“FAS”: ProSiebenSat.1 fordert einen Anteil an der Rundfunkgebühr.


Privat-TV als Grundversorger: ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert will einen Systemwechsel bei der Verteilung des Rundfunkbeitrags und fordert auch für die Privatsender einen Anteil an der Gebühr, mit der sich ARD, ZDF und Deutschlandradio finanzieren. Im Interview mit der "FAS" argumentiert er, nur 5 % der Zuschauer von ARD und ZDF seien unter 30 Jahre alt, die "ProSieben News" würden deutlich mehr junges Publikum erreichen als "Tagesschau" und "heute" zusammen. Eine öffentliche Finanzierung von Programmen solle nicht länger an Institutionen, sondern an Inhalte gekoppelt werden.

Zudem stellt Albert, der im Vorstand der Sendergruppe u.a. für die Beziehungen zur Politik und zur Wirtschaft zuständig ist, die Höhe des Rundfunkbeitrags von rund 8 Mrd Euro pro Jahr in Frage. Zwar bezeichnet er das öffentlich-rechtliche System als wichtig für die Meinungsvielfalt, fragt aber auch: "Warum leisten wir uns eigentlich zwei Anstalten, ARD und ZDF?" Auch die AfD fordert die Zusammenlegung der beiden Sender – mit der rechten Partei will Albert aber nichts zu tun haben. (Foto: ProSiebenSat.1, Montage: turi2)
"FAS", S. 23 (Paid)faz.net, handelsblatt.com, derwesten.de

Ein Gedanke zu „“FAS”: ProSiebenSat.1 fordert einen Anteil an der Rundfunkgebühr.

Schreibe einen Kommentar