"Süddeutsche" holt Ex-Gauck-Sprecherin Ferdos Forudastan als Innenpolitik-Chefin.

Süddeutsche Zeitung will Journalistin Ferdos Forudastan als Nachfolgerin von Heribert Prantl verpflichten, berichtet Bülend Ürük. Forudastan, die bis Mitte März 2017 Sprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck war, soll auf persönliche Empfehlung von Prantl das Ressort Innenpolitik übernehmen. Prantl selbst soll ein neues Meinungsressort aufbauen und leiten. Über die Neuverpflichtung müssen Ende Oktober noch die "Impressionisten" abstimmen, ein Gremium aus Mitgliedern der Chefredaktion und leitenden Redakteuren. Die Zustimmung gilt als wahrscheinlich.
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Streit zwischen "Bild" und Focus Online wird im Februar verhandelt.

Bild: Das Landgericht Köln verhandelt den Streit zwischen "Bild" und Focus Online um systematischen Inhaltklau beim Bezahlangebot Bild Plus am 15. Februar. Anfang 2016 hatte "Bild"-Chef Julian Reichelt Klage eingereicht. Er wirft Focus Online vor, systematisch Berichte, die bei Bild Plus hinter der Bezahlschranke stehen, ausführlich nachzuerzählen. Dabei handelt es sich laut Reichelt nicht nur um News, sondern auch um aufwändig recherchierte Hintergrundstücke.
meedia.de, turi2.tv (4-Min-Interview mit Julian Reichelt)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Bild" verklagt Focus Online wegen Content-Diebstahls - Julian Reichelt erklärt die Klage.

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Mitarbeiter vom "Obermain-Tagblatt" kämpfen seit zwei Jahren für Haustarifvertrag.

Obermain-Tagblatt aus Lichtenfels in Oberfranken wird von seinen verbliebenen Mitarbeiter seit zwei Jahren regelmäßig bestreikt. Die Mitarbeiter fordern einen Haustarifvertrag und die Teilhabe an dem "satten Plus", das die Zeitung erwirtschaftet. In der Region erfahren sie für ihren Arbeitskampf große Zustimmung. Seit dem Verkauf 2012 an die "Main-Post" hat der Verlag die Redaktion von 56 auf 21 Mitarbeiter reduziert und die Druckerei geschlossen.
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Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.


Der Cheftrainer: Marco Fenske ist bei Madsack der Mann für den Fußball. Unter seiner Regie entsteht der Sportbuzzer, das Fußballportal der Madsack-Zeitungen mit bundesweitem Anspruch und ordentlich Lokalkolorit. "Das Herz unserer Leser schlägt in erster Linie im Regionalen", sagt Fenske im Video-Interview für die turi2 edition5. Der Cheftrainer erklärt, wie er bei Madsack den digitalen Ball rollen lässt. Weiterlesen …

Meinung: Christian Kern vergisst bei seiner Medienschelte seine eigene Rolle.

Bundeskanzler Christian KernChristian Kern: Die Medienschelte des abgewählten österreichischen Bundeskanzlers ist einseitig, meint Hans-Peter Siebenhaar. Kern habe sich in der Vergangenheit in seiner Gefallsucht auf den Boulevard eingelassen und sich als "Austro-Obama" feiern lassen. Auch für Österreich gelte, dass wer mit dem Boulevard nach oben fährt, mit ihm wieder im Aufzug nach unten fährt. Kern hätte dies wissen müssen. Er hat die Medien für seine Niederlage verantwortlich gemacht und den Boulevard-Medien eine Kampagne gegen ihn vorgeworfen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Analyse: Anzeigenblätter setzen verstärkt auf Studien zur Werbewirkung.

Anzeigenblätter starten eine Marktforschungs-Offensive, schreibt Christian Gehl. Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter will künftig regelmäßig Studien zur Werbewirkung vorlegen. Außer Anzeigen sollen diese auch andere Werbeformen wie Advertorials oder Beilagen untersuchen. Die Gratisblätter wollen auch nationale Marken als Anzeigenkunden gewinnen.
"Werben & Verkaufen" 42/2017, S. 24-25 (Paid)Kommentieren ...

Portrait: Felix Hackenbruch stellt eine Zeitung aus Berlin für Taubblinde vor.

