Zitat: Maria Furtwängler will keine Frauen-Quote im TV.

"Im fiktionalen Bereich würde eine Quote meiner Meinung jede Form von Kreativität und erzählerischer Freiheit zunichte machen."

Schauspielerin Maria Furtwängler setzt auf Aufklärung, um die Rolle von Frauen im TV zu stärken. Jüngst hatte eine von ihr in Auftrag gegebene Studie festgestellt, dass Frauen im TV unterrepräsentiert sind.
meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Psychologe Kanning findet Personaler-Entscheidungen zu unsystematisch.

"Die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Einstellungspraxis ist riesengroß. Eigentlich müsste man Bewerbern fast schon raten, den Personaler anzulügen."

Wirtschaftspsychologe Uwe Kanning sieht schüchterne und ehrliche Menschen bei der Personalauswahl von deutschen Unternehmen im Nachteil, weil Personaler zu unsystematisch vorgehen. Je mehr Struktur und je weniger Bauchgefühl genutzt werden, desto besser sei das Ergebnis bei der Mitarbeitersuche, sagt Kanning im Interview mit der "Zeit".
"Zeit", 30/2017, S. 20 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Wolfgang Büchner sieht "erstklassigen Journalismus" als Voraussetzung für die Digitalisierung.

"Wenn wir keinen erstklassigen Journalismus haben, brauchen wir auch nichts zu digitalisieren."

Wolfgang Büchner, seit sechs Monaten Chief Content Officer bei Madsack, zieht im Interview mit "Kress Pro" Halbjahresbilanz. Er wolle keine digitalen Arbeitsweisen von oben verordnen, sondern mit den Mitarbeitern entwickeln.
"Kress Pro", 6/2017, S. 64-67 (Paid)

weitere Zitate:
- über die Rolle von Google und Facebook:

"Wir dürfen die Kommunikation mit unseren Lesern nicht in soziale Netzwerke auslagern, sondern müssen den Dialog selbst führen."

- über Journalisten im digitalen Zeitalter:

"Für Journalisten muss es Teil ihres beruflichen Selbstverständnisses sein, mit denen zu kommunizieren, für die sie recherchieren und schreiben."

- über das Redaktionsnetzwerk Deutschland als Marke in den Madsack-Zeitungen:

"Es wertet auch die Partner-Zeitung des Redaktionsnetzwerks Deutschland auf, wenn RND-Interviews und RND-Recherchen in der 'Tagesschau' zitiert werden. Das RND etabliert sich als eine Art Qualitätssiegel für die Berichterstattung."Kommentieren ...

Zitat: Publizist Müller-Vogg wirft Journalisten zu große Nähe zu Politikern vor.

"Wenn ich abends mit einem Politiker beim Bier versackt bin, kann ich ihn am nächsten Morgen nur schwer in die Pfanne hauen."

Der Publizist Hugo Müller-Vogg kritisiert eine zu große Nähe zwischen Politikern und Journalisten. Hauptstadt-Korrespondenten würden sich nicht mehr trauen, Politiker deutlich zu kritisieren - angeblich aus Angst, dass ihnen weniger Informationen zugesteckt werden würden.
"Tichys Einblick" 08/2017 (Paid) via kress.deKommentieren ...

Zitat: Joachim Huber wünscht sich mehr Typen wie Scholl und Bosbach im TV.

"Wann finden Bosbach und ARD, wann finden Scholl und ARD zu einem klärenden Gespräch zusammen? Das Fernsehen braucht beide, da sie beide – der Experte und der CDU-Politiker – die Qualität zum Aufreger haben."

Medienjournalist Joachim Huber wünscht sich mehr Typen wie Fußball-Kommentator Mehmet Scholl und Politiker Wolfgang Bosbach im Fernsehen. Scholl sei im TV-Fußballgeschäft der glattgebügelten Sätze eine Rarität.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Zitat: Nokia-Aufsichtsrat Risto Siilasmaa schaut nicht zurück.

"Viele Unternehmen schauen zurück und versuchen dabei zu erahnen, was vor ihnen ist. Das geht schnell schief."

Risto Siilasmaa, Chef des Aufsichtsrats von Nokia, blickt lieber in die Zukunft, statt vergangenem Ruhm der Firma hinterher zu trauern. Im "Handelsblatt"-Interview rät er dazu, immer Alternativpläne parat zu haben. Der finnische Telekommunikationskonzern soll auch durch Zukäufe wieder groß werden - Nokia beobachtet dazu kontinuierlich mehr als 600 Übernahme-Kandidaten.
handelsblatt.com (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Peter Frey hat mit dem "MoMa" einen Gemischtwarenladen geschaffen.

"Wir sind ein Supermarkt, in dem es frische, aktuelle Ware, aber eben auch schöne, interessante und manchmal auch einfach unterhaltsame Dinge gibt."

