Klick-Tipp: Mathias Döpfner schauspielert in den Springer-Instagramstories.

Klick-Tipp: Um die verlagsintern entwickelte Visitenkarten-App Qgram zu bewerben, legt sich Konzernchef Mathias Döpfner in den Instagram-Stories auf die Psychiater-Couch. Er wird depressiv, weil seine Mitarbeiter das “Ö” in seinem Nachnamen nicht buchstabieren können. Döpfner stellt seine Schauspielkünste nicht zum ersten Mal unter Beweis, er mimte 2015 im Staatstheater Darmstadt beim Datterich-Festival den Bennelbächer, einen Wirtshausfreund der Titelfigur.
instagram.com

Mathias Döpfner erinnert an Michael Jürgs als “absoluten Journalisten”.

Michael Jürgs verstand es Leser für das zu interessieren, was er selbst interessant fand, erinnert Springer-Chef Mathias Döpfner an den verstorbenen, früheren “stern”-Chefredakteur. Dieser Übertrag sei ihm gelungen, da er sich stets absolut gesetzt habe, “eitel wie ein Kind und die Eitelkeit kontrollierend wie ein Profi”.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Gründer und Digitalexperte Sven Schmidt kritisiert Mathias Döpfners KKR-Deal scharf.


Ohr-Feige: Mathias Döpfner, Vorstandschef und Kleinaktionär bei Springer, bekommt im Podcast seines Kooperationspartners Philipp Westermeyer ordentlich auf die Löffel. Westermeyers Buddy & Digital-Versteher Sven Schmidt (Foto, links) kritisiert den bevorstehenden Einstieg des US-Finanzinvestors KKR bei Springer scharf: Er nütze eher dem Springer-Gesellschafter Döpfner als der Verlegerin Friede Springer.

Schmidt, der als Gründer- und Investoren-Urgestein in der Branche hoch angesehen ist, wirft Döpfner vor, den “logischsten Schritt” nicht gegangen zu sein: Um für Springer neues Geld für große Deals wie den Kauf des Ebay-Kleinanzeigengeschäfts zu besorgen und trotzdem Friede Springers Hoheit über das publizistische Geschäft zu wahren, hätte Döpfner, so Schmidt, das rendite- und wachstumsstarke, aber umkämpfte Rubrikengeschäft für Jobs, Autos und Wohnungen “als Spin-off” ausgliedern und zur “reinen Kapitalbeteiligung” für Springer machen sollen.

Den Finanzinvestor KKR in die Kernfirma Springer zu holen, sei nicht die beste Lösung. Döpfner fürchte, so Schmidt, bei der Ausgliederung der sogenannten Classifieds Media wohl einen persönlichen Machtverlust und erwarte für sich persönlich durch den Einstieg von KKR “wahrscheinlich” höhere Boni.

Schmidt, seit Jahrzehnten erfahren im Venture-Geschäft, kritisiert außerdem, dass Döpfner sich nicht heftiger gegen den Einstieg von Google ins Geschäft mit Stellenanzeigen wehrt. Es sei an der Zeit, dass “Döpfner sich endlich mal aufregt” und “Bild” und “Welt” gegen den “Missbrauch der Marktmacht” von Google in Stellung bringt.
soundcloud.com (ab Minute 13.20)

KKR-Deal: Mathias Döpfner richtet sich mit einer Video-Botschaft an die Mitarbeiter.

Springer erhofft sich vom Deal mit US-Investor KKR eine “sehr schöne, langfristig stabile Lösung”, sagt Chef Mathias Döpfner in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter, aus der Gregory Lipinski zitiert. KKR habe sich zu den Springers Unternehmenswerten bekannt und wolle in den Ausbau des Kerngeschäfts investieren. Die Partnerschaft sei auf mindestens fünf Jahre angelegt.
meedia.de

Meinung: Mathias Döpfner sieht wirkungsmächtigen Politikjournalismus im Rezo-Video.

Politik: Das Rezo-Video ist für Springer-Chef Mathias Döpfner “moderner, innovativer und sehr wirkungsmächtiger Politikjournalismus”. Die Diskussionen über die Meinungsäußerungen von YouTubern driften seiner Meinung nach in eine “völlig falsche Richtung” ab. Leitartikel in Zeitungen seien meist ebenso “zugespitzt oder einseitig”.
zeit.de

Zitat: Mathias Döpfner spricht sich gegen Upload-Filter aus.

“Wir als Journalisten-Haus sind per se gegen den Einsatz von Upload-Filtern, weil sie theoretisch zur Inhaltskontrolle missbraucht werden können.”

