Philipp Welte

Status: Philipp Welte ist Vorstand der Medienmarken national bei Burda und einer der prominentesten Kritiker von Facebook und Co. Geboren am 22. März 1962 in Hechingen Bio: Philipp Welte studiert Politik- und Kulturwissenschaften in Tübingen und volontiert bei der “Südwest Presse”. Seine Wehrzeit leistet er als PR-Kraft in... Weiterlesen ...

turi2 edition #10: Philipp Welte fürchtet um die digitale Souveränität Europas.


Digitale Souveränität: Philipp Welte, Vorstand der Hubert Burda Media, fordert von der Politik ein härteres Vorgehen gegen das "hegemoniale Streben gigantischer Plattformen". Mit Peter Turi spricht er für die turi2 edition #10 über Verlagsjournalismus als Gegenentwurf zu Lügen in sozialen Netzwerken, den Markt für Medienhäuser in den kommenden zehn Jahren und die Zukunft von Burda. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der "turi2 edition #10".

Philipp Welte versichert das Weiterleben des Bambi auch ohne ARD.

Bambi: MDR-Intendantin Karola Wille sträube sich gegen das Aus der Gala-Übertragung, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der MDR verantwortete die Produktion. Renner hört, die ARD habe sich nicht aus inhaltlichen, sondern Kostengründen für den Schritt entschieden. Philipp Welte sagt, der Bambi funktioniere "kanalunabhängig mit oder ohne TV" und es werde den "größten europäischen Medienpreis immer geben".
berliner-zeitung.de, sueddeutsche.de (Welte), turi2.de (Background)

Anzeige: Was steht auf Ihrer Agenda 2020, Philipp Welte?

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Was steht auf Ihrer Agenda 2020, Philipp Welte?
Was wirklich wichtig wird, welche Werte zählen und wie die "Generation Greta" Medien und Kommunikation verändert, darüber diskutiert Burda-Vorstand Philipp Welte mit Peter Turi und weiteren Gästen beim Agendasetting 2020. Dazu und zur Launchparty der turi2 edition #10 laden turi2 und die Deutsche Post DHL Group am 21. Januar ins Museum für Kommunikation Berlin.
turi2.de (weitere Infos)

Zitat: Burda-Chef Philipp Welte sieht eine Verbindung zwischen Fake News und Facebook.

"Es gibt einen unmittelbaren Wirkungszusammenhang zwischen der Verbreitung von Fake News und dem Geschäftserfolg von Facebook."

Burda-Vorstand Philipp Welte erklärt im "Handelsblatt" seine Werbekampagne mit dem Slogan "Print macht stark". Die Demokratie sei gefährdet, wenn der Journalismus der Verlage aufgrund wegbrechender Werbeumsätze nicht mehr zu finanzieren sei.
handelsblatt.com

Zitat: Philipp Welte sagt, Verleger müssten Schmerzen ertragen.

"Ein Verleger muss Risiken nehmen, Schmerzen ertragen und dabei jeden Tag glücklich sein, weil die Journalisten, die für ihn arbeiten, ihn jeden Tag mit einer Wundertüte von neuen Themen überraschen."

Burda-Vorstand Philipp Welte erklärt bei "Phoenix persönlich" den Unterschied zwischen einem Unternehmer und einem Verleger und plädiert für starke Verleger-Persönlichkeiten.
phoenix.de (30-Min-Video)

Meinung: Philipp Welte lehnt eine Fusion von VDZ und BDZV ab.

Schöne neue Welte: Burda-Vorstand und VDZ-Vize Philipp Welte spricht sich im Interview mit Ulrike Simon gegen eine Fusion von VDZ und BDZV aus. Kooperationen seien an mancher Stelle sinnvoll, aber die beiden "in sich schon komplexen Gebilde" würden durch eine Fusion keine moderne, schnelle Interessenvertretung. Stattdessen müsse der VDZ durch Reformen einheitlicher hinsichtlich Mitgliedschaft, Leistung und Beitrag werden.
"Horizont" 16/2019, S. 13 (Paid)

Philipp Welte hält europaweites Urheberrecht für “unausweichlich”.

