Zitat: Sergej Lochthofen traut Funkes Sparplänen für Thüringen nicht.

"In Essen haben sie keine Vorstellung davon, wie die Orte in Thüringen heißen, wer die Leser überhaupt sind und was die hier so machen."

Sergej Lochthofen, ehemaliger Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen", sieht in Funkes Zukunftsprogramm einen Print-Rückzug auf Raten. Der Standort Thüringen sei in Essen "offensichtlich unwichtig", sagt er der "FAZ".
faz.net

Apple News: Einige US-Magazinverlage akzeptieren Apples hartes Angebot.

Apple hat bereits einige Zeitschriftenverlage für seine geplantes Digitalkiosk-Flatrate gewonnen - trotz der umstrittenen Umsatzaufteilung von je 50 %, schreibt Peter Kafka. Die Logik der teilnehmenden Verlage sei, dass ein niedrigerer Prozentsatz einer großen Geldsumme besser wäre als ein höherer Anteil an einem kleinen Betrag.
recode.net, turi2.de (Background)

Meinung: Funke verfolgt die gleiche Taktik wie Madsack – aber weniger energisch.

Funke und Madsack sind Profiteure der Marktkonsolidierung auf dem Zeitungsmarkt und verfolgen eine ähnliche Taktik, schreibt Ulrike Simon in "Horizont". Allerdings gehe Madsack dabei konsequenter vor, habe neben einer Zentralredaktion auch die Verlagsbereiche zentralisiert. Funke ziehe jetzt erst nach. Außerdem ließen die Essener die Zügel lockerer, erlaubten den einzelnen Redaktionen mehr Freiheiten und benötigten deshalb bislang mehr Personal.
"Horizont" 07/2019, S. 14 (Paid)

Zitat: Apple fordert zu viel.

"Apple liebt den Journalismus so sehr, dass die Firma den Verlagen einen Deal anbietet, der noch schlechter ist als der, den die Musikindustrie bekommen hat."

Wolfgang Blau, Chef des Condé-Nast-Geschäfts außerhalb der USA, ist von der geplanten hälftigen Umsatzaufteilung bei Apple News, der geplanten Flatrate für Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften, nicht gerade begeistert.
twitter.com

Lokaljournalisten haben einen perfekten Themen-Fundus, glaubt Hannah Suppa.

Lokaljournalismus: Digitalisierung "serviert uns die Lösung auf dem Silbertablett", findet Hannah Suppa, Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Digitales Denken führe näher zum Leser zurück. Das Interesse dieses Lesers an seiner Umgebung sei größer denn je. Redakteure bräuchten intuitive Redaktionssysteme und ein Gefühl für die richtigen Themen. Suppa glaubt, Leser zahlen für Texte "über das Wohnen, die Stadtentwicklung, das Familienleben, den Verkehr und die Kinderbetreuung".
journalist-magazin.de

Meinung: Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff.

Funke redet von Verbesserung, meint aber Kürzung, schreibt Hans Hoff. Der Verlag wolle "agil ticken", doch hinter den PR-Leerformeln stecke Zynismus. Neu strukturiert werde nur das Leben der Ex-Mitarbeiter, ohne die im "Essener Protzbau" alles besser laufen solle. Die Folge seien aus Zentralredaktionen belieferte Zeitungstitel, in denen überall dasselbe stehe.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome?


Nachgeladen: Nikolaus Blome, Vize-Chef und Politik-Verantwortlicher bei Springers "Bild", kämpft seit Freitag mit einem eigenen Geschütz auf dem Zeitschriften-Markt. In Hamburg testet der Verlag "Bild Politik" als wöchentliches Nachrichten-Magazin – ganz ohne die übrigen Boulevard-Themen: Promis, Blut und Blech. Als "schlauere 'Bild'" will Blome das neue Heft trotzdem nicht bezeichnen. "Die 'Bild'-Zeitung ist wie ein Strauß für alles und alle, wie ein großes Fernseh-Programm", verteidigt Blome die Kollegen im Video-Interview mit turi2.tv. Das Fundament von "Bild Politik" bilde seine Politik-Redaktion, Autoren der Erstausgabe sind aber etwa auch "Auto Bild"-Chef Tom Drechsler und Frank Schmiechen.

