Zitat: Gabor Steingart will keinen medialen Kleinkrieg.

"Der mediale Kleinkrieg, dessen schärfste Waffe oft das Totschweigen des anderen ist, gehört beendet. Journalismus ist eine pluralistische Veranstaltung."

Gabor Steingart sagt im "Horizont"-Interview, dass er möglicherweise auch in rechercheintensivieren Journalismus investieren will, er deshalb die Medien, auf die er sich derzeit beziehe, aber nicht als Gegner sehe.
"Horizont" 21/2019, S. 10 (Paid)

Zitat: Alfred Steffen findet Kreativität im "Sagen Sie jetzt nichts"-Interview meist unerwartet.

"Kreativ sind oft die, von denen man es am wenigsten erwartet, Politiker, Anzugträger, Leute aus der Wirtschaft."

Alfred Steffen, Fotograf des "Sagen Sie jetzt nichts"-Interviews im "SZ-Magazin", hat es mit Schauspielern nicht immer leicht. Ursula von der Leyen sei z.B. "schnell, mutig, schlagfertig" gewesen.
sz-magazin.sueddeutsche.de

Zitat: Dass die "Guido" so heißt, war nicht seine Idee, sagt Guido Maria Kretschmer.

"Das Magazin sollte 'Liebe' heißen. Aber dann habe ich mir vorgestellt, wie es ist, zum Kiosk zu gehen und zu sagen: 'Einmal die ‚Liebe‘, bitte.' Das klingt so bedürftig."

Modedesigner Guido Maria Kretschmer sagt im "Absatzwirtschaft"-Interview, sein Personality-Magazin sei "eine Zäsur" in seinem Leben, für die er andere Jobs aufgegeben habe, um genug Zeit zu haben.
absatzwirtschaft.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (05/2019): "Da ist viel von Guido drin" – Guido Maria Kretschmer & Brigitte Huber über das "Guido"-Magazin und Beauty-Trends.

Zitat: Verbreitung des Strache-Videos ist zulässig, sagt Christoph Degenhart.

"Wenn die beiden Medien das Video selbst gedreht hätten, wäre es heikler für sie. Wenn ihnen das Material von dritter Seite zugänglich gemacht wird, ist es in der Welt und darf damit gezeigt werden."

Staats- und Medienrechtler Christoph Degenhart schätzt das Strache-Video im "Welt"-Interview als allgemeine Informationsquelle und das Vorgehen von "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" als von der Pressefreiheit gedeckt ein.
"Welt", S. 2 (Paid)

Zitat: Bascha Mika reagiert auf einen tätlichen Angriff gegen ihren Kollegen Danijel Majic.

Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau"Wenn, was sich abzeichnet, die Nationalisten und Rechtsextremen stärker werden, können wir uns ausrechnen, was daraus folgt. Nicht nur für den kritischen Journalismus."

Bascha Mika, Chefredakteurin der "Frankfurter Rundschau", reagiert in einem Kommentar auf den tätlichen Angriff gegen "FR"-Reporter Danijel Majic in Österreich am Wochenende. Die Redaktion wisse zwar, wie schnell Hetze in Gewalt umschlagen kann – es sei jedoch "besonders erschreckend, wenn es tatsächlich passiert".
fr.de, fr.de (Background)

Zitat: Kleine Redaktionen brauchen Zugang zu KI, sagt Krishna Bharat.

"Die Hauptsorge für Redaktionen, insbesondere für kleine, wird darin bestehen, Zugang zu Datenwissenschaftlern, Maschinenressourcen und KI-Modellen zu erhalten."

Krishna Bharat, Gründer von Google News und KI-Experte, sagt im GEN-Interview, der Zugang zu KI müsse demokratisiert werden, z.B. durch gesetzlich vorgeschriebene Offenlegung von Modelltrainingsdetails.
medium.com

Weitere Zitate:
"KI kann Redaktionen helfen, Kosten zu senken, ohne die Reichweite oder Qualität zu beeinträchtigen. Journalisten werden feststellen, dass die KI ihnen Supermächte gibt, was Analyse, Berichterstattung und Bearbeitung betrifft."

"Mit verbesserter Sprachsynthese und -erkennung und der Möglichkeit, benutzerdefinierte Multimedia-Inhalte on the fly zu erstellen, werden Nachrichten ansprechender, interaktiver und personalisierter."

Zitat: Terry von Bibra will Europa und Alibaba zusammenbringen.

"Europa ist kompliziert, Alibaba ist kompliziert - meine Aufgabe ist es, beides zu verstehen und zusammenzubringen."

