Geht und bleibt: Co-Geschäftsführer Stefan Ottlitz verlässt den Spiegel-Verlag sofort und "auf eigenen Wunsch", meldet das Unternehmen. Er habe "entschieden, beruflich einen neuen Impuls zu setzen" und werde das Haus bis Sommer kommenden Jahres "in einer beratenden Rolle unterstützen". Damit ist sein Kollege Thomas Hass nun alleiniger Geschäftsführer. Hass werde "sein Führungsteam neu aufstellen" und darüber in den nächsten Tagen informieren, lässt der Vorsitzende der Mitarbeiter KG Markus Brauck in der Pressemitteilung wissen. Brauck sagt über den scheidenden Verlagschefs: "Es war ein Glücksfall für den "Spiegel", ihn in dieser Zeit der digitalen Transformation mit seinem Elan an Bord zu haben." Ottlitz selbst gibt zu Protokoll, er habe nach seinem Entschluss "früh das Gespräch mit unseren Gesellschaftern gesucht" und mit ihnen "wie immer gut zusammengefunden". Er war 2018 als Leiter der Produktentwicklung von der "Süddeutschen Zeitung" zum "Spiegel" zurückgekehrt und 2020 zum Geschäftsführer berufen worden. In seine Ägide fielen auch geräuschvolle Personalien wie der Chefredakteurs-Wechsel von Steffen Klusmann zu Dirk Kurbjuweit sowie zuletzt die Trennung von Vize-Chefredakteurin Melanie Amann.
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(Foto: Anna Dittrich / DER SPIEGEL)