Meinung: Christian Seifert positioniert sich für höhere Aufgaben.

Bundesliga-Chef Christian Seifert hat mit dem bisherigen Management der Corona-Krise sein Meisterstück abgeliefert, schreibt Joachim Hofer. Mit seiner besonnenen, eher leisen Art habe er das Vertrauen der Politik gewonnen, mit seinen Verhandlungsergebnissen den Respekt der Clubbosse. Dadurch empfehle sich Seifert für höhere Aufgaben - ihm werden laut Hofer Ambitionen nachgesagt, einen Konzern zu führen.
handelsblatt.com

Der Liga-Chef im Portrait:
Peter Turi stellt Christian Seifert in der turi2 edition #6 vor.

DFL-Boss Christian Seifert sorgt sich um den Fan-Nachwuchs im Fußball.

Mahnender Zeigefinger: Christian Seifert, der mächtige und selbstbewusste Boss der DFL, warnt in einem Interview mit dem "Kicker" davor, dass es der Bundesliga immer schwerer fallen könnte, "die kommende Generation von Fußballballfans zu erreichen". Seifert zitiert eine Studie der Club-Vereinigung ECA, wonach in allen sieben untersuchten Ländern der Fußball in der Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen "stark an Bedeutung verliert". Seifert: "Unsere größten Konkurrenten der Zukunft sind die Premier League und Netflix."

Ein Problem sieht Christian Seifert im Weggang von Identifikationsfiguren wie Kai Havertz von Leverkusen zu Chelsea: "Die Marktforschung zeigt ganz klar, dass Kinder und Jugendliche auch deshalb Fans eines Vereins sind, weil dort ihr Lieblingsspieler spielt." Der junge Fan werde also "alle Möglichkeiten nutzen, jeden Schritt von Havertz bei Chelsea zu verfolgen" - da "globalisiert sich der Wettbewerb". Zumal die Fans heute "per Mausklick oder App nahezu jedes Spiel jeder europäischen Liga verfolgen können". Die Frage, "wem ein Fan seine Zeit schenkt", sei für die Liga eine größere Herausforderung als die Frage nach dem künftigen Meister an sich.

Gegen die Langeweile im Titelkampf ‐ Bayern München strebt die neunte Meisterschaft in Folge an ‐ sieht Seifert weit und breit kein Rezept. Er hält weder von Play-off-Spielen noch von einer anderen Verteilung der TV-Gelder für die Bundesliga viel. Seiferts etwas zynischer Trost für den fehlenden Titelkampf lautet, "dass der Wettbewerb in den meisten Tabellenregionen sehr intakt ist" - nur halt leider nicht an der Spitze.
"Kicker" 76/2020 vom 14.9.2020 (Paid), ecaeurope.com (Studie), turi2.de/koepfe (Profil von Seifert)

Zitat: Für Christian Seifert kam der Bundesliga-Restart zur richtigen Zeit.

"Sollen wir auf einen Nullwert bei den Infektionen warten? Auf einen Impfstoff? Oder auf bessere Werte im ZDF-Politbarometer?"

DFL-Chef Christian Seifert findet den Zeitpunkt für den Wiederanpfiff der Fußball-Bundesliga gut gewählt, sagt er der "Süddeutschen". Schließlich gebe es in Deutschland aktuell weniger als 15.000 aktive Infektionen. Nach dem ersten von neun Spieltagen sei allerdings noch "längst nicht raus, ob nicht am Ende doch Corona gewinnt."
sueddeutsche.de (Paid)

DFL-Chef Christian Seifert sieht Protz-Fußballer kritisch.

Bundesliga hat mit astronomischen Spieler­gehältern und Ablösesummen sowie "schamlos zur Schau gestelltem Reichtum" ein Bild von sich erzeugt, "das ein Teil der Menschen nicht akzeptieren kann", sagt DFL-Chef Christian Seifert im "FAZ"-Interview. Er selbst habe "genügend Dinge gesehen, erlebt und gehört, die mich nicht unbedingt begeistern". Sponsoren könnten ihre Mio-Zahlungen an Spieler "auch an soziale Verhaltensregeln knüpfen", regt Seifert an. Die Deckelung von Spieler- und Beratergehältern sieht er als europäische Aufgabe.
faz.net (Paid), kicker.de (Zusammenfassung)

Christian Seifert

Status: Christian Seifert ist Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga und damit einer der mächtigsten Männer im Milliardengeschäft mit dem Fußball. Geboren am 8. Mai 1969 in Rastatt Bio: Christian Seifert studiert in Essen Kommunikationswissenschaft, Marketing und Soziologie. Anschließend steigt er bei einem Vorläufer von Seven One Media ein.... Weiterlesen ...