Terry von Bibra, Europachef von Alibaba, erklärt im "Wirtschaftswoche"-Interview die Bedeutung deutscher Marken für den asiatischen Markt. Made in Germany sei begehrt und der deutsche Mittelstand für Alibaba deshalb "super spannend".
"Wirtschaftswoche" 21/2019, S. 68-69 (Paid)

Zitat: Uwe Storch will als OWM-Vorsitzender weiterhin Klartext reden.

"Storch wird nie die Sau rauslassen, Storch wird immer wieder den Storch rauslassen."

Der neue OWM-Vorsitzende Uwe Storch will die "entscheidenden Menschen an einen Tisch bekommen und Dinge bewegen". Mit Polarisieren schaffe man das nicht, sagt er im "Horizont"-Doppelinterview mit Geschäftsführer Joachim Schütz.
"Horizont" 20/2019, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2017): Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.

Zitat: Armin Wolf bringt zum Schutz vor Fake-News-Vorwürfen Quellen physisch mit zu Interviews.

"Neu ist in den letzten Jahren, dass ich die Zitate nicht nur suche, sondern auch physisch mitbringe, in Form von tatsächlichen Zeitungen."

ORF-Anchor Armin Wolf erklärt im Gespräch mit Holger Gertz, wie sich seine Arbeit in den letzten Jahren verändert hat. Wolf habe sich sogar Mitschnitte von Interviews schicken lassen, die er zitieren wollte – vor allem FPÖ-Politiker bestritten Zitate sonst einfach.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3

Zitat: Steuerbetrug interessiert die Deutschen zu wenig, sagt Oliver Schröm.

"In Deutschland war die Reaktion leider sehr verhalten. Der 'deutsche Michel' braucht offensichtlich etwas länger, bis er sich darüber echauffiert, dass ihm jährlich Milliarden geklaut werden."

Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm sagt im Meedia-Interview, die Recherche zu Umsatzsteuer-Karussellen sei in manchen Ländern Coverstory gewesen, in Deutschland eher Randthema.
meedia.de

Zitat: Für Gabor Steingart stellen Anzeigen eine Art Sollbruchstelle dar.

"Wichtige Anzeigenkunden stellen Forderungen und der Übergang zur Prostitution ist schleichend."

Für Media Pioneer Gabor Steingart sind Anzeigen eine Sollbruchstelle. Durch sie entstünde bei kleinen Fachmedien oder Lokalzeitungen eine Art Angreifbarkeit, sagt er im Interview mit Christian Meier.
soundcloud.com/medien-woche (19-Min-Interview, ab Min 25)

Zitat: "Zeit"-Leser würden Formatwechsel fehlinterpretieren, sagt Giovanni di Lorenzo.

"Man spart Papier und gibt trotzdem mehr Geld aus. Und die Leser laden es mit der falschen Bedeutung auf."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erzählt in der zweiten Folge von Frank Elstners YouTube-Show, dass die Zeitung beim bekannten Format bleibt – u.a., damit es keine Sparflammen-Vorwürfe gibt.
youtube.com (41-Min-Video)

weitere Zitate:
"Eher kriege ich Putin als Helene Fischer." (über Interview-Wunschgäste)

"Das ist auch ein Talent, das kann man sich nicht nur durchs Lernen aneignen." (übers journalistische Schreiben)

"Ich glaube nicht so sehr an Haltung, sondern an die Macht der Fakten und der Recherche." (Rat an den Nachwuchs)

Zitat: Markus Beckedahl fordert Wege, um Facebook oder Google zu zerschlagen.

"Natürlich brauchen wir Wege, um marktdominante Plattformen wie Facebook oder Google zu zerschlagen."

Republica-Gründer Markus Beckedahl sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass die EU-Kommission die Übernahme von WhatsApp durch Facebook annullieren sollte.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Markus Beckedahl fürchtet, dass Facebook und Co. noch mächtiger werden. (05/2017)

Zitat: Arthur Gregg Sulzberger freut sich über Wettbewerb in der Branche.

"Ich will eine starke Washington Post und ein starkes Journal."

Arthur Gregg Sulzberger, Verleger der "New York Times", zeigt sich im "Zeit"-Interview erfreut über den Wettbewerb mit "Washington Post" und "Wall Street Journal". Er findet es "großartig", dass noch in seriösen Journalismus investiert wird, während weltweit die Redaktionen schrumpfen.
"Zeit" 19/2019, S. 39 (Paid)