Wie geht’s der Freiheit, Ulf Poschardt?


Welt in Quarantäne: "Die Freiheit wird gerade massiv eingeschränkt", sagt Ulf Poschardt im "Wie geht's"-Interview. turi2.tv erwischt den "Welt"-Chefredakteur am Donnerstagmorgen per Skype auf dem Weg zur nächsten Video-Konferenz im Home Office, aus dem er Springers Blaue Gruppe dieser Tage führt. Poschardt stört sich zwar an den Beschränkungen, denen die Gesellschaft angesichts der Corona-Krise unterliegt. Auf der anderen Seite beweise sich eine liberale Demokratie gerade, wenn sie fähig ist, Freiheit mit demokratischen Mitteln einzuschränken, "um die Schwächsten der Schwachen zu schützen".

Die These, dass die Politik angesichts der Corona-Krise mit strengen Regeln reagiert, die im Kampf gegen den Klimakollaps viel nötiger wären, findet Poschardt "so bescheuert, dass ich sie eigentlich gar nicht kommentieren will". Wer eine Pandemie mit der Klimakrise verwechsle, habe beides nicht verstanden. Die Diskussion wolle er lieber Jakob Augstein und Richard David Precht überlassen. Der Philosoph hatte in einem turi2.tv-Interview u.a. gesagt, "dass die Leute mehr Angst um ihr Leben haben als um das Überleben der Menschheit".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

“Welt”-Chef Ulf Poschardt sieht wachsendes Vertrauen bei Lesern, aber Angst bei Werbenden.

Corona-Krise sorgt für doppelt so viele Neuabschlüsse von Digitalabos bei der "Welt" wie sonst, sagt Ulf Poschardt. Auch der Zuspruch der Leser*innen sei gewachsen, positive Rückmeldungen gebe es sogar im Supermarkt. Gleichzeitig seien die Werbekunden zurückhaltend. Poschardt ruft sie auf, "kommunikativ ganz neu anzusetzen" und vom vertrauenswerten Umfeld der Nachrichtenportale zu profitieren.
horizont.net (Paid)

“Welt”-Chef Ulf Poschardt kritisiert: Einige Milieus treiben ARD und ZDF vor sich her.


Angriff der "Welt"-Macht: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt nimmt die Diskussion um die WDR-Satire und die BR-Kritik von Richard Gutjahr zum Anlass, in einem Kommentar auf Seite 1 die öffentlich-rechtlichen Anstalten scharf zu kritisieren. Poschardt wirft ihnen vor, "einen eher hermetischen Werte- und Wahrnehmungskorridor" zu besitzen, bedingt durch eine "beamtenähnliche Journalistenexistenz" und zu gleichen Verhältnissen, aus denen die Medienschaffenden stammen. In den "Tagesthemen" kommentiere daher "in der Regel ein konformistisches Haltungskollektiv". Applaus komme dafür von "nationalmoralistischen Minderheiten, denen der Umerziehungsimpetus in Sachen Sozialismus, Klimanotstand oder Gendersprache noch nicht weit genug geht". Poschardt diagnostiziert, diese Milieus würden die Sender vor sich hertreiben.

Damit bewegt sich Poschardt nicht weit von der Kritik der AfD und anderer rechtspopulistischer Kräfte, die ARD und ZDF als zu links erachten. Von ihnen will sich der Springer-Mann jedoch nicht vereinbaren lassen. Vielmehr warnt er, dass die vermeintliche Schieflage der Öffentlich-Rechtlichen von der Partei für einen "erwartbar antiliberalen Affekt" genutzt werde. Porschardt fordert daher, dass die Mitte der Gesellschaft definieren solle, wie die Grundversorgung aussehen solle. Er selbst plädiert für eine Wachstumsbremse oder wie er verschärft sagt "Wucherbremse".
welt.de, turi2.de (Background)

Ulf Poschardt

Status: Ulf Poschardt ist Chefredakteur der Welt-Gruppe. Geboren am 25. März 1967 in Nürnberg Bio: Seine berufliche Karriere startet Ulf Poschardt 1996 als Chefredakteur des “SZ-Magazins”. Nach der Kündigung wegen des Skandals um Tom Kummer wechselt er 2001 als Berater der Chefredaktion zur “Welt am Sonntag”. Von 2005... Weiterlesen ...