DFL-Chef Christian Seifert will Bundesliga-Rechte nicht nur an Streaminganbieter vergeben.

Köder für ARD und ZDF: Die DFL erlaubt den Erwerbern von Free-TV-Rechten an der Bundesliga, ab der Saison 2020/21 ihre Berichte ab Sonntagnacht in ihren Videotheken zu zeigen. Die Relegationsspiele der ersten Liga wandern wieder ins Free-TV. Eine Vergabe nur an Streamingdienste schließt DFL-Chef Christian Seifert "mit an Sicherheit grenzender Wahscheinlichkeit" aus.
turi2 – eigene Infos, tagesspiegel.de (Streamingdienste), new-business.de

Christian Seifert sieht Fußball-TV-Rechte künftig stärker bei Streamingdiensten.

Amazon in der Anfangsformation? DFL-Boss Christian Seifert deutet im großen Bild am Sonntag-Interview an, dass die Bundesligarechte, die demnächst für vier Jahre ab 2021 vergeben werden, stärker bei Streamingdiensten landen könnten: Die "Qualitätsverbesserung" bei Serien und Filmen durch Netflix und Amazon Prime sei "außergewöhnlich" und "in den deutschen Medien äußerst positiv besprochen". Die Kritik an Streamingdiensten wie Dazn werde "noch zwei, drei Jahre ein Thema sein", dann werde "die technische Infrastruktur in Deutschland in der Lage sein, das aufzufangen".

Seifert, der sich im Fotoshooting für die turi2 edition #6, Netze, als Ballaufpumper bei Eintracht Frankfurt und damit als Dienstleister der Bundesliga-Vereine präsentiert, dämpft allerdings die Erwartungen, dass der neue TV-Vertrag für die Vereine riesige Umsatzsprünge bringen könnte – bei 4,64 Mrd Euro Einnahmen im alten Vertrag: "Ob uns die nächsten paar Millionen Euro mehr wirklich besser machen auf dem Platz – diese Frage muss erlaubt sein."

Streaming ist ohnehin auf dem Vormarsch: Die Deutsche Telekom hat die TV-Rechte für die EM 2024 gekauft und sucht den Einstieg in die Bundesliga, Amazon und Dazn haben Rechte an der Champions League gekauft. Verlierer dieser Entwicklung könnte auch in Deutschland der traditionelle Bezahl-Sender Sky sein. Zumal Seifert im "Bild"-Interview sagt: "Die Zahl der Spiele im Free-TV wird bei der nächsten Ausschreibung größer sein." Bei der Champions League hat das ZDF das Endspiel gekauft, in der Bundesliga haben ARD und ZDF live das erste und das letzte Abendspiel der Hinrunde übertragen.
bild.de (Paid)

DFL-Chef Christian Seifert kündigt “neue Ideen” für die Vergabe der Medienrechte an.

DFL: Liga-Chef Christian Seifert kündigt im "Handelsblatt" an, die Medienrechte im Frühjahr 2020 neu vergeben zu wollen und "neue Ideen" dafür zu haben. Die DFL arbeite bereits seit einem Jahr daran und rede mit dem Bundeskartellamt und Medienhäusern darüber. Die unbeliebten Montagsspiele entfallen z.B. Trotz des TV-Umsatzbooms sinkt die Gesamtrendite der DFL, in der Saison 2017/18 hat sie mit 4,42 Mrd Euro einen Umsatzrekord erreicht, der neue Medienvertrag hat 65 % zum Wachstum beigetragen. Der Gewinn liegt allerdings u.a. wegen teuren Spielertransfers nur bei 102 Mio Euro.
handelsblatt.com, turi2.de (Seifert-Porträt in der turi2 edition6)

DFL-Boss Christian Seifert macht die Bundesliga zum Startup-Investor.


