Klaus Brinkbäumer schreibt “SpiegelStrich”-Kolumne beim “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel gewinnt Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als Kolumnisten. Der passende Titel für seinen wöchentlichen Auftritt lautet “SpiegelStrich” – Brinkbäumer will über Politik und ihre Sprache schreiben. Er arbeitet bereits als Autor für die “Zeit” im Holtzbrinck-Universum und fand zuletzt kritische Worte für sein Ausscheiden beim “Spiegel”.
new-business.de, turi2.de (Background)

Klaus Brinkbäumer spricht über sein Scheitern beim “Spiegel” und kritisiert die Mitarbeiter KG.


Den Spiegel vorgehalten: Klaus Brinkbäumer äußert ein Jahr nach seinem Abgang als “Spiegel”-Chefredakteur gut verpackte, aber deutliche Kritik an der Mitarbeiter KG, die als Gesellschafterin das Sagen beim Nachrichtenmagazin hat. Manche KG-Geschäftsführer und stillen Gesellschafter fühlten sich in allen Fragen kompetent, obwohl sie das “womöglich nicht bei jedem Thema sind”, sagt Brinkbäumer im Interview mit “Kress Pro”. Zu seiner eigenen Demission sagt er u.a., dass der “Spiegel” eine gewisse Begabung darin habe, “Leute, die er gestern noch für die Besten hielt, heute bei der Konkurrenz wieder zu sehen”. Brinkbäumer schreibt heute für die “Zeit”. “Ich stelle mir manchmal vor, wie der ‘Spiegel’ über den ‘Spiegel’ schreiben würde”, kommentiert er, “schön wär’s nicht”.

Brinkbäumer spricht auch über die Causa Relotius und sagt, dass er zu nachsichtig gegenüber dem Ressort “Gesellschaft” und der Konstruktion mit dem dort eingebetteten Dokumentar war, macht aber auch deutlich, dass es diese Aufstellung schon vor seiner Zeit als Chefredakteur gab. Er bestätigt, dass er sich zwei Mal beim Lesen von Relotius-Texten gefragt habe “Kann das so gewesen sein?” und wünscht sich im Nachhinein, “ich hätte in jenen Sekunden eingegriffen”.

Brinkbäumer sagt, dass er sich hätte vorstellen können, in die zweite Reihe beim “Spiegel” zurückzukehren und als Korrespondent zu arbeiten. “Ich werde eines Tages wieder einen festen Job übernehmen – momentan bin ich aber ausgefüllt und vergnügt mit den Dingen, die ich tue”, beendet er das Interview. (Foto: dpa)
“Kress Pro” 7/2019, S. 58-62 (Paid)

Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer schreibt jetzt für die “Zeit”.

Zeit angelt sich Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als Autor. Er soll vor allem für die Ressorts Politik, Feuilleton, Dossier und für das “Zeit Magazin” schreiben. Zunächst berichtet er aus den USA, wo er derzeit lebt. Im August 2018 musste Brinkbäumer beim “Spiegel” gehen, sein Vertrag lief zum zum 31. März 2019.
zeit-verlagsgruppe.de

IVW, Klaus Brinkbäumer, Markus Söder – die meistgeklickten Newsletter-Links im Oktober 2018.


Klickmeister: Print blutet bei den Auflagen aus, Klaus Brinkbäumer bleibt als Autor beim “Spiegel” und Markus Söder will ins All – für diese Themen gab es im Oktober die meisten Klicks im Newsletter von turi2. Auch die gemeinsame Bildsprache von CSU und AfD sowie der Medien-Rüffel des FC Bayern fand besonderes Interesse.

Top 1:
IVW Q3: Viele Auflagenverlierer, einige starke Wachstumsgeschichten.
1.374 Klicks

Oh weh, IVW: Die Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland bluten bei der verkauften Auflage auch im 3. Quartal mehrheitlich rote Tinte. “Bild” verliert fast 10 % und verkauft mit 1,52 Mio Zeitungen 166.000 weniger. Unter den Gewinnern sticht “Landlust” mit 4,5 % Zuwachs und 780.451 verkauften Heften hervor, das “Red Bulletin” hat offenbar Energiebrause getrunken und wächst um 47,1 % auf 188.110.
dwdl.de


Top 2:
“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer geht Ende März 2019, bleibt bis dahin Autor.
658 Klicks

Geschasst: Chefredakteur Klaus Brinkbäumer verlässt den “Spiegel” Ende März 2019. Nach “intensiven Beratungen” hätten sich der Verlag und Brinkbäumer laut Pressemitteilung “einvernehmlich auf eine Beendigung des Vertragsverhältnisses” geeinigt. Bis dahin bleibe Brinkbäumer dem “Spiegel” als Autor verbunden.
spiegel.de


Top 3:
Markus Söder sorgt mit Raumfahrtprogramm für Spott.
638 Klicks

Völlig losgelöst: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder präsentiert bei einem Wahlkampfauftritt seine Pläne für das bayerische Raumfahrtprogramm “Bavaria One”. Für Spott sorgt dabei vor allem das Logo des Programms, das mutmaßlich Aliens von der Erde fernhalten soll: ein Konterfei des CSU-Politikers.
spiegel.de