Springer-Chef Mathias Döpfner, vorab eifriger Befürworter der EU-Urheberrechtsreform, erklärt bei der Springer-Hauptversammlung und nach der finalen Abstimmung in Brüssel, dass er Upload-Filter im Journalismus ablehnt.
per Mail

Mark Zuckerberg diskutiert mit Facebook-Kritiker Mathias Döpfner.


Giganten-Gipfel: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg diskutiert eine Stunde mit Springer-Chef Mathias Döpfner – über Plattformen, Journalismus und Facebooks Pläne. Das gesamte Gespräch steht als Video zum Abruf auf Zuckerbergs Facebook-Profil bereit. Zuckerberg bestätigt, dass Facebook an einem speziellen Produkt für journalistische Inhalte arbeitet – vergleichbar mit dem Video-Bereich Facebook Watch. Wie das Produkt aussehe, sei völlig offen. Facebook wolle sich mit Verlagen beraten und es nicht “in einem Vakuum bauen”, sagt Zuckerberg.

Döpfner betont, dass die Zukunft des Journalismus in digitalen Bezahlangeboten liege, denn Reichweite zahle nicht die Miete. Im gesamten Gespräch stellt vor allem der gelernte Journalist Döpfner die Fragen, etwa nach Privatheit und Datenschutz. Zuckerberg sagt, das Thema sei im öffentlichen Bewusstsein und auch im Unternehmen Facebook deutlich wichtiger geworden. Für Zuckerberg ist das Gespräch, aufgezeichnet Sonntag am Rande der Springer-Management-Tagung, eine weitere vertrauensbildende Maßnahme – Döpfner ist als Präsident des Verlegerverbandes BDZV ein Kritiker der Plattformen und konnte mit dem EU-Urheberrecht gerade einen Sieg gegen die US-Tech-Giganten erringen. (Foto: Springer / Charles Yunck)
facebook.com (61-Min-Video)

Zitat: Mathias Döpfner will das Internet nicht kaputt gemacht haben.

“Die Behauptung ist ungefähr so richtig wie die These, dass die Einführung der Straßenverkehrsordnung die freie Mobilität der Bürger zerstört hat.”

Springer-Chef Mathias Döpfner freut sich im Springer-Intranet, dass er künftig auf der Vorfahrt-Straße ist und widerspricht der These, er habe geholfen, das Internet “kaputt zu machen”.
meedia.de, turi2.de (Background)

Zitat: Lieber Tod als Gnadenbrot, findet Mathias Döpfner.

“Lieber Insolvenzen bei Zeitungen als der Verlust ihrer Unabhängigkeit durch Subventionen.”

Springer- und BDZV-Boss Mathias Döpfner spricht sich im Hamburger Presseclub gegen staatliche Subventionen und auch völlig weltfremde Querfinanzierungen in Medienhäusern aus. Steuervorteile für die Zeitungszustellung fände er trotzdem schön, notiert Roland Pimpl.
horizont.net

“NZZ”-Interview: Mathias Döpfner liest Journalisten die Leviten.


Wahrheit statt Meinung: Mathias Döpfner holt im großen Interview mit der “NZZ” zum Rundumschlag gegen den Gesinnungs-Journalismus aus. Er wirft vielen Journalisten vor, sich “zutiefst unjournalistisch” zu verhalten und sieht die Causa Relotius als systemisches Problem des “Spiegels” und “ein Indiz dafür, was in der Branche schiefläuft”. Viele Journalisten wollen bei den Kollegen gut ankommen, statt “nonkonformistisch die andere Seite der Medaille zu beleuchten”, sagt Döpfner. Wer als Journalist etwa antrete, um die AfD zu verhindern, werde sie damit stärken.

Döpfner spricht mit den “NZZ”-Journalisten Benedict Neff und René Scheu auch über sein Aktienpaket am Springer-Konzern, das derzeit 150 Mio Euro wert ist. Obwohl er eine “Stresserfahrung” gemacht habe, als der Springer-Kurs während der Finanzkrise einknickte, nennt er die Beteiligung von Mitarbeitern am Unternehmen ein “Modell nicht nur für die Medienbranche”. Das schärfe die “Bindekraft” und verhindere “eitelkeitsgetriebene Entscheidungen”.
nzz.ch

Claas Relotius, Mathias Döpfner, Reporterfabrik – die meistgeklickten Newsletter-Links im Januar 2019.


