Olaf Scholz wirft Politik-Journalismus Inhalte-Ferne vor.

Kanzelt ab: Bundes­kanzler Olaf Scholz gibt den Medien im "Tages­spiegel"-Interview eine Mitschuld an der schlechten Reputation der Ampel-Regierung. Die Bericht­erstattung konzentriere sich auf den "Theater­donner, der bei der Durchsetzung jeder entschiedenen Reform zu hören ist". Zu selten sei Thema, "worum es wirklich geht", um stattdessen Auftreten, Benehmen, Aussehen und Wort­wahl der Beteiligten zu thematisieren. "Wir machen hier aber keine neue Folge von 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' – es geht doch um Politik", so Scholz. Angesprochen darauf, ob die Fünf-Prozent-Hürde für die SPD im Osten die neue Messlatte sei, sagt er: "Ein Journalismus, der ständig suggestive Fragen stellt, ist vielleicht auch Teil des Problems."
tagesspiegel.de (€) via bild.de