Beim Pressetermin am Donnerstag in Hamburg gibt Blome sich gewiss, dass das Heft mit dem Untertitel "Die wichtigsten Fragen der Woche" ein Erfolg wird. Er sieht einen Widerspruch darin, dass das Land so politisiert ist wie lange nicht mehr, die Auflagen von "Spiegel", "Focus" und "stern" aber sinken. Diese Lücke wollen er und Redaktionsleiterin Selma Stern mit dem neuen Heft schließen. Dass sie dabei, ganz boulevard-typisch, auf Schlagzeilen setzen, die auch beim Wutbürger gut ankommen, zeigt der Titel des Erstlings mit der Frage: "Warum versagt unsere Regierung?"
turi2.tv (4-Min-Video)

"NZZ"-Interview: Mathias Döpfner liest Journalisten die Leviten.


Wahrheit statt Meinung: Mathias Döpfner holt im großen Interview mit der "NZZ" zum Rundumschlag gegen den Gesinnungs-Journalismus aus. Er wirft vielen Journalisten vor, sich "zutiefst unjournalistisch" zu verhalten und sieht die Causa Relotius als systemisches Problem des "Spiegels" und "ein Indiz dafür, was in der Branche schiefläuft". Viele Journalisten wollen bei den Kollegen gut ankommen, statt "nonkonformistisch die andere Seite der Medaille zu beleuchten", sagt Döpfner. Wer als Journalist etwa antrete, um die AfD zu verhindern, werde sie damit stärken.

Döpfner spricht mit den "NZZ"-Journalisten Benedict Neff und René Scheu auch über sein Aktienpaket am Springer-Konzern, das derzeit 150 Mio Euro wert ist. Obwohl er eine "Stresserfahrung" gemacht habe, als der Springer-Kurs während der Finanzkrise einknickte, nennt er die Beteiligung von Mitarbeitern am Unternehmen ein "Modell nicht nur für die Medienbranche". Das schärfe die "Bindekraft" und verhindere "eitelkeitsgetriebene Entscheidungen".
nzz.ch

Funke strukturiert um und streicht eine dreistellige Zahl von Stellen.

Funke entfacht Sparflamme: Die Funke-Mediengruppe streicht eine dreistellige Zahl von Stellen und will Kosten in Höhe eines zweistelligen Mio-Betrags einsparen, schreibt Ulrike Simon. Dafür werde die Druckerei in Essen mit 120 Mitarbeitern geschlossen. Funke verlagert den Druck der Printtitel komplett an den Standort Hagen und investiert hier einen niedrigen zweistelligen Mio-Betrag.

Auch die Berliner Zentralredaktion ist von den Streichungen betroffen. Der Rotstift wird hier in erster Linie bei den individuellen Anpassungen für die jeweiligen Printtitel angesetzt. Die Serviceredaktion lagert Funke an Tochter Raufeld Medien aus. In der Hauptstadt streicht Funke die Printausgabe "Berliner Morgenpost Kompakt", in NRW werde die Warsteiner Lokalausgabe der "Westfalenpost" wegfallen. In Hamburg plante Funke eine eine zentrale Redaktion für alle Wochenblätter. Die erhofften Synergien aus dem Springer-Funke-Deal mit dem Kauf der Springer-Regionalzeitungen hätten sich bisher nicht eingestellt, schreibt Ulrike Simon.
horizont.net (Paid), funkemedien.de, turi2.de (Background)

"Hamburger Morgenpost" investiert in den virtuellen Hamburger Hafen.

