Zitat: Sky-Chef Schmidt will mit eigenen Serien neue Zielgruppen erreichen.

"Menschen mögen großartiges Entertainment, je mehr wir davon anbieten, desto eher entscheiden sie sich für Sky."

Sky-Chef Carsten Schmidt sagt im Interview mit dem "Tagesspiegel", wichtiger als die Zuschauerzahl für die Serie "Babylon Berlin" sei es, neue Menschen an Sky heranzuführen. Seine Erwartungen an die Wiederbelebung von "Das Boot" seien ähnlich hoch wie bei "Babylon Berlin".
tagesspiegel.de

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Zuerst einmal ist 'Das Boot' für alle Beteiligten, aber auch für mich ganz persönlich, ein absolutes Wunschprojekt. Die Erwartungshaltung ist hoch, wir werden die Serie noch in diesem Jahr exklusiv auf Sky, ohne spätere Free-TV-Auswertung, präsentieren."

Zitat: Jan Spielhagen kann sich für mehrere G+J-Titel Restaurants vorstellen.

"Auf dieser Karte ist ganz viel "Beef"-Magazin."

Jan Spielhagen, Food-Chef bei Gruner + Jahr, sagt im Video-Interview mit horizont.net, die Beef-Grill-&-Bar-Speisekarte biete nicht nur die "Beef"-Rostbratwurst, sondern setze auch das Konzept des Magazins zur Fleisch-Zubereitung um. Auch für andere Food-Titel seien Restaurant-Ableger denkbar.
horizont.net (3-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat: Oliver Kalkofe langweilt die TV-Berichterstattung von der Fußball-WM.

"Statt etwas zu ändern, gibt es Rechtfertigungen, warum die eigene Langeweile eigentlich ganz toll ist."

Fernseh-Kritiker Oliver Kalkofe nervt der Rechtfertigungsdrang der Öffentlich-Rechtlichen, der oft in Anbiederung ende, "die irrwitzig viel Geld kostet". Er schlägt vor, bei zukünftigen Weltmeisterschaften in Innovationen zu investieren.
tagesspiegel.de

Zitat: Dirk Wössner will weiter in Telekom Entertain investieren.

"Wir werden nicht Haus und Hof auf eigene Produktionen verwetten, und wir werden auch nicht in die Massenproduktion von Serien gehen. Aber wir wollen Akzente setzen."

Dirk Wössner, Chef von Telekom Deutschland, sagt im "Welt"-Interview, der Konzern sei nicht Netflix, sehe in seiner Plattform Entertain aber großes Potential und werde weiter investieren.
"Welt", S. 15 (Paid)

weiteres Zitat:
"Wir bauen sehr deutsch und gründlich aus, das kostet jedoch mehr und dauert eben auch länger." (über den schleppenden Breitbandausbau)

Zitat: Thomas Düffert verteidigt den Konsolidierungs-Kurs bei Madsack.

"Die pure Existenz einer Regional- oder Lokalzeitung sollte uns wichtiger sein, als der vermeintliche Rückgang der Pressevielfalt im Überregionalen."

Madsack-Chef Thomas Düffert sieht beim Festakt zu 125 Jahren Madsack in Zentralredaktionen keine Gefahr für die Medienvielfalt. In Zeiten der Digitalisierung würden die Stimmen eher mehr als weniger.
turi2 vor Ort in Hannover

Zitat: Hajo Seppelt sagt, Sportjournalismus ist hochpolitisch.

"Wie kann man an ein solches Land überhaupt eine WM vergeben? Da stellen sich ganz viele Fragen, wie der Journalismus künftig mit dem organisierten Sport umgehen soll."

ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", der Sportjournalismus muss erkennen, dass er "hochpolitisch ist". Der Weltverband der Sportjournalisten halte sich auffällig bedeckt zu seinem Fall.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid), turi2.de (Background)

weitere Zitate:
"Ich habe lange mit mir gerungen: Was setzt das für ein Zeichen, wenn man sich von solchen Dingen womöglich einschüchtern lässt und hinnimmt, dass freie Berichterstattung so eingeschränkt werden kann? Aber das andere Argument überwiegt: Ich wäre ja als Mitarbeiter der ARD dorthin gefahren, und für den Sender steht natürlich die Sicherheit der ARD-Reporter an allererster Stelle."

