Zahl des Tages: Vermögen von Friede Springer steigt auf 4,1 Mrd Euro.

Zahl des Tages: Von 3,8 auf auf 4,1 Mrd Euro hat sich das Vermögen von Friede Springer binnen Jahresfrist erhöht, schätzt das "manager magazin" in seiner Liste der "1.001 reichsten Deutschen". Damit rangiert die Verlagserbin auf Platz 30. Die Verleger-Familie Bauer hat demnach 3,5 Mrd Euro angehäuft, was für Platz 38 reicht. Die Bertelsmann-Familie Mohn und die Familie von Hubert Burda liegen mit jeweils 3,2 Mrd Euro auf Platz 43. Platz 1.001 ergattert mit 0,09 Mrd Euro so gerade eben noch Thomas Gottschalk.
"manager magazin" - Sonderheft Oktober 20017, 21/22 (Paid), manager-magazin.de (Top 10)

Bild des Tages: Friede Springer feiert ihren 75. Geburtstag.


Eine Raute zum Geburtstag: Angela Merkel (rechts) schenkt der Kamera ihr schönstes Wahlkampflächeln und die obligatorische Merkel-Raute. Die Kanzlerin ist – wie mehr als 250 weitere Gäste – in Springers Journalisten Club gekommen, um den 75. Geburtstag von Verlegerin Friede Springer (links) zu feiern. Im Hintergrund sind u.a. ZDF-Chefredakteur Peter Frey, Upday-Chef Peter Würtenberger, Autor Henryk M. Broder und Sat.1-Moderator Claus Strunz zu sehen. (Foto: Springer)

Wir graturilieren: Friede Springer wird 75.


Wir graturilieren: Friede Springer feiert heute ihren 75. Geburtstag. Zur Feier ihres Ehrentages lädt die Verlegerin um 11 Uhr in den Journalisten-Club im Springer-Hochhaus ein. Sie erwartet rund 250 Gäste aus Medien, Wirtschaft und Gesellschaft. Springer-Chef Mathias Döpfner wird eine Rede auf seine Chefin halten, der Rest des Empfangs soll betont locker, ohne große Worte und dafür mit persönlichen Gesprächen verlaufen. Darüber, wie Springer den Rest ihres Geburtstages verbringt, schweigt der Verlag, Gratulationen erreichen sie per E-Mail. turi2 schenkt der mächtigsten Verlegerin im Land etwas, was selbst sie sich nicht kaufen kann: einen Eintrag ins lexikon2. (Foto: dpa)
lexikon2.de

Friede Springer dementiert Streit im Aufsichtsrat.

Friede Springer dpa2 150Friede Springer erklärt im Interview mit dpa-Chef Sven Gösmann, warum die Umwandlung zur Kommanditgesellschaft auf Aktien - ein Weg, neue Gesellschafter mit verminderten Stimmrechten an Bord holen zu können - abgesagt wurde: Weil andere Aktionäre dies nicht wollten und sie selbst "auch kein gutes Gefühl" dabei hatte, so Friede Springer. Zu dem Thema habe es, entgegen anderslautender Medienberichte, nie "Streit oder auch nur Meinungsunterschiede" gegeben.
horizont.net, turi2.de (Background KGaA)

Springer/ProSieben: Friede Springer will die Kontrolle behalten.

friede springer 150Springer will bei einer möglichen Fusion mit ProSiebenSat.1 die Hosen anbehalten. Obwohl sich der Verlag "grundsätzlich zu Marktspekulationen nicht äußert", teilt er mit, dass die Axel Springer SE weiter an einer Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien arbeite, um der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik und ihrer Hauptaktionärin Friede Springer den Einfluss auf das Unternehmen zu sichern.

