Zitat: Rowan Atkinson hat als Mr. Bean kein Interesse an Facebook.

"Ich habe absolut kein Interesse an Social Media. Die diversen Plattformen prägen die Meinung der meisten Menschen. Doch Facebook oder Twitter vermitteln eine vorgefertigte Realität, keine echte."

Rowan Atkinson, alias Mr. Bean, sagt im Interview mit "Bild am Sonntag", er kaufe zwar "fast nur im Internet ein", könne mit sozialen Netzwerken aber nichts anfangen.
bild.de (Paid)

Zitat: Springer-Vorstand Andreas Wiele setzt auf Deutungshoheit.

"Ich glaube, dass die klassischen Medien ihr Deutungsmonopol verloren haben. Ihre Deutungshoheit können sie erhalten, wenn sie relevant und unabhängig bleiben."

Andreas Wiele, Springer-Vorstand für Anzeigentitel, sieht im Gespräch mit "New Business" die "Deutungshoheit" weiter bei den klassichen Medien, wenn sie "über die Probleme, Sorgen und Freuden ihrer Leser berichten".
"New Business" 43/2018, S. 38 (Paid)

Zitat: Anna Mayrhauser bekäme von Unternehmen lieber Geld statt T-Shirts.

"Unternehmen, die sich feministisch positionieren, schicken uns zwar ihre feministischen T-Shirts zu und wollen, dass wir darüber schreiben, doch Anzeigen schalten wollen sie nicht. Anders herum wäre es besser."

Anna Mayrhauser, Chefredakteurin des "Missy Magazines", sagt im "taz"-Interview, dass der Femininismus im Mainstream ankommt, merke sie an steigenden Abozahlen, in Anzeigen spiegele es sich aber nicht wider.
taz.de

Zitat: Bayern-Vorstand Rummenigge kündigt härtere Gangart gegen Medien an.

"Wir werden uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden uns mit dem heutigen Tag diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen."

Karl-Heinz Rummenigge, Boss des FC Bayern, skizziert auf einer denkwürdigen Pressekonferenz mit den Kollegen Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic sein Verständnis von Pressefreiheit.
bild.de

Zitat: Verlegersein ist laut Thomas Ganske eher kein Goldgräbertum.

"Wenn man nur das wirtschaftliche Ergebnis bewertet, dann ist man falsch in unserem Genre."

Verleger Thomas Ganske sagt der "Wirtschaftswoche", er bereue "Tempo" und "Woche" nicht – beide Titel waren sehr beliebt, verschlangen aber Mio. Ganskes Blickwinkel: Er habe mit ihnen "das Zeitungslesen und Zeitungsmachen verändert".
"Wirtschaftswoche" 43/2018, S. 58 (Paid)

Zitat: Lukas Kircher fordert ein Ende der Aufmerksamkeitsfalle.

"Die Leute hassen zu vieles von dem, was wir machen."

C3-Gründer Lukas Kircher sagt im "Horizont"-Interview, die Werbeindustrie müsse verstehen, dass negative Aufmerksamkeit nichts bringt und ein "negativer Klick" nichts wert sei.
"Horizont" 42/2018, S. 38 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Lukas Kircher, damals C3-Chef, fühlt sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien.

Zitat: Armin Mahler findet einige "Spiegel"-Kollegen zu eitel.

"Journalisten sind schon immer ziemlich eitel gewesen. Dass Kollegen aber sogar über ihr Privatleben schreiben, befremdet mich."

Armin Mahler, 63, scheidender Ressortleiter Wirtschaft des "Spiegel", hofft, "dass es nicht überhandnimmt", dass Kollegen wie Jan Fleischhauer im "Spiegel" über ihre eigene Scheidung schreiben.
Wirtschaftsjournalist, 5/2018, S. 20 (Paid)

Zitat: Miriam Meckel sieht in der Digitalisierung nächste Evolutionsstufe.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass der Mensch und der Computer immer weiter zusammenwachsen werden. Ich glaube, dass das schlicht die nächste Evolutionsstufe ist."

Miriam Meckel sagt im Podcast von Gabor Steingart, dass die Digitalisierung die Gesellschaft stärker verändert als die Industrialisierung. Wenn Roboter künftig Arbeit übernehmen, bliebe mehr Zeit für zwischenmenschliche Kommunikation - beispielsweise in der Altenpflege.
gaborsteingart.com (21-Min-Podcast)

Zitat: Erster ProSieben-Chef Georg Kofler wollte beim Sendestart einen einfachen Namen.