"Ich stehe ja nur pars pro toto, die Botschaft richtet sich an alle Journalisten: Seid vorsichtig, berichtet nur vom grünen Rasen."

Zitat: Frank Überall kritisiert die Heimlichtuerei von Madsack.

"Die Madsack-Manager müssen lernen, dass Geschäftspolitik nach Gutsherrnart bei uns und den Betroffenen auf Widerstand stößt."

Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands, missbilligt die Geschäftspraktiken bei Madsack, die zur Anzeige durch die Journalistenverbände DJV und DJU sowie die Betriebsräte gegen den Verlag geführt haben.
djv.de, turi2.de (Background)

Zitat: Carsten Brosda kritisiert zu wenig Gestaltungsraum für ARD und ZDF.

"Die Eigenverantwortung der Sender muss im neuen Staatsvertrag erhöht werden."

Carsten Brosda, Kultursenator von Hamburg, kritisiert im Interview mit Spiegel Online, dass das ZDF seinen Kanal ZDF Kultur mehr als ein Jahr lang weiterlaufen lassen musste, obwohl die Einstellung des Senders zugunsten von Funk beschlossen war.
spiegel.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Die Eigenverantwortung der Sender muss im neuen Staatsvertrag erhöht werden."

Über Erwartungen an ARD und ZDF:
"Zum Beispiel dass die Sender dort innovativ tätig werden, wo es sich privatwirtschaftlich noch nicht lohnt. Nach dem Motto: Probiert es schon mal aus, auch wenn es noch riskant ist. Auch für den Mut seid ihr öffentlich finanziert."

"Niemand sollte die Sensibilität dafür verlieren, wie sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk momentan in ganz Europa neu begründen muss, da sind steile Maximalforderungen nicht zielführend."

Über das langsame Aus von ZDF Kultur:
"So eine Geldverschwendung hält kein System aus, da müssen die Sender mehr Gestaltungsraum kriegen und so etwas künftig über die Rundfunk- und Fernsehräte entscheiden können."

Zitat: Frank Hoffmann kritisiert "Babylon Berlin" als Subvention für Sky.

"'Babylon Berlin' ist bisher in erster Linie ein Erfolg für Sky, doch die Zeche zahlt im Wesentlichen die ARD."

RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann wirft im Interview mit Anne Burgmer der ARD vor, "mit Gebührengeld" den Bezahlsender Sky stark zu machen. RTL wolle eigene Produktionen nur für sich haben und frei über Sendezeiten bestimmen können.
ksta.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Von unseren Stammzuschauern – und das sind bekanntlich viele – bekommen wir durchweg positives Feedback. Das Image von RTL hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Dennoch muss ein Sender wie RTL auch mal polarisieren, wir wollen nicht immer jedem gefallen und haben kein Problem damit, auch mal aufzufallen."

"Es zahlt all das ein, was wir exklusiv haben und uns nicht mit anderen teilen müssen. Programme, die es nur auf unseren Sendern oder auf unseren Plattformen gibt und die wir kreativ beeinflussen können. Weil wir uns so, mit lokalem Bezug, auf den sich ändernden Zuschauergeschmack einstellen können. Mit Serien können wir uns darüber hinaus noch stärker von der privaten Konkurrenz differenzieren, weil sich viele Fernsehsender keine Eigenproduktionen im Bereich der deutschen Serie leisten können, denn die sind sehr, sehr teuer."

Zitat: Tom Buhrow fordert von Medienmachern, ihre Filterblasen zu verlassen.

"Alle Journalisten leben in Filterblasen."

WDR-Intendant Tom Buhrow fordert Medienmacher auf, auch den Menschen zuzuhören, die nicht zur urbanen, digitalen Avantgarde gehören.
turi2 vor Ort beim DW Global Media Forum


Zitat: ZDF-Intendant Bellut sieht Sport als Lockmittel für Info-Sendungen.