Ulf Poschardt twittert Grönemeyer-Richtigstellung.

Social Media: Ulf Poschardt twittert eine Richtigstellung bezüglich Herbert Grönemeyer. Der Chefredakteur der Welt-Gruppe hatte bei der Diskussion um Grönemeyers "Keinen Millimeter nach rechts"-Aufruf getwittert, der Sänger sei aus Steuergründen "nach London geflüchtet". Grönemeyers Anwalt hatte eine Richtigstellung gefordert, Poschardt seine Follower dazu abstimmen lassen – die hatten mehrheitlich für einen Rechtsstreit gestimmt.
pressesprecher.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Mein größter Misserfolg – und was ich daraus gelernt habe (3): Ulf Poschardt.


Ulf Poschardt, 2007, damals Chefredakteur von "Vanity Fair" (Foto: Rainer Jensen / dpa / Picture Alliance).

Verliebt in Lernkurven: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt"-Gruppe, sieht Scheitern als Chance. Ohne Misserfolge keine Entwicklung, so sein Credo. Er und viele andere Medien-, Marken- und Meinungsmacher schreiben bei turi2, was sie aus schmerzhaften Niederlagen gelernt haben. Erzählen auch Sie uns Ihre Geschichte: post@turi2.de. >>> weiterlesen...

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 52.

Ulf Poschardt
Wir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt" im Hause Springer, feiert heute zurückhaltend seinen 52. Geburtstag. Den Tag verbringt er "wie immer im Newsroom, beim besten Team der 'Welt'". Das Beste im abgelaufenen Jahr war für Poschardt zu sehen, dass guter Journalismus digital viele Abonnenten finden kann.

Für das kommende Jahr wünscht er sich für den Journalismus mehr Mut und Originalität – und dazu "weniger Opportunismus und Sentimentalität". Glückwünsche erreichen ihn heute oldschool per Fax und Telex oder klassich per Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

“Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter”: “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

turi2 podcast: Wie “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt Leser loyalisiert.


Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren.

Poschardt nutzt dafür auch seinen Twitter-Account – weshalb er seinem Vorstandschef Mathias Döpfner sanft widersprechen muss. Döpfner empfahl gerade öffentlich "allergrößte Zurückhaltung", denn es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist".
Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

Zitat: “Welt”-Chef Ulf Poschardt will nicht für Bezahlung von Inhalten betteln müssen.

"Ungern würden wir als Bettler auftreten, wenn wir einfach nur das bürgerliche Eigentumsrecht ernst genommen sehen wollen."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt macht in einem Leitartikel Stimmung für einen besseren Schutz geistigen Eigentums. Heute debattiert und morgen entscheidet das EU-Parlament über eine Reform des Urheberrechts.
welt.de

Weitere Zitate aus dem Kommentar:

"Auf kaum einem anderen Feld grassiert ein derart weltfremder Idealismus wie in der Netzpolitik."

"Die Büros des Duopols Google/Facebook sehen wie bunte Kinderspielplätze aus. Die Hoodie- und Turnschuh-Phänomenologie der Helden hat viel für die Immunisierung gegen jede Kritik geleistet."

"Es geht um Fair Trade von Ideen und Inhalten. Es geht nicht darum, das Internet zu zerstören oder gar dessen Freiheit zu beschränken."

Zitat: Ulf Poschardt bietet sich als Träger der letzten Laterne an.

"Ich liebe Zeitungen und bin überzeugt: Unser Haus hat die Kraft, hier am Ende so etwas wie 'the last man standing' zu sein."

Chefredakteur Ulf Poschardt ist zwar Print-Fan, aber auch Realist: Er begeistert sich für Papier, aber vor allem fürs Zusammenspiel der vielen "Welt"-Ausspielwege von App bis TV.
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulf Poschardt glaubt an Zeitungen, aber längst nicht an alle.

Zitat: SPD-Politiker Ulrich Kelber reißt Ulf Poschardt aus der Samstagsruhe.

"Die Springer-Publikationen 'Bild' und 'Welt' sind Sprachrohre für die AfD-Ideologie geworden."

Ulrich Kelber, Justiz-Staatssekretär und SPD-Politiker, wirft den Springer-Medien vor, der liberalen demokratischen Grundordnung "schweren Schaden" zuzufügen.
ulrich-kelber.de

"Wie im Eimer ist die SPD, wenn sie aus der 'Welt' ein Sprachrohr der AfD machen will? Ich finde das ekelhaft und eigentlich klassischer AfD-Stil."