Hamburger Morgenpost eröffnet im Frühjahr einen Mini-Indoor-Freizeitpark über den Hamburger Hafen. Im Discovery Dock nahe der Elbphilharmonie bekommen die Besucher mittels VR-Technologie einen Einblick in die sonst verschlossene Hafenwelt und können z.B. Kranführer einer Containerbrücke spielen oder virtuell im Trockendock neben einem Container­schiff stehen. "Mopo"-Tochter DuMont Media investiert 3,5 Mio Euro in das Projekt.
wuv.de, dumont.de

Anne Krum wird stellvertretende Chefredakteurin der Funke-Zeitungen in NRW.

Funke befördert Anne Krum, 39, zur stellvertretenden Chefredakteurin für "WAZ", "Westfalenpost" und "Westfälischen Rundschau". Bei der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein-Zeitung" übernimmt sie die Verantwortung für die digitale Transformation. Krum war zuletzt Redaktionsleiterin der Onlineauftritte WAZ.de, NRZ.de, WP.de und WR.de.
funkemedien.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.

Telegraph Media verlagert die Medienproduktion komplett in die Google Cloud.


Alles nur gecloud: Die Telegraph Media Group will im Laufe des Jahres mit der gesamten Medienproduktion in die Google Cloud umziehen. Das britische Medienhaus will so die Abläufe im eigenen Unternehmen verbessern. Die Google-KI soll Journalisten bei ihrer Arbeit unterstützen und u.a. bei der Bildersuche helfen. In der "My Telegraph"-App soll die Google-Technologie den Lesern personalisierte Nachrichten hinsichtlich Interessen und auch bevorzugten Journalisten ausspielen.

Auch der Druck des "Daily Telegraph" soll durch die Google-KI optimiert und umweltfreundlicher werden. So soll die Print-Nachfrage täglich neu berechnet und damit Remittenden minimiert werden. Die Telegraph Media Group wendet sich damit von Amazons Cloud-Sparte AWS ab, mit der sie bisher auch teilweise zusammengearbeitet hat.
horizont.net, cloud.google.com

Hatice Akyün und Robert Ide schreiben Kolumnen für den "Tagesspiegel".

Tagesspiegel bekommt neue Kolumnen: Hatice Akyün (Foto) schreibt samstags im wöchentlichen Wechsel mit Pascale Hugues für das Ressort Meinung/Causa. Sie war bisher Kolumnistin der "Bild am Sonntag" und schrieb bereits von März 2011 bis Ende 2014 "Tagesspiegel"-Kolumnen. Harald Martenstein gibt nach 20 Jahren seine Berlinale-Kolumne an Robert Ide, Geschäftsführender Redakteur und Leiter der Berlin-Redaktion, ab. Deniz Utlu beendet seine Kolumne "Einträge ins Logbuch" und bleibt Essayistl
tagesspiegel.de

So sieht es bei Funke aus: Heiko Hansler zeigt die neue Heimat der Mediengruppe.



Funk(e)haus: Heiko Hansler ist Immobilien-Chef der Funke Mediengruppe, gemeinsam mit turi2-Redakteurin Maria Gramsch geht er durch das neue Haus in Essen: von der Funke Lounge, durch das historische Gründerzimmer bis zur LED-Medientreppe im Foyer. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Gebäude-IT konnten die Mitarbeiter der Funke Mediengruppe in zwei Umzugswellen Ende Januar ihre neue Heimat am Jakob-Funke-Platz 1 in Essen beziehen.

Das schwarz gehaltene Medienhaus 1 soll gleichermaßen den Steinkohleflöz und Druckerschwärze symbolisieren – "das beides verbindet uns mit der Region und den Medien", erklärt Hansler. Der runde Medienturm soll an die Form eines Druckzylinders erinnern. In seinem Erdgeschoss hat die Mediengruppe den "Kiosk 2.0" entwickelt. In dem modernen Büdchen können die Leser "alle Produkte der Funke Mediengruppe nicht nur kaufen, sondern auch konsumieren".
turi2.tv (5-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ein Bekenntnis zum Ruhrgebiet": Funke-Chef Michael Wüller über die neue Zentrale in Essen.

2019 könnte das Jahr der Paywall-Blocker werden, glauben Reuters-Forscher.