"Wer einen Wegfall von Sport und Unterhaltung im ZDF und in der ARD fordert, der muss eine Reduzierung der Reichweite von Informationssendungen einkalkulieren, am Ende die schrittweise Verspartung der großen Vollprogramme."

ZDF-Intendant Thomas Bellut verteidigt vor dem Start der WM teure Rechte für den Sport: Er locke Publikum an und motiviere Zuschauer, auch bei News und Magazinen dranzubleiben.
tagesspiegel.de

Zitat: Nato-Chef Jens Stoltenberg befürchtet mehr Propaganda.

"Ich bedauere, dass dieser Vorfall das Vertrauen in die freie Presse untergraben und dazu gebraucht werden könnte, Propaganda anzuheizen."

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagt beim Treffen der Verteidigungsminister, dass der vorgetäuschte Journalistenmord an Arkadi Babtschenko die Situation in der Ukraine verschlechtern könnte.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Zitat: Barley wundert sich über geringen Aufschrei nach Facebook-Skandalen.

"Manche Unternehmen sehen Menschen lediglich als Datenlieferanten. Wir sind nicht nur Datenmaterial."

Bundesjustizministerin Katarina Barley wundert sich im "FAZ"-Interview, dass der Aufschrei der Bürger über die Facebook-Skandale relativ gering sei. Das Problembewusstsein beim Schutz persönlicher Daten sei noch unterentwickelt.
"FAZ", S. 20 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Es ärgert mich, wie zum Teil interessierte Kreise Stimmung gegen die DSGVO machen, die viel Geld mit Beraterverträgen verdienen wollen."

"Die Frage ist doch, wie wir mit den Möglichkeiten der Digitalisierung umgehen. Es darf dabei nicht nur um das wirtschaftliche Interesse von irgendwelchen amerikanischen Konzernen gehen."

Zitat: Martin Ott sieht genug Wettbewerb bei sozialen Medien.

"Unserem Verständnis nach agiert ein marktbeherrschendes Unternehmen in einer Welt, in der Kunden keine Alternativen haben. Ein Blick auf den Startbildschirm eines Smartphone-Nutzers zeigt, dass die Realität anders aussieht."

Facebooks Europa-Chef Martin Ott bestreitet eine marktbeherrschende Stellung von Facebook. Das Netzwerk müsse aber das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen.
welt.de, turi2.de (Background)

Zitat: Lidl-Einkaufschef Jan Bock wirbt für mehr Transparenz.

Jan Bock"Wenn man dem Kunden zwei Produkte hinlegt, die von außen gleich aussehen, aber das eine teurer ist, dann greifen die meisten zum günstigeren Produkt. Dem Kunden muss verständlich erklärt werden, worin der Unterschied liegt."

Lidl-Einkaufschef Jan Bock sagt im Interview mit der "Süddeutschen", er wolle mit Lidls Vier-Stufen-Modell für Frischfleisch mehr Transparenz für die Kunden schaffen. Von dem sehr positiven Feedback durch Nicht-Regierungsorganisationen sei er überrascht gewesen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 18 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Wichtig ist, dass alle unsere Klassifizierung nachvollziehen können. Wir wollen kein Lidl-eigenes System, damit ist keinem geholfen."

Zitat: Talkshows sollten aufhören, sich zum Komplizen zu machen.

"Hat man früher ständig Politiker der Republikaner, DVU oder NPD in Talkshows eingeladen? Nein, und das aus gutem Grund."

Alf Frommer, Kreativdirektor bei der Agentur Ressourcenmangel, kritisiert Talkshows, die AfD-Themen und im Falle von Alexander Gauland einen Geschichtsrevisionisten zum "anerkannten Teil des öffentlichen Diskurses" adeln.
kress.de, spiegel.de (Background)

Zitat: Klaus Brinkbäumer sieht den "Spiegel" anders als so mancher Leser.

