Zitat: Alexander Schlaubitz lobt die Stärken von TV-Werbung.

"TV ist das Storytellingformat, bei dem wir am stärksten gewinnen können."

Alexander Schlaubitz, Marketingchef der Lufthansa, sagt im Interview mit "W&V", dass er im TV die breite Masse erreicht - nicht im Netz.

Schlaubitz über große 360-Grad-Kampagnen:
"Die großen Kampagnen, die über alle Kanäle laufen, werden weniger. Sie kommen nur noch an der Stelle vor, an der es ein großes Thema gibt, einen Kollektivanlass wie beispielsweise eine Fußball-EM oder -WM. Abseits davon geht es nicht mehr darum, einen Gedanken an alle zu transportieren."

... über Budgetverteilung nach der Effektivität der Werbemaßnahmen:
"Was hat alles in welcher Intensität einen Beitrag dazu geleistet, dass mit dem letzten Klick ein Kauf abgeschlossen wird? Beispielsweise hat der Kunde ein Banner gesehen oder ein Video angeschaut und erst dann gebucht. Das dekonstruieren zu können und in der Lage zu sein, konkret attribuieren zu können, wer welchen Beitrag geleistet hat, und darauf basierend dann auch Budget-Allokationen betreiben zu können - teilweise auch in Realtime - ist eines unserer großen Projekte."
"Werben & Verkaufen", 13/2017, S. 16-23 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Trump liebt die Medien, glaubt Jörg Allgäuer.

"Ich glaube, Trump liebt am Ende sogar die New York Times und CNN, denn er kann gar nicht anders, als sie zu konsumieren und ihnen mit seinen Repliken dann eine Bühne zu bieten. Er braucht die Medien wie Sauerstoff."

Jörg Allgäuer, zuletzt Sky-Sprecher, der in New York geboren und Trump mehrmals begegnet ist, sieht den amtierenden US-Präsidenten als "absoluten Medien-Profi" und eine Kreatur der 80er Jahre.
clap-club.deKommentieren ...

Zitat: Die coolen Kids sollen endlich den Gremien beitreten.

"Plötzlich sind wir die Uncoolen und geraten ins Hintertreffen, weil Facebook nach irgendwelchen selbst definierten Metriken Leistungswerte ausweist, die uns schlechter aussehen lassen als wir tatsächlich sind? Das kann doch nicht sein!"

Christian Nienhaus, Chef des Springer-Funke-Vermarkters Media Impact, setzt darauf, dass Google und Facebook bald den Branchengremien AGF, Agma und Agof beitreten.
horizont.net
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Zitat: ZDF-Intendant Thomas Bellut bleibt beim ARD-Verleger-Streit Zaungast.

"Wir tun nichts lieber, als Bewegtbild im Netz zu verbreiten. Probleme, wie es sie zwischen den Verlegern und der ARD gibt, haben wir nicht."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erlaubt sich einen Seitenhieb auf den medienpolitischen Dauerzank – eine von ihm geplante Kulturplattform soll auch vor allem Videos bieten.

... zur Vergabe der TV-Rechte an Discovery:
"Die Olympischen Spiele sind weg, auf Jahre."

... zum Thema Faktenchecks auf Facebook:
"Ich beteilige mich nicht am Internet- oder Facebook-Bashing. Ich sehe uns nicht als 'Polizei' oder 'Wächter' für andere. Wir schauen auf uns selbst und stellen sicher, dass unsere Informationen und Nachrichten stimmen."
"FAZ", S. 13 (Paid), dwdl.deKommentieren ...

Zitat: Stefan Aust wünscht sich weniger Hysterie in Mediendebatten.

"Wer sich verschrecken lässt durch Begriffe wie 'Lügenpresse', der hat nicht genügend Selbstbewusstsein."

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust rät Kollegen, auf unsachliche Vorwürfe nicht hysterisch zu reagieren.

Aust über seinen Umgang mit Fake News:
"Ich hab bei meinem Computer eine kleine Taste, die sieht aus wie ein Papierkorb, da stecke ich das rein und dann ist das weg."

... über den "fast religiösen Begriff" Wahrheit:
"Der Begriff Wahrheit ist häufig eine Anmaßung. Es gibt viele Informationen, die man unterschiedlich interpretieren kann – es liegt immer im Auge des Betrachters."

... über mediale Hysterie:
"Es wird eine immer größere Tsunami-Welle, wenn irgendetwas passiert. Manche Informationen, die nicht wirklich überprüft sind, kriegen eine gewaltige Bedeutung – aber häufig ist es so, dass nach ein paar Stunden schon eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)Kommentieren ...

Zitat: Jörg Quoos' Redaktionsteam kämpft gegen den demografischen Wandel.

