Das “Handelsblatt” stellt 100 Frauen vor, die Deutschland voranbringen werden.

Frauen im Fokus: Das "Handelsblatt" würdigt 100 Frauen, die Deutschlands Wirtschaft "voranbringen und prägen werden". Darunter sind die Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta, Merck-Chefin Belén Garijo, Douglas-CEO Tina Müller, Vodafone-CFO Anna Dimitrova, Telekom-Managerin Claudia Nemat, Gründerin Miriam Meckel, Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel, DLD-Mitgründerin Steffi Czerny, Corona-Impfstoff-Entwicklerin Özlem Türeci und SAP-Personalchefin Sabine Bendiek. "Sie alle tragen dazu bei, Deutschland zukunftsfähig zu machen und den Wandel hin zu einer digitaleren und nachhaltigeren Wirtschaft zu organisieren", schreiben Tanja Kewes und Claudia Panster.

Es brauche "nicht nur die Frauen, die den Mut haben, etwas zu verändern, sondern auch die Männer, die den Mut haben, diese Veränderung zuzulassen". Die Frauenförderung sei schon teilweise in den Unternehmen angekommen, z.B. bei Bertelsmann, SAP und Siemens. Zudem sei der Anteil von Vorständinnen in den 30 Dax-Unternehmen von 13,3 % im Juli 2020 auf aktuell 15,1 % gestiegen. Bei Bayer soll der weltweite Frauenanteil der Führungskräfte von derzeit 23 % auf mindestens 33 % in 2025 und auf 50 % im Jahr 2030 steigen, sagt CEO Werner Baumann im Interview. Klare Zielvorgaben seien nötig, um "die Dinge auch wirklich nach vorn zu bringen."
"Handelsblatt", S. 46-59 (Paid), "Handelsblatt", S. 49 (Baumann-Interview)

Ein (grandios gescheiterter) Versuch, die Blase zu verlassen – so lief der OILP #4.


Schöner scheitern: Der "Open Innovation Live Podcast", OILP #4, will die Zuhörer*innen im turi2 Clubraum am Donnerstagabend auf eine Reise in unbekannte Hörwelten mitnehmen - doch der Versuch, die eigene Filterblase zu durchstechen, scheitert grandios. Aber der Reihe nach.

Für 20 Minuten schwärmen um 19.20 Uhr rund 25 OILP-Teilnehmer*innen in andere Clubhouse-Räume aus, um dann zu berichten: Volocopter-Miterfinder Alexander Zosel aus einem Raum mit Schamanen und Geisterbeschwörern. Journalist Marko Schlichting entdeckt einen Raum, in dem die sonst so verschwiegenen Freimaurer für sich werben. Die blinde Microsoft-Mitarbeiterin Franziska Sgoff berichtet von einem Spiele-Raum, der mithilfe von Instagram möglich wird. „In diesem Raum habe ich das erste Mal nicht offen über meine Blindheit gesprochen", sagt sie, das habe da einfach keine Rolle gespielt.

Dass es gar nicht so einfach ist, der eigenen Blase zu entkommen, zeigt, dass viele Besucher*innen in typischen Medienräumen landen, etwa in einem Gespräch mit Dagmar Berghoff über die "Tagesschau"-Vergangenheit oder einem Raum, der den Namen CNN kapert, um so mehr Zuhörer*innen zu gewinnen. Und der Versuch, gemeinsam die Freimaurerloge zu entern scheitert gegen 20.00 Uhr komplett - der Raum ist verschwunden. Ob die Freimaurer gewarnt sind oder einfach am Ende ihrer Sitzung angelangt - unklar.

Am Donnerstag, 11.März, versucht das zerknirschte OILP-Team von Erfolgreicheren zu lernen: Dann sind engagierte, exotische und erfolgreiche Stimmen aus dem Clubhouse-Universum in den turi2 Clubraum eingeladen. Schon jetzt nehmen wir Tipps und Anregungen entgegen – unter der Mailadresse club@turi2.de, je abgefahrener und medienferner, umso besser.
turi2.tv (65-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Clubhouse-Tipp: Gesprächsrunde über Frauen-Hass im Netz.