Urheberrecht: Philipp Welte, Zeitschriften-Vorstand von Burda, schreibt bei "Focus", bei der heutigen Abstimmung im Europaparlament ginge es um nicht weniger als die "Zukunft unserer pluralistischen Demokratie". Welte schimpft auf globale Plattformen und ihre "gewaltige digitale Materialschlacht" und hält europaweites Urheberrecht für "unausweichlich".
focus.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich rede mit allen über alles": Philipp Welte reagiert auf Widerstand des Kartellamts.

Zitat: Philipp Welte sieht die Verlage in der Pflicht, für journalistische Freiheit zu sorgen.

"Wenn die Freiheit der Presse in einer Gesellschaft in Bedrängnis gerät, steht es schlecht um die Freiheit an sich."

Burda-Vorstand Philipp Welte appelliert beim VDZ Publishers’ Summit für einen Kampf um die Pressefreiheit. Denn die demokratische Freiheit sei durch ein "unauflösbares Band" mit dem "freien, nur der Wahrheit verpflichteten Journalismus" verknüpft.
focus.de

Zitat: Philipp Welte fordert mehr Zusammenarbeit von den Verlagen und lobt das Grosso.

"Anstatt als Flottenverband für die Zukunft unserer Industrie zu kämpfen, kämpfen wir viel zu häufig noch gegeneinander."

Philipp Welte, Zeitschriften-Vorstand von Burda, fordert auf der Grosso-Tagung in Baden-Baden eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Verlagen und lobt die Grossisten: Die Zwischenhändler hätten mit dem neuen Grosso-Deal gezeigt, dass sie bereit seien, "gemeinschaftlich für die Zukunft unseres Pressevertriebssystems zu kämpfen".
horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich rede mit allen über alles": Philipp Welte reagiert auf Widerstand des Kartellamts.

“Ich rede mit allen über alles”: Philipp Welte reagiert auf Widerstand des Kartellamts.


Viele Wege führen zum Kartellamt: "Wir stehen noch nicht einmal an der Tür zum Kartellamt", sagt Burdas Verlagsvorstand Philipp Welte als Reaktion auf die Nachricht, dass die Wettbewerbshüter die geplante Vermarktungs- und Vertriebsallianz von Burda mit Funke und Bauer blockieren würden. "Alle Verlage reden mit allen über alles - auch wir", so Welte im Interview mit Horizont und turi2.tv bei der Jahrestagung des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern. Die Verlage müssten versuchen, "den richtigen Eingang ins Kartellrecht zu finden", hätten dabei aber noch einen "sehr, sehr weiten Weg" vor sich.

Ohnehin sieht Welte Burda und die anderen deutschen Verlage als "sehr kleine Player irgendwo im Longtail des Marktes", wenn es um Werbeflächen geht. Um Journalismus auch in Zukunft finanzieren zu können, müssten Verlage "deutlich effizienter arbeiten" und "unternehmerisch kreativer an die Arbeit rangehen". Heißt: neue Erlösquellen erschließen. Was Philipp Welte antreibt, sei, "das Zeitschriftengeschäft sicher ins 21. Jahrhundert zu bringen".
turi2.tv (4-Min-Video anschauen auf YouTube), turi2.de (Background)

Zitat: Burda-Vorstand Philipp Welte sieht Facebook nicht als Technologie-Konzern.

"Wer aber Informationen verbreitet und von Millionen Menschen als Nachrichtenquelle wahrgenommen und genutzt wird, muss als Medienunternehmen zur Rechenschaft gezogen werden können."

Burda-Vorstand Philipp Welte findet, Facebook dürfe sich nicht länger unter dem Vorwand, ein reines Technologieunternehmen zu sein, vor inhaltlicher Verantwortung drücken, sagt er dem "Spiegel".
"Spiegel" 13/2018, S. 17 (Paid)

Porträt: Philipp Welte ist Bauherr großer Presse-Koalitionen.

Philipp Welte formt Allianzen zwischen Verlagen und erringt mit der Reform des Presse-Vertriebssystems einen ersten Erfolg, schreibt Hans-Jürgen Jakobs im Porträt über den Burda-Verlagsvorstand. Der ehrgeizige Manager habe bei Patriarch Hubert Burda mit den Jahren eine Kunst entwickelt, auf Geheiß aus 1.000 Verlegerideen die zehn zu finden, die praktikabel sind. Philipp Welte verstehe sich als Journalist, habe schon als 15-Jähriger für eine Zeitung geschrieben und später u.a. als Ghostwriter für Jürgen Todenhöfer gearbeitet.
"Handelsblatt", S. 46, blendle.com (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.