Top 4:
CSU und AfD sind sich bei der Wahlwerbung einig.
636 Klicks

Sex sells: Ein leicht bekleidetes Paar, in inniger Umarmung – das bringt Wählerstimmen, denken sich gleichermaßen CSU und AfD und drucken dasselbe kostenlose Stock-Foto auf ihre Wahlplakate. Um echte Unterscheidbarkeit sind stramm konservative CSUler und die Rechtsausleger von der AfD ohnehin kaum bemüht. (Foto: CCO Ed Gregory)
twitter.com/wahl_beobachter


Top 5:
Meedia: “Spiegel” plant Personalrochade im Hauptstadt-Büro.
530 Klicks

Brinkbäumchen wechsel dich: Die designierte neue “Spiegel”-Spitze um Steffen Klusmann plant offenbar personelle Veränderungen im Hauptstadt-Büro, schreibt Marvin Schade. Im Zuge der Zusammenführung von Print und Online soll künftig wieder Dirk Kurbjuweit (Foto) das Berliner Büro leiten.
meedia.de


Top 6:
Bayern-Vorstand Rummenigge kündigt härtere Gangart gegen Medien an.
515 Klicks

“Wir werden uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden uns mit dem heutigen Tag diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen.”

Karl-Heinz Rummenigge, Boss des FC Bayern, skizziert auf einer denkwürdigen Pressekonferenz mit den Kollegen Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic sein Verständnis von Pressefreiheit.
bild.de


Top 7:
Jugendliche stechen freien Mitarbeiter des “Naumburger Tageblatts” nieder.
506 Klicks

Naumburger Tageblatt: In Naumburg in Sachsen-Anhalt wurde am Freitag ein freier Mitarbeiter der Lokalzeitung niedergestochen. Er habe eine sechs Zentimeter tiefe Wunde davongetragen, der Stich habe aber Organe verfehlt. Der Angriff sei aus einer Gruppe von drei Jugendlichen erfolgt, einer der drei habe einen Hitlergruß gezeigt.
naumburger-tageblatt.de

Das waren die meistgeklickten Newsletter-Links im September.

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer geht Ende März 2019, bleibt bis dahin Autor.


Spiegel: Chefredakteur Klaus Brinkbäumer verlässt den “Spiegel” Ende März 2019. Nach “intensiven Beratungen” hätten sich der Verlag und Brinkbäumer laut Pressemitteilung “einvernehmlich auf eine Beendigung des Vertragsverhältnisses” geeinigt. Bis dahin bleibe Brinkbäumer dem “Spiegel” als Autor verbunden. Brinkbäumer selbst twittert eine Zeichnung des Cartoonisten Til Mette, auf der er kopflos vor einem Spiegel steht. Ob er er ohne “Spiegel” wirklich kopflos sein werde, “das allerdings wollen wir doch mal sehen”, schreibt er und verabschiedet sich nach New York.

Der Verlag gibt dem geschassten Brinkbäumer warme Worte mit auf den Weg: Er habe den “Spiegel” durch seine Arbeit in Krisengebieten, an zahlreichen Titelgeschichten und durch preisgekrönte Reportagen “geprägt”. Ihm zu verdanken, dass der “Spiegel” optisch erneuert und das Investigativ-Netzwerk EIC gegründet wurde. Auch Brinkbäumers Verdienste für das Bezahlangebot Spiegel Plus seien “hervorzuheben”. Alles Gründe, die einer Abberufung eigentlich widersprechen.
spiegel.de, twitter.com/Brinkbaeumer, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: “Spiegel live”: Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen “Spiegel”-Leser binden will – und Gerüchten über seinen Abgang eine Absage erteilt. (4/2018)

Renner: Klaus Brinkbäumer lässt sich von Medienanwalt Christian Schertz vertreten.

Aua: Der scheidende “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer lässt sich in der Scheidungssache Spiegel ./. Brinkbäumer ausgerechnet vom Berliner Medienanwalt Christian Schertz vertreten, berichtet Medien-Insider Kai-Hinrich Renner. Schertz war unter anderem für Peter Maffay, den DFB und Cristiano Ronaldo gegen den “Spiegel” vorgegangen. Dass Brinkbäumer auf den Korrespondentenplatz New York zurückgeht, wird damit nicht wahrscheinlicher.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christian Schertz über seinen Kampf gegen “permanenten kalkulierten Rechtsbruch”:

Klaus Brinkbäumer kann seine Absetzung nicht nachvollziehen.


Abgang ohne Grund? Klaus Brinkbäumer kann seine Absetzung als “Spiegel”-Chefredakteur nicht nachvollziehen. Im Podcast von detektor.fm sagt er, er habe von den Gesellschaftern keine Gründe erfahren. Auch unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenführung von Print- und Online-Redaktion sehe er nicht. Brinkbäumer habe im Juni gemeinsam mit Online-Chefin Barbara Hans ein Konzept vorgelegt. Derzeit befinde er sich in Gesprächen mit den Gesellschaftern über seine Zukunft beim Nachrichten-Magazin.

Brinkbäumer bilanziert seine dreieinhalb Jahre an der “Spiegel”-Spitze durchaus positiv: “Ich kann sagen, dass wir in den letzten Jahren tatsächlich wirklich gut waren.” Die Auflage sei – aufgrund der Digitalangebote von Spiegel Plus – zuletzt gestiegen, journalistisch habe das Magazin alle wichtigen Preise gewonnen. (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition)
detektor.fm
(17-Min-Podcast, ab 12.45 Min)

Hör-Tipp: Klaus Brinkbäumer über Trump und Erfolge beim “Spiegel”.