"Unser Selbstbild besagt, dass der 'Spiegel' von 2018 keine von alten Herren dominierte Firma mehr sei, sondern Spiegelbild einer modernen Gesellschaft."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hört sich bei einer Leserkonferenz die Meinungen der Leser an, die den "Spiegel" entgegen seinem Selbstverständnis zuweilen "übermoralisch, selbstgerecht und allzu männlich" finden.
"Spiegel" 23/2018, S. 72-73 (Paid)

Zitat: Journalisten dürfen politisch demonstrieren, meint Frank Überall.

"Wer dauerhaft aktiv Politik machen will, ist im Journalismus falsch. Aber eine politische Orientierung darf man durchaus haben."

Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands, teilt die Meinung von Martin Machowecz nicht. Der Leiter des "Zeit"-Büros in Leipzig hatte kritisiert, dass Journalisten privat auf einer Demonstration gegen die AfD waren.
kress.de, twitter.de (Tweet Machowecz)

Zitat: Regierungssprecher Georg Streiter rät, nicht mit der "heute show" zu reden.

"Wenn etwa die 'heute-show' anfragt, rate ich immer: 'Nehmt die Beine in die Hand und lauft weg! Ihr werdet als Deppen und Betrüger dargestellt.'"

Georg Streiter, sechs Jahre lang stellvertretender Regierungssprecher, wirft im Interview mit dem "PR Report" einigen Journalisten vor, Interviews nur zu führen, um Politikern oder ihren Sprechern die Rolle des Bösewichts zuzuweisen.
"PR Report" 3/2018, S. 34 (Paid)

Zitat: Evan Spiegel amüsiert sich über Facebooks Feature-Imitate.

"Noch besser fänden wir es übrigens, wenn sie auch mal unsere Datenschutz-Praktiken kopieren würden."

Snap-Chef Evan Spiegel macht sich bei der Recode-Konferenz über Facebook lustig, das über die Jahre einige Features bei Snapchat abgeschaut hat, etwa verfallende Nachrichten, Stories und Lenses. Der Designer in ihm fühle sich sogar ein wenig geschmeichelt.
theverge.com, youtube.com (40-Min-Video)

Zitat: Uber-Markenchefin Bozoma Saint John kämpft für mehr Vielfalt in Führungsetagen.

"Gucken Sie sich doch um an Ihrem Arbeitsplatz! Wenn Sie nur weiße Männer sehen, kaum Diversität, sollten Sie zu Ihrem Chef gehen und sagen: Ich fühle mich hier nicht wohl. Uns fehlt es an Vielfalt."

Uber-Markenchefin Bozoma Saint John ruft im "stern"-Interview weiße Männer auf, selbst etwas für mehr Vielfalt zu tun und ist sich sicher, dass auch im Silicon Valley künftig nicht mehr nur ähnlich denkende Menschen an die Spitze kommen.
"stern" 23/2018, S. 82 (Paid)

Zitat: Heribert Prantl hält Hintergrundgespräche für einen Balanceakt.

"Wer Nähe schafft, der zensiert sich selber und wer Distanz hält, der erfährt nichts. Also diese Hintergrundgespräche können schon auch dazu dienen, die Schere im Kopf selber zu schleifen."

SZ-Meinungschef Heribert Prantl sagt im Interview mit dem Deutschlandfunk, dass er Hintergrundgespräche mit Politikern für wertvoll erachtet, für Journalisten allerdings die Gefahr bestehe, zu große Nähe aufzubauen.
deutschlandfunk.de

Zitat: Stephan Schäfer denkt bei Gruner + Jahr in Communitys.

"Wir denken in Geschäften in unseren Communitys. Das sind auch Möbel für 'Schöner Wohnen' oder kulinarische Stadtführungen bei 'Eat the World'."

Stephan Schäfer, Produktchef von Gruner + Jahr, sagt im WhatsApp-Interview mit "Werben & Verkaufen", dass er Innovationen nicht in Print oder Digital unterteilt. Es gehe darum, Communitys um Marken zu bilden und diese zu bedienen.
"Werben & Verkaufen" 22/2018, S. 29 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stephan Schäfer setzt bei Gruner + Jahr auf Gedrucktes mit Gesicht.