Ulf Poschardt, liberaler FDP-Fan und "Welt"-Chefredakteur, mag das nicht auf sich sitzen lassen.
twitter.com

Lese-Tipp: Ulrike Simon porträtiert “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt.

Lese-Tipp: Pünktlich zur Umbenennung von N24 in Welt in der kommenden Woche widmet Ulrike Simon "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt ein Porträt. Sie zeichnet das Bild eines leidenschaftlichen Journalisten, dessen Aufgabe es ist, "Ideen zu entwickeln, Themen aufzuspüren, die Redaktion zu hohem Output zu ermuntern". Ein Chefredakteur, bei dem aber auch Empathie spürbar wird – besonders, wenn die Sprache auf den in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel kommt.
"Horizont" 2/2018, S. 4 (Paid), turi2.de (Umbenennung)

Lese-Tipp: Bento veröffentlicht die Predigt, die Ulf Poschardt aufregte.

Lese-Tipp: Bento veröffentlicht die Predigt, über die sich "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt auf Twitter aufgeregt hat. Gehalten wurde sie von Steffen Reiche, Pfarrer an der evangelischen Kirche in Berlin-Nikolassee. Darin spricht er unter anderem von Missständen im Vatikan und zitiert das Weihnachtsgedicht von Erich Kästner.
bento.de, turi2.de (Background)

Zitat: Ulf Poschardt twittert gegen politische Weihnachts-Predigten.

"Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?"

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt findet die Predigt an Heiligabend politisch zu weit links und macht sich bei Twitter Luft. Die Angesprochenen empören sich und verfassen ein neoliberales #PoschardtEvangelium.
twitter.com

Zitat: Ulf Poschardt sieht nur Chancen für wenige, gute Zeitungen.

"Print wird bleiben, aber es wird nur das Allerbeste bleiben."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt vermutet eine Bereinigung auf dem Zeitungsmarkt. Seine Redaktion probiert, mit Sonderaktionen wie Kunstausgaben zu bestehen.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Weitere Zitate:

"Ich muss einfach arbeiten. Es geht nur um harte journalistische Arbeit. Damit macht man die Punkte und nicht mit Sonntagsreden."

"Ich denke alles vom Produkt her. Ich bin Leser, Medien-Junkie. Ich lese Tag und Nacht, wenn es irgendwie geht und ich schreibe auch viel. Ich versuche alles, was nicht schreiben und Journalismus ist, in meinem Alltag so klein wie möglich zu halten."

Ulf Poschardt glaubt an Zeitungen, aber längst nicht an alle.


Survival of the bravest: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt glaubt an eine Bereinigung auf dem Zeitungsmarkt. Einige, die sich der Digitalisierung verweigern, werden verschwinden, sagt Poschardt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Print wird bleiben, aber es wird nur das Allerbeste bleiben", sagt er beim best4-Event in Frankfurt. Und fordert von Kollegen harte journalistische Arbeit ein: "Damit macht man die Punkte und nicht mit Sonntagsreden."

Poschardt selbst liebt Analoges: Zeitungen, Bücher, alte Autos. Deshalb erfasse ihn eine "zarte Melancholie", wenn er auf die sinkenden Reichweiten der Zeitungen schaut. Der "Welt"-Chefredakteur verzagt aber nicht, weil das digitale Geschäft brummt, sondern fasst sich ein Herz. "Ich muss einfach arbeiten. Es geht nur um harte journalistische Arbeit", sagt Poschardt: "Ich versuche alles, was nicht schreiben und Journalismus ist, in meinem Alltag so klein wie möglich zu halten."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Bild des Tages: Jeff Koons und Ulf Poschardt reden über die “Welt”-Künstlerausgabe.