Hör-Tipp: Noch-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer erzählt im Interview bei detektor.fm von einem bizarren Besuch im Büro von Donald Trump, lange bevor dieser Politiker wurde. An der Wand hingen hunderte Zeitschriften-Cover mit Trump auf dem Titel – keine echten, sondern selbstgemachte.

US-Journalisten könnten von deutschen Kollegen lernen, nicht immer beide Seiten gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen, wenn es um Leugner wissenschaftlicher geklärter Fakten geht. Über seine Zeit beim “Spiegel” sagt Brinkbäumer, “dass wir in den letzten Jahren tatsächlich wirklich gut waren”. Gründe für seine Absetzung habe er von den Gesellschaftern bisher nicht gehört.
detektor.fm (16-Min-Audio)

Klaus Brinkbäumer zieht Interview zurück – wegen “unglücklicher Umstände”.

Fehlende Antworten: Noch-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hat ein Interview zurückgezogen, das er schon im Juli dem freien Journalisten Jakob Buhre gegeben hat. Anlass war Brinkbäumers Buch Nachruf auf Amerika. Nach seiner Abberufung beim “Spiegel” habe Brinkbäumer nicht nur Antworten zum “Spiegel”, sondern alle nicht autorisiert. Bei Twitter begründet er den Rückzug mit “unglücklichen Umständen”, “es ging diesmal nicht anders”. Er habe zuvor “noch nie Interviews zurückgezogen oder zu Tode autorisiert”.
planet-interview.de, twitter.com (Reaktion Brinkbäumer)

“Unterschiedliche Auffassungen”: Thomas Hass über die Absetzung von “Spiegel”-Chef Brinkbäumer.


Hass setzt sich durch: Der “Spiegel” ersetzt Klaus Brinkbäumer als Chefredakteur wegen “unterschiedlicher Auffassungen” darüber, wie die Zusammenführung der “Spiegel”-Redaktionen laufen soll, schreibt Geschäftsführer Thomas Hass (Foto). Gleichzeitig lobt er die jahrelange Zusammen- und Umbauarbeit mit Brinkbäumer. Die Redaktionen fusionieren nun nach den Vorstellungen von Hass – Startschuss soll kommenden Januar sein. Ob Brinkbäumer eine neue Aufgabe beim “Spiegel” übernimmt, lässt der Verlag in seiner Pressemitteilung offen. Es gebe allerdings “Gespräche”. Brinkbäumer wirkt seit 2015 als Chefredakteur, 1993 kam er im zarten Alter von 26 Jahren zum Nachrichtenmagazin.

Auch an der Spitze des Spiegel-Verlags gibt es Veränderungen: Kommunikationschefin Anja zum Hingst rückt gemeinsam mit Felix Blum, Organisationsentwicklung und Stefan Ottlitz (früher Plöchinger), Produktentwicklung, in das Führungsgremium auf.
spiegelgruppe.de

Steffen Klusmann ersetzt Klaus Brinkbäumer an der Spitze des “Spiegel”.

Chefredakteurswechsel: Der Spiegel-Verlag setzt Chefredakteur Klaus Brinkbäumer (rechts im Bild) ab. Neuer starker Mann an der Spitze des Nachrichtenmagazins ist Steffen Klusmann ab, bisher Chefredakteur des “manager magazin”. Freiwillig geht Brinkbäumer nicht: “Diese Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen”, soll er seine Absetzung kommentiert haben, hört Joachim Huber aus der Redaktion.

Künftig führt ein Trio den “Spiegel”: neben Klusmann Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans sowie Ulrich Fichtner, bisher Reporter im Gesellschaftsressort. Klusmann sei Erster unter Gleichen und trägt laut Kai-Hinrich Renner den Titel Vorsitzender der Chefredaktion. Ob Brinkbäumer beim “Spiegel” bleibt und wenn ja, in welcher Funktion, ist unklar.
meedia.de, tagesspiegel.de, derwesten.de, turi2.de (Background)

Update 16.45 Uhr: Der “Spiegel” bestätigt den Umbau an der Redaktionsspitze in einer Pressemitteilung und nennt weitere Details. Die turi2.de-Meldung dazu finden Sie hier.

Aus dem turi2.tv-Archiv: “Spiegel live”: Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen “Spiegel”-Leser binden will – und Gerüchten über seinen Abgang eine Absage erteilt. (4/2018)

Zitat: “Spiegel”-Chef Klaus Brinkbäumer glaubt an Zahlbereitschaft, wenn es einfach ist.

“Ich glaube, dass wir längst soweit sind, dass das Publikum willig ist, zu bezahlen, wenn es denn richtig überzeugende Inhalte sind, die man nicht kostenlos bekommt. Und wenn der Bezahlvorgang einfach ist.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sagt im “Zapp”-Interview, dass zahlungswillige Leser sich durch ein Abo nicht “geknebelt” fühlen dürfen.
ndr.de/zapp (8-Min-Video)

Weitere Zitate aus dem Interview:

zur Konkurrenz mit ARD und ZDF:

“Ich mag Wettbewerb! Und ich finde auch den Wettbewerb mit den Öffentlich-Rechtlichen zunächst einmal sportlich. Ja, Gebühren, die garantiert hereinkommen, sind etwas anderes als ob ich Leser für ein Bezahlmodell gewinnen muss. Das ist nicht wirklich Chancengleichheit in allem, aber dann ist es auch so reguliert, dass es gut funktioniert.