Klickmeister: Der Fälscher Claas Relotius hält weiter die Medienwelt in Atem und belegt Platz 1 und 2 der meistgeklickten Links im turi2-Newsletter im Januar. Auch Mathias Döpfners Aufruf zur Social-Media-Enthaltsamkeit, der Start der Reporterfabrik und ein Flug mit Sitzplätzen auf dem Fußboden schaffen es in die Top 10. Weiterlesen…

Hör-Tipp: Mathias Döpfner spricht im HR2-Podcast über Medienwandel.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner spricht im HR2-Podcast Doppelkopf mit Andreas Bomba darüber, wie Medien sich wandeln, und stellt Musik vor. Der Springer-Chef glaubt, dass Medien weiter verschmelzen werden und Gesprochenes Geschriebenes ablösen werde. Auf das Verleger-Prinzip sei er stolz und Springer halte daran fest.
hr2.de (43-Min-Audio)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahres-Plan für Springer.

Lese-Tipp: “RP”-Chef Michael Bröcker widerspricht Mathias Döpfner.

Lese-Tipp: Michael Bröcker, Chefredakteur der “Rheinischen Post”, widerspricht in seinem Kress-Gastbeitrag Mathias Döpfner. Der Springer-Chef hatte Journalisten aufgerufen, sich in den sozialen Medien zurückzunehmen. Michael Bröcker nennt Facebook und Co die “Gartenpartys und Stammtische des 21. Jahrhunderts”. Journalisten sollten an ihnen teilnehmen, um Echokammern aufzubrechen.
kress.de, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Diekmann, Springer und Mathias Döpfner sitzen auf der Couch.


Auf der Couch: Ex-“Bild”-Chef Kai Diekmann, Verlegerin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner sitzen in der Kunsthalle Rostock bei der Eröffnung der Ausstellung bildRAUM auf der Couch vor dem bekannten “Bild”-Kunstwerk von Jens Lorenzen aus dem Chefbüro der “Bild”. Besucher können es ihnen ab heute nachtun. (Foto: Bernd Wüstneck / dpa / Picture Alliance)

Springer-Chef Mathias Döpfner predigt Social-Media-Enthaltsamkeit.


Keine Perlen für Twitter: Springer-Chef Mathias Döpfner schießt im großen dpa-Interview scharf gegen Social-Media-Lautsprecher. Twitternde Journalisten nennt Döpfner “zunehmend problematisch”. Es werde “viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist”, sagt Döpfner. Angesprochen fühlen dürften sich da auch Julian Reichelt und Ulf Poschardt – die Chefs von “Bild” und “Welt” stürzen sich selbst bereitwillig in jedes Twitter-Gefecht. Nun empfiehlt ihr Konzernchef “allergrößte Zurückhaltung” und sagt, dass Twitter-Salven “allenfalls der Person, sehr selten dem von ihr vertretenen Medium” dienen.

Dass Döpfner selbst das Instrument der Zuspitzung beherrscht, zeigt er zur Causa Relotius, die er “wesentlich schlimmer als die Hitler-Tagebücher” findet. Das Magazin habe ein Klima geschaffen, in dem Weltanschauung wichtiger sei als Anschauung. Einstweilen sei aus dem “Sturmgeschütz der Demokratie” ein “Luftgewehr der Fantasie” geworden. Die Aufklärung des Betrugs findet er “erstaunlich zurückhaltend” und vermutet “Beißhemmungen” bei den Kollegen, weil Relotius in vielen Medien Lügen verbreiten konnte. Der “Spiegel” habe das Glück, dass mit Steffen Klusmann seit Januar ein Chefredakteur im Amt ist, der mit dieser Sache nichts zu tun habe und völlig unbelastet agieren könne. “Wenn er das konsequent macht, kann auch der ‘Spiegel’ sich davon erholen”, glaubt Döpfner.
nordkurier.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft (9/2018).

Zitat: Springer-Chef Mathias Döpfner wünscht sich unbeugsame Journalisten.

“Je größer der Druck durch den FC Bayern oder die Industrie wird, umso unbeugsamer müssen die Journalisten sein. Sonst verlieren wir das Wichtigste: unsere Glaubwürdigkeit.”

Springer-Chef Mathias Döpfner sagt beim VDZ Publishers’ Summit in Berlin, dass Journalisten auch bei Widerstand nicht einknicken dürfen.
twitter.com (turi2 vor Ort auf dem VDZ Publishers’ Summit)

Zitat: Mathias Döpfner sieht das “Prinzip Zeitung” als Mittel gegen Filterblasen.