Inklusion: Christine Günzel öffnet mit ihren Tagesnachrichten für taubblinde Menschen aus Berlin Taubblinden seit 13 Jahren ein Fenster zum Weltgeschehen, beschreibt Felix Hackenbruch. Günzel wertet morgens Newsletter aus, um die Nachrichtenlage aus allen Ressorts auf täglich zehn bis zwölf Seiten zusammenzufassen. Herausgeber der Taubblindenzeitung mit nur rund 50 Abonnenten ist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband.
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Video-Tipp: DuMont setzt bei der "Mopo" auch Urgesteine vor die (Rathaus-)tür.

TV-Tipp: DuMont ist für den personellen Kahlschlag bei der "Hamburger Morgenpost" wenig heilig. "Zapp" trifft Rathaus-Reporterin Renate Pinzke, der nach 17 Jahren während des Urlaubs am Telefon gekündigt wurde. Nicht nur Kollegen, sondern auch die Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft protestieren für Pinzke.
ndr.de (5-Min-Video), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Philipp Welte fordert Media-Kooperationen gegen den "kollektiven Suizid" am Werbemarkt.

"Wir verharren dumpf in den kompetitiven Reflexen des letzten Jahrhunderts und unterbieten uns gegenseitig."

Burda-Vorstand Philipp Welte will, dass Verlage enger kooperieren und als Alliierte bei Media-Pitches antreten. Anhaltendes Gegeneinander sei "kollektiver Suizid". Unter dem Welte-Interview in "Horizont" wirbt ausgerechnet: Facebook.
"Horizont" 41/2017, S. 12-13 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Philipp Welte schon 2016.
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Vorstand: Springer will Print-Geschäft behalten.

Springer hat nicht vor, sein Printgeschäft zu verkaufen, beruhigt Bezahlangebote-Vorstand Jan Bayer in einer Mitarbeiterversammlung, die Springer, allzeit amerikophil alliterierend, "Tuesday Townhall Talk" nennt. Springer-Boss Mathias Döpfner will bis Ende Oktober mit dem Betriebsrat "über die neue Struktur beraten" und anschließend die Mitarbeiter informieren. Arbeitnehmervertreter befürchten einen Stellenabbau, nachdem Springer die Verlagsbereiche Print und Digital aufgetrennt hat.
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"Kress pro": Fazit-Stiftung sucht externe Partner für "FR" und "FNP".


Hat die Fazen dicke: Die Fazit-Stiftung sucht laut "kress pro" externe Partner für die "Frankfurter Rundschau" und die "Frankfurter Neue Presse". Demnach sei die "FAZ"-Muttergesellschaft aktiv auf zwei große deutsche Medienhäuser zugegangen, um eine mögliche Zusammenarbeit zu sondieren. Die Stiftung habe die Gespräche bestätigt, es gebe aber keine "spruchreifen Pläne". Beim BDZV-Kongress will "kress pro" sogar Gerüchte ausgemacht haben, wonach die Fazit-Stiftung die "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" zum Verkauf anbiete.

"Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" gehören beide zur Mediengruppe Frankfurt, die zuvor als Frankfurter Societäts-Medien firmierte. 2013 übernahm sie die angeschlagene "Frankfurter Rundschau" von DuMont und der SPD-Medienholding DDVG.
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"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt adelt die neue "taz".

taz erhält unverhofft Lob von der anderen Straßenseite: Ulf Poschardt, Chefredakteur der benachbarten "Welt", lobt den "taz"-Relaunch als beispielhaft gelungen und inspirierend. Die Zeitung entwickele ein frech klassisches Verhältnis zu sich selbst. Mit dem neuen Layout "knallen die Ideen doller", schreibt Fan-Boy Poschardt. Sogar Neoliberale und Konservative könnten mit der "taz" glücklich werden.
"Welt", S. 24 (Paid), turi2.tv (Video zum Relaunch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".
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US-Verleger-Chef bläst in "Bild" und "Welt" zur Attacke auf Google und Facebook.


Halali im Hause Springer: US-Verleger-Chef David Chavern schießt scharf gegen Google und Facebook. Über Interviews in "Bild" und "Welt" sucht der Chef der News Media Alliance den Schulterschluss mit deutschen Kollegen. Über beiden Blättern thront zufällig Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, zugleich Präsident des deutschen Zeitungsverleger-Verbandes BDZV. Chavern will, dass sich Verleger aus den USA und Europa gemeinsam gegen Internetgiganten wehren.

