Wir graturilieren: Hans Demmel wird 64.


Wir graturilieren: Hans Demmel, Vorsitzender des Privatsender-Verbandes Vaunet, wird 64. Er feiert "Corona-bedingt brav zuhause, wie es sich in diesen Tagen gehört". Angesichts der Krise, blickt Demmel demütig auf das vergangene Jahr: "Alles, was vor dem Virus war, ist aus heutiger Sicht sehr wertvoll gewesen." Für das neue Lebensjahr wünscht er sich "ein möglichst glimpfliches Ende der Pandemie und das Überleben vieler kleiner Medien- und Produktionsunternehmen". Zum Geburtstag ist jede Gratulation willkommen - "außer von hustenden Menschen an der Haustür". Mit dem nötigen Sicherheitsabstand klappt beispielsweise ein Gruß über Linked-In.

Hans Demmel

Status: Hans Demmel ist als Vorsitzender des Privatmedien-Verbandes Vaunet Deutschlands wichtigster Privatfunk-Lobbyist. Geboren am 30. März 1956 in Wagrain Bio: Aufgewachsenen an der Grenze zwischen Bayern und Tirol ist Hans Demmel leidenschaftlicher Skifahrer. Er volontiert beim “Oberbayerischen Volksblatt”, zum Fernsehen kommt er 1979 als Redakteur und Reporter beim... Weiterlesen ...

Zitat: Lasst die Dinos aussterben, sagt Hans Demmel.

"Einfach draufsatteln wie gehabt und möglichst viele Dinosaurier weiterhin durchfüttern ist der falsche Weg."

Hans Demmel, Chef von n-tv und Vaunet-Vorsitzender, schreibt in einem Gastbeitrag in der "FAZ", die Öffentlich-Rechtlichen bräuchten einen neuen Auftrag, der z.B. "in der Regel anspruchsvolle Sendungen" vorschreibt und das Gesamtangebot reduziert.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Zitat: Hans Demmel wundert sich über das Framing-Gutachten der ARD.

"Dass ausregerechnet die wortgewaltige ARD mit Beitragsgeldern Nachhilfeunterricht nimmt, wie sie ihre eigenen Botschaften richtig 'framen' kann, mutet schon mehr als kurios an."

Hans Demmel, Chef von n-tv und Vaunet-Vorsitzender, findet, die ARD sollte nicht nur das Weltgeschehen, sondern auch in eigener Sache überzeugend kommunizieren können.
vau.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Zitat: ARD und ZDF haben ein zu großes Angebot an Unterhaltung, kritisiert Hans Demmel.

"Eines Tages werde ich Alexa fragen: Was gibt es heute in der ARD außer Krimis – und dann wird da Schweigen herrschen."

Hans Demmel, Chef von n-tv, sieht die Privatsender beim Thema Bewegtbild sowohl von US-Riesen wie Facebook, YouTube und Co als auch vom "überbordenden" Angebot bei ARD und ZDF bedroht.
wiwo.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Zitat: Hans Demmel hält nichts von längeren Einstellzeiten in den Mediatheken.

"Die 'Verlängerung von Einstellzeiten' ist keine Therapie, sondern eine Fehlbehandlung."

Hans Demmel, Vorstandschef der Privatfunk-Lobby Vaunet, glaub nicht, dass die Akzeptanz von ARD und ZDF steigt, wenn Inhalte länger in Mediatheken sind. Im Interview mit "promedia" spricht er stattdessen von Wettbewerbsnachteilen für die Privatwirtschaft.
medienpolitik.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Facebook wird vollgepumpt": Hans Demmel will ARD und ZDF im Netz einschränken

Zitat: Hans Demmel lehnt eine Indexierung des Rundfunkbeitrags ab.

"Eine Indexierung würde die fehlende Balance zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Angeboten weiter verstärken."

Hans Demmel, Vorstandschef der Privatfunk-Lobby Vaunet, findet eine Anpassung des Rundfunkbeitrags an die Teuerungsrate nicht sinnvoll, da sie ARD und ZDF zu wenig zum Sparen zwingen würde.
dwdl.de, turi2.de (Background)

“Facebook wird vollgepumpt”: Privatfunk-Chef Hans Demmel will ARD und ZDF im Netz einschränken.