“Ich würde niemals das öffentlich-rechtliche System angreifen wollen. Das hat sich bewährt!”

zur Kooperation von NDR, WDR und der “Süddeutschen Zeitung”:

“Wenn Gebührengelder auf irgendwelchen Umwegen in Projekte fließen, die bei der “Süddeutschen” landen, dann sprechen wir von Quersubventionierung eines Zeitungsverlages. Das heißt aber nicht, dass wir nicht den sportlichen, journalistischen Wettbewerb mit der “Süddeutschen” aufnehmen.”

Zitat: Klaus Brinkbäumer sieht den “Spiegel” anders als so mancher Leser.

“Unser Selbstbild besagt, dass der ‘Spiegel’ von 2018 keine von alten Herren dominierte Firma mehr sei, sondern Spiegelbild einer modernen Gesellschaft.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hört sich bei einer Leserkonferenz die Meinungen der Leser an, die den “Spiegel” entgegen seinem Selbstverständnis zuweilen “übermoralisch, selbstgerecht und allzu männlich” finden.
“Spiegel” 23/2018, S. 72-73 (Paid)

Kai-Hinrich Renner und Klaus Brinkbäumer zanken sich um “Spiegel”-Gerüchte.

Spiegel: Medienjournalist Kai-Hinrich Renner legt im Zwist mit “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer nach. Er hatte im März berichtet, Gesellschafter des “Spiegel” würden nach einem Brinkbäumer-Nachfolger “sondieren”. Brinkbäumer sagte Roland Pimpl jüngst im “Horizont”-Interview: “Eine Gelegenheit zur Stellungnahme hätten wir genutzt”. Renner schreibt, er habe Anja zum Hingst, Kommunikationschefin des Spiegel-Verlags, “etwa 32 Stunden” vor Erscheinen des Artikels informiert. Bei Twitter setzt er nach: “Als ich Journalist wurde, galt es als ausgeschlossen, dass ein ‘Spiegel’-Chefredakteur mit Unwahrheiten hausieren geht”.
kress.de, twitter.com (Renner), “Horizont” 20/2018, S. 11-12 (Paid, Brinkbäumer), turi2.de (Background)

Zitat: Klaus Brinkbäumer will in einer Liga mit der “New York Times” spielen.

“Wir möchten, was die Digitalisierung von Journalismus angeht, in die Liga der ‘New York Times’ und ‘Washington Post’. Dafür brauchen wir die vereinte Redaktion.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer wirbt im “Horizont”-Interview für die Fusion von Print- und Online-Redaktion.
“Horizont” 20/2018, S. 11-12 (Paid), horizont.net

Weitere Zitate aus dem Interview:

– über das Zusammenwachsen von Print und Online:

“Das temporeiche Zusammenspiel von Redaktion und Verlag, von Abteilungen, die zuvor keine Berührungspunkte gehabt hatten, war vor einigen Jahren nicht unbedingt eine Stärke unseres Hauses. “

“Die ganze Wucht und Kraft aber, die wir multimedial entfalten können, werden wir erst durch perfekte Strukturen entfalten.”

“Ich glaube, dass eine ‘Spiegel’-Chefredaktion unterschiedliche Stärken benötigt, etwa Magazin und Onlinekompetenzen, politische Klugheit, investigative Kraft und technologisches Verständnis, natürlich auch Management-Begabung. Eine einzelne Person kann all das kaum in sich vereinen, auch wenn sich bei uns einzelne Kollegen nach dem einen Alleskönner sehnen.”

– über Gerüchte zu seiner Ablösung:

“Es gab in 71 Jahren noch keinen ‘Spiegel’-Chefredakteur, über den nicht geredet wurde, das ist eine öffentliche Rolle. Das wusste ich vorher, und ich bin hart im Nehmen, man lernt’s im Leistungssport und sollte sich das für diesen Job vermutlich erhalten.”

“Ich kann mich nicht beschweren, die Rückendeckung ist da. Ich habe reichlich Unterstützung und ein gutes Verhältnis zu allen Gesellschaftern und zur gesamten Geschäftsführung.”

– über den Erfolg mit seichten Themen:

“Auch wir können über Geldanlage, Gesundheit, Reise und damit über die Lebenswirklichkeit unserer Leser auf hohem Niveau schreiben.”

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Spiegel”-Chef Brinkbäumer schwört Mitarbeiter auf Mehrarbeit ein. (aus der turi2 edition 3 von 2016)

Klaus Brinkbäumer wollte Print und Online schon früher fusionieren.

Klaus Brinkbäumer hätte die Redaktionen von “Spiegel” und Spiegel Online am liebsten schon mit dem Abgang von SpOn-Chef Florian Harms zusammengelegt, statt eine neue Online-Chefredaktion “zu inthronisieren”, sagt der “Spiegel”-Chefredakteur im Interview mit “Horizont”. Jedoch hätten “leider auch gute Gründe” dagegen gesprochen, “das Haus war noch nicht so weit wie heute”, sagt Klaus Brinkbäumer, will seine Idee aber nicht als Kritik an Online-Chefin Barbara Hans verstanden wissen.
“Horizont” 20/2018, S. 11/12 (Paid), horizont.net

“Spiegel live”: Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen “Spiegel”-Leser binden will.


