
Vernaus Vermächtnis: Die scheidende RBB-Interimsintendantin Katrin Vernau bilanziert in einem Gastbeitrag in der "FAZ" ihre Amtszeit. Anders als im Business-Insider-Interview von Dienstag, bleiben ihr kritische Fragen dabei erspart. Vernau schreibt, der RBB habe "unter dem Brennglas der Öffentlichkeit bewiesen", dass es möglich sei, in kürzester Zeit in den "Reformmodus" zu kommen. Auch durch das Mitwirken der Beschäftigten sei aus dem "scheinbar trägen Anstaltstanker ein Reformschnellboot" geworden. Gemeinsam sei es gelungen, "die schwierige Situation in etwas Konstruktives zu verwandeln". Eine positive Folge daraus sei, dass wieder über Programm geredet werde. Um die Akzeptanz der Bevölkerung zu gewinnen, sei es wichtig, einen "relevanten Anteil am täglichen zeitlichen Mediennutzungsbudget" der Beitragszahlerinnen zu erreichen. Mit knapper werdenden Mitteln komme es darauf an, möglichst relevantes Programm zu produzieren, "Herausragendes statt im 'Inhaltemeer des Internets' Untergehendes". Zugleich wirbt Vernau um Verständnis, dass alle Bereiche im RBB "gleichermaßen bedeutsam sind, um letztlich Programm machen zu können". Ohne Lohnbuchhaltung gebe es für Programmmacherinnen keine Gehälter und Honorare: "Eine ordnungsgemäße Verwaltung ist kein Programmverhinderer", schreibt Vernau, sondern trage "wesentlich zur Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei". (Foto: Fabian Sommer / dpa / Picture Alliance)
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