“Bild” verliert Akkreditierung im IS-Prozess.

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Gesichtserkennung: "Bild" darf keinen Reporter mehr zum Prozess gegen zwei mutmaßliche deutsche IS-Mitglieder schicken. Das Oberlandesgericht Celle hat dem Blatt die Akkreditierung entzogen, nachdem sich "Bild" der Anweisung des Gerichts widersetzt hatte, die Angeklagten nur verpixelt zu zeigen. Bild.de-Chef Julian Reichelt sieht in der Entscheidung einen Angriff auf die Pressefreiheit.

Um Angst und Schrecken zu verbreiten, posierten die Täter mit abgeschlagenen Köpfen, doch wenn die Terroristen sich vor einem deutschen Gericht verantworten sollen, dürfen sie plötzlich nicht mehr erkannt werden. Das sei "absurd", so Reichelt. Besonders heikel macht den Fall die Tatsache, dass sich einer der Angeklagten in einem NDR-Interview erkennbar vor der Kamera zu den Tatvorwürfen geäußert hatte. Reichelt kündigt gegen den Ausschluss aus dem Gericht rechtliche Schritte an.
meedia.de, bild.de, twitter.com/jreichelt

Mitarbeiter: Björn Czieslik

Ein Gedanke zu „“Bild” verliert Akkreditierung im IS-Prozess.

  1. Rocco

    Es bleibt übrigens festzuhalten, dass in den Akkreditierungsbestimmungen festgehalten ist, dass auch die Justizbeamten verpixelt werden müssen. Daran hat sich aber anfangs kaum jemand dran gehalten, auch nicht NDR/ARD. Wenn es das Gericht ernst meinen würde, dann würde kaum noch ein Journalist seine Akkreditierung behalten.

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