Inszenierung in eigener Sache: Produktionsallianz fordert Weimer zur Einhaltung der Filmreform auf.


Die Produktionsallianz erinnert Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit einer Kampagne im Stil des Plakats einer Streaming-Serie an die im Koalitionsvertrag vereinbarte Investitionsverpflichtung für internationale Streaminganbieter. Weimer will eine verbindliche Regelung aufgeben und setzt stattdessen auf freiwillige Absprachen mit den Anbietern. Unter dem Titel "Broken Promises? – Gebrochene Versprechen?" kritisiert die Produktionsallianz, "dass diese intransparenten Absprachen auf wackeligen Füßen stehen und nicht belastbar sind". Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands, sagt: "Das politisch vereinbarte Ziel würde erheblich abgeschwächt – und so einen enormen Rückschritt für den Produktionsstandort Deutschland und alle Kreativen bedeuten." Zudem ließen individuelle Absprachen die für deutsche Produktionsunternehmen "entscheidende Regelung des Rechterückbehaltes" außen vor. "Das Ziel dieser Kampagne ist kein Skandal, sondern ein Happy End", schreibt Müntefering und hofft, dass eine zweite Staffel nicht nötig ist.
dwdl.de, produktionsallianz.de

(Bilder: Produktionsallianz, Montage: turi2)