ARD-Intendantinnen einigen sich auf Kooperationen und Kompetenzcenter.


Pool-Bauer: Bei einer zwei­tägigen Sitzung in Stuttgart beschließen die ARD-Intendantinnen Schritte zur Reform des Sender­verbunds. Gemeinsame Kompetenz­center sollen ab 2024 für die Themen Klima, Verbraucher und Gesundheit über­regionale Angebote erstellen, die von allen Landes­medien­anstalten übernommen werden. Die Kultur- und Infowellen sammeln Beiträge, Reportagen und Sendungen in einem neuen Inhalte-Pool, an dem sich alle Sender bedienen können. Gleiches gilt für die dritten Programme. Ebenfalls kommendes Jahr soll die Gemein­schafts­redaktion Hörspiel ihre Arbeit aufnehmen. 250 Mio Euro investiert die ARD zwischen 2025 und 2028 zusätzlich in Digital-Angebote, außerdem soll die digitale Infra­struktur ausgebaut werden. ARD-Vorsitzender Kai Gniffke bezeichnet die Reformen als "entscheidenden Schritt". Das mögliche Eindampfen dritter Programme ist für die aktuelle Intendanten-Runde offenbar kein Thema. Gniffke-Vorgänger Tom Buhrow hatte Ende 2022 noch einen "Neuanfang ohne Denkverbote" gefordert. Die Deutschen werden "in 20 Jahren nicht mehr alle öffentlich-rechtlichen Sender finanzieren wollen", sagte er damals. (Foto: Patricia Neligan / SWR)
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