OMG-Studie: Rolle der Qualitätsmedien für Meinungsvielfalt wird überschätzt.

Qualitätsmedien spielen für Meinungsbildung und Meinungsvielfalt nur eine untergeordnete Rolle, sagen Forscher der Humboldt-Universität und der Universität der Künste. In einer vom Mediaagentur-Verband OMG und dem ZDF Werbefernsehen finanzierten Studie, über die "Horizont" ausführlich berichtet, kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Gesellschaft keine Massenmedien brauche, um Meinungsvielfalt herzustellen.

Auch die Vorstellung, dass Medien einen "überragenden Einfluss" auf Meinungsbildung hätten, sei falsch. Die Forscher sprechen den klassischen Medien damit gesellschaftliche Relevanz ab. Die Werbekunden nehmen die Wissenschaftler dagegen aus der Verantwortung: "Es kann nicht die Aufgabe der Werbungtreibenden sein, den Journalismus zu retten", sagt Wolfgang Mühl-Benninghaus von der Humboldt-Universität.
"Horizont", 43/2017, S. 4 (Paid), omg-mediaagenturen.de (Bestellung der Studie)

Update, 26.10.: OMG-Geschäftsführer Klaus-Peter Schulz widerspricht in einem Kommentar zu diesem Text der Interpretation der Studie von turi2. "Die Autoren sagen zwar, dass Qualitätsjournalismus von der Politik überbewertet werde gleichzeitig aber auch in der Funktion für die Orientierung in der Öffentlichkeit unterbewertet werde."

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