"Unsere Onliner fangen um 5 Uhr morgens an, die letzten Redakteure gehen um Mitternacht – 7 Tage die Woche. Dass wegen dieser Arbeitszeiten das Privatleben zu kurz kommt, ist ein Gerücht: Wir haben schon das vierte Redaktionsbaby."

Jörg Quoos, Chef der Funke Zentralredaktion in Berlin, verrät Details über das Paarungsverhalten seines Personals.
turi2 vor Ort beim "Medien-Q"

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Jörg Quoos die Zentralredaktion zur Marke macht.
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Zitat: Thomas Knüwer wäre als Zeitungs-Besitzer ein Bad Boy.

"Ich würde brutal das Boston-Consulting-Portfolio ansetzen: Das Geld, was die Zeitung noch generiert, rausnehmen, die Kuh melken. Und dieses Geld in digitale Entwicklung und Hardcore-Schulungen stecken für alle, die noch Print-Content machen."

Thomas Knüwer ließe als Erbe einer Regionalzeitung den Hammer kreisen: Wer nicht digital handeln will, fliegt raus.
wuv.de (8-Min-Video)Kommentieren ...

Zitat: René Obermann rät, sich regelmäßig selbst abzuschaffen.

"Die Telekommunikations-Industrie – mich selbst eingeschlossen – hat zu lange an überholten Lösungen festgehalten, statt das etablierte Geschäftsmodell mit einem eigenen Messenger-Dienst zu kannibalisieren."

Ex-Telekom-Chef René Obermann rät Managern dazu, mit einer entschlossenen Strategie die eigenen Produkte anzugreifen – bevor es andere tun.
spielraum.xing.com
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Zitat: Gabriel zweifelt im Fall Yücel an Rechtsstaatlichkeit der Türkei.

"Wenn die Türkei wirklich ein Rechtsstaat ist, wie Herr Erdogan behauptet, dann frage ich mich, wie er schon vor Beginn eines Gerichtsverfahrens wissen kann und sagen darf, dass Deniz Yücel ein Terrorist und Spion sei."

Außenminister Sigmar Gabriel berichtet im "Spiegel" von vergeblichen Versuchen deutscher Diplomaten, zum inhaftierten "Welt"-Journalisten Deniz Yücel Kontakt aufzunehmen.
"Spiegel", 12/2017, S. 12Kommentieren ...

Zitat: Georg Mascolo warnt davor, schlechten Journalismus mit Fake News vermischen.

"Fehler, Irrtümer, einseitige oder dumme Einschätzungen sind schlechter Journalismus und oft schwer erträglich, doch diese Phänomene sollten wir nicht als Fake News verfolgen wollen."

Georg Mascolo, Chef des Rechercheverbundes von NDR, WDR und "SZ", appelliert beim Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten zu mehr Trennschärfe in der Debatte.
horizont.netKommentieren ...

Zitat: Für Philippe von Borries sind Veranstaltungen ein Schlüssel zur Markenbildung.

"Events sind ausschlaggebend für die Stärke deiner Marke. Kommen Leute im wirklichen Leben zu dir und kümmern sich?"

Philippe von Borries hält das Zusammenkommen von Digital und Real Life für wichtiger denn je. Sein Magazin Refinery29 veranstaltet Mode-Events und Musik-Festivals.
youtube.com (4-Min-Video)Kommentieren ...

Zitat: VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer sieht Fake News als Chance für die freie Presse.

"Verlage sind nicht die Müllmänner der sozialen Netzwerke."

VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer sieht die Fake-News-Flut bei Facebook & Co als Problem der Netzwerke - nicht der Verlage. In Zeiten staatlich verbreiteter Lügen in der Türkei oder den USA "kann die unabhängige Presse zeigen, was sie kann".
"Horizont", 11/2017, S. 16 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: P&G-Mediachefin Susanne Kunz fordert einen neuen Realismus bei Online-Werbung.

"Wenn Adblocker zu den am häufigsten heruntergeladenen Apps gehören, ist das ein klares Signal der Konsumenten."

Susanne Kunz, Mediachefin von Procter & Gamble, fordert im Interview mit "Horizont" einen "neuen Realismus" bei Online-Werbung. Die Herrscherin über das größte Media-Budget Deutschlands investiert seit 2016 mehr in TV- und weniger in Digitalwerbung.
"Horizont", 11/2017, S. 12 (Paid), horizont.net (Auszug)Kommentieren ...

Amazons Video-Chef Christoph Schneider sieht TV nicht als Konkurrenz.

"Wir haben überhaupt kein Interesse daran, dass unsere Kunden nicht mehr fernsehen und nur noch bei Amazon unterwegs sind."

Christoph Schneider, Chef von Amazon Prime Video in Deutschland, sieht das lineare Fernsehen nicht als Konkurrenz. Vielleicht komme Amazons erste eigene deutschsprachige Serie You Are Wanted mit Matthias Schweighöfer sogar ins TV.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christoph Schneider sucht Video-Ware für Amazon.

