Video-Tipp: Lidl greift die Konkurrenz mit Netflix-Parodie an.

Video-Tipp: Lidl steigt in das Konkurrenten-Bashing ein und veröffentlicht in Social Media eine Netflix-Parodie. Ein Geheimbund aus Supermarktvertretern, darunter Penny, Edeka und Aldi, wollen das Geheimnis vom “Haus des kleinen Geldes” aufspüren. Geheimbund-Aussteiger á la “Mr. Robot” eilen zur Hilfe. Als die Maulwürfin in “Atomic Blonde”-Manier keinen Haken findet, greift die Schattenorganisation an.
youtube.com (2-Min-Video), wuv.de

Basta: Alien-Anflug ohne Anreiz.

Restriktive Rückkehr: Joghurt-Produzent Onken holt nach 25 Jahren seine beliebteste Marken-Figur, das Alien Frufoo, wieder in die heimische Milchstraße. Aus Nachhaltigkeitsgründen fehlt die Überraschungsfigur aus Plastik, aus Elterngefallsucht die Farbstoffe. Vom Hype vom einst bleibt so nur Quark.
wuv.de

Influencer Riccardo Simonetti will kein Blogger mehr sein.

Influencer Riccardo Simonetti will das Label “Blogger” ablegen und künftig breiter aufgestellt als Entertainer auftreten. Simonetti bringt Ende des Jahres sein zweites Buch heraus. Er will weiter in sozialen Medien aktiv sein – sie seien das “stärkste und persönlichste Sprachrohr, das man als öffentliche Person haben kann”.
wuv.de

Aus dem Archiv: Anne-Nikolin Hagemann hat Simonetti für die turi2 edition8 porträtiert.
turi2.de

Urteil: EuGH verbietet deutsches Leistungsschutzrecht.


EuGH erbringt Rechtsstutzleistung: Der Europäische Gerichtshof beurteilt das deutsche Leistungsschutzrecht als nicht anwendbar. Da es sich um eine “technische Vorschrift” handele, hätte die Bundesregierung die EU vorab informieren müssen. BDZV, VDZ und VDL, die deutschen Lobbyverbände der Zeitungen, Zeitschriften und Lokalzeitungen, fordern nun eine schnelle Umsetzung in deutsches Recht des europäischen Leistungsschutzrechts, auch bekannt als Artikel 11 der EU-Urheberrechtsreform.

Die VG Media verlangt basierend auf der Regelung zum deutschen Leistungsschutzrecht von Google rückwirkend von August 2013 bis Ende 2018 1,24 Mrd Euro – die nun wohl hinfällig sind. Die IT-Lobby Bitkom jubiliert über die Abfuhr für den “Bremsklotz für den freien Informationsfluss und die Medienvielfalt im Internet”. Der VG Media, dem Verwerter der Verlage für das Leistungsschutzrecht, drohen nun Prozesskosten in Höhe von rund 10 Mio Euro.
tagesspiegel.de, wuv.de

Volkswagen enthüllt sein neues Logo.


Neuer Anstrich: Volkswagen macht Schluss mit der Geheimniskrämerei und zeigt im Rahmen der IAA sein neues Logo nun auch der Öffentlichkeit. Der Konzern hatte das Logo Anfang August bereits in Berlin enthüllt, aber noch keine Fotos herausgegeben. Das Logo-Rebranding solle das Motto “digital first” und “ohne Filter” hervorheben und “das Volkswagen der Zukunft” zeigen, sagt VW-Chefdesigner Klaus Bischoff. Der Relaunch des VW-Logos kommt einher mit der Vorstellung des E-Autos ID.3 – dessen “Motor”-haube das neue Emblem zum Leuchten bringen soll.

Auch die Farbpalette wird erweitert – zunächst erhält das Logo einen weiteren Blauton, zusätzliche Farben sollen folgen. VW gibt sich aber nicht nur einen neuen Anstrich, sondern verpasst sich auch erstmals ein Soundlogo. Die Marke will sich künftig außerdem in nahezu allen Märkten von der bisher ausschließlich männlichen Stimme abwenden und auf eine weibliche Stimme umstellen. Der Rollout des neuen Logos werde in mehreren Wellen vorgenommen und soll voraussichtlich Mitte 2020 abgeschlossen sein. In den 171 Märkten in 154 Ländern werden dafür 70.000 Logos ausgetauscht.
wuv.de, horizont.net, turi2.de (Background)

Petra Winter und Verena Mölling führen Bauer Premium.

