
Gemeinsam stärker: Der ARD-Chef Florian Hager fordert die deutschen Medien zur Entwicklung einer gemeinsamen Infrastruktur-Strategie auf. "Wir müssen unser System in Europa bewahren, das aktuell auf dem Spiel steht", sagt er bei den Medientagen Mitteldeutschland. "Nirgendwo gibt es so ein stabiles Mediensystem wie in Deutschland. Jetzt müssen wir zusammenhalten, wir können es nur gemeinsam schaffen." Dazu stehe die ARD im Austausch mit den Privatsendern, aber auch mit Zeitungsverlegern und anderen Medienunternehmen. Auch die jüngste Auseinandersetzung mit ProSiebenSat.1 täte dem keinen Abbruch, sagt Hager unter Verweis auf den Streit über die Streamingplattform Joyn.
Ziel sei es, deutsche Medienunternehmen weniger abhängig von großen und zumeist US-amerikanischen Konzernen zu machen. Man dürfe nicht in die Situation kommen, dass die USA plötzlich die Technik abschalten können, sagt Hager, sondern müsse die Abhängigkeit von Unternehmen wie Microsoft und SAP verringern. "Wir brauchen eine Fall-Back-Option – früher hieß das Sendesicherheit", so der ARD-Vorsitzende.
mediendienst.kna.de (€, eine Meldung des KNA Mediendienstes)
(Foto: ARD)