Zitat: Burda-Vorstand Philipp Welte verlangt mehr Vertrauen in die eigenen Produkte.

"Es wird Zeit, dass wir Verlage die Kraft, die Faszination und die Wertigkeit unserer Produkte wieder stärker und mutiger herausstellen."

Burda-Vorstand Philipp Welte fordert beim VZB-Kaminabend mehr Vertrauen für die eigene Branche, die kerngesund und tief in den Lebenswelten von Millionen von Menschen verankert sei.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.

Zitat: Philipp Welte wünscht sich gleiche Bedingungen für alle Medienanbieter.

"Es ist leichter, in Europa mit einem Medienangebot erfolgreich zu sein, wenn der Firmensitz im Silicon Valley liegt, als wenn das Unternehmen im Rheintal oder im Ruhrpott zu Hause ist."

Burdas Zeitschriftenvorstand Philipp Welte fordert im VDZ-Blatt "Print & More" gleiche Bedingungen für alle Marktteilnehmer.
"Print & More" 4/2017, S. 40-42 (Gratis-E-Paper)

Weitere Zitate aus dem Interview

Zur Dominanz von Facebook & Co:

"Wir bekämpfen uns gegenseitig mit Vehemenz im Bällebad des Werbemarktes, während unsere eigentlichen Wettbewerber sich längst den gesamten Markt einverleibt haben."

Zum Leserverlust durch Online-Handel:

"Wir müssen Strategien entwickeln für eine Welt, in der die Menschen immer mehr digital einkaufen. Wann und wie kommen sie denn überhaupt noch am Zeitschriftenregal vorbei?"

Lese-Tipp: Philipp Welte kämpft um Regalmeter im Supermarkt.

Lese-Tipp: Philipp Welte wirbt dafür, Zeitschriften "nicht in erster Linie als Werbeträger" zu verstehen. Die Lebensader der Verlagsbranche seien "ein paar Regalmeter im Supermarkt", sagt der Burda-Zeitschriftenvorstand, nicht Konglomerate, die "möglichst günstiges werbliches Inventar" einkaufen wollen. Das Interview von Dezember 2016 für das Buch Über Morgen – 25 Interviews zur Zukunft des Journalismus steht nun online.
osk.de, turi2.tv (4-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Herr Mosa und Herr Welte gehen einkaufen – eine Video-Tour mit den Bossen von Burda und Edeka.

Zitat: Philipp Welte fordert Media-Kooperationen gegen den “kollektiven Suizid” am Werbemarkt.

"Wir verharren dumpf in den kompetitiven Reflexen des letzten Jahrhunderts und unterbieten uns gegenseitig."

Burda-Vorstand Philipp Welte will, dass Verlage enger kooperieren und als Alliierte bei Media-Pitches antreten. Anhaltendes Gegeneinander sei "kollektiver Suizid". Unter dem Welte-Interview in "Horizont" wirbt ausgerechnet: Facebook.
"Horizont" 41/2017, S. 12-13 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Philipp Welte schon 2016.

Zitat: Philipp Welte hat einen Plan B für die Grosso-Modernisierung.

"Wenn kein konstruktives Signal kommt, ist das für uns der Startschuss für eine neue Organisation des Pressevertriebs in Deutschland."

Philipp Welte droht dem Grosso mit einem gemeinsamen "Plan B" für Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt, falls die Verhandlungen über eine Modernisierung im Pressevertrieb scheitern.
horizont.net, turi2.de (Background)

Anzeige: Für Burda-Vorstand Philipp Welte werden Zeitschriften zum Fast Moving Consumer Good.

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"Deutschland, halb elf, Erna Struve aus Bottrop fährt mit ihrem Wagen auf die Kasse zu und möchte sich etwas Gutes tun. Jetzt steht sie vor der Alternative: "Bunte" oder Ferrero Rocher?"
Burda-Vorstand Philipp Welte erklärt in der turi2.de/edition4, warum Zeitschriften immer mehr zum Fast Moving Consumer Good werden.
amazon.de, am Kiosk kaufen.

Zitat: Philipp Welte will mit anderen Medienhäusern kooperieren.