Nach dem Spiel ist vor dem Deal: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) kündigt für die kommenden Jahre Investitionen in Medien-, Tech- und Sport-Startups an. Das Unternehmen hinter der Marke Bundesliga schafft dafür den neuen Bereich DFL for Equity. DFL-Chef Christian Seifert schnappt sich zum Auftakt der Investitions-Offensive 10% des israelischen Startups Track160. Die Künstliche Intelligenz von Track160 kann anhand eines Videos Bewegungen von Spielern und Bällen analysieren. Fußballclubs, Fernsehsender und Games-Produzenten sind potenzielle Kunden.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will in weitere Unternehmen investieren, teils mit Geld und teils mit Zugang zu Archiv und Daten der Bundesliga. Die DFL-Tochter Sportcast produziert das TV-Bild, die International-Tochter kümmert sich um den globalen Vertrieb. Seit 2012 produziert DFL Digital Sports eigene Inhalte, vorwiegend für ausländisches Publikum und seit 2016 erhebt und verarbeitet Sportec Solutions Spieldaten. DFL for Equity kommt nun als weiterer Bereich obendrauf. (Foto: Gaby Gerster)
dfl.de

Eine bekannte Liga reicht nicht mehr, sagt DFL-Chef Christian Seifert.

Video-Tipp: Die von der Deutschen Fußball Liga initiierte Messe SportsInnovation zeigt technische Innovationen von der Spiel- und Leistungsanalyse über TV-Produktion bis zur Stadiontechnologie, sagt DFL-Chef Christian Seifert. Die Liga sei zwar sehr bekannt, aber das reiche nicht mehr, die technischen Innovationen im Medien- und Sportsektor dürfe man nicht verpassen.
dfl.de (2-Min-Video)

Lese-Tipp: DFL-Chef Christian Seifert will sich international nicht abhängen lassen.

Lese-Tipp: DFL-Chef Christian Seifert ist vom Vorwurf genervt, er mache aus dem Fußball eine Kommerzveranstaltung, schreibt Cathrin Gilbert in einem großen Porträt. Der Bundesliga-Chef sei schlagfertig und teile gerne aus, mit dem Einstecken tue er sich aber schwer. Seifert will sich bei den TV-Rechten nicht im Wettbewerb von den internationalen Ligen abhängen lassen. Er meint, lokale Fußball-Helden könnten eine Liga nicht tragen, nötig seien globale Stars wie Lionel Messi oder Neymar.
"Zeit", S. 22 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Interview mit Christian Seifert.

Bundesliga-Chef Christian Seifert will es in der Vermarktung nicht zu bunt treiben.

Deutsche Fußball Liga will das Produkt Bundesliga nicht für kurzfristige Vermarktungs-Erfolge verscherbeln, verspricht Liga-Chef Christian Seifert im "Handelsblatt". Anstoßzeiten speziell für chinesische TV-Zuschauer und ein Pokalfinale in Shanghai soll es nicht geben. Seifert erkennt erste Warnzeichen für eine Fußball-Übersättigung im TV und negative Auswirkungen des Immer-wieder-Meisters FC Bayern.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Andreas Heyden Fans für die Fußball-Bundesliga fängt.

interview2: Christian Seifert, DFL.


Alte Filme neu verpackt: Die Deutsche Fußball-Liga startet noch in diesem Jahr ein Video-on-Demand-Angebot, das Fußball-Romantiker in die Bundesliga-Historie eintauchen lässt. DFL-Chef Christian Seifert kündigt im Interview mit turi2.tv am Rande des Audiovisual Media Days in München "hochwertig produzierte Formate mit den größten Spielern aller Zeiten, legendären Spielen, interessanten, spannenden, unvergesslichen Momenten" an. Zwar sei Live-TV im Fußball weiterhin der wichtigsten Kanal, dennoch muss auch der Liga-Verband feststellen, dass die non-lineare Nutzung zunimmt. Für historisches Material sei Video-on-Demand ohnehin viel besser geeignet als etwa ein eigener Bundesliga-Sender, weil der Fußbal-Fan "selber entscheidet, was er sehen möchte und wann er es sehen möchte".
 
In der Verbreitung von Live-Streaming-Apps wie Meerkat oder Periscope sieht Seifert "noch nicht die ganz große Gefahr". Dennoch ist es nicht im Interesse der Vereine, dass Fans "aus dem Stadion live auf illegale Webseiten streamen" und damit "an der Umsatzquelle sägen, die für den Club von elementarer Bedeutung ist". Gemeinsam mit den Clubs und den App-Anbietern will die DFL deshalb "darauf hin arbeiten, dass die Risiken beherrschbar sind".

turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Background)

Die Bundesliga will ohne Stehplätze, Alkohol und Gästefans in die Saison starten.