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Zitat: Thomas Rabe hält sich politisch zurück.

"Ich sehe ein politisches Engagement ehrlich gesagt nicht als primäre Aufgabe eines Unternehmens."

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hält sich politisch zurück und sieht Gespräche mit Behörden als "Aufklärungsarbeit" statt als Lobbyismus. Im "Spiegel"-Interview spricht Rabe auch über fehlende Innovationsfähigkeit von Großkonzernen und die geplante Aufstockung der Anteile am Buchverlag Penguin Random House.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

... zu Gesprächen mit Regulierunsgbehörden:
"Das ist kein Lob­by­is­mus, das ist Auf­klä­rungs­ar­beit. Es ist eine Fra­ge des Stils und der Ef­fi­zi­enz, ob man das laut oder lei­se macht. Der Stil un­se­res Hau­ses ist eher lei­se, aber wir sind da­bei durch­aus wirk­sam."

... zur Pressefreiheit:
"In Län­dern, in de­nen es kei­ne Pres­se­frei­heit gibt und wir nicht nach unseren Grund­sät­zen ar­bei­ten kön­nen, sind wir nicht tä­tig und wol­len es auch nicht."

... zum Verhätnis zwischen Medien und Politik in den USA:
"Ich habe al­ler­dings den Ein­druck, dass die Me­di­en in den USA ausgesprochen stark sind und sich nicht ein­schüch­tern las­sen. Im Ge­gen­teil: Die Relevanz der Me­di­en steigt in die­sen Zei­ten der po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung."

... zur fehlenden Innovationsfähigkeit:
"Eta­blier­ten Un­ter­neh­men ge­lingt es of­fen­bar nicht aus­rei­chend, selbst neue Ge­schäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln."

... über Auszeiten vom Manager-Stress:
"Ich ge­hö­re nicht zu den Men­schen, die es als Leis­tungs­nach­weis betrachten, ih­ren Ur­laub nicht zu neh­men."

... über Disziplin:
"Ich bin nicht über­mä­ßig dis­zi­pli­niert, da ent­steht ge­ra­de ein fal­scher Eindruck. Ich nei­ge höchs­tens zur Struk­tur­freu­de."

"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Hugo Egon Balder holt "Genial daneben" aus der Versenkung.

"Die Leute haben alle gesagt, dass es eine wunderbare Idee ist, die aber nicht funktionieren wird. Alle hatten Angst davor, Leute vor die Kamera zu lassen, ohne ein Buch zu haben."

Hugo Egon Balder hat lange gebraucht, bis er für die Impro-Quizshow Genial daneben einen Sender gefunden hatte. Sechs Jahre nach der letzten Sendung startet bei Sat.1 heute die Neuauflage.
dwdl.deKommentieren ...

Zitat: Hans-Ulrich Jörges wurde nie gefragt, "stern"-Chefredakteur zu werden.

"Die Wundertüte aus einem Mix mit Unterhaltung und Gesellschaft hat man mir offenbar nicht zugetraut."

"stern"-Urgestein Hans-Ulrich Jörges wurde nie Chefredakteur, weil er nie gefragt wurde. Im großen Interview mit Marvin Schade spricht Jörges auch über das Verhältnis von Politik und Journalismus und wünscht sich wieder mehr Mut, streitbare Positionen einzunehmen.
meedia.de

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Das Schreiben war mir immer wichtig und ich rate jedem Journalisten, egal in welche Position er gehievt wird, das auch weiterhin zu tun. Funktionen sind endlich, das Schreiben nicht."

"In der Bonner Republik war die Nähe zur Politik geradezu mafiös."

"CDU-TV ist Realsatire. Dahinter sitzt niemand, der sein Handwerk versteht. Es sind unbeholfene Versuche, das Medium zu nutzen, weil man hip sein möchte."

"Es gibt reichlich Journalisten, die netto so wenig herausbekommen wie eine Kassiererin im Supermarkt. Das darf nicht sein."

"Ich kann jungen Journalisten nur empfehlen, sich ein dickes Fell wachsen zu lassen, damit wir endlich wieder eine streitfreudige Diskussionskultur entwickeln."
meedia.deKommentieren ...

Zitat: Mercedes-Marketingchef Jens Thiemer will Kunden dauerhaft gute Impulse geben.

"Guter Inhalt findet die Menschen und muss nicht mehr aktiv gesucht werden. Wir müssen 'jagen', ohne penetrant oder irrelevant oder werberisch zu sein."

Jens Thiemer, Marketingchef von Mercedes-Benz, spricht im "W&V"-Interview über neue Wege der Kundenansprache. Kein Kunde warte mehr auf eine Produkteinführung, sondern wolle "permanent gute Impulse" der Marke bekommen.
"Werben & Verkaufen", 10/2017, S. 21-25 (Paid)Kommentieren ...