"Wir müssen lernen, effizient miteinander zu arbeiten, um in einer ökonomisch unsicheren Zukunft nachhaltig in die Qualität unserer Produkte und unserer journalistischen Inhalte investieren zu können."

Burda-Vorstand Philipp Welte appelliert auf ein Neues an die deutschen Medienhäuser: Nur in Kooperation habe man eine Chance gegen Google und Facebook.
"Handelsblatt", S. 33 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv:

Zitat: Philipp Welte plant keinen Zeitschriften-Verkauf.

"Wir werden uns von einem gutlaufenden Geschäft sicherlich nicht trennen. Im Gegenteil: wir kaufen eher dazu."

Burdas Zeitschriftenvorstand Philipp Welte widerspricht Gerüchten, Burda-Titel verkaufen zu wollen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Burda-Vorstand Philipp Welte.

Zitat: Philipp Welte vergleicht Verlage mit Galliern – nur ohne Zaubertrank.

Philipp Welte, Burda-150 (mit Rahmen)"Wir kämpfen mit King Kong und Gorilla. Und wir sind lauter kleine Asterixe und haben keinen Zaubertrank."

Burda-Verlagsvorstand Philipp Welte sieht die Medienwelt von Römern Google und Facebook besetzt und ruft seine Gallier Verleger-Kollegen bei turi2.tv zu gemeinsamen Muskelspielen auf.
youtube.com (6-Min-Video-Interview)

interview2: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Burda-Vorstand Philipp Welte.


Veni, vidi, Welte: Die deutschen Verlage müssen noch enger kooperieren, appelliert Burda-Verlagsvorstand Philipp Welte im turi2.tv-Interview von Peter Turi. In der Schlacht um schwindende Werbe- und Vertriebs-Millionen brauche es effizientere Strukturen, sagt Welte am Rande des Publishers' Summit des VDZ. Bei TV-Vermarktern, Mediaagenturen und im Digitalen gebe es "sehr, sehr große Einheiten" – nur die Verlage seien "hunderte Einzelkämpfer".

Welte erinnert daran, dass die stolze und traditionsreiche Verlagsbranche bald unter die 1-Mrd-Euro-Grenze ihrer Netto-Werbeumsätze fällt. "Diese Zahlen lügen nicht", sagt Welte, in dieser neuen Realität müssten sich Verlage verorten. Er glaubt nicht, dass auf diese Weise ein einheitlicher Apparat entsteht. Publizistisch brauche es Pluralismus, unternehmerisch mehr Effizienz durch Kooperationen. Welte ist zuversichtlich, dass sich die Unternehmen trotz des Streits um die Wahl von VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner gelingt.
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Philipp Welte beklagt Jammern der Verleger.

Rundumschlag: Burdas Verlagsvorstand Philipp Welte hat kein Verständnis für jammernde Verleger. Trotz immer noch zweistelliger Renditen würden manche so tun, “als ob unsere Industrie unmittelbar vor dem Exitus stünde”, beklagt Welte im Interview mit dem “Handelsblatt”. Auf die Erkenntnis “der potenziellen eigenen Sterblichkeit” reagierten viele Verlage “mit sinnloser... Weiterlesen ...

turi2 Termin-Tipp: We love Work, StoryDay, Chefredaktionskonferenz.


turi2 Termin-Tipp: Der Zeit Verlag veranstaltet in Hamburg ab heute die "We love Work"-Wochen rund um die Themen Weiterbildung und Networking, der "Spiegel" lädt zum Storyday 2020 über den Journalismus der Zukunft in die Hansestadt und die dpa versammelt die Chefredakteure ihrer Kunden zur alljährlichen Chefredaktionskonferenz in Berlin. Das sind unsere Termin-Tipps für diese Woche. Weiterlesen ...

Hör-Tipp: Wie die “Generation Greta” Medien und Kommunikation verändert.

Hör-Tipp: Was wird 2020 wirklich wichtig? Welche Werte zählen? Und wie verändert die "Generation Greta" Medien und Kommunikation? Darüber diskutiert Peter Turi zum Launch der turi2 edition #10 mit Fridays-for-Future-Aktivistin Gwendolyn Rautenberg, Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann, Monika Schaller, Sprecherin der Deutschen Post DHL Group, Serviceplan-Chef Florian Haller und Burda-Vorstand Philipp Welte. Den Talk aus dem Museum für Kommunikation in Berlin gibt es nun auch im turi2 podcast.
turi2.podigee.io (69-Min-Audio), turi2.de (Talk als Video)

Agenda-Talk 2020: Wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert.