"Die Sechs konnte auch mit x zweideutig missverstanden werden - man stelle sich vor: ProSechs! - und dann kam die Sieben."

Georg Kofler, Ex-ProSieben-Chef, schreibt in einem dwdl-Gastbeitrag, dass er beim Sendernamen eine einstellige Zahl wählte, die auf der Fernbedienung noch unbesetzt war, um einfacher gefunden zu werden. Das "Pro" steht für Programm.
dwdl.de

Zitat: Marion Horn sieht in Steingarts Medienschelte Milchglasscheiben-Blick.

"Ich weiß nicht, welche 'Milchglasscheiben' den Blick von Gabor Steingart getrübt haben – unsere Berichterstattung über die Diesel-Krise der Autoindustrie war und ist klar und kritisch."

Marion Horn, Chefredakteurin der "Bild am Sonntag", verteidigt die Berichterstattung über die Diesel-Affäre. Gabor Steingart hatte den Redaktionen vorgeworfen, über Werbekunden aus der Autobranche nicht kritisch genug zu berichten.
horizont.net

Zitat: Miriam Meckel will mit 'Ada' Journalismus neu nutzen.

"Wir wollen den Journalismus nutzen, um so etwas zu versuchen wie ein Wirtschaftswunder 4.0 auf den Weg zu bringen – über digitale Weiterbildung."

Miriam Meckel schafft mit "Ada" eine neue Markenwelt. Das heute erscheinende Magazin soll das Element sein, das Digitalisierung im wahrsten Sinne begreifbar macht.
turi2.tv (4-Min-Video)

Zitat: Carsten Maschmeyer fühlt Startups ohne Kameras auf den Zahn.

"Wir haben erlebt, dass Gründer ihren Pitch wie in einer Theater-AG geübt und im TV vorgeführt haben. Aber auf ganz normale Investoren-Fragen hatten sie hinterher keine Antworten."

Investor Carsten Maschmeyer sagt im Gründerszene-Interview, dass die Nagelprobe für die Startups aus "Die Höhle der Löwen" erst kommt, wenn die Kameras aus sind.
gruenderszene.de

Zitat: Tom Buhrow hofft, dass der WDR seine Familienkonflikte für einen Neustart nutzen kann.

"Ich habe jedenfalls in den letzten Monaten eine nicht so schöne Seite meiner WDR-Familie kennengelernt."

WDR-Intendant Tom Buhrow zeigt sich im "stern"-Interview geschockt über die Unzufriedenheit seiner Beschäftigten, die ihm erst im Zuge der #MeToo-Debatte gänzlich bewusst wurde. Der WDR müsse die Chance für eine Bereinigung nutzen, jetzt wo alles auf dem Tisch liege.
"stern" 42/2018, S. 108-110 (Paid)

Zitat: Zeynep Tufekci wirft YouTube vor, stets das Extreme zu fördern.

"Der Algorithmus hat herausgefunden, dass es fesselnder ist, Nutzer zu immer extremeren Videos zu pushen. Das ist eine Schwäche der Menschen: Extremeres zu wollen, ohne es zu wissen."

Technosoziologin Zeynep Tufekci untersucht YouTube und beobachtet: Video-Vorschläge und Autoplay-Funktionen führen zu immer krasseren Inhalten. Wer Laufen sucht, landet bei Ultramarathon.
sueddeutsche.de

Weitere Zitate:

"Facebook und Youtube verschmutzen die öffentliche Sphäre und lagern die Kosten an die Gesellschaft aus. Sie könnten mehr Menschen für die Reinigung einstellen, aber das macht sie weniger profitabel."

"Sie sollten ein neues Geschäftsmodell erfinden, das nicht funktioniert wie einarmige Banditen im Kasino, die einen so lange wie möglich fesseln sollen. Das Modell ist okay für Las Vegas, aber nicht für die Öffentlichkeit."

Zitat: Frank Dopheide will Preisschilder auf alle Handelsblatt -Produkte kleben.

"In dem Moment, wo du billig wirst ... they never come back. Wenn du eine Premiummarke verschenkst, kriegst du sie nie wieder auf die Kö."