Als Juniorpartner sieht sich der Konzern also nicht. Dass Springer in den Verhandlungen die Kontrolle über ProSiebenSat.1 gewinnen könnte, ist aber ebenso unwahrscheinlich. Womöglich laufen die Gespräche auf einen von Springer kontrollierten Teil-Konzern hinaus.
axelspringer.de, turi2.de (Background)

Die KKR-Manager Huth, Freise und Kayser kommen in den Springer-Aufsichtsrat.


Drei Engel für Axel: Springer sortiert seinen Aufsichtsrat um und gewährt KKR wie zuvor bereits spekuliert wurde drei Posten: Neu in das weiterhin neunköpfige Gremium stoßen Johannes Huth, 59, Philipp Freise, 46, und Franziska Kayser, 32. Sie ersetzen Alexander Karp, 52, Iris Knobloch, 56, und Nicola Leibinger-Kammüller, 60. Ralph Büchi, 62 bleibt Vorsitzender. Auch Friede Springer, 77, als Vize sowie Oliver Heine, 57, Ulrich Plett, 62, Wolfgang Reitzle, 70, und Martin Varsavsky, 59, behalten ihre Posten.

Johannes Huth ist Leiter von KKR in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. Philipp Freise ist Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts bei KKR. Beide sind zudem KKR-Partner. Franziska Kayser verantwortet bei KKR als Director Private Equity die Schwerpunkte Technologie, Medien und Telekommunikation.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

“Bild” erscheint zum Nikolaus mit Gratis-Sonderausgabe.

Bild steckt zum Nikolaus wieder ungefragt Zeitungen in die Stiefel Briefkästen. Eine 20-seitige Sonderausgabe erscheint morgen als Beilage der "Bild"-Regionalausgaben und der "B.Z.", zudem verteilt Springer über 2 Mio Gratis-Exemplare an Haushalte in den Großstädten des Landes. Im Blatt sprechen u.a. Verlegerin Friede Springer und Schauspielerin Uschi Glas über ihr soziales Engagement, Moderatorin Verona Pooth und Sänger Heino backen Weihnachtsplätzchen.
axelspringer.com

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet den Umbruch bei Springer.

Video-Tipp: Daniel Bouhs und Jon Mendrala fassen in ihrem Beitrag für "Zapp" die aktuellen Entwicklungen bei Springer zusammen. Zu Wort kommen Ex-Mitarbeiter und Beobachter des Konzerns. Fazit: Zwar bemühen sich Mathias Döpfner und Friede Springer, den klassischen Journalismus zu erhalten, dennoch werde es für viele traditionelle Journalisten bald keinen Platz mehr bei Springer geben.
ndr.de (6-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat: Die “Welt” hatte nie eine “unbedingte Bestandsgarantie”.

"Eine unbedingte Bestandsgarantie für die "Welt" ist doch ein Mythos. Unter dem Börsenregime stand sie quasi jedes Quartal zur Disposition."

Springer-Boss Mathias Döpfner will das Blatt dennoch behalten, wie auch KKR-Deutschlandchef Johannes Huth und Friede Springer im Triumvirats-Interview mit der "Süddeutschen" betonen. Sie liebe die "Welt" mehr als die "Bild", sagt Friede Springer in dem Gespräch.
sueddeutsche.de (Paid)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

Springer-Enkel verkaufen einen Teil ihrer Aktien an KKR.


(K)ein Enkeltrick: Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer, Enkel des Verlagsgründers Axel Springer, verkaufen für 250 Mio Euro einen Teil ihrer Aktien an KKR. Sie entsprechen etwa 3,7 % des Grundkapitals der Axel Springer SE.

Künftig bleiben die Springer-Enkel mit rund 6 % am Unternehmen beteiligt, sie sind "vom unternehmerischen Konzept" des KKR-Einstiegs überzeugt. Da Friede Springer und Vorstandschef Döpfner ihre Anteile behalten, kann KKR rechnerisch nicht die Mehrheit am Konzern übernehmen. Die Kartellbehörde muss den KKR-Einstieg noch zustimmen.
dwdl.de, presseportal.de, handelsblatt.com

Mitarbeit: Benjamin Horbelt

Springer-Bieter KKR will “Welt” nur unter Bedingungen fortführen.