Exit Sandmann: Bauer befördert Petra Winter und Verena Mölling an die Spitze der Luxus-Printsparte Bauer Premium, der bisherige Verlagsgeschäftsführer Robert Sandmann geht “auf eigenen Wunsch”. Petra Winter verantwortet künftig, neben ihrem Job als Chefredakteurin der “Madame”, als Editorial Director die redaktionelle Seite des Geschäfts. Verena Mölling, bisher New-Business-Verantwortliche der Sparte und Verlagsleiterin bei “Joy” und “Shape”, steuert als Publishing Director die Verlagsthemen. Auch Lisa Tippelt, Vermarkterin der Sparte, geht. Ihre Aufgaben übernimmt Ilona Kelemen-Rehm, Marketingchefin bei Bauer Advertising, zusätzlich.
wuv.de, bauermedia.com (Pressemitteilung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Lisa Tippelt vermarktet Beautyprodukte auf möglichst vielen Kanälen.

Christoph Metzelder verlässt Agentur BrinkertMetzelder.

Rückzug: Christoph Metzelder verlässt angesichts der Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts auf Verbreitung kinderpornografischen Materials die Agentur BrinkertMetzelder, berichtet der “Spiegel”. Die Entscheidung hätten Christoph Metzelder und sein Agenturpartner Raphael Brinkert gemeinsam getroffen. Erst Montag hatte die Agentur ihre Neuausrichtung bekannt gegeben und angekündigt, künftig im Sportmarketing aktiv zu sein.
spiegel.de via wuv.de, turi2.de (Ermittlung Metzelder), turi2.de (Neuausrichtung)

Meedia holt Matthias Oden als Chefredakteur und zieht nach München.

Meedia M LogoMeedia holt den ehemaligen “Werben & Verkaufen”-Vize Matthias Oden als neuen Chefredakteur. Gemeinsam mit Susanne Hübner soll er zudem als Managing Director die Seite führen. Die Redaktion von Meedia zieht von Hamburg nach München und soll künftig nicht nur über Medien, sondern auch über Marken und Agenturen berichten. Oden folgt auf Georg Altrogge, der Meedia bereits im Mai in Folge der Übernahme durch Verleger Timo Busch verlassen hat.
meedia.de, wuv.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: VW-Markenvorstand Jürgen Stackmann will authentisch sein.

“Das Vertrauen in eine Marke entsteht durch den Glauben, dass sie authentisch geführt wird.”

Volkswagen-Markenvorstand Jürgen Stackmann sagt im “Werben & Verkaufen”-Interview, er wolle mit starken Charakteren, einer klaren Haltung und bei natürlichem Licht fotografierten Autos verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.
“Werben & Verkaufen”, S. 44 (Paid)

BrinkertMetzelder macht nach JvM-Ausstieg wieder Sportmarketing.


Angriff der Killerplauzen: BrinkertMetzelder, die Agentur der Ex-JvM/Sport-Chefs Raphael Brinkert und Christoph Metzelder, steigt ins Sportmarketing ein. Die Agentur verkündet den gefühlt leicht absehbaren Schwenk mit einem Motiv, dass die Gründer als schwere Jungs mit angeblich gephotoshopten Schmerbäuchen in der Umkleidekabine einer Sportanlage zeigt.

Jung von Matt hielt bis vor Kurzem noch 40 % an der Agentur, verbunden mit einer Klausel, nach der BrinkertMetzelder nicht mit Jung von Matt/Sports konkurriert – die ist nun hinfällig. Im ersten Jahr hat sich die neue Firma in Düsseldorf auf CSR-Kommunikation beschränkt und will nun auch durch die sportliche Brille “gesellschaftliche und nachhaltige Kommunikation” betreiben. Kunden sind bisher u.a. die CDU, der DGB, die Reporterfabrik und die Hamburger Volksbank.
horizont.net, wuv.de, meedia.de

Basta: Eine finnische Agentur verschickt Mitarbeiterschweiß an Job-Kandidaten.

Duftnote: Die finnische Agentur Mirum Helsinki will ihren potentiellen neuen Mitarbeitern im Rahmen einer Recruiting-Kampagne einen Vorgeschmack auf das Zusammenspiel mit den Kollegen geben. Sie bekommen das Parfüm “Creative Essence”, das neben Wacholderbeeren und Meersalz auch den Schweiß der Mitarbeiter enthält. Da kann keiner später sagen: “Ich kann dich nicht riechen.”
wuv.de

Zitat: Einstieg ins E-Sports-Engagement lief holprig, sagt Bettina Fetzer.