Clubhouse-Tipp: Die Reporterfabrik diskutiert am Donnerstag zum Thema "Frauen als Zielscheibe im Netz - Was tun?", Anlass ist der stärker gewordene Hass gegenüber Frauen im Netz von Usern aus dem rechten Spektrum. Zu Gast sind u.a. Yasmine M'Barek, Barbara Costanzo, Hatice Akyün, Cordt Schnibben, Nicole Diekmann, Ann Cathrin Riedel und Ingrid Brodnig.
joinclubhouse.com (Freitag, 17 Uhr)

Zitat: Reinhold Beckmann über gleichförmige TV-Talkshows in Corona-Zeiten.

"Manchmal durchzuckt es mich noch ein bisschen, wenn ich sehe, wie in so einer Krisensituation wie jetzt Chancen verspielt werden."

Ex-Talkshow-Moderator Reinhold Beckmann kritisiert im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" das "pure Debattenfernsehen" mit "immer gleichen" Besetzungen und Mustern. Es brauche einen Raum, "wo der längere Gedanke seinen Platz hat, und auch der Zweifel".
sueddeutsche.de (Paid)

Basta: Alec Baldwin zeigt Twitter mal wieder den Vogel.

Rückzug, der Fünfte: US-Schauspieler Alec Baldwin hat genug von Twitter und spaßbefreiten Followern. Ironie funktioniere dort nicht mehr, weil die USA "gerade so ein verklemmter Ort" seien. Instagram eignet sich dafür wohl besser: Dort verkündet Baldwin nämlich seinen Twitter-Abgang – den inzwischen mindestens fünften. Auf Twitter laufen schon erste Wetten, wann der erneute Abschied vom Abschied kommt.
vanityfair.com, spiegel.de, instagram.com (10-Min-Video)

Bezahlfirma Square übernimmt Musik-Streamer Tidal.

Geschluckt: Der Musik-Streamingdienst Tidal gehört künftig dem Zahlungsdienstleister Square. 297 Mio Dollar legt das Unternehmen von Twitter-Chef Jack Dorsey dafür hin. Tidal war 2014 von einer norwegischen Firma gegründet worden, 2015 hatte US-Rapper Jay-Z den Dienst gemeinsam mit anderen Musiker*innen übernommen. Jay-Z soll als Teil des Deals Mitglied im Square-Verwaltungsrat werden.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Netflix will weibliche Talente mit 5 Mio Dollar fördern.

Netflix LogoZahl des Tages: Genau 5 Mio Dollar will Netflix in Ausbildungsprogramme für weibliche Talente in der Unterhaltungs-Branche investieren. In Deutschland unterstützt der Streaming-Dienst zunächst das Mentorenprogramm Into the Wild, das junge Filmemacherinnen von verschiedenen Filmhochschulen vernetzt und ihnen u.a. mit Workshops und Beratungen beim Einstieg in die Filmbranche hilft.
about.netflix.com, dwdl.de

Hör-Tipp: Wie Politikerinnen mit Hass im Netz umgehen.

Hör-Tipp: Die meisten Politikerinnen haben bereits Hass im Netz erlebt. Im Spiegel-Podcast "Stimmenfang" reden Wiebke Winter (CDU) und Helin Evrim Sommer (Linke) von ihnen mit Moderatorin Melina Hemmer über ihre Erfahrungen. Dabei geht es unter anderem um Morddrohungen und Beleidigungen: "Du dumme Schlampe ist dabei noch harmlos", sagt Winter im Interview.
spiegel.de (24-Min-Podcast)

“Courage” bekommt eine neue Chefredaktion.


