Zitat: Jürgen Kaube findet die Empfänglichkeit für Fake-News problematisch.

Jürgen Kaube, FAZ"Kommunikation hat, Stichwort Warentest, gegenüber Geschirrspülmaschinen den Vor- wie Nachteil, dass sie ganz leicht hervorzubringen ist und umso leichter, wenn in Lügenabsicht einfach nur das Gegenteil von anderer Kommunikation behauptet werden soll."

"FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube sieht beim Thema Fake-News nicht ihre Produktion, sondern die Empfänglichkeit für sie als eigentliches Problem.
"FAZ", S. 11 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Kai Diekmann sagt, er habe das Trump-Interview selbst vereinbart.

Kai Diekmann 2015b - 150"Mir war in den letzten 16 Jahren immer wichtig, dass ich meine Interviews selber vereinbare und auch selber führe."

Kai Diekmann spricht mit der "FAZ" über seine Begegnung mit Donald Trump. Das Interview mit dem künftigen US-Präsidenten sei kein Abschiedsgeschenk des Verlags für den scheidenden "Bild"-Herausgeber gewesen.
"FAZ", S. 14 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Newt Gingrich glaubt nicht, dass Donald Trump “staatsmännischer” wird.

Newt Gingrich 150"Er wird mit dem Twittern kaum aufhören. Ich hoffe, die Leute gewöhnen sich einfach daran."

Newt Gingrich, erzkonservativer US-Politiker und Trump-Vertrauter, spricht im "Spiegel"-Interview über den Twitter-Tick des künftigen US-Präsidenten und hofft, dass er und seine Mannschaft "nicht vernünftig" werden.
"Spiegel", 3/2017, S. 88 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Türkische Oppositionsmedien unterstützen statt vorfristig betrauern, fordert Özlem Topcu.

oezlem-topcu150"Statt zu jammern, könnte man einfach ein Abo abschließen. Und wenn man der türkischen Sprache nicht mächtig ist, eben ein Soli-Abo."

"Zeit"-Redakteurin Özlem Topçu rät allen, die sich um oppositionelle Medien in der Türkei sorgen, ein Abo abzuschließen statt sich bei Twitter oder Facebook aufzuregen.
zeit.deKommentieren ...

Zitat: Klaus Eck wünscht sich weniger “digitale Angst”.

Klaus Eck 150"In Deutschland gibt es eine digitale Angst. Wir wollen keine Fehler öffentlich begehen und die Kontrolle über unseren Content haben."

Content-Marketing-Berater Klaus Eck empfiehlt im Interview mit dem Philosophiemagazin "Hohe Luft", das manager-magazin.de online veröffentlicht, weniger Perfektionismus im Umgang mit sozialen Medien.
manager-magazin.deKommentieren ...

Zitat: Jörg Kachelmann wünscht sich fairen Umgang der Medien mit Kai Diekmann.

kachelmann150"Die Frage ist, wie sich die kleinen People-Magazine verhalten, deren Chefredakteure nicht mental davon abhängen, in der Elbphilharmonie fünf Plätze schräg hinter Friede Springer sitzen zu dürfen."

Jörg Kachelmann sieht die Gefahr, dass gerade kleinere Yellow-Blätter die Vorwürfe gegen Kai Diekmann für einen Scoop ausschlachten könnten.
taz.de (Interview), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Klaus Brinkbäumer über “Spiegel”-Manuskripte unterm Türschlitz.

Klaus Brinkbäumer 150-2"Legendär war Auslandsressortleiter Dieter Wild, von dem es hieß, ihm seien die Manuskripte unter der Tür durchgeschoben worden, dann habe er sie 'Spiegel'-tauglich gemacht und wieder unter der Tür durchgeschoben, ohne ein Wort zu den Redakteuren."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer im Vorwort des Buches "Der Spiegel 1947-2017". Die 2.000 Redakteure und 27 Chefredakteure seit Januar 1947 seien "allesamt Überzeugungstäter" gewesen.
randomhouse.deKommentieren ...

Zitat: Berlins Bürgermeister Michael Müller lehnt Twitter ab.

michael_mueller_150"Twitter lebt davon, dass ich innerhalb von Sekunden reagiere. Ich halte vieles, was dort passiert, für unseriös - und möchte mich daran nicht beteiligen."

Michael Müller, regierender Bürgermeister von Berlin, entscheidet sich bewusst gegen ein Twitter-Profil - auch, um sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen.
Der Tagesspiegel (E-Paper, Paid), blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Satiriker brauchen nicht auch noch einen Waffenschein.

