
Digitale Meinungsbildung: Die EU-Kommission plant im Zuge der Reform der audiovisuellen Medienrichtlinie, Inhalte traditioneller Medien auf Social-Media-Plattformen sichtbarer zu machen. Diesen Vorstoß kündigt Renate Nikolay (Foto), stellvertretende Generaldirektorin der Direktion Connect der EU-Kommission, bei der "Global Media Law Konferenz" der Deutschen Welle an. Zudem wolle die EU einen Demokratie-Schutzschirm beschließen, der Desinformation bekämpft und Wahlen schützt. DW-Intendantin Barbara Massing fordert, die Algorithmen der großen Plattformen müssten transparent, überprüfbar und demokratisch kontrollierbar sein. Medienrechtler Dieter Dörr warnt, die Meinungsmacht weniger monopolartiger Digitalkonzerne bedrohe die parlamentarische Demokratie. Vertreter der Digitalkonzerne wie TikTok und YouTube verteidigen ihre Arbeit gegen den Vorwurf der mangelnden Regulierung.
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(Foto: Boris Geilert / DW)