Karriere beim Karrieremagazin: Die Gründungschefredakteurinnen Daniela Meyer und Astrid Zehbe verlassen "Courage". Laut Verlag gehen sie "auf eigenen Wunsch, um neue Herausforderungen anzunehmen." Ihre Nachfolge treten Birgit Wetjen und der bisherige Blattmacher Tobias Aigner (Foto) an. Wetjen kommt vom Frauenfinanzportal herMoney.de. Zuvor schrieb sie unter anderem bereits für "Capital", die "Wirtschaftswoche" und Börse Online.

Herausgeber Frank Werner sagt: "Wir sind sicher, mit Birgit Wetjen die Richtige gefunden zu haben, um das Konzept mit dem bestehenden Team erfolgreich weiterzuentwickeln." "Courage" erscheint seit 2019 als Finanz- und Karrieremagazin für Frauen. Aktuell kommt das Heft sechs Mal im Jahr.
finanzverlag.de

Die meistgeklickten Newsletter-Links im Februar 2021.


Die Top 10: Show-Dino Thomas Gottschalk, Fußballer Max Kruse und “Bild”-Chef Julian Reichelt stehen im Februar im Zentrum der meistgeklickten Links im turi2-Newsletter. Mit mehr als 1.000 Klicks rangiert an der Spitze ein Beitrag darüber, wie Gottschalk eine kuschelige ARD-Runde bei Clubhouse aufmischt. Auch Fußballer Max Kruse schlägt sich bei Clubhouse die Nächte um die Ohren – auf Platz 2 schafft es in diesem Zusammenhang mit rund 800 Klicks ein Archiv-Beitrag der “tz”, der Kruses vermüllte Wohnung bei seinen nächtlichen Twitch-Sessions thematisiert. Dritter auf dem Treppchen ist mit ebenfalls rund 800 Klicks ein Video von Philipp Walulis, der Julian Reichelt attestiert, er sei “gedanklich immer noch Reporter im Kriegsgebiet”.
>>> Hier lesen Sie die meistgeklickten Meldungen im Februar

- Anzeige -
Haben Sie am Montag den ersten Teil der beeindruckenden Dokumentation "Die Alpen" aus der ARD-Reihe "Erlebnis Erde" verpasst? Kein Problem. Hier lesen Sie, warum Sie das via Mediathek nachholen sollten, und welche spektakulären Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt der Film gibt.

Basic Thinking beerdigt die Marke Mobility Mag.

Basic Thinking macht sein 2015 gegründetes Online-Magazin Mobility Mag dicht, schreibt Geschäftsführer Tobias Gillen in eigener Sache. Die Inhalte werden bei Basic Thinking integriert und laufen künftig in der Kategorie Grün. Mit dem Umzug wolle der Verlag die Kernmarke Basic Thinking stärken und die Mobility-Themen einer größeren Zielgruppe zugänglich machen.
basicthinking.de

Basta: Die Raumpatrouille Orion nimmt ihren Dienst wieder auf.

Frogs - Forsches Remake ohne große Spezialeffekte: Bavaria Film arbeitet an einem Remake der Science-Fiction-Kultserie Raumpatrouille Orion aus den 1960ern. Der Neustart soll an das Original anknüpfen. So hat der Unterwasser-Club Starlight Casino weiter geöffnet. Ob die Bügeleisen im Armaturenbrett des Raumschiffs ein Update erfahren, bleibt indes offen.
spiegel.de

Wolfgang Ainetter wirkt als Sonderbeauftragter bei der Bahn.

Umgestiegen: Wolfgang Ainetter, zuletzt Sprecher von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, arbeitet bis Jahresende bei der Bahn als Sonderbeauftragter. In der Funktion soll er die Organisation von Aktivitäten rund um das europäische Jahr der Schiene unterstützen.
pressesprecher.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Wolfgang Ainetter im Verkehrsministerium kommuniziert: Storys statt Polit-Sprech (10/2018)

Deliveroo bereitet seinen Börsengang vor.

