
Hör-Tipp: Journalist und TV-Produzent Friedrich Küppersbusch mag nicht glauben, dass die angekündigte Absetzung der Late-Night-Show von Stephen Colbert allein finanzielle Gründe hat, wie CBS sagt. Zwar koste Late Night viel Geld, das durch Werbung nicht mehr eingespielt werden könne, jedoch gäben die Shows den Sendern auch eine Farbe, sagt Küppersbusch im "Übermedien"-Podcast "Holger ruft an". Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs von CBS-Mutter Paramount, die auf das Wohlwollen von Donald Trump angewiesen ist, habe das Aus daher ein "starkes Aroma von Selbstmord". In Deutschland und Europa sei Late Night immer eine "Dame ohne Unterleib" gewsen, weil die Tradition dazu fehle und Late-Night-Formate "oft mehr ein Wunsch der Macher als des Publikums" waren. In den Zeit-Slots, in denen in Deutschland Late Night laufen könnte, hätten sich inzwischen eh Markus Lanz und Sandra Maischberger ausgebreitet.
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(Bild: probono Fernsehproduktion / Übermedien)