Künstler von "Welt": Ulf Poschardt, Chefredakteur WELTN24, und der US-Künstler Jeff Koons unterhalten sich im Newsroom der "Welt". Zuvor hat Jeff Koons im Rahmen der Redaktionskonferenz seine Zeitungsseiten für die morgige Ausgabe des Springer-Titels präsentiert, die zum achten Mal als sogenannte Künstlerausgabe unter gestalterischer und inhaltlicher Federführung eines Künstlers erscheint. (Foto: Martin U. K. Lenngemann/Welt N24)

“Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt adelt die neue “taz”.

taz erhält unverhofft Lob von der anderen Straßenseite: Ulf Poschardt, Chefredakteur der benachbarten "Welt", lobt den "taz"-Relaunch als beispielhaft gelungen und inspirierend. Die Zeitung entwickele ein frech klassisches Verhältnis zu sich selbst. Mit dem neuen Layout "knallen die Ideen doller", schreibt Fan-Boy Poschardt. Sogar Neoliberale und Konservative könnten mit der "taz" glücklich werden.
"Welt", S. 24 (Paid), turi2.tv (Video zum Relaunch)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".

“Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt schreibt Mittags-Newsletter “5 nach 12”.

Ulf Poschardt geht unter die Newsletter-Schreiber: Der Chefredakteur der "Welt" meldet sich im Gegensatz zu anderen Chefredakteuren nicht am Morgen, sondern am Mittag zu Wort. In seinem Newsletter "5 nach 12" will Ulf Poschardt einen Überblick über die relevantesten Themen des Vormittags geben sowie einen Ausblick auf das, was nach der Mittagspause wichtig wird.
per Mail, meine.welt.de (Newsletter-Anmeldung)

Zitat: “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt ist besorgt über schwindende Pressefreiheit.

"Die vergangenen 100 Tage haben deutlich gemacht, wie kostbar und zentral die Meinungs- und Pressefreiheit für eine liberale Gesellschaft ist und wie wenig selbstverständlich sie geworden ist - auch an den Rändern Europas."

Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt, ist besorgt über schwindende Pressefreiheit. Am morgigen Mittwoch ist Korrespondent Deniz Yücel genau 100 Tage in Haft.
daily.spiegel.de (Paid)

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 50.

Ulf PoschardtWir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur von WeltN24, feiert heute seinen 50. Geburtstag. Der Autoliebhaber gibt nicht nur im Porsche Gas, sondern auch mit seiner crossmedialen Redaktion. Das turbulente Jahr 2016 sei der "ideale Nährboden für substanziellen Journalismus" auf allen Kanälen von WeltN24 gewesen. Besonders freut sich der promovierte Philosoph darüber, wie gut der Sender N24 mit der neuen WeltN24-Homepage ineinandergreift. Er könne sich kein besseres oder athletischeres Team vorstellen als seine Mannschaft.

Nicht zu Ruhe kommen lässt Poschardt das Schicksal seines Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel. "Seine Untersuchungshaft in Einzelhaft ist jeden Tag neu ein Schock für uns alle", sagt Poschardt. Der Umgang der Türkei mit dem exzellenten Kollegen mache ihn fassungslos. Für das 51. Lebensjahr wünscht er sich deshalb vor allem eins: Freiheit für Yücel. Heute feiert Poschardt, der 1967 in Nürnberg geboren wurde, seinen runden Geburtstag im kleinsten Kreis in einem chinesischen Imbiss. Gratulationen erreichen ihn auf allen Wegen - etwa per E-Mail.

Ulf Poschardt schreibt offenen Brief an Erdogan.

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt fordert in einem offenen Brief an den türkischen Präsidenten Erdogan, Deniz Yücel freizulassen. Er mache sich große Sorgen um ihn, schreibt Ulf Poschardt. Deniz Yücel liebe die Türkei und habe mit seinen Artikeln das Interesse an der Türkei-Berichterstattung der "Welt" verdoppelt. Ulf Poschardt schreibt in dem in der Zeitung auf Deutsch und Türkisch abgedruckten Brief zudem von positiven Türkei-Erfahrungen seines Vaters und zitiert den Koran.
"Welt", S. 2, welt.de

Lehrer rieten Ulf Poschardt vom Journalistenberuf ab.

Ulf Poschardt-150Ulf Poschardt, Chefredakteur von WeltN24, wäre nie Journalist geworden, ginge es nach seinen Lehrern in der Schule. Die haben ihm davon abgeraten und meinten: "Gescheit ist er schon, aber schreiben kann er nicht", erzählt Poschardt dem Mediennetzwerk Bayern. Als junger Journalist habe er seine Texte "mit zitternden Knien" ins Feuilleton der "Süddeutschen" gebracht. Medial besonders geprägt hat ihn der Zündfunk vom BR.
mediennetzwerk-bayern.de

Ulf Poschardt wird neuer Chefredakteur von WeltN24.

