Florian Harms gibt ARD und ZDF Nachhilfe gegen den “Linksdrall”.


Richtungsweisend: Florian Harms, seines Zeichens Chefredakteur von Ströers "T-Online", setzt in seinem "Tagesanbruch"-Newsletter zur Analyse der Linkslastigkeit von ARD und ZDF an, die den Sendern gerne vorgeworfen wird. Darauf, dass die Sender tatsächlich zu weit links stehen, will er sich dabei nicht festlegen: "Ja, nein, vielleicht – und zwar gleichzeitig." Die Sender würden wegen sozial-medialer Lautsprecher wie Georg Restle und Dunja Hayali, Anja Reschke und Jan Böhmermann als links wahrgenommen. "Man braucht kein Abitur, um zu erkennen, dass gebührenfinanzierte Gegenstimmen fehlen." Deswegen freue er sich "über jeden Journalisten, der sich aufs Schreiben, Filmen, Senden konzentriert, statt sich in den sozialen Jauchegruben aufzuführen wie der Messias".

Im Anschluss schlägt der Journalist "fünf einfache Regeln" vor, mit denen die Senderredaktionen etwas gegen den "Linksdrall" tun könnten: Jede meinungsstarke Sendung brauche eine Gegenstimme – auf demselben Sendeplatz und direkt im Anschluss, Chefredaktionen sollten mit rotierenden Doppelspitzen besetzt werden. Zudem sollten Beiträge, die nicht als "Meinung" gekennzeichnet sind, auch keine "Spuren von Meinung enthalten" und in jeder Talkshow könnte ein Platz per Losverfahren besetzt werden. Schließlich sollte einmal pro Monat ein "unabhängiges Beobachtergremium" live und öffentlich Bilanz ziehen.
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(Foto: Ströer)