Hungrig auf Investoren-Geld: Essenslieferdienst Deliveroo nimmt einen der größten Londoner Börsengänge seit drei Jahren in Angriff. Im Raum steht eine Bewertung von bis zu 7 Mrd Dollar. Noch in der ersten Jahreshälfte will Deliveroo seinen Börsengang mit zwei Aktiengattungen starten. Aus Deutschland hat sich der Essenslieferant aufgrund der großen Konkurrenz bereits 2019 zurückgezogen.
handelsblatt.com (Paid), investing.com

Zitat: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger will Empörung im Netz etwas entgegenstellen.

"Wir müssen eine Art schöpferischer Zerstörung betreiben, um möglichst schnell kraftvoll im Digitalen präsent sein zu können."

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger fordert im Interview mit der "FAZ", dass alle Qualitätsmedien stärker im Digitalen präsent sein sollen, um den empörungsgetrieben Geschäftsmodellen etwas entgegenzustellen.
faz.net (Paid)

Horst von Buttlar erhält eine weitere Kolumne im “stern”.

Mehr von Buttlar: Der "stern" spendiert "Capital"-Chef Horst von Buttlar eine weitere Kolumne. Unter dem Titel "Marktplatz" schreibt er im wöchentlichen Wechsel mit der Kolumne "Ach Mensch" von Chefredakteur Florian Gless über die Politik in der Hauptstadt. Horst von Buttlar schreibt als "Sternstimme" bereits für stern.de und seit vergangenem Frühjahr im Heft unter dem Titel "Die Stunde Null". Er leitet neuerdings das gemeinsame Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk".
stern.de (Paid)

Amazon eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt in Europa.

Kassen weggelassen: Amazon eröffnet in London Europas ersten kassenlosen Supermarkt. Weitere Geschäfte sollen dem Modell folgen. Kameras und Sensoren registrieren die Waren der Kund*innen, die Zahlung erfolgt nach Verlassen des Ladens per App. Im Gegensatz zu den USA heißt der erste kassenlose Supermarkt in Europa nicht Amazon Go, sondern wird mit dem Namen Amazon Fresh an den Online-Lebensmittelhandel des Unternehmens angedockt.
spiegel.de, golem.de

Disney will mindestens 60 amerikanische Ladengeschäfte schließen.

Micky im Mauseloch: Disney zieht sich aus dem Einzelhandel zurück. In Nordamerika will der Konzern mindestens 60 Filialen schließen, auch in Europa sollen Läden dicht machen. Der Micky-Maus-Konzern betreibt weltweit über 300 Disney-Stores, er hatte bereits angekündigt, in der ersten Hälfte 2021 rund 32.000 Mitarbeiter*innen pandemiebedingt zu entlassen.
handelsblatt.com (Paid), orf.at

Facebook lässt wieder Politik-Werbung zu.

Ende der Werbepause: Facebook erlaubt ab heute wieder Werbung zu politischen und sozialen Themen. Das Netzwerk hatte vor der US-Wahl im November ein Verbot verhängt, u.a. um einer Anzeigen-Flut mit falschen Wahlergebnissen vorzubeugen. Auch bei Google ist inzwischen wieder Politik-Werbung möglich, Twitter schließt Politik-Anzeigen dauerhaft aus.
rnd.de, edition.cnn.com

Willkommen im Club: Melanie Dahrendorf.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe – und im turi2.de/team: News-Redakteurin Melanie Dahrendorf ist frisch an Bord bei turi2, ihr Schwerpunkt liegt auf Social Media. Dahrendorf ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Ben Lesegeld, Richard Wernicke und Lina Timm.
turi2.de/koepfe (Profil Dahrendorf)

Lese-Tipp: Chrissy Teigen trennt nicht zwischen Privatleben und Social Media.

Lese-Tipp: Bei Social-Media-Ikone Chrissy Teigen gehen "das Private und Öffentliche vollends ineinander über", analysiert Silke Wichert im "SZ Magazin". Die 35-Jährige präsentiere sich anders als andere Stars "voll und zutiefst permeabel". Teigen nehme sich zwar selbst häufig nicht ernst, agiere aber leidenschaftlich, wenn es um Anliegen geht, die ihr wichtig sind.
sueddeutsche.de

Meinung: Faktenfinder müssen sich selbst hinterfragen.