“Journalisten sind Wecker, die sich nicht abschalten lassen; das Prinzip Zeitung ist das wirksamste Mittel gegen die Filterblasen dieser Welt – denn es lässt sie platzen.”

Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner sagt beim Zeitungskongress, dass beim “Prinzip Zeitung” – egal ob gedruckt oder digital – der Absender immer klar sei. Die “Welt” druckt das Manuskript seiner Rede.
“Welt”, S. 21 (Paid)

Weitere Zitate aus der Rede:

“Wenn in einer Gesellschaft an sich Wahrheit relativiert wird, durch propagandistische Manipulation von allen Seiten quasi zur Ansichtssache erklärt wird, dann wackelt das Fundament.”

“Bei der Recherche hat es sich in manchen Ressorts bei manchen Zeitungen und Fernsehsendern aber offenbar eingebürgert, sich ohne Nachfrage auf die Regierung zu verlassen. Dabei ist auch die Regierung – im ausschließlich journalistischen Sinn – ein Gegenspieler für Journalisten.”

“Es ist an uns Verlagen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Journalisten ermutigen, und eine kritische, unabhängige Arbeitsweise ermöglichen.”

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit Mathias Döpfner.

Zitat: Mathias Döpfner knöpft sich das große Ganze der Medienpolitik vor.

“Es gibt in der Politik ein erschütterndes Maß an Wissensmangel über die entscheidenden Herausforderungen unserer Gegenwart und Zukunft.”

BDZV-Präsident Mathias Döpfner fordert im “Horizont”-Interview “echte und befugte Kompetenzzentren” als Digital-Berater der Regierung und sympathisiert mit Andrea Nahles’ “Daten für alle”-Vorschlag.
“Horizont” 38/2018, S. 12-13 (Paid), turi2.de (Background Nahles)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit Mathias Döpfner.

Netflix beruft Mathias Döpfner in sein Board of Directors.

Die 13. Fee: Springer-Boss Mathias Döpfner rückt als 13. Mitglied in das Board of Directors beim Streaminganbieter Netflix. Netflix-Chef Reed Hastings erwartet sich von der Berufung “wertvolle Perspektiven die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots”. Besonders sein Know-how im Bereich der digitalen Medien, das Döpfner beim Digital-Primus Springer kontinuierlich vorantreibt, soll Netflix beim Ausbau seines Angebots unterstützen.
media.netflix.com, variety.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.

“Wir sind verwundbar”: Mathias Döpfner über Springers Schwachpunkte.


Weitsicht durch Vorsicht: Auch Digital-Primus Springer hat seine Schwächen, muss Vorstandschef Mathias Döpfner einräumen. Im Video-Interview von Peter Turi spricht er über die drei Eigenschaften, die ihn verunsichern. “Zweckpessimismus” hat bei Döpfner Methode. Er sagt: “Only the paranoids will survive.”

Die stets selbstkritische Sicht auf die Situation diszipliniert – und lässt den Zweimeter-Mann nicht noch weiter wachsen: “Ich gehe immer davon aus, dass Dinge schief gehen können.” Schief gehen könne auch noch das Experiment, ein Geschäftsmodell für digitalen Journalismus zu finden. Dass sich Journalismus im Netz finanzieren lasse, sei “eine Hypothese, keine Gewissheit”.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.tv (37-Min-Video)

Mathias Döpfner und Peter Turi reden insgesamt 37 Minuten. Beim Klick auf die folgenden Links geht es direkt zu den Themen: Döpfner über …
1. … Kunst und Technologie
2. … seinen Karriereweg
3. … seine Musikleidenschaft
4. … Strategie, Tempo, Veränderungen
5. … Paranoia und Zweckpessimismus
6. … Springers wunde Punkte
7. … Journalismus-Geschäftsmodelle
8. … moderne Unternehmenskultur
9. … Springer in zehn Jahren
10. … das TV-Geschäft
11. … neues Geschäft und technische Innovation
12. … die Zukunft für Print
13. … seinen Medienkonsum

“Weltweit führender Digitalverlag”: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahre-Plan für Springer.

Eine echte Größe: Mathias Döpfner strebt mit Springer die Weltherrschaft an – im geschäftlichen Sinne. Aus Springer soll in den kommenden zehn Jahren der “weltweit führende Digitalverlag” werden, sagt Döpfner im Video-Gespräch mit Peter Turi. Er hat große Visionen für Business Insider, setzt auf digitale Kleinanzeigen und die Transformation der Traditionsmarken – Print kommt in seinen Plänen kaum noch vor. Und auch immer weniger am eigenen Frühstückstisch: Von einst 14 Zeitungen hat er einige abbestellt.