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide erläutert im turi2.tv-Interview, warum die Zeit der Gratiskultur vorbei ist. Auch das Morning Briefing soll "demnächst" etwas kosten.
turi2.tv (Dopheide über Paid Content)

"Wir sind von Monarchie auf Demokratie gewechselt (...) vom System Leitwolf auf Schwarmintelligenz."
turi2.tv (Dopheide über die Post-Steingart-Ära)

"Wir werden uns vom Reichweitenmodell langfristig verabschieden. Wir gehen weg von B2B hin zu B2P, dem Professional."
turi2.tv (Dopheide über seine Strategie)

"Die Messgröße lautet: Jeder Leser spürt den Wert und dokumentiert es dadurch, dass er irgendwas bezahlt."
turi2.tv (Dopheide über kostenpflichtiges Morning Briefing)

"Zur Information muss Qualifikation kommen, weil Journalisten mit ihren Fähigkeiten, auf Aktualität zu reagieren, Inhalte aufzubereiten, vielen überlegen sind."
turi2.tv (Dopheide über den Weg zum Bildungsunternehmen)

"Ideenreichtum ist unser Asset für die Zukunft. Es ist nicht Effizienzstreben, Abschneiden, Verpacken in größeren Einheiten – wir glauben, mit Ideenreichtum erfinden wir uns selbst neu."
turi2.tv (Dopheide über seine Prioritäten)

Zitat: Burda-Marktforscherin bezweifelt Facebooks Werbewirkungs-Zahlen.

"Obwohl der damalige Microsoft-CEO Steve Ballmer 2008 gedruckten Medien nur noch eine Überlebenszeit bis 2018 prognostizierte, erreichen Printmedien in Deutschland stationär noch mehr als doppelt so viele Menschen wie Facebook."

GiK-Chefin und Burda-Managerin Julia Scheel hält Gerüchte über den Tod von Print für stark übertrieben - und setzt "eine ganze Reihe von Fragezeichen" hinter die Mediennutzungs-Zahlen von Facebook.
horizont.net

Zitat: Die Politik muss auch abseits der Leitmedien kommunizieren, fordert Frank Stauss.

"Viele verlassen sich auf ihre etablierten Leitmedien-Netzwerke und freuen sich, wenn sie im Pressespiegel erwähnt sind."

Frank Stauss, Wahlkampf-Experte und SPD-Berater, vermisst im "W&V"-Interview bei vielen Politikern ein Bewusstsein für die veränderte Kommunikation in den Zeiten sozialer Netzwerke, wo inzwischen der Takt vorgegeben werde.
"Werben & Verkaufen" 41/2018, S. 39-43 (Paid)

Zitat: Frank Dopheide setzt auf Bildung statt auf Informationsvorsprung.

"Medien denken allen Ernstes immer noch, ihre Stärke sei Informationsvorsprung. Wo du denkst, Information in Zeiten großer Informationsüberflutung ... seid ihr irre?"

Handelsblatt-Chef Frank Dopheide will neue Erlösquellen mit Bildungsgeschäft erschließen. Im turi2.tv-Interview erklärt er das Projekt Ada.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt zu Ada), turi2.tv (40-Min-Video)

Zitat: Christian Garrels spricht über Kritik an Spots mit explodierenden Gartenzwergen.

"Wer in der Öffentlichkeit steht, muss austeilen und einstecken können. Ich wurde als 'Linksfaschist' beschimpft, Telefonnummern und Adressen wurden veröffentlicht."

Christian Garrels, PR-Chef beim ADAC, schildert seine Erlebnisse im rechten Shitstorm rund um die aktuelle Kampagne des Automobilclubs. Eine dreistellige Zahl an Mitgliedern habe deshalb gekündigt - weniger, als im gleichen Zeitraum eingetreten seien.
PR-Report 5/2018, S. 12 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Schäuble sieht sich nicht als Zensurbehörde sozialer Netzwerke.

"Es gehört nicht zu meinen Aufgaben, die sozialen Netzwerke zu kontrollieren. Ich bin nicht die Zensurbehörde."

Wolfgang Schäuble spricht in "Bild am Sonntag" über den schärferen Tonfall in den sozialen Netzwerken nach Einzug der AfD in den Bundestag. Wer in der Öffentlichkeit stehe, müsse "sehr unfaire Attacken" aushalten können.
"Bild am Sonntag", S. 4-5 (Paid)

Zitat: "Doctor Who" bräuchte eigentlich gar kein Geschlecht, findet Jodie Whittaker.

"Eine Frau kann genauso viel Qualität mitbringen, wie ein Mann. An den Anblick müssen sich manche aber erst einmal gewöhnen."

Jodie Whittaker, nach 55 Jahren die erste Frau als Doctor Who, ist froh, dass Zuschauer über sie als weiblichen Doktor so aufgeregt sind. Das Thema nerve sie nicht, da es ihr sehr am Herzen liege, verrät sie im DWDL-Interview.
dwdl.de

Zitat: Markwort will keine Pöstchen mehr, aber seine Meinung sagen.

