Papst Franziskus gibt der “Zeit” ein Exklusiv-Interview.


Habemus Interrogationem: "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hat als erster deutscher Journalist ein Interview mit Papst Franziskus geführt. Nach langer Anbahnung und der Bitte um absolute Verschwiegenheit sei die Einladung zum Gespräch, das bis zum Treffen einer "geheimen Staatssache" glich, letztlich vom Papst persönlich gekommen. In einem Besprechungsraum im Vatikan, der "weniger repräsentativ kaum sein könnte", haben Franziskus und di Lorenzo das Gespräch auf Italienisch geführt. Der Papst selbst habe das Interview autorisiert, indem er die deutsche Übersetzung mit der Originalversion verglichen habe, die ein Mitarbeiter aufgenommen hatte. Die Redigaturen waren, schreibt di Lorenzo, "sehr viel sparsamer und verhaltener als all das, was wir bei der 'Zeit' in der Regel von Politikern zurückbekommen".

Papst Franziskus habe "langsam, mit großer Konzentration und Vitalität, aber mit so leiser Stimme" gesprochen, dass es schwergefallen sei, "ihm ohne Nachfragen bis in die letzte Nuance zu folgen". Der Pontifex gibt sich in dem Gespräch bescheiden und sagt, er sei "ein ganz normaler Mensch", "kein bisschen ungewöhnlicher als andere". Den Priestermangel erkennt er als Problem, ein "freiwilliges Zölibat" sei dafür aber "keine Lösung". Eifersucht, Neid und Kriege sieht Franziskus als Werke des Teufels, von dessen Existenz er überzeugt ist. Wütend mache ihn, wenn "die Heilige Mutter Kirche, meine Mutter, meine Braut, sich nicht so verhält, wie es das Evangelium vorgibt".
"Zeit" 11/2017, S. 13 (Paid)

7 Gedanken zu „Papst Franziskus gibt der “Zeit” ein Exklusiv-Interview.

  1. Akire

    Ach lieber Papst,
    Zerstörerisches passiert wirklich und das können wir “Teufel” nennen und Fairness geschieht auch und das dürfen wir vielleicht als “Gott” bezeichnen; aber die Kirche “heilig” zu nennen ist folgenreich, hat schon 2000 Jahre u.a. auch Unglück hervorgezaubert. Deshalb mögen Sie auch nicht “heiliger Vater” genannt werden und sprachen einen jungen, Sie so anredenden Mann daraufhin als “Heiligen Sohn” an.
    Es ist schon Balsam auf unsere alten Wunden, dass Sie sich auch nicht als unfehlbar bezeichnen. Sie fügen uns fast nie neue Wunden zu. Und wenn, dann meistens uns Frauen, die ja gar keine Kirche haben.
    Wir können doch in diese Männerkirche eigentlich nimmer hineingehen und wenn, dann eine Zeitlang nur noch nur aus purer Gewohnheit, weil man uns da
    diskriminiert, ja kriminalisiert!

    In den Augen des Vatikans sind wir Frauen (sprich Untermenschen) nämlich derart furchtbar, dass das herzlose Überlasten der Pfarrer mit zusätzlichen Pfarreien der Frauenweihe und der Weihe verheirateter Männer vorzuziehen ist.
    Manche Psychoanalytiker meinen, dass das arge angstmachender Frauenbild der Theologiestudenten mitunter zu Pädapholie führt.
    Bitten Sie uns auch nicht, genau so oft in die Bibel zu sehen wie auf unser Handy, denn sie ist nicht das Wort Gottes, sondern ein Buch der ganz und gar menschlichen Ahnungen wie denen von Jesus, der ja auch gewusst und erlebt hat, dass Gott nie in körperliche Gehörgänge sprach und spricht.

    Bitte sterben Sie noch nicht, denn Sie haben viel, aber noch nicht alles gut gemacht! Danke für alles Bisherige! Wir lieben Sie aus Herzensgrund.

    noch nicht alles Gute ge

    1. Picard

      Wenn Sie keine “Männerkirche” wünschen, so steht es Ihnen ja frei, bei den Chistkatholischen oder Protestantischen Kirche oder anglikanischen ect, ect einzutreten.Dort wird sogar Lesbische und Homopriester/innnen .Abgesehen davon stell sich doch auch die Frage, wozu überhaupt noch Kirche, da laut Aussagen des von Ihnen in den siebten Himmel bejubelten Herrn Bergoglio alias “Papst” F.-alle Religionen an den gleichen “Gott” glauben und dergleichen Nonsens. Uns das bedeutet Hanebüchenen Unsinn.Aber dahin kommt man, wenn man sich mit Metaphysik beschäftigt , anstatt sich Mühe gibt,sich ernsthaft mit dialektischem Materialismus zu befassen.

  2. Akire

    Lieber Forist Schmuecker, bitte was bedeutet Ihr Satz: “Die Gedanken gehören Gott, alles andere ist Teufelswerk.” Gott ist doch kein Monster, kein Hitler, der unsere Gedanken besitzen will.
    Fast alle Menschen sind sowieso schon durch schreckliche Gottesbilder nahezu unheilbar tief religiös verletzt. 0
    Sie wünschen sich auch, dass die Kirche nur mit einer Stimme spricht. Dieser Wunsch ist nicht o.k., weil er den Scheiterhaufen, das Inquisitionsschwert usw.
    beinhaltet und zwar immer! Hitler wollte absolute Einheit, also kein Suchen nach Wahrheit.
    Die Kirchen und wir einzelne Menschen brauchen doch Lernprozesse, Chancen zur weiteren Entwicklung. Wie eine innere Evolution ist dies….

  3. Akire

    Die Kirche hat nur eine Sünde. Sie hat die Menschen bisher zu wenig echt geliebt, nicht wirklich verstanden. Wichtig auf dieser Welt ist doch nur, in welcher Gesinnung wir verschiedenen Menschen und Völker überall miteinander umgehen und ich habe die Ahnung, dass n u r dies Gott interessiert und Dogmen viel Unglück gebracht haben.
    Eines Tages wird der wirklich gute Papst Franziskus auch bemerken, dass es der absolut falsche, nämlich erniedrigende Weg ist, abgehetzten Pfarrern lieber doppelte und dreifache Arbeit aufzubürden, als ihnen Kolleginnen und Ehefrauen zu geben.geben!

  4. schmuecker

    Ich wuensche mir, von der r. K kirche, dass sie mit einer stimme spricht frieden schaffen ohne waffen und die gedanken gehoeren gott, alles andere ist teufelswerk. Es ist nur einer heilig, der dreinige gott, gottvater gottsohn und gottheiliger geist josef maria schmuecker

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