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Hätten wir mit Merz ein paar Corona-Tote weniger?
Von Wirtschaftsjournalisten schon als kommender Kanzler herbeigeträumt, dann selbst Opfer von Covid-19 und nun in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Eine Analyse von Ex-"Titanic"-Chef Tim Wolff im neuen "Wirtschaftsjournalist" plus 16 Seiten Journalisten-Werkstatt "Die Meldung". Hier bestellen!

Bayerischer Rundfunk startet ersten True-Crime-Podcast.

Bayerischer Rundfunk knapst sich ein Stück vom True-Crime-Kuchen ab und veröffentlicht ab 14. Juni den ersten sendereigenen Verbrechens-Podcast. "Der Mörder und meine Cousine" befasst sich mit einer 2013 begangenen Beziehungstat. Die siebenteilige Serie soll auf BR-Podcast, in der ARD-Audiothek und "allen gängigen Podcast-Formaten" abrufbar sein. Zusätzlich laufen gekürzte Folgen sonntags in der Bayern2-Sendung "radioDoku".
per Mail

Twitter kennzeichnet Trump-Tweet als “gewaltverherrlichend”.

Gewaltiges Ge(t)witter: Twitter kennzeichnet zum ersten Mal einen Tweet von US-Präsident Donald Trump als "gewaltverherrlichend". Der Tweet ist dennoch weiter abrufbar. Die Twitter-Kommunikationsabteilung begründet dies u.a. mit dessen Wichtigkeit für die Öffentlichkeit. Trump hatte sich in dem beanstandeten Tweet zur Situation in Minneapolis geäußert, wo nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz Unruhen ausgebrochen sind. Trump twitterte sinngemäß: "Wenn die Plünderungen beginnen, beginnt auch das Schießen."

In einem Tweet zuvor hatte er bereits angekündigt, die Nationalgarde einzusetzen, sollte die Situation in der Stadt nicht unter Kontrolle gebracht werden. Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat bereits den Notstand ausgerufen, nachdem Protestanten u.a. eine Polizeiwache angezündet haben.
twitter.com (beanstandeter Tweet), twitter.com (Statement Twitter), zeit.de via Reuters (1:16-Min-Video Proteste Minneapolis)

VW investiert rund 2 Mrd Euro in E-Mobilität in China.

VW will rund 2 Mrd Euro in E-Mobilität in China investieren. Rund die Hälfte fließt in das Joint-Venture JAC Volkswagen. Dafür erhält VW 50 % an JAC-Mutter JAG und stockt die Beteiligung an JAC Volkswagen von 50 auf 75 % auf. Die zweite Milliarde fließt in den Batteriehersteller Gotion High-Tech, bei dem VW dann 26 % hält und zum größten Anteilseigner aufsteigt.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Ex-“Handelsblatt”-Vize Oliver Stock wird Chef von Weimers “Wirtschaftskurier”.

Weimer Media Group verpflichtet Oliver Stock als Print- und Online-Chefredakteur des Wirtschaftkuriers. Stock war bis 2016 "Vize-Chef vom "Handelsblatt", danach "Wiwo"-Vize und Kommunikationschefs der Versicherungsgruppe Ergo. Seit September 2019 war Stock als Sprecher der Management-Beratung Kienbaum tätig.
turi2 - eigene Infos

Lese-Tipp: Ex-Artenschmuggler sieht Behörden als die unfreiwillig besten Helfer.

Lese-Tipp: Der illegale Verkauf von Wildtieren aus Südamerika nach Europa und in die USA ist ein Milliardengeschäft mit Gewinn-Margen oft höher als im Drogenhandel. Denise Hruby erzählt im "SZ-Magazin" die Geschichte des ehemaligen Arten­schmugglers Johann Zillinger, der nach 30 Jahren im Geschäft bei Interpol ausgepackt hat. Die effektivsten Helfer der Schmuggler seien unfreiwillig oft die Artenschutz-Behörden selbst, sagt er.
"SZ-Magazin" 22/2020, S. 10 - 19 (Paid)

Netflix-Talkshow ist die letzte Sendung von Frank Elstner.