Die Zukunft des Gedruckten will der amtierende Zeitungsverleger-Präsident Döpfner “ganz nostalgiefrei sehen”, Achtungserfolge wie “Landlust” sieht er als Ausnahme. “Das geht solange es geht, irgendwann geht es fast nicht mehr.” Alle einst reinen Zeitungs-Marken würden auch zu Fernseh- und Radiosendern. Das klassische TV ist für Döpfner kein spannendes Konzept mehr, die Wunden der gescheiterten Fusion mit ProSiebenSat.1 sind allmählich verheilt.
turi2.tv (5-Min-Ausschnitt), turi2.tv (37-Min-Video)

Döpfner und Peter Turi reden in 37 Minuten auch über Musik, Paranoia und Döpfners musikalische Leidenschaft. Unten finden Sie das komplette Video. Beim Klick auf die folgenden Links geht es direkt zu den Themen: Döpfner über …
1. … Kunst und Technologie
2. … seinen Karriereweg
3. … seine Musikleidenschaft
4. … Strategie, Tempo, Veränderungen
5. … Paranoia und Zweckpessimismus
6. … Springers wunde Punkte
7. … Journalismus-Geschäftsmodelle
8. … moderne Unternehmenskultur
9. … Springer in zehn Jahren
10. … das TV-Geschäft
11. … neues Geschäft und technische Innovation
12. … die Zukunft für Print
13. … seinen Medienkonsum

Zitat: Springer-Chef Mathias Döpfner sagt, der Journalismus werde besser.

“Eine neue Generation an Journalisten wird sich über die nächsten Jahrzehnte etablieren mit Modellen, die den digitalen Journalismus um ein Vielfaches besser machen als den analogen Journalismus.”

Springer-Chef Mathias Döpfner sagt bei der DLD Europe-Konferenz, dass die goldenen Zeiten des Journalismus noch nicht vorbei seien.
burda.com, facebook.com (43-Min-Video)

Hör-Tipp: Mathias Döpfner interviewt Springers älteste Mitarbeiterin, Regina Quast, 80.


Ein Leben für Springer: Regina Quast arbeitet seit 63 Jahren für Springer und denkt auch im Alter von nun 80 Jahren noch nicht an den Ruhestand. Im Inside-Podcast des Medienkonzerns interviewt Springer-Chef Mathias Döpfner die Chefin Stabsabteilung leitende Angestellte, die ihr komplettes Arbeitsleben bei Springer verbracht hat. Quast spricht über den Kulturwandel im Konzern – und bei sich selbst: Anfangs hielt sie es für unmöglich, Kinder und Karriere zu vereinen, männliche Führungskräfte in Elternzeit konnte sie sich kaum vorstellen. “Wenn man weiterkommen will, muss man einfach Neues aufnehmen”, sagt sie heute.

Im Tagesgeschäft für Einstellungen und Kündigungen zuständig, fordert Quast von den Springer-Führungskräften eine bessere Feedback-Kultur und mehr Lob für die Mitarbeiter. Von ihrem Vorstands-Vorsitzenden Döpfner wünscht sie sich ein besseres Zeitmanagement: “Sie sind zu eng getaktet in Ihrem Büro.” “Das Schlimme ist, Sie haben ganz sicher recht”, entgegnet der Springer-Boss.
soundcloud.de

Zitat: Mathias Döpfner lässt die Finger von Print-Investitionen.

“Ich sehe keine Möglichkeit, eine andere Print-Marke zu kaufen.”

Springer-Boss Mathias Döpfner sagt im Interview mit Bloomberg, er interessiere sich mehr für originär digitale Marken.
bloomberg.com

Weitere Zitate aus dem Interview:

– zum Verhältnis mit Facebook und Google, immerhin Konkurrenten im Anzeigenmarkt:

“Da gibt es viel mehr Chancen als Risiken.”

– zu seinem Vertrag, der 2021 ausläuft:

“Warum sollte ich jetzt aufhören? Der Spaß beginnt gerade erst.”

Meinung: Fake News legen sich als digitaler Mehltau über die Demokratie, findet Mathias Döpfner.

Mathias Döpfner sieht die zunehmende Menge an Fake News als “eine Art digitaler Mehltau”, die die Demokratie bedrohe, schreibt er in einem Gastbeitrag im Deutschlandradio-Programmheft. Falschmeldungen würden als unabhängiger Journalismus verkleidet subtiler daherkommen als früher. Facebook und Co seien als “Transporteure dieses Mehltaus” auf einem Irrweg, denn solch komplexe, gesellschaftliche Probleme könnten nicht durch ein paar Programmierer behoben werden.
deutschlandradio.de

Mathias Döpfner bedauert Entwicklung bei Verimi.