Mehr Zurückhaltung, bitte: Den privaten Sendern in Deutschland sind die Social-Media-Angebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio ein Dorn im Auge. "Facebook wird vollgepumpt", kritisiert Hans Demmel, Vorstandschef des VPRT, im Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Wir zahlen Gebühren dafür, dass Facebook im Umfeld Werbegelder einnimmt." Demmels Appell zur Zurückhaltung ist dringend: Heute beraten die Ministerpräsidenten über den neuen Telemedienauftrag.

Demmel verlangt von den Öffentlich-Rechtlichen, Facebook nur als Werbekanal zu nutzen. Auch die privaten Sender versuchten, Facebook-Nutzer auf die eigenen Seiten zu lotsen statt Programm exklusiv für die Plattformen zu machen. Öffentlich-rechtliche Journalisten dürften nicht verpflichtet werden, Facebook voll zu pumpen und einen US-Konkurrenten stärker zu machen. "Ein ausgeglichenes Spielfeld – mehr wollen wir gar nicht", sagt Demmel, im Hauptjob Geschäftsführer von n-tv, am Rande des Deutschen Medienkongress.

Er beobachtet, wie sich in Deutschland eine Opposition gegen das Mediensystem formt. Demmel schätzt, dass in einer Abstimmung heute ein Viertel der Deutschen gegen den Rundfunkbeitrag stimmen würden. Aus staatsbürgerlicher Sicht für ihn kein guter Zustand. Darum verlangt er Reformen und eine Besinnung auf den Kernauftrag. Doch den verlören die Sender oft aus dem Blick: Höherklassige Dokus würden immer häufiger im Nachtprogramm verschwinden oder auf Spartensender abgeschoben.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2.tv)

n-tv-Chef Hans Demmel glaubt an den Journalismus.

"Für Premiumjournalismus werden weiterhin journalistisch gut ausgebildete Menschen gebraucht. Die Sportberichterstattung aus der Dritten Bundesliga kann vielleicht automatisiert erfolgen, aber über die Erste Bundesliga werden immer Menschen berichten."

Hans Demmel, Chef von n-tv, sorgt sich zum 25. Sender-Geburtstag nicht um den Journalismus. Angst hat er nur davor, dass "wir mit all unseren Bemühungen" einige Menschen nicht mehr erreichen.
"Handelsblatt", S. 26/27 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Zitat: n-tv-Chef Hans Demmel appelliert an Sorgfaltspflicht von Journalisten.

"Wenn man wie ich eine Ausbildung bei einer Lokalzeitung gemacht hat und in einer Reportage den Vornamen des Besitzers des größten Metzgereibetriebs und gleichzeitig des größten Werbekunden falsch schreibt, dann wird man relativ schnell darauf hingewiesen, was Sorgfaltspflicht ist."

Hans Demmel, Chef von n-tv, weiß, dass Journalisten durch soziale Netzwerke heute stark unter Beobachtung stehen und Fehler daher noch mehr vermeiden sollten.
dwdl.de

Zitat: n-tv-Chef Hans Demmel kritisiert die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF.

"Reichweite kann nicht Rechtfertigung für jede Form von öffentlich-rechtlichem Angebot sein."

n-tv-Chef Hans Demmel stellt bei wuv.de sein neues Senderdesign vor. Das Interview nutzt er für einen Seitenhieb Richtung ARD und ZDF, die sich seiner Meinung nach derzeit "massiv im Netz und in Mediatheken" ausbreiten.
wuv.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Zitat: VPRT-Chef Hans Demmel hat wenig Hoffnung auf weniger Werbung bei ARD und ZDF.

Hans_Demmel_150"Die Erfolgsaussichten von Projekten, bei denen den Fröschen das Trockenlegen ihres Teiches angetragen wird, sind erfahrungsgemäß eher begrenzt".

n-tv-Chef und Privatfunk-Lobbyist Hans Demmel wünscht sich eine gesetzliche Werbereduzierung bei ARD und ZDF, anstatt die Intendanten selbst einen Vorschlag erarbeiten zu lassen.
dwdl.de

Hans Demmel kandidiert für VPRT-Vorsitz, Claus Grewenig nimmt den Hut.