"Ich bin 81 Jahre alt. Ich will kein Minister werden, kein Staatssekretär, kein Fraktionsvorsitzender. Aber ich werde mich einbringen."

Helmut Markwort kandidiert auf einem ziemlich sicheren FDP-Listenplatz für den bayerischen Landtag - und könnte als Alterspräsident eine, in ihrer Länge nicht begrenzte, Eröffnungsrede halten.
gaborsteingart.com (Podcast), turi2.de (Background)

Zitat: Funk-Chef Florian Hager hält US-Plattformen für unumgänglich.

Florian Hager 2015-150"Der einzige Auftrag, den ich hier umsetzen muss, ist es, 14- bis 29-Jährige mit öffentlich-rechtlichen Inhalten zu erreichen."

Florian Hager, Chef des Jugendangebots Funk von ARD und ZDF, betont im Interview mit dem "Standard", dass sich junge Zuschauer nur durch US-Netzwerke und nicht durch eine App "der grünen Wiese" erreichen ließen.
derstandard.at, turi2.de (Video-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Hager über den Aufbau des ARD-ZDF-Jugendangebots.

Zitat: Paypal nutzt Daten für Innovationen, nicht Werbung, sagt Bill Ready.

"Wir haben schon vor Jahren aufgehört, Nutzer nur per Passwort zu identifizieren. Wir wissen genug über Käufer und Verkäufer, um sie zu identifizieren und ihre Seriosität zu beurteilen."

Bill Ready, Operativchef von Paypal, erklärt im "Handelsblatt", wie der Zahlungsabwickler mit Nutzerdaten neue Produkte entwickelt, anstatt sie wie andere Tach-Giganten für Werbe-Zwecke zu nutzen.
"Handelsblatt", S. 31

Zitat: Startup-Löwe Frank Thelen fordert mehr Kampfgeist.

"Elon Musk schläft in seiner Produktion. Schlafen die Vorstände der deutschen Automobilhersteller in der Produktion? Nicht, dass ich wüsste."

Investor und Vox-Löwe Frank Thelen fordert mehr unternehmerischen Einsatz in Deutschlands Chefetagen.
W&V 40/2018, S. 10-15 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Der Begriff Startup ist total überreizt. Er ist zu einem Synonym für Coolness geworden. Das ist Blödsinn."

"Ich möchte ein bis drei relevante Technologieunternehmen in Deutschland mit aufbauen: (...) Mit 'relevant' meine ich auch die Marktkapitalisierung, und da sprechen wir über viele Mrd Euro. Das ist mein Lebenstraum. (...) Darunter muss sich alles andere einordnen."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Thelen über die notwendige Digitalisierung der kompletten Verlagswelt.

Zitat: Für VW-Chef Herbert Diess ist Deutschland nicht digital genug.

"In Eu­ro­pa und in Deutsch­land ver­fü­gen wir nicht im not­wen­di­gen Ma­ße über ei­ne IT-In­dus­trie, die in der La­ge wä­re, uns um­fas­send ge­nug bei un­se­rem Vor­ha­ben zu un­ter­stüt­zen."

VW-Chef Herbert Diess macht die Microsoft-Heimat Seattle zum Zentrum gemeinsamer Cloud-Dienste. Die USA seien schneller, China konsequenter in der Digitalisierung.
"FAS", S. 25 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: "Cir­cle"-Autor Dave Eg­gers singt ein Loblied auf Bücher.

"Bü­cher ver­trei­ben uns aus un­se­rer ei­ge­nen Haut und ver­set­zen uns in das Le­ben an­de­rer hin­ein. Das öff­net un­ser Hirn für Kom­ple­xi­tät und macht uns miss­trau­isch ge­gen­über Ver­ein­fa­chun­gen."

Dave Eg­gers, Autor des tech-kritischen Romans "The Circle", hat sein erstes Kinderbuch vorgelegt. Im Kurz-Interview mit dem "Spiegel" singt er ein Loblied aufs Lesen.
"Spiegel" 40/2018, S. 116 (Paid)

Zitat: Dirk Benninghoff zweifelt an Finanzjournalist und Kommunist Lucas Zeise.

"Wieso arbeitet ein Kommunist ausgerechnet bei einer Zeitung, die marktliberal ist? Das ist so, als ob ein Fußballhasser über die Bundesliga berichten würde."
Dirk Benninghoff, heute FischerAppelt-Chefredakteur, wundert sich über seinen ehemaligen "FTD"-Kollegen Lucas Zeise, der als Kommunist Karriere im Finanzjournalismus machte.
"Brand eins" (Paid)