ZDF-Chefredakteur Peter Frey kennt das Erfolgsrezept des "Morgenmagazins" von ARD und ZDF, das seit 25 Jahren auf Sendung ist. Frey hat die Frühsendung entwickelt und war in den Anfangsjahren selbst "MoMa"-Moderator.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Zitat: n-tv-Chefin Sonja Schwetje sieht künstliche Intelligenz als große Hilfe für Journalismus.

"Technologie ist unser Freund, sie kann uns helfen, journalistischen Content aufzubereiten, zu verbreiten, die Bedürfnisse unserer User und Zuschauer besser zu erfahren und ihnen die Interaktion mit uns oder anderen zu ermöglichen."

n-tv-Chefredakteurin Sonja Schwetje will mit Hilfe von künstlicher Intelligenz personalisierte Nachrichten und Push-Meldungen verbessern, sagt sie dem "Medium Magazin".
presseportal.deKommentieren ...

Zitat: Constantin Seibt glaubt, Journalismus ist nötiger denn je.

"Die Leute merken plötzlich wieder, wozu es Gewaltenteilung und Rechtsstaat braucht. All dieses Zeug, was über Jahrzehnte so langweilig zu sein schien."

Constantin Seibt glaubt, sein crowd-finanziertes Onlinemagazin Republik kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Es soll Anfang 2018 starten und etablierte Medien "auf den großen Themenfeldern schlagen".
"Welt", S. 22 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Content Marketing wird in Deutschland falsch verstanden, glaubt Matthias Wesselmann.

"Der Begriff Content Marketing kommt ja ursprünglich aus den USA. Wenn man da ein Kundenmagazin hochhält und sagt, das sei Content Marketing, schütteln alle verständnislos den Kopf."

Matthias Wesselmann, Vorstandsmitglied bei Fischer-Appelt und beim BVDW fürs Content Marketing zuständig, hält den Import des Begriffs für missglückt.
"Horizont" 28/2017, S. 12 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Fernsehmacherin Johanna Maria Knothe kritisiert Randrolle von Frauen im TV.

"Im Schnitt kommen zwei Männer auf eine Frau. Ein bisschen wie im Porno. Oder eben in einer Fahrprüfungssituation."

Die TV-Journalistin Johanna Maria Knothe kritisiert das schiefe Geschlechterverhältnis in ihrer Branche. Auch das "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann, bei dem Knothe zu Gast war, reproduziere Klischees über Frauen.
jetzt.deKommentieren ...

Zitat: Für Christian Lindner ist die Digitalisierung mehr Eis- als Rasensport.

"Die Digitalisierung ist ein Eishockeyspiel. Die deutsche Politik fühlt sich aber im Fußballstadion."

FDP-Chefdigitalo Christian Lindner findet den Wettbewerb im Online-Zeitalter "härter, schneller, rücksichtsloser". Deutschen Unternehmen bleibe nur der B2B-Bereich für eine führende Rolle, Hardware- und B2C-Geschäft seien verloren.
"Handelsblatt", S. 20-21 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Ritter-Sport-Chef Ronken setzt auf Ideen kleiner Kreativ-Teams und Kunden.

Andreas Ronken"Wir müssen schon ein bisschen diesen Startup-Gedanken haben und die Kompetenz den Mitarbeitern geben. Sie sollen machen, was sie für richtig halten und nicht über Standardprozesse eines Konzerns ausgebremst werden."

Ritter-Sport-Chef Andreas Ronken lässt ein kleines Team Social-Media-Erfolge austüfteln. Die Einhorn-Schokolade sei durch einen Vorschlag von Kunden entstanden, sagt Ronken im Interview mit Gründerszene.
gruenderszene.deKommentieren ...

Zitat: TV-Werber Uwe Esser will die "Sportschau" zum Sieger im zerfaserten Bundesliga-Business machen.

"Mehr denn je wird der Werbemarkt im Ozean mit vielen kleinen Werbe-Schaluppen auf die Power und Präsenz des großen Reichweiten-Dampfers setzen."

Uwe Esser, TV-Chef der ARD-Werbung, erhofft Vorteile für die "Sportschau" in der komplexen Welt der Fußball-Bundesliga-Übertragungen. Elf Medien übertragen ab kommender Saison Bilder und Töne, u.a. Eurosport, Dazn und Amazon.
"W&V" 28/2017, S. 30-32 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Norbert Lammert mag keine TV-Talkshows.

"Ich mag keine Runden, bei denen schon die Zahl der Beteiligten und die Verpflichtung des Moderators, für eine gleichmäßige Verteilung der Redezeit zu sorgen, ausschließen, dass man zu einer gründlichen Auseinandersetzung kommen kann."

Bundestagspräsident Norbert Lammert erklärt im "Focus"-Interview, warum er TV-Talkshows lieber meidet.
"Focus" 28/2017, S. 36 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Bastian Sick findet Medien sprachlich zunehmend schlampig.

"Verlage haben Qualität eingespart, und das verärgert die Leser. Fast alle regen sich über die vielen Druckfehler auf."