Auf Augenhöhe: Der “Spiegel” verpasst seiner Veranstaltungsreihe Spiegel live nach gut anderthalb Jahren eine neue Richtung. “Bisher haben wir vielleicht ein bisschen zu sehr von der Bühne hinab geredet”, sagt Klaus Brinkbäumer im Video-Interview mit turi2.tv. Jetzt will der “Spiegel”-Chefredakteur noch mehr Nähe zu den Lesern aufbauen und ihnen tiefe Einblicke in die Arbeit des Nachrichtenmagazins geben. Bei der Premiere am Montagabend im “Spiegel”-Atrium haben Brinkbäumer und Autor Markus Feldenkirchen mit Lesern über die Entstehung der Schulz-Story gesprochen. Der Chefredakteur selbst hatte mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Cover-Entwürfe dabei und verriet den Lesern, wie er seine Auswahl traf.

An mehreren Ständen konnten die Leser mit Fach-Redakteuren sprechen und etwa “erfahren, wie das Auslandsressort zu seiner Einschätzung in Sachen Russland kommt”, erklärt der Chefredakteur im Vorfeld. Mit dieser Marschrichtung soll es weitergehen. Nebenbei erteilt Brinkbäumer Spekulationen über seinen baldigen Abgang als “Spiegel”-Chef eine Absage: “Natürlich findet das mit mir in dieser Rolle statt.”

Brinkbäumer zeigt sich mit den ersten rund anderthalb Jahren “Spiegel live” hoch zufrieden: “Wir haben die besseren Gäste, wir haben das bessere Programm, wir haben die spannenderen Gespräche”, sagt er mit Blick auf die Konkurrenz vom “Handelsblatt”, das schon länger auf Events setzt. Zum Reichwerden eigne sich so eine Eventreihe allerdings nicht, erklärt Brinkbäumer und stellt die Leser-Blatt-Bindung in den Mittelpunkt.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

TV-Tipp: “Presseclub” diskutiert über Grenzen von Facebook – mit Brinkbäumer und Meckel.

TV-Tipp: So., 12.00 Uhr, Das Erste: Der “Presseclub” diskutiert am Sonntagmittag über die Konsequenzen aus dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica. Gäste sind “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, “Wirtschaftswoche”-Herausgeberin Miriam Meckel, Netzaktivist Markus Beckedahl und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.
wdr.de

“Horizont”: Beim “Spiegel” gibt es keinen Beschluss, Klaus Brinkbäumer abzulösen.

Klaus Brinkbäumer soll nicht als “Spiegel”-Chefredakteur ausgetauscht werden, schreibt Marco Saal. Es gebe beim “Spiegel” weder Sondierungsgespräche noch einen Beschluss, den Chefredakteur abzulösen. Kai-Hinrich Renner hatte in seiner Medienkolumne berichtet, die Mitarbeiter-KG, größter Gesellschafter beim “Spiegel”, “sondiere” den Markt.
horizont.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Spiegel”-Chef Brinkbäumer schwört Mitarbeiter auf Mehrarbeit ein. (aus der turi2 edition 3 von 2016)

Renner: “Spiegel”-Gesellschafter suchen Nachfolger für Chefredakteur Klaus Brinkbäumer.


Der Nächste, bitte? Der “Spiegel” schaut sich nach einem Nachfolger für Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, 51, seit 2015 im Amt, um, schreibt Kai-Hinrich Renner in seiner Medienkolumne. Die Mitarbeiter-KG als größter Gesellschafter “sondiere” den Markt, auch Gruner + Jahr, zweitgrößter “Spiegel”-Gesellschafter, hätte “grundsätzlich nichts gegen einen Wechsel in der Chefredaktion”. Einen formellen Beschluss zur Ablösung Brinkbäumers gebe es aber nicht, dazu bestehe weder Anlass, noch Eile.

Laut Renner wollen die Gesellschafter das nächste große Mammut-Projekt, die Zusammenlegung der Redaktionen von “Spiegel” und Spiegel Online, aber offenbar unter neuer Führung durchziehen. Brinkbäumer habe die Zusicherung, nach seinem Ausscheiden aus der Chefredaktion als Korrespondent nach New York zurückzukehren, wo er bis Ende 2010 tätig war.
abendblatt.de, turi2.de/edition3 (Video-Interview von 2016)

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Spiegel”-Chef Brinkbäumer schwört Mitarbeiter auf Mehrarbeit ein. (aus der turi2 edition 3 von 2016)

Buch-Promotion von Klaus Brinkbäumer sorgt beim “Spiegel” für Verdruss.


Werbe-Spiegel? Beim “Spiegel” stößt die Art der Eigenwerbung für ein Buch von Chefredakteur Klaus Brinkbäumer in Teilen des Hauses auf Kritik, hört Kai-Hinrich Renner. Für Verdruss sorge eine bisher vierteilige Amerika-Serie bei Spiegel Online, deren Texte leicht überarbeitete Auszüge aus Brinkbäumers Buch “Nachruf auf Amerika” sind. So weit, so normal. Doch nach einigen Absätzen taucht im Text ein Anzeigen-Block auf, der das Buch bewirbt und zum Kauf bei Amazon anregt. “Man hat den Eindruck, als sei die Serie das Werbeumfeld für die Anzeige”, sagt ein Kritiker. Ein “Spiegel”-Sprecher widerspricht: “Unsere journalistischen Texte entstehen unabhängig von Anzeigen.”

