Lese-Tipp: Dirk von Gehlen schreibt an die Corona-Leugner.

Lese-Tipp: Dirk von Gehlen, Social-Media-Chef bei der "Süddeutschen Zeitung", schreibt einen schlauen und erkenntnisreichen Brief "an diejenigen in meiner Timeline, die auf die Hygienedemo gehen" – und bleibt dabei auf Augenhöhe. Sein Kernargument ist die Angst, die alle teilen, und die Bitte, sich nicht vom Gefühl der Motive attribution asymmetry und daraus entstehenden Feindbildern fehlleiten zu lassen.
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Dirk von Gehlen

Status: Dirk von Gehlen ist Journalist und Social-Media-Chef bei der “Süddeutschen Zeitung”. Geboren 1975 Bio: Dirk von Gehlen wächst im Ruhrgebiet auf und studiert zunächst Kommunikationswissenschaften, Politik und Neuere Deutsche Literatur an der LMU in München, wo er bis heute mit seiner Familie lebt. In seinem Buch “Eine... Weiterlesen ...

Dirk von Gehlen glaubt an eine größere Rolle von Livestreams im Journalismus.

Live-Streams gewinnen im Online-Journalismus durch die Erfahrungen in der Corona-Zeit an Bedeutung, schreibt Dirk von Gehlen, Social-Media-Chef bei der "Süddeutschen Zeitung". Angebote im Internet werden mehr als Prozess denn als abgeschlossenes Produkt wahrgenommen, auch Facebook investiere in Video-Chats. Künftig könnten Live-Streams auf Nachrichtenseiten normal sein und zusätzliche Einnahmen generieren. Dafür seien auch eigenständige Live-Ressorts in Redaktionen denkbar.
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Lese-Tipp: Dirk von Gehlen über Newsletter als eigenständiges Medium.

Lese-Tipp: Newsletter mausern sich zum monetarisierbaren Angebot für Journalismus, schreibt Dirk von Gehlen, Innovations-Chef der "Süddeutschen". Sie seien nicht mehr nur "verlängerte Marketingmaßnahme oder Digitalverstärker für davon unabhängigen Inhalt". Auf briefingbriefing.de startet Gehlen eine Seite über Newsletter.
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Dirk von Gehlen und Yannic Hannebohn launchen einen Podcast.

Dirk von Gehlen, Social-Media-Chef der "Süddeutschen Zeitung", und Yannic Hannebohn starten einen Podcast namens "Was würde der Shruggie tun?". Zuhörer sollen dabei Fragen an den Shruggie stellen können - Shruggie ist der Held aus von Gehlens Buch Das Pragmatismus-Prinzip. Das Werk erscheint im Januar bei Piper.
dirkvongehlen.de, soundcloud.com (18-Min-Audio)

Dirk von Gehlen bringt ein E-Buch-PräsenCast heraus.

Dirk-von-Gehlen-150Dirk von Gehlen, Innovationschef der "Süddeutschen Zeitung", bringt Ende des Jahres ein Buch in mindestens fünf Varianten heraus. Neben Standard- und Premium-Version soll es ein E-Book sowie das Buch als Podcast und als Präsentation geben. Von Gehlen schreibt über Das Ende des Durchschnitts und will zeigen, dass Bücher mehr sein können als nur ein Buch.
dirkvongehlen.de, matthes-seitz-berlin.de

Messenger-Dienste investieren in Plüsch-Figuren.

Messenger-Dienste wie Kakao und Line machen offline erfolgreich Geschäfte mit den als Emojis eingesetzten Sticker-Figuren ihrer Dienste, berichtet Dirk von Gehlen. In der koreanischen Heimat seien die "Kakao-Friends" allgegenwärtig und würden unter anderem als Plüschfiguren verkauft, aber auch für Verpackungen von Lebensmitteln lizensiert. Experten würden den Markt mit solchen Figuren auf mehrere hundert Mio Euro schätzen.
sueddeutsche.de

Zitat: Oliver Wurm will auch nach dem 70. Geburtstag weiter Grundgesetze nachdrucken und verkaufen.

"Mich hat in meinem gesamten Berufsleben noch nie das Gefühl beschlichen, ich hätte es nun aber wirklich mal verdient, dass ein Projekt an der Kasse zum Bestseller wird. Diesmal schon!"