Tim Wolff Titanic"Da brauchte es keine Terroristen mehr, ein durchschnittlicher Redaktionsschluss hätte genügt, uns komplett auszulöschen."

Titanic-Chefredakteur Tim Wolff erzählt, dass den Redaktionsmitgliedern nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo als nunmehr "abstrakt Gefährdete" angeboten worden sei, auf "kurzem unbürokratischen Weg" den Waffenschein zu machen.
"FAZ", S. 9, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Roland Tichy will nicht als Scharfmacher gelten.

Roland Tichy 150"Wenn man von der liberal-konservativen Seite kommt, wird jede Überschrift zelebriert als Angriff auf das Grundgesetz."

Roland Tichy streitet Clickbait für Facebook bei Tichys Einblick ab – auch die "linksgestrickteren Kollegen" würden ähnlich entschieden und witzig formulieren.
youtube.com (7-Min-Interview), youtube.com (15-Min-Fassung)Kommentieren ...

Zitat: CCC-Sprecherin Constanze Kurz glaubt nicht an Maschinen, die Fake News aussortieren.

Constanze Kurz CCC 150"Es hat damals zwei, drei Jahre gedauert, und dann konnte man maschinell gegen Spam-Mails vorgehen. Vielleicht gibt es die naive Vorstellung, dass man so auch Fake News bekämpfen kann."

Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, erkennt im Ruf nach Algorithmen gegen gefälschte Nachrichten vor allem die Hilflosigkeit der Politiker.
handelsblatt.comKommentieren ...

Zitat: Uwe Esser sieht die Zukunft alter Medienmarken positiv.

uwe-esser-150"In unübersichtlicher werdenden globalen Märkten kommt Medienmarken die Aufgabe zu, den Menschen sowohl Orientierung und ein Zuhause-Gefühl zu vermitteln, als auch den werbungtreibenden Unternehmen ein Leistungsversprechen zu geben, das auch eingehalten wird."

Uwe Esser, TV-Vermarktungschef bei AS&S, findet Leitmedien wichtiger denn je.
dwdl.deKommentieren ...

Zitat: Thomas Bellut mahnt Unvorgenommenheit an.

Thomas Bellut"Unser Mittel kann nur sein: Unvoreingenommenheit. An der Wahrheit arbeiten. In postfaktischen Zeiten nicht ganz einfach. Aber wir müssen das versuchen."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erklärt, wie seine Anstalt mit lauter werdender Kritik umgehen soll. Eine Studie im Auftrag des ZDF attestiert stabile Glaubwürdigkeits-Werte für "heute" und "heute-Journal".
heute.de, heute.de (Studie)Kommentieren ...

Zitat: Star-Fotograf Oliviero Toscani schimpft über schlechte Werbung.

oliviero-toscani-150"Die Zukunft ist nie schlechter als die Vergangenheit. Das Problem ist die Mittelmäßigkeit, die über die guten Ideen siegt."

Oliviero Toscani, Star-Fotograf und Erfinder der umstrittenen Benetton-Kampagnen in den 1990ern, setzt im Interview von Michaela Namuth zum Rundumschlag gegen feige Unternehmer und schlechte Werbung an.
"Werben & Verkaufen", 1/2017, S. 28 (Paid)

Weitere Zitate:

- über die Arbeit von Kreativen in Agenturen:
"Das ist wie mit Sex. Die, die am meisten darüber sprechen, tun es am wenigsten. Niemand, der Kreativ ist, nennt sich selbst 'Kreativer'."

- über Werbung vs. Kommunikation:
"Es geht nicht mehr um Werbung oder Nichtwerbung. Es ist alles Kommunikation."

- über moderne Unternehmenskommunikation:
"Unternehmen sind heute die modernen Kirchen. Sie haben die Möglichkeit, den sozialen Fortschritt voranzutreiben. Ihre Kommunikation geht um die ganze Welt."Kommentieren ...

Zitat: Stephan Scherzer findet, jede Kritik habe ihre Grenzen.

stephan-scherzer-150"In Deutschland hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung und kann die auch deutlich sagen, schreiben oder auf Demonstrationen vertreten, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten."

VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer ist besorgt, weil der "Lügenpresse"-Vorwurf nun selbst gegen Auto- oder Computer-Magazine erhoben wird.
meedia.deKommentieren ...