Die öffentlich-rechtlichen Sparpotenziale sind gehoben, argumentiert Karola Wille.

ARD, ZDF und Deutschlandradio bieten über ihre vorgelegten Reformpläne hinaus kein weiteres Sparpotenzial, gibt ARD-Vorsitzende Karola Wille zu verstehen, notiert Ulrike Simon. Wille wünscht sich, dass die Politik zunächst die Sparpläne liest und die KEF-Prüfung abwartet. Fritz Jäckel, Rundfunk-Koordinator der unionsgeführten Länder, glaubt, schon die Debatte treibe die Anstalten zur finanziellen Zurückhaltung.
"Horizont" 43/2017, S. 19 (Paid)

Ein Gedanke zu „Die öffentlich-rechtlichen Sparpotenziale sind gehoben, argumentiert Karola Wille.

  1. Kurt Mueller

    Wer’s glaubt…

    Mir ist selbstverständlich auch bekannt, daß einfache Redakteure über enge Budgets jammern, die Orchester der Sendehäuser zusammengestrichen werden (Hat eigentlich noch irgendein ARD-Sender ‘ne Big Band?) und an externen Produktionen gespart wird. Für das Pampern einiger Fußball-Millionäre und ihrer Funktionäre scheint aber immer noch Geld da zu sein, ebenso für fragwürdige Nummern wie den ESC. Auch leistet man sich Mini-Funkhäuser wie den Saarländischen Rundfunk oder Radio Bremen – natürlich alle mit eigenem Wasserkopf. Und ob jeder ARD-Sender je drei Dudelwellen braucht, die auch nichts anderes senden als die Privatradios (und wegen des angeblichen Wunsches der Hörer nach Lautheit den Klang total versauen) – daran darf man auch zweifeln.

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