Welt_chefredakteurNeuer "Welt"-Herrscher: Springer macht den bisherigen stellvertretenden Chefredakteur Ulf Poschardt, 49, zum neuen Chefredakteur von WeltN24. Er löst damit Interims-Chef Stefan Aust ab, der weiterhin Herausgeber bleibt. Poschardt ist seit 2015 stellvertretender Chefredakteur bei WeltN24, nach mehreren Jahre in gleicher Funktion bei der "Welt am Sonntag". Bevor er zu Springer kam, war Poschardt u.a. Chefredakteur des "SZ-Magazins".

Als Poschardts Vize rückt Oliver Michalsky, 52, auf. Er ist damit gleichberechtigt mit Arne Teetz, 49. Neue stellvertretende Chefredakteurin wird zudem Dagmar Rosenfeld, 42. Sie arbeitete zuletzt im Politikressort der "Zeit".

Weitere Personalien: Jan Küveler, 36, wird Creative Director der "Welt am Sonntag", Ileana Grabitz, 43, wird neben Olaf Gersemann, 48, das Wirtschaftsressort von WeltN24 leiten. Vorgänger Thomas Exner, 49, wird Geschäftsführender Redakteur von WeltN24. Diese Aufgabe übernimmt Exner von Marius Schneider, 48, der zukünftig als Managing Integration Officer von WeltN24 fungiert.
axelspringer.de

Basta: Wie Ulf Poschardt seine Autoren sehen könnte.

Icon BASTA-JPGVoll billig einjekooft, haha: Oliver Maria Schmitt begleitet "Welt"-Vize Ulf Poschardt gedanklich beim Kleinwagen-Cruisen in Berlin. Der lesenswerte innere Monolog des "promovierten Polofahrers" - natürlich ausgedacht - ist ein vorgezogenes Jahresendgespräch für Poschardts Personal: "Flink wie Schoßhunde, zäh wie Nappaleder und hart wie die Kronkorken von Club-Mate".
titanic-magazin.de via bildblog.de

Springer macht Chefredakteure Reichelt und Poschardt zusätzlich zu Sprechern der Geschäftsführung.


Doppelfunktion: Springer hebt an der Spitze von "Bild" und "Welt" die personelle Trennung von Redaktions- und Verlags­geschäft auf. Die Chef­redakteure Julian Reichelt (links) und Ulf Poschardt werden jeweils auch Sprecher der Geschäftsführung. Es ist das erste Mal, dass Springer Chefredakteure in die Geschäftsführung beruft. Springer will damit "die Bedeutung des Journalismus für die Marken" hervorheben. Redaktion und Vermarktung sollen "klar getrennt" bleiben.

Springer-Vorständin Stephanie Caspar erhofft sich durch die personelle Zusammenführung weniger Kompetenzgerangel als bisher, dafür einen engeren Austausch bei Ideen. Die Wachstumsziele für "Bild" und Welt erfordern eine "zukunftsfähige Aufstellung", die "Marken in den Mittelpunkt" stellt und die "Strukturen zwischen Redaktion und Verlag vereinfacht", sagt sie zu "Horizont". Die Redaktionen prägten die Marken "Bild" und "Welt", "daher gehören mit den Chefredakteuren Journalisten an die Spitze des Führungsteams".

Die "Bild"-Geschäftsführung besteht neben Reichelt als Sprecher künftig aus Verlagsleiterin Carolin Hulshoff Pol und Lars Moll, der von Welt Digital kommt. Bei der WeltN24 GmbH bleibt Christian Nienhaus als weiterer Geschäftsführer im Amt. Hinzu kommt ab September - wie berichtet - Ex-RTL-Chef Frank Hoffmann, der auf Torsten Rossmann folgt und alle TV- und Bewegtbildaktivitäten verantwortet.
axelspringer.com, horizont.net

Türkisches Gericht verurteilt Deniz Yücel zu zwei Jahren und neun Monaten Haft.