Mathias Döpfner bedauert die Entwicklung, die dazu führte, dass Donata Hopfen die Geschäftsführung bei Verimi abgegeben hat. Die Mehrheit der Gesellschafter habe aber entschieden, die Geschäftsführung der Daten-Allianz gleichberechtigt zu führen. Wichtig sei, dass sich die Gesellschaft weiterhin positiv entwickelt, so Döpfner bei der Springer-Telefonkonferenz zu den Zahlen des ersten Quartals. Springer hält trotz Hopfens Rückzug an seinem Anteil an der Gesellschaft fest.
meedia.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Mathias Döpfner spricht mit Jeff Bezos.

Lese-Tipp: Die “Welt am Sonntag” druckt auf vier Seiten das Gespräch zwischen Mathias Döpfner und Jeff Bezos (Foto), das beide anlässlich der Verleihung des Axel Springer Awards geführt haben. Darin sagt der Amazon-Gründer, dass er die “Washington Post” gekauft habe, weil er davon überzeugt gewesen sei, sie retten zu können. Der Rückhalt seiner Familie und Frau helfe ihm, Risiken einzugehen. In einem Extrateil stellt die “Welt am Sonntag” Bezos und seiner Investitionen in mehreren Beiträgen näher vor.
“Welt am Sonntag”, S. 11-14 (Paid)

Zitat: Für Mathias Döpfner ist die geringe US-Tech-Konzerne-Kritik typisch für die Branche.

“Medien sind strukturell antiautoritär, und das ist auch gut so.”

Mathias Döpfner sieht die Medienwelt als “Branche der Individualisten”, die sich deshalb nicht gemeinsam gegen US-Tech-Konzerne stellt. Er fordert politische Regulierung:

“Die Zeiten sind vorbei, als die US-Riesen wie Raubritter den Markt erobern konnten und alles an sich rissen, was sie kriegen konnten.”

“Bei uns gibt es wenige, die wirklich mutig sind. Das gilt für Wirtschaftslenker, für Politiker, und eben auch für Journalisten. Viele wollen ‘lieber nicht unangenehm auffallen’. Es ist ja auch so ein schön-wohliges Gefühl, im Mainstream zu schwimmen.”
“Handelsblatt”, S. 16 (Paid)

Mathias Döpfner kündigt einen Jüngstenrat für Springer an.

Springer stellt einen Jüngstenrat zusammen, kündigt Vorstand Mathias Döpfner an. Sechs Mitarbeiter unter 30 bilden den “Youth Council”und diskutieren ein- bis zweimal im Monat gemeinsam mit den Vorständen über Strategien, Investitionen und Technologien. Sie kommen aus den Redaktionen, der Holding und aus Beteiligungen in Frankreich und England.
inside.axelspringer.com

Mathias Döpfner gibt Statement zum Attentat auf Rudi Dutschke ab.


Die Kugel Nummer eins: Mathias Döpfner räumt in einem Statement auf Bild.de anlässlich des Attentats auf Rudi Dutschke vor 50 Jahren ein, dass Texte in den Zeitungen von Axel Springer die aufgeheizte Stimmung 1968 weiter verstärkt hätten. Auch der Geheimdienst der DDR habe damals Öl ins Feuer gekippt. Es sei gut, dass in Kreuzberg die Axel-Springer- auf die Rudi-Dutschke-Straße treffe, denn vielleicht hätten “damals die Falschen gestritten”.

Am 11. April 1968 schoss ein Hilfsarbeiter aus rechtsextremen Motiven dreimal auf den Aktivisten Rudi Dutschke, der nur knapp überlebte und an den Spätfolgen der Gehirnverletzungen starb. Die linke Studentenbewegung gab “Bild” und dem Springer-Verlag damals eine Mitschuld, weil sie mit ihrer Berichterstattung Hass u.a. gegen Dutschke gesät hat.
bild.de

Mathias Döpfner plant “mehrere kleinere” Übernahmen.


Viele kleine Deals: Springer ist bereit für Investitionen und Zukäufe, sagt Vorstandschef Mathias Döpfner im “manager magazin”. Wahrscheinlicher seien mehrere kleinere Übernahmen als eine große. Vieles deutet hin auf Deals im Bereich digitaler Rubrikenangebote: Döpfner war mit Vorstandskollegen gerade an der US-Westküste, um Startups zu beschnuppern. Die Portokasse ist derzeit gut gefüllt: Durch Zurückhaltung aber auch den Verkauf von Aufeminin verfüge Springer über “erhebliche Finanzierungsspielräume”.

