Zitat: Patricia Riekel ist noch immer ein News-Junkie.

"Mein Mann und ich lesen ständig Zeitung, wir sind Nachrichten-Jun­kies. Alles, was in der Welt passiert, erzeugt noch immer die gleichen Reflexe: Ist das eine Geschichte? Was kann man damit machen?"

Patricia Riekel will auch nach ihrem Abschied als "Bunte"-Chefredakteurin nicht vom Journalismus lassen. Für sie war der Beruf immer Berufung, sagt sie im Interview mit "Kress Pro".
"Kress Pro" 1/2018, S. 82 (Paid)

Weitere Zitate:

"Ich gehe nur noch da hin, wo es mir wirklich gefällt, nicht dorthin, wo meine Präsenz erwünscht ist."

"Natürlich verringern sich manche Anfragen, wenn man keinen Platz mehr in 'Bunte' zu vergeben hat. Gute Beziehungen, Bekanntschaften oder Freundschaften überleben so etwas."

"Ich kannte zum Beispiel jahrelang nur die Frühmaschine von Berlin nach München, damit ich es rechtzeitig zur Redaktionskonferenz schaffe. Jetzt kann ich auch mal die 9-Uhr-Maschine nehmen."

"Ich glaube, dass man nach 20 Jahren an der Spitze einer Zeitschrift gehen darf."


Aus dem Archiv von turi2.tv Patricia Riekel beendet die News-Jagd. (2015)

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Zitat: Werner Conrad beklagt zunehmende Rolle von Drittanbietern beim Verkauf.

"Es klemmen sich immer mehr Lieferanten und Drittanbieter zwischen Händler und Kunden."

Werner Conrad, Besitzer der Elektronikkette Conrad Electronic, sieht die zunehmende Rolle von Amazon und Co mit Sorge. Er will mit Partnern ein Ökosystem bauen, das zumindest für einige Zeit noch vorne mitspielt, sagt der Unternehmer im "Handelsblatt"-Porträt.
handelsblatt.com (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Lutz Frühbrodt sieht Journalismus-Häuptlinge in Content-Tipis ziehen.

"Neben den vielen Indianern haben auch einige Häuptlinge die Seiten gewechselt und machen nun ihr eigenes Ding. Die Konkurrenz wird dadurch noch größer, weil die Marktneulinge oft eine große journalistische Expertise mitbringen."

Lutz Frühbrodt, Professor für Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation, beobachtet, dass Content Marketing viele Redakteure aus dem klassischen Journalismus anzieht – auch Chefredakteure wie Dominik Wichmann.
kress.de

weitere Zitate:
"Viele klassische Medienhäuser wollten im boomenden Content Marketing den rettenden Strohhalm erkennen. Aber nur wenige konnten das Geschäft bisher wirklich spürbar ausbauen."

"Meiner Einschätzung nach akzeptieren halbwegs bewusste Medienkonsumenten vor allem Content mit hohem Nutzwert, der aus einer möglichst neutralen Perspektive aufbereitet wird. Und sie suchen weniger 'schöne' Geschichten per se, es sei denn, sie bekommen zufällig ein Kundenmagazin in der Bahn oder im Hotel in die Hände."Kommentieren ...

Zitat: Oliver Berben freut sich über neue Chancen durch Streamingdienste.

"Es gibt plötzlich Möglichkeiten, systemübergreifend Geschichten zu erzählen - und eine große Offenheit, das auch zu tun."

Produzent Oliver Berben freut sich im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über die Zusammenarbeit mit Netflix und ZDFneo bei der Serie "Parfum" und das "international wettbewerbsfähige Budget". Berben hält aber höchstens fünf deutsche Netflix-Eigenproduktionen pro Jahr für denkbar.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Bei unserem anderen großen Serienprojekt derzeit, 'Wir Kinder vom Bahnhof Zoo', handhaben wir es ähnlich, lassen der Autorin Annette Hess ebenfalls große Freiräume. Und auch hier zeichnet sich ab, dass es sich auszahlt, die Kreativen stark in die Produktion einzubinden und fair zu bezahlen."Kommentieren ...

Zitat: Funke-Verlegerin Julia Becker öffnet sich für verlegerische Allianzen.

"Kooperationen und Allianzen schaffen uns nachhaltig Handlungsfreiheit, damit wir uns auch künftig den informierenden, wahren Journalismus leisten können."