Urteil in Abwesenheit: Ein Gericht in Istanbul verurteilt den "Welt"-Journalisten und früheren Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Vom Vorwurf der Volksverhetzung und der Propaganda für die Gülen-Bewegung ist er dagegen freigesprochen worden. Yücel selbst war bei der Verkündung des Urteils nicht anwesend. Von Februar 2017 bis Februar 2018 saß er insgesamt 367 Tage ohne Anklage in türkischer Haft. Seine Inhaftierung hatte die deutsch-türkischen Beziehungen schwer belastet. Der damalige Außenminister Sigmar Gabriel hatte sich im direkten Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan für Yücels Freilassung eingesetzt.

Erst nach seiner Freilassung und der Ausreise nach Deutschland hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Yücel erhoben. Als Belege dienten Artikel von ihm in der "Welt", darunter ein Witz über das Verhältnis von Kurden und Türken. In einem Kommentar bei Welt.de nennt Yücel die Entscheidung "ein politisches Urteil, wie die ganze Geschichte meiner Verhaftung politisch motiviert war". Dass die Richter sich entschieden hätten, "lieber das Verfassungsgericht bloßzustellen als den Staatspräsidenten" zeige einmal mehr, "wie es um die Rechtsstaatlichkeit in diesem Land bestellt ist: erbärmlich".

Der DJV spricht von einem "Willkürurteil, das kritische und unabhängige Berichterstattung dauerhaft kriminalisiert". Der DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall fordert das Auswärtige Amt zu diplomatischen Konsequenzen gegenüber der Türkei auf. Die Bundesvorsitzende der DJU in Verdi, Tina Groll, sieht in der Entscheidung einen "Abgesang auf die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei". Der Geschäftsführer der Organisation Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, kommentiert: "Dass die türkische Justiz an dem absurden Vorwurf der Terrorpropaganda festhält und Yücel zu fast drei Jahren Haft verurteilt, zeigt, wie politisiert und willkürlich diese ist." (Foto: picture alliance / Sven Simon)
sueddeutsche.de, spiegel.de, welt.de (Kommentar Yücel), djv.de, dju.verdi.de, reporter-ohne-grenzen.de

Polens Präsident Duda unterstellt Springer Wahlkampf-Einmischung.

Polnischer Abgang der Pressefreiheit: Polens Präsident Andrzej Duda wirft der "Welt" sowie der zu Ringier Axel Springer Polska gehörenden Zeitung "Fakt" die Einmischung in die Präsidentenwahl vor. Der polnische Zeitungsverleger-Verband weist die Kritik als "absurd" zurück. "Welt"-Korrespondent Philipp Fritz wurde zuletzt wegen seiner journalistischen Arbeit von regierungsnahen Medien attackiert - so wie auch kritische polnische Journalist*innen. Journalismus muss "schreiben, was ist – auch wenn es den Mächtigen nicht gefällt", kommentiert "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt die Einschüchterungsversuche. "Mit Deniz Yücel haben wir erlebt, wie weit Gängelung und Diffamierung von Journalisten durch Regierende gehen kann", schreibt Poschardt.

Deutschland würde sich von der engen polnisch-amerikanischen Zusammenarbeit gestört fühlen, sagt Duda. Dies sei ein Hindernis für die deutsch-russische Zusammenarbeit beim Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. "Die aktuelle Warschauer Regierung hat nicht nur das polnische Justizsystem auf schwer hinnehmbare Art und Weise bedrängt, sondern versucht dies auch bei den Medien", beklagt Poschardt. Amtsinhaber Duda holte bei der ersten Wahlrunde die meisten Stimmen, doch für einen Sieg der Präsidentenwahl reichte es bisher nicht - Es folgt eine Stichwahl.
welt.de (Springer), welt.de (Poschardt)

turi2.tv – die Top 10 des Branchenfernsehens 2019.


Klick-Feuerwerk: Tausendsassa Fynn Kliemann führt mit mehr als 105.000 Videos-Views die Jahres-Hitparade der meistgesehenen turi2.tv-Videos 2019 an. Weit oben stehen auch die Video-Porträts über Edith Kimani, das afrikanische Gesicht der Deutschen Welle, und Niddal Salah-Eldin, die im Mai von der "Welt" in die dpa-Chefredaktion gewechselt ist. Oft gesehen haben die Zuschauer/innen von turi2.tv auch die ausführlichen Interviews mit Medien-Kapitän Gabor Steingart, "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt und Werber Michael Trautmann.
die ganze Top 10 anschauen, turi2.tv (die Top 10 in einer Playlist)

Video- und Fotoreportage: Ein Tag im Newsroom – die drei Welten der “Welt”.


