Meinung: “Tatort”-Wiederholungen am 1. Mai zeigen Programm-Armut der Dritten.

Acht Tatort-Wiederholungen am 1. Mai legen die Programm-Armut der dritten ARD-Sender bloß, kritisiert Joachim Huber. In den ARD-Magazinen werde "Vielfalt nur mit wechselnden Kulissen und Moderatoren vorgetäuscht". Es sei schade um das Beitragsgeld, dass die dritten Sender sich einzeln am bundesweiten Problem Rückenschmerzen abarbeiten. In den Dritten sei zwar Regionales zu finden, aber nichts Originelles.
tagesspiegel.de

2 Gedanken zu „Meinung: “Tatort”-Wiederholungen am 1. Mai zeigen Programm-Armut der Dritten.

  1. Thomas Sponticcia

    Ich sehe das Problem eher darin, dass sich TV Sender, ob öffentlich-rechtlich oder privat, mit ihrem Feiertagsprogramm generell keine große Mühe mehr geben. Das ist an Ostern und Weihnachten nicht anders. Früher waren solche Ereignisse für Fernsehsender noch ein Anlass, etwas Besonderes zu bieten. Heute gibt es nur noch fantasielosen Einheitsbrei.

    1. Kurt Mueller

      Das dürfte wohl daran liegen, daß an langen Wochenenden/Feiertagen viele Leute verreist sind und in den Sommermonaten auch Besseres zu tun haben als vor der Glotze zu sitzen. Da verheizt man keine teuren Neuproduktionen, wenn man fürchten muß, sie quasi unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu zeigen.

      In dieser Ballung sehe ich den Tatort-Tag der Dritten zwar auch als mindestens unglücklich an. Die tatsächlichen Probleme, gerade der ARD, sind aber andere. Daß jeder Sender eigene Redaktionen für klassische Ratgeberthemen hat, schnitt Herr Huber ja schon an. Meines Wissens arbeiten in manchen Häusern Hörfunk/Fernsehen/Online auch immer noch gepflegt aneinander vorbei.

      Da zur ARD auch Radio gehört, darf und sollte man auch immer wieder fragen, ob fünf bis sechs Kanäle pro Anstalt nötig sind – zudem die meisten davon ein schlechter Abklatsch der Privatradios sind. Braucht man Winzusender wie den Saarländischen Rundfunk oder Radio Bremen? Sollte sich die ARD vielleicht endlich mal aus der scheintoten Dauerpeinlichkeit namens ESC zurückziehen anstatt dafür jedes Jahr die Millionen zu verheizen?

      Und müssen unsere Gebührensender ein paar überbezahlte Millionäre mästen, nur weil die Fußball spielen?

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