Funke-Verlegerin Julia Becker wirbt im Doppel-Interview mit Katarzyna Mol-Wolf für mehr Zusammenarbeit in der Branche. Einsparen sei manchmal nötig, um sich langfristig noch etwas leisten zu können.
turi2.tv (7-Min-Video)

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Zitat: Christian Hellmann setzt bei Programmzeitschriften auf einen starken Mantel.

"Wir glauben fest daran, dass ein opulenter Mantelteil mit exklusiven, spannenden Geschichten eine Programmzeitschrift auf ein anderes Nutzungsniveau hebt."

Christian Hellmann, Chefredakteur der Funke-Programmzeitschriften, sagt im Interview mit "New Business", dass in Zeiten von Mediatheken und Streaming-Anbietern der redaktionelle Mantel einer Programmzeitschrift an Bedeutung gewinne.
"New Business" 08/2018, S. 48 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Hörzu"-Chef Christian Hellmann pickt Perlen aus der Senderflut.
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Zitat: Anne Will büffelt vor ihren Talkshows Fakten.

"Während der Sendung kann ich nicht sagen: Ach, das ist ja total interessant, das schlage ich morgen mal nach! Ich sollte das in dem Moment gleich auf der Pfanne haben!"

Talkshow-Expertin Anne Will erklärt, warum sie vor jeder Sendung ein zwanzigseitiges Fakten-Dossier zum Thema und Ausarbeitungen über alle Gäste beinahe-auswendiglernt.
tagesspiegel.de

weitere Zitate:
"Ich muss sofort erkennen können, wenn jemand totalen Blödsinn redet oder wenn er Hetze betreibt. Dann muss ich das natürlich sofort unterbrechen und benennen: Geht nicht! Oder: Ist falsch!"

"Topmanager führender Unternehmen kommen nie, egal wie oft sie angefragt werden."

"Wir sind inhaltlich angebunden in der Abteilung für Politik und im Zeitgeschehen - nicht in der Unterhaltung. Wir sind vor allen Dingen und zuallererst eine politische Sendung."1 Kommentar

Zitat: Roland Berger kann der Unternehmenskultur im Silicon Valley nichts abgewinnen.

"Zum Dank gibt es ein Fitnessstudio und kostenlose Kekse. Mit Wertschätzung hat das nichts zu tun."

Unternehmensberater Roland Berger spricht sich im gemeinsamen Interview mit About-You-Chef Tarek Müller gegen die Unternehmenskultur im Silicon Valley aus, die nur darauf aus sei, "die billigsten und flexibelsten Mitarbeiter" zu finden.
"Wirtschaftswoche" 8/2018, S. 82-85 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Heike Makatsch findet #MeToo zu undifferenziert, hofft auf Wirkung.

"Vielleicht ist es ja wie bei der Französischen Revolution. Es müssen erst mal Köpfe rollen, und ab und zu trifft es halt leider auch einen Unschuldigen, aber danach hast du dafür dann ein anderes Gesellschaftssystem."

Schauspielerin Heike Makatsch beobachtet, dass bei #MeToo "übers Ziel hinausgeschossen wird", hofft aber auf positive Veränderungen durch die Debatte.
sueddeutsche.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Medien müssen in den sozialen Netzwerken mehr moderieren.

"Mit dem Verweis auf die Netiquette ist es nicht getan, es wäre was, wenn diese auch eingehalten würden."

Hannes Ley, Kommunikationsberater und Gründer der Gegenrede-Initiative #Ichbinhier, wünscht sich im Interview mit teleschau.de von den Medien mehr Moderation und weniger Clickbait-Teaser in den sozialen Netzwerken.
teleschau.deKommentieren ...

Zitat: Joachim Huber sieht Eurosport bei Olympia nicht auf dem Treppchen.

"Es hilft nichts: Eurosport bei Olympia, das ist wie der Inder Shiva Keshavan beim Rodeln. Dabei sein ist alles."

Joachim Huber, Ressortleiter Medien beim "Tagesspiegel", macht ARD und ZDF als klare Favoriten bei der Olympia-Berichterstattung aus. Eurosport komme trotz großer Bemühungen nicht gegen die jahrzehntelangen Sehgewohnheiten der Zuschauer an.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Zitat: Ideologische Journalisten gefährden den Journalismus, sagt Frederik Pleitgen.