Der Zahlende muss ins Eckige: Die DFL hat heute über die Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien beraten und schlägt ein stufenweises Vorgehen vor. Die Clubs stimmten dabei weitestgehend den Vorschlägen des Präsidiums zu. Vom Start am 18. September bis mindestens Ende Oktober soll es keine Stehplätze und keinen Alkoholverkauf geben. Bis mindestens Jahresende, also die komplette Hinrunde, sollen keine Auswärtsfans zugelassen werden. Zudem sollen die Kontaktdaten aller Ticketkäufer erfasst werden. Auf eine konkrete Zahl an Fans im Stadion legen sich die 36 Profivereine nicht fest. Die Vereine sollen individuelle, auf ihr Stadion angepasste, Konzepte erarbeiten. Auf der DFL-Pressekonferenz stellt Ligaboss Christian Seifert heraus, dass die Entscheidung letztlich die Politik treffen muss: "Wir bereiten uns auf alle Möglichkeiten eines Saisonstarts vor", so Seifert. Dazu zähle sowohl ein Ligastart ohne Fans, als auch einer mit wenigen oder mehr. In 14 Tagen soll es ein finales, mit der Politik abgestimmtes Hygienekonzept für die kommende Saison geben.

Laut Seifert geht die Liga davon aus, dass sich die Rückkehr der Fans in Schritten vollziehen wird. "Wenn wir ausschließen, mit wenigen Fans zu spielen, werden wir auch nicht so schnell mit etwas mehr spielen." Seifert kritisiert bei der Pressekonferenz auch indirekt die Corona-Großdemonstration am Wochenende und ruft die Politik auf, diese „bei allem Respekt vor der Versammlungsfreiheit“ genauso kritisch zu prüfen wie andere Großveranstaltungen. Wenn großen Menschenmassen erlaubt werde, Hygienestandards nicht einzuhalten, untergrabe das Regeln des Zusammenlebens. Die Liga habe das Ziel, als positives Beispiel zu dienen.
zdf.de, kicker.de, dfl.de, turi2.de (Background)

Aus der "turi2 edition #6": Peter Turi stellt Christian Seifert vor.

Meinung: DFL-Chef Seifert ist der fußballfremde, aber emsige “Geldbeschaffer für die Klubs”.

DFL-Spitze Christian Seifert kriegt in der "FAZ" viel Lob von Michael Ashelm: Seifert habe die "Milli­ar­den­un­ter­neh­mung Bundes­li­ga erfolg­reich durch die Verwer­fun­gen der Pande­mie geführt". Zwar sei der Fußball-Manager manchmal zynisch und wirke überheblich, Ashelm porträtiert ihn aber vor alle als emsigen, wenn auch fußballfremden "Geldbeschaffer für die Klubs".
"FAZ" S. 20 (Paid)

Dynamo Dresden: Komplette Mannschaft muss zwei Wochen in Quarantäne.

Dynamo Dresden schickt seinen kompletten Kader samt Trainer- und Betreuerstab für zwei Wochen in Quarantäne. Eine dritte Testreihe hatte zwei weitere Corona-Fälle ergeben, bereits beim ersten Test wurde ein Spieler positiv getestet. Der Zweitligist teilt der DFL mit, dass der Verein für die nächsten 14 Tage nicht am Spielbetrieb teilnehmen kann. Eigentlich hätte Dynamo nach dem Wiederanpfiff der Bundesliga am 17. Mai bei Hannover 96 spielen sollen. DFL-Chef Christian Seifert sieht den Saison-Abschluss nicht gefährdet, es seien genug Puffer eingeplant. Im "Aktuellen Sportstudio" sagt Seifert: "Wir ändern nicht das Ziel, sondern die Pläne."
sportschau.de, zdf.de (23-Min-Video Seifert)

Bundesliga darf ab “Mitte Mai” wieder spielen.