Paywall: Die Journalismus-Forscher des Reuters-Instituts glauben, dass Nutzer sich 2019 gegen Paywalls wehren, wenn die Content-Qualität nicht stimmt, z.B. mit Paywall-Blockern. Es gebe inzwischen so viele Paywalls, dass Nutzer nur noch für Investigativ-Journalismus wie den der "New York Times" bereitwillig zahlen. Ein Ausweg könne ein freiwilliges Spendenmodell sein, die "taz" und der "Guardian" setzen darauf.
heise.de

"Zeit" überarbeitet Hamburg-Teil und startet Event-Reihe in der Hansestadt.

Zeit überarbeitet ihre Hamburg-Ausgabe: Einmal monatlich kommt sie mit 20 bis 24 Seiten und ist damit das umfangreichste Ressort. Auf Leserwunsch gibt es eigene Seiten zur Hamburger Geschichte und zur Stadtentwicklung, dazu kommt ein dreiseitiges Schwerpunktthema. Die Ressortleiter Kilian Trotier und Marc Widmann verantworten neben dem Hamburg-Printteil der Zeitung auch den Onlineteil und den Newsletter Elbvertiefung. Das "Zeitmagazin Hamburg" erscheint künftig drei- statt zweimal jährlich. Gemeinsam mit der Körber Stiftung startet das Regionalteam eine Veranstaltungsreihe namens Hamburg besser machen, bei der sie Bürger befragen.
zeit.de (Regionalausgabe), zeit.de (Veranstaltungsreihe)

Studie: KI, flexible Preismodelle und Logistik sind Trends im Zeitungsmarkt.

Zeitungs-Verleger sehen 2019 drei große Markt-Trends, nämlich Künstliche Intelligenz, flexible Angebots- und Preismodelle und Logistik als Wachstumstreiber. Das sagt eine Studie von BDZV und Schickler. KI kommt laut Studie bisher besonders im Werbemarkt und der Redaktion zum Einsatz. 79 % der Verlage planen individuell auf Kunden angepasste Preismodelle oder bieten sie schon an. In der Logistik werden u.a. digitale Zusteller-Infosysteme und E-Zustellfahrzeuge wichtiger
presseportal.de

"Ein Bekenntnis zum Ruhrgebiet": Funke-Chef Michael Wüller über die neue Zentrale in Essen.



Funkenagelneu: An diesem Wochenende sind in Essen wieder die Umzugswagen gerollt – für die zweite Umzugswelle der Funke Mediengruppe vom alten ins neue Hauptquartier. Michael Wüller, Finanz-Experte unter den drei Funke-Geschäftsführern, erklärt im Interview mit turi2.tv, dass seine Mit-Geschäftsführer und er künftig nicht mehr durch lange Gänge und Büro-Wände voneinander getrennt arbeiten. Im Open Space sollen Wege schneller, Abstimmungen kürzer werden.

Der Neubau ist für Wüller "ein Bekenntnis zu Essen und zum Ruhrgebiet – hier sind unsere Wurzeln". Die Bedeutung der anderen Standorte, etwa der Zentralredaktion in Berlin, die Chefredakteur Jörg Quoos seit 2015 aufbaut und leitet, solle das neue Haus nicht schmälern.
turi2.tv (4-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "User First" – Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.



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Holzmann Medien: 70 Jahre Deutsche Handwerks Zeitung
Die Deutsche Handwerks Zeitung ist eine der größten Wirtschaftszeitungen Deutschlands. Wie Verleger Alexander Holzmann die DHZ weiterentwickelt, was sie schon vor 70 Jahren modern machte und warum die DHZ für heiratswillige Handwerker wichtig war, lesen Sie hier.

"Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

"User First": Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.