"Wenn man sich einmal positioniert hat, kommt man nur sehr schwer aus dieser Ecke heraus."

Frederik Pleitgen, Senior International Correspondent bei CNN sagt im Interview mit "New Business", Journalisten, die in den sozialen Medien für Gruppen oder Ideologien Partei ergreifen, gefährden den Qualitätsjournalismus.
presseportal.deKommentieren ...

Zitat: "Zeit"-Korrespondent Matthias Daum kann "No-Billag" auch etwas Positives abgewinnen.

"Kein Abendessen, kein Apéro vergeht, ohne dass die No-Billag-Initiative zum Thema wird. Das ist großartig!"

Matthias Daum, Schweiz-Korrespondent bei der "Zeit", schätzt im Interview zum neuen Zeit-Online-Podcast "Servus. Grüezi. Hallo" an der "äußerst dummen Idee" der "No-Billag"-Initiative immerhin, dass sich Menschen wieder über Medien unterhalten.
kress.deKommentieren ...

Zitat: Thomas Knüwer sieht gewollte Kritik am Lufthansa-Design.

"So manifestiert sich am blau-weißen Kranich eine Deformation der Medienwelt. Sie erwartet immer und überall den Krawall, den Irrsinn, sie erwartet Hass und den Shitstorm, vielleicht will sie ihn gar."

Thomas Knüwer schreibt in seinem Blog, Medien würden Kritik am neuen Lufthansa-Markendesign herbeireden und damit die Stimmung der Leser beeinflussen.
indiskretionehrensache.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Burda-Vorstand Philipp Welte verlangt mehr Vertrauen in die eigenen Produkte.

"Es wird Zeit, dass wir Verlage die Kraft, die Faszination und die Wertigkeit unserer Produkte wieder stärker und mutiger herausstellen."

Burda-Vorstand Philipp Welte fordert beim VZB-Kaminabend mehr Vertrauen für die eigene Branche, die kerngesund und tief in den Lebenswelten von Millionen von Menschen verankert sei.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.

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Zitat: Ex-Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof plädiert gegen Werbung bei ARD und ZDF.

"Ich wäre dafür gewesen, den Rundfunkbeitrag nicht um 48 Cent auf 17,50 Euro zu senken. Diese Ersparnis beeindruckt den Bürger nicht."

Ex-Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof sagt im "Welt"-Interview ein werbefreier öffentlich-rechtlicher Rundfunk würde mehr Zustimmung erhalten als ein günstigerer.
welt.de (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Forscher Manfred Faßler fordert ein Netz-Check-Ministerium.

"Wir bräuchten ein Check-Ministerium."

Der Medienwissenschaftler Manfred Faßler fordert im Interview mit der "FAZ" politische und rechtliche Eingriffsmöglichkeiten für soziale Netzwerke. Politiker sollten überlegen, wie sich eine Infrastruktur entwickeln lässt, mit der Daten im Netz auf ihre Richtigkeit geprüft werden können.
"FAZ", S. 13 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Es gibt im Journalismus keinen Kompromiss, sagt Anja Reschke.

"Wenn Holocaust-Leugner behaupten, es seien keine Juden ermordet worden und die Realität liegt bei sechs Millionen – einigt man sich dann gütlich bei drei?"

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke glaubt, dass Journalismus Tatsachen zeigen soll, nicht die Rezipienten streicheln.
journalist-magazin.de (Kurzfassung)

Weitere Zitate:
"Man gerät im Falle eines Shitstorms schnell in eine Rechtfertigungsposition, um sich und seine Arbeit zu verteidigen. Da rate ich zum Bremsen. Schenk dem Hass nicht zu viel Aufmerksamkeit."

"Das Alleinstellungsmerkmal der publizistischen Willensbildung durch Journalisten ist verloren. Die neue Frage lautet daher: Was ist der Unterschied, der Mehrwert von journalistischen Produkten
im Gegensatz zu allen anderen, die da publizieren? Das ist ja entscheidend für die zukünftige Finanzierung des Journalismus."


"Die Kräfte, die die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems in Deutschland fordern, haben vor allem ein politisches Interesse. Es geht in Wahrheit doch keinem um Volksmusik oder Sportrechte."Kommentieren ...