Bundesliga bekommt von Bund und Ländern die Genehmigung zum Wiederanpfiff "ab Mitte Mai". Über den genauen Starttermin soll die DFL selbst entscheiden. Möglich wäre somit ein Start zum 15. Mai. DFL-Chef Christian Seifert nennt die Entscheidung "eine gute Nachricht" und appelliert an die Vereine, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben "diszipliniert umzusetzen". Der DJV kritisiert die Beschränkung auf dri Fotografen pro Geisterspiel und fordert, "eine ausreichende Zahl von Bildjournalisten" zuzulassen.
sueddeutsche.de, bild.de, spiegel.de, dfl.de (Reaktion DFL), djv.de (Kritik Fotografen)

turi2 edition #11 Fußball.

turi2 edition #11, Fußball *in schweren Zeiten. Lesen Sie hier das kostenlose E-Paper mit Volltextsuche – der Link auf Ihren Lieblinksartikel ist bequem teilbar: turi2 edition als gedrucktes Buch hier bestellen Alle Ausgaben kostenlos hier lesen Alle Videos zum Buch hier anschauen Inhalt: (bitte die Klicks immer auf... Weiterlesen ...

BVB-Boss Watzke will die Bundesligs-Saison bis Ende Juni zu Ende gespielt haben.


Schwarz-gelbe Realitätsverweigerung: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will die verbleibenden neun Spieltage der Bundesliga bis zum 30. Juni zu Ende spielen - "dafür sollten wir alles tun. Ich glaube fest daran, dass das gelingen wird", sagt er im "Bild am Sonntag"-Interview. Watzke verteidigt seine Aussagen aus der "Sportschau", bei der er vor zwei Wochen mitten in der Corona-Krise u.a. vor der Konkurrenz-Situation unter den Bundesliga-Klubs gewarnt hat. "Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa", räumt Watzke ein. Bis Ostern wird es bei Borussia Dortmund "definitiv keine Kurzarbeit" für die 850 Mitarbeiter*innen geben, verspricht Watzke.

Fußball fungiert als ein "wichtiger Kitt" der Gesellschaft, der "vom Topmanager bis zur Aushilfe alle Gruppen verbindet! Wer kann das sonst?", sagt Watzke in der "Bild am Sonntag". Der FC Bayern, Leverkusen, Leipzig und der BVB richten einen Spendentopf in Höhe von 20 Mio Euro ein. Der DFL-Vorstand um Christian Seifert soll in der Not Hilfsgelder ausschütten. Die Kritik der "Sportschau", die Summe sei zu gering, kontert Watzke: "Gerade, wenn man vom Gebührenzahler alimentiert wird, ist es immer etwas leichter so zu reden als wenn man das Geld selbst verdienen muss."

In der Not wachse die Gesellschaft zusammen - selbst für den Fall, dass Erzrivale Schalke 04 finanzielle Hilfe benötigen sollte, werde der BVB "immer Mittel und Wege finden, dies zu tun". Watzke vermisst in Zeiten der Corona-Kontaktsperre den persönliche Kontakt - "ich bin halt einfach nicht so der Telefon-Typ".
"Bild am Sonntag", Sport-Beilage S. 2-3 (Print)/E-Paper S. 62-64 (Paid)

Uefa verschiebt die Fußball-EM auf Sommer 2021, turi2 edition #11 Fußball kommt pünktlich.


Spielverlagerung: Die Uefa sagt erwartungsgemäß die Fußball-EM für 2020 ab und verschiebt das Turnier wegen der Corona-Pandemie auf Sommer 2021. Die EM soll vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2021 stattfinden, schreibt zuerst der norwegische Fußball-Verband bei Twitter. Die Verschiebung verschafft den Vereinen in der Bundesliga Luft bis zum 30. Juni, um die aktuell ausgesetzte Saison doch noch zu Ende zu spielen. DFL-Chef Christian Seifert hatte am Montag gesagt, dass nur eine Bundesliga mit Geisterspielen Vereine vor dem Ruin retten könne.

Die turi2 edition #11 über Fußball als Spielfeld für Medien und Marken wird trotz erschwerter Bedingungen am 15. Mai erscheinen. Das Buch will mit 10.000 individualisierten Ausgaben unter dem Motto #TeamHoffnung ein Zeichen dafür setzen, dass das Leben in Sport, Medien und Marketing trotz der Krise weitergeht.
zeit.de, bild.de, horizont.net, turi2.de (Background), turi2.de/edition11

Mitarbeit: Peter Turi