe "Berliner Morgenpost Kompakt" hat Erdmann gezeigt, dass Print eben doch noch geht, nebenbei schrieb das Team mit Das ist Berlin ein neue Hymne für die Stadt und sammelte ein paar Popstar-Momente. Als erschütternde Ausnahmesituation erlebte Erdmann hingegen den Terroranschlag am Breitscheidplatz, nur wenige Meter von der Redaktion entfernt.

Zur Zeit beschäftigt ihn ein neues journalistisches Projekt für Berlin. Außerdem wäre Erdmann gern der initialzündende Daniel Düsentrieb eines Modells, mit dem guter Journalismus auch in der digitalen Welt nachhaltig finanziert werden kann und das weiter trägt als zur Keynote beim nächsten Branchenkongress. Seinen Geburtstag feiert er heute auf dem Berliner Wasser. Zurück an Land wird er Facebook und Twitter lesen und in seine Mailbox reinhören, vielleicht singt ihm dort jemand ein Ständchen – auf all diesen Wegen sind sie jedenfalls willkommen, das Glück und der Segen. Kommentieren ...

Marco Fenske will bei Madsack mit Fußball-Inhalten Bundesliga spielen.


Traffic mit Toren: Madsack verzeichnet dank dem Zugpferd Fußball digitales Wachstum. Sportchef Marco Fenske blickt im turi2.tv-Interview zufrieden auf die ersten Monate des Portals Sportbuzzer – unter der Marke bündelt der Verlag Fußball-Inhalte. Weitere Sportarten sollen folgen. Fenske vergleicht den Sportclub Madsack – nicht zuletzt wegen der verlagseigenen "Leipziger Volkszeitung" – mit dem RB Leipzig: "Wir spielen Bundesliga und haben Spaß daran gefunden."

Mit "Bild" und "Kicker" will sich Fenske noch nicht messen. Sicher ist aber, dass sich der Sportbuzzer in den Top 10 der deutschen Sportseiten festsetzen soll. Dabei hilft nicht nur der große Sport. Madsack, selbst in der ländlichen Umgebung zuhause, setzt auf Amateurfußball mit seinen Dorfclubs und deren Millionen Anhänger. "Der Amateurfußball ist die Basis", sagt Fenske – und macht zudem Sportbuzzer-Fernsehen im Netz.
turi2.tv (4-Min-Interview auf dem YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

PwC-Studie: Digitalumsätze stellen analoges Geschäft in den Schatten.

Digitale Umsätze übertrumpfen inzwischen die analogen, dokumentiert eine weltweite Studie der Berater von PwC. Die Musikbranche verdient 2016 mit Streaming und Downloads erstmals mehr als mit Tonträgern. Dieses Jahr überholt Video-on-Demand DVD und Bluray, in Online-Werbung fließt mehr Geld als ins TV. PwC rät zu konsequenter Digitalisierung, notiert Christian Meier in seinem wiederbelebten (digitalen) Blog.
medien.welt.deKommentieren ...

Basta: Springer verschenkt "Bild" in den heimischen Briefkasten.

"Bild" bettelt: Springer will mit allen Mitteln bunt bedrucktes Papier unters Volk bringen. Bundesweit wirbt "Bild" auf dem Titel, sich die Zeitung zwei Jahre nach Hause liefern zu lassen. Wer sich erbarmt, bekommt 250 Euro per Verrechnungsscheck – bei einem Copypreis von 0,90 Euro der Gegenwert von knapp einem Jahr "Bild"-Zeitung.
"Bild", S. 1, lesershop24.deKommentieren ...