Die Welt ist nicht genug? Der an Springer interessierte Finanzinvestor KKR knüpft die Fortführung der "Welt" und "Welt am Sonntag" in den Angebotsunterlagen an wirtschaftliche Bedingungen, schreibt "FAZ". Zwar hätte KKR mit den Großaktionären Friede Springer und Mathias Döpfner vereinbart, die "Welt"-Gruppe fortzuführen - dies stehe allerdings unter der Voraussetzung einer "angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation". Von der "Bild"-Gruppe, die als lukrativer gilt, sei keine Rede.

Das Angebotsdokument befasse sich in der entsprechenden Passage mit der "Welt"-Gruppe mit der Tageszeitung "Welt", der "Welt am Sonntag", den digitalen Angeboten sowie dem Fernsehsender. Im Gespräch mit turi2 kontert Springer-Sprecherin Bianca-Maria Dardon: "Die vertragliche Vereinbarung mit KKR beinhaltet ein klares Bekenntnis zur "Welt"-Gruppe. Damit bleibt die "Welt" ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie von Axel Springer." Aufgrund kaufmännischer Erwägungen gelte "wie bisher auch" der Vorbehalt einer "angemessenen Ertragslage".
faz.net, turi2.de (Background), turi2 - eigene Infos

Springer schließt Deal mit KKR, Investor bietet 12 % Aufschlag.


Der Deal steht: Der Investor KKR startet die Übernahme der börsengelisteten Springer-Aktien. KKRs Fonds-Vehikel Traviata bietet Springer-Aktionären 63 Euro pro Aktie. Zum Börsenschluss am Dienstag waren die Papiere je 56 Euro wert, ein Aufschlag von 12 %. Springers Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen den "strategischen und finanziellen" Partner. Springer hatte die Gespräche mit KKR Ende Mai bestätigt. Der Medienkonzern erhofft sich davon frisches Geld für das "langfristige Wachstum und die Investitionsstrategie". Springer "möchte ein weltweit führender Anbieter von digitalem Journalismus und digitalen Rubrikenangeboten werden" - und muss Beobachtern zufolge vor allem die digitalen Rubrikenangebote gegen die Konkurrenz der Tech-Plattformen positionieren, etwa durch weitere Zukäufe.

Die Beteiligungsgesellschaften von Verlagserbin Friede Springer und Verlagsboss Mathias Döpfner behalten ihre Anteile. Friede Springer (42,6 %) und Mathias Döpfner (2,8 %) besitzen zusammen nur 45,4 %. Deshalb regelt der Deal mit KKR, dass "keine Entscheidungen auf Gesellschafterebene ohne die Zustimmung von Friede Springer getroffen werden können".

Kritiker sehen Risiken für das Geschäft mit gedruckten Zeitungen, Digital-Versteher Sven Schmidt sieht Vorteile vor allem für Döpfner, etwa durch höhere Boni. Er fände einen Spinoff des Rubrikengeschäfts zielführender.
presseportal.de, turi2.de (Zeitungen), turi2.de (Sven Schmidt)

Gründer und Digitalexperte Sven Schmidt kritisiert Mathias Döpfners KKR-Deal scharf.


Ohr-Feige: Mathias Döpfner, Vorstandschef und Kleinaktionär bei Springer, bekommt im Podcast seines Kooperationspartners Philipp Westermeyer ordentlich auf die Löffel. Westermeyers Buddy & Digital-Versteher Sven Schmidt (Foto, links) kritisiert den bevorstehenden Einstieg des US-Finanzinvestors KKR bei Springer scharf: Er nütze eher dem Springer-Gesellschafter Döpfner als der Verlegerin Friede Springer.