Der US-Branchenlobbyist beschwert sich via "Bild", wie schwierig es sei, mit den Vertriebspartnern Google und Facebook zu leben. Beide ziehen Werbegeld ab und behinderten Online-Abos. In der "Welt" erkennt Chavern die jüngsten Bemühungen von Google und Facebook für Online-Abos an. Die Verleger würden trotz netter Worte aber "Aktivisten bleiben", bis wirtschaftliche Ergebnisse sichtbar werden. Chavern lobt namentlich EU-Kommissar Günther Oettinger für seine verlegerfreundliche Politik. Vor den Interviews in den beiden Springer-Zeitungen hatte Chavern seine Interview-Rundreise in der "FAZ" begonnen.
"Bild", S. 2; "Welt", S. 10 (Paid); faz.netKommentieren ...

Presserat spricht nicht-öffentlichen Hinweis für umstrittenes Kohl-Cover der "taz" aus.

Deutscher Presserat urteilt zum umstrittenen Titel der "taz" zum Tod von Helmut Kohl und spricht mit vier zu drei Stimmen einen nicht-öffentlichen Hinweis aus. Das teilt die Zeitung in ihrem Hausblog mit. Es ist die niedrigste mögliche Sanktion des Presserats. Das Cover zeigte Trauerkränze mit der Überschrift "blühende Landschaften". Noch am Erscheinungstag hatte sich Chefredakteur Georg Löwisch für das vielkritisierte Cover entschuldigt.
blogs.taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Imke Mentzendorff wird Geschäftsführerin der "Ostsee-Zeitung".

Madsack ernennt Imke Mentzendorff zur neuen Geschäftsführerin der "Ostsee-Zeitung". Zuvor war sie Verlagsleiterin bei der Zeitung. Imke Mentzendorff folgt auf Stefanie Hauer, von der sich der Verlag vor kurzem getrennt hat, nachdem sie nach einer Fragerunde mit SPD-Chef Martin Schulz, bei der sie nach einer Entlastung für Verlage bei den Sozialabgaben gefragt hatte, das Vertrauen bei Madsack verloren hat.
madsack.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Spiegel" weiter das meistzitierte Medium, "Zeit" legt zu.

Spiegel ist laut dem Zitate-Ranking von Media Tenor in den ersten neun Monaten 2017 erneut das meistzitierte Nachrichtenmedium. Auf Rang zwei folgt erneut die "Bild", mit nun jedoch größerem Abstand als zuletzt. Die "Zeit" legt als einziger Vertreter deutlich zu und kommt auf Platz 17. Insgesamt büßen die überregionalen Titel der Untersuchung zufolge an Wirkungsmacht ein.
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"Handelsblatt" wirbt zwei Korrespondenten bei Spiegel Online ab.

Handelsblatt schickt zwei neue Korrespondenten nach Washington und London. Annett Meiritz, 35, berichtet ab November aus der US-Hauptstadt, Carsten Volkery, 44, aus dem UK. Beide kommen von Spiegel Online, wo sie als Chef vom Dienst bzw. Parlamentskorrespondentin tätig waren. Beim "Handelsblatt" übernehmen sie für Moritz Koch (New York) und Katharina Slodczyk (London), die künftig aus Deutschland weiter für die Zeitung berichten.
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Hör-Tipp: Medienforscher sieht Googles Kurswechsel als PR-Stunt.

Hör-Tipp: Google hat mit der Einstellung seines First-Click-Free-Modells zur Umgehung von Bezahlschranken einen PR-Stunt hingelegt, meint Medienwissenschaftler Bjørn von Rimscha. Eigentlich habe der Internet-Riese nur eine Erpressung beendet, die er nicht mehr nötig habe. Indem Google es Lesern leichter macht, für Inhalte zu zahlen, könne es die Kreditkartendaten der Nutzer mit seiner eigenen Datenbank abgleichen. Zudem verdiene der US-Konzern als Zahlungsvermittler mit. Von Rimscha empfiehlt Verlagen, mehr auf Bezahlinhalte zu setzen und den Menschen stärker das zu liefern, was sie lesen möchten.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Horst Röper bedauert weniger Vielfalt bei Zeitungsberichten.

"Redaktionen sind längst zum Zielgebiet der Betriebswirte geworden."

Medienforscher Horst Röper bedauert im Interview mit dem Deutschlandfunk die abnehmende Meinungsvielfalt bei Zeitungen, die durch Kooperationen bei der Berichterstattung entsteht.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)

Weitere Zitate aus dem Interview:
Zur Zusammenlegung der überregionalen Berichterstattung von Zeitungen:
"Wir müssen davon ausgehen, dass alle großen Verlagsgruppen miteinander reden, um eben solche Kosten auch im redaktionellen Bereich zu schmälern."Kommentieren ...