“Die Fans fragten uns, was wir mit der langweiligen Werbung wollen.”

Mercedes-Marketingchefin Bettina Fetzer erzählt, dass der Einstieg in E-Sports für Daimler kein Selbstläufer war. Beim zweiten Event lief es mit Fahrzeugen im Design verschiedener Gaming-Figuren schon besser.
wuv.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Bettina Fetzer im Erfolgsfragebogen der turi2 edition8.

Zitat: Frank Überall freut sich, dass Rezo seine Entschuldigung angenommen hat.

“Ich breche mir auch keinen Zacken aus der Krone, mich zu entschuldigen.”

DJV-Chef Frank Überall freut sich gegenüber der dpa, dass Rezo seine Entschuldigung für die missglückte und dann zurückgezogene DJV-PM angenommen hat. Für Rezo sei die Sache nun erledigt, da müsse nun auch “niemand respektlos nachtreten”.
wuv.de, youtube.com (Rezos Journalismus-Kritik, 14-Min-Video)

Mondelez vergibt seinen Kreativ-Etat an WPP und Publicis.

WPP und Publicis sichern sich den weltweiten Kreativ-Etat von Mondelez. Der Lebensmittelkonzern hinter Marken wie Milka, Jacobs und Oreo vergibt die Keks- und Kaugummimarken an die Publicis-Agentur Digitas; Schokoladen-, Bonbon-, Käse- und Getränkemarken gehen an die WPP-Agenturen Ogilvy und David. Für einige lokale Märkte soll es dennoch zusätzliche Gastagenturen geben.
adage.com, wuv.de, turi2.de (Background)

Bauer startet in Großbritannien sieben neue Digital-Radioprogramme.

Bauer Media UK, britischer Marktführer beim digitalen Hörfunk, startet sieben neue digitale Spartenprogramme und einen Podcast. Die Radiomarke Kiss bekommt die Ableger Kiss Dance, Kiss Garage und Kiss Ibiza. Für Kerrang Radio schickt Bauer Klassic Kerrang Radio und Kerrang Radio Unleashed auf Sendung, bei Heat Radio die Ableger Heat Radio School Disco und Heat Radio Soundtracks.
wuv.de

Jochen Kalka steigt in die Geschäftsleitung der Agentur Schoesslers ein.

Schoesslers holt Ex-“W&V”-Chefredakteur Jochen Kalka in die Geschäftsleitung. An der Spitze der Berliner PR-Agentur, die mehrheitlich zur Vogel Group gehört, stehen damit Agenturgründerin und Geschäftsführende Gesellschafterin Julia Schössler, Chief Operating Officer Tim Brandt und Kalka. Die Agentur mit 50 Mitarbeitern bietet B2B-Kommunikation für die digitale Wirtschaft.
wuv.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Der Vogel-Verlag im Wandel zum Kommunikationsdienstleister.

Charles Bahr gründet neue Firma mit zehn Influencern.

Jungunternehmer Charles Bahr, 17, verkauft die Anteile an Tubeconnect, der Influencer-Agentur, die er mit 14 gegründet hat, und baut eine neue Firma namens Project Z auf. Sie berät Unternehmen beim Marketing, beim Recruiting und der Prozessoptimierung für Jugendliche. Bis Bahr volljährig ist, gehört Project Z dem Inkubator MNTCI. Die Firma startet in Hamburg, zunächst mit Freelancern.
horizont.net, wuv.de

Beschwerden über Werbung: Die meisten Firmen sind einsichtig.

Werberat spricht im 1. Halbjahr 2019 fünf Rügen aus, u.a. für den Edeka-Spot zum Muttertag. Rund die Hälfte aller 1.524 Beschwerden betraf diese Kampagne. 171 der insgesamt 357 geprüften Werbemaßnahmen waren nicht zu beanstanden, in 119 Fällen war der Werberat nicht zuständig. Bei den verbliebenen 67 Fällen erklärten sich 93 % Unternehmen freiwillig bereit, ihre beanstandete Werbung zu stoppen oder zu ändern. Häufigster Beschwerdegrund war Geschlechterdiskriminierung.
wuv.de, werberat.de