Schmidt, der als Gründer- und Investoren-Urgestein in der Branche hoch angesehen ist, wirft Döpfner vor, den "logischsten Schritt" nicht gegangen zu sein: Um für Springer neues Geld für große Deals wie den Kauf des Ebay-Kleinanzeigengeschäfts zu besorgen und trotzdem Friede Springers Hoheit über das publizistische Geschäft zu wahren, hätte Döpfner, so Schmidt, das rendite- und wachstumsstarke, aber umkämpfte Rubrikengeschäft für Jobs, Autos und Wohnungen "als Spin-off" ausgliedern und zur "reinen Kapitalbeteiligung" für Springer machen sollen.

Den Finanzinvestor KKR in die Kernfirma Springer zu holen, sei nicht die beste Lösung. Döpfner fürchte, so Schmidt, bei der Ausgliederung der sogenannten Classifieds Media wohl einen persönlichen Machtverlust und erwarte für sich persönlich durch den Einstieg von KKR "wahrscheinlich" höhere Boni.

Schmidt, seit Jahrzehnten erfahren im Venture-Geschäft, kritisiert außerdem, dass Döpfner sich nicht heftiger gegen den Einstieg von Google ins Geschäft mit Stellenanzeigen wehrt. Es sei an der Zeit, dass "Döpfner sich endlich mal aufregt" und "Bild" und "Welt" gegen den "Missbrauch der Marktmacht" von Google in Stellung bringt.
soundcloud.com (ab Minute 13.20)

Rückzug von der Börse: Springer bestätigt Gespräche mit Investor KKR.


Springer spricht: Der Konzern plant den Rückzug von der Börse und verhandelt dafür über eine strategische Beteiligung mit dem US-Investor KKR. Gemeinsam mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner wolle KKR die restlichen Springer-Aktien aufkaufen. Die Anteile, um die es geht, sind an der Börse 2,66 Mrd Euro wert.

KKR ist ohnehin auf Deutschland-Einkaufstour: Zuletzt hat der Investor u.a. die Produktionsfirma von Günther Jauch übernommen und baut mit Fred Kogel eine Fernseh- und Film-Produktion aus der Tele München Gruppe auf.
bloomberg.com, spiegel.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Diekmann, Springer und Mathias Döpfner sitzen auf der Couch.


Auf der Couch: Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann, Verlegerin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner sitzen in der Kunsthalle Rostock bei der Eröffnung der Ausstellung bildRAUM auf der Couch vor dem bekannten "Bild"-Kunstwerk von Jens Lorenzen aus dem Chefbüro der "Bild". Besucher können es ihnen ab heute nachtun. (Foto: Bernd Wüstneck / dpa / Picture Alliance)

Spiegel, Steffen Klusmann, Claas Relotius – die meistgeklickten Newsletter-Links im Dezember 2018.


Klickmeister: Der "Spiegel", die Causa Relotius und daraus resultierende Personalien an der Hamburger Ericusspitze dominieren die meistgklickten Links im turi2-Newsletter im Dezember 2018. Auch Sophia Thomallas Sympathie für Helene Fischer und eine Neuauflage von "Kevin allein zu Haus" schaffen es in die Top 10 - garantiert nicht gefälscht. weiterlesen...

“Horizont”: Jan Bayer soll Business Insider zur stärksten Springermarke ausbauen.


Die Zukunft des Zeitungsverlags: Mathias Döpfner wird "Friede Springers starker Mann im Hintergrund", Jan Bayer sein Nachfolger, glaubt Ulrike Simon. Springer baue gerade für die Zukunft vor, werde Döpfner zu gegebener Zeit in den Aufsichtsrat versetzen und Business Insider zur wichtigsten internationalen Marke ausbauen.

Der Konzern wolle damit das Risiko einer erlösschwächelnden "Bild" minimieren. Business Insider sei in Deutschland bisher zwar kein Dickschiff, könne es aber werden, z.B. durch einen Umzug von Karlsruhe nach Berlin. Simon glaubt, dass es Jan Bayers Aufgabe werde, Business Insider international zur wichtigsten Springer-Marke auszubauen.
"Horizont" 49/2018, S. 1 (Paid), turi2.de (Background)

Springer-Enkel übernehmen ihre Anteile direkt.