Letzter Auftritt: TV-Legende Frank Elstner verabschiedet sich bei Netflix vom Bildschirm. Ab dem 12. Juni läuft die zweite Staffel seiner Talkshow "Wetten, das war’s?", danach ist Schluss: "Diese Sendung ist meine letzte", sagt Elster zu "Bild". Gäste in den fünf Episoden sind Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt, Lena Meyer-Landrut, Charlotte Roche und Daniel Brühl. Die erste Staffel der Sendung lief bei YouTube.
"Bild", S. 4, bunte.de, turi2 edition #9 (großes Interview)

Zitat: Rudi Völler ruft Jung-Kicker zur Vernunft.

"Ich habe als junger Profi auch Fehler gemacht. Nur sind die nie rausgekommen. Mich wundert, dass die Spieler heute nicht cleverer sind."

Rudi Völler, Ex-Nationaltrainer und Sportdirektor von Bayer Leverkusen, appelliert im "Focus"-Interview an die Vorbild-Rolle junger Profi-Kicker. Öffentlich zelebrierte Goldsteaks und eingeflogene Promi-Frisöre - "das geht nicht", sagt Völler.
focus.de (Vorabmeldung)

Basta: Elon Musk versteht was von Rundum-Vermarktung.

Produktverquickung: NBC-Latenight-Veteran Jay Leno macht zusammen mit Elon Musk in dessen Elektro-SUV Cybertruck eine Spritztour durch Los Angeles. Scheinbar spontan fahren sie durch den Test-Tunnel der Musk-Firma The Boring Company. Zur perfekten Musk-Markting-Show fehlt eigentlich nur noch eine SpaceX-Rakete, die ihnen im Tunnel entgegen kommt.
youtube.com (6--Min-Video) via mashable.com, theverge.com

Renner: Friede Springer soll sich beim Vorstand über Julian Reichelt beschwert haben.

Unfriede: Die nicht gerade diplomatische Art von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt stößt bei Verlegerin Friede Springer offenbar übel auf. Sie habe sich vor ein paar Wochen beim Springer-Vorstand "sehr emotional" über Reichelts "aggressiven Kampagnen­journalismus" beschwert, hört Kai-Hinrich Renner von mehreren, voneinander unabhängigen Quellen im Verlag. Ein Sprecher will den Vorfall nicht kommentieren, betont aber das "Chefredakteursprinzip" und die "offene Streitkultur" im Haus, bei der die Redaktionen "nicht versuchen zu schreiben, was Vorstand und Eigentümer für richtig halten".
berliner-zeitung.de

Social-Media-Dekret: Trump droht Twitter & Co mit Klagen.

Persönliche Fehde: US-Präsident Donald Trump sagt seinem Lieblings-Sprachrohr Twitter den Kampf an. Am Abend hat Trump ein Dekret unterzeichnet, mit dem er soziale Netzwerke stärker regulieren will. Die US-Telekommunikations­aufsicht FCC soll die bisherige Regelung prüfen und überarbeiten, dass Online-Dienste nicht für von Nutzern veröffentlichte Inhalte wie Kommentare und Videos haftbar gemacht werden können. Die als "Section 230" bekannte Regelung erlaubt den Plattformen zudem, gegen bestimmte Inhalte oder Nutzer*innen vorzugehen, etwa sie zu löschen. Diese Privilegien könnten durch Trumps Vorstoß kippen. Auch eine mögliche Zerschlagung der Konzerne bringt Trump ins Gespräch.

Offiziell begründet Trump seinen Schritt mit dem Schutz der Meinungsfreiheit: Die Plattformen seien nicht länger neutral, sondern betrieben politischen Aktivismus. Konkreter Auslöser dürfte sein, dass Twitter zwei Tweets von ihm als irreführend markiert hat. Rechtsexpert*innen bezweifeln, dass Trumps Vorgehen juristisch stichfest ist. (Foto: Evan Vucci / AP Photo / Picture Alliance)
tagesspiegel.de, handelsblatt.com, spiegel.de, cnn.com, turi2.de (Background)

Berlin lockert Corona-Regeln und hebt Höchstgrenze für Demos auf.

