
Das "Manager Magazin" nimmt sich die Aktivitäten des benachbarten Hamburger Bauer Verlags vor und zeichnet ein düsteres Bild der Zukunft. Für Autor Henning Hinze ist die Trennung von Aktivitäten abseits von Print und Radio eine "strategische 180-Grad-Kehrtwende und das Eingeständnis eines Scheiterns". Er zitiert einen anonymen Insider, der befürchtet, das Verlagsgeschäft sei "unrettbar", langjährige Beschäftigte beklagen demnach eine seit jeher fehlende "verlegerische Linie". Auch digital komme Bauer nicht voran: Dem Bericht zufolge laufen sieben Tests mit Digital-Zusatzgeschäften für die Zeitschriften-Marken. Entsprechende Experimente lasse sich Bauer in Deutschland und Großbritannien einen "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" kosten, schreibt Hinze.
Die Zwischenbilanz sei aber intern umstritten, wiederum anonyme Stimmen sprechen von wenig Fortschritt. Bis zu 250 Mio Euro stelle Bauer zudem für die Investition in eine mögliche "Killerapplikation" bereit, mit der man "bei Digitalwerbung, Digitalabos oder E-Commerce noch einen entscheidenden Sprung machen könnte". Dabei seien Übernahmen "ausdrücklich erwünscht". Zu Anfragen des "Manager Magazins" schweige der Verlag.
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