Springer: Die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, Hauptgesellschafter der Axel Springer SE mit bisher 47,3 %, ändert ihre Besitzstruktur. Axel Springers Enkel Axel Sven und Ariane Springer scheiden aus Erbengemeinschaft aus und übernehmen 7,36 % bzw. 2,36 % an der SE persönlich. Die Gesellschaft für Publizistik hält nun 38 % an der SE, Friede Springer ist Alleingesellschafterin. Sie besitzt weitere 5,1 % an der SE direkt.
axelspringer.com

Springer erwägt eine Kapitalerhöhung, schreibt das “manager magazin”.

Springer prüft eine Kapitalerhöhung, schreibt das "manager magazin". Damit könne sich der Medienkonzern für Zukäufe rüsten. Im Fall einer Kapitalerhöhung werde Haupteignerin Friede Springer neue Aktien zeichnen und ihre Mehrheit absichern. Die Entscheidung über die mögliche Kapitalerhöhung könne bereits diese Woche fallen. Springer-Chef Mathias Döpfner sagt dem "manager magazin", es sei wahrscheinlicher, dass Springer mehrere kleine Übernahmen tätigt als eine große.
manager-magazin.de

Springer, Döpfner, Aust, Hanks und Spielberg sprechen in der “WamS” über Pressefreiheit.

Aufeinandertreffen: Friede Springer, Mathias Döpfner, Stefan Aust, Tom Hanks und Steven Spielberg sprechen in der "Welt am Sonntag" auf vier Seiten über die Pressefreiheit. Anlass ist Spielbergs neuer Film "Die Verlegerin", der von "Washington Post"-Verlegerin Katherine Graham und der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere handelt. Laut den Gesprächspartnern muss die Presse heute mehr für ihre Freiheit kämpfen als damals, insbesondere weil der wirtschaftliche Druck stärker sei.
"Welt am Sonntag", S. 11-14, welt.de (Paid)

“Bilanz”: Ralph Dommermuth vermehrt sein Vermögen besonders schnell.

Ralph Dommermuth, Gründer und Chef von United Internet, ist unter den fünf reichsten Deutschen, die im vergangenen Jahr ihr Vermögen am meisten vermehren konnten, errechnet das Springer-Blatt "Bilanz" in seinem Ranking der 1.000 reichsten Deutschen. Dommermuth soll sein Vermögen um 0,55 Mrd Euro gesteigert haben und mit nun 4,35 Mrd Euro Platz 29 der Superreichen belegen. Einen Platz vor ihm liegt Friede Springer mit 4,4 Mrd Euro.
"Bilanz", S.10-79 (Steigerungen S. 21) (Paid)

Bild des Tages: Die drei von der Baustelle.



Luftdicht verpackt
in einer Kapsel aus Edelstahl deponieren Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Friede Springer und Mathias Döpfner einige Erinnerungen im Grundstein des Neubaus von Axel Springer. Am 105. Geburtstag von Gründer Axel Springer starten die Bauarbeiten für das neue Bürogebäude offiziell, Ende 2019 soll der Bau fertig sein. Über der Zeit(ungs)kapsel werden dann 3.500 Menschen vor allem digital arbeiten. (Foto: Monika Skolimowska/dpa/Picture Alliance)
axelspringer.com, bild.de (Background Grudstück)

Zitat: Jörg Kachelmann wünscht sich fairen Umgang der Medien mit Kai Diekmann.

kachelmann150"Die Frage ist, wie sich die kleinen People-Magazine verhalten, deren Chefredakteure nicht mental davon abhängen, in der Elbphilharmonie fünf Plätze schräg hinter Friede Springer sitzen zu dürfen."