Corona-Beschränkungen: Der Berliner Senat beschließt weitreichende Lockerungen, u.a. fällt bei Demonstrationen bereits ab Samstag die Höchstgrenze von 100 Teilnehmer*innen. Allein fürs Pfingstwochenende sind mehr als 60 Demos angemeldet. Private Treffen sind ab Samstag mit bis zu fünf Personen erlaubt, Kinos dürfen ab dem 30. Juni wieder öffnen.
tagesspiegel.de, rbb24.de (Lockerungen), rbb24.de (Demos)

Rolf Grummel wechselt von Madsack zum Allgäuer Zeitungsverlag.

Allgäuer Zeitung wirbt Rolf Grummel, 50, als Geschäftsführer bei Madsack ab. Er wechselt zum 1. Dezember zum Allgäuer Zeitungsverlag nach Kempten und folgt auf Markus Brehm, der in den Ruhestand geht. Grummel ist seit 2015 für Madsack tätig, aktuell als Geschäftsführer der Töchter Mediastore, Medienagentur und Digitalathleten.
all-in.de via augsburger-allgemeine.de

Englische Premier League plant Wiederanpfiff am 17. Juni.

Premier League nimmt am 17. Juni den Spielbetrieb wieder auf - unter strengen Hygiene­vorschriften, mit regelmäßigen Corona-Tests und ohne Zuschauer. Für die 92 noch ausstehenden Partien setzt die englische Fußball-Liga am Wochenende zehn verschiedene Anstoßzeiten an, unter der Woche laufen Spiele am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um 19 und 21 Uhr.
kicker.de, sueddeutsche.de

IG Metall wirft VW-Chef Diess Versagen in der Krise vor und fordert Erklärung.

Volkswagen: Vorstandschef Herbert Diess (Foto) musste sich am Abend vor dem Aufsichtsrat verantworten und die Produktionsprobleme beim Golf 8 erklären. Eine von manchen erwartete Eskalation blieb aus. Zuvor hatte die IG Metall Diess in einem offenen Brief Versagen in der Krisenbewältigung und der öffentlichen Darstellung des Konzerns vorgeworfen, zuletzt bei der Reaktion auf die rassistische VW-Werbung. Die ganze Belegschaft leide "jeden Tag unter dem Verlust des Ansehens" von VW, manche würde ihren Arbeitgeber inzwischen sogar verleugnen.
handelsblatt.com (Brief), handelsblatt.com (Aufsichtsrat), waz-online.de (Paid)

Zahl des Tages: Bahn fordert Schadenersatz von LKW-Herstellern.

Zahl des Tages: Auf 385 Mio Euro Schaden­erssatz verklagt die Deutsche Bahn die größten europäischen LKW-Hersteller wegen angeblich überhöhter Preise infolge eines Kartells. Die Bahn hat extra eine Inkasso-Tochter gegründet und sich die Ansprüche der anderen Kläger, u.a. die Bundeswehr und rund 200 Speditions­firmen, abtreten lassen. Das Landgericht München hat Bedenken, ob die Klage begründet ist.
wiwo.de

Hockenheimring fehlt im Formel-1-Kalender vorerst.

Formel 1 fährt vorerst einen Bogen um Deutschland, berichtet "Auto Motor und Sport". Im Notentwurf des Rennkalenders steht der Hockenheimring nicht drin. Die Rennstrecke in Nordbaden könnte aber nachrücken, wenn eines der Rennen in Übersee ausfällt. Zuvor geht es ab dem 5. Juli bis Anfang September an fast jedem Wochenende durch Europa - ohne Zuschauer. In welchem Umfang Journalisten zugelassen werden, ist noch unklar.
auto-motor-und-sport.de via digitalfernsehen.de

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Lust auf Kino? Mit dem "SommerKino" im Ersten ist das kein Problem. Ab dem 29. Juni, immer montags um 20:15 Uhr und dienstags um 22:45 Uhr, zeigt Das Erste 13 Fernseh- und Free-TV-Premieren, u.a. Steven Spielbergs "Die Verlegerin". Eine komplette Übersicht mit allen Filmen finden Sie hier.