Döpfner blickt zufrieden auf das aktuelle Rubrikengeschäft, zu dem u.a. die Portale Immonet, Immowelt und Stepstone gehören. Die Jobanzeigen-Seite Stepstone solle sich zu einer Plattform rund um alle Fragen des Berufslebens wandeln. Damit will sich Springer gegen die Konkurrenz rüsten: Döpfner blickt sowohl gespannt auf Startups, die in den Kleinanzeigen-Markt eindringen, als auch die “ernste Bedrohung” durch Google und Facebook. Trotz des immer weiter wachsenden Anteils der digitalen Geschäfte lehnt Döpfner eine Aufsplittung Springers in einen Print- und einen Digitalkonzern ab, weil der Börsenkurs ja auch so immer weiter steigt. (Foto: Britta Pedersen / dpa / Picture Alliance)
“manager magazin” 4/2018, S. 24 (Paid)

Klick-Tipp: Mathias Döpfner mahnt Mitarbeiter zu mehr Tempo, Mut und Experimenten.

Klick-Tipp: Mathias Döpfner berichtet in einer Rundmail an Mitarbeiter von einem Vorstands-Ausflug ins Silicon Valley. Die Manager fragten Apple, Google und Facebook, was sie tun würden, wenn ihnen Springer gehörte. Döpfner mahnt nun, “noch schneller, noch mutiger, noch experimentierfreudiger zu werden”. In digitalen Unternehmen sei Kreativität und Geschwindigkeit “keine ‘Nice to have’-Optionen, sondern die Grundlage fürs Überleben”.
kress.de

Mathias Döpfner verkauft Springer-Aktien im Wert von 26,2 Mio Euro.

Mathias Döpfner verkauft Springer-Aktien im Wert von 26,2 Mio Euro und besitzt künftig noch 2,8 % des Konzerns. Döpfner plant keine weiteren Verkäufe und will mit dem Erlös Schulden tilgen, die er für den Kauf der Aktien aufgenommen hat. Auch Rubrikengeschäfts-Vorstand Andreas Wiele trennt sich von Aktien im Wert von knapp 2,7 Mio Euro.
derstandard.at

Zitat: Nordkorea-Vergleich hat seinen Zweck erfüllt, sagt Mathias Döpfner.

“Für mich ist der Begriff nicht wichtig, aber wenn Sie so wollen, hat er seinen Zweck erfüllt.”

BDZV-Präsident Mathias Döpfner steht im “Spiegel”-Interview zu seinem Nordkorea-Vergleich im Verleger-Streit mit ARD und ZDF. Die Zuspitzung habe Aufmerksamkeit gebracht, weil “wir Verlage uns nicht mehr anders zu helfen wissen”.
“Spiegel” 50/2017, S. 96 (Paid), spiegel.de

Mathias Döpfner hat musikalische Wurzeln in Ladenburg.

Mathias Döpfner, Springer-Boss und BDZV-Präsident, übernimmt einen zusätzlichen Job: Am Sonntag, den 14. Januar, eröffnet er als Festredner im Domhof des nordbadischen Ladenburg die Feierlichkeiten zum 175. Jubiläum des Gesangsvereins Liederkranz Ladenburg. Sein Ur-Urgroßvater Franz Joseph Wenzeslaus Döpfner gründet den Verein in Ladenburg 1843, Ur-Großvater Joseph Ernst Döpfner war seinerzeit 1. Vorsitzender. Die Familie von Mathias Döpfner ist seit Jahrhunderten in der Römerstadt verwurzelt und musikalisch aktiv.
morgenweb.de

Hör-Tipp: Mathias Döpfner erklärt das Arbeiten der Zukunft anhand des Springer-Neubaus.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner will als Arbeitgeber attraktiv sein und die klügsten Köpfe für Springer gewinnen. Im Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen erklärt der Springer-Boss, dass es heute nicht mehr auf das größte Büro und den größten Dienstwagen ankomme, sondern darauf Work-Life-Balance zu schaffen. Döpfner erklärt, wie sich das Arbeiten im Konzern im Springer-Neubau verändern soll.
soundcloud.com (51-Min-Podcast)

“Staatspresse-Debatte”: Stefan Niggemeier bezichtigt Mathias Döpfner der Lüge.