Jörg Kachelmann sieht die Gefahr, dass gerade kleinere Yellow-Blätter die Vorwürfe gegen Kai Diekmann für einen Scoop ausschlachten könnten.
taz.de (Interview), turi2.de (Background)

Mathias Döpfner kauft Springer-Aktien für 13 Mio Euro.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner stärkt seine Position als Springer-Aktionär: In der vergangenen Woche habe Döpfner Aktien für mehr als 13 Mio Euro gekauft, berichtet Ulrike Simon. Inklusive der neuen Aktien hält der Springer-Vorstandschef nun 3,07 % am Konzern. Mit dem Investment setze Döpfner gleich mehrere Signale, so Simon: an die Mitarbeiter, an die Analysten, an bestehende und künftige Aktionäre und vor allem an Mehrheitsaktionärin Friede Springer.
rnd-news.de

Zweckpessimismus treibt Mathias Döpfner an.

Mathias Döpfner Mai 2015 Swissmediaforum 600
War als Kind schon Chef: "Zweckpessimismus" und Selbstzweifel treiben Springer-Chef Mathias Döpfner an. Extremer Druck führt bei ihm zu "maximaler Konzentration und Kraft", sagt Döpfner im Gespräch von Lorenz Wagner im "SZ-Magazin". Sein Erfolgsrezept: "Ich habe einfach gesagt, was ich vorhabe, und das dann gemacht." Intriganten hätten seine Handlungen immer falsch prognostiziert, weil sie nicht damit gerechnet hatten, "dass einer wirklich meint und tut, was er sagt", so Döpfner. Seine "hilfreichste Fehlentscheidung" war der Aufbau des Postdienstleisters PIN, mit dem Springer 500 Mio Euro versenkt hat. Sie bescherte Döpfner die Erkenntnis, "konsequent von allem die Finger zu lassen, sobald ich ein schlechtes Gefühl habe". Außerdem war schon Klein-Mathias beim Spielen mit Freunden ein Entscheider: "Denn wenn ich etwas entscheide, so fand ich, ist das Resultat oft besser, als wenn andere entscheiden."

Für digitalen Journalismus sieht Döpfner "alle Chancen, besser zu sein als der analoge". Von den heutigen Verlagen jedoch "werden nur wenige überleben, und ich hoffe, dass wir dabei sind", prognostiziert der Springer-Boss. Dennoch ist Döpfner optimistisch: "Der Geist bestimmt die Materie, nicht umgekehrt. Journalisten und Verleger werden sich doch von ein bisschen Technologie-Fortschritt nicht den Schneid abkaufen lassen."

Auch über sein Verhältnis zu Friede Springer spricht Döpfner: "Eine schöne persönliche Freundschaft, die wir sauber vom Beruflichen trennen". Von der Umwandlung des Verlags in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien sei Friede Springer anfangs "begeistert" gewesen. Nach Gerüchten, sie wolle damit die Macht an sich sich reißen, habe sie "die Lust an diesem Projekt verloren" und "erleichtert" reagiert, als der Vorstand den Plan auf Eis legte, so Döpfner. "Andere Interpretationen sind Missverständnisse oder Erfindung".

Im ausführlichen und sehr persönlichen Interview erfahren die "SZ-Magzin"-Leser des weiteren, dass Döpfer seine Größe immer "unangenehm" war und sein Interesse für Literatur und Musik ihn nicht davor bewahrt hat, "beim Fußball immer als Letzter gewählt" zu werden. Dresscodes fand er "schon mit 18 spießig" und trägt Krawatten seit seiner Zeit als Musikstudent als "Geste der Unangepasstheit".
"SZ-Magazin" 24/2016 (Paid), turi2.de (weitere Zitate)

Hardenberg Consultum ist zahlungsunfähig.