Zitat: “Tagesthemen”-Moderatorin Caren Miosga über die Konkurrenz zum “heute-journal”.

"Klar macht mir das was aus. Die Kollegen senden nicht nur früher, da sind halt noch mehr Menschen wach, sie senden auch pünktlicher."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga ärgert sich manchmal, dass ihre ZDF-Kollegen Claus Kleber und Marietta Slomka mehr Zuschauer*innen erreichen. Dafür bekommen Miosga und ihr Team künftig fünf Minuten mehr Sendezeit.
tagesspiegel.de

Basta: Gerhard Schröder wird zum Instagram-Star.

Haarige Sache: Altkanzler Gerhard Schröder macht nicht nur als aufstrebender Podcaster Furore, sondern erlaubt via Instagram-Kanal seiner Frau Soyeon Schröder-Kim auch Einblicke in seine persönliche Mähnenpflege. Zur Erinnerung: Schröder zog 2002 gegen die Nachrichtenagentur ddp vor Gericht, um Berichte über sein gefärbtes Haupthaar zu unterbinden. Jetzt geht sogar eine Grimasse vor dem Badezimmer-Spiegel klar; immerhin: Wahlweise gibt es Schröder auch in Insta-Varianten mit Blumenstrauß oder Bratpfanne.
instagram.com (Kanal Soyeon Schröder-Kim), spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background Schröder-Podcast)

Lese-Tipp: Roland Pimpl interviewt Carina Laudage und Frank Thomsen zur Zukunft des “stern”.

Lese-Tipp: Carina Laudage, Geschäftsführerin der G+J-Digitalmedien und Verlagsleiter Frank Thomsen stellen sich im Doppel-Interview Roland Pimpls Fragen zur Zukunft des "stern". Über die genaue Zahl der bisher abgeschlossenen "stern"-Digitalabos schweigen sich beide aus; dafür wollen sie "stern plus" werbefrei halten. Printtechnisch ist im Herbst wohl ein Heft-Relaunch geplant; auch die engere Verzahnung des "stern" mit RTL- oder n-tv-Personal scheint möglich.
horizont.net

Parship-CEO Tim Schiffers über unfreiwilliges Home Office und Werbung im Lockdown.


Liebesdienst mit Abstandsregeln: "Wir waren keine Firma, die für New Work an vorderster Front stand." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Parship-CEO Tim Schiffers über die anfangs eher unfreiwillige Nachhilfe in Sachen Home Office, die sein Unternehmen durch die Corona-Krise erhalten hat. Seit Mitte März arbeiteten alle Mitarbeiter*innen von zuhause aus, gerade werde diskutiert, wie und wann zumindest Teile der Belegschaft in die Büros zurückkehren sollen. Auch wenn er von der Produktivität seines Teams in der Situation "extrem positiv überrascht" sei, kann sich Schiffers mit einer dauerhaften Home-Office-Lösung für alle, wie es sich etwa Facebook für seine Beschäftigten wünscht, nicht anfreunden.

Genug zu tun hatten Schiffers Mitarbeiter*innen in den letzten Monaten offenbar: Die Registrierungen und Aktivitäten auf den Parship-Angeboten hätten sich nach einem kurzen Rückgang zu Beginn der Pandemie "ganz eindeutig positiv" entwickelt, so der Geschäftsführer. Das Unternehmen, bekannt für seine Werbeplakate mit schönen Menschen auf rotem Grund, die sich angeblich alle elf Minuten ineinander verlieben, sei "weiterhin sehr stark werblich aktiv". Vom kleineren Wettbewerbsumfeld habe Parship profitiert und etwa im Fernsehen günstige Werbeplätze eingekauft.