Hans Demmel n-tv 2015-600Stühlerücken beim VPRT: n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel stellt sich zur Wahl des Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführer Claus Grewenig verlässt den Verband. Der VPRT muss durch den Weggang Tobias Schmids seinen Vorstandsvorsitz ab 2017 neu vergeben und plant dafür laut Ulrike Simon offenbar Demmel ein, der bei der nächsten Mitgliederversammlung im September turnusmäßig gewählt werden soll.

Claus Grewenig verlässt den Verband und folgt auf Tobias Schmids Posten bei der Mediengruppe RTL, er leitet ab Januar 2017 den Bereich Medienpolitik. Der Jurist arbeitete 15 Jahre für den VPRT und ist damit laut RTL-Chefin Anke Schäferkordt "mit den aktuellen medienpolitischen Herausforderungen privater Medienunternehmen bestens vertraut".
horizont.net, presseportal.de (Claus Grewenig), turi2.de (turi2.tv-Interview mit Hans Demmel)

turi2.tv: n-tv-Chef Hans Demmel über den mobilen Push fürs alte Fernsehen.


Klassische TV-Nachrichten erleben durch Apps einen Push, sagt n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel im Branchenfernsehen turi2.tv. Wenn die Online-Redaktion eine Eilmeldung aufs Handy schickt, verdoppeln oder verdreifachen sich danach häufig die Zuschauerzahlen im klassischen Fernseh-Programm, weil die Menschen dort nach Informationen suchen. "Die Systeme ergänzen sich gegenseitig", sagt Demmel.

Die Info-Programme im Fernsehen gehörten so sehr zum Alltag der Deutschen, dass Demmel keine Angst vor Reichweiten-Verlusten plagen. Redaktionen müssten aber verstehen, dass sich der News-Flow umkehrt: "Nachrichten waren ein Gut, das man suchen musste. Jetzt ist es ein Gut, das zu uns kommt." Online arbeite n-tv darum Mobile First und 24 Stunden, weil die Nutzerzahlen ab 5 Uhr morgens steil in die Höhe schießen: "Die Arbeit für die Frühphase beginnt um Mitternacht."

Auch im digitalen Wandel kultiviert der frühere Zeitungsredakteur Demmel seinen persönlichen Print-Konsum. "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel" liest er immer gedruckt - allein wegen des "haptischen Vergnügens". Ab und zu kommt auch die "FAZ" auf den Tisch, nur ab und zu "Die Welt". N24 beobachtet Demmel pflichtbewusst, auch wenn die Kollegen viel weniger Nachrichten bringen würden.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Christoph Waltz, Funke, DuMont – die meistgeklickten Newsletter-Links im Februar 2019.


Klickmeister: Die Umbrüche im Zeitungsmarkt bei Funke und DuMont dominieren die Top 10 der meistgeklickten Links im turi2-Newsletter im Februar. Auch der Wechsel von Ex-"Bild"-Chefin Tanit Koch zur Mediengruppe RTL sorgte für viele Klicks. Ganz an der Spitze steht der Versuch von Schauspieler Christoph Waltz, US-Latenight-Talker Jimmy Fallon die Bedeutung deutscher Wörer erraten zu lassen. weiterlesen...

Tanit Koch wird n-tv-Chefin und Chefredakteurin Zentralredaktion der Mediengruppe RTL.

Kampfansage aus Köln: Die Mediengruppe RTL holt die frühere "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch an Bord. Koch, 41, beerbt Hans Demmel, 63, als n-tv-Geschäftsführerin. Zugleich baut sie als Chefredakteurin eine Zentralredaktion innerhalb der Mediengruppe auf. Koch soll n-tv, die RTL-Redaktionen und RTL.de zu einer Einheit vernetzen – laut RTL zusammen 700 Journalisten. Tanit Koch arbeitet zusammen mit n-tv-Chefredakteurin Sonja Schwetje, RTL-Chefredakteur Michael Wulf und RTL-Interactive-Chefredakteur Jan Rudolph unter dem Digital- und News-Geschäftsführer Jan Wachtel.

