“ON”-Chefredakteur Stephan Schmidt widerspricht “taz”-Bericht über einen Rechtsruck bei der “NOZ”.


Daneben getazt? Stephan Schmidt, Chef­redakteur der "Ost­friesischen Nachrichten" wider­spricht gegenüber turi2 einem Bericht der "taz", wonach er öffentlich die Partner­zeitung "NOZ" kritisiert habe. Er lege Wert darauf, dass er nicht die Linie der "NOZ" kritisiert, sondern auf einen Post auf der privaten Facebook-Seite von Michael Clasen, operativer Verantwortlicher der Gemein­schafts­redaktion von NOZ und NOZ/mh:n, reagiert habe. Eine "angeblich rechte und russland­freundliche Ausrichtung", wie die "taz" sie der "NOZ" vorwirft, könne er nicht erkennen. "Meine Antwort auf das Posting von Michael Clasen ist nicht als Kritik an der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in Osnabrück und der Chef­redaktion zu sehen und auch nicht als solche gemeint." Dass die "taz" diesen Eindruck vermittle, "finde ich bedauerlich".

Die "taz" hatte der "NOZ" am Wochenende einen Rechtsruck vorgeworfen und Schmidt als einen Kronzeugen herangezogen. Gegenüber turi2 verteidigt er das Blatt und die Chefredaktion um Burkhard Ewert und Louisa Riepe. Ewert habe "das Etikettieren und Diskreditieren von Meinungen" immer wieder als Gefahr für eine offene Debatten­kultur kritisiert, "wie er selbst nun in dem 'taz'-Artikel dargestellt wird, unter­stützt seine These", findet Schmidt.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)