Hans Erich Bilges 150Beratungsfirma Hardenberg Consultum hat Insolvenz angemeldet. Hinter der Firma stand bis vor Kurzem noch Isa Gräfin von Hardenberg, eine Freundin von Friede Springer. Als Geschäftsführer wirkt Hans-Erich Bilges, der früher Mitglied der "Bild"-Chefredaktion war. Die Firma ist erst vor knapp einem Jahr aus einem Zusammenschluss von Hardenberg Consultum und Consultum Communications entstanden, wollte zuletzt "Veranstaltungsformate" entwickeln und bietet sich als Verlagsberater an.
kress.de

Update 14.20 Uhr:
Hans-Erich Bilges erklärt die Insolvenz von Hardenberg Consultum mit "Bewältigung von vorhandenen Event-Altlasten". Erhoffte Synergieeffekte durch den Zusammenschluss von Consultum Communications und Hardenberg Concept hätten sich nicht ergeben. Das Veranstaltungsgeschäft werde weitergeführt, das Beratungsgeschäft entwickele sich gut und werde ausgebaut.
kress.de (Erklärung im Wortlaut)

Dommermuth ist Medien-Krösus – Mohn und Springer gleichauf.

Ralph Dommermuth-150Ralph Dommermuth ist mit 4,2 Mrd Dollar laut Forbes-Liste der reichste deutsche Medienunternehmer. Der United-Internet-Chef Dommermuth steht auf Rang 358, Bertelsmann-Eigentümerin Liz Mohn und Friede Springer folgen mit 3,4 Mrd Dollar gleichauf auf Platz 477. Krösus unter den Medienmachern ist Amazon-Gründer Jeff Bezos mit 45,2 Mrd Dollar Vermögen – Platz 5 direkt vor Mark Zuckerberg.
meedia.de, forbes.com

“Spiegel” schreibt über das Verhältnis zwischen Springer und Merkel.

Friede Springer dpa2 150Friede Springer: Der "Spiegel" breitet das Verhältnis zwischen der Verlegerin von "Bild" und "Welt" und Bundeskanzlerin Angela Merkel aus. Das Magazin zitiert aus persönlichen Schreiben Springers an die Kanzlerin, in denen die Verlegerin sich - in den zitierten Fällen vergeblich - für Projekte von Freunden einsetzt, etwa um Merkel als Rednerin zu gewinnen. Außerdem druckt das Magazin eine Einladung zum 70. Geburtstag Springers, die Merkel absagen musste, dafür aber einen Ersatztermin fand.

Auch Merkels Ehemann Joachim Sauer ist mit Springer verwoben: Er sitzt im Kuratorium der Friede Springer Stiftung und erhält dafür 10.000 Euro pro Jahr. Würde die Stiftung irgendwann Springer-Anteile kaufen, schreibt Autor Sven Becker, "fände sich der Ehemann der Kanzlerin womöglich in einer ziemlich mächtigen Funktion" wieder.
"Spiegel", 15/2016, S. 34 (E-Paper)

“manager magazin” sieht Döpfner bei Springer “entzaubert”.

Die Entzauberung Döpfner Springer Friede war mit ihm: Mathias Döpfner, Vorstandschef der Axel Springer SE, hat nicht mehr das volle Vertrauen der Springer-Verlegerin Friede Springer. Das behaupten zumindest Lutz Meier und Gisela Maria Freisinger in einer siebenseitigen Story im aktuellen manager magazin. Friede folge ihrem obersten Manager "nicht mehr brav in allem". Grund dafür seien nicht zuletzt "private Verwicklungen": Das Ehepaar Döpfner habe sich "kürzlich getrennt", die Scheidung "scheint absehbar", berichtet das "manager magazin". Statt Kinderpsychologin Ulrike sei jetzt Industrieerbin und Kunstsammlerin Julia Stoschek angesagt.

Friede Springer sei nach dem öffentlich gewordenen Streit um die Gesellschaftsform und die Rolle einer Stiftung "extrem nervös, ja regelrecht verzweifelt", schreiben Freisinger und Meier unter Berufung auf "Freunde und Bekannte". Springer sei von dem "Urversprechen Döpfners, aus Geist Geld zu machen" zudem "weit entfernt". Döpfner spiele "mit hohem Einsatz", bisher seien Döpfners Wetten "meist aufgegangen", aber derzeit seien ihm "die Dinge aus der Hand geglitten".