Erst im Dezember startete RTL.de als Boulevard-Portal neu und steht thematisch in Konkurrenz zu Bild.de. Koch wird in ihrer neuen Funktion also ihrem Ex-Arbeitgeber Springer auf die Pelle rücken. Dafür wird sie sowohl Managerin als auch Chefredakteurin. Vorgänger Hans Demmel verabschiedet sich nach 26 Jahren aus der Mediengruppe, bleibt aber Chef der Privatsender-Lobby Vaunet. (Foto: Andreas Gebert / Picture Alliance, Montage: turi2)
per Mail, dwdl.de, horizont.net

Drei Minuten Digitalisierung – der Medienwandel bei turi2.tv.


Internet geht nicht mehr weg: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche treibt Medien- und Markenmacher auch 2018 um. In turi2.tv-Interviews sprechen die spannendsten Köpfe der Branche, wie sie die Chancen des Netzes für sich nutzen. "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt, dass der digitale Kunde zum wichtigsten werde, Startup-Löwe Frank Thelen sieht keine Alternative zur "Volldigitalisierung" und Vaunet-Chef Hans Demmel missfällt das Vollpumpen sozialer Netzwerke mit Inhalten.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Sven Afhüppe, "Handelsblatt"

... Frank Thelen, Startup-Investor

... Sebastian Matthes, "Handelsblatt"

... Ove Saffe, Funke

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Nico Hofmann, UFA

... Hans Demmel, Vaunet

... Rainer Esser, "Zeit"

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren neuen Telemedienauftrag.

Telemedienauftrag: Filmwirtschaft und Privatsender kritisieren den zwischen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen ausgehandelten Kompromiss. Filmemacher und Doku-Produzenten wehren sich gegen die längere Online-Verfügbarkeit. Die Privatsender befürchten "weitreichende Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation", sagt Vaunet-Chef Hans Demmel.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Deal: Vodafone kauft Liberty-Kabelgeschäft in Europa.

Veritabler Telekom-Gegner: Vodafone hat sich mit Liberty Global auf eine Übernahme des europäischen Kabelgeschäfts zum Preis von 18,4 Mrd Euro geeinigt. Vodafone, bereits als Eigner von Kabel Deutschland mit 14,2 Mio Verträgen dominant im deutschen Kabelmarkt, übernimmt damit den Wettbewerber Unitymedia mit 13 Mio Verträgen, analysiert Ina Karabasz. Der nächstkleinere Wettbewerber Tele Columbus habe nur knapp 4 Mio Verträge.

Der Deal umfasst auch Liberty-Töchter in Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Die Telekom und u.a. die Privatsender-Lobby VPRT sind gegen den Deal. "Ohne eine Einigung mit dem neuen Betreiber wäre kein bisher im Kabel verbreitetes Programm überlebensfähig", bringt VPRT-Chef Hans Demmel die Befürchtungen der Privatfunker auf einen Satz. Ex-BNetzA-Chef Matthias Kurth dagegen hält den Deal für förderlich für den Wettbewerb.
handelsblatt.com, spiegel.de, presseportal.de (Demmel), heise.de (Kurth)

Deutsche Sender begrüßen Pro-Billag-Abstimmung in der Schweiz.

No Billag: Deutsche TV-Sender begrüßen die Entscheidung der Schweizer zur Beibehaltung des Rundfunkbeitrags. Erwartungsgemäß nennt ZDF-Chef Thomas Bellut das Ergebnis ein "ermutigendes Signal", der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm lobt das "eindeutige Bekenntnis für den 'Service public'". Für VPRT-Chef Hans Demmel ist die Entscheidung eine "gute Nachricht für die Medienvielfalt". Er warnt aber vor der "schwindenden Akzeptanz" von ARD und ZDF und mahnt Reformen an.
presseportal.de (ZDF), presseportal.de (ARD), per Mail (VPRT)

Sport1, “Focus”, Klambt: Die Woche bei turi2.tv.

Video vielleicht verpasst? Kein Problem. So ein trüber Sonntag eignet sich wunderbar für einen Blick ins Branchenfernsehen. Markus Trantow hat für turi2.tv fünf Fakten zu Sport1 in einem Clip zusammengefasst. Wissen Sie, was es mit dem Phrasenschwein auf sich hat?

Jens Twiehaus hat "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider zum 25. Jubiläum besucht ...