Dabei hat der Spiegel-Verlag von der Promotion für Brinkbäumers Buch nicht einmal etwas: Es erscheint beim Verlag S. Fischer und nicht in der Buchreihe, die der “Spiegel” zusammen mit der Deutschen Verlags-Anstalt DVA herausgibt. Brinkbäumer habe seinen Vertrag schon “vor rund zehn Jahren” mit S. Fischer abgeschlossen, DVA habe damals abgelehnt.
morgenpost.de

Wir graturilieren: Klaus Brinkbäumer wird 51.


Wir graturilieren: “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer wird heute 51 Jahre alt. Falls er rechtzeitig den Gipfel von Davos und den zugehörigen Berg verlassen konnte, feiert er zu Hause. Dort blickt er zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Brinkbäumer fallen viele journalistische Glanzstücke ein und auch wirtschaftlich sei der “Spiegel” erfolgreich.

Die vergangenen Monate bleiben Brinkbäumer als aufregend und leidenschaftlich in Erinnerung: “viele Aufgaben und wenig Zeit, eine nervöse Welt und ein Strukturwandel” bestimmen den Weg. Hobby-Segler Brinkbäumer wünscht sich nun ein paar Stunden auf dem Wasser und überhaupt, Klarheit und Ruhe nicht zu verlieren. Glückwünsche erreichen ihn per Twitter, Facebook und Instagram.

Klaus Brinkbäumer: “Die Medien werden durch Angriffe besser.”


Krise als Chance: “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer ist besorgt über die politische Polarisierung. Doch für Medien sind Trump, die AfD und “Lügenpresse”-Kritik auch gut, sagt er im Interview von “Horizont” und turi2.tv. “Demokratie wird ernsthaft infrage gestellt”, sagt Brinkbäumer. “Da hat die Presse ihre Aufgabe zu erfüllen.” Bedrohungen und Angriffe ließen neue Medien-Netzwerke entstehen – was den Journalismus stärkt.

Brinkbäumer ist im Gespräch beim Deutschen Medienkongress überzeugt, dass gute Medien lernfähig sind. Viele Kollegen in den USA hinterfragten sich selbst nach der Wahl von Donald Trump. Inzwischen behandelten sie den US-Präsidenten nicht mehr als Unterhaltungs-Phänomen. Brinkbäumer macht in der breiten Öffentlichkeit ein Bedürfnis nach Klarheit aus und diese Aufklärung könnten Medien ihnen bieten. Dazu gehöre auch, Fehler zuzugeben: Der “Spiegel”-Chef benennt mehrere Titel, die er so nicht erneut drucken würde.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Ebenfalls spannend bei turi2.tv: Das ungeschnittene Video-Interview mit Klaus Brinkbäumer zur turi2 edition3.

Klaus Brinkbäumer denkt laut Renner über englischsprachigen “Spiegel” nach.

Spiegel: Chefredakteur Klaus Brinkbäumer wärmt die Überlegungen für eine englischsprachige “Spiegel”-Ausgabe auf, schreibt Kai-Hinrich Renner. Schon Stefan Aust hatte 2007 diese Idee, die aber an den hohen Kosten für Druck und Vertrieb scheiterte. Heute könnte eine englischsprachige Ausgabe als E-Paper erscheinen, zudem will Brinkbäumer laut Renner auch nicht alle Artikel übersetzen lassen, sondern nur die mit internationaler Relevanz. Noch sei das das Projekt aber nicht entscheidungsreif.
abendblatt.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer erklärt, wie es zur Übernahme seines Twitter-Profils kam.

“Ich war in Russland und hatte einen Link angeklickt, der – vermeintlich – von einem langjährigen Informanten in D.C. geschickt worden war.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer erklärt, wie es zur Übernahme seines Twitter-Profils durch Erdogan-Anhänger kam. Nutzer empfehlen ihm, künftig die Anmeldebestätigung von Twitter zu nutzen.
twitter.com, turi2.de (Background)

Hacker übernehmen das Twitter-Profil von Klaus Brinkbäumer.

Hacker kapern den Twitter-Account von “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer und verbreiten damit Erdogan-freundliche Propaganda. In einem Tweet heißt es auf Deutsch und Türkisch: “Aufgrund der schlechten Nachrichten die wir bisher über die Türkei und Recep Tayyip Erdogan berichtet und veröffentlicht haben, möchten wir uns entschuldigen.”
Update Sonntag, 9.00 Uhr: Twitter hat Brinkbäumers Account wiederhergestellt.
bz-berlin.de, twitter.com

Lese-Tipp: Ex-Leistungssportler Klaus Brinkbäumer schraubt an der Digitalisierung des “Spiegel”.

Lese-Tipp: Kai-Hinrich Renner portraitiert “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als begeisterten Segler und Radfahrer, der im Job wichtige Entscheidungen im Alleingang treffen muss. Die angeblich mauen Zahlen von Spiegel Daily kommentiert Brinkbäumer nicht, will das Angebot aber enger mit Spiegel Plus verzahnen. Brinkbäumer wird später daran gemessen werden, ob er die digitale Transformation des “Spiegel” hinbekommt, glaubt Renner.
abendblatt.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer gefallen “Spiegel”-Kolumnen nicht immer.

“Kolumnen gefallen mir bei Weitem nicht immer, aber die Kolumnisten müssen frei denken können. Als guter Blattmacher muss man Vielseitigkeit ja nicht nur zulassen, sondern herbeiführen.”

