Funke verkauft “unter­haltende Frauen­zeit­schriften” an Klambt.


Bad Bank: Die Funke Mediengruppe stößt ihre Klatsch- und Yellow-Blätter an die Mediengruppe Klambt ab. Konkret geht es um die acht Titel "die aktuelle", "die aktuelle Krimi", "Frau im Spiegel", "Frau im Spiegel Royal", "Neue Welt", "Das Goldene Blatt", "Echo der Frau" und "frau aktuell", die zusammen auf eine verkaufte Auflage von über 600.000 kommen und wöchentlich rund 3,4 Mio Leserinnen erreichen. Rund 90 Mitarbeitende der Titel wechseln zu Klambt und können weiterhin am Standort Ismaning bei München arbeiten, die restlichen Beschäftigten bleiben Teil von Funke. Funke sieht den Verkauf als "Teil der strategischen Neuaus­richtung", die auf "eine stärkere Marken­positionierung sowie die Digitalisierung des bestehenden Portfolios abzielt".

Unerwähnt bleibt, dass die "unter­haltenden Frauen­zeit­schriften", so die offizielle Beschreibung der Klatschblätter, wohl nicht mehr so recht zu Funkes Vision von "gutem Journalismus" passen. Die Titel stehen im Verruf, mit reißerischen Schlagzeilen Käuferinnen zu locken, im Heftinneren entpuppen sich die Geschichten dann oft als Luftnummern. Schmerzlicher Tiefpunkt für Funke war 2023 ein per KI erstelltes Fake-Interview mit Ex-Rennfahrer Michael Schumacher in "die aktuelle". Funke musste Schumacher dafür 200.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
funkemedien.de (Übernahme), turi2.de (Schumacher)