... und auch das komplette Interview mit ihm online gestellt. Es geht um sinkende Auflagen, die Beziehung zu Focus Online und Schneiders jugendlichen Erstkontakt mit "Focus".

Auch Klambt-Chef Kai Rose hat sich unseren Fragen gestellt. Jens Twiehaus wollte wissen, ob er als Klatschblatt-Macher der heimliche Vater der Fake News ist.

Übrigens: In dieser Woche erwarten Sie weitere Interviews vom Deutschen Medienkongress. "Horizont" und turi2.tv haben Vice.de-Chefin Laura Himmelreich interviewt und mit "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sowie dem VPRT-Vorsitzenden Hans Demmel gesprochen.

Ministerpräsidenten erlauben ARD und ZDF mehr im Netz.


Mehr sparen und länger verweilen: Die Ministerpräsidenten der Länder haben bei ihrer Konferenz in Saarbrücken diskutiert, was ARD und ZDF im Netz tun dürfen. Das Verbot der Presseähnlichkeit solle bestehen bleiben, sagt Malu Dreyer (rechts), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, als "Signal an die Verleger". Jedoch sei "nicht vorstellbar", dass ARD und ZDF nicht die Möglichkeit haben, "auch online bestimmte Dinge zu tun". Die Sender sollten die Chance haben, "dem heutigen Mediennutzungsverhalten adäquat zu antworten". Dazu gehört auch die sogenannte Verweildauer, also die Zeit, wie lange Inhalte in den Mediatheken bleiben dürfen. "Die strenge 7-Tage-Frist soll beendet" und "zeitgemäß ausgedehnt" werden, sagt Dreyer.

Die von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorgelegten Reformpläne ließen zwar einen "ernsthaften Reformwillen erkennen", könnten aber nur als "erster Schritt in die richtige Richtung" gesehen werden, sagt Dreyer. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille versteht die Botschaft der Politik als "deutliches Bekenntnis der Länder zu einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich, dass "die Spielräume für die öffentlich-rechtlichen Angebote im Netz erweitert werden". VPRT-Chef Hans Demmel erwartet von der Politik aber, "zunächst den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu definieren". (Foto: Oliver Dietze / dpa)
dwdl.de, newsroom.de, facebook.com (PK Malu Dreyer, ab 4:26), facebook.com (PK Malu Dreyer, ab 6:20)

Mein Homescreen: Simone Ashoff.

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Simone Ashoff, Gründerin und Chefin der Good School in Hamburg, ist ein Paid-Content-Fan. Sie zahlt für digitalen Journalismus und spendet für einen US-Radiosender. Wenn die Netz-Pionierin und frühere Kreativ-Chefin von Jung von Matt nicht gerade Unternehmer und Kreative für den digitalen Wandel fit macht, ist sie mit ihrem iPhone beschäftigt - bei turi2 zeigt sie ihren Homescreen und ihre Lieblings-Apps. Weiterlesen ...

Mein Homescreen.

In der Rubrik Mein Homescreen stellt seit August 2015 jeden Samstag ein prominenter Medien- oder Markenmacher die Startseite seines Smartphones vor. Dabei verrät er seine liebsten Apps und echte Geheimtipps, erzählt aber auch einiges über sich und seine Steckenpferde. Bisher erschienen (alphabetisch sortiert nach Nachnamen) A – Nora... Weiterlesen ...

Daniel Bouhs beobachtet bei ProSiebenSat.1 wenig Interesse an Medienpolitik.

ProSiebenSat1-P7S1 Logo ohne Schriftzug 150ProSiebenSat.1 überlässt der Mediengruppe RTL widerstandslos das Feld der Medienpolitik, beobachtet Daniel Bouhs. RTL-Medienpolitiker Tobias Schmid wird Direktor der LfM NRW, n-tv-Chef Hans Demmel ist als VPRT-Vorsitzener im Gespräch, ProSiebenSat.1 dagegen zeigt wenig Ambitionen. Die Münchner verstehen sich zunehmend als Digitalkonzern, der auf Liberalisierung und Deregulierung aus ist. RTL und VPRT dagegen sympathisieren mit medienpolitischen Anreizmodellen.
taz.de, turi2.de (Background)