Zitat: DHDL-Jurorin Judith Williams plädiert für Programmier-Unterricht.

"In Zukunft gehört Coding auf den Lehrplan. Und statt Wissen in die Köpfe zu stopfen, sollte im Vordergrund stehen, Menschen zu bilden, die wissen, wie sie Kreativität anzapfen können."

Judith Williams, DHDL-Jurorin und Teleshopping-Expertin, glaubt, die Digitalisierung erfordert nicht nur neue Gesetze, sondern auch neue Lehrpläne.
internetworld.de

weitere Zitate:
"Meine Kinder wären niemals eingeschult worden ohne Amazon. Und deswegen ist Amazon für mich eine großartige Unterstützung." (über Online-Händler als Konkurrenz zum klassischen Handel)

"Ich habe eine Marke, die im Teleshopping erfolgreich ist. Und ich habe eine Marke im Handel, die auch Judith Williams heißt, aber vom Markenbild ein bisschen jünger ist. Bis jetzt geht das hervorragend, aber eigentlich ist das die Todsünde des Marketings." (über Markenführung)Kommentieren ...

Zitat: Serviceplan-Chef Ronald Focken vermisst digitale Vorreiter unter den etablierten Agenturen.

"Es steckt doch eigentlich in den Genen der Agenturen, dass sie die großen Veränderer sind. Doch strukturell waren wir als Branche nie ganz vorn."

Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken konstatiert, dass es Werbeagenturen kaum geschafft haben, Digitalagenturen zu formen. Beratungskonzerne wie Accenture füllen jetzt die Lücke.
"W&V" 6/2018, S. 20-23 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ronald Focken über den Berlin-Boom für Agenturen.
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Zitat: Ebay-Chef Devin Wenig hält die Deutschen für seine anspruchsvollsten Kunden.

"Die Ansprüche der deutschen Verbraucher sind besonders hoch."

Ebay-Chef Devin Wenig sagt im Interview mit der "Welt am Sonntag", die deutschen Nutzer erwarteten besonders guten Service und eine sehr schnelle Lieferung. Sie seien die anspruchsvollsten Kunden der Online-Handelsplattform.
"Welt am Sonntag", S. 34 (Paid), welt.de (Vorabmeldung), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Ulrich Tukur sieht Machtmissbrauch auch in Politik und Wirtschaft.

"Übe­r­all sit­zen Men­schen, de­nen Macht als Ersatzbefriedigung für et­was dient, was tief in ih­rem In­nern nicht funk­tio­niert."

Schauspieler und "Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur sagt im "Spiegel"-Interview, im Film und Theater sei Macht als Trieb­be­frie­digung nur besonders deutlich zu sehen, weil dort mit Emotionen gearbeitet wird. Im Fall Dieter Wedel plädiert er dafür, die Vorwürfe "in der Ruhe ei­nes Gerichtssaals" zu ver­han­deln.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:
Über die Vorwürfe gegen Wedel:
"Ich möch­te, dass das nicht wahr ist. Sehe aber, dass da et­was ist. Auf der ei­nen Sei­te will ich ihn schüt­zen. Auf der an­de­ren Sei­te fällt es mir schwer. Ich weiß nicht, was ich den­ken soll."

Zu Nachbearbeitungen von Filmen wegen Verfehlungen der Schauspieler:
"Ich fin­de es auch fa­tal, dass Ke­vin Spacey nach Be­läs­ti­gungs­vor­wür­fen aus sei­nem Film her­aus­ge­schnit­ten wur­de. Das ist ein mo­ra­li­scher Ri­go­ris­mus, der die Kunst zer­stört. Die Kunst, die die­se Män­ner ge­ne­riert ha­ben, ge­hört der All­ge­mein­heit. So­bald sie in der Welt ist, steht sie für sich und wird un­ab­hän­gig von ih­ren Schöp­fern."

Über Dieter Wedel:
"We­del ist ein Be­ses­se­ner. Im Gu­ten wie im Bö­sen. Wenn Schau­spie­ler nicht im­stan­de wa­ren, das um­zu­set­zen, was er sich vorstellte, ließ er sei­ner Frus­tra­ti­on schon mal frei­en Lauf. Dann konn­te er schnell un­leid­lich und cho­le­risch wer­den. Das ist aber ein Ver­hal­ten, das er mit nicht we­ni­gen sei­ner Kol­le­gen teilt."Kommentieren ...