Frische Fugen für Funke: Die Funke Mediengruppe hat sich ein neues, schickes Stammhaus in Essen gebaut – in dieser Woche fand die erste Umzugs-Runde an den Jakob-Funke-Platz statt. Eine Adresse, die so frisch ist, dass Google Maps sie beim Besuch von turi2.tv noch nicht recht finden will. Im Video-Rundgang durch seine neue Redaktion sagt "WAZ"-Chefredakteur Andreas Tyrock, dass in den neuen Räumen der digitale Leser stärker im Mittelpunkt stehen soll. Seit Montag produziert Tyrock hier, seit Mittwoch lautet die Parole: "User first". Die Redaktion beginnt schon morgens um sechs Uhr mit der Arbeit, damit die Online-Leser früher frische Texte zu lesen bekommen. Auf zwei großen Video-Wänden haben die Macher ihre Nutzer in Echtzeit im Blick.

Abgesehen von der schöneren Arbeits-Umgebung soll sich für die Journalisten wenig ändern: "Die Redaktion ist seit zehn Jahren Newsroom-Arbeit gewöhnt", erklärt Chefredakteur Tyrock. Die Reporter behalten etwa ihre festen Arbeitsplätze im Open Space. Wer vertraulich telefonieren oder mit Kollegen sprechen wolle, könne sich in sogenannte "Think Tanks" zurückziehen – kleine, schalldichte Besprechungsräume. Wo seine Mitarbeiter arbeiten, ist Tyrock im Prinzip egal: "Es geht darum, gute Ergebnisse zu liefern. Und für mich ist es da erst einmal zweitrangig, wo der Kollege sitzt und seinen Text schreibt."
turi2.tv (6-Min-Video)

Kersten Köhler wird Geschäftsführer beim "General-Anzeiger".

General-Anzeiger aus Bonn macht Kersten Köhler, 50, ab dem 18. Februar zum neuen Geschäftsführer. Er kommt von der "Westdeutschen Zeitung", wo er seit 2011 in gleicher Position tätig war. Köhler übernimmt für Hans Homrighausen, 61, der den "General-Anzeiger" seit 2017 führte. Er unterstütze die Verlegerfamilie Neusser beim Verkauf der Zeitung an die "Rheinische Post". Laut Unternehmensmitteilung will sich Homrighausen nun eigenen Projekten widmen.
dnv-online.net, turi2.de (Background)

Gannett entlässt landesweit zahlreiche Journalisten.

Gannett, Verlag hinter "USA Today", entlässt medienübergreifend zahlreiche Journalisten, um Kosten zu sparen, berichtet Poynter. Drei Journalisten beim "Indianapolis Star" und drei beim "Knoxville News Sentinel" müssten gehen. Bei "Journal News" aus New York verliere Chefredakteurin Traci Bauer ihren Job, bei "The Record" in North Jersey müssten sechs Reporter gehen. Mitte Januar wurde bekannt, dass Digital First Media Gannett für 1,36 Mrd Dollar übernehmen und sanieren will.
poynter.org, turi2.de (Background)

"Tagesspiegel" adelt das Datenjournalismus-Team zum Innovation Lab.

Tagesspiegel institutionalisiert sein Datenjournalismus-Team und nennt es nun Innovation Lab. Es besteht aus insgesamt fünf Redakteuren, Entwicklern und KI-Experten, Leiter ist Hendrik Lehmann. Das Team soll den "Tagesspiegel" auf die "kanalübergreifende Zukunft des Journalismus" vorbereiten und wurde bereits für seine Arbeit "Radmesser" ausgezeichnet.
per Mail, turi2.de (Background Radmesser)

Schweizer "Weltwoche" arbeitet Relotius-Beiträge auf.

Weltwoche kommt mit der Aufarbeitung ihrer Relotius-Beiträge nur schleppend hinterher, schreibt die rechtskonservative Schweizer Wochenzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Zwischen 2012 und 2016 hat die Weltwoche 25 Interviews, eine Reportage sowie zwei Nachrufe von Claas Relotius abgedruckt. Acht Interviewte hätten bestätigt, mit Relotius gesprochen zu haben, zwei davon haben auch den Inhalt als korrekt bestätig. Die Kontaktaufnahme mit Relotius selbst war bisher erfolglos.
weltwoche.ch via persoenlich.com