Die EM bleibt frei empfangbar – Telekom-TV-Chef Michael Schuld im Video-Interview.


TV-Taktik: Die Deutsche Telekom will bei der Europameisterschaft 2024 dem König Fußball ein digitales Krönchen aufsetzen. Auf der Bühne des Kongresses Total Video von "Horizont" gibt der neue TV-Chef Michael Schuld Einblicke in die Möglichkeiten. So kann er sich vorstellen, dass in gut vier Jahren mehr als heute Augmented und Virtual Reality zum Einsatz kommen und die Zuschauer nicht mehr nur auf großen Screens, sondern über AR-Brillen das Spiel verfolgen. Das fängt bei digital eingeblendeten Zusatzinformationen an und geht bis zu Brillen, die den TV-Screen ersetzen könnten. Eine Gefahr, dass das Fußball-Turnier im Pay-TV verschwindet, sieht Schuld nicht: "Kein Deutscher muss Angst haben, dass er die Spiele der Deutschen nicht sehen kann, oder dass die WM nicht mehr im freien Fernsehen empfangbar ist", das sei schon vom Rundfunkstaatsvertrag her nicht möglich, so Schuld.

Außerdem spricht der Telekom-Manager im Bühnen-Interview über wirksame Werbung: Das müsse relevanter, guter Content sein, der unterhält und auch verkauft. An die Wirksamkeit klassisch produzierter Werbung glaubt Schuld dagegen nicht mehr. Und er erklärt die Ambitionen des Konzerns als TV-Plattform. Mit MagentaTV und seinen Eigenproduktionen will Schuld den klassischen Sendern und Streaming-Anbietern keine Konkurrenz machen, "das steht uns gar nicht zu". Viel mehr will der Dienst Sendern und VoD-Anbietern eine neutrale Plattform bieten. Denn dass sich die privaten TV-Konzerne RTL und ProSiebenSat.1 freiwillig auf ein Angebot des jeweils anderen begeben, kann Schuld sich aktuell nicht vorstellen.
turi2.tv (21-Min-Video auf YouTube)

Kapitel:
Michael Schuld über

... wirksame Werbung

... die Telekom als Konkurrenz für Sender und Streaming-Dienste

... die Fußball-WM bei der Telekom

... digital Detox

Video-Tipp: Michael Schuld im TV-Fragebogen.


Video-Tipp: Michael Schuld war als Kind froh, wenn er für "Wetten, dass..?" lange aufbleiben durfte, verrät er im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Besonders gerne erinnert sich der TV-Chef der Telekom an die ikonische Mercedes-Werbung mit der Ohrfeige aus den 1990ern, die er für die Telekom 2013 gecovert hat. Wenn er selbst vor dem Fernseher sitzt, laufen entweder Nachrichten, Fußball oder Netflix-Serien.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Die Telekom covert 2013 den Ohrfeigen-Spot von Mercedes:

Michael Schuld

Status Michael Schuld ist TV- und Entertainment-Chef der Deutschen Telekom. Geboren am 26. Mai 1968 Bio: Michael Schuld ist Absolvent der St. Galler Business School und steigt 1997 bei der Telekom-Tochter T-Mobile ein. Dort ist er in verschiedenen Marketingpositionen tätig, zuletzt hat der die Positin des Executive Vice... Weiterlesen ...

turi2 edition #9: Wie TV-Chef Michael Schuld für die Telekom wirbt.


Der Media-Mix macht's: "TV ist in Deutschland nach wie vor geeignet, schnell Reichweite aufzubauen", sagt Michael Schuld, frisch gekürter TV-Chef der Telekom, im Gespräch mit Peter Turi für die turi2 edition #9. Allein aufs klassische Fernsehen verlassen will Schuld sich aber auch nicht und investiert in nischige, aber innovative PR-Maßnahmen. Lesen Sie jetzt den kompletten Artikel kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der "turi2 edition #9".

Telekom: Michael Schuld wird TV- und Entertainment-Chef.


Let me entertain you: Michael Schuld, 51, seit fünf Jahren Leiter Kommunikation & Vertriebsmarketing der Telekom Deutschland, wird dort ab November TV- und Entertainment-Chef. Sein Vorgänger Wolfgang Elsäßer wirkt seit Juli als CEO der Swisscom-Tochter Cinetrade. Schulds Nachfolger als Marketer für Deutschland wird kommissarisch Christian Loefert, der für die Geschäftssteuerung der Telekom verantwortlich ist.