Meinung: Faktenfinder sollten sich immer fragen, "ob der eigene Bericht der Analyse eines kritischen Faktenfinders standhalten würde", schreibt Jörg Friedrich in der "Welt". Er vermutet, dass die Leserschaft von Faktenchecker-Portalen eher aus Menschen besteht, die Fake News ohnehin nicht erreichen. Es sei möglich, dass "Falschmeldungen und Irreführungen" dort erkannt werden, wo lediglich der Wahrnehmung des Faktenfinders widersprochen werde.
welt.de (Paid)

Hör-Tipp: Richard David Precht spricht im OMR-Podcast über soziale Netzwerke.

Hör-Tipp: "In einem Rechtsstaat wie der Bundesrepublik weiß ich nicht, warum man seine Meinung im Netz anonym veröffentlichen muss.", sagt Richard David Precht in seinem "ersten offiziellen" Podcast-Auftritt bei Philipp Westermeyer. Im OMR-Podcast gibt er zu Protokoll, er sei "tentenziell, ohne das zu Ende überlegt zu haben" für eine Klarnamen-Pflicht. Zudem stellt Precht die These auf, dass es durch Social Media nicht mehr Hass in der Welt gebe. Anonymisierung und Echokammern im Internet seien allerdings ein Problem. Seinen Erfolg erklärt er mit dem Prinzip: "Der Teufel scheißt gerne auf den selben Haufen."
omr.com (78-Min-Audio)

Clubhouse-Tipp: Gesprächsrunde über Community Management in den sozialen Medien.

Clubhouse-Tipp: Stephanie Tönjes (Foto) und Karim Cheranti vom Branchennetzwerks #30xFriends laden zum Talk über Community Management in den sozialen Medien. Sie sprechen u.a. mit Peter Wittkamp, Vivian Pein, Tanja Laub und Peter Turi über Interaktionsmöglichkeiten für Unternehmen, aktuelle Herausforderungen und werthaltigen Dialog.
joinclubhouse.com (Donnerstag, 20.30 Uhr)

Zahl des Tages: Deutschlands Gender-Pay-Gap ist besonders groß.

Zahl des Tages: Einen erbärmlichen 32. Platz von 34 untersuchten Euro-Ländern besetzt Deutschland beim Thema Gender-Pay-Gap. Im Schnitt verdienen Frauen 19 % weniger, nur Estland und Österreich schneiden schlechter ab. Die Statistik des DIW verrät auch, dass die Lohnlücke in einigen Ländern wie Italien besonders gering ist, weil dort weniger Frauen berufstätig sind. Wenn sie arbeiten, dann haben sie tendenziell ein höheres Einkommen.
spiegel.de

Lockdown wird mit Lockerungen und hitzigen Diskussionen verlängert.


Gift-Gipfel: Markus Söder teilt bei der Bund-Länder-Konferenz gegen Olaf Scholz aus, berichtet Paul Ronzheimer bei Bild Live noch während die Beratungen laufen. Sätze wie "da brauchen Sie nicht so schlumpfig herumgrinsen" oder "Sie sind nicht der König von Deutschland oder Weltenherrscher" soll Söder seinem Kollegen an den Kopf geworfen haben. Die Aussagen sind "zu schön um wahr zu sein, zumindest für diejenigen, die darüber schreiben", kommentiert Ronzheimer, der die Zitate on Air vom Handy abliest. In der anschließenden Pressekonferenz bemerkt Söder, Scholz habe ein "sehr pointiertes Auftreten" gehabt, aber die beiden hätten schon miteinander gesprochen und sich vertragen.