Gespickt ist der Artikel mit geschmäcklerischen Spitzen gegen Döpfners Lebensstil, der von einem "Hang zum Ornament und Imperialen" bestimmt sei. Die Autoren konstatieren dem "Ehrgeizling" Döpfner eine "sorgfältig gezimmerte großbürgerliche Idylle mit einem Schuss nonkonformistischer Flamboyance". Seine private Kunstsammmlung sei "eklektizistisch, unkonventionell", widme sich vor allem der "Erotik der Frau". Ein irritierter Besucher soll gesagt haben: "Man blick dort in Tausende Vaginen."
"manager magazin", 4/2016, S. 108-114 (Paid)

“FAZ”-Autor reagiert auf Friede-Springer-Interview.

friede-springer150FAZ schießt gegen Friede Springer zurück: Wirtschaftsredakteur Carsten Knop reagiert auf das dpa-Interview der Verlegerwitwe, in dem sie explizit die Berichterstattung der "FAZ" kritisiert. Begriffe wie "Machtübernahme" und "Putschversuch" hatte nach dem "FAZ"-Bericht aber nur das "Handelsblatt" verwendet. Ob Springer "schon immer" zwei getrennte Welten zwischen Stiftung und Unternehmen wollte, kommentiert Knop mit "Wer weiß". Bei Springer sei "nicht alles so, wie es scheint", manches Gesagte müsse auch nicht wirklich oder "fast gar nicht" stimmen.
FAZ, S. 19 (Paid), kress.de, turi2.de (Background)

Springer-Vertraute Karin Arnold gründet eigene Kanzlei.

Karin Arnold, RechtsanwältinKarin Arnold, Vertraute von Friede Springer, die als Stiftungsvorstand der Friede-Springer-Stiftung im Gespräch ist, macht sich selbständig. Im März verlässt Arnold die Kanzlei Morrison & Foerster und will sich mit einer eigenen Kanzlei spezialisieren, berichtet der juristische Fachdienst juve.de. Der Plan bestehe schon länger und stehe in keinem direkten Zusammenhang mit ihrer möglichen Rolle bei Springer, so Juve.
juve.de via "FAZ", S. 26 (Paid), turi2.de (Background)

“FAZ”: Erbstreit bei Springer.

friede springer 600
Axels Vermächtnis: Friede Springer, 73, möchte ihre knapp 50 % am Springer-Konzern offenbar in eine Stiftung überführen, stößt dabei aber auf Widerstand in Aufsichtsrat und Vorstand, berichtet die "FAZ". Carsten Knop und Holger Steltzner schreiben, dass - geht es nach Springer - die neue starke Frau an der Spitze der geplanten Stiftung die Rechtsanwältin und Notarin Karin Arnold aus Berlin werden soll. Sie gilt als langjährige Freundin und engste Beraterin Springers. Der Widerstand in Aufsichtsrat und Vorstand richte sich vor allem gegen die Machtfülle, mit der Arnold als Stiftungschefin ausgestattet wäre. Laut "FAZ" lehnt selbst Springers getreuer Konzernlenker Mathias Döpfner den Plan ab, weil Arnold etwa in die Besetzung von Vorstandsposten eingreifen könnte.

Der Verlag laboriert seit Längerem an seiner Aufstellung für die Zukunft. Erst Ende vergangener Woche hatte der Konzern das lange angekündigte Vorhaben beerdigt, sich eine neue Rechtsform zu geben und statt als europäische Aktiengesellschaft künftig als Kommanditgesellschaft auf Aktien zu firmieren. Der Plan war vor dem Hintergrund der geplatzten Fusion mit ProSiebenSat.1 entstanden, um Friede Springer die Macht im Konzern zu sichern. (Foto: dpa)
faz.net, turi2.de (Background)