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer spricht für das Gerechtigkeitsheft des “Spiegel” mit den Chefredakteuren von zwei Schülerzeitungen über ihr Deutschlandbild, Zukunftsaussichten und Journalismus.
“Spiegel”, 31/2017, S. 80-82 (Paid)

Zitat: “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hat kein Verständnis für Empfehlung von “Finis Germania”.

“Ich habe nach der Lektüre der wesentlichen Kapitel kein Verständnis dafür, dass der Kollege Saltzwedel dieses Buch empfohlen hat.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer begrüßt den Rücktritt von “Spiegel”-Redakteur Johannes Saltzwedel aus der Jury für die Sachbücher des Monats, nachdem dieser das umstrittene rechtsextreme Buch “Finis Germania” empfohlen hat.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Zitat: Klaus Brinkbäumer fordert Solidarität mit Deniz Yücel.

Klaus Brinkbäumer 150-2“Wenn ein Journalist in Haft sitzt, sollten andere Medien Zurückhaltung wahren und womöglich an Begriffe wie Solidarität denken, so wie wir es auch bei Geiselnahmen tun.”

“Spiegel”-Chef Klaus Brinkbäumer kommentiert im Kurz-Interview bei Kress.de den Fall des in Haft sitzenden Deniz Yücel und widerspricht der These, dass sich viele Verlage ihre Türkei-Korrespondenten nach deren Herkunft aussuchen.
kress.de

Klaus Brinkbäumer finden “Spiegel”-Cover nicht provokativ.

Layout 1“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer widerspricht der Darstellung, das aktuelle Heftcover sei zu provokant. Zu Reuters sagt er, der “Spiegel” zeige, worum es gehe, nämlich um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Donald Trump habe in den ersten zwei Wochen seiner Amtszeit mit seinen Handlungen gezeigt, dass er diese Werte bedrohe. Das aktuelle Titelbild hat für Diskussionen gesorgt. Bild.de-Chef Julian Reichelt nannte es beispielsweise abstoßend.
zeit.de (1-min-Video), turi2.de (Background)

Zitat: Klaus Brinkbäumer über “Spiegel”-Manuskripte unterm Türschlitz.

Klaus Brinkbäumer 150-2“Legendär war Auslandsressortleiter Dieter Wild, von dem es hieß, ihm seien die Manuskripte unter der Tür durchgeschoben worden, dann habe er sie ‘Spiegel’-tauglich gemacht und wieder unter der Tür durchgeschoben, ohne ein Wort zu den Redakteuren.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer im Vorwort des Buches “Der Spiegel 1947-2017”. Die 2.000 Redakteure und 27 Chefredakteure seit Januar 1947 seien “allesamt Überzeugungstäter” gewesen.
randomhouse.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer will AfD weder ignorieren noch verdammen.

Klaus Brinkbäumer 150-2“Zwei Extreme sind für den ‘Spiegel’ ausgeschlossen: Dass wir die AfD gar nicht behandeln, ist keine Möglichkeit, weil sie ja existiert und gewählt wird. Sie nur zu verdammen ist ebenfalls keine Option, weil sie eine ernstzunehmende Partei ist.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gibt der dpa zum Jubiläum ein großes Interview und will aus der US-Wahl Lehren für die Bundestagswahl ziehen.
derstandard.at

Zitat: Klaus Brinkbäumer sagt, Entscheidungen beim “Spiegel” fielen traditionell ohne Kommunikation.

Klaus Brinkbäumer 150-2“Beim ‘Spiegel’ hieß entscheiden immer Härte, Abwesenheit von Kommunikation – und damit auch von Innovation.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sagt bei der “Dverse-Media”-Konferenz, es sei nötig “über Jahrzehnte konservierte Spielregeln” beim “Spiegel” aufzubrechen.
sueddeutsche.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer will dem Landvolk mehr aufs Maul schauen.

klaus-brinkbaeumer-150“Weil wir in Hamburg sitzen, in Berlin sitzen, also in deutschen Großstädten, ist uns hin und wieder der Blick auf Provinz, also Kleinstädte, Sorgen, die es aber in Deutschland gibt, verloren gegangen.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer will aus dem Trump-Wahlsieg lernen, mehr aufs Landvolk schauen, “hingehen und ‘drüber schreiben”.
youtube.com (11-Min-Interview)

Aus dem Archiv, turi2.tv-Interview mit Brinkbäumer:

Zitat: Klaus Brinkbäumer beobachtet eine Entwertung der Nachricht.

klaus-brinkbaeumer-150“Nachrichten werden sofort geteilt, weiterverbreitet und damit teilweise in gewisser Weise entwertet.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sieht in der Geschwindigkeit von Social Media ein Problem: Schon Stunden nach Veröffentlichung wird manche exklusive Geschichte eine Art Gemeingut.
turi2.de, youtube.com (3-Min-Video), youtube.com (7-Min-Langfassung)

“Spiegel”-Chef Brinkbäumer schwört Mitarbeiter auf Mehrarbeit ein.