Talk im Museum: Zum Start der turi2 edition #10 hat turi2 am Dienstagabend zum Agendasetting-Treffen ins Museum für Kommunikation in Berlin eingeladen. Auf dem Podium diskutierten Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future, Marieke Reimann von Ze.tt, Monika Schaller von der Deutschen Post DHL Group, Florian Haller von Serviceplan und Philipp Welte von Burda über die Frage, wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert. Im turi2.tv-Video sehen Sie die komplette Diskussionsrunde unter der Leitung von Peter Turi.

Darin befürwortet Post-Kommunikatorin Monika Schaller die Klima-Proteste, solange sie gewaltfrei ablaufen, und ist überzeugt, dass Fridays for Future mitgeholfen hat, die Klimadebatte auf die Agenda zu heben. Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann glaubt nicht, dass es eine "Generation Greta" überhaupt gibt, auch weil die Klimakrise aus ihrer Sicht kein Generationenproblem ist, denn sie betreffe alle Generationen.

Burda-Vorstand Philipp Welte sieht vor allem in der Meinungsmacht großer Internet-Konzerne wie Facebook und Google eine Gefahr für die Demokratie, weil sich Lügen und Fake News hier viel leichter verbreiten. Er fordert, dass sich die US-Konzerne auf einen ähnlichen Kodex verpflichten wie die Journalist*innen in Deutschland mit dem Pressekodex. Florian Haller, Inhaber der Agenturgruppe Serviceplan, widerspricht zum Teil: Die Demokratie war in analogen Zeiten nicht nur in Gefahr, sondern teilweise abgeschafft. Er erinnert an den Nationalsozialismus und auf der anderen Seite an den Arabischen Frühling, der ohne Social Media kaum möglich gewesen wäre.

Auch Gwendolyn Rautenberg weiß, dass Soziale Medien bei der Mobilisierung von Anhängern und der Organisation von Protesten helfen. Die Organisatoren von Fridays for Future setzen vor allem auf die Facebook-Tochter WhatsApp, arbeiten aber auch an eigenen Alternativen. E-Mails würden in ihrer Generation dagegen kaum mehr gelesen.
turi2.tv (68-Min-Video bei YouTube), turi2.podigee.io (69-Min-Audio im turi2 podcast)

Video-Kapitel:

00:03 Peter Turi begrüßt das Talk-Publikum im Museum für Kommunikation, Berlin

01:46 Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future: "Niemand ist eine Umweltsau."

09:11 Marieke Reimann, Chefredakteurin von Ze.tt: "Die Klimakrise ist kein Generationen-Problem."

17:47 Monika Schaller, Leiterin Konzernkommunikation Deutsche Post DHL Group, findet die FFF-Proteste gut, solange sie gewaltfrei bleiben.

25:12 Florian Haller, Inhaber Serviceplan, sagt, dass Greenwashing heute nicht mehr funktioniert.

32:19 Philipp Welte, Burda-Vorstand: "Facebook ist der Atomschlag gegen die Informationsfreiheit."

41:11 Florian Haller widerspricht Philipp Welte: Angriffe auf die Informationsfreiheit hat es auch schon lange vor den Sozialen Medien gegeben.

42:12 Marieke Reimann sieht Journalist*innen vor Drohungen und Angriffen im Netz schlecht geschützt.

46:14 Gwendolyn Rautenberg betrachtet alle internationalen Großkonzerne als Gefahr für die Demokratie.

48:55 Wie die Generation Greta die Medien nutzt.

53:08 Philipp Welte über die fehlende digitale Infrastruktur in Europa.

58:23 Gwendolyn Rautenberg und Monika Schaller über ihre unterschiedlichen Auffassungen über journalistische Einordnung.

62:56 Marieke Reimann über die Rolle der Journalist*innen in einem Medium für die junge Zielgruppe.

64:20 Schlussrunde: Was steht auf Eurer Agenda 2020?

Mehr von der Launchparty und dem Agendasetting-Talk:


Unser Mood-Video: Der Launch-Abend in 60 Sekunden

Die Lauchparty als Foto-Strecke >>>