Zu späte Einsicht? Sportartikler Adidas soll das Fehlverhalten seines Ex-Partners Kanye West deutlich länger geduldet haben, als bisher bekannt, berichtet die "New York Times". Demnach habe der Rapper u.a. schon 2013 bei einem Treffen in Herzogenaurach missliebige Entwürfe mit einem Hakenkreuz versehen. Einige Jahre später soll er einem jüdischen Manager geraten haben, täglich ein Bild von Adolf Hitler zu küssen, um Nächstenliebe zu praktizieren. 2019 soll er in einem Meeting mit hochrangigen Adidas-Angestellten u.a. mit Schuhen geworfen haben. Der ausführliche "NYT"-Bericht greift auch bekannte Vorwürfe auf, u.a. dass West Mitarbeitenden etwa mehrfach Pornos zur vermeintlichen Inspiration gezeigt haben soll. Dem Yeezy-Team, das eng mit West zusammengearbeitet hat, habe Adidas eine Meditations-App spendiert und regelmäßig so etwas wie Gruppentherapiesitzungen abgehalten. Adidas hatte die Zusammenarbeit mit West, der sich mittlerweile Ye nennt, 2022 beendet, nachdem dieser sich in kurzer Zeit mehrfach öffentlich rassistisch und antisemitisch geäußert hatte. Als Grund gab man damals an, dass "die jüngsten Äußerungen und Handlungen von Ye inakzeptabel, hasserfüllt und gefährlich sind".
nytimes.com (€), sueddeutsche.de, bild.de
Foto: Seth Wenig / Associated Press / Picture Alliance)