Verleger Oliver Wurm wünscht sich im Interview mit Dirk von Gehlen, dass sein "Grundgesetz-Magazin" dauerhaft an Kiosken und in Buchhandlungen an den Kassen liegt.
dirkvongehlen.de

Kai-Hinrich Renner wundert sich über Journalisten-Testimonials bei SZ Scala.

sz-scala-150SZ Scala, Verlagstochter der "Süddeutschen Zeitung" für Corporate Publishing, Seminare und Beratung, wirbt in ihrer Unternehmensbroschüre mit Testimonials von Journalisten des Verlags, wundert sich Kai-Hinrich Renner. Social-Media-Chef Dirk von Gehlen, "W&V"-Chefredakteur Jochen Kalka und "SZ"-CvD Alexandra Borchardt betonen die Bedeutung von "guten Geschichten". Alle drei würden nicht für SZ Scala arbeiten, sagt Geschäftsführer Carsten Matthäus, hielte es aber für "völlig unproblematisch"", wenn "SZ"-Journalisten Seminare geben oder Kunden durch den Newsroom führten.
handelsblatt.com (unten), turi2.de (Background)

Aggregator Piqd will das Netz filtern.

piqd Screenshot-600Mehr Übersicht in 13 Themenkanälen: piqd verspricht, nur die besten und wichtigsten Texte des Tages herauszufiltern.

Mehr Ordnung in der Timeline: Das Portal Piqd will ab heute die News-Flut im Netz bändigen. Mehr als 60 Journalisten und Fach-Experten empfehlen jeweils maximal einen Top-Artikel pro Tag. Für 3 Euro im Monat kann jeder Nutzer die Expertenmeinung bewerten und kommentieren. Chefredakteur ist Ex-Krautreporter Frederik Fischer, der u.a. Theresia Enzensberger, Rico Grimm und Newsletter-Schreiber Christian Fahrenbach von dort mitbringt.

Zu den weiteren "Piqern" gehören Grünen-Politiker Konstantin von Notz, Netz-Aktivistin Anke Domscheit-Berg sowie Datenschützer padeluun und "Süddeutsche"-Innovationschef Dirk von Gehlen. Einige Kuratoren bekommen Geld fürs Auswählen. Die August Schwingenstein Stiftung finanziert, Geschäftsführer ist Marcus von Jordan. Er verspricht, mit Piqd das Vertriebsproblem des digitalen Journalismus zu lösen: "Es gibt immer noch mehr als genug ausgezeichnete Inhalte im Netz, aber viel zu oft gehen sie unter im Kampf um Aufmerksamkeit."
piqd.de, turi2.de (Background)

Basta: Mit dem Instagram-Foto im ARD Morgenmagazin.

Dirk-von-Gehlen-150MoMa, Moment mal! Durch Zufall hat "Süddeutsche Zeitung"-Journalist Dirk von Gehlen mitbekommen, dass eines seiner Instagram-Fotos im ARD-Morgenmagazin gelandet ist. Moderatorin Susan Link erweckte den Eindruck, als habe er es eingeschickt. Für ihn kein Problem, er habe schließlich die Nutzungsbedingungen von Instagram unterschrieben. Eines ärgert ihn trotzdem: Susan Link hat den kleinen See im Nymphenburger Schlosspark als Teich bezeichnet.
dirkvongehlen.de

Clickbaiting wird immer populärer.

Upworthy 150Clickbaiting, das Ausrichten von Artikeln auf möglichst große Social-Media-Reichweite, ist immer weiter verbreitet, beobachtet Dirk von Gehlen. Das Ziel des Clickbaiting-Pioniers und Upworthy-Gründers Eli Pariser, politische Inhalte so zu verpacken, das sie von vielen Menschen wahrgenommen werden, verlören jedoch viele Redaktionen aus den Augen.
sueddeutsche.de

Petition gegen “Post von Wagner”.