Manfred Braun: Verlage sollten Unterbietungswettbewerb bei Anzeigen beenden.

Verlage liefern sich bei den Anzeigenpreisen lieber einen Unterbietungswettbewerb, statt einem anderen Verlag den Zuschlag zu lassen, kritisiert Funke-Geschäftsführer Manfred Braun. Dadurch verlören die Medien schneller Marktanteile im Anzeigengeschäft als Leser-Reichweite. Nötig sei ein gemeinsamer Vermarkter der Verlage für Zeitungen, Zeitschriften und andere Medien-Gattungen. Anfangen könnten die Verlage mit gemeinsamen Vermarktungs-Paketen, sagt Braun im Interview mit "Horizont". Schon 2016 hat Braun eine neutrale Vermarktungsfirma gefordert.
"Horizont", 40/2017, S. 14-15 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Verlegerin Julia Becker ärgert sich über falsche Berichte ihrer Yellow-Magazine.

"Dass Yellow Unterhaltung ist und immer auch etwas Spekulatives dazu gehört, ist selbstverständlich. Die Informationen dürfen nur nicht aus der Luft gegriffen sein, sondern müssen auf gründlicher Recherche beruhen."

Julia Becker, ab 2018 Funke-Verlegerin, ärgert sich, wenn Geschichten der Klatsch-Blätter von Funke an den Haaren herbeigezogen sind. Becker will über falsche Berichte diskutieren und den Redaktionen klarmachen, was untragbar ist, sagt sie im Interview mit "Kress Pro".
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

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19. European Newspaper Award: Einsendeschluss 4. Oktober. Das ist ja heute! Kein Grund zur Panik. Einsendungen zu Europas größtem Zeitungs-Wettbewerb sind bis zum 11. Oktober möglich. Natürlich gibt es auch Kategorien für Online, Innovation und Infografik. Ein Award ist ja auch immer ein gutes Marketing-Instrument. Man kann zeigen, dass man sich in der Konkurrenz vieler Zeitungen aus ganz Europa behauptet. Den Call for Entries finden Sie hier: www.newspaperaward.org

"Welt" holt junge Journalisten von "Focus", "Spiegel" und "Berliner Morgenpost".

Welt verstärkt seine Ressorts Innenpolitik und Investigation mit vier jungen Zugängen. Frédéric Schwilden (Foto), 29, kehrt nach einem Jahr beim "Focus" zurück. Martin Niewendick, 30, kommt von der "Berliner Morgenpost". Der freie Journalist Christian Schweppe, 24, wird Investigativ-Redakteur. Tim Röhn, 30, kommt nach kurzer Zeit als "Spiegel"-Reporter zurück als freier Autor.
axelspringer.de, turi2.de (Schwilden)Kommentieren ...

Funke und DuMont können sich nicht auf Kooperation in Berlin einigen.


Keine Einheit in Berlin: Funke und DuMont brechen Gespräche über Kooperationen auf dem Zeitungsmarkt der Hauptstadt ab. DuMont will keine Inhalte von Funkes Zentralredaktion kaufen. Funke wiederum soll das großspurige Auftreten des DuMont-Chefs Christoph Bauer abgeschreckt haben, berichtet die "FAZ". In Berlin gibt Funke die "Berliner Morgenpost" raus, DuMont die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier". Ein DuMont-Sprecher sagt auf turi2-Nachfrage: "Wir äußern uns nicht zu irgendwelchen Gerüchten, die absurd scheinen."

Statt Artikel von Funke zu übernehmen, setzt DuMont offenbar nachhaltig auf seine eigene Gemeinschaftsredaktion. Der Politik-Teil der "Hamburger Morgenpost" soll künftig auch in Berlin entstehen. Funke bietet laut "FAZ" eine Zeitungsseite für eine "niedrige dreistellige Summe" an, hat aber noch keine externen Kunden. Auf dem angespannten Berliner Zeitungsmarkt werden Kooperationen erwartet, nachdem das neue Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB-Novelle) dafür den Weg frei gemacht hat.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Update, 4. Oktober, 09.15 Uhr: Die Funke Mediengruppe teilt mit, sich dazu nicht zu äußern.2 Kommentare

Madsack meldet für 2016 Plus bei Umsatz und Ergebnis.

madsack_150Madsack steigert im Geschäftsjahr 2016 Umsatz und Ergebnis. Ein Konzernumsatz von 661,6 Mio Euro bedeutet ein Plus von 12,1 Mio Euro zum Vorjahr. Das operative Ergebnis wächst um 3 Mio Euro auf 67,7 Mio. Die operative Rendite liegt mit 10,2 % knapp über dem Vorjahr. Stark wachsend sind die sonstigen Geschäfte wie Corporate Publishing, digitale Außenwerbung und TV-Dienstleistungen (+35 %) sowie das Postgeschäft (+14,9 %). Das Zeitungsgeschäft wächst leicht im Vertrieb und im Geschäft mit Beilagen und Prospekten, der Anzeigenumsatz schrumpft um 0,7 %.
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"FAZ": Google hilft den Verlagen ab Montag, mit Inhalten Geld zu verdienen.