Unterwegs in drei Welten: Unter dem Dach von "Welt" entstehen Digitalangebote, ein TV-Sender und auch noch ein bisschen Zeitung. Für die turi2 edition #9 besucht Jens Twiehaus Deutschlands komplexeste Redaktion und zeigt ihren Alltag. Er spricht unter anderem mit Ulf Poschardt, Johannes Boie und Tatjana Ohm über Kulturpessimismus, "verplusbare" Inhalte und die Zukunft des klassischen Fernsehens. Lesen Sie jetzt die komplette Reportage kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der "turi2 edition #9".

Deniz Yücel kehrt als Ostdeutschland-Reporter zur “Welt” zurück.


Comeback im Krisengebiet: Deniz Yücel schreibt ab Juli wieder für die "Welt". Er soll von Dresden aus über die Landtagswahlen in Ostdeutschland berichten, schreibt Chefredakteur Ulf Poschardt mit Hashtag #BesteComebackWoGibt. Sachsen und Brandenburg wählen am 1. September, Thüringen am 27. Oktober. In Sachsen und Brandenburg könnte die AfD, laut Umfragen, stärkste Kraft werden.

Yücel saß ein Jahr in türkischer Haft und kam im Februar 2018 frei. Seine Inhaftierung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit und für Proteste gegen die türkische Führung gesorgt. Yücel zog sich nach seiner Freilassung zurück, erhob im Mai jedoch öffentlich Folter-Vorwürfe gegen die türkische Justiz. (Foto: Michael Kappeler / dpa)
twitter.com, turi2.de (Background)

VW-Chef Herbert Diess wird Gast-Chefredakteur bei “Welt”.

Welt holt VW-Chef Herbert Diess (Foto) für einen Tag als Gast in die Chefredaktion. Die Zeitung widmet sich am Dienstag dem Thema Mobilität der Zukunft. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt, bekennender Porsche-Fan, verspricht "eine besondere Ausgabe" zum 100. Geburtstag des Autos.
axelspringer.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch (Archiv: 01/2019).

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User schließt bei der “Welt” ein Digital-Abo ab.

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User entscheidet sich bei der "Welt" für ein Digital-Abo, plaudert Chefredakteur Ulf Poschardt im "Horizont"-Interview aus dem Nähkästchen der Tracking-Daten. Zwischen 30 und 60 % der Nutzer landeten "bewusst und direkt" auf den Online-Angeboten der "Welt".
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

turi2.tv – die Top 5 des Branchenfernsehens im Januar 2019.


Die Quoten bei turi2.tv: Das meistgesehene Video aus der Produktion von turi2.tv war im Januar mit über 11.000 Aufrufen das 7-Minuten-Porträt von "Welt"-Journalistin Niddal Salah-Eldin. In Essen haben uns Funke-Chef Michael Wüller und "WAZ"-Chefredakteur Andreas Tyrock durch die neue Funke-Zentrale geführt und auch bei der Eröffnung des neuen Google-Büros in Berlin war turi2.tv dabei. Das Video des Gesprächs mit "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im turi2 podcast haben über 5.400 Zuschauer gesehen.
Top 5 hier anschauen, turi2.tv (die Top 5 in einer Playlist)

“Welt” stellt vier Relotius-Artikel wieder online.


Ein echter Relotius: Die "Welt" stellt vier Artikel von Claas Relotius wieder online, weil sie korrekt sind oder zumindest keine Fälschungen nachzuweisen sind. Zwei weitere Artikel bleiben gesperrt. In einer mutmaßlich ausgedachten Reportage beschreibt Relotius einen mexikanischen Bestatter als Profiteur des Drogenkriegs – der Mann und seine Firma sind in der Stadt Ciudad Juárez aber nicht bekannt.