Schuld hat schon in seiner alten Funktion den Aufbau der Plattform Magenta-TV betrieben und testet unter anderem mit 360-Grad-Videos von Musikfestivals bei Magenta Musik die TV-Zukunft. In der turi2 edition #9 spricht Schuld über die Bewegtbildstrategie der Bonner. (Foto: Anne-Nikolin Hagemann)
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Berufe mit Zukunft: N wie New-Work-Experte – Michael Trautmann.


On the Way to New Work: Michael Trautmann, Unternehmer, Agenturmann und Marketingberater, ist mitschuldig am Trendthema Neues Arbeiten. Für die turi2 edition #8 trifft Peter Turi den Wellen-Reiter Trautmann und porträtiert ihn in unserem Berufe-Alphabet als virtuosen Vermarkter und Vordenker. Lesen Sie das ganze Porträt über New-Work-Experte Michael Trautmann hier als Online-Text oder hier im kostenlosen PDF des Buchs und hören Sie hier den Podcast.

“manager magazin”: Michael Bröcker steigt bei Gabor Steingart ein.

Neustart: Michael Bröcker, 41, Noch-Chefredakteur der "Rheinischen Post", schließt sich Gabor Steingart an, schreibt das "manager magazin". Der baue u.a. ein digitales Informationsangebot für Fachleute aus Politik und Wirtschaft auf. Bröcker, der bei seinem Abgang intern ankündigte, ein "neues digitales Angebot im Journalismus" aufzubauen, soll laut "manager magazin" in Steingarts Firma als Journalist arbeiten.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Korrektur 1.5., 11.15: In einer früheren Version dieser Meldung hatten wir geschrieben, Michael Bröker sei Ex-Chefredakteur der "Rheinischen Post". Er bleibt noch bis Ende September auf dem Posten. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Frauke Petrys Medienberater Michael Klonovsky distanziert sich öffentlich.


Marcus Pretzell und Frauke Petry haben einen Kollegen weniger. Michael Klonovsky (ganz weit rechts) bricht mit den beiden AfD-Politikern. (Fotos: Ina Fassbender, Markus C. Hurek/dpa/Picture Alliance)

Auf Distanz mit Donnerhall: AfD-Chefin Frauke Petry und ihr Medienberater Michael Klonovsky trennen sich. Der frühere "Focus"-Redakteur Klonovsky fordert die AfD-Mitglieder auf, Petry nicht länger zu unterstützen. Ihr Ehemann Marcus Pretzell sei "eine Hochstaplerfigur, ein unseriöser Mensch mit krankhaftem Drang zur Intrige". Pretzell wolle die AfD mit Petry als Werkzeug erobern, Petry lasse sich blenden, behauptet der gescheiterte Spin-Doctor.

Klonovsky fühlt sich von Pretzell betrogen: Er klagt vor dem Arbeitsgericht München, weil Pretzell ihm 24.000 Euro schulde. Für das Geld habe er u.a. Reden geschrieben und Termine organisiert. Offenbar hatte Klonovsky auch eigene Pläne mit Petry. Er sah sie bereits als künftige "deutsche Margaret Thatcher". Die Einheit Petry-Pretzell gilt jedoch als fest wie Sekundenkleber: "Spiegel"-Redakteurin Melanie Amann erzählt Daniel Bouhs in einem Interview, auf wie viel Gegenwehr sie bei Recherchen im Umfeld der beiden stößt.
michael-klonovsky.de, youtube.com (Amann) turi2.de (Background)

GWA: Michael Trautmann übernimmt Ämter von Thomas Strerath.

Trautmann600Skandalfrei: Michael Trautmann übernimmt beim Gesamtverband Kommunikationsagenturen alle Ämter von Thomas Strerath. Der Gründer und Vorstand von thjnk ist bisher Vizepräsident des GWA. Nun vertritt er auch das Thema Effie im Verbandsvorstand und übernimmt den Vorsitz der Effie-Jury. Mit dem Preis wird effiziente Markenkommunikation prämiert.

Strerath hatte alle Ämter niedergelegt, nachdem ihm Frank-Michael Schmidt, CEO von Scholz & Friends, Schummelei bei der Preisvergabe vorgeworfen hatte. Intern bedauert man das Ausscheiden Streraths, da der Vorstand von Jung von Matt den Effie "wieder auf einen Wachstumskurs geführt hatte". GWA-Präsident Wolf Ingomar Faecks findet es schade, dass die Diskussion um die Effie-Vergabe "von Beginn an in der Öffentlichkeit ausgetragen wurde".
per Mail, turi2.de (Background)

Thomas Strerath wirft nach Anschuldigungen beim GWA hin.

