
Schrei nach Liebe: Der US-Medienkonzern Paramount wirbt mit einer ganzseitigen Anzeige im "Handelsblatt" um Sympathie für die Übernahme von Warner Bros. Discovery. In einem offenen Brief wendet sich Paramount-CEO David Ellison (Foto) "an die deutsche Kreativszene, an Film- und Fernsehbegeisterte, an die gesamte Branche und an alle, denen die Zukunft des Kinos und der Kunst am Herzen liegt". Sollte Paramount sich bei der Übernahme gegen Netflix durchsetzen, verpflichtet sich Ellison "gegenüber der Kreativszene und dem Publikum" zur Produktion von mindestens 30 hochwertigen Kinofilmen pro Jahr. Außerdem sagt er den Erhalt von HBO sowie ein "Bekenntnis zum Kino" zu. Jeder Film solle "weltweit mindestens 45 Tage" im Kino laufen, bevor er als kostenpflichtiges VOD-Angebot verfügbar wird. Er glaube "an die Kraft der Leinwand". Ein Zusammenschluss böte die "einzigartige Chance", "einen echten Champion für die Kreativbranche zu schaffen" und würde "anders als die Pläne von Netflix" einen "leistungsfähigen Gegenspieler zu den bereits dominierenden Plattformen schaffen und damit den Wettbewerb stärken", so Ellison.
"Handelsblatt" vom 5. Februar 2026, S. 17 (€)
(Foto: IMAGO / UPI Photo / Bonnie Cash)