“Angriff auf die Pressefreiheit”: Weimer Media Group wehrt sich gegen Plagiatsvorwürfe “aus rechten Kreisen”.


Die Weimer Media Group wehrt sich in einem Statement gegen den Vorwurf "aus rechten Kreisen", über Jahre hinweg öffentliche Reden von Politikern, u.a. von Alice Weidel, ohne deren Einverständnis im Debatten-Portal "The European" veröffentlicht zu haben. Die freie Presse müsse "hier weder um Erlaubnis fragen noch Honorar zahlen", teilt der Verlag auf Nachfrage von "Focus Online" mit. In der Verbreitung der Meinungen mit Quellenangabe sieht man einen "demokratischen Beitrag zur Debattenkultur". Es handle sich um einen "Angriff auf die Pressefreiheit aus rechten Kreisen", heißt es weiter. Laut "T-Online" will Weidel wegen Urheberrechtsverstößen rechtliche Schritte gegen den ehemaligen Verleger Wolfram Weimer, seit Mai 2025 Kulturstaatsminister, prüfen.

"The European" habe inzwischen "zahlreiche Texte" offline genommen – laut Herausgeber Ansgar Graw, "um die teilweise mehr als 15 Jahre zurück­liegende Genese zu überprüfen". In einer Mitteilung des Debatten-Portals heißt es: "Die dokumentarische Publikation von Politikerreden geschieht im Rahmen der Urheberrechtsschranken immer honorarfrei und unter Angabe von Quellen." Und weiter: Wenn es in früheren Jahren "einzelne Fälle gegeben haben sollte, in denen die Quellenangabe unterblieb, bedauern wir dies. Streitigkeiten oder Klagen wegen etwaiger Urheberrechtsverletzungen lagen damals nicht vor und liegen auch dem aktuellen Chefredakteur nicht vor."
focus.de, t-online.de

(Foto: IMAGO / Metodi Popow)