AG DOK beklagt Bürokratisierung bei öffentlich-rechtlichen Sendern.


Sand im Getriebe: Der Berufsverband Dokumentarfilm AG DOK sieht die Zusammenarbeit zwischen freien Autoren und öffentlich-rechtlichen Redaktionen durch zunehmende Bürokratie gefährdet. Eine Umfrage unter 103 Filmschaffenden habe ergeben, dass kreative Prozesse zunehmend unter langen Entscheidungswegen und der Fokussierung auf Abrufzahlen litten. Viele Befragte berichten von verzögerten Vertragsabschlüssen und unbezahlter Mehrarbeit in der Stoffentwicklung. Die Zentralisierung bei den Sendern führe in der Praxis zu immer mehr Abstimmungsschleifen, es fehle an persönlicher Kommunikation. Der Verband fordert von den Sendern flachere Hierarchien, verbindliche Fristen und mehr Mut zu gesellschaftlich relevanten Themen jenseits der Quote.
medienpolitik.net, agdok.de