Bild-groß AufmacherMedienkritik: Jenny Jürgens hat eine Petition für die Abschaffung der "Bild"-Kolumne Post von Wagner eingereicht. Die Schauspielerin stößt sich an der Kolumne vom 25. März, die sich an die Opfer von Flug 4U9525 richtet. "Seine Zeilen sind pietätlos und dumm und haben mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun", begründet sie die Petition. Dirk von Gehlen findet die Petition bedenklich und plädiert dafür, "Meinungen auszuhalten".
change.org, dirkvongehlen.de

Die meistgeklickten Newsletter-Links im Mai 2020.


Meistgeklickt: Verlagserbin Friede Springer soll sich beim Vorstand über "Bild"-Chef Julian Reichelt beschwert haben, hört Kai-Hinrich Renner aus dem Verlag. Renners Beitrag dazu für die "Berliner Zeitung" ist mit 1.264 Klicks im turi2-Newsletter der meistgeklickte Link im Mai. Auch bei Platz 2 spielt "Bild" eine Rolle: Der Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung von Virologe Christian Drosten erzielt 1.211 Klicks. Die Hintergründe zum Abgang von SAP-Vorständin Jennifer Morgan kommen mit 1.010 Newsletter-Klicks auf den dritten Platz im Ranking.
>>> Hier lesen Sie die komplette Top 10

Übersicht: Fragebögen von turi2.tv.

fragebogen2 – Fragebogen für Medienmacher (direkt anwählbar über www.fragebogen2.de) Kay Oberbeck, der smarte Pressesprecher von Google Deutschland, wählt als Vorbild ausgerechnet eine Mischung aus den Großverlegern Reinhard Mohn, Axel Springer und Hubert Burda. Da können die Printler die Sache mit den Leistungsschutzrechten doch gleich ein bisschen lockerer sehen.... Weiterlesen ...

60 Journalisten durchforsten für piqd das Netz.

piqd Logo-150piqd heißt ein neue journalistische Plattform aus München, die offiziell ab Donnerstag Netz-Inhalte von Menschenhand kuratiert. Das Start-up beschäftigt 60 Experten, die in 13 Themenkanälen wie "Klima und Wandel" oder "Osteuropa" auf interessante Artikel verweisen. Finanziert wird piqd von der August Schwingenstein Stiftung, die auch hinter dem Netzwerk Torial steckt. Die Chefs von piqd sind Marcus von Jordan und Ex-Krautreporter Frederik Fischer.
piqd.de, meedia.de, dirkvongehlen.de

Deutschland verhaftet Journalisten, weil Diktatur es wünscht.

Al-Jazeera Journalist Ahmed Mansour held by German police pendingWirtschaft vor Demokratie: Die Bundespolizei hat den bekannten ägyptischen TV-Journalist Ahmed Mansur im Auftrag der autoritären ägyptischen Regierung festgesetzt. Er wollte im Anschluss an ein Interview wieder nach Doha zum Hauptquartier des Senders ausreisen. Ein ägyptisches Gericht hatte Mansur im vergangenen Jahr in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt und einen internationalen Haftbefehl beantragt. Er soll während der Kairoer Tahrir-Proteste im Jahr 2011 angeblich einen Anwalt gefoltert haben. Pikant: Mansur hat neben einem ägyptischen auch einen britischen Pass.
 
Kritiker sehen hinter dem Urteil politische Motive, denn Ägypten sei noch immer kein demokratisches Land und die Entscheidungen der Gerichte oft fragwürdig. Ägyptens autoritäre Regierung unter Ex-General Abd al-Fattah as-Sisi versteht sich nicht gut mit dem Al Dschasira. Dem Sender aus Katar wird eine Nähe zu den Muslimbrüdern nachgesagt.
 
Peter Sturm mahnt in der "FAZ", eine Auslieferung an Ägypten verbiete sich. Martin Gehlen vermutet im "Tagesspiegel" eine Verbindung zu Aufträgen Agyptens für die deutsche Wirtschaft: "Bei den Supereinkäufen, die der alerte Sonnenkönig vom Nil mit den Kreditkarten seiner Golf-Gönner tätigen darf, möchte keiner leer ausgehen." Er wirft den europäischen Regierungen vor, die Demokratie für wirtschaftliche Interesse zu verraten.
sueddeutsche.de, faz.net (Sturm), tagesspiegel.de (Gehlen)

Mitarbeit: Dirk Stascheit