Google verändert am Montag sein Modell zugunsten der Verlage, analysiert die "FAZ". Der Internet-Riese unterstütze die Verlage, für Inhalte Geld von den Lesern zu erhalten und ermögliche es Nutzern, sich mithilfe der von Google gesammelten Daten mit einem Klick auf Verlags-Seiten als Abonnent zu registrieren. Google stelle sein First-Click-Free-Modell zur Umgehung von Bezahlschranken am Montag ein und prüfe, wie es Medien helfen könne, potentielle Abonnenten zu erkennen. Im September war bekannt geworden, dass Google das Bezahlen kostenpflichtiger Inhalte erleichtern wolle. Details und der Zeitpunkt der Änderungen waren aber noch unbekannt.
"FAZ", S. 19 (Paid), turi2.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Google-Werbechef Schindler will den Verlagen ein besserer Partner sein.

"Wir haben in den vergangenen Jahren versucht, ein besserer Partner für Verlage zu sein."

Google-Werbechef Philipp Schindler sagt, Google wolle mit Änderungen an seiner Suchmaschine die Position der Verlage stärken.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Weiteres Zitat:
"Wenn die Verlage nicht wachsen, können wir auch nicht unser Verlagsgeschäft steigern."Kommentieren ...

Lese-Tipp: Wie Heideldruck die Print-Krise meistert.

Lese-Tipp: Heideldruck hat durch die Print-Krise Demut gelernt, schreibt Daniela Schröder in ihrem Firmenporträt für Brand eins mit dem Schwerpunkt Strategie und Planung. Der Druckmaschinen-Hersteller muss auf dem Höhepunkt der Krise 2008 Tausende Mitarbeiter entlassen und lernt aus der Not heraus von Druckerherstellern für Endkunden. Die verdienen mehr Geld mit Toner und Tinte als mit ihren Geräten. Heute machen Dienstleistungen rund um den Druck fast so viel Umsatz wie der Verkauf neuer Maschinen.

Und die Heidelberger bauen den Service-Bereich massiv aus: Künftig soll es eine Art Abo-Modell für Kunden geben, schreibt Schröder. Statt die Maschine voll zu finanzieren, zahlen die Kunden pro bedrucktem Bogen. Schon seit Jahren sammeln die Maschinen anonymisiert Daten zur Druckleistung. Künftig will Heideldruck die Daten systematisch auswerten und so die Druckergebnisse aller Kunden verbessern.

Neue, digitale Dienstleistungen werden für die Branche wichtiger als die Entwicklung neuer Maschinen, sagen Experten.
"Brand eins", 10/2017, S. 40-46 (Paid)Kommentieren ...

"Spiegel" legt im Streit um Madsack-Historie nach.

madsack_150Spiegel legt im Streit mit Madsack über die Firmengeschichte des Zeitungskonzerns nach. Die Argumente der Verlagserbin Syl­via Madsack seien fa­den­schei­nig, zitiert das Magazin Paul Foul­kes, Erbe der jü­di­schen An­teils­eig­ner, die in der Nazi-Zeit Anteile an Madsack notverkaufen mussten. Madsack hatte in der "Hannoverschen Allgemeinen" zuvor von der Suche nach den früheren Mitbesitzern in Australien berichtet. Foul­kes sagt nun, die Nachforschungsversuche seien bei ihm nicht angekommen. Zudem legt der Historiker Jens Flem­ming Belege vor, wonach ein Vergleich zwischen den Madsack-Erben 1952 erst nach einem Streit zustande gekommen war.

Die "Spiegel"-Autoren Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt greifen auch Springers "Welt" an und werfen der Tageszeitung vor, sich für die Version von Madsack einspannen zu lassen. Autor Chris­ti­an Mei­er schreibe, "als wäre er der Pres­se­spre­cher von Syl­via Madsack".
"Spiegel" 40/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...