Die Runde hat den Lockdown zwar bis 28. März verlängert, aber stufenweise Aufweichungen angekündigt, die an stabile Inzidenzwerte unter 50 bzw. 100 geknüpft sind. Der zweite Lockerungsschritt (nach den jüngsten Friseur- und Schulöffnungen) erlaubt Buchhandlungen, Blumengeschäften und Gartenmärkten ab 8. März Kundschaft zu empfangen. Auch einige körpernahe Dienstleistungen, etwa Fahrschulen, dürfen den Betrieb aufnehmen. In einem nächsten Schritt könnte dann der Einzelhandel sowie Museen, Galerien und Zoos öffnen und bis zu zehn Menschen an der frischen Luft kontaktfrei Sport treiben. Eine vierte Lockerung würde dann Öffnungen von Kulturstätten und Gastronomie umfassen, eine fünfte schließlich auch größere Freizeitveranstaltungen. Ein Notbrems-Mechanismus soll dann greifen, wenn die Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt. In diesem Fall werden Lockerungen zurückgenommen.

Der "Spiegel" urteilt, dass die Politik nun "mit der Logik der bisherigen Pandemiebekämpfung" breche. Bisher sei "steigende Zahlen, schärfere Regeln" das Credo gewesen. Mit Blick auf die Schnelltest-Strategie schreibt Thomas Vitzthum in der "Welt", das Pandemie-Management erweise sich "auf eine absehbare Veränderung als ziemlich unvorbereitet". "Bild"-Chef Julian Reichelt poltert, der Tag sei ein "Verwirrspiel mit einem Hauch von sozialistischer Mangelverwaltungsrhetorik unserer Bundesregierung" gewesen.
bild.de (Söder-Aussagen), spiegel.de (Öffnungsschritte), spiegel.de (Paid), welt.de, bild.de (4-Min-Video, Reichelt)

Basta: BBC entschuldigt sich für Fake-Interview mit US-Senator.

BBC-Logo-150x150Auf den Leim gegangen: Die BBC entschuldigt sich beim US-Senator Cory Booker für ein Fake-Interview. Statt Booker hatte sie einen Imitator an der Strippe, der sich allerdings laut Hörer*innen überhaupt nicht wie der Senator angehört hat. Eigentlich schön, dass in Zeiten sich perfektionierender Deepfakes, auch schlechte Mimikry ihren Platz in der Welt behaupten kann.
bbc.co.uk via theguardian.com

Google stellt Werbe-Tracking ab 2022 ein.

Unfollow: Google stellt das Tracking seiner Nutzerschaft ab 2022 ein, schreibt Produktmanager David Temkin in einem Blogpost. Somit bietet der Suchmaschinen-Riese keine personalisierte Werbung mehr an. Stattdessen teilt er seine User in Kategorien mit ähnlichen Interessen ein und bietet diese seinen Kunden an. Google ist mit einem Marktanteil von 52 % das größte digitale Werbeunternehmen der Welt.
blog.google (Blogpost), tagesschau.de, handelsblatt.com (Paid)

Aldi verkauft ab kommenden Samstag Corona-Schnelltests.

Schnelldi: Aldi verkauft ab Samstag Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung in seinen Filialen. Anfangs dürfen Kund*innen nur jeweils eine Packung kaufen. Deren Preis liegt bei 25 Euro, enthalten sind fünf Tests. Nach einem Nasenabstrich liegt das Ergebnis nach 15 Minuten vor und soll zu 96 % akkurat sein. Damit kommt Aldi Konkurrenten wie dm um wenige Tage zuvor.
rnd.de, turi2.de (Background)

Esther Sedlaczek folgt auf Matthias Opdenhövel bei der “Sportschau”.

TV-Transfer: Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek, 35, wechselt zur kommenden Saison in die ARD-"Sportschau", meldet die "Bild". Sie ersetzt Matthias Opdenhövel, der nach zehn Jahren aus dem Moderations-Trio um Alexander Bommes und Jessy Wellmer ausscheidet. Sedlaczek ist die dritte Frau in der Geschichte der "Sportschau". Die ARD kommentiert die Personalie zunächst nicht.
bild.de