Mathias Döpfner hat ARD und ZDF sehr wohl als “gebührenfinanzierte Staats-Presse” bezeichnet, schreibt Stefan Niggemeier. Der BDZV verbreitete laut Niggemeier in seiner Entgegnung auf die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse daher einer Lüge, wenn er schreibe, Döpfner habe den Ausdruck nur in einem Konjunktiv-Szenario verwendet. Die Wiedergabe Döpfners sei daher auch nicht böswillig.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Mathias Döpfner will Gerüchte um Abspaltungen einfangen.

Springer-Chef Mathias Döpfner bemüht sich intern, Gerüchten um Entlassungen, Abspaltungen oder Verkäufe entgegenzutreten, berichtet Gregory Lipinski. Innerhalb des Verlags gebe es Unruhe angesichts der Umstrukturierung in die zwei neuen Verlagsbereiche Digital und Print. In einer hausinternen Zeitung der Betriebsräte äußert Döpfner die Sorge, dass Angst durchs Haus gehe und sich Gerüchte verselbstständigen und verspricht: “Es wird keinen Verkauf geben, es wird keinen Börsengang geben, es wird keine Abspaltung geben.”
meedia.de

Zitat: Mathias Döpfner sieht eine Allianz zwischen Politikern und ARD und ZDF.

“Es gibt eine Interessenallianz, die dazu führt, dass kaum ein Politiker es wagt – schon gar nicht in Wahlkampfzeiten –, sich mit den Öffentlich-Rechtlichen anzulegen, weil man auf deren Wohlwollen angewiesen ist.”

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner sieht einen Interessenkonflikt der Politiker bei der Kontrolle von ARD und ZDF. Besonders Landespolitiker seien von der Präsenz in den öffentlich-rechtlichen Programmen abhängig, sagt Döpfner im Interview mit der “FAZ”.
faz.net

Weiteres Zitat aus dem Interview:
“Wenn sich die ARD von morgen an so verhielte wie das ZDF, würde kein Verleger mehr Kritik üben. Aber die ARD verhält sich eben anders – mit ihrer “Tagesschau”-App, mit ihren regionalen Angeboten und mit ihren Heerscharen von Print-Redakteuren, die Texte schreiben.”

“Horizont”: Zeitungsverleger sind von ihrem Präsidenten Mathias Döpfner ganz angetan.

Mathias Döpfner hinterlässt als Präsident des BDZV nach einem Jahr Amtszeit einen positiven Eindruck, bilanziert Uwe Vorkötter. Branchengrößen loben Döpfner genauso wie Kleinverleger. Der Springer-Boss treibe die Reform des Verbandes voran und sei in Berlin und Brüssel präsent. Die Arbeit mit dem Präsidenten sei “sehr professionell, aber auch sehr kompliziert”, weil die Granden des Verlags auch im Verband mitsprechen. Bevor eine Vorlage den Präsidenten erreiche, werde geprüft und umgeschrieben. Wenn ein Thema bei Döpfner ankomme, treffe er immerhin schnell Entscheidungen.
“Horizont”, 38/2017, S. 11 (Paid)

BDZV: Mathias Döpfner hat ARD und ZDF nicht mit Nordkorea verglichen.

Viel Lärm um nichts? Der BDZV reagiert auf den Vorwurf der ARD-Vorsitzenden und MDR-Intendantin Karola Wille, Verbandschef Mathias Döpfner spiele mit seiner Nordkorea-Bemerkung beim BDZV-Kongress Verschwörungstheoretikern in die Hände und produziere Fake News. Döpfner habe die ARD nicht mit Nordkorea verglichen, beschwichtigt der BDZV, er habe vielmehr vor einem Szenario gewarnt, in dem es “nur Staatsfernsehen und Staatspresse im Netz” geben würde.

Döpfner hatte mit der Bemerkung, ein solches Szenario sei “eher etwas nach dem Geschmack von Nordkorea” für Empörung in der ARD gesorgt und es sogar in die “Tagesschau” geschafft. Die gezielte Stichelei gegen ARD und ZDF gehört beim BDZV praktisch zum guten Ton, schließlich treffen sich Verleger und Sender regelmäßig vor Gericht, wenn es um die Lufthoheit im Online-Journalismus geht. Dass Zeitungen und Öffentlich-Rechtliche auf der journalistischen Ebene dagegen gut miteinander können, beweisen Kooperationen wie die von WDR, NDR und “Süddeutscher Zeitung”. (Foto: Marijan Murat / dpa)
presseportal.de, bdzv.de (Redemanuskript), tagesschau.de (mit 90-Sek-Video)