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Preis verdächtig: Vorstandsmitglied Thomas Strerath wirft beim Gesamtverband Kommunikationsagenturen hin und legt alle Ämter nieder. Der Partner und Vorstand bei Jung von Matt wirkte u.a. als Chef der Jury bei der deutschen Variante des Effie, einem Preis für effiziente Markenkommunikation. In dem Zusammenhang zog er harsche Kritik von Frank-Michael Schmidt, dem CEO von Scholz & Friends, auf sich.

Schmidt wirft Strerath vor, er habe sein Jury-Amt missbraucht, um JvM unverdient einen Effie zuzuschanzen. Er kritisiert, dass sich JvM auf der eigenen Website für einen Evergreen-Effie für die Astra-Kampagne des Kunden Carlsberg feiert - obwohl Philipp und Keuntje als Betreuer eigentlich ausgezeichnet wurde. Strerath habe außerhalb von Regeln und Fristen dafür gesorgt, dass JvM als "beteiligte Agentur" genannt wird - und den Effie so im GWA-Ranking der Agenturen zugerechnet bekommt.

Strerath wiederum argumentiert, dass JvM mit ausgezeichnet wurde, weil die Kampagne "in ihrer Form mit Layout und Claim bei Jung von Matt entstanden" sei. So werde der "Wert einer Idee" berücksichtigt.
horizont.net, horizont.net (Schmidt, Pdf), new-business.de (Antwort Strerath)

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Der Jahrestreff für Werbungtreibende, Medienvertreter, Vermarkter und Agenturen – rund um Video und Bewegtbild. Mit dabei u.a. Peter Turi; Michael Schuld, Deutsche Telekom; Natanael Sijanta, Mercedes-Benz Cars; Andrea Tauber-Koch, OWM/Commerzbank. turi2-Leser erhalten 200€ Rabatt bei der Anmeldung. Rabattcode: Sonder699_turi

tvkongress

TV-Kongress in München, 7.11. 10.45 – 11.15 Wohin entwickelt sich TV? Erkenntnise eines Fachverleger – und Einsichten eines Big Players Peter Turi, turi2 & Michael Schuld, Telekom 1. Erkenntnis aus einem halben Jahr Arbeit an diesem Buch: Totale Vielfalt ist möglich. Wir müssen uns klarmachen, wieviel näher Bewegtbild... Weiterlesen ...

turi2 Termin-Tipp: SZV, Subscription Leaders Summit, Buchmesse.

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turi2 Termin-Tipp: Die Verleger im Südwesten laden zu ihrem Publisher’s Day ein, die Abo-Wirtschaft trifft sich zum Subscription Leaders Summit in Frankfurt, wo in dieser Woche auch die Buchmesse startet. Das sind unsere drei Termin-Tipps für diese Woche. In der kommenden Woche stellt turi2 die neue turi2 edition #9 zum Thema TV – Totale Vielfalt vor mit Events bei RTL in Köln und bei ProSieben in München. Diese und 34 weitere Veranstaltungen zum Weiterbilden, Vernetzen und Feiern finden Sie in unserer Vorschau für die kommenden vier Wochen. Weiterlesen ...

fragebogen9

Peter Kloeppel turi2.de/edition/kloeppel Lisa Altmeier turi2.de/edition/altmeier Frank Elstner turi2.de/edition/elstner Sarah Al-Dujaili turi2.de/edition/al-dujaili Thomas Voigt turi2.de/edition/voigt Alexander Wiegand turi2.de/edition/wiegand Michael Schuld turi2.de/edition/schuld Jens Thiemer turi2.de/edition/thiemer Damir Maric turi2.de/edition/maric Hermann-Josef Knipper turi2.de/edition/knipper Anja Stolz turi2.de/edition/stolz Mirco Völker turi2.de/edition/Voelker Tatjana Ohm turi2.de/edition/ohm Robin Alexander turi2.de/edition/alexander Nico Hofmann turi2.de/edition/hofmann Laura Karasek turi2.de/edition/karasek... Weiterlesen ...

HSV verliert Hauptsponsor Emirates.

HSV verliert seinen Hauptsponsor Emirates nach 14 Jahren, meldet die "Bild". Schuld sei das Relegations-Aus des Vereins, Emirates pumpte jährlich rund 1,4 Mio Euro in den HSV. Auch der Stadion-Name steht auf der Kippe: Investor Klaus-Michael Kühne wollte nur bei einem Aufstieg den seit 2015 laufenden Vertrag über die Namensrechte am Volksparkstadion verlängern, für die der HSV rund vier Mio Euro pro Saison bekommt. Kühne will seine Anteile verkaufen.
"Bild", S. 9 (Paid)