Grammatik-Gottvater Bastian Sick beobachtet einen zunehmend schlampigen Umgang mit der deutschen Sprache in den Medien. Bei den meisten Zeitungen und Zeitschriften korrigiere eine Software und kein Mensch.
kress.deKommentieren ...

Zitat: Kasper Rorsted will aus Adidas ein Digitalvorbild machen.

"Adidas soll DER digitale Konzern werden. Ich will, dass nicht nur die besten Designer zu Adidas kommen, sondern auch die besten IT-Köpfe."

Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted will den Sportartikel-Hersteller zum führenden Digitalunternehmen in Deutschland umbauen. Alle im Konzern müssten "ganz neu denken", sagt er im "Focus"-Interview.
focus.de (Vorabmeldung)Kommentieren ...

Zitat: Thomas Strerath sieht im Zeitpunktbezug den größten Unterschied politischer Kampagnen.

"Jede Diskussion ist von der Frage geleitet: Hilft das jemandem, bis 18 Uhr sein Kreuz für die Union zu machen? Das ist für mich der brutalste Unterschied."

Jung von Matt-Vorstand Thomas Strerath sagt im Interview mit Axel Wallrabenstein in "Die Entscheidung", dem Parteiblatt der Jungen Union, dass Zeitpunktbezogenheit der größte Unterschied zwischen einer Kampagne für ein Unternehmen oder eine Partei sei.
"Die Entscheidung" 07/08 2017, S.20 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Googles Deutschlandchef Justus sieht mobilen Nachholbedarf.

"Viele Unternehmen in Deutschland sehen ihr mobiles Produkt immer noch als zweitrangig, um das sie sich kümmern, wenn die normale Website gebaut ist."

Philipp Justus, Deutschland- und Zentraleuropa-Chef von Google, sieht Nachholbedarf bei Mobil-Angeboten. Im "Horizont"-Interview plädiert er dafür, dass mobile Webseiten oder Apps "immer Priorität" haben sollten.
horizont.net, "Horizont" 27/2017, S. 12/13 (komplettes Interview, Paid)Kommentieren ...

Zitat: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will Zuschauern nicht sagen, was sie zu denken haben.

"Wir sollten den Teufel tun, unserem Publikum zu sagen, was es zu denken hat. Auch nicht zwischen den Zeilen."

ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke warnt im "Journalist"-Interview davor, journalistische Glaubwürdigkeit durch Positionierung aufs Spiel zu setzen.
"Journalist" 7/2017, S. 45 (Interview), presseportal.de (Zusammenfassung)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Das Herz eines Journalisten darf nie übers Hirn bestimmen, sonst wird das Denken beeinträchtigt."

"Die 'Tagesschau' kann das Internet nicht im Alleingang vom Hass befreien, aber dazu beitragen, einen respektvollen Umgang miteinander zu fördern."

"Wir haben keine Trump-Festspiele, sondern einen G20-Gipfel."

"Wir liefern nur den Rohstoff zur Meinungsbildung. Wenn uns das gelingt, sind wir zufrieden."

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein. (Januar 2017)

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Zitat: Frank Thomsen will Trump und Erdogan zum Nachdenken bringen.

"Vielleicht schaut ja Donald Trump mal von der Elbphilharmonie rüber und denkt nicht als erstes 'Fake News'. Oder Herr Erdogan entwickelt für eine Sekunde Mitgefühl für inhaftierte Journalisten."

Frank Thomsen, Marketing-Chef bei Gruner + Jahr, sagt im "W&V"-Interview, er wolle mit Großplakaten am Baumwall, auf denen symbolisch inhaftierte G+J-Chefredakteure für Pressefreiheit werben, nicht nur Eigen-PR betreiben.
wuv.deKommentieren ...

Zitat: Wolf von Lojewski beneidet Journalisten nicht für heutige Arbeitsbedingungen.

"Viele Journalisten gehen nicht mehr mit dieser Unbekümmertheit an ihren Job, was oft am Sparzwang liegt. Auch die stete Auseinandersetzung mit den Stürmen und Stimmungen in den sozialen Netzwerken macht die journalistische Arbeit nicht leichter."

Wolf von Lojewski, langjähriger "Mister heute-journal", erinnert sich an Zeiten, als Geldnot kaum eine Rolle gespielt hat und Leser- oder Zuschauer-Feedback allenfalls per Briefpost kam. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Zitat: Bertelsmann-Erbin Brigitte Mohn fordert einen Digital-Minister.

"Ausgerechnet eine der größten Volkswirtschaften der Welt fährt auf der digitalen Autobahn mit angezogener Handbremse."

Bertelsmann-Erbin Brigitte Mohn, zugleich Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung, sieht Nachholbedarf beim Breitbandausbau und vermisst den Willen zur Digitalisierung. In einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" fordert sie von der künftigen Bundesregierung einen Staatsminister für Digitalisierung - "am besten im Kanzleramt".
"Handelsblatt", S. 48 (Paid)Kommentieren ...