Klaus Brinkbäumer ist der erste Diplomat an der Spitze des “Spiegel”. Mit Charme, Eloquenz und Empathie hat Brinkbäumer innerhalb von zwei Jahren die streitlustige Redaktion befriedet. Jetzt macht der Westfale den Kollegen eine Ansage in der “turi2 edition3”

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer spricht ruhig, fast sanft, lächelt buddhahaft und lässt sich von Interviewer Peter Turi zu keiner Sekunde provozieren. Im großen Interview für die turi2 edition3 spricht Brinkbäumer kurz vor dem 70. Geburtstag des “Spiegel” davon, was passieren muss, damit die Belegschaft auch den 75. Geburtstag noch feiern kann. Und das ist einiges.

Brinkbäumer erwartet von den Mitarbeiter noch mehr Arbeit und Tempo: “Wir werden flexibler, schneller – und das verlangt von allen Kollegen etwas mehr Geschwindigkeit. Wir alle müssen uns fragen: Kann ich nicht am Montag oder Dienstag noch diese oder jene Sache für Spiegel plus machen, und das, obwohl wir fürs nächste Heft einen Text schreiben?” Brinkbäumer betont: “Wir müssen heute schneller agieren, mehr ausprobieren.” In der Vergangenheit agierte der “Spiegel”, so Brinkbäumer, “unternehmerisch vergleichsweise träge, weil es ihm gut ging”. Bitte hier weiterlesen …

Klaus Brinkbäumer weist Kritik an Türkei-Berichterstattung des “Spiegel” zurück.

spiegel_brennpunkt_tu%cc%88rkeiTürkisches Außenministerium wirft dem “Spiegel” eine “verzerrte” und “voreingenommene” Darstellung vor, der Titel des Sonderheftes “Brennpunkt Türkei” sei “hochgradig provokativ”. Chefredakteur Klaus Brinkbäumer weist die Kritik zurück: “Wie viele Journalisten hat die Türkei verhaften lassen? Das Verständnis, das die türkische Regierung von Pressefreiheit hat, machen wir uns gewiss nicht zu eigen.”
derstandard.at, turi2.de (“Spiegel”-Sonderheft)

Zitat: Klaus Brinkbäumer stichelt gegen den Recherche-Verbund der “Süddeutschen Zeitung”.

Klaus Brinkbäumer 150-2“‘Tagesschau’ und ARD-Hörfunk machen Werbung für die ‘SZ’ und deren Verbund, da werden schon mal zweitklassige und alte Meldungen angepriesen.”

“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer warnt im großen Interview im “Medium Magazin” vor der PR, mit der die Kollegen der “Süddeutschen Zeitung” für ihren Recherche-Verbund trommeln.
“Medium Magazin”, 7/2016, S. 18 (E-Paper)

Weitere Zitate:
– über das Verhältnis zur Mitarbeiter KG:

“Ich habe hier keine Mühe, meinen Kurs durchzusetzen.”

– über Hierarchien beim “Spiegel”:

“Das Haus hat so viele gute Leute und so viele Ideen, ist aber teilweise zu starr in seinen Strukturen und so bürokratisch, dass einige Ideen versanden, bevor sie richtig diskutiert werden.”

– zum Verhältnis zwischen Print- und Online:

“Für mich gibt es schon jetzt keine Print- und Online-Kollegen mehr, sondern eine “Spiegel”-Mannschaft, die selbstverständlich gemeinsam denken und handeln muss.”

– zu seinem Führungsstil:

“Ich habe als Sportler schon Schiedsrichter angebrüllt und rote Karten dafür gekriegt. Wer nicht auch scharf sein kann, wird hier nicht Chefredakteur.”

“Spiegel”-Chef Brinkbäumer nimmt Auszeit vom Tagesgeschäft.

Klaus Brinkbäumer 150-2Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer zieht sich bis August aus dem Tagesgeschäft zurück, um die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu sichten, zu bewerten und umzusetzen, schreibt Ulrike Simon. Höchste Priorität habe die Einführung eines Bezahlmodells für Teile von Spiegel Online. Das Blattmachen übernehmen im Wechsel Brinkbäumers Stellvertreter Susanne Beyer und Dirk Kurbjuweit, die beide intern nicht unumstritten sind. Das “Spiegel”-Hauptstadtbüro zieht Ende Juni ins Humboldthafeneins direkt an der Spree.
rnd-news.de

Klaus Brinkbäumer will alte Kollegen nicht vor Gericht treffen.

Klaus Brinkbäumer 150-2Spiegel wird nicht gegen den Recherchebund von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung” klagen, versichert Klaus Brinkbäumer, Chefredakteur und Mitgründer des neuen Recherchebundes EIC. Er wolle ungern alte Kollegen wie Georg Mascolo oder Hans Leyendecker vor Gericht treffen. “Wir führen lieber den sportlichen Wettstreit”, so Brinkbäumer, “und gewinnen ihn auch gern.”
“Horizont” 12/2016, S. 4 (Paid), turi2.de (EIC), turi2.de (Klage)

Zitat: Klaus Brinkbäumer fordert Medienmacher auf, sich der Kritik zu stellen.

Klaus Brinkbäumer 150-2“Wir müssen ergründen, ob wir nicht hier und dort tatsächlich einen anderen, nämlich elitäreren Blick auf die deutsche Wirklichkeit haben als viele Leser.”

“Spiegel”-Chef Klaus Brinkbäumer sieht ein “ernsthaftes Glaubwürdigkeitsproblem für die Medien” und fordert ihre Macher auf, mit Lesern zu diskutieren und Kritik aufzunehmen.
“Spiegel”, 5/2016, S. 10 (Paid)