Relotius veröffentlichte die "Welt"-Texte von 2010 bis 2014. Die Redaktion erläutert, Relotius sei nicht im Auftrag losgezogen, sondern habe fertige Texte angeboten – deshalb sind keine Spesenquittungen erhalten. Auch viele Mails von damals sind nicht mehr auf den Springer-Servern. Die "Welt" veröffentlicht nun wieder eine plausible Reportage, eine unstrittige Filmkritik, und ein vom Protagonisten bestätigtes Interview. Ein Interview mit dem Anwalt Jacques Vergès ist wieder online, weil es keine konkreten Zweifel gibt. Vergès ist inzwischen tot. (Foto: Ursula Düren / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Welt", S. 2

Dazu auch bei turi2.tv: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt spricht mit Peter Turi über die Relotius-Affäre, Social Media und die Zukunft der "Welt".

Springer baut “Welt”-Chefredaktion um: Johannes Boie übernimmt “WamS”, Peter Huth bekommt neue Aufgaben.


Neue "Welt"-Herrscher: Springer schraubt an der Chefredaktion seiner Blauen Gruppe und löst Peter Huth (Foto: links), 49, als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" ab. Er soll sich künftig als Corporate Creative Director um Konzeption, kreative Inszenierung und Umsetzung von Springer-Events kümmern, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter fällt u.a. der Axel Springer Award und ein geplanter Musik-Preis. Huth hatte die Aufgabe vor genau zwei Jahren übernommen, zuvor war er Chef der "B.Z.". Als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" übernimmt Johannes Boie (Foto: Mitte), 35, er war vor zwei Jahren von der "Süddeutschen Zeitung" zu Springer gewechselt und wirkt seitdem als digitale rechte Hand von Konzernchef Mathias Döpfner.

Auch die tägliche "Welt" bekommt eine neue Spitze: Mit Dagmar Rosenfeld (Foto: rechts), 44, erstmals eine Frau. Seit 2017 ist Rosenfeld bereits Vize-Chefin. Ulf Poschardt, 51, bisher auch zuständig für die tägliche "Welt", bleibt als Chefredakteur der "Welt-Gruppe übergreifend für Print, Online und TV verantwortlich. (Foto: Springer, Montage: turi2)
axelspringer.com

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi.tv-Archiv: "Welt"-Chef Ulf Poschardt über Journalismus, Relotius und Social Media.

Springer-Chef Mathias Döpfner predigt Social-Media-Enthaltsamkeit.


Keine Perlen für Twitter: Springer-Chef Mathias Döpfner schießt im großen dpa-Interview scharf gegen Social-Media-Lautsprecher. Twitternde Journalisten nennt Döpfner "zunehmend problematisch". Es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist", sagt Döpfner. Angesprochen fühlen dürften sich da auch Julian Reichelt und Ulf Poschardt – die Chefs von "Bild" und "Welt" stürzen sich selbst bereitwillig in jedes Twitter-Gefecht. Nun empfiehlt ihr Konzernchef "allergrößte Zurückhaltung" und sagt, dass Twitter-Salven "allenfalls der Person, sehr selten dem von ihr vertretenen Medium" dienen.

Dass Döpfner selbst das Instrument der Zuspitzung beherrscht, zeigt er zur Causa Relotius, die er "wesentlich schlimmer als die Hitler-Tagebücher" findet. Das Magazin habe ein Klima geschaffen, in dem Weltanschauung wichtiger sei als Anschauung. Einstweilen sei aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" ein "Luftgewehr der Fantasie" geworden. Die Aufklärung des Betrugs findet er "erstaunlich zurückhaltend" und vermutet "Beißhemmungen" bei den Kollegen, weil Relotius in vielen Medien Lügen verbreiten konnte. Der "Spiegel" habe das Glück, dass mit Steffen Klusmann seit Januar ein Chefredakteur im Amt ist, der mit dieser Sache nichts zu tun habe und völlig unbelastet agieren könne. "Wenn er das konsequent macht, kann auch der 'Spiegel' sich davon erholen", glaubt Döpfner.
nordkurier.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft (9/2018).

Meinung: Dessous-Label Victoria’s Secret hat seine besten Zeiten hinter sich.

Victoria's Secret steckt in der Krise, selbst im Schlussverkauf bleiben die Dessous immer öfter im Regal liegen. Die berühmte Wäschemarke, bekannt für ihre "Engel" genannten Models, habe den Wandel des Frauenbilds und die Macht des Digitalen verpasst, schreibt Julia Hackober. "Welt"-Chfredakteur Ulf Poschardt sieht in den Victoria's-Secret-Shows eine "geradezu rührende Nostalgieveranstaltung".
"Welt", S. 8 (Paid)