Zitat: Tanit Koch wollte keine Kompromisse mehr.

"Wenn zwei Menschen professionell nicht harmonieren, lässt sich das eine Zeitlang durch Kompromisse ausgleichen. 2017 war davon geprägt, bis meine Kompromissbereitschaft an ihre Grenzen gelangte."

Die scheidende "Bild"-Chefin Tanit Koch erklärt in ihrer Abschiedsmail, sie trete zurück, weil sich "Bild" durch Klarheit und nicht durch Kompromisse auszeichne.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Medienanwalt Ralf Höcker findet Journalisten so schludrig und arrogant wie eh und je.

"Die Regeln der journalistischen Sorgfaltspflicht sind den meisten bekannt, und sie werden genauso mittelmäßig eingehalten wie früher."

Medienanwalt Ralf Höcker findet die Arroganz mancher Journalisten grenzenlos. Sie verwechselten Presse- mit Narrenfreiheit.
"PR Report" 1/2018, S. 26-32 (Paid)

Weitere Zitate:

"Ich glaube, dass viele Kommunikatoren frustriert und desillusioniert sind über das, was sie erreichen können. (...) Wenn sie dann mal mit guten Medienanwälten gearbeitet haben, stellen sie mit großem Erstaunen fest, dass mit juristischen Mitteln vieles geht, was sie vorher nicht für möglich gehalten hätten."

"Außerdem ist es sicher nützlich, wenn Journalisten nicht gleich kotzen, wenn ein Pressesprecher anruft. Deshalb bieten wir das 'Guter-Bulle-böser-Bulle'-Spiel an. Wir sind gerne die bösen Bullen."
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Zitat: Burda machte Lukas Kircher das am wenigsten arschlochige Angebot.

"Wir hatten vor dem Zusammengehen mit Burda deutlich lukrativere, aber auch sehr viel arschlochigere Angebote auf dem Tisch, die wir abgelehnt haben."

Lukas Kircher blickt auf mehr als drei Jahre Content-Marketing-Agentur C3 zurück. Dass er an Burda verkauft habe, um Kasse zu machen, sei "eine böswillige Unterstellung".
"PR Report" 1/2018, S. 20-23 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Lukas Kircher, damals C3-Chef, fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.
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Zitat: Jörg Hausendorf will Print in größeren Dimensionen denken.

"Im Wettbewerb mit TV und Google, Facebook und Amazon brauchen wir Verlage andere Skalengrößen."

Bauer-Deutschlandchef Jörg Hausendorf denkt laut über einen gemeinsamen Print-Vermarkter für alle Verlage nach. Der Wechsel seines Kollegen Andreas Schoo an die Spitze von Funke könnte das beschleunigen.
"Horizont" 5/2018, S. 12-13 (Paid)

Weitere Zitate:

"Die Fallraten der Auflagen sind bei den totgesagten Gattungen Yellows, Frauen- und Programmzeitschriften in Wahrheit ja viel niedriger als in anderen Segmenten."

"Nur weil andere Verlage jetzt Gas geben, haben sie uns noch lange nicht überholt."


Aus dem Archiv von turi2.tv: Jörg Hausendorf erklärt, warum "Happinez" Bauer happy macht.
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Zitat: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales klickt selbst auf Online-Müll.

Jimmy Wales, Wikipedia (Foto dpa)"Ich gestehe, dass ich wie alle anderen auch auf bisweilen überraschende Überschriften reinfalle, hinter denen sich dann nur Quatsch verbirgt. Danach hasse ich mich selbst."

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales probiert mit Wikitribune eine neue Form eines News-Portals. Er kritisiert, dass es in der Mediengesellschaft nur noch darum geht, "Lärm, Lärm, Lärm zu machen".
handelsblatt.com (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview von Thomas Tuma:

"Die Leute haben die Überspitzungen und Halbwahrheiten allmählich satt, sie sind ja nicht dumm."

"Wenn ein Teenager in Mazedonien mit Fake News ein bisschen Geld verdient, ist das zu verschmerzen. Weit kritischer sehe ich tatsächlich, was manche Staaten mit vielen Millionen Dollar und Manpower an Propaganda inszenieren." 

"Für mich selbst ist Wikipedia immer noch nicht gut genug, aber es entwickelt sich anständig."
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