Im März wurde bekannt, dass die Parship-Gruppe durch die Übernahme des US-Entertainment-Anbieters The Meet Group u.a. den Konkurrenz-Dienst Lovoo aus Dresden unter das eigene Dach holen möchte. Schiffers spricht auch darüber, wie sich das Geschäft mit kurz- und langfristigen Liebes-Absichten in dieser Konstellation künftig nebeneinander entwickeln könnte. Er hoffe, dass aus den Lovoo-Nutzer*innen von heute die Parship-Nutzer*innen von morgen werden.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Background), turi2.de (Dating in der Corona-Krise)

Presserat verteilt sechs öffentliche Rügen – davon fünf für “Bild”.

Presserat verteilt sechs öffentliche Rügen, wovon "Bild" und bild.de allein fünf kassieren: Der Springer-Titel hat mehrmals Fotos von Unfall- oder Verbrechensopfern gezeigt sowie deren vollständige Namen und persönliche Lebensumstände veröffentlicht - ohne Zustimmung der Angehörigen. Die sechste Rüge geht an die "Volksstimme" in Sachsen-Anhalt, die "eine strafbare Handlung als Kavaliersdelikt dargestellt habe".
dwdl.de

“manager magazin”: Gabor Steingarts Media Pioneer wirbt mit Abopaketen für bis zu 100.000 Euro.


Luxus-Yacht: Media Pioneer, Medien-Startup von Gabor Steingart, hat ein vielschichtigeres Abo-Modell als bisher bekannt, berichtet das "manager magazin". Als Pioneer-Supporter, Pioneer-Founder oder Lifetime-Pioneer haben Fans die Chance, bedeutend mehr Geld loszuwerden, als bei den bisher bekannten Abo-Modellen mit Gebühren bis zu 833 Euro. Das "manager magazin" zitiert aus einem Angebotsschreiben, nachdem der Titel Pioneer-Supporter für 10.000 Euro zu haben ist. Das Paket enthält ein Vollabo bis Ende 2021 sowie ein "Stück Schiffsstahl mit Gravur".

Für 50.000 Euro (Pioneer-Founder) kommt eine Art Redaktions-Praktikum hinzu – Käufer*innen dürfen alle Veranstaltungen der Redaktion besuchen. Premium-Kund*innen dürfen sich für schlappe 100.000 Euro mit dem Titel Lifetime-Pioneer schmücken und u.a. ein Abo "auf Lebenszeit" genießen sowie Steingarts Redaktionsschiff Pioneer One für eine private Party nutzen. Zu den Unterstützen, die bereits an Bord sind, zählt laut "mm" Ex-BDI-Präsident Heinrich Weiss.
manager-magazin.de (Paid)

Schauspielerin Irm Hermann, 77, ist tot.

Irm Hermann, Schauspielerin und Mitgründerin des Antiteaters, ist tot. Sie starb bereits am Dienstag im Alter von 77 Jahren. Hermann galt als eine der vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen und war Vertraute Rainer Werner Fassbinders, der ihr ihre erste Rolle anbot. Später spielte Hermann u.a. auch im "Tatort", der ZDF-Serie "Ein starkes Team" sowie in Kultfilmen wie Loriots "Pappa ante portas".
tagesspiegel.de, spiegel.de

Australien: News Corp stellt den Druck von über 100 Regionalzeitungen ein.

News Corp stellt im Juni den Druck von über 100 australischen Regionalzeitungen ein. Der Medienkonzern, der zum Murdoch-Imperium gehört, will 76 Titel nur noch online publizieren; 36 werden ganz eingestampft. Deshalb stehe ein Stellenabbau "noch unbekannten Ausmaßes" bevor. News Corp machte im vergangenen Quartal einen Verlust von 1,1 Mrd Dollar.
derstandard.at, handelsblatt.com

“Horizont”: Julian Reichelt und Paul Ronzheimer sprechen über Freundschaft und Streitkultur.


Bild' dir deinen Bro Code: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt und sein Vize Paul Ronzheimer treten bei Ulrike Simon zum Doppel-Interview an – über ihre Streitkultur und ihre Freundschaft. "Ich glaube, mich schützt nichts mehr vor Fehlern, als auf Paul zu hören, von dem ich weiß, dass er nur das Beste für mich will", sagt Reichelt über den professionellen Umgang der beiden Journalisten miteinander. Ronzheimer könne "im Ton durchaus unangenehm werden", schütze ihn aber davor, Dinge zu veröffentlichen, die der Marke "Bild" schaden würden – etwa ein Gleichsetzen von Hygiene-Demos und Pegida-Protesten. Dass Reichelt als Chefredakteur am längeren Hebel sitze, störe Ronzheimer nicht. Er setze sich oft durch, das merke aber niemand, weil diese Texte nicht erscheinen.

Insgesamt wird klar, dass Ronzheimer eine der wenigen Stimmen ist, auf die Reichelt hört, von der er sich korrigieren lässt. Ein Grund ist sicher, dass beide wichtige Erfahrungen teilen, etwa die als Kriegsreporter. Auch persönlich sind sich die Männer nah: Der Bezeichnung "Ziehsohn Reichelts", die einst der "Spiegel" für Ronzheimer fand, widersprechen beide. "Wenn schon, dann haben wir ein brüderliches Verhältnis", sagt der fünf Jahre jüngere Ronzheimer und ergänzt: "Es gibt Dinge, die ich nur ihm erzähle, und ich weiß, dass ich immer auf ihn zählen kann."

Gleich zu Beginn des Gesprächs gesteht Reichelt übrigens einen Fehler ein: Den Satz, dass er Menschen danach beurteile, ob er mit ihnen gemeinsam im Schützengraben liegen wolle, sammelt er ein. "Das war die falsche Metapher. Ich würde das so nicht wieder sagen."
horizont.net (Paid)

Meinung: Sponsors-Chef Marco Klewenhagen fordert bis zu 50 % Gehaltsverzicht von Profi-Fußballern.

Bundesliga: Fußball-Profis sollen auf bis zu 50 % ihres Gehalts verzichten, fordert Sponsors-Chefredakteur Marco Klewenhagen. Finanzielle Einschnitte seien "kurzfristig zumutbar", selbst wenn es keine vertragliche Grundlage für sie gebe. Klewenhagen verspricht sich davon einen deutlich besseren Ruf des Fußballs in Gesellschaft und Politik, auf dessen Grundlage es sich "viel glaubwürdiger nach einer Sonderbehandlung rufen lässt".
sponsors.de (Paid)

Zitat: SAP-Personalchef Cawa Younosi wünscht sich eine Firmen-Singleparty.

"Eine SAP Single-Party. Wir haben in Walldorf 14.000 Mitarbeiter, und viele finden ihre Partner im Arbeitsleben. Warum das nicht in einen Rahmen bringen?"

Cawa Younosi, Personalchef von SAP Deutschland, antwortet auf die Frage, welches Projekt er gerne verwirklichen würde. Die Verkupplung seiner Angestellten ist aber erst nach Corona geplant.
absatzwirtschaft.de

Deutsche Bahn streicht 850 Stellen beim Sammeltaxi Clevershuttle.

Deutsche Bahn setzt beim Sammeltaxi-Dienst Clevershuttle den Rotstift an und streicht 850 Stellen, berichtet das "Manager Magazin". Der E-Mobility-Fahrdienst habe schon vor Corona Verluste eingefahren, jetzt zieht der Mehrheitseigner Bahn in vier von sechs Städten den Stecker. Nur in Leipzig und Düsseldorf soll Clevershuttle weiterrollen.
manager-magazin.de